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Brennpunkt

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Feld in der Leipziger Aue. Foto: Ralf Julke

Landwirtschaft in der Luppe-Aue: Verwaltung will jetzt endlich mal mit den Eigentümern der Flächen im Auengebiet reden

Es klingt schon ein wenig genervt, wenn jetzt das Umweltdezernat auf einen Antrag der Grünen-Fraktion mit dem schönen Titel „Konzept zur Stärkung der Nordwestaue unter Betrachtung landwirtschaftlicher Flächen erstellen“ reagiert. Denn den Antrag hatten die Grünen geschrieben, nachdem das Dezernat auf eine entsprechende Anfrage von ihnen geantwortet hatte. Motto: Natürlich denken wir daran.

Blick auf das Baugebiet an der Kurt-Eisner-Straße. Foto: Matthias Weidemann

Dringend benötigte Grundschule: Linksfraktion beantragt die rechtliche Sicherung der Grundstücke für den Schulneubau an der Kurt-Eisner-Straße

Am 23. Juni scheiterte die Vorlage der Verwaltung zur Vereinbarung mit der Rubin 72 GmbH, an der Kurt-Eisner-Straße eine Grundschule gebaut zu bekommen, knapp im Stadtrat. Wobei der Schulbau selbst nicht das Problem war, sondern der Versuch des privaten Partners, das Grundstück nur über gleichwertige Tauschgrundstücke an die Stadt zu übertragen und nicht verkaufen zu wollen. Dabei wird die Schule hier dringend gebraucht. Die Linke bringt einen neuen Antrag ins Verfahren.

In der Gottschedstraße werden Stellplätze jetzt tatsächlich in Freisitzflächen umgewandelt. Foto: Tim Elschner

Nun doch bis zur Käthe-Kollwitz-Straße: Gastronomen in der Gottschedstraße dürfen ab 1. August die Parkbuchten zu Freisitzen machen

Nun doch noch ein bisschen mehr: Seit Montag, 26. Juli, hat die Umgestaltung der Gottschedstraße mit der Einrichtung eines beidseitigen Halteverbots zwischen Käthe-Kollwitz-Straße und Zentralstraße begonnen, meldete das Verkehrs- und Tiefbauamt am Dienstag, 27. Juli. Und erweitert damit deutlich die Ankündigung von Baubürgermeister Thomas Dienberg, der bisher nur freizuräumende Parkbuchten zwischen Zentralstraße und Bosestraße angekündigt hatte. Und sich auch noch den Ärger von Franziska Riekewald (Die Linke) dazu einhandelte.

Hubertus Freiherr von Erffa aus dem Ortschaftsrat Lützschena-Stahmeln. Foto: Videostream, Screenshot LZ

Der Stadtrat tagte: Die kleine Brücke zur Waldkapelle im Schlosspark Lützschena wird im Winter gebaut + Video

Eigentlich hatte Leipzigs Verwaltung das Jubiläum schon auf dem Radar, aber noch nicht wirklich kommuniziert, was sie im Schlosspark Lützschena 2022 vorhat. Denn 1822 ersteigerte Maximilian Speck das Gut Lützschena, zu dem seit 1685 auch ein „Lustgarten“ gehörte. Den baute der Kaufmann zu einer der attraktivsten Parkanlagen im Raum Leipzig aus. Heute kümmern sich Ehrenamtliche um die Pflege des Parks. Dem aber fehlt noch eine Brücke.

Weiträumige Absperrungen an der Baufläche Hans-Driesch-Straße. Foto: Ralf Julke

Großbaustelle am Elsterradweg: Hans-Driesch-Straße bekommt Fußgängerampel

Das wird heftig und wird für geraume Weile zum Umwege-Parcours für Radfahrer/-innen. Ab Montag, 26. Juli, beginnen auf der Hans-Driesch-Straße im Zentrum-Nordwest Umbauarbeiten, um östlich der Landauer Brücke die Verkehrssicherheit insbesondere für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen. Dort hilft derzeit eine Sperrfläche Fußgängern und Radfahrern, leidlich über die extrem stark befahrene Hans-Driesch-Straße zu kommen.

Der inkriminierte Schriftzug auf dem Dach des Bahnhofs Plagwitz. Foto: Ralf Julke

Skandal in Plagwitz: AfD-Fraktion zürnt über einen besonderen ACAB-Schriftzug

Da muss man erst mal hinkommen in diese Ecke von Leipzig – auf den Vorplatz des S-Bahnhofs Plagwitz. Und dann auch noch in die hinterste Ecke, um dort auf dem Dach den Schriftzug ACAB zu lesen. Und dann muss man daraus auch noch einen Skandal machen. Kaum ein Mensch hätte diesen rosaroten Buchstaben Aufmerksamkeit geschenkt, würde nicht die Leipziger AfD-Fraktion jaulend davorstehen und das „Ansehen der Stadt“ bedroht sehen. Geht's noch eine Nummer größer?

Noch dient der Stadionvorplatz vorrangig als Parkplatz. Foto: Ralf Julke

Grüne kritisieren Rahmenplan fürs Sportforum: Da sind noch zu viele Autos drin

Der Rahmenplan für die künftige Entwicklung am Sportforum, den OBM Burkhard Jung am Mittwoch, 21. Juli vorstellte, war durchaus auch eine Überraschung, weil die Verwaltung an einigen Punkten neue Lösungen gefunden hat, die neue Entwicklungen ermöglichen. Aber da ist noch mehr drin, findet die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, gerade wenn es um Verkehrslösungen jenseits des Autos geht.

Am Zentralstadion auf der Festwiese. Foto: L-IZ.de

Rahmenplanung für Stadionumfeld: Grundschule, Sportmuseum und ein direkter Weg über die Festwiese

Seit einem Jahr wurde diskutiert, durften Bürger und Initiativen sich einbringen in die Diskussion, wie das Stadionumfeld rund ums RB-Stadion künftig aussehen soll. Womit ein mittlerweile zehnjähriger Diskussionsprozess so langsam ins Ziel kommt. Am Mittwoch, 21. Juli, stellten Stadt und RB Leipzig die erste Version der Rahmenplanung für das Stadionumfeld vor. Mit einigen kleinen Überraschungen drin. Denn im Amt für Stadtplanung hat man sich wirklich Gedanken gemacht.

Die Einfahrt in den Klingerhain im Frühjahr. Foto: Ralf Julke

Während Sperrung der Klingerbrücke: Baumpflanzungen und Gärtnerarbeiten im denkmalgeschützten Klingerhain

So richtig als Park nimmt man den Klingerhain gar nicht mehr wahr. Meist fährt man nur mit dem Rad durch, wenn man zum Palmengarten will. Der Hauptweg ist bis auf den Schotter abgefahren. Ein paar wilde Trampelpfade durchschneiden die Wiese und dass auch der Klingerhain mal gärtnerisch gestaltet war, davon ist kaum noch was zu sehen. Das soll sich jetzt ändern, kündigt das Verkehrs- und Tiefbauamt an.

Widerstand gegen Gentrifizierung. Foto: L-IZ.de

Jetzt werden auch die Connewitzer/-innen selbst gefragt: Wem gehört Connewitz?

Nein, es ist nicht Leipzigs Verwaltung, die den Problemen der Gentrifizierung in Connewitz einmal systematisch auf den Grund gehen möchte. Es sind die Geograph/-innen der Universität Leipzig, die das jetzt mal faktenbasiert machen und gleichzeitig die Connewitzer/-innen einladen, sich mit ihren eigenen Eindrücken an der Aufarbeitung zu beteiligen.

Gehwegparken in der Erich-Zeigner-Allee. Foto: privat

Zugeparkte Gehwege, gefährdete Schulkinder: VTA verhängt Parkverbot in einem Teil der Erich-Zeigner-Allee

Schleußig, Plagwitz, Anger-Crottendorf, Gohlis-Nord, nun wieder Plagwitz. Manchmal ähnelt auch die Arbeit des Leipziger Ordnungssamtes einem Hase-und-Igel-Spiel. Kaum hat man mit verstärktem Kontrolldruck ein bisschen Ordnung ins Parkchaos gebracht, stehen wieder Autos da, wo sie nicht stehen dürfen. Das Verkehrs- und Tiefbauamt unterstützt jetzt das Ordnungsamt und verhängt in einem Teil der Erich-Zeigner-Allee ein komplettes Parkverbot.

Wie leergefegt: Der Leipziger Markt vor dem Alten Rathaus am 5. Januar 2021. Foto: Lucas Böhme

Nächster Schritt nach Corona-Programm: Grüne schlagen einen Runden Tisch für die City vor

Dass es nun eine Koordination für die City gibt und Geld, damit City und Magistralen wieder um Kundschaft werben können, ist beschlossen. Aber die Folgen der Corona-Lockdowns und der Boom des Online-Handels haben auch gezeigt, dass die lebendigen Herzen der Städte in größter Gefahr sind und Kommunen gut daran tun, ihre City am Leben zu erhalten. Die Grünen schlagen dafür in Leipzig nun einen Runden Tisch vor.

Auch vom Lärm auf der Porsche-Teststrecke geplagt: Lindenthal. Foto: Ralf Julke

Ortschaftsrat Lindenthal legt sich mit Porsche an: Sonntagsrennen müssen deutlich eingeschränkt werden

Am 19. März meldete die Porsche AG eigentlich etwas Mutmachendes: Bis 2030, so verspricht der Autokonzern, strebt er die bilanzielle CO2-Neutralität an. Dahinter steckt auch ein langsamer Abschied vom Verbrennungsmotor. Und schon 2021 sei die Betriebsstätte Leipzig CO2-neutral. Aber das kann nicht klappen, kommt jetzt die Kritik aus de benachbarten Leipziger Ortsteil, Lindenthal, wenn an etlichen Wochenenden immer wieder Rennen auf dem Porsche-Parcours stattfinden.

Am Ufer des Kulkwitzer Sees. Foto: LZ

Zweckverband Kulkwitzer See vor der Auflösung: Gibt es jetzt Ärger um die Zukunft der Pachtverhältnisse am Kulki?

Irgendwie haben es die versammelten Akteure geschafft, den gemeinsamen Zweckverband Kulkwitzer See, in dem Leipzig mit der Stadt Markranstädt kooperieren sollte, gegen die Wand zu fahren. Der Verband steht kurz vor der Auflösung, die 2022 erfolgen soll, es gibt Probleme mit den Pachtverträgen und etwas aufgebracht meldet sich SPD-Stadtrat Heiko Bär zu Wort, der sich mit seiner Partei in den vergangenen Jahren immer wieder dafür eingesetzt hatte, dass die Entwicklung am Leipziger Ufer des Sees endlich voranging.

Seit 2015 endet der Elstermühlgraben an der Elsterstraße. Foto: Ralf Julke

Öffnung des letzten Teilstücks am Elstermühlgrabens: Informationsveranstaltung am 22. Juli

Es ist das fehlende Stück bei der Öffnung des Elstermühlgrabens: der Abschnitt zwischen Elsterstraße und Lessingstraße. Immer wieder verschoben, weil die Gelder für die Öffnung im Stadthaushalt nicht darstellbar waren. Aber im Herbst soll es endlich losgehen. Und vorher gibt es am 22. Juli noch eine Online-Informationsveranstaltung des Amtes für Stadtgrün und Gewässer.

Der westliche Strandabschnitt am Cospudener See soll zum FKK-Strand werden. Foto: Ralf Julke

Zustimmung zur Petition: Bis zum Herbst soll der Cospudener See einen offiziellen FKK-Strand bekommen

So ab 30 Grad Lufttemperatur wird selbst das kleinste Stück Textil auf der Haut zur Belastung. Logisch, das sich dann viele Menschen in Leipzig auch einen richtigen FKK-Strand wünschen. Einen solchen gibt es zwar schon am Kulkwitzer See. Aber am Cospudener See ist er irgendwie abhandengekommen, wenn er dort jemals offiziell existierte. Also beantragte eine Petition die Einrichtung eines offiziellen FKK-Strandes am „Cossi“. Und die Grünen-Fraktion unterstützte das Anliegen.

Jetzt wird auch ein Radfahrstreifen auf der östlichen Seite des Dittrichrings geprüft. Foto: Ralf Julke

Zwischen Lotterstraße und Runder Ecke: VTA prüft jetzt separate Fahrradstreifen auf beiden Seiten des Rings

Es rührt sich tatsächlich was in der Leipziger Radverkehrspolitik, mehr als in den Jahren zuvor, auch wenn man – etwa im Vergleich mit den großen Städten in Holland – das Gefühl hat, dass Leipzig jetzt endlich die Schwelle zum 21. Jahrhundert überschreitet. Aber auf dem westlichen Promenadenring will das Verkehrs- und Tiefbauamt jetzt tatsächlich die beidseitige Anordnung von Radfahrstreifen prüfen. Beantragt hatte das der Stadtbezirksbeirat Leipzig-Mitte.

159 Säulen an der Gerberstraße: Neubau der Sächsischen Aufbaubank mit ein bisschen Verspätung eröffnet

Ohne Corona hätte es einen scheppernden großen Empfang gegeben für den neuen Standort der Sächsischen Aufbaubank an der Gerberstraße. War ja teuer genug, das kleine Schmuckstück, das mit seinen vielen frei stehenden Säulen durchaus außerirdisch wirkt. Seit dem 1. Juli zogen die ersten Mitarbeiter/-innen in ihre Büros. Seit Dienstag, 13. Juli, ist das Haus offiziell in Betrieb gegangen.

Am Felsenkeller fehlte bis jetzt sowieso die Fortsetzung des Radweges bis zur Kreuzung. Foto: Ralf Julke

Zwischen Felsenkeller und Kanal: Karl-Heine-Straße bekommt ab heute Radfahrstreifen

Vor einem Jahr thematisierte der Ökolöwe die eigentlich erforderlichen Radfahrstreifen auf der Karl-Heine-Straße, denn dort, wo die Straße längst zur beliebten Flaniermeile auf der Grenze von Plagwitz und Lindenau geworden ist, reichen die breiten Fußwege nicht mehr aus, dass hier neben Freisitzen und Geschäftsauslagen auch noch die Radfahrer ohne Probleme durchkommen. Für eine durchgehende Wegeführung gehören die Radstreifen auf die Straße. Genau das setzt das Verkehrs- und Tiefbauamt ab dem heutigen Montag, 12. Juli, um.

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