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Die Zeitzer Bahnstrecke im Südwesten. Karte: Stadt Leipzig, Nahverkehrsplan 2019
·Politik·Brennpunkt

Wie der Streit um einen Bahnhaltepunkt in Knautnaundorf die Scheuklappenpolitik im ZVNL sichtbar macht

Wenn man die Nachrichten aus dem Leipziger Neuseenland hört, dann glaubt man, es gehe immer nur um Kanäle, Motorboote und Vergnügungsparks, lauter Kunstprodukte in der Bergbaufolgelandschaft, die eigentlich mal als Erholungsraum für die Großstädter gedacht war. Doch wer auf umweltfreundliche Weise hinkommen will, scheitert oft daran, dass barrierefreie Angebote fehlen, Radwege im Nirwana enden oder sich in Buckelpisten verwandeln. Die simpelste Aufgabe, das Neuseenland umweltfreundlich zu erschließen, wird vernachlässigt.

Das Terminal der 1. Leipziger Mobilitätsstation wird in der Markgrafenstraße enthüllt. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

Eine echte Mobilitätsstrategie war für die EU-Rechnungsprüfer auch in Leipzig nicht zu erkennen

Am 3. März legte der Europäische Rechnungshof seinen Prüfbericht zur Verwendung der von der EU bereitgestellten Mittel aus dem Paket zur Mobilität vor. Und gleichzeitig bewertete der Rechnungshof die Mobilitätsstrategien von acht ausgewählten Städten. Unter den deutschen Städten war auch Leipzig dabei. Und das, was der Bericht zu Leipzig feststellt, klingt erstaunlich vertraut. ÖPNV und Radverkehr hatten in der Leipziger Mobilitätsstrategie von 2014 bis 2020 keine Priorität.

Karo Lynn. Foto: Nora Scholz
·Kultur·Musik

Mit „Outgrow“ erzählt die Leipziger Sängerin Karo Lynn vom Hinauswachsen über sich selbst

Leipzig hat Musik. Leipzig hat auch Stimme. Und sogar ein bisschen Drive und Weltgefühl, wenn man einfach mal aus dem täglichen Gemäkel heraustaucht und in die Haut der jungen Menschen schlüpft, denen die Geranien auf dem Fensterbrett genauso egal sind wie der Mercedes im Carport. Wer sich an Besitz hängt, hat schon aufgehört zu leben. Der wird auch nie mit der Musik von Karo Lynn im Ohr durch die Leipziger Nacht laufen.

Die poröse Oper. Grafik: Die philosophischen Bauern
·Kultur·Musik

Welturaufführung für „die Poröse Oper“ am 8. März im UT Connewitz

Am Sonntag, 8. März, gibt es einmal Oper mitten in Connewitz. „Die Poröse Oper“ im UT Connewitz (Wolfgang-Heinze-Str. 12a). Musik hat dort schon seit Längerem ein Zuhause, auch mit der Klassik-Reihe Enescu Project. In dieser Reihe erlebt „Die poröse Oper“ am Sonntag eine Welturaufführung. Aber können denn Opern porös sein? Ja, sagen „Die philosophischen Bauern“, die das Projekt zusammen mit Edita Karkoschka und dem Gyldfeldt Quartett auf die Bühne bringen.

Thüringens alter und neuer Ministerpräsident Bodo Ramelow. Foto: Thüringer Staatskanzlei
·Leben·Gesellschaft

Der Tag: Bodo Ramelow ist wieder Ministerpräsident in Thüringen

Der Thüringer Landtag hat Bodo Ramelow erneut zum Ministerpräsidenten gewählt – allerdings ohne die Unterstützung von CDU (die sich enthielt) oder FDP (die der Abstimmung fernblieb). Derweil gibt es hitzige Diskussionen über einen LVZ-Artikel, in dem von Wahlkampfbedrohungen gegen die ehemalige OBM-Bewerberin Ute Elisabeth Gabelmann die Rede ist. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 4. März 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Klimaplan von unten. Cover: gerechte1komma5
·Politik·Engagement

Kampagne „gerechte1komma5“ hat den ersten Klimaplan von unten veröffentlicht

Nach einem halbjährigen offenen Schreibprozess veröffentlichte die Kampagne „gerechte1komma5“ am Dienstag, 3. März, die 1. Auflage des „Klimaplan von unten“. Der über 200-seitige Plan besteht aus Maßnahmen mit dem Anspruch, die Erderwärmung sozial und global gerecht auf 1,5°C zu begrenzen. Die Vorschläge sollen dabei die Perspektive betroffener Personen, etwa aus dem globalen Süden, besonders berücksichtigen.

Angela D. Friederici vom Max-Planck-Institut (MPI) für Kognitions- und Neurowissenschaften will herausfinden, welche Hirnstrukturen und Gene beim Menschen den Unterschied machen. Foto: MPI CBS
·Bildung·Forschung

Warum lernen Menschenkinder sprechen, Menschenaffen aber nicht?

Menschen unterscheiden sich durch einiges von Tieren – auch von ihren nächsten Verwandten, den Menschenaffen. Und einen sehr markanten Unterschied macht ihre Fähigkeit zum Sprechen. Warum Menschen das können und Menschenaffen nicht, das erklärt Angela D. Friederici vom Leipziger Max-Planck-Institut (MPI) für Kognitions- und Neurowissenschaften im Interview.

Der nördliche Abschnitt des Weges an der Aurelienstraße. Karte: Stadt Leipzig
·Politik·Brennpunkt

Der neue Weg zwischen König-Albert-Brücke und Aurelienstraße soll im Sommer gebaut werden

Man könnte ihn glattweg Dornröschenweg nennen, diesen Verbindungsweg von der König-Albert-Brücke zur Aurelienstraße in Lindenau. Westlich davon liegt das Jahrtausendfeld, auf dem die Stadt schon vor Jahren gern einen Schulcampus gebaut hätte, östlich verläuft der Karl-Heine-Kanal. Und während alle Pläne zum Jahrtausendfeld ruhen, legt das Dezernat Stadtentwicklung und Bau jetzt die Pläne zur baulichen Gestaltung des Verbindungsweges vor.

Henning Homann. Foto: LZ
·Politik·Sachsen

SPD-Papier formuliert ein ganzes Programm gegen rechten Terror in Sachsen

Es waren zu viele Gewalttaten, Attentate und Übergriffe auf friedliebende Menschen im Land – nicht nur auf Ausländer, auch wenn der rassistische Anschlag in Hanau der letzte Auslöser war für den jüngsten Integrationsgipfel der Bundesregierung, der am 2. März tatsächlich mit einem Kabinettsbeschluss endete, der den Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus stärken soll. Die sächsische SPD will nicht warten, bis der vielleicht wirkt, und hat ein eigenes Grundsatzpapier beschlossen.

Michael Kraske: Der Riss. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Der Riss: Michael Kraskes Plädoyer für einen New Deal Ost

Michael Kraske gehört – so wie Peter Maxwill und Cornelius Polmer – zu den Journalisten, die für große deutsche Zeitungen im Osten unterwegs sind und versuchen zu beschreiben, was hier passiert. Und auch zu verstehen, warum es passiert. Warum bei den jüngsten Landtagswahlen ein Viertel der Wähler eine rechtsradikale Partei gewählt hat. Das ist ja kein Naturereignis, sondern bahnte sich schon lange an. Sein Buch wird zur Streitschrift. Er hätte es auch betiteln können: „Wacht endlich auf!“

Buchmesse, Manga-Comic-Con und „Leipzig liest“ fallen aus. Karikatur: Schwarwel
·Leben·Gesellschaft

Der Tag: Das Coronavirus dominiert nun auch in Leipzig das Geschehen + Video

Obwohl es in Leipzig noch keine Verdachtsfälle gibt, ist das Coronavirus nun hier angekommen. Bereits am Wochenende stand RB Leipzig wegen eines möglicherweise rassistischen Vorfalls im Stadion in der Kritik; heute folgte die Buchmesse mit der Absage der diesjährigen Ausgabe. Im Osterzgebirge gibt es derweil den ersten bestätigten Coronavirus-Fall in Sachsen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 3. März 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Im Gespräch mit ... Foto/Grafik: L-IZ.de
·Politik·Leipzig

Video: Im Gespräch mit Leipzigs OB Burkhard Jung

Der Wahlkampf um das Amt des Leipziger Oberbürgermeisters endete am 1. März 2020 mit einem denkbar knappen Ergebnis bei nie dagewesener absoluter Beteiligung der Leipziger/-innen. Rund 111.000 Menschen wählten den „alten“ und neuen OB Burkhard Jung (SPD), rund 107.000 den Herausforderer Sebastian Gemkow (CDU). Zurück blieben viele Fragen. Nach neuen Wegen des Amtsinhabers, den Kritikpunkten im Wahlkampf an ihm und zur Aufgabe, den Riss in Leipzig wieder zu kitten. Ein Gespräch vom 3. März, bei welchem auch die L-IZ.de-Leser Fragen beisteuerten.

Die heutige Feuerbachschleife. Foto: Ulf Walther
·Politik·Brennpunkt

Das Fußballstadion von RB braucht endlich eine leistungsfähige Wendeschleife

Jede Menge wurde in den letzten Tagen über die Frage diskutiert, ob nun ein Parkhaus die nötigen Stellplätze für EM-Spiele und Championsleage-Spiele im RB-Stadion sichert oder eine Tiefgarage besser ist. Dabei verschwand völlig aus dem Fokus, dass die meisten Fußballanhänger mit der Straßenbahn zum Stadion kommen und es dringend eine leistungsfähige Straßenbahnwendeschleife auf dem Stadionvorplatz braucht. Die Feuerbachschleife kann das nicht leisten. Ein Offener Brief an die Ratsfraktionen.

Stadtteilkarte der Stimmenverteilungen 2020 in Leipzig zur OBM-Wahl. Bild: Leipzig.de
·Politik·Leipzig

Was trennt eigentlich die Ortsteile am Stadtrand von der Innenstadt, wo Burkhard Jung seinen Sieg einfuhr?

„Und wie gespalten ist diese Stadt eigentlich?“, fragten wir noch in der Nacht nach der Oberbürgermeisterwahl am 2. März, bei der Amtsinhaber Burkhard Jung (SPD) knapp vor seinem Herausforderer Sebastian Gemkow (CDU) ins Ziel kam. „Kann man von einem progressiven Mitte-Links-Lager sprechen, das in den vergangenen Wochen trotz diverser Differenzen geschlossen hinter Jung stand? Und dazu im Gegensatz ein (rechts-)konservatives Lager, dem Leipzig in den vergangenen Jahren etwas zu hipp geworden ist?“

·Politik·Nachrichten

Die Leipziger Buchmesse 2020 findet nicht statt

Lange hat Leipzigs Messeleitung mit sich gerungen, ob sie nun die Leipziger Buchmesse aufgrund der Corona-Epidemie absagt oder nicht. Am Dienstag, 3. März, hat man sich endlich dazu durchgerungen: Die Leipziger Buchmesse, die Frühjahrsschau der deutschen Buchbranche, findet nicht wie geplant vom 12. bis 15. März statt. Gleiches gilt für das im Verbund stattfindende Lesefest Leipzig liest und die Manga-Comic-Con. Nach ernsthafter Aufforderung.

In Dresden getauft: ICE 4 „Freistaat Sachsen“. Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben
·Wirtschaft·Mobilität

ICE 4 ist jetzt als Botschafter für den Freistaat Sachsen unterwegs

Die Namenstaufe fand am Montag, 2. März, in Dresden statt. Da kam sogar Ministerpräsident Michael Kretschmer, um den neuen ICE 4 persönlich zu taufen. Der ICE der jüngsten Zuggeneration ist jetzt als Botschafter Sachsens in Deutschland unterwegs. Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn und Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, tauften einen ICE 4 auf den Namen „Freistaat Sachsen“.

Angela Fuchs (Die Linke) gemeinsam mit Burkhard Jung, Michael Kretschmer und Küf Kaufmann (Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Leipzig) beim Gedenken wegen des Anschlages in Halle (9.10.2019) am 10.10.2019 in Leipzig. Foto: L-IZ.de
·Politik·Leipzig

Von Fischen, Katzen und Zugezogenen

Sollte ein sogenannter „Zugezogener“ Oberbürgermeister einer Stadt werden dürfen oder nicht? Als ob es derzeit keine anderen, relevanteren Probleme gäbe, beschäftigte diese Frage Dr. Thomas Feist, Kreisvorsitzender der CDU Leipzig sowie sächsischer Landesbeauftragter für Jüdisches Leben und gegen Antisemitismus am vergangenen Sonntag. „Wenn eine Katze im Fischladen Junge bekommt, sind das dann Fische?“ fragte er im Leipziger Fernsehen am Abend des Zweiten Wahlgangs zur OBM-Wahl in Leipzig.

Wenn Menschen zu Spielfiguren werden ... Foto: L-IZ
·Leben·Gesellschaft

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #22

Donald Trump: Imperial Hotel Osaka, 29. Juni 2019, I – Take it easy – nimm's leicht, mach es den Leuten dort nicht so schwer. Take it easy – nimm ihnen alles, nur nicht das Leben. Take it easy – bleib locker und schau sie dir an, sie rennen doch schon, laufen nach Norden, nach Westen. Rennen weg von ihrem einstigen Leben, rennen hin zu einem, das sie niemals erreichen. Take it easy, mein Freund, take it easy.

Sächsische Pendlerverflechtungen im Juni 2019. Grafik: Arbeitsagentur Sachsen
·Wirtschaft·Metropolregion

Auch in Sachsen steigt die Zahl der Job-Pendler über Landesgrenzen immer weiter an

Es ist nicht nur der Osten, in dem das Gefälle zwischen Großstadt und Land immer größer wird: Unternehmen und Arbeitsplätze wandern immer schneller in die Großstädte ab. Wer dennoch auf dem Land leben möchte (oder muss), wird zum Pendeln gezwungen. Und deshalb pendeln auch immer mehr Menschen nach Sachsen rein und aus Sachsen heraus. Was selbst die Arbeitsagentur Sachsen ins Grübeln bringt.

Dresdner Hefte 140: Unser '89. Rückblicke nach 30 Jahren. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Unser ’89: Der Rückblick auf den Herbst 1989 aus Dresdner Sicht

Nicht nur die Leipziger kamen ins Grübeln, als die AfD 2019 „Wende 2.0“ plakatierte, ganz so, als wäre nun ausgerechnet diese rechtsradikale Partei diejenige, die „die Wende vollenden“ könnte. Was immer das heißen sollte außer eine weiteren Okkupation einer Floskel nach „Wir sind das Volk“. Denn gemeint ist das Gegenteil. Statt also ein buntes Jubiläumsheft zu 30 Jahren Mauerfall aufzulegen, entschloss sich der Dresdner Geschichtsverein zur Analyse.

Burkhard Jung am Wahlabend bei Radio Leipzig - ohne vorherige Umarmung des Journalisten. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Der Tag: Wahlsieger Jung möchte nicht mit Wahlverlierer LVZ reden

Dass die Wahlberichterstattung der LVZ in den vergangenen Wochen so wirkte, als wäre Gemkow der bevorzugte Kandidat, ist nicht nur uns aufgefallen. Eine drastische Konsequenz aus dem angeblichen Verhalten eines LVZ-Redakteurs hat heute auch der wiedergewählte Oberbürgermeister Burkhard Jung gezogen: Er sagte offenbar kurzfristig ein Interview ab. Besonders erregte jedoch heute, dass Thomas Feist (CDU) glaubte, einen alten Witz zu erzählen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 2. März 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Postkarte zum Crowdfunding für „Nicht gesellschaftsfähig“. Foto: L-IZ
·Politik·Engagement

Crowdfunding für ein besonderes Glücklicher-Montag-Buchprojekt

5.000 Euro werden gebraucht – für ein Buch mit dem ganz und gar nicht unverfänglichen Titel „Nicht gesellschaftsfähig – Alltag mit psychischen Belastungen“. Im September soll es herauskommen. Und den Aufruf gestartet dazu haben der L-IZ-Lesern bekannte Leipziger Grafiker Schwarwel und Sandra Strauß von der Agentur Glücklicher Montag. Es soll ein Buch werden, das auf lockere Art all die psychischen Belastungen thematisiert, unter denen heutzutage immer mehr Menschen leiden.

Verbotsschild an einem Kinderspielplatz. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Auf Leipzigs Spielplätzen sind Rauchverbote denkbar, bei Parks und Grünanlagen zweifelt das Ordnungsdezernat

Eigentlich ist es doch ganz einfach. Und nicht nur das Jugendparlament sah das so, als es zum Jahresauftakt ein Rauchverbot auf Leipziger Spielplätzen beantragte. Glimmstängel haben in der Nähe von Kindern nun einmal nichts zu suchen. Eigentlich begrüßt das Dezernat Umwelt, Ordnung, Sport den Vorstoß. Aber dort weiß man nur zu gut, dass gerade solche Verbote in Deutschland nur schwer umzusetzen sind. Drum wird erst einmal geprüft.

Steffen Raßloff: Mitteldeutsche Geschichte. Foto: Ralf Julke
·Kultur·Lesungen

Wenn Geschichte Autoren und Leser in ihren Bann zieht

Es jähren sich nicht nur wieder etliche geschichtliche Ereignisse, zu denen auch wieder neue Buchtitel zur Leipziger Buchmesse erscheinen. Geschichte scheint mittlerweile wieder wie ein Spiegel zu sein, in dem wir erschrocken Parallelen zur Gegenwart entdecken. Ganz so, als würden wir als Menschheit einfach nichts draus lernen. Oder vielleicht doch? Ein paar Lesungstipps zu „Leipzig liest“.

Alex Pohl. Foto: Penguin Verlag, Michael Bader
·Kultur·Lesungen

Kein Lesefest ohne Krimis

Kriminalromane sind schon längst mehr als nur Knobelbücher, mit denen die Leser herausfinden können, wer nun der Täter war. Sie spiegeln die Abgründe unserer Gegenwart. Und die unserer Vergangenheit. Und ein Kriminalroman, der das Leipzig des Jahres 1920 auferstehen lässt, wird natürlich auch im Leseprogramm von „Leipzig liest“ zu finden sein: „Der rote Judas“, der am 28. Januar im Wunderlich Verlag erschien. In ihm verbindet Thomas Ziebula geschickt Zeitgeschichte mit einem packenden Kriminalfall.

Harald Hauswald, Lutz Rathenow: Ost-Berlin. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Ost-Berlin: Höchste Zeit für den Abschied von einem Land voller falscher Geborgenheiten

Dieses Buch wandelt sich von Mal zu Mal. 2017 hat es der Jaron Verlag erstmals wieder in der ursprünglich von Harald Hauswald und Lutz Rathenow gewollten Zusammenstellung veröffentlicht, pünktlich zum 30. Jahrestags des ursprünglichen Erscheinens im Münchner Piper Verlag. Ein richtig ärgerliches Buch für SED und Stasi, die es damals weder verhindern konnten, noch den Fotografen und den Autoren öffentlich abstrafen konnten. Nicht mal wie Wolf Biermann 1976.

Noch am Wahlabend gespalten: Sebastian Gemkow mit einer Strategie des Entzuges und ein Amtsinhaber auf Debattenkurs. Foto: L-IZ.de
·Politik·Leipzig

OBM-Wahl 2020: Die gespaltene Stadt Leipzig

Etwas war vor diesem denkbar knappen OBM-Wahlabend klar. Egal, wer gewinnen würde, sähe sich angesichts der erwartbaren Enge im Ergebnis einer wirklich großen Aufgabe gegenüber. Nun liegt sie im Feld von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), der knapp über Sebastian Gemkow vor allem Dank hoch mobilisierter linker und grüner Stimmen im Leipziger Zentrum siegen konnte. Rund 3.500 Leipziger/-innen machten den Unterschied in einem Wahlkampf Alt gegen Jung, Außenbezirk gegen Innenstadt, Polemik gegen Sachargumente, Wechselstimmung gegen Beständigkeit im Chaos. Und Medien gegen Medien.

Leipzig feierte seine Sporthelden auf dem Olympiaball. Foto: OSL GmbH
·Sport·Weitere

Die Woche: Felix Groß radelt zu Olympia und junge Judoka ernten DM-Gold in der „Brüderhölle“

Die Schatten der Olympischen Spiele 2020 werden immer länger. Als zweiter Leipziger Athlet machte Radsportler Felix Groß die Quali perfekt und feierte kurz darauf mit anderen hiesigen Sport-Assen auf dem 26. Olympiaball. Währenddessen gaben die U18-Judoka in der Sporthalle Brüderstraße alles und holten unter anderem zweimal Gold. Und natürlich hielt die Woche auch noch einiges mehr bereit...

·Politik·Leipzig

Liveticker OBM-Wahl in Leipzig: Tag der Entscheidung

Heute entscheidet sich, wer in den kommenden sieben Jahren in Leipzig als Oberbürgermeister/-in das Sagen haben wird. Neben Amtsinhaber Burkhard Jung (SPD) stehen Sebastian Gemkow (CDU), der den ersten Wahlgang knapp gewonnen hatte, und Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten) zur Wahl. Mit den ersten Ergebnissen aus den Wahllokalen ist gegen 18:30 Uhr zu rechnen. Die L-IZ wird das Geschehen im Liveticker begleiten.

Giftiger Rest. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Ordnungsdezernat schlägt 50 Euro Bußgeld für jede weggeworfene Zigarettenkippe vor

Eigentlich hatte man hoffen dürfen, dass der Antrag des Jugendparlaments vielleicht doch noch in die neue Polizeiverordnung der Stadt Leipzig Eingang findet. Aber das war in der Ratssitzung am 26. Februar noch nicht der Fall. Da hatte das für das Thema zuständige Ordnungsdezernat gerade einmal seine Stellungnahme zum Antrag „Bußgeld Zigarettenreste“ fertig. Und im Prinzip stimmt die Verwaltung dem Anliegen des Jugendparlaments zu.

Historische Pferdedarstellung. Foto: Universität Leipzig
·Kultur·Ausstellungen

Von der Schönheit und den Leiden der Pferde: Doppelausstellung im Augusteum und in der Universitätsbibliothek

Zwar feiert die Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig erst 2023 so etwas wie ihren 100. Geburtstag. Aber die erste Ausstellung zu diesem kommenden Jubiläum öffnet schon am Mittwoch, 4. März, in der Universitätsbibliothek: „Von der Schönheit und den Leiden der Pferde“. Da haben sich die Universitätsbibliothek und die Veterinärfakultät zusammengetan, um einfach mal eins der beliebtesten Tiere der Veterinärmedizin zu thematisieren: das Pferd.

Weißes Fahrrad an der Unfallstelle am Kleinmessegelände. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Leipzig will beim Lkw-Einkauf schon in diesem Jahr Abbiegeassistenten zur Bedingung machen

2019 war wieder so ein Jahr, in dem Unfälle von Radfahrer/-innen im toten Winkel abbiegender Lkw für Entsetzen sorgten. Und wieder diskutierte der Leipziger Stadtrat mehrfach über Abbiegeassistenten. Seit 2016 gibt es funktionierende Modelle am Markt, aber bis heute keinen einheitlichen Standard. Trotzdem preschte im September die SPD-Fraktion vor und beantragte „Maßnahmepläne zur Einführung von Abbiegeassistenzsystemen“. Die Sache drängt – findet auch die Stadtverwaltung.

Die Lärmschutzwand (rechs) ende kurz vor der Wohnbebauung an der Güntzstraße. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Wenn die Bahn nicht will, hat auch die Stadt keine Handhabe zur Lärmminderung in Stötteritz

Ein neues Lärmgutachten zur Güntzstraße gibt es auch ein halbes Jahr, nachdem sich die Anwohner dieser Straße direkt neben den Gleisen der S-Bahn in Stötteritz hilfesuchend an Leipzigs Verwaltung gewendet hatten, nicht. Damals mussten sie erfahren, dass sie vielleicht eine Chance auf Lärmschutzwände gehabt hätten, wenn sie sich zehn Jahre vorher an der Bürgerbeteiligung zum Planbeschluss für das S-Bahn-Netz beteiligt hätten. Nur: Die meisten haben davon nie erfahren. Und schon 2017 stellte sich die Bahn stur.

Schwarwel: Nach mir die Sintflut! Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Nach mir die Sintflut! Schwarwels Cartoons zum Irrsinn des vergangenen Jahres in einem Band

Schwarwels Bücher sollte es eigentlich in der Apotheke geben. Als Ernüchterungsmittel für die immer mehr werdenden Menschen, die mit ihren Stressapparaten in der Hand immer hilfloser, panischer und närrischer werden. Für Politiker sowieso. All die Menschen, die in ihren Blasen leben und gar nicht mehr merken, dass das Chaos in ihrer Blase ihr eigenes Chaos ist, selbst erzeugt, der Spuk in ihrem eigenen Kopf. Kluge Ärzte verschreiben Schwarwel: mindestens 1 x täglich auf nüchternen Magen.

Befreiender Jubel bei DHfK-Coach André Haber und seinem Team. Foto: Jan Kaefer
·Sport·Handball

SC DHfK Leipzig vs. GWD Minden 31:28 – Knapper Heimsieg am Tag der Rückkehrer

Am Schalttag sind für die Leipziger Handballer zwei Säulen im Rückraum von Verletzungen zurückgekehrt. Niclas Pieczkowski hat eine Schulterverletzung und die folgende Operation auskuriert und bestritt nach 9 Monaten das erste Heimspiel, Franz Semper ist nach einer Herzmuskelentzündung wieder fit. Noch lief nicht alles rund, was anfangs für den gesamten DHfK-Angriff galt. Eine beherztere, konzentriertere zweite Hälfte brachte eine Wende und den Heimsieg.

Kalender-These #16 – März 2020. Foto: MJA Leipzig e.V.
·Leben·Gesellschaft

These #16: Kinder und Jugendliche suchen ihre Werte und Vorbilder – was sie finden, liegt auch an Dir.

Dieser Verantwortung muss sich die Gesellschaft bewusst sein und Werte, die sie vermitteln will, täglich leben. In Walt Disneys „Mary Poppins“ (1963) wird für die schwer händelbaren Geschwisterkinder eine „Kinderschwester“ gesucht. Um genau zu sein, die sechste Kinderschwester in Folge. Der Vater ist der Meinung, er verfüge über genügend Urteilsfähigkeit, Einsicht und Menschenkenntnis, um eine geeignete Kinderschwester für seine „Brut“ zu finden.

Zucker, Zucker, Zucker! In fast allen Lebensmitteln stecken die verschiedensten Süßungsmittel, die uns dauerhaft krank machen. Professor Peter Schwarz von der TU Dresden sucht nach Lösungen. © TU Dresden
·Bildung·Forschung

Ein Interview mit Professor Peter Schwarz: Iss, so viel du willst – aber beweg dich noch mehr

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 76, seit 21. Februar im HandelWeihnachten war mal wieder ernährungsreich? Und zwei Monate lang ging nichts wieder runter? Jedes Jahr dasselbe? Bauch- und Leberfett sind für den eigenen Körper sehr gefährlich, können Demenz oder Herzerkrankungen verursachen. Professor Peter Schwarz ist Arzt am Uniklinikum Dresden und forscht seit Jahren zum Thema Diabetes. An mehreren seiner eigenen Studien hat er selbst teilgenommen, hat eine rein-chemische Pizza gegessen und zwei Wochen Wasserdiät gehalten. Der 49-jährige Eisenberger hat einige Ideen, wie man schlank bleibt und dennoch nicht verzichten muss.

Deponie Cröbern. Foto: Matthias Weidemann
·Wirtschaft·Verbraucher

Plastikmüll in aller Munde: Recycling, Verwertung und Entsorgung scheitern in Deutschland

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 76, seit 21. Februar im HandelKlimawandel, Kohleausstieg, Verkehrswende – grüne Themen dominieren die Agenda. Da kann selbst die Verdrießlichkeit der Parteipolitik kaum mithalten. Aber ein Öko-Thema hinkt seltsamerweise hinterher: der seit Jahrzehnten wachsende Müllberg. Wir nennen es euphemistisch „Entsorgen“, trennen weltmeisterlich unseren Hausmüll, und alles scheint gut zu sein. Dabei sind die Prognosen düster wie eine Sonnenfinsternis. In ein paar Jahren wird sich das Müllaufkommen wieder verdoppelt haben.

Grafik: Arya Rakhtala
·Leben·Gesellschaft

Hanau: Gedenken und Gedanken

Eine Woche ist vergangen. Während die tiefe Trauer bei einigen Menschen noch für zitternde Knochen und versagende Stimmen sorgt, wurden andere bereits durch das tägliche Leben wieder eingefangen. Die Normalität schießt durch die Köpfe und klopft mit der bitterbösen Frage an, ob nicht schon alles über Hanau gesagt, geschrieben wurde. Nein, an keinem Tag darf es das gewesen sein. Solange Rassismus tötet, darf es das nicht gewesen sein. Solange die Angehörigen der neun Menschen trauern, darf es das nicht gewesen sein.

Junior-Professor Sven Stollfuß vom Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft. Foto: Christian Hüller, Universität Leipzig, SUK
·Bildung·Forschung

„Eltern ist gar nicht bewusst, dass…“: Prof. Dr. Sven Stollfuß über Eltern und Soziale Medien

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 75, Januar 2020 (ausverkauft)Das Deutsche Kinderhilfswerk sah die Zeit für eine neuerliche Kampagne im Dezember gekommen. Unter dem Namen #DenkenFragenPosten informierte die Vereinigung über die Konsequenzen des Postens von Kinderbildern in Sozialen Medien. Schon 2017 hatte das Kinderhilfswerk mit der Kampagne #ErstDenkenDannPosten dieses Problem der neuen digitalen Welt angesprochen: Eltern teilen Fotos ihrer minderjährigen Kinder im Internet und sind sich der Konsequenzen dessen nicht bewusst.

Die Grundstücke, die die Stadt an der Schulze-Delitzsch-Straße kaufen will (schraffiert). Karte: Stadt Leipzig
·Politik·Brennpunkt

Die Flächen an der Schulze-Delitzsch-Straße eignen sich im unsanierten Zustand wirklich nicht für einen Spielplatz

Im Oktober stellte die Grünen-Fraktion im Leipziger Stadtrat den Antrag „Stadtteilpark Volkmarsdorf endlich voranbringen!“ Schon damals hatte sich herumgesprochen, dass die Stadt das Bahngelände an der Schulze-Delitzsch-Straße nicht komplett kaufen würde. Auch die beiden dort ansässig gewordenen Wagenplätze waren ein Grund dafür. Aber mit der Antwort auf die Grünen-Anfrage wird noch deutlicher, welche Probleme es dort gibt.

Schild zum Bewohnerparken im Waldstraßenviertel. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Verwaltung schlägt Ablehnung der Petition zum Anwohnerparken im Waldstraßenviertel vor

4.000 Unterschriften hatten Juliane Hauschild und Babis Kirilidis für ihre Petition gesammelt, mit der sie das Aussetzen des Anwohnerparkens im Waldstraßenviertel forderten. Der Petitionsausschuss des Stadtrates wird sich mit der Petition erst am 6. März beschäftigen. Aber das Dezernat Stadtentwicklung und Bau hat seine Stellungnahme dazu schon formuliert. Die fällt erwartungsgemäß ablehnend aus.

Gemeldete Stellen nach Branchen im Februar 2020. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig
·Politik·Kassensturz

Frühjahrsbelebung, Unterbeschäftigung und die wachsende demografische Schieflage im Land

Jeder Arbeitsmarkt ist ein Kunstprodukt. Erst recht das, was deutsche Arbeitsagenturen jeden Monat als Statistik vermelden. Immer wieder wurde in den vergangenen 30 Jahren an den Kategorien so herumgebastelt, dass eigentlich schon lange – außer für echte Experten – nicht mehr sichtbar ist, wie viele Menschen in Deutschland tatsächlich arbeitslos sind. Die Wahrheit steckt auch in Leipzig irgendwo zwischen 19.913 und 41.506.

Klaus G. Saur: Die Buchmesse Leipzig von 1946 bis 2019. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Die Buchmesse Leipzig von 1946 bis 2019: Wie aus einer Ost-West-Plattform das größte Lesefest Europas wurde

Klaus G. Saur, Gründer des K. G. Saur Verlags, hat die Leipziger Buchmesse einst aus der Sicht eines Westverlegers erlebt. Und aus der Sicht eines Mannes, der Mitglied jener Kommission war, die den innerdeutschen Buchaustausch organisiert hat. Deswegen ist dieses Buch vielleicht nicht das, was sich Leipziger unter einer heroischen Geschichte der Leipziger Buchmesse vorstellen würden. Auch wenn sie 1946 neu gegründet wurde, noch deutlich vor der Frankfurter Buchmesse.

Spitzenreiter! Die Lok-Kicker David Urban und Robert Zickert jubeln gemeinsam. Foto: Jan Kaefer
·Sport·Fußball

1. FC Lok Leipzig vs. ZFC Meuselwitz 4:2 – Nicht nur alles „Isi“

Der 1. FC Lok Leipzig ist Tabellenführer in der Regionalliga Nordost. Gegen den einstigen (?) Angstgegner ZFC Meuselwitz obsiegten die Probstheidaer am Freitagabend mit 4:2 (1:1). 3.061 stimmungsvolle Zuschauer im Plache-Stadion sahen ein anfangs mäßiges und am Ende mitreißendes Regionalliga-Spiel. Meuselwitz egalisierte zweimal die Lok-Führung, ehe Paul Schinke in der 90. Minute per Elfmeter zum 3:2 traf. Winter-Neuzugang Ishmael Schubert-Abubakari traf nur 60 Sekunden später zur endgültigen Entscheidung. Zwei Spielunterbrechungen aufgrund von Pyro-Technik in der Lok-Fankurve warfen einen Schatten auf eine furiose zweite Halbzeit.

Der Parkplatz auf der Fläche des ehemaligen Schwimmstadions. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

OBM-Wahl 2020: Nächste Volte am Sportforum

„RB-Chef Mintzlaff: ,Klub-Entwicklung darf nicht auf Altar des Wahlkampfes geopfert werden‘“, polterte die LVZ am 20. Februar und schrieb damit ihre Geschichte vom 15. Januar fort, die auch schon nicht stimmte: „RB-Geschäftsstelle und Parkhaus kommen auf den Stadionvorplatz“. Und nun am 27. Februar, nachdem die LVZ noch ein paar mal versucht hat, einen „Streit zwischen RB Leipzig und der Stadt“ (21. Februar) zu konstruieren, ruderte das Blatt in einem recht flapsigen Kommentar zurück: „Eine Schwalbe am Schwimmstadion“.

Herausforderer Sebastian Gemkow (CDU). Foto: L-IZde
·Politik·Sachsen

StuRA und Jusos kritisieren die flapsige Haltung des Wissenschaftsministers zu den Ursachen des Klimawandels

Fangen wir mit Rezo an, der seit seinem großen „Zerstörung der CDU“-Video von 2019 auch zum Kolumnisten bei der „Zeit“ geworden ist, wo er am Donnerstag, 27. Februar, seinen (neuen) Ärger in Worte fasste: „Die Erderwärmung verschwindet gerade aus der öffentlichen Diskussion. Das ist so lange unerträglich, wie sich stattdessen mit nichtigem Parteigeplänkel beschäftigt wird.“ Ein Ärger, der genau so auch auf den Leipziger OBM-Wahlkampf zutrifft.

Hier irgendwo die richtige Wohnung finden ... Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Leipzigs Baudezernat hält eine Wohnungstauschplattform zumindest theoretisch für möglich

Auch das war so ein Thema bei der Townhall-Veranstaltung am 23. Februar in der Peterskirche. Dort stand das Thema der Wohnungsknappheit in Leipzig auf der Themenliste und die unabhängigen Wohnungsmarktakteure warfen als Idee in den Raum, Leipzig könne ja wieder – wie einst in DDR-Zeiten – den Wohnungstausch unter all jenen in Gang bringen, die einfach nur eine Wohnung in anderer Größe suchen. Da fiel auch schon mal das Wort „Mangelverwaltung“. Aber: Der Mangel ist für viele Leipziger längst spürbar.

kunZstoffe in der Georg-Schwarz-Straße 7. Foto: kunZstoffe e.V.
·Politik·Engagement

Stiftung Ecken wecken bringt neues Mitmach-Projekt „Wir im Quartier“ im Leipziger Westen an den Start

Wie kommt man eigentlich heraus aus dieser Jammerspirale, in der heute so viele Mitbürger glauben, ihren Frust und Unmut immer nur an anderen auslassen zu können? Kann es sein, dass es gerade ihre Rolle als unmündiger und immer nur konsumierender Bürger ist? Ihre Haltung, dass andere bitteschön immer alles regeln sollen? Raus aus der Schmollecke, so könnte man den neuen Aufruf der Stiftung Ecken wecken überschreiben. Wer seine Nachbarschaft besser machen will, packt selbst mit an.

Urs W. Käser: Morteratsch. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Morteratsch: Zwei Tote, ein Gletscher und die Pfeife von Maigret

Es ist nicht sein erster Krimi, den Urs W. Käser jetzt im Leipziger Einbuch Verlag vorgelegt hat. Mit „Hoffmanns Tode“, „Mosers Ende“ und „Gornerschlucht“ hat der 1955 geborene Schweizer Autor schon drei Kriminalromane aus der Schweizer Bergwelt veröffentlicht. In seinem vierten Krimi geht es nach Pontresina, einem Dorf unterhalb des Piz Morteratsch. Und dessen Gletscher spielt in diesem Krimi eine nicht unwesentliche Rolle.

Burkhard Jung darf sich über den nächsten prominenten Unterstützer freuen. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Der Tag: Ramelow wirbt für Jung und Leipziger FDP-Politiker wirbt für Kooperation mit der AfD

Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow hat heute eine Wahlempfehlung für Oberbürgermeister Burkhard Jung ausgesprochen. Ebenfalls heute hat ein Leipziger FDP-Politiker eine Empfehlung für eine „pragmatische Kooperation“ mit der AfD ausgesprochen. In Döbeln wurden derweil drei Männer wegen eines Angriffs auf ein AfD-Büro verurteilt. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 27. Februar 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

·Kultur·Musik

Moka Efti Orchestra im Frühjahr im Felsenkeller Leipzig

VerlosungIm Januar lief die dritte Staffel der Erfolgsreihe „Babylon Berlin“ an. Pünktlich zur Wiederauferstehung dieses literarischen „deep cuts“ in die Geschichte des bunten Moloch Berlins Ende der Zwanzigerjahre des 20. Jahrhunderts geht das Moka Efti Orchestra wieder auf Tournee. Das Orchester, das den Soundtrack für die Fernsehserie liefert, ist mit der litauischen Schauspielerin und Performerin Severija Janušauskaitė auf den Bühnen zu sehen. Am 22. März ist die Entertainerin im Leipziger Felsenkeller zu sehen. Gemeinsam mit dem Veranstalter Semmel Concerts verlost die L-IZ unter allen Freikäufer/-innen 2x2 Freikarten.

Foto: Martin Schöler
·Theater

Opernsaison 2020/21: Wagner hoch zehn!

Die Oper Leipzig hat am Donnerstag ihre Pläne für die Saison 2020/21 vorgestellt. Das Publikum darf sich genreübergreifend auf zwölf Premieren am Augustusplatz und im runderneuerten Haus Dreilinden freuen, das im Dezember mit einem Festakt wiedereröffnet werden soll. Das musikalische Spektrum reicht dabei vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt des Spielplans steht ein Leipziger Komponist.

VNG-Zentrale. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Firmenwelt

Die VNG AG legt erstmals einen Green Schuldschein auf

Erstmals in seiner Unternehmensgeschichte legt der Gashandelskonzern VNG AG mit Hauptsitz in Leipzig einen sogenannten Green Schuldschein auf. Das Darlehen hat ein Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro und kann ausschließlich für ökologisch nachhaltige Verwendungszwecke genutzt werden, teilt das Unternehmen mit. Denn man hat auch dort sehr wohl mitbekommen, dass ökologische Fragestellungen für Investoren und Banken immer relevanter werden.

Der Radweg am Elsterflutbett. Foto: Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen
·Politik·Brennpunkt

Elsterradweg am Elsterflutbett soll 2021 endlich repariert werden

Seit 2015 beschäftigt ein eigentlich recht kurzes Radwegstück den Leipziger Stadtrat und das Planungsamt: Es ist die Rumpelstrecke auf dem Elsterradweg zwischen Schleußiger Weg und Teilungswehr Großzschzocher. Hier liegt der Schotter blank. Aber warum bekam es die Stadt bis heute nicht hin, dieses Wegstück zu reparieren, wollte die Grünen-Fraktion jetzt einmal mehr erfahren.

Mittlerweile untersagt: Mäharbeiten im Leipziger Floßgraben. Foto: Kanuverband Sachsen, Falk Bruder
·Politik·Brennpunkt

Ökolöwe reagiert deutlich auf den neuesten LVZ-Artikel zum Motorbootverkehr im Floßgraben

Am Dienstag, 25. Februar, erschreckte die LVZ ihre Leser mit einer richtigen Horrornachricht: „Floßgraben verlandet – Wasserroute zum Cospudener See in Gefahr“. Der Zeitpunkt war nicht zufällig, denn am 21. Februar hat das Amt für Umweltschutz die neue Allgemeinverfügung zum Floßgraben und zum Schutz des Eisvogels für 2020 veröffentlicht. In der heißt es aus gutem Grund: „Mit maschinenbetriebenen Booten aller Art ist das Befahren grundsätzlich untersagt.“

Bernhard Pörksen, Andreas Narr (Hrsg.): Schöne digitale Welt. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Schöne digitale Welt: Sechs starke Reden zum Zustand einer algorithmisch entgleisten Welt

Wer wissen möchte, warum unsere Gesellschaft derzeit so heftig zu entgleisen droht und was das mit der schönen neuen Medienwelt zu tun hat, der sollte besser nicht die Digitalminister fragen. Und schon gar nicht die Betreiber der großen Netzwerke und Suchmaschinen. Denn sie wissen nicht, was sie tun. Sie wissen es wirklich nicht. Und das hat auch mit der Gier zu tun, die blind macht gegenüber menschlicher Not.

Ex-FDP-Stadtrat Hobusch (vorne) möchte OBM Jung wählen (hinten). Archivfoto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Der Tag: Ex-FDP-Stadtrat René Hobusch will Burkhard Jung wählen

Nachdem der FDP-Politiker Marcus Viefeld aus dem OBM-Rennen ausgestiegen war, hielt er sich mit einer Wahlempfehlung für den zweiten Wahlgang zurück. Anders verhält sich sein Parteikollege und Ex-Stadtrat René Hobusch: Er kündigte an, Burkhard Jung zu wählen. Die aktuellen Stadträte trafen sich heute im Neuen Rathaus zur Februarsitzung der Ratsversammlung. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 26. Februar 2020, in Leipzig wichtig war.

·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagt: Museumskonzeption 2030 beschlossen

Gemeinsam mit den vier städtischen Museen hat die Verwaltung zum ersten Mal eine Gesamtkonzeption erarbeitet, die unter anderem festhält, wie Drittmittel erworben werden und wie sich die Museen mit der Herkunft ihrer Ausstellungsstücke beschäftigen sollen. Um eine ideale Formulierung für letzteres wird aber erst im März entschieden. Schon jetzt ist aber klar: Die Dauerausstellungen sind künftig entgeltfrei.

Neues Rathaus und Stadthaus. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Wenn ein Verwaltungsvorschlag stärker und emotionaler ist als der windelweiche Änderungsvorschlag der CDU-Fraktion

In ihrer Pressemitteilung „CDU-Fraktion stellt Antrag gegen ,Hass, Hetze und Gewalt‘“ sprach die CDU-Fraktion von drei Stadtratsanträgen, auf die sie reagiert habe. Das hat sie auch. Und das erstaunlicherweise drei Mal mit demselben Text. Einfach Copy & Paste, ohne noch einmal nachzulesen und die Fehler zu beseitigen. Und in einem Fall wird das richtig peinlich. Das ist der AfD-Antrag.

Jens Korch stellt die jüngsten Badewannenbücher aus der Edition Wannenbuch vor. Foto: Ralf Julke
·Kultur·Lesungen

Ein schwindelfreudiger Freiherr unter den Jubilaren

Vom 12. bis 15. März findet in Leipzig wieder die Buchmesse statt. Samt Lesefest. Und natürlich mit rund 100 Verlagen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die natürlich nicht den Kopf in den Sand stecken, obwohl auch sie merken, dass gewaltige Kräfte das (Lese-)Verhalten der Menschen ändern und das Büchermachen erschweren. 22 Verlage aus Mitteldeutschland fanden am Dienstag, 25. Februar, trotzdem den Weg ins Haus des Buches, um ihre neuen Titel vorzustellen.

War im November 2018 am Neuen Rathaus zu sehen. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Wie ein CDU-Antrag den Grünen-Antrag „gegen Menschenfeindlichkeit und Demokratiefeinde“ völlig entschärfen will

Da rieb man sich am Dienstag, 25. Februar, die Augen, als die Leipziger CDU-Fraktion eine Pressemitteilung zu einem Änderungsantrag verschickte. In der Ratsversammlung am heutigen Mittwoch, 26. Februar, wolle die CDU-Fraktion den Änderungsantrag „Gemeinsam für ein friedliches gesellschaftliches Zusammenleben – Gegen Hass, Gewalt und Hetze“ einbringen. Und das gleich mal unter ganz großem Vokabular: „CDU-Fraktion stellt Antrag gegen ‚Hass, Hetze und Gewalt‘“.

PD Dr. Oliver Decker Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig
·Bildung·Forschung

AfD-Wähler sind nicht nur oft rassistisch und chauvinistisch, sondern glauben auch besonders oft an Verschwörungstheorien

Eigentlich ist all das, was wir derzeit beobachten an zunehmender Radikalisierung, auch für den Leipziger Demokratieforscher Oliver Decker keine Überraschung. Dass es dieses rechtsorientierte Potenzial in Deutschland gibt, haben die vielen „Autoritarismus“-Studien ja schon gezeigt, an denen er mitgewirkt hat. Und wer sich wirklich mit dem Thema seit Jahren beschäftigt, der ist auch nicht überrascht darüber, dass besonders viele AfD-Wähler „Verschwörungsmentalität und antidemokratische Einstellungen“ teilen.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Metropolregion

China wird immer wichtiger, USA-Exporte schrumpfen

Am Ende werden die Wirtschaftshistoriker vielleicht feststellen, dass der wilde Zollkriege entfesselnde US-Präsident Donald Trump vielleicht nur eine Entwicklung beschleunigt hat, die sowieso schon im Gang war. Das Autozeitalter in der Form, wie wir es kennen, geht zu Ende. Und dafür kaufen die Staaten der Welt in Sachsen verstärkt Technik für die alternative Stromproduktion samt zugehöriger Elektronik. Über den Effekt im Jahr 2019 berichtet jetzt das Statistische Landesamt.

Die LVZ möchte strafrechtlich gegen die Verwendung ihres Logos auf Wahlplakaten vorgehen. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Der Tag: Wahlkampf mit Logos, auf Kulturplakaten und möglicherweise im Stadtrat

Der OBM-Wahlkampf in Leipzig treibt seltsame Blüten. Unbekannte haben auf Wahlplakate von CDU-Bewerber Sebastian Gemkow das Logo der LVZ geklebt. Diese kündigt Strafanzeige an. Außerdem empfehlen Teile der freien Szene, Amtsinhaber Jung zu wählen. Morgen im Stadtrat könnte der Wahlkampf ebenfalls eine Rolle spielen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 25. Februar 2020, in Leipzig wichtig war.

LVZ-Logo auf Gemkow-Wahlplakat. Foto: strassenstriche.net
·Politik·Leipzig

Logos auf Gemkow-Wahlplakaten: LVZ will Strafanzeige stellen

Die LVZ möchte Strafanzeige gegen Unbekannt stellen, nachdem in den vergangenen Tagen an mehreren Stellen in Leipzig ihr Logo auf Wahlplakaten des OBM-Bewerbers Sebastian Gemkow aufgetaucht war. Dies sei ohne Kenntnis der Zeitung geschehen. Aus dem Wahlkampfteam von Gemkow heißt es ebenfalls, dass nicht bekannt sei, wer für die Aktion verantwortlich ist. Man empfinde die Logos als „störend“.

In Leipzig fehlen 100 Zebrastreifen. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

Ökolöwen starten große Unterschriftenkampagne für besseren Fußverkehr in Leipziger

Zum Townhall-Gespräch am Sonntag, 23. Februar, war auch die Leipziger Verkehrspolitik Thema. Besonders BUND Leipzig und ADFC sprachen es an, denn Leipzig steckt – wie viele andere deutsche Großstädte auch – in der Zwickmühle. 30 Jahre lang wurde mächtig in die autogerechte Stadt investiert. Doch selbst die StVO fordert, dass Verkehr vom schwächsten Verkehrsteilnehmer her zu denken ist. Das ist der Fußgänger. OBM-Kandidat Burkhard Jung ging noch einen Schritt weiter: „Das sind Kinder und Behinderte.“

Windmühlenstraße. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

SPD-Fraktion beantragt jetzt einen konkreten Zeitplan für den Umbau der Windmühlenstraße

Da waren nicht nur die Grünen enttäuscht, als das Leipziger Verkehrsdezernat im Januar den Antrag der Grünen-Fraktion, rund um den Bayrischen Platz wenigstens Geh- und Fußwege und den Asphalt so zu reparieren, dass man hier bis 2026 einigermaßen sicher unterwegs ist, recht knapp zusammendampfte. Denn der Neubau von Bayrischem Platz und Windmühlenstraße hat sich ja um volle zehn Jahre verschoben. Wenn es dabei bleibt. Denn da fehlte ja noch was.

Die Innere Jahnallee stadteinwärts kurz vor der Leibnizstraße. Foto: L-IZ.de
·Politik·Brennpunkt

Die CDU träumt weiter von Kurzzeitparkplätzen in der Inneren Jahnallee

Die Leipziger CDU-Fraktion tut sich schwer damit, zu akzeptieren, dass sich die Stadtpolitik in den vergangenen Jahren verändert hat, dass die Wahlergebnisse für den Stadtrat auch bedeuten, dass mehr Realismus in die Verkehrspolitik eingezogen ist. In der Inneren Jahnallee zum Beispiel, wo die CDU-Fraktion nun einen Uraltantrag ausgekramt hat. Da geht's erst mal zurück ins Jahr 2018, in dem die Verwaltung zumindest zusagte, die Einrichtung eigener Kurzzeitparkplätze für den Wirtschaftsverkehr zu prüfen. Da wogte die Debatte um die Innere Jahnallee schon zwei Jahre.

Anke Kuhl: Manno! Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Manno! Alles genau so in echt passiert! Der preisgekrönte Kindheits-Comic von Anke Kuhl jetzt als Buch

„Mamiii! Die Eva hat ein riesiges Stück von meinem Eis abgebissen!!!“ Man hat es wirklich nicht leicht mit einer Schwester. Manchmal. Und manchmal erlebt man mit ihr die dollsten Sachen. So wie die Frankfurter Illustratorin Anke Kuhl, die im Klett Kinderbuch Verlag schon einige herzerwärmende und witzige Bücher veröffentlicht hat. Für dieses hier gab es den ersten Preis schon vor der Veröffentlichung. Da hat sich wohl auch in der Jury so mancher ertappt gefühlt.

Burkhard Jung und Ute Elisabeth Gabelmann bei der 1. Townhall am 23. 02. in der Peterskirche. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Der Tag: Die Woche der Entscheidung

In Leipzig stehen in den kommenden Jahren wichtige Weichenstellungen in Bereichen wie Wohnen, Mobilität und Umwelt bevor. Bei der „Townhall“-Veranstaltung der L-IZ ging es um genau diese Themen. Vieles dreht sich im OBM-Wahlkampf aber auch darum, wer mit welchen Plakaten wirbt, wer mit wem auf Fotos zu sehen ist und warum die LVZ einen „Erklärungs-Text“ zur LZ/L-IZ.de-Story „Der Unsichtbare“ macht. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 24. Februar 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Neues Rathaus bei Nacht. Foto: Michael Freitag
·Politik·Leipzig

Freibeuter fordern Bürgerbeteiligung bei neuen Projekten zur Fassadenbeleuchtung

Im Oktober stellte das Leipziger Planungsdezernat den neuen „Masterplan Licht“ für Leipzig vor, der definieren soll, wie sich die Stadtbeleuchtung in den nächsten Jahren verändert. Ein Thema, bei dem die Stadt eigentlich eine Debatte im Stadtrat gar nicht wollte, nur eine Information. Erst auf Drängen der Ratsfraktionen steht der Lichtmasterplan für den öffentlichen Raum der Stadt Leipzig auf der Tagesordnung der Ratsversammlung am Mittwoch, 26. Februar. Und die Freibeuter wollen eine richtige Abstimmung dazu.

Gefällter Baum. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Linke beantragen ein neues Bewässerungskonzept für Leipzig + Update

„Leipzig-Zentrum: Baumpflegearbeiten in Lenné-Anlage notwendig“, meldete das Leipziger Amt für Stadtgrün und Gewässer am 24. Januar. „Die extreme Trockenheit des letzten Sommers hatte zum Absterben mehrerer Bäume geführt. Neben sieben Bergahornen, die von der Rußrindenkrankheit befallen sind, ist eine große raumprägende Buche abgestorben. Die betroffenen Pflanzen sind nicht mehr bruch- bzw. standsicher. Bäume auf historischen Standorten werden ersetzt, wenn eine Nachpflanzung möglich ist.“

Das Herz der Stadt - der Marktplatz. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Linke befürchten zum EU-China-Gipfel Lahmlegung der Stadt und Einschränkung des Demonstrationsrechts

Dass es Redebedarf gibt zum geplanten EU-China-Gipfel, der vom 13. bis 15. September in Leipzig stattfinden soll, war seit November klar. Da gab es die ersten drängenden Anfragen im Stadtrat dazu. Im Dezember machten Drohungen auf Indymedia von sich Reden. Seit Februar stapeln sich die Stadtratsanfragen. Sind ja nur noch sieben Monate bis zum Gipfel. Den könne man doch einfach raus vor die Stadt verlegen, meint nun die Linksfraktion.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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