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Fairer Handel

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Auch bei Polizeiuniformen geht es um faire Beschaffung. Foto: Matthias Weidemanmn

Billigheimer Freistaat Sachsen: Initiative „Sachsen kauft fair“ startet Kampagne „So Geht Fairgabe“ + Video

Gern redet auch die sächsische Politik von Nachhaltigkeit und fairem Einkauf. Wenn man dann aber genauer nachschaut, wie etwa die sächsische Staatsregierung einkauft, wird es peinlich. Das Bündnis „Sachsen kauft fair“ hat es getan und am Mittwoch, 6. Juli, die Kampagne „So Geht Fairgabe“ gestartet. Damit fordert es den Freistaat auf, Menschenrechte und Umweltschutz verpflichtend […]

FDP-Stadtrat Sven Morlok in seiner Gegenrede. Foto: Livestream der Stadt Leipzig, Screenshot: LZ

Der Stadtrat tagte: 2.000 Euro für die Netzwerkarbeit des Eine Welt e. V., ein moralkeuleschwingender AfD-Stadtrat und die elegante Retourkutsche eines FDP-Stadtrats + Video

Am 8. Dezember in der Ratsversammlung ging es auch um eine scheinbar ganz kleine Vorlage – um 2.000 Euro Zuschuss für den Eine Welt e. V., der für Leipziger das „Netzwerk Leipzig handelt fair“ koordiniert, ein Projekt, mit dem sich Leipzig immer wieder auch den Titel Fairtrade Town sichert. Ein Projekt, das auch vom Bund gefördert wird – aber nur, wenn die Kommune auch einen Anteil beisteuert. Aber darum ging es dem AfD-Stadtrat Roland Ulbrich nicht, der in seiner Rede seine ganze Verachtung über menschliche Hilfsbereitschaft auskippte.

Leipzig will „Hauptstadt des fairen Handels“ werden

Leipzig stellt sich 2021 erneut dem bundesweiten Wettbewerb um den Titel „Hauptstadt des fairen Handels“. Mit Aktionen rund um das 10-jährige Jubiläum als Fairtrade Town im September und der städteübergreifenden Zusammenarbeit mit der Steuerungsgruppe der Nachbarstadt Markkleeberg will die Stadt in diesem Jahr besonders punkten.

Start für die Slow Fashion Tour ist an der Könneritzbrücke. Foto: Eine Welt e.V. Leipzig

Am 25. Juni digital: Slow Fashion Tour durch Plagwitz

Am Freitag, 25. Juni, gibt es eine Slow Fashion Tour durch Plagwitz. Zwar nicht zum Mitlaufen. Aber im Lockdown haben wir ja alle gelernt, dass fast alles auch digital gemacht werden kann. Und so wird auch diese Tour vom Eine Welt e. V. und dem Fair Fashion Lab Leipzig digital stattfinden. Wer sich anmeldet, kann online dabei sein, wenn es um Slow Fashion geht, die eigentlich faire und haltbare Kleidung meint, die sich nicht gleich nach der Sommersaison wieder in Abfall verwandelt.

Gegen Gewinne ohne Gewissen ... Grafik: Lieferkettengesetz.de

Allianz „Sachsen kauft fair“ schreibt an die Bundeskanzlerin: Es ist höchste Zeit für ein starkes Lieferkettengesetz

Die Corona-Pandemie hat auch unbarmherzig offengelegt, wie abhängig Deutschland mittlerweile von den weltweiten Lieferketten ist, das, was die Prediger des „freien Marktes“ so gern Globalisierung nennen, was aber oft mit miserablen Produktionsbedingungen, Kinderarbeit und fehlenden Umweltstandards zu tun hat. Mit fairem Handel hingegen hat das nichts zu tun. Deswegen bekommt die Bundeskanzlerin jetzt sogar einen Brief aus Sachsen.

Fair gehandelte Bälle im Sport. Foto: L-IZ.de

Start des Wettbewerbs „Bildung für Fairen Handel in Leipzig“

Der vom Netzwerk „Leipzig handelt fair“ ausgelobte und von der Stadt Leipzig unterstützte Wettbewerb für Bildungsideen zum Thema Fairer Handel hat begonnen. Ab sofort und bis zum bis 31. Juli 2020 können sich Initiativen und Personen an der Entwicklung neuer Bildungsformate zum Fairen Handel beteiligen.

Fairtrade-Bahn. Fairtrade-Engagierte und Weihnachtsmann. Foto: Ralf Julke

XXL-Straßenbahn wirbt jetzt ein Jahr lang zwischen Schkeuditz und Markkleeberg für fairen Handel

Ortstermin an der Messekehre, jener Straßenbahnschleife, an der die Sonderbahnen zur Messe über die Windmühlenstraße eine Kurve zurück zum Ring machen. Dort hielt am Mittwoch, 18. Dezember, eine große XXL-Straßenbahn. Der Grund: eine neue Werbung, nicht für ein Autohaus oder einen Päckchenverladedienst, sondern für ein Projekt, in dem sich in den drei Nachbarstädten Leipzig, Markkleeberg und Schkeuditz mittlerweile viele Menschen engagieren: Fairen Handel.

Auch in den Leipziger Kommunalunternehmen ist das Thema faire Beschaffung angekommen. Foto: Ralf Julke

Leipzig bewirbt sich wieder um den Titel „Hauptstadt des fairen Handels“

2015 reichte es zu einem 4. Platz. Hauptstadt des fairen Handels wurde damals Saarbrücken. Leipzigs Bemühen darum, eine Stadt fairen Handels zu werden, wurde zumindest mit einem Anerkennungspreis gewürdigt. 2019 will Leipzig nun erneut in das Rennen um den Titel „Hauptstadt des fairen Handels“ gehen. Der Weg zu einer wirklich fairen Handelswelt ist noch weit. Da müsste eigentlich die EU-Kommission in sich gehen und all ihre Freihandelsverträge auf den Prüfstand stellen.

Für die Erzeuger sind die Kaffeepreise viel zu niedrig. Foto: Ralf Julke

Forum Fairer Handel und TransFair fordern ein Ende von Kaffee zu Schleuderpreisen

Wer es nicht so dicke hat in seinem Geldbeutel, der freut sich natürlich, wenn es das Päckchen Kaffee im Supermarkt für 3,49 oder 3,99 Euro gibt. Obwohl er in der Regel weiß, dass das eigentlich zu billig ist. Dass diejenigen, die den Kaffee im Schweiß ihres Angesichts anbauen, davon nicht wirklich leben können. Doch die großen Kaffeekonzerne kommen aus ihrem Trott nicht heraus. Während am Weltmarkt Kaffee zu historischen Tiefstpreisen verschleudert wird, versammelt sich vom 6. bis 8. Juni das „Who is who“ der internationalen Kaffeebranche auf der „World of Coffee“ in Berlin.

Umfrage des Forums Fairer Handel zur Sorgfaltspflicht der Unternehmen. Grafik: Forum Fairer Handel

Fair-Handels-Akteure fordern verbindlichen Schutz von Menschenrechten auch von der EU-Politik

Am heutigen 11. Mai ist der Internationale Tag des Fairen Handels (World Fair Trade Day). An diesem Tag macht die Fair-Handels-Bewegung global auf ihre Vision einer gerechteren Welt sowie eines Handels zum Wohle von Menschen und Umwelt aufmerksam. Auch Leipzig bewirbt sich ja seit einigen Jahren immer wieder um den Titel Fair-Trade-Town. Und dazu gehört auch eine kleine, aber wachsende Szene junger Unternehmen, die Fairness zur Geschäftsgrundlage machen.

Quelle: attac

Menschenrechte im Welthandel durchsetzen – wie geht das?!

Ob Lebensmittel, Kleidung oder Kohlestrom: Am Beginn der globalen Produktions- und Lieferketten stehen oft Menschenrechtsvergehen. Unternehmensgewinne speisen sich häufig aus menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, Ausbeutung und Sklaverei, Umweltzerstörung und Landraub bis hin zu Vergewaltigungen, Folter, Mord und Kriegsverbrechen. Von rechtlichen oder wirtschaftlichen Konsequenzen für die Auftraggeber, unter anderem deutsche und in Deutschland agierende Großkonzerne, keine Spur – weder am Ort des Geschehens, noch hierzulande.

Foto: TransFair e. V.

Unfaire Bananen bevölkerten den Marktplatz in Leipzig

Am Marktplatz waren die unfairen Bananen los! „9 von 10 Bananen verkaufen sich unter Wert“ – das will TransFair ändern und fordert Supermarktketten zu einer Komplettumstellung auf 100 Prozent Fairtrade-Bananen auf. Mit bundesweiten Aktionen macht TransFair Verbraucher auf die Missstände im Bananenhandel aufmerksam. Kostümierte Aktions-Bananen setzten heute die unfairen Verhältnisse im Bananensektor am Marktplatz in Szene.

Wer den Cent nicht ehrt ... Foto: Ralf Julke

Nach vier Jahren vergeblichen Wartens auf die Regierung legt die Linksfraktion ein faires Vergaberecht für Sachsen vor

Wie bekommt man eigentlich eine gerechte Welthandelsordnung, wenn es den Bürgern so schwer zu vermitteln ist, wie man fair einkauft? Wenn ihnen fast nur noch unfair produzierte Waren begegnen und überall die „Billig! Billig!“-Werbung schreit? Die Linksfraktion im Sächsischen Landtag versucht es jetzt mal übers Vergaberecht im Land. Wenn nur noch fair produzierte Dinge vom Land gekauft werden dürfen, sollte sich doch eigentlich etwas ändern.

Fairtrade Deutschland. Foto: Tobias Thiele

Flowerpower ist Frauenpower: Fairer Handel stärkt Frauenrechte

Kurz vor dem Weltfrauentag beweist Leipzig einmal mehr breites Engagement für den fairen Handel: Am 5. März verteilt die Steuerungsgruppe des Netzwerkes „Leipzig handelt fair“ von 11 bis 13 Uhr auf dem Marktplatz fair gehandelte Rosen und lädt Frauen ein, sich von einer Blumeninstallation eine faire Rose zu pflücken und sich über den fairen Handel zu informieren.

Weihnachtsbaum im Neuen Rathaus. Foto: L-IZ.de

Netzwerk „Leipzig handelt fair“ wünscht faire Weihnachten

Auch in diesem Jahr verschönert die Aktion „Fairer Weihnachtsbaumschmuck“ wieder Bäume an öffentlich leicht zugänglichen Orten mit fair gehandeltem Schmuck, welcher zu fairen Konditionen hergestellt und gehandelt wurde. Erstmals nimmt neben der Oper Leipzig, dem Gewandhaus und dem Neuen Rathaus auch die Musikalische Komödie mit einem Weihnachtsbaum im Foyer teil.

Längst hat Christiane Pfundt das Sortiment um Damen und Herren-Mode (Vordergrund) ergänzt Foto: Sebastian Beyer

Faire Mode inmitten der Massen-Ketten

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus der Ausgabe 38Seit 2010 führt Christiane Pfundt den Modeladen „Grünschnabel“, anfangs in der Könneritzstraße, seit einem Jahr direkt in Leipzigs Innenstadt im Oelßner’s Hof. Gestartet ist die Unternehmerin ohne einen Cent, aber mit einer klaren Vorstellung davon, welche Mode sie verkaufen möchte. Inmitten von Handelsketten, immer größer werdenden Shoppingmalls hat sie sich mittlerweile in der Leipziger City etabliert. Denn nur fair produzierte Ware geht hier über den Verkaufstresen, ausschließlich aus ökologisch produzierten Materialien. Dass die Ladenbesitzerin Spaß an diesem Geschäftszweig hat, ist ihr anzumerken.

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