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Gesellschaft

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Was - in aller Welt - kann man Jugendlichen heute noch als gesichert mit auf den Weg geben? Foto: Ulrike Gastmann

Gastmanns Kolumne: Forever young

Vor einigen Tagen war ich auf einer Jugendweihe eingeladen. Es handelte sich dabei um die erste Jugendweihe seit Zonenzeiten, die ich erleben durfte. Überdies die erste im Gewandhaus. Da man mit Einladungen am besten umgeht wie mit geschenkten Gäulen, wenn man sie einmal angenommen hat, soll hier auch nicht vom Sinn und Unsinn der Kontroverse die Rede sein, ob nun Konfirmation oder Jugendweihe den besseren Menschen macht. Vermutlich dienen gewisse Initiationsriten im Lebenskreis eines Menschen ohnehin ähnlichen anthropologisch-sozialen Zwecken.

Foto: L-IZ.de

StadtFestSpiel, beeindruckende Technik und die Seele einer Stadt – Eine Bildergalerie und ein Kommentar

Es gibt diese immerjunge Szene in Leipzig, welche entgegen des erklärten Orakels einer Boulevardzeitung und den finsteren Vorahnungen der Stadtverwaltung „unsichtbar“ sein und friedlich sichtbar werden kann. Im Vorfeld der „Parade der Unsichtbaren“ schwante der Stadt Leipzig offenbar Schlimmstes, der, der L-IZ vorliegende, abwehrende Schriftwechsel mit dem Anmelder der Demo spricht Bände. Man wollte lieber das Kätzchen, statt den oft besungenen Leipziger Löwen. Irgendwie in Ruhe ein StadtFestSpiel und 1.000 Jahre feiern, gediegen eben. Mit dem Smartphone in der Hand. Ohne Brüche der gloriosen Leipzig-Geschichte.

Bin ich Leipzig? Foto: Alexander Böhm

StadtFestSpiele: 1.000 (Un)sichtbare demonstrieren für Teilhabe – Eine Bildergalerie

Die Stadt Leipzig inszenierte am Samstag, 30. Mai, ihre 1.000 Jahre Ersterwähnung, begleitet von einem Sternmarsch mit fünf Umzügen. Das Bündnis Parade der Unsichtbaren bezeichnet diese Aktionen als reines Stadtmarketing und sieht damit einen größeren Teil der Leipziger Stadtbevölkerung nicht repräsentiert. Mit einer Demonstration am Nachmittag äußerten 1.000 Teilnehmer ihre Kritik. Eine Parade der Forderungen in ersten Bildern.

André Martini. Foto: Volly Tanner

Tanners Interview mit dem Illustratoren und Bildkünstler André Martini

Da geht der Tanner in die AKASH, weil er Räucherstäbchen braucht, um diese zu verschenken, damit ein befreundetes Paar die neue Wohnung von schlechten Einflüssen enträuchern kann - und bleibt fasziniert an der Außenfassade kleben. Wochen später steht er dem Schöpfer gegenüber - und dieser hält ein Buch in der Hand. Und es ist nicht Gott oder einer seiner Zeugen, sondern André Martini. Pflichtbewusst kommen die beiden Lausbuben ins Gespräch.

Revolution in Leipzig gegen den G7-Gipfel. Foto: Alexander Böhm

Mini-Kundgebung gegen G7-Gipfel

Am Freitagnachmittag demonstrierte ein Zusammenschluss verschiedener linker Gruppen am Leipziger Hauptbahnhof. 25 Personen nahmen an der Kundgebung teil, die sich gegen den bald stattfindenden G7-Gipfel im bayrischen Garmisch-Partenkirchen richtete. Die Organisatoren sehen darin einen zentralen Motor von Krieg, Ausbeutung und Rassismus.

Blick in den künftigen Aula-Bereich des Paulinums während der Bauphase. Foto: Ralf Julke

Gastkommentar von Christian Wolff: Der 30. Mai – und 1.000 Jahre Leipzig

Das wird ein besonderer 30. Mai: Zum einen gedenken wir in Leipzig um 10:00 Uhr der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli vor 47 Jahren. Was am 30. Mai 1968 geschah, die Zerstörung eines völlig intakten Gotteshauses, eines Ortes des freien Wortes innerhalb einer damals ideologisch und politisch gleichgeschalteten Gesellschaft und Universität, darf nicht der Vergessenheit anheimfallen. Nach den Peinlichkeiten in den vergangenen Jahren kann man nur hoffen, dass es in diesem Jahr endlich zu einem würdigen, gemeinsamen Gedenken in unserer Stadt kommt.

Das neue Lindencafé in Lindenau. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Inklusion: Lindencafé in Lindenau eröffnet

Ab Montag gibt es ein neues Café in Leipzig. In gemütlicher Atmosphäre kommen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Für das Wohl der Gäste werden nicht nur kalte und warme Getränke angeboten. Auch ein kleines Angebot frisch zubereiteter und gesunder Speisen lockt. Erste - wirklich leckere - Kostproben gab es heute schon. Das Café wird ab 1. Juni von Montag bis Freitag von 11:00 bis 17:30 Uhr geöffnet sein.

Möchte einen Ort schaffen, wo sich Menschen aus aller Welt auf ein Käffchen treffen können: Maike Steuer. Foto: Volly Tanner

Tanners Interview mit der baldigen Betreiberin des interkulturellen Familiencafés “homeLE” Maike Steuer

Tanner genießt gern. Er mag Licht, Lust und Leibspeisen - und heiße Waffeln. Und so nahm er einen Flyer mit, auf dem solch eine Waffel abgebildet war. Bei näherem Hinschauen ging es jedoch um ein interkulturelles Familiencafé, welches in der Nähe vom Anker auf der Georg-Schumann-Straße geboren werden möchte. Initiatorin ist Maike Steuer. Was, wieso und wie dies alles ins Laufen kommen soll erzählte sie ihm natürlich gerne.

Vielfältiges Programm der Kirchen zum Stadtfest. Von links: Pfarrer Ulrich Dombrowsky, Superintendent Martin Henker, Bürgermeister Torsten Bonew und Pfarrer i.R. Christian Wolff. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Leipziger Kirchen feiern Stadtjubiläum mit

"Ohne Gott kein Bischof. Ohne Bischof keine 1000 Jahre Leipzig. Ohne 1000 Jahre Leipzig keine Feier. Also ohne Gott keine Feier." So der Gedankengang von Bürgermeister Torsten Bonew bei der Vorstellung des Programms der Kirchen zum Jubiläum. Darüber könnte man jetzt streiten. Sicher ist jedenfalls, dass die Geschichte der Stadt von Religion mitbestimmt ist. Die Kirchen feiern aktiv das Stadtjubiläum mit und auch die anderen Religionen sind dabei.

Imam und Zugezogene bei Moschee DE. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Zeitsprung: Moscheebau zwischen Berlin und Leipzig

Geschichte wiederholt sich nicht. Aber sie wird in neuen Tonarten angestimmt. In Berlin Pankow-Heinersdorf wurde 2006 über den Bau einer Moschee der Ahmadiyya-Gemeinschaft heftig diskutiert. Die Texte von Berlin werden in eine verwandte Situation in Leipzig gesprochen. Es geht um die szenische Aufarbeitung des Moscheebaus, der nun in neuer Tonart in Gohlis spielt und in der Gohliser Friedenskirche aufgeführt wird. Die ganze Kirche wird zur Bühne, auch die Kanzel und der Altar sind einbezogen. Letzte Aufführung ist am 5. Juni. Im Anschluss gibt es ein moderiertes Gespräch zum Stück.

Rebecca Maria Salentin. Foto: privat

Tanners Interview mit der Erfolgsschriftstellerin und ZierlichManierlich-Betreiberin Rebecca Maria Salentin

Da radelt der Tanner mit Gattin und Töchterchen doch gern mal am Wagner-Hain entlang und nimmt ein Stück Kuchen im ZierlichManierlich und erfreut sich an der Lockenpracht der Betreiberin. Das diese dann auch noch eine wirkliche Erfolgsautorin ist und gerade ihren neuen Roman bei C. Bertelsmann herausgebracht hat, bekam er erst mit, als der Verlag ihm das Buch zuschickte - und sein alter Busenfreund Elia van Scirouvsky meinte: Tanner, ich hab die Rebecca Maria Salentin auf dem durstigen Pegasus! Was für ein Dorf, dieses Leipzig - doch lest selber.

Franzi freut sich jeden Tag auf die coolen Leute in der Sendung. Foto: privat

Tanners Interview mit der Radio Energy Sachsen Moderatorin Franzi

Kulturelitäre schauen gern um sich vom Stapel der Independent-CD´s und eben gern auch herab. Dabei ist es meist völlig egal auf wen sie da herablästern. Tanner lernte jedoch, dass jeder Mensch geistreich sein kann - und so machte er sich auf den Weg, die sächsische Selfie-Königin und Energy-Moderatorin Franzi nach wichtigen Dingen zu befragen, zum Beispiel nach Hundekacke - und er fand eine wirklich witzige und intelligente junge Frau.

Alltags-Realität im Gesundheitswesen: Ärzte auf oder unter der Palme? Foto: L-IZ.de

Gastmanns Kolumne: Ärzte unter Palmen

"Ärzte unter Palmen" - So lautete nicht etwa der Titel einer weiteren TV-Schmonzette des MDR mit dem sonor murmelnden Chefarzt Christian Kohlund im Spätprogramm, sondern gab das diesjährige Motto des Gesellschaftsabends im Rahmen Deutschen Ärztetages in Frankfurt am Main vor - ein Abendprogramm im historischen Festsaal im Gesellschaftshaus des Palmengartens.

Feuer, ein altes Symbol für das Göttliche. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Gastkommentar von Christian Wolff: Pfingsten – das Wunder der Verständigung

Das war Pfingsten vor 1980 Jahren: Menschen aus dem ganzen Mittelmeerraum versammeln sich zu einem Wallfahrtsfest in Jerusalem. Wenn wir die alten, in der Apostelgeschichte erwähnten Ortsnamen auf heute übertragen, dann wird uns deutlich, welches Völkergemisch in die Metropole Israels geströmt war: Italiener, Griechen, Türken, Kurden, Syrer, Libanesen, Palästinenser, Israelis, Araber, Ägypter, Libyer. Heute ist ein Zusammenkommen all dieser Menschen zu einem gemeinsamen Fest - und dann auch noch in Jerusalem - unvorstellbar.

Ein Cover der Band "Majdanek Waltz" aus dem Jahr 2004 im Forum "Die Militärmusik". Screen von http://diemilitarmusik.clan.su/forum/82-530-1

Wave Gotik Treffen 2015: Ein Walzer im Konzentrationslager?

Die Sonne scheint, die Parks füllen sich mit schwarzen Farben, es ist Pfingsten, es ist „Wave Gotik Treffen“ - Zeit in Leipzig. Tage des Flanierens und der großen Bildergalerien in den Gazetten, die das organisierten Schaulaufen rings um die Konzertnächte in der nachrichtenarmen Zeit bereitwillig spiegeln. Bekannte und obskure Bands haben sich die Macher auch 2015 wieder eingeladen und ein bisschen Tabubruch muss nach der „Schwarzen Sonne“ auf der Campingkarte 2009 offenbar auch 2015 mal wieder sein. Dieses Mal geht es um das SS-Konzentrations- und Vernichtungslager im polnischen Majdanek. Eine gleichnamige Band lädt jedenfalls mit deutlichen Texten auf dem WGT am Samstag zum Walzer.

Lea-Louisa Kolodzie: Mittlerweile bekommen wir Texte aus ganz Deutschland und haben im FreiDenker schon über 100 verschiedenen Autoren die Möglichkeit gegeben, ihre Werke zu präsentieren. Foto: Volly Tanner

Tanners Interview mit der FreiDenker-Herausgeberin Lea-Louisa Kolodzie

Literatur ist Tanners heimliche Liebe. Dementsprechend wuselt er immer dort, wo gerade Texte veröffentlicht werden, herum. Vor gar nicht allzu langer Zeit wuselte der Tanner über einen Trödelmarkt und eine junge Dame stand da und hielt eine Zeitschrift in den Händen. Sie gehörte jedoch keiner religiösen Vereinigung an, sondern zu einem Literaturverein. Tanner griff zu und Lea-Louisa zum Gespräch.

Gottesdienst der Baptisten. Foto: Thomas Diekmann

Baptisten: Taufe braucht persönliches Bekenntnis

Fünf Jahre gibt es das Gemeindezentrum der Baptisten in der Bernhard-Göring-Straße 18-20. Gebaut wurde es mit viel Engagement und Tatkraft der Mitglieder. Die Taufe wird nur gespendet, wenn man sich bewusst für den Glauben entscheiden kann. Das Gemeindeleben ist vielfältig. Die Gottesdienste im Gemeindesaal sind sehr gut besucht. Viele junge Familien sind mit dabei. Zu den umliegenden Kirchgemeinden gibt es gute Kontakte.

Augen aufhalten! Christian Geers von "Die Vermisstensuche". Foto: Volly Tanner

Tanners Interview mit Christian Geers von “Die Vermisstensuche”

Manchmal muss auch ein Leipziger Journalist in andere Städte reisen, um zu schnuppern, ob auch dort die Luft so beschwingt ist und die Sonne auch anderswo scheint. In Wittenberg war der Tanner, weil da in der Nähe ein Hotel steht, welches von Tannen umrundet ist und die Hotelfrau eigene Hühner hat, die Eier legen, die es dann zum Frühstück gibt. Als er dort weilte, feierte die Lutherstadt gerade irgendetwas mit Fahrrädern und Tanner hatte seine Kamera dabei. Schnippschnapp und klackeliklack und ein Gespräch später wusste Tanner mehr über Vermisste in der BRD und anderswo. Und wer hier liest erfährt eben auch, was der Tanner jetzt weiß.

Zeitstrahl in der Nikolaikirche. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Nikolai eröffnete Festwoche ökumenisch

Mit einem ökumenischen Gottesdienst startete am Sonntag die Festwoche zu 850 Jahren Nikolaikirche. Ein Zeitstrahl vom Eingang zum Altar erinnerte an die Geschichte des Gebäudes und der Gemeinde im Zentrum der Stadt. Propst Gregor Giele und der Pfarrer der Nikolaikirche Bernhard Stief schlugen einen Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. In der Festwoche wird besonders noch mal an die friedliche Revolution angeknüpft.

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