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Everest: Der Katalog zum neuen Panorama erzählt ein paar Geschichten aus der Werkstatt

Am Samstag, 28. Januar, eröffnete die neue Everest-Ausstellung im Panometer Leipzig. Und wie zur Amazonien-Schau erschien auch zu dieser ein Katalog, der einen zusätzlichen Blick in die Werkstatt von Yadegar Asisi und seinen Helfern ermöglicht. Gespickt mit Bildmaterial, das auch ahnen lässt, welche Möglichkeiten sich mit moderner Computertechnik für das Panorama-Bild erschließen.

Heinrich Wiegand: Am schmalen Rande eines wüsten Abgrunds. Foto: Ralf Julke
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Am schmalen Rande eines wüsten Abgrunds: Die klugen Texte des LVZ-Kritikers Heinrich Wiegand

Es war das goldene Zeitalter der Leipziger Zeitungen. Es war 15 Jahre lang. Dann wurden die braunen Knechte an die Macht gehievt in Deutschland - und sie brauchten genau zwei Monate, um alles zu zertrampeln, was in diesem Land und in der einst so lebendigen Bürgerstadt Leipzig lebendig, klug und kritisch war. Und reihenweise verlor Leipzig seine klugen Journalisten. Heinrich Wiegand war einer von ihnen.

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Norwids großes Poem und eine Auswahl Gedichte: Über die Freiheit des Wortes

Die Buchpremiere war in Dresden. Der Übersetzer Peter Gehrisch ist Dresdener. Görlitz wäre auch ein hübscher Ort gewesen für diese deutsch-polnische Buchpremiere. Dabei ist Cyprian Norwid nicht so ganz verschwunden vom deutschen Buchmarkt. 2003 hat Peter Gehrisch schon "Das ist Menschensache" herausgebracht. 1981 gab's mal das "Vade-mecum" als Taschenbuch. Nicht wirklich viel. Auch für einen Dichter.

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Ein Buch für Mädchen aus dem fhl Verlag: Good Morning Dornröschen

Der Mädchenroman ist nicht tot. Der Mädchenroman lebt. Und auch der alte Traum der süßen Schönen, im Leben eine so herrlich tragische Rolle wie Schneewittchen oder Dornröschen zu spielen, ist nicht tot. Und Daniela Kögler streitet's gar nicht ab: Sie möchte so gern Dornröschen sein.

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Ein kleines Buch über eine vielseitige Wurzel: Ingwer

Manche nennen es einen Trend. Für andere ist es eine Rückkehr zum selbstverantworteten Leben, wenn sie ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen nicht mehr von einem auf Effizienz getrimmten Gesundheitswesen abhängig machen, sondern ihr tägliches Leben wieder selbst gesünder gestalten. Zum Beispiel mit einer gut bekannten Knolle namens Ingwer.

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Erich Ahrndt übersetzt Zwetajewa: Mit diesem Unmaß im Maß der Welt

An Jessenin hat sich der Leipziger Übersetzer Erich Ahrndt jüngst schon versucht - jetzt hat er eine Auswahl von Zwetajewa-Gedichten folgen lassen. Immerhin ein Wagstück, denn an der Übersetzung dieser Gedichte haben sich auch die großen deutschen Dichter der jüngsten Vergangenheit versucht. Und die Liebesgedichte werden auch von Taschenbuchverlagen immer wieder gern aufgelegt.

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Vollstreckung: Ein Dresden-Krimi der rasanten Art

Was dem fhl Verlag für seine Krimis eigentlich nur noch fehlt, ist eine gute Reihengestaltung. Die Cover sind brav, meist zu zurückhaltend. Und sie zeigen nicht, dass im kleinen Leipziger Verlag mittlerweile mancher Kriminalroman erschienen ist, der reif ist für den Deutschen Krimi-Preis. Dieser Krimi hier zum Beispiel, in dem einmal nicht Leipzig der Tatort ist, sondern Dresden.

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Vom ersten Ballon bis zum Frachtdrehkreuz: Leipzig geht in die Luft

Die Fliegerei in Leipzig ist ein schwieriges Kapitel. Von Anfang an. Nicht unbedingt, weil die Leipziger nicht fürs Fliegen zu begeistern wären, sondern weil das Flugwesen immer ein Politikum war und immer höhere Instanzen mitmischten. Mal Kriegsherren, mal Provinzialverwaltungen. Wolfram Sturm hätte sein Buch zur Leipziger Luftfahrt auch "Fliegen als Politikum" betiteln können.

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Eine Liebesgeschichte der besonderen schwejkschen Art: Tatar mit Veilchen

Wenn dieses Buch nicht unter den Nominierungen zum "Preis der Leipziger Buchmesse 2012" auftaucht, hat der Verlag Voland & Quist wieder einmal gewaltiges Pech gehabt. Und Jaromir Konecny sowieso, den Wikipedia in seiner Einfalt immer noch als tschechischen Schriftsteller verkauft. Der Mann lebt seit 1982 in Deutschland und schreibt Liebesgeschichten, wie man sie seit Kästner und Tucholsky wohl nicht mehr gelesen hat.

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Was es über die weiße Schönheit alles zu sagen gibt: Schritte im Schnee

Ein Blick aus dem Fenster, ein Blick aufs Thermometer - nein, nach Schnee sieht es nicht aus. Wer schneesüchtig ist, drängelt sich derzeit auf den Pisten in den Bergen. Wer Schnee liebt, geht wohl leer aus. Denn Schnee ist eigentlich etwas anderes - für Viele das Bild für Stille, Ruhe, Besinnung. Oder Gedichte. Jean-Michel Maulpoix hätte seinen Band Prosagedichte auch "Weiß" nennen können.

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Eher Thriller als Protokoll: Was 3:46 Uhr geschah und davor und danach

Manche Genre-Bezeichnungen sind einfach Quatsch. Auch wenn der junge Mann, der sich hier Masì de Sol nennt, glauben sollte, dass das Leser zu einem verblüfften Zugreifen animiert: Ein protokollarischer Roman? - Das ist dann wohl Belletristik für Kanzleibeamte. Danke schön. Das Wörtchen "Thriller" wäre der Sache näher gekommen. Krimi wäre auch nicht so falsch gewesen. Untersparte: Was ist eigentlich passiert um 3:46?

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Mile Stojics Gedichte über den Krieg, das Exil und die verwundete Heimat: Cherubs Schwert

Seit dem Barock hat sich in der europäischen Kultur ein etwas kindisches Verhältnis zu den Cherubim, den Engeln Gottes, eingeschlichen. Sie haben sich in kleine, pummlige Wesen verwandelt, die über Altäre flattern und Poesiealben verschönern. Sie haben nichts mehr mit den Cherubim der Bibel zu tun, die etwa als Sendboten Gottes Adam und Eva aus dem Garten Eden vertreiben. Streng und unerbittlich.

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Der Birnenverächter oder Wie ein Autor versucht, sich selbst zu erfinden

Literatur ist auch Maskerade. Warum sollten Autoren anders sein als gewöhnliche Menschen? Oder stören sie nicht eher beim Lesen? - Gute Frage. Die natürlich auch Literaturprofessoren nicht beantworten können. Denn wovon lebt Literatur, wenn nicht vom Dialog? Manch junger Autor versucht so, mit seinem fiktiven Leser tatsächlich ins Gespräch zu kommen. So auch Hannibal von Instetten.

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