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Hetty Krist: Rübe Rübe Rübezahl. Foto: Ralf Julke

Rübe Rübe Rübezahl: Eine Bilderbuchgeschichte über den verliebten Rübezahl

2018 hat Hetty Krist schon die dicke Neuausgabe der Rübezahl-Erzählungen im Lychatz Verlag illustriert. Damals hat Thomas Bachmann die zuletzt im Insel-Verlag 1920 erschienenen Erzählungen in ein flottes Deutsch der Gegenwart übersetzt. Und irgendwie hat das Hetty Krist dabei so auf Gedanken gebracht. Denn einige dieser Geschichten sind auch richtige Märchen für Kinder. Warum also nicht ein richtiges Bilderbuch draus machen?

Ophelia Nick: Neue Bauern braucht das Land. Foto: Ralf Julke

Neue Bauern braucht das Land: Plädoyer für eine Landwirtschaft, die unsere Welt bewahrt und nicht zerstört

Am 22. Oktober beschäftigten die Proteste der Bauern die ganze Republik. Und in den Gesichtern der Interviewten spiegelte sich tatsächlich Verzweiflung, denn das von den beiden Bundesministerinnen für Landwirtschaft und für Umwelt vorgelegte „Agrarpaket“ wird von ihnen nicht nur als Überforderung wahrgenommen. Die meisten Bauern fürchten auch zu Recht, dass es jetzt an ihre Existenz geht. Denn viele ackern schon seit Jahren am Rande des Möglichen. Das geht so wirklich nicht mehr lange gut. Auch aus anderen Gründen.

Hans Rosling, Fanny Härgestam: Wie ich lernte, die Welt zu verstehen. Foto: Ralf Julke

Wie ich lernte, die Welt zu verstehen: Das Leben des Arztes und Forschers Hans Rosling

Dass die Weltpolitik heute so chaotisch ist wie sie ist, hat auch damit zu tun, dass sich einflussreiche Staatsmänner noch immer so benehmen, als wäre alles noch genauso wie im Jahr 1980. Oder vielleicht sogar 1960. Sie haben uralte Vorstellungen von Erster und Dritter Welt im Kopf, von armen Ländern, die sich alles gefallen lassen müssen, und den reichen und überlegenen Dealmakern im Norden.

Kerstin Preiwuß: Das Komma und das Und. Foto: Ralf Julke

Das Komma und das Und: Kerstin Preiwuß’ Liebeserklärung an die kleinen Worte und Zeichen unserer Sprache

Sie sind still, kaum wahrzunehmen, die wirklichen Spezialisten der deutschen Sprache. Sie beteiligen sich selten bis nie an den Grabenkämpfen um korrektes Sprechen, kämen auch nicht auf die Idee, regelrechte Sprachreinigungs-Kampagnen anzuzetteln. Die Rede ist nicht von Germanisten oder Sprachwissenschaftlern, sondern von Dichterinnen und Dichtern, denen, die wirklich wissen, was für Überraschungen in jedem Wort stecken, in jedem Satzzeichen, sogar in Leerstellen.

Andrej Platonow: Dshan oder Die erste sozialistische Tragödie. Foto: Ralf Julke

Neu übersetzt und um Zeitzeugnisse ergänzt: Dshan oder Die erste sozialistische Tragödie

Als bei Volk & Welt 1989 der Band „Die Baugrube. Das Juvenilmeer. Dshan“ mit den Kurzromanen von Andrej Platonow erschien, ging er praktisch unter in einer völlig veränderten gesellschaftlichen Diskussion. Und dabei hatte es über 25 Jahre gedauert, bis „Dshan“ auch in der DDR erscheinen konnte. Was – im Nachhinein betrachtet – auch eine Tragödie war. Denn so unterblieb auch eine zentrale Diskussion über die Zukunft des Ostens. Eine Diskussion, die das vereinigte Deutschland 30 Jahre später beschäftigt.

Jens-Uwe Jopp, Lehrer und Autor der LZ. Foto. LZ

Überm Schreibtisch links: Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren sind Schlüssel aller Kreaturen …

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 71, seit 27. September im HandelNovalis – „der das Neuland Bebauende“. Ein frühromantischer Dichter, dem niedersächsischen Adelsgeschlecht der „von Hardenbergs“ entstammender poetisch-philosophischer „Imperator“ (Goethe), im thüringischen Oberwiederstedt 1772 geboren, in Weißenfels mit 29 Jahren bereits gestorben – und schon wieder fast vergessen. In den Tagen und Jahren der Goethes, Schillers, der Brüder Schlegel und solcher Geistesgiganten wie Fichte und Kant. Er gehörte zu den jungen Intellektuellen im „Flickenteppich-Deutschland“, die die Französische Revolution begeistert empfingen.

Andreas Reimann: Das große Sonettarium. Foto: Ralf Julke

Das große Sonettarium: Buchpremiere für das Sonett-Lebenswerk des Leipziger Dichters Andreas Reimann

Am 29. Oktober gibt es eine kleine, feine Buchpremiere im Café Maitre in der Südvorstadt. Dann stellt der Dichter Andreas Reimann den neuen Band aus seiner in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung erscheinenden Werkausgabe vor: „Das große Sonettarium“. Noch so einen Band, der einen daran erinnert, dass man Gedichtbände nicht wegen der Inhalte kauft, sondern wegen der Sprache. Denn einer wie Reimann weiß: Sprache ist ein Politikum.

Mario Sixtus: Warum an die Zukunft denken? Foto: Ralf Julke

Warum an die Zukunft denken? Wie falsche Geschichten in unserem Kopf uns zu Opfern unserer eigenen Ängste machen

Nicht nur mir geht es so. Auch der Autor und Filmemacher Mario Sixtus wundert sich schon seit geraumer Zeit, warum in unserer Gesellschaft die Zukunftsbilder verschwunden sind. Es ist, als wäre vor uns nur noch eine undurchdringliche Wand. Und dahinter? Finstere Apokalypsen. Das war nicht immer so. Der 54-Jährige erinnert sich noch an eine Zeit, als unsere Zukunft bis in den Kosmos reichte.

Jens Kassner: Zwickau an einem Tag. Foto: Ralf Julke

Zwickau an einem Tag: Volles Programm zwischen Thomas Müntzers Kirche und August-Horch-Museum

An der Bausubstanz kann es nicht liegen. Wenn man ostdeutsche Städte besucht, darf man ruhig auch verblüfft sein, wie schön saniert das alles ist und wie sehr manche dieser alten Städte den alten Bürgerstädten in Niedersachsen, Hessen oder Schwaben ähneln. Was 1990 rußiges Aschenputtel war, lädt heute in malerischer Schönheit ein. Auch das 900-jährige Zwickau im Südwesten dieses unheimlichen Bundeslandes Sachsen. Wobei ...

Tomas Blum: Wofür wir uns schämen. Foto: Ralf Julke

Wofür wir uns schämen: Ein Roman über Kindheitsmuster, falsche Rollen und den Mut zum eigenen Leben

Manchmal braucht es ein paar Umwege bis zum ersten Roman – zum Beispiel über 20 Jahre Arbeit als Autor und Ghostwriter in Wirtschaft und Politik. Und dann vielleicht noch den Kontakt zu einer einzigartigen Lektorentruppe wie die des Leipziger Liesmich Verlages, den diese ambitionierten Leipziger ja extra gegründet haben, um verheißungsvolle Manuskripte tatsächlich zum Überraschungsbuch werden zu lassen. So auch Tomas Blums „Wofür wir uns schämen“.

Alexander Grau: Politischer Kitsch. Foto: Ralf Julke

Politischer Kitsch: Ein philosophischer Versuch, die Sehnsucht der Deutschen nach sentimentaler Scheinpolitik zu erklären

Wir leben in seltsamen Zeiten. Das merkte nicht nur der hessische Philosoph und Journalist Alexander Grau, der mit seinem Buch „Hypermoral“ schon einmal versucht hat zu erfassen, warum in unserer Gesellschaft so eine riesige Lücke klafft zwischen Realität und politischer Geste. Mit „Politischer Kitsch“ versucht er das Phänomen von einer anderen Seite zu erfassen. Denn wo Rationalität verschwindet, regiert der moralische Kitsch.

Michael Kerstgens: Zwischenzeiten. Foto: Ralf Julke

Zwischenzeiten: Michael Kerstgens Fotos aus dem Mühlhausen des Jahres 1990

Irgendetwas ist da passiert, das die Menschen in Ostdeutschland völlig verändert hat seit jenem Jahr des Aufbruchs 1990, als sie die Tristesse eines erstarrten Landes hinter sich ließen, um mit einer erstaunlichen Grimmigkeit aufzubrechen in blühende Landschaften. Auch in der thüringischen Stadt Mühlhausen, die der aus Hessen stammende Fotograf Michael Kerstgen im Frühjahr 1990 besuchte und festhielt in eindrucksvollen Fotos.

Henning Jost: Das alte Leipzig in Farbe. Foto: Ralf Julke

Das alte Leipzig in Farbe: Das noch unzerstörte Leipzig in den Farbfotografien des frühen 20. Jahrhunderts

Natürlich ist das Buch vergriffen: „Leipzig in Farbe. Frühe Farbfotografien 1937–1947“. Erschienen 2014 im Lehmstedt Verlag. Das erste Buch, das Leipzig in farbigen Fotoaufnahmen aus Privatarchiven in dieser Zeit zeigt, als der Farbfilm erstmals auch für Amateure erschwinglich war. Ein kleiner Ersatz ist jetzt im Wartberg Verlag erschienen. Der Sammeleifer von Henning Jost macht ihn möglich.

Svetlana Lavochkina: Puschkins Erben. Foto: Ralf Julke

Puschkins Erben: Ein burlesker Roman aus dem Zaporoschje der späten Breschnew-Ära

Wer hätte nicht gern einen berühmten Vorfahren in seinem Stammbaum? Irgendein Genie, und seien es auch so ausgeflippte Typen wie Alexander Puschkin oder Ernest Hemingway. Auf den ersten Blick scheint es in diesem Buch darum zu gehen. Alles fängt mit Puschkin an und seinem Aufenthalt im Sommer 1820 in einem kleinen Nest am Dnepr mit dem Namen Zaporoschje, dem Verlust eines Rings und der vagen Vermutung einer intimen Begegnung.

Jürgen Weiß: Verfasser - Verleger - Verträge. Foto: Ralf Julke

Verfasser – Verleger – Verträge: Bissige Kommentare aus der Frühzeit von Urheberrecht und modernem Verlegertum

Wir leben ja wieder in Zeiten, in denen das Rauben geistigen Eigentums zum Sport geworden ist. Es wird kopiert und geklaut. Und um der Polizei keine Handhabe zu geben, mieten die Raubdrucker von heute ihre Server einfach im Ausland, genauso, wie auch die Raubdrucker zu Goethes Zeit agierten. Ein Thema, das natürlich anklingt, wenn Jürgen Weiß die Verleger-Autoren-Diskussion um das Jahr 1800 zum Buchinhalt macht.

Sabine Knopf: Ostvorstadt. Foto: Ralf Julke

Ostvorstadt: Ein Spaziergang durch 200 Jahre Leipziger Vorstadtgeschichte

Vor acht Jahren hat Sabine Knopf den historischen Reiseführer „Buchstadt Leipzig“ vorgelegt. Der führt die Interessierten natürlich zuallererst durch das alte Grafische Viertel, wo bis zum Bombenhagel des 2. Weltkrieges die Leipziger Buch- und Verlagsbranche zu Hause war. Sie war also prädestiniert, auch einen Spazier-Führer durch die Leipziger Ostvorstadt zu schreiben. Aber: Ist das nicht dasselbe?

Ethel Scheffler, Sylke Tannhäuser (Hrsg): 1989. Die Wende in Leipzig. Foto: Ralf Julke

1989. Die Wende in Leipzig: Ein Buch voller Erinnerungen an das turbulenteste Jahr der jüngeren deutschen Geschichte

Eigentlich sind die beiden Leipzigerinnen eher Spezialistinnen für kriminelle Geschichten. Aber den 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution nahmen Ethel Scheffler und Sylke Tannhäuser jetzt zum Anlass, einmal ihren Bekanntenkreis zu erweitern und die verschiedensten Leipzigerinnen und Leipziger zu fragen, wie sie die Wende in Leipzig erlebt haben. Wende diesmal ohne Gänsefüßchen.

Martin Naumann: Wende-Tage-Buch. Foto: Ralf Julke

Wende-Tage-Buch: Martin Naumanns Tagebuch aus dem großen Jahr der Revolution in seiner dritten Auflage

Zu denen, die sich im Herbst 1989 selbst ermutigten, gehört auch der damalige LVZ-Fotograf Martin Naumann. Er fotografierte die Leipziger Ereignisse schon in den Tagen, als in der LVZ-Redaktion noch die Hardliner bestimmten und jede objektive Berichterstattung über die Proteste ablehnten. 1998 veröffentlichte Naumann zum ersten Mal seine Fotos aus dieser Zeit und Passagen aus seinem Tagebuch, sein „Wende-Tage-Buch“.

Michael Hametner: Kopfkino. Foto: Ralf Julke

Kopfkino: Michael Hametner in 15 durchaus streitbaren Gesprächen mit dem Maler Hans Aichinger

Reden macht klüger. Man lernt etwas dabei, wenn man sich darauf einlässt und die Gesprächspartner bereit sind, sich 15 Nachmittage abzuknapsen im Atelier. Seit 2013 erobert sich der alte Radiohase Michael Hametner in solchen Ateliergesprächen nach und nach die Welt der Malerei. Im Konkreten natürlich die Leipziger Malerei, denn es sind Leipziger Maler, die sich bislang „geopfert“ haben. Aber gerade deshalb geht es tatsächlich um des Pudels Kern. Diesmal mit Hans Aichinger.

Jörn Staecker, Matthias Toplak (Hrsg.): Die Wikinger. Foto: Ralf Julke

Die Wikinger: Die tatsächliche Welt der Händler, Bootsbauer und Staatengründer aus dem Norden

Wir leben in einer Welt der Mythen. Filme, Werbung, Fernsehserien – sie alle bedienen sich freizügig an den großen Ereignissen, Helden und Völkern des Geschichte. Besonders an heldenhaften Völkern, wie den Wikingern. Obwohl: Ein Volk waren die Wikinger nicht. Und die meisten Heldengeschichten, die da medial präsentiert werden, sind übertrieben, aufgeblasen und falsch. Wie fast alle unsere Mythen. Aber wer waren die Wikinger wirklich?

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