Leipziger Studenten machen weiter: Wenn noch Gesprächsbedarf ist – “It will happen“
Redaktion
16.04.2009

Am GWZ zwei Tage diskutiert, übernachtet und protestiert - nun gehts am Augustusplatz weiter
Foto: Swen Reichhold | www.swenreichhold.de
Bislang haben etwa 1.500 Studenten an zwei Tagen an der Protestaktion “It will happen“ teilgenommen. Vor wenigen Minuten kristallisierte sich nun mit dem Abschlussplenum am heutigen Tage eines klar heraus. Man ist mit den Gesprächen noch nicht da angekommen, wo man hin wollte. Nun verlagert sich die Aktion, welche am Mittwoch begann, in Richtung neuer Campus am Augustusplatz.
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Es geht um Veränderungen beim Studium, den Rahmenbedingungen und um Hochschulpolitik. Seit nunmehr fast zwei Tagen protestieren und diskutieren Studenten an der Universität Leipzig lautstark über den Zustand ihrer Ausbildungsmöglichkeiten, auch mit den wenigen bislang daran interessierten Dozenten.
Während mittlerweile sogar Universitäts-Rektor Dr. Franz Häuser seine Solidarität mit den Studenten betonte, ist derzeit seitens der Dozenten noch ziemliche Ruhe. „3 Professoren haben sich an der Podiumsdiskussion beteiligt, eine Dozentin hat die Gelegenheit am offenen Mikrofon ergriffen“, teilte heute StuRa-Sprecher Sven Deichfuß gegenüber der L-IZ mit. Ein Erfolg, aber aufgrund der Tragweite des Themas etwas wenig.
Immerhin waren heute auch Studierende aus Chemnitz, Dresden und Heidelberg hinzu gestoßen.
Dass es den StudentInnen ernst mit ihrem Gesprächs- und Lösungsbedarf ist, zeigt nicht nur die Übernachtung von 50 bis 100 Teilnehmern der Proteste im Gebäude der GWZ in der Beethovenstraße, sondern nun auch die Fortsetzung der Aktion am und im Gebäude des neuen Universitätscampus am Augustusplatz. Die allmählich damit etwas unübersichtlicher werdenden Proteste genießen jedoch „…weiterhin die Solidarität des StudentInnenRates der Uni.“ betonte Sven Häuser im Interview.
Die Diskussionen sind also nicht vorbei wie etwa ein warmer Frühlingswind, der verfliegt. Es scheint zu drängen, was wohl auch der Universitätsrektor laut derzeitigen Medienmeldungen so sieht. Zumindest sehen das die über 100 Studenten so, welche die Proteste und Gespräche nun an den größten Platz der Stadt verlagert haben.
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