Bücher

Bernd Weinkauf: Gäste in Auerbachs Keller. Foto: Ralf Julke
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60 Jahre Leipziger Gesellschaftsgeschichte aus 13 glücklich geretteten Bänden

Es sind nicht die Gästebücher von Auerbachs Keller, die all das verraten, was nun in diesem in vier Jahren Fleißarbeit enstandenen Wälzer von Bernd Weinkauf steht. Es sind auch nicht die königlichen Hoheiten oder Theaterstars, die diese Gästebücher interessant machen, auch nicht die Weinflecken und närrischen Verse, die einige Leute hineingekleckert haben.

Lars Förster: Bruno Apitz. Eine politische Biographie. Foto: Ralf Julke
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Lars Försters Bruno-Apitz-Biografie zeigt den ganzen Menschen hinter dem Autor des Weltbestsellers “Nackt unter Wölfen”

Nach 1989 waren auch in Leipzig die großen Aufräumer am Werk. Straßen wurden umbenannt, Denkmäler demontiert, Gedenktafeln entfernt. Was da in DDR-Zeiten alles hingebaut wurde, das konnte ja wohl nur Schrott sein. Oder? Bei Einem jedenfalls waren die Wegräumer und Abschrauber zu eifrig: Bruno Apitz, Ehrenbürger der Stadt und Autor des Weltbestsellers "Nackt unter Wölfen".

Yellow Umbrella, Jens Strohschnieder: Der Reggaehase Boooo und der gute Ton. Foto: Ralf Julke
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Reggaehase Boooo muss mal wieder den Reggaewald retten

Es gibt nicht viele Bands, die zu ihrer Musik auch noch Kinderbücher produzieren. Die Dresdner Reggae-Band Yellow Umbrella hat nun schon das dritte vorgelegt. Der Held ist jedes Mal ein gewisser Hase namens Boooo. Mit vier O. Erkennbar an seiner riesigen Strickmütze in Jamaika-Bunt. Er muss jedes Mal ran, wenn im Reggaewald etwas Bedrohliches geschieht.

Amanda Koch: Die Wächter von Avalon. Der Fluch des Suadus. Foto: Ralf Julke
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Wenn Fantasy-Heldinnen lernen, ihren Weg zu gehen in einer Welt voller Regeln und Rätsel

Im zweiten Band der Trilogie "Die Wächter von Avalon" landen Amanda Kochs Heldinnen und Helden nun in der dritten Welt jenseits von Britannien und Avalon, in Amaduria, im Gleichgewicht gehalten durch vier Reiche, vier Könige, vier Göttinnen und vier heilige Gegenstände. Aber schnell merken die vier jungen Leute, wie sehr die Vorgänge in dieser anderen Welt mit ihrer eigenen Geschichte zu tun haben.

Amanda Koch: Die Wächter von Avalon. Der Fluch des Suadus. Foto: Ralf Julke
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Ein Fantasy-Epos aus Leipzig im Strom einer gern in die Nische verbannten Literaturgattung

Die Fantasy ist zwar viel, viel älter, als sie manchmal aussieht. Aber sie ist auch so modern wie unsere Kümmernisse. Denn sie ist eine Medizin, besser als alle Aufreger- oder Einluller-Pillen, besser als das ganze deutsche Fernsehprogramm. Tolkien und Zimmer Bradley sei Dank, McKiernan und LeGuin nicht zu vergessen. Denn irgendwo müssen wir ja mit unseren Sehnsüchten bleiben, wenn in der realen Welt nur noch Herr Geiz regiert.

"Als Maradona 80.000 lockte". Foto: Marko Hofmann
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„Als Maradona 80.000 lockte“: Gottfried Weises „kapitaler Schuss“ in die DDR-Sportgeschichte

Wo ist eigentlich das literarische Denkmal für die DDR-Clubs, die im Fußball-Europapokal ihr Land vertreten haben? Gottfried Weise hat es ihnen gesetzt. Der Vorzeige-Live-Kommentator und Sportjournalist der DDR hat in seinem Erstlingswerk "Als Maradona 80.000 lockte" auf 207 Seiten alle Spiele, alle Tore und vor allem fast alle Geschichten rund um die internationalen Auftritte aller DDR-Klubmannschaften brillant zusammengefügt.

Sandy Schmied, André Martini: Leipzig. Ein Stadtführer für Kinder. Foto: Ralf Julke
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Ein kunterbunter Leipzig-Stadtführer für Kinder (und junge Familien)

Für Erwachsene gibt es ganze Stapel von Leipzig-Stadtführern - von klassisch bis langweilig, von luxuriös bis bieder. Aber wie ist das mit Kindern und Jugendlichen? Brauchen die nicht eigene Angebote, die ihnen die Stadt jünger, frecher, frischer erschließen? - Natürlich. Ein echtes Experimentierfeld für Kreative.

Heike Guderjahn (Hrsg.): April, Sturm und andere Turbulenzen. Foto: Ralf Julke
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13 Geschichten über das, was manche Leute tatsächlich verzweifelt Liebe nennen

Die Edition Büchergilde widmet sich einem Bereich der Lesewelt, in dem nicht mehr gar so viele Verlage unterwegs sind: dem schönen Buch, will heißen: dem auch grafisch aufwändig gestalteten Buch. Dazu werden gern hochkarätige Grafiker und Grafikerinnen eingeladen, die mit dem Buch dann ein paar Dinge anstellen können, die dem Leser ein zusätzliches Lesevergnügen bereiten. Oder die Stimmung verdoppeln, die schon der Text auf den Seiten erzeugt.

Jörg Mühle, Moni Port: Was liegt am Strand und redet undeutlich? Foto: Ralf Julke
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Ein Bilderbuch voller Kinder-Rätsel-Quatsch aus einem Frankfurter Zahnarztlabor

Da sind die beiden wohl einfach über den Flur gelaufen: Moni Port und Jörg Mühle, beide Mitglied der Labor Ateliergemeinschaft. Das ist eine Gemeinschaft von freiberuflichen Grafikdesignerinnen, Gestalterinnen, Illustratorinnen und Illustratoren in Frankfurt am Main, zu Hause in einer ehemaligen Zahnarztpraxis. Wahrscheinlich genau der richtige Raum, um auf richtig kindische Ideen zu kommen. Wie nun auf diese.

Tobias Prüwer, Franziska Reif, Tim Tepper: Weltnest Leipzig. Foto: Ralf Julke
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Ein Lesebuch über die 13 plus x Aliasse des Weltnestes Leipzig

Leipzig steckt mitten drin im Jahr seiner 1.000-jährigen Erwähnung in der Chronik des Thietmar von Merseburg. Und es mehren sich nun die Publikationen, die sich mit dem Großen und Ganzen und Bunten beschäftigen. Dazu gehört auch dieses gar nicht so dünne Lesebuch, in dem die drei Autoren versuchen, das Weltnest mit all seinen Zuschreibungen in 14 Kapiteln auf den Punkt zu bringen. Was schlicht unmöglich ist.

Jörg Dietrich: Panorama des Leipziger Rings. 1850 / 2015. Foto: Ralf Julke
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Das Panorama des Leipziger Rings in einem Bildband: die Pracht von 1840 und die Brillanz von 2015

Der Leipziger Ring - den Leipzigern war er schon seit Jahrzehnten ein Begriff. Es gibt nur wenige Städte, in denen man so einfach um den alten Stadtkern herumfahren kann. Aber international bekannt wurde die Straßenrunde erst 1989, als hunderttausende Leipziger bei ihren Demonstrationen auf eben diesem Ring den Verkehr lahm legten und Reformen erzwangen. Nun bekommt der Ring auch mal ein Buch.

Sabine Ebert: 1815. Blutfrieden. Foto: Ralf Julke
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Zwischen Leipzig und Waterloo wurden die Grundmuster des 19. Jahrhunderts geschaffen

Es ist ein facettenreiches Plädoyer gegen den Krieg, das Sabine Ebert mit "1815.Blutfrieden" geschrieben hat, das nicht nur Jette in den dunklen Tagen des Krieges zeigt, sondern auch die Soldaten der unterschiedlichsten Armeen. Natürlich der sächsischen, die am 18. Oktober 1813 endgültig zwischen alle Fronten geriet, weil ihr greiser und entscheidungsschwacher König längst auf der falschen Seite stand, unbelehrbar - wie eine ganze Reihe honoriger Fürsten in diesem Buch.

Sabine Ebert: 1815. Blutfrieden. Foto: Ralf Julke
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Sabine Ebert hat ein Panorama einer fast vergessenen Epoche der deutschen Geschichte gezeichnet

Es ist - wie schon "1813. Kriegfeuer" - ein wuchtiges Stück Buch: 1.080 Seiten. Das ist selbst im Genre des historischen Romans ein seltener Umfang. Aber von Sabine Ebert kennen es die Leser: die Sprachwissenschaftlerin gibt Stoff, wenn sie eintaucht in die Geschichte. Denn sie hat ihn. Bevor sie die erste Zeile schreibt, hat sie ganze Bibliotheken durchackert. Und zwar keine wohlsortierten.

Elke Strauchenbruch: Luthers Paradiesgarten. Foto: Ralf Julke
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Ein kleines kompaktes Lesebuch über Luthers Garten, die Luthersche Landwirtschaft und das Leben im Wittenberg der Lutherzeit

Über Luthers Kinder, Luthers Weihnachten und Luthers Wittenberg hat sie geschrieben. Die Wittenberger Historikerin Elke Strauchenbruch kennt sich im Thema Luther und die Lutherzeit in Wittenberg so gut aus wie kaum jemand sonst. So gut, dass sie den Mann, den die Meisten nur als Reformer oder Reformator kennen, mitten in seinem gar nicht so einfachen Alltag einfangen kann. Denn Gärtner wäre er schon gern geworden, dieser Luther.

Sarah Shepard: Atlas der Abenteuer. Foto: Ralf Julke
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Elf große Weltkarten für kleine Abenteurer und künftige Forscher

Der Klett Kinderbuch Verlag hat jetzt auch mal einen Atlas vorgelegt, wie ihn sich zumeist Jungen wünschen, wenn sie mibekommen haben, dass die Welt voller Abenteuer steckt und Bibliotheken voll stehen mit abenteuerlichen Geschichten aus aller Welt. Doch auf die Idee, so einen richtigen Jungen-Atlas zu zeichnen, kam ausgerechnet eine Frau.

Bertram Reinecke: Gleitsichtwochen. Foto: Ralf Julke
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Bertram Reineckes Gedichte aus drei Monaten Dresden-Residenz

Es gibt ja so Angebote für begabte Autoren aus der Regionalliga, da braucht es einen gewissen Mumm, sie durchzustehen: Stadtschreiber, Inselschreiber, Poets in Residence. Was wieder etwas gegen die Auslober sagt - die wissen schon, wem sie damit helfen. Und auch nichts gegen die Regionalklasse der Autoren. Die wird nämlich niemals auch nur ins Vorzimmerrauschen solch edler Preise wie dem der Leipziger Buchmesse kommen.

Louis Held: Das geistige Weimar um 1900. Foto: Ralf Julke
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Louis Helds Fotos der Kulturelite Weimars um 1900

Es war das silberne Zeitalter Weimars, als Louis Held um 1900 die Gesellschaft des kulturbeflissenen Städtchens an der Ilm ablichtete. Das goldene Zeitalter war das von Goethe, Herzog Karl August, Anna Amalia, Schiller und Wieland. Um 1900 erlebte Weimar noch einmal eine Blüte, die der Hoffotograf Louis Held in eindrucksvollen Bildern festhielt.

Gut 200 Fans ließen sich ihr Buch von Patrick Rothfuss nach amüsanter Fragerunde signieren Foto: Sebastian Beyer
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Buchmesse: Patrick Rothfuss im L-IZ Interview

Mit „Der Name des Windes“ und „Die Furcht des Weisen“ traf Patrick Rothfuss den Nerv von 4 Millionen Lesern weltweit. Über den Stand der Fortsetzung und seine Art zu schreiben sprach er am Rande der Buchmesse. Dabei wurden so einige Mysterien enträtselt, die sein neuestes Buch „Die Musik der Stille“ betreffen. Keine Geschichte im klassischen Sinn, mehr eine Art dramaturgischer Charakterstudie.

Gerhard Gäbler: Zeit ohne Wiederkehr. Foto: Ralf Julke
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Gerhard Gäblers Bilderflut der grauen letzten Jahre der DDR

"Land im Wartezustand" hat der Kulturhistoriker Bernd Lindner sein Nachwort zu diesem Bildband überschrieben. Das hätte auch vorn so auf dem Titel stehen können. Tatsächlich trifft es das, was der Leipziger Fotograf Gerhard Gäbler zwischen 1978 und 1990 abgelichtet hat, noch viel klarer. Denn er hat ja eigentlich nicht das Land fotografiert, sondern dessen Bewohner. All diese blassen Seelen in Erwartung von Irgendwas.

Ouyang Jianghe: Der Doppelphönix. Foto: Ralf Julke
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Der Lychatz Verlag veröffentlicht mit dem “Doppelphönix” ein erstaunlich westliches Poem mitten aus dem Reich der Mitte

China ist ein großes, fernes und noch immer weitgehend exotisches Land. So groß, dass schon das Auswählen schwerfällt: Was lohnt sich zu übersetzen? Was trifft auch den Nerv der deutschen Lyrikleser? Für den Übersetzer Wolfgang Kubin eigentlich kein Thema. Er hat schon manches Stück chinesischer Lyrik und Essay-Kunst ins Deutsche übersetzt. Der Doppelphoenix ist der dritte Gedichtband von Ouyang Jianghe, den er so ins Deutsche herübergeholt hat.

Ansgar Bach: Casanova und Leipzig. Foto: Ralf Julke
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In Leipzig entschied sich das Schicksal von Casanovas Memoiren

Ansgar Bach ist in Leipzig kein Unbekannter. Bis 2009 war er Redakteur beim Brockhaus-Verlag in Leipzig, bevor der Lexikon-Verlag die Lichter ausmachte. Seit 1998 leitet der gebürtige Kölner aber auch das in Berlin ansässige Reiseunternehmen "Literarisch Reisen" und bietet auch in Leipzig literarische Spaziergänge an. Zum Beispiel ins fast vergessene Grafische Viertel. Oder auf den Spuren Casanovas. Der Bursche war tatsächlich mehrmals in Leipzig.

Norbert Vogel: Jegliches hat seine Zeit. Foto: Ralf Julke
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Das erstaunlich biblische Leben in der schwarz-weißen Welt von Paula, Paul und den anderen

Der Buchtitel ist voller Assoziationen. Eigentlich stammt er aus der Bibel. Aber spätestens an der Stelle, an der der Herausgeber dieser Buchreihe im Lehmstedt Verlag, Mathias Bertram, daran erinnert, dass es Ulrich Plenzdorf war, der die Bibelstelle für ein Lied im Vorspann seines Films "Paul und Paula" aufgriff, öffnet sich so etwas wie ein Vorhang, ein Stück Welt- und Zeitgefühl. Man glaubt es kaum: Die DDR war ein biblisches Land.

Andreas Stammkötter: Totgetrieben. Foto: Ralf Julke
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Wer hat den smarten Leipziger Star der Psychologen-Szene umgebracht?

Andreas Stammkötter gehört nun schon seit einer Weile zum harten Kern der Leipziger Krimi-Autoren. Sein Ermittlerduo Kroll und Wiggins arbeitet effektiv, hat sogar einen guten Draht zum Staatsanwalt, was ja bekanntlich bei anderen Leipziger Krimi-Ermittlern nicht so ist. Trotzdem wird auch bei ihm eifrig gestöhnt über Überstunden, Wochenenden im Dienst und die Unart von Mördern, sich nicht an Arbeitszeiten zu halten.

Werner Holzwarth, Theresa Strozyk: Mag ich! Gar nicht! Foto: Ralf Julke
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Wenn Max, Sophie und ihre Freunde mal sagen, was sie mögen – und was nicht

Die Kinder, die in den Büchern des Klett Kinderbuchverlages auftauchen, könnten vielen Zeitgenossen geradezu als außerirdische Spezies vorkommen - zumindest wenn diese Zeitgenossen ihr Leben mit den üblichen Schönwetter-Helden-Kinderbüchern, Fernsehwerbung und Hollywood-Filmmärchen zugebracht haben. Diese Kinder sind anders. Echt, würden echte Mütter und Väter sagen. Echt zum Schreien.

Uwe Siemon-Netto "Griewatsch!". Foto: Ralf Julke
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Uwe Siemon-Netto hat seine Liebeserklärung an Leipzig geschrieben

Leipzig war schon immer eine kosmopolitische Stadt. Daran darf man sich ruhig erinnern - auch in Lebenserinnerungen, wie jetzt Uwe Siemon-Netto eine geschrieben hat. Echte Erinnerungen eines echten Leipziger Griewatschs. Und zugleich eine Liebeserklärung an das alte, kulturvolle und bürgerliche Leipzig, das er auch dann in seiner Seele trug, als er als Reporter rund um den Globus unterwegs war.

Bernd Steinbach / Christian Posthoff: EAGLE-Starthilfe. Effiziente Berechnungen mit XBOOLE. Foto: Ralf Julke
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Wie man aus 0 und 1 verblüffende kleine Denkmaschinen konstruiert

Georg Boole, Ernst Schröder und Giuseppe Peano sind schuld. Sie haben sich im 19. Jahrhundert intensiv mit der mathematischen Logik beschäftigt. Aufgebaut auf den mathematischen Aussagen 0 und 1 (also schön in der langen Tradition von Gottfried Wilhelm Leibniz) entwickelten sie nach- und miteinander die boolesche Algebra, die eben nicht nur in mathematischen Operationen zu logischen Schlüssen führt.

Meyer / Lehmann / Schulze: Endlich Schule! Foto: Ralf Julke
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Die Wilden Zwerge mischen jetzt mal die Schule auf

Eigentlich sind Meyer / Lehmann / Schulze nicht drei, sondern zwei, die emsig forschen in der Welt der kleinen Leute, die manche als Quälgeister erleben, andere einfach lieben als wilde Zwerge, die das Leben so unverkorkst angehen, dass das Herz lacht und die Augen tränen. Der Klett Kinderbuchverlag hat schon neun Bücher zu den Wilden Zwergen vorgelegt. Das zehnte ist ein Zeitensprung: Die Wilden Zwerge kommen in die Schule.

Reinhard Körner: Himmelreich leben. Foto: Ralf Julke
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Das Plädoyer eines Karmeliterpaters für eine echte Reform der Kirche

Es gibt Bücher, die muss man tatsächlich erst einmal bis zu Ende lesen, um ihre Titel zu verstehen. Und den Anlass zu begreifen, warum sie geschrieben wurden. Und auch dieses scheinbar so sanft daherkommende Büchlein gehört in den Diskussionsprozess, der mittlerweile die katholische Kirche erfasst hat. Es rumort. Und das hat nicht nur mit dem umtriebigen Papst Franziskus zu tun. Höchste Zeit für eine Reform.

Paul Klee: Sonderklasse, unverkäuflich. Foto: Ralf Julke
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297 plus x Mal Paul Klee: Die “Sonderklasse” in einem Trumm von Katalog

Was haben sie sich nun alle den Kopf zerbrochen über diesen Paul Klee und seine Sonderklasse. Im Museum der bildenden Künste zu Leipzig ist sie derzeit zu sehen als Morgengabe zum Jubiläum der Ersterwähnung. Ein Teil zumindest: 135 Arbeiten von knapp 300, die der Künstler Paul Klee als Sonderklasse seines Schaffens klassifiziert hat. Und das Ganze auch noch in einem Mordstrumm von Buch.

Jürgen Große: Der gekränkte Mensch. Dritter Band. Foto: Ralf Julke
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Jürgen Große “Der gekränkte Mensch” (2): Woher kommt die Wut derer, die glauben, alles zu haben?

Die bürgerliche Mitte ist kein ruhiger, geschützter Ort. Nirgendwo brodeln die (Verlust-)Ängste stärker als hier. Weil man auch weiß, dass man tatsächlich alles verlieren kann, denn alles ist nur Besitz, ein künstlicher Wert. Und man kann nicht einmal die Seiten wechseln, aussteigen. Weil dann alles, wirklich alles weg ist, was einen bürgerlichen Status und ein Bürger-Selbst definiert.

Jürgen Große: Der gekränkte Mensch. Dritter Band. Foto: Ralf Julke
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Jürgen Große “Der gekränkte Mensch” (1): Wenn der Mensch sich selbst verwertet

Man kann in Leipzig mit der Straßenbahn fahren oder in Berlin mit der U-Bahn - der Anblick ist an vielen Tagen und an vielen Orten just derselbe: gekränkte, frustrierte, grimmige Gesichter. Mitten hinein geschrieben ein kaum überlesbarer Vorwurf an die umgebende Welt, ein Brodeln, das immer kurz vorm Ausbrechen ist. Was ist das, fragte sich Jürgen Große. Und zergrübelte sich seinen Kopf über das Phänomen.

Ralph Grüneberger: Die Ruhe einer Sekunde. Foto: Ralf Julke
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Von Juroren, Geigenbauern und anderen nicht marktkonformen Kreativen

Eigentlich ist Ralph Grüneberger ein Romantiker. Das hat nicht nur mit Sehnsucht nach einer heilen Welt zu tun. Als Lyriker - zumal aus Ostdeutschland - weiß er, dass es für hier Geborene, wenn sie nicht biegsam wie Knete sind, nicht mal das Versprechen auf eine heile Welt gibt. Nur die Gewähr auf jede Menge blaue Flecken, eine Menge Papierkram und den Snobismus der Verwalter. Romantiker wissen, dass es den Riss gibt.

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