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Linie 9

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Die Linie 9 im Jahr 2015 auf der Fahrt durch die Wolfgang-Heintze-Straße. Foto: Ralf Julke

Linke beantragt Ausweitung der Normalverkehrszeit und Prüfung der Straßenbahnverbindung zum Cospudener See

Am Mittwoch, 30. Oktober, stimmt der Stadtrat nicht nur über die Ausrufung des Klimanotstands ab, auch der neue Nahverkehrsplan steht zur Debatte. Für den Ökolöwen ist das gleich mal der „entscheidende Tag für den Klimaschutz in Leipzig“. Für 13 Uhr ruft er deshalb zur Demo vorm Neuen Rathaus auf. Und die Linksfraktion packt ihr ganzes Misstrauen in die zurückliegende LVB-Politik in ein Paket von Änderungsanträgen zum Nahverkehrsplan.

Eine Straßenbahn der Linie 9 am Forsthaus Raschwitz. Foto: Ralf Julke

Connewitz hat plus gemacht, dafür hat das Markkleeberger Stadtbus-System ein Problem

Selbst die Grünen waren intern zerrissen, als es im Oktober 2015 darum ging, der Teilstilllegung der Linie 9 nach Markkleeberg zuzustimmen oder nicht. Sie stimmten zu und begründeten das später auch. Womit das Thema natürlich nicht vom Tisch ist. In der Diskussion um den Nahverkehrsplan, der 2018 beschlossen werden soll, wird es garantiert eine Rolle spielen.

Straßenbahn der Linie 9 am Connewitzer Kreuz. Foto: Ralf Julke

Brückenbauarbeiten in der Berliner Straße

Die Straßenbahnlinie 9 verkehrt von Montag, den 16. Januar bis Dienstag, den 24. Januar 2017 wegen der Bauarbeiten der Deutschen Bahn AG an der Eisenbahnüberführung in der Berliner Straße mit Umleitung. Zwischen den Haltestellen Wilhelm-Liebknecht-Platz (Haltestelle der Linien 10, 11 und 16) und Apelstraße führt die Umleitung über Eutritzscher Straße, Delitzscher Straße, Wittenberger Straße und Apelstraße.

Linie 9 und Linie 70 begegnen sich am Connewitzer Kreuz. Archivfoto: Ralf Julke

Linksfraktion erkundigt sich nach dem Fahrgastaufkommen ein Jahr nach Einstellung der Linie 9 nach Markkleeberg

Ein Jahr ist es her, dass die Straßenbahnlinie 9 nach Markkleeberg-West eingestellt und durch die Buslinie 70 ersetzt wurde. Eine ganze Kette von Entscheidungen hatte das Jahr 2015 dominiert. Erst hatte der Markkleeberger Stadtrat dem neuen Verkehrskonzept in der Stadt im Leipziger Süden zugestimmt. Darin kam eine Straßenbahn nach Markkleeberg-West nicht mehr vor. Im September folgte der Leipziger Stadtrat.

Streckenneubau in Mockau – Linie 9. Foto: Stadt Leipzig

Am 1. September: Bürgerdialog zum Streckenneubau in Mockau beginnt

Mit einer ersten frühzeitigen Informationsveranstaltung – deutlich vor dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens – starten die Stadt Leipzig und die Leipziger Verkehrsbetriebe einen Bürgerdialog zum geplanten Streckenneubau in Mockau. In der Informationsveranstaltung am 1. September, 18:30 Uhr, in der Aula der Waldorfschule (Berthastraße 15) geben sie Auskünfte zum weiteren Vorgehen. Zudem möchten sie die Interessen, Sorgen, Wünsche und Fragen der Anwohner und Gewerbetreibenden aufnehmen und bei der weiteren Gestaltung des Planungsprozesses angemessen berücksichtigen.

Eine Straßenbahn der Linie 9 am Forsthaus Raschwitz. Foto: Ralf Julke

Ab Forsthaus Raschwitz werden die Gleise schon 2017 ausgebaut

So ein richtiger Alternativvorschlag ist das nicht unbedingt, was die Stadträte Weber, Gabelmann, Schenk, Riekewald und Götze da jetzt auf ihren Antrag hin bekommen haben, die Straßenbahninfrastruktur nach Markkleeberg-Mitte bis 2030 zu erhalten. Wenn man die 9 wieder nach Markkleeberg fahren lassen möchte, braucht man ja Infrastruktur.

Neue Linien und mehr Ziele für Markkleeberg

Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag, dem 13. Dezember 2015, tritt das neue Nahverkehrskonzept für die Stadt Markkleeberg in Kraft. Bei einer Pressefahrt am heutigen Freitag, 11. Dezember 2015, wurden die neuen Verbindungen vorgestellt und dem interessierten Medienpublikum erläutert.

Abschiedsschild in der Linie 9. Foto: Patrick Kulow

Leserbrief: Ach du grüne 9! Ein Nachruf.

Von Holm Chemnitzer: Ob sie "Sternbahn", "28" oder "9" hieß, die heutige LVB-Linie 9 war über einhundert Jahre lang maßgeblicher Motor der Oetzsch-Gautzscher Orts- sowie der Markkleeberger Stadtentwicklung. Sie war einst quietschendes, heute zumeist sanft rollendes, am Bahngleisübergang inmitten Markkleebergs auch polterndes Wahrzeichen. Sie hat den immer aufstrebenden Ort Markkleeberg mit Leipzig wie auch die Großstadt mit eigenen Außenposten verbunden.

Auf Wiedersehen Linie 9. Foto: Alexander Böhm

Die letzte Fahrt nach Markkleeberg-West

Alle Kritik nutzte nicht. Die Anbindung der Staßenbahnlinie 9 nach Markkleeberg wurde eingestellt. Am Freitag trafen sich die letzten Fahrgäste, um sich eine letzte Runde noch einmal zu gönnen - ein paar Eindrücke von den letzten Metern.

Abschiedsschild in der Linie 9. Foto: Patrick Kulow

Heute fährt die Straßenbahn nach 113 Jahren zum letzten Mal nach Markkleeberg-West

Eigentlich hätte man schon ein bisschen Tamtam erwartet, wenn nach 113 Jahren eine beliebte Straßenbahnlinie eingestellt wird. Am heutigen 27. November um 23:45 Uhr fährt die letzte Bahn los am Connewitz-Kreuz Richtung-Markkleeberg-West. Und nur ein paar handgefertigte Schilder in den Bahnen erinnern die Fahrgäste daran, das jetzt finito ist.

Eine Straßenbahn der Linie 9 am Forsthaus Raschwitz. Foto: Ralf Julke

Das Fazit der LVB zur Diskussion um die Linie 9

Auch wenn Ronald Juhrs, Geschäftsführer der LVB, das Thema beim Vor-Ort-Termin am 17. November in Mockau nur streifte, wird die Arbeit der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) von knappen Geldressourcen dominiert. Immerhin haben sich auch die einladenden SPD-Mitglieder des Ortsverbands Nordost Gedanken gemacht über die Linie 9. Die fährt ja auch durch Thekla und bald nicht mehr nach Markkleeberg.

Linie 9 und Linie 70 begegnen sich am Connewitzer Kreuz. Archivfoto: Ralf Julke

Wenigstens die Gleise nach Markkleeberg sollen erhalten bleiben

In der Ratsversammlung am 28. Oktober wurde zwar beschlossen, die Linie 9 nach Markkleeberg einzustellen. Aber die Diskussionen dazu, ob Leipzig eine Straßenbahnverbindung bis zum Forsthaus Raschwitz oder bis Markkleeberg-Mitte braucht, sind nicht wirklich abgeschlossen. Doch fünf Stadträte haben wohl nur zu berechtigte Angst, dass demnächst einfach die Gleise ausgebaut werden.

Die Linie 9 auf dem Weg in die Wolfgang-Heinze-Straße in Connewitz. Foto: Ralf Julke

2009 wurde die Entscheidung über die Linie 9 stillschweigend an den Landkreis Leipzig abgegeben

"Linie 9 muss bleiben! Statt stilllegen mit der Straßenbahn zum Cospudener See" hieß die Petition, die Ökolöwe und Pro Bahn im Frühjahr gestartet hatten zum Erhalt der Linie 9 nach Markkleeberg. 11.500 Bürger haben sie unterschrieben. Am 16. September wurde das Unterschriftenpaket im Neuen Rathaus übergeben. Jetzt hat die Verwaltung erklärt, warum sie der Petition keinesfalls abhelfen wolle.

Abstimmung im Stadtrat. Am Ende ging die Mehrheit gegen die Linie 9 Richtung Markkleeberg. Foto: L-IZ.de

Audio aus dem Stadtrat – Das Ende der Linie 9: Verschiedene Datenlagen, halbe Informationen und ein Beschluss

Vier Stadträte und der Stadtbezirksbeirat Leipzig-Süd hatten sich letztlich gefunden, um einen Beschluss vorzuschlagen, der eine Aussetzung der Entscheidung rings um die Stilllegung der Linie 9 ab Connewitzer Kreuz nach Markkleeberg bedeutet hätte. Dazu kam es nicht, der Ersatz durch Busse ist beschlossene Sache, Ende November wendet die 9 an der S-Bahn-Station Connewitz. Eine Entscheidung, die irgendwie niemanden glücklich machte und dennoch fiel.

Grüne fordern Transparenz und höhere Investitionen im Nahverkehr

Der Leipziger Kreisverband der Grünen fordert Konsequenzen aus der Debatte um die Linie 9. "Ich bedauere den Verlauf der Debatte und der Entscheidungen. Bereits vor dem gestrigen Stadtratsbeschluss wurden durch die Bestellung der Linie 70 seitens des Landkreises Fakten geschaffen, ohne dass die Stadt Leipzig darüber verhandelt hat. Bürgerbeteiligung und demokratische Legitimation sehen anders aus", so Lorenz Bücklein, Vorstandssprecher der Leipziger Grünen.

Norman Volger (Grüne). Foto: L-IZ.de

Stadtrat stimmt mehrheitlich der Kappung der Linie 9 nach Markkleeberg zu

Es war schon spät, kurz vor 22 Uhr, als im Leipziger Stadtrat am Mittwoch dann endlich die Entscheidung zur Linie 9 zur Diskussion und Abstimmung kam. Und sie ging so aus, wie es Viele befürchtet hatten: Die Vorlage der Verwaltung kam durch, ab 28. November fährt die Linie 9 nicht mehr nach Markkleeberg.

Baudezernentin Dorothee Dubrau. Foto: L-IZ.de

Der Stadtrat tagt: Die Linie 9 endet im Rathaus

Die Linie 9 macht bei ihrer eventuell letzten Fahrt durch den Leipziger Stadtrat ziemlich Tempo. Am 16. September schauten einige Stadträte nicht schlecht, als die anstehende Schließung ab Connewitzer Kreuz bis zur Leipziger Stadtgrenze eher mitgeteilt, denn debattiert wurde. Die Gründe sind simpel, so die Verwaltung und LVB. Die Strecke wurde eh nicht mehr richtig in Schuss gehalten, Markkleeberg hat sich bereits gegen die Linie auf dem eigenen Stadtgebiet entschieden und übrigens: Geld ist auch keines da, um jetzt noch umzusteuern.

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