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·Der Tag

Freitag, der 21. Januar 2022: Corona-Demos, Pressefreiheit und Grundstückstausch in Leipzig

In Dresden und Leipzig ist am Samstag mit Demonstrationen von „Querdenkern“ zu rechnen. Während es in der Landeshauptstadt ein umfassendes Verbot für spontane Versammlungen gegeben hat und mehrere tausend Personen erwartet werden, dürfte der am Völkerschlachtdenkmal erwartete Auflauf deutlich kleiner ausfallen. Außerdem: Die Stadt Leipzig tauscht mit der LWB mehrere Flurstücke. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 21. Januar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Flur im Neuen Rathaus. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Vier Stadträte stellen Änderungsantrag: Gerade für gutes Personal muss Leipzig jetzt deutlich mehr investieren

Nicht erst 2023 wird Leipzig wieder einen ausgeglichenen Haushalt haben. Schon das Jahr 2021 hat die Stadt wahrscheinlich mit einem kleinen Plus abgeschlossen. Das heißt: Statt einen Schuldenberg von über 700 Millionen Euro aufnehmen zu müssen, ist Leipzig eigentlich schon wieder im gewohnten Fahrwasser und kann auch einige Dinge finanzieren, die in den Haushaltsverhandlungen 2021 noch abgelehnt wurden. Genau das beantragen jetzt Stadträte aus mehreren Fraktionen.

Schild "Landschaftsschutzgebiet" in der Nordwestaue. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Haushaltsantrag wird 2022 umgesetzt: Neue Eulen für das Landschaftsschutzgebiet Leipziger Auwald

All die alarmierenden Erwartungen zur Leipziger Haushaltslage, die noch in den Jahren 2020 und 2021 den Stadtrat beschäftigten, sind nicht eingetreten. Schon 2021 haben sich die Leipziger Steuereinnahmen wieder erholt, schließt die Stadt das Jahr wahrscheinlich sogar mit einem Plus ab. Und auf einmal tun sich Spielräume auf für Haushaltsanträge, die noch im März 2021 erst einmal nur zur Kenntnis genommen wurden. So auch für neue Schilder im Landschaftsschutzgebiet bei Böhlitz-Ehrenberg.

Die Kamera blieb erst einmal liegen: Die Immobilienfirma hat ihre Klage gegen die Leipziger Hochschulzeitung zurückgenommen, die Gerichtsverhandlung ist abgesagt. Foto: LZ
·Bildung·Medien

Prozess abgesagt: Immobilienfirma zieht Klage gegen Leipziger Hochschulzeitung „luhze“ zurück + Video

Der von der Immobilienfirma United Capital RE GmbH angestrengte Prozess gegen die ehrenamtlich produzierte Leipziger Hochschulzeitung „luhze“ fällt aus. Das Unternehmen hatte sich mit Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz gegen aus seiner Sicht falsche Tatsachenbehauptungen wehren wollen: Die Studi-Zeitung habe Unwahrheiten verbreitet, die mutmaßliche Praktiken gegenüber Mietern eines Wohnhauses betrafen. Nun zog United Capital seinen Antrag auf eine einstweilige Verfügung kurzerhand zurück.

JP Dr. Paul Lehmann ist Leiter der fächerübergreifenden Nachwuchsforschungsgruppe MultiplEE (Multiple Umweltwirkungen Erneuerbarer Energien) an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. Foto: Privat
·Wirtschaft·Metropolregion

Umweltökonom der Uni Leipzig zum Ausbau der Windkraft in Sachsen: Kommunen werden unter starken Rechtfertigungsdruck geraten

Am Dienstag, 18. Januar, gab das sächsische Regierungskabinett die Einigung über die neue Bauordnung in Sachsen bekannt, die nun erstmals die von der CDU-Fraktion gewünschte Abstandsregel für Windkraftanlagen zur nächsten Wohnbebauung von 1.000 Meter festschreibt. Neben mehr Gestaltungsmöglichkeiten für Sachsens Kommunen wird es auch erhebliche Herausforderungen geben, stellt der Umweltökonom Dr. Paul Lehmann vom Institut für Infrastruktur und Ressourcenmanagement der Uni Leipzig fest.

Das Jahrtausendfeld. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Leipzigs Masterplan Grün in der Kritik: Ökolöwe fordert eine Rote Liste bedrohter Freiräume

Die zweite Online-Beteiligung zum neuen Masterplan Grün der Stadt ist gerade zu Ende gegangen. Aber der Leipziger Ökolöwe hat ein ungutes Gefühl mit den Vorgaben des Masterplans. Denn da viele langjährige Brachen jetzt zugebaut werden, gehen auch viele wertvolle Biotope verloren. Der Ökolöwe fordert Oberbürgermeister Jung und den Stadtrat deshalb dazu auf, sofort eine Rote Liste zu erstellen, die wertvolle Freiräume vor dem drohenden Bauboom schützt.

Wolfgang Sander: Europäische Identität. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Europäische Identität: Braucht Europa eine christliche Renaissance, um sich selbst wiederzufinden?

Einen Versuch ist es wert, dachte sich der Didaktiker, Sozialwissenschaftler und Theologe Wolfgang Sander, dem es wohl genauso geht wie Millionen anderen EU-Bürgern: Man ist zwar irgendwie froh, dass es die EU gibt, aber so richtig herzerwärmend ist sie nicht. Irgendetwas fehlt, so etwas Gemeinsames, bei dem alle Europäerinnen und Europäer das Gefühl haben: Ja, das vereint uns. Hinter dieser Idee können wir uns alle versammeln. Aber ist es wirklich der Geist des Christentums?

Die Leipziger Innenstadt mit Blick aus dem Norden der Stadt. Foto: LZ
·Der Tag

Donnerstag, der 20. Januar 2022: Sächsischer Sonderweg bei Genesenenstatus, 2G-Stempel für die Leipziger Innenstadt und Bekämpfung der Kinderpornographie in Dresden

Die 7-Tage-Inzidenz in Sachsen steigt erneut. Parallel entscheidet sich der Freistaat für einen Sonderweg beim Genesenenstatus. Leipzig und Dresden führen derweil 2G-Stempel für die Innenstadt ein. Außerdem: In Dresden wurden 20 Wohnungen im Rahmen einer „Gemeinsamen Einsatzmaßnahme Kinderpornographie“ durchsucht. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 20. Januar 2022 in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Der Stadtrat tagt in der Kongresshalle am Zoo. Foto: L-IZ.de
·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagt: Die Fortsetzung der Januar-Sitzung als Videoaufzeichnung

Für die Mitglieder des Stadtrates geht es an diesem Donnerstag, dem 20. Januar, mal wieder in die Verlängerung, nachdem die Tagesordnung gestern beim ersten Teil der Ratsversammlung nicht vollständig zu bewältigen gewesen war. In der Kongresshalle am Zoo stehen nun vor allem noch Vorlagen der Verwaltung zur Diskussion und Abstimmung. Auch über einen Antrag des Ortschaftsrates Burghausen zum Bau eines Gehweges entlang der B 181 soll noch entschieden werden. Ab circa 16 Uhr ist ein Livestream verfügbar.

Der Angeklagte Manfred F. (65, r.) wird in den Verhandlungssaal geführt. Er sitzt seit der Tat in Untersuchungshaft. Foto: Lucas Böhme
·Leben·Fälle & Unfälle

Anklage wegen versuchten Mordes: 65-Jähriger nach Messerangriff auf Nachbarin vor Gericht

Versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung, Nachstellung und Weiteres – diese schwerwiegenden Vorwürfe treffen einen Rentner, der sich seit Donnerstag vor dem Landgericht verantworten muss. Er soll im Sommer 2021 eine jüngere Nachbarin in Schleußig vor ihrer Wohnung gezielt mit einem Küchenmesser attackiert haben, weil sie ihn kurz zuvor bei den Behörden angezeigt hatte. Die Frau konnte sich retten und überlebte den Angriff.

Überschuldung in der Region Lepzig 2021. Grafik: Creditreform
·Wirtschaft·Verbraucher

SchuldnerAtlas 2021 Region Leipzig: Die Stadt Leipzig verzeichnet den höchsten Rückgang

Im November hat Creditreform schon die neuen Zahlen zur Überschuldung in der Bundesrepublik versendet. Jetzt gibt es noch die kleinräumigen Zahlen für Leipzig und Region. Auch mit der kleinen Anerkennung: Die Zahl der überschuldeten Verbraucher in der Region Leipzig ist 2021 deutlich zurückgegangen. Und zwar überproportional. Was aber wahrscheinlich eher wenig mit Corona und den geschlossenen Geschäften zu tun haben dürfte.

Die Leipziger Forschenden konnten den pflanzlichen „Hilferuf“ erstmals im natürlichen Lebensraum - im Blätterdach des Leipziger Auwaldes - nachweisen. Foto: iDiV
·Bildung·Forschung

Forschungsergebnis aus dem Leipziger Auwald: Wie Bäume Vögel und räuberische Insekten um Hilfe rufen

Leser und Kritiker lieben seine Bücher. Mit „Das geheime Leben der Bäume“ wurde der Förster Peter Wohlleben 2015 zum Bestseller-Autor, ein Buch, für das er gerade von Forstwissenschaftlern den Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit zu hören bekam. Doch wenn Wohlleben etwas auszeichnet als Förster, dann ist es seine Fähigkeit, über den Tellerrand der Forstwirtschaft hinausgucken zu können. Und einen Fakt, den er in seinen Büchern immer wieder erwähnt, haben jetzt Forscher vom iDiV im Leipziger Auwald nachweisen können.

Messstelle in der Lützner Straße. Foto: Gernot Borriss
·Politik·Leipzig

Ein neues Dashboard zur Luftqualität in Leipzig: Aktuelle Karten und die Probleme der riesigen Löcher im Messnetz

So ein Angebot hätte man sich eigentlich schon viel früher gewünscht, irgendwann in den zurückliegenden Jahren seit 2011, seit die Umweltzone in Leipzig eingeführt wurde. Denn die hat natürlich Wirkung gezeigt. Ablesbar jetzt auch in einem sogenannten Dashboard, das das Amt für Umweltschutz und das Amt für Geoinformation auf der Website der Stadt freigeschaltet haben. Erstmals findet man hier die aktuellen Messwerte zur Luftqualität in Leipzig interaktiv direkt von den Messstellen.

Versiegelte Fläche am Plagwitzer Bahnhof. Foto: BUND Leipzig
·Politik·Engagement

Plagwitzer Bürgerbahnhof: BUND hat Petition „Grün statt Beton“ gestartet

Der BUND Leipzig hat am Mittwoch, 19. Januar, die Petition „Grün statt Beton am Plagwitzer Bürgerbahnhof! Erweiterung des Bürgerparks statt Gewerbeneubauten!“ gestartet. Die Aktion wird vom Ökolöwen und NABU Leipzig unterstützt. Ziel ist, die Bebauung der Fläche zwischen Ladestraße West und Radweg am Plagwitzer Bürgerbahnhof zu verhindern. Stattdessen soll die Fläche entsiegelt, begrünt und als öffentliche Parkanlage an die vorhandene zentrale Grünachse angegliedert werden.

Noch 2022 geplant: 12 Euro Mindestlohn. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Metropolregion

Umfrage der sächsischen IHKs: Welche Folgen könnte die schnelle Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro haben?

Noch in diesem Jahr will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) einen Gesetzesentwurf vorlegen, mit dem der Mindestlohn in Deutschland in einem Schritt auf 12 Euro pro Stunde angehoben wird. Erst zum Jahresbeginn 2022 ist der gesetzliche Mindestlohn nach den Beschlüssen der Mindestlohnkommission planmäßig von 9,60 Euro auf 9,82 Euro pro Stunde gestiegen. Nun haben die sächsischen IHKs einige ihrer Mitgliedsunternehmen befragt und lesen aus dem Befragungsergebnis eine Warnung „vor zu schneller und direkter Anhebung“ heraus.

·Der Tag

Mittwoch, der 19. Januar 2022: Sammelabschiebung und Kritik am Polizei-Einsatz an Silvester in Connewitz

Der Stadtbezirksbeirat Leipzig-Süd kritisiert die polizeilichen Maßnahmen rund um das Connewitzer Kreuz in der Silvesternacht. Außerdem wurden heute 17 Menschen vom Flughafen Leipzig-Halle nach Tunesien abgeschoben und die DDR-Fußballlegende Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner ist im Alter von 70 Jahren verstorben. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 19. Januar 2022 in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Sascha Matzke (FDP, Freibeuter Fraktion). Foto: LZ
·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagt: Katastrophenschutz – Sirenen, Handywarnung oder beides? + Video

Seit der Hochwasserkatastrophe im vergangenen Sommer wird in Deutschland wieder vermehrt über den Schutz vor solchen extremen Ereignissen diskutiert. Klar ist, dass selbst ein maximal engagierter Kampf gegen die Klimakatastrophe nicht dafür sorgen würde, dass sich solche Ereignisse nicht regelmäßig wiederholen. Auf Antrag der Freibeuter-Fraktion befasste sich am Mittwoch, dem 19. Januar, der Stadtrat mit diesem Thema. Am Ende stand der Beschluss, die aktuelle Warninfrastruktur in Leipzig zu evaluieren.

·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagt: Über den richtigen Umgang mit Zigarattenresten + Video

Eigentlich hatte das Jugendparlament ein umfassendes Konzept gefordert, um das Problem mit massenhaften Zigarettenresten im öffentlichen Raum in den Griff zu bekommen. Letztendlich erklärte sich die Verwaltung allerdings nur dazu bereit, „die Thematik in der Fortschreibung des Papierkorbkonzeptes der Stadt Leipzig zu berücksichtigen“. Die große Mehrheit des Stadtrates folgte am Mittwoch, dem 19. Januar, diesem Kompromissvorschlag.

Der Stadtrat tagt in der Kongresshalle am Zoo. Foto: L-IZ.de
·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagt: Die Januar-Sitzung als Videoaufzeichnung – Teil 1

Zum ersten Mal in diesem Jahr tagt am Mittwoch, dem 19. Januar, der Leipziger Stadtrat. Die Sitzung findet als Präsenzveranstaltung in der Kongresshalle am Zoo statt. Die Tagesordnung ist coronabedingt wieder etwas eingestampft; unter anderem werden Antworten auf Anfragen der Einwohner/-innen und Stadträt/-innen nur schriftlich erfolgen. Die LZ wird über wichtige Entscheidungen berichten. Ab circa 14 Uhr ist zudem ein Livestream verfügbar.

Der Leipziger Markt ohne Kriegerdenkmal. Foto: LZ
·Politik·Leipzig

Klare Ansage für die Rechtsaußen-Fraktion: Das Siegesdenkmal hat nichts mehr auf dem Marktplatz zu suchen

Was die AfD-Fraktion im Leipziger Stadtrat praktiziert, unterscheidet sich nur graduell von dem, was die blauen Fraktionen auch im Land und im Bund versuchen: Man versucht, mit Anträgen Positionen wieder für gesellschaftsfähig zu verkaufen, die dem Geist der Demokratie zutiefst widersprechen. Unter anderem versucht hat es die Leipziger AfD-Fraktion mit dem Antrag, das 1945 abgerissene Siegesdenkmal auf dem Markt wieder zu errichten. Als hätte Leipzig die Folgen von Krieg und Militarismus längst vergessen.

Christiane Thiel. Foto Karin Wieckhorst
·Politik·Engagement

Seit Dienstag wieder im Leipziger Stadtraum: Leipziger Persönlichkeiten von ’89 im Großformat

Im November 2019 war der erste Teil der von Kunsthistorikerin Nathalia Laue initiierten künstlerischen Plakatkampagne in der Leipziger Innenstadt zu sehen. Großformatige City-Light-Plakate mit Portraits von Leipziger Bürgerinnen und Bürgern durften damals das Stadtbild in Leipzig mitbestimmen. Unter dem Titel ’89. Freiheit zur Veränderung. Menschen in Leipzig wird ab dem 18. Januar 2022 das im Jahr 2019 erfolgreich begonnene Fotografie-Projekt an verschiedenen Orten im öffentlichen Raum in Leipzig weitergeführt.

Woher kommt der Strom für Sachsens Wasserstoffstrategie? Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Metropolregion

Wasserstoffstrategie und neue Bauordnung: Endlich mehr Platz für Windkraftanlagen in Sachsen

Über zwei Jahre hat es gedauert, einen der zentralen Punkte aus dem Koalitionsvertrag von CDU, Grünen und SPD in Sachsen endlich zur Beschlussreife zu bringen. Am Dienstag, 18. Januar, konnten die Minister Wolfram Günther (Grüne), Martin Dulig (SPD) und Sebastian Gemkow (CDU) in Dresden endlich die Wasserstoffstrategie für den Freistaat vorstellen. Denn eins ist mittlerweile auch dem Koalitionspartner CDU klargeworden: Wenn Sachsen jetzt seine Wasserstoffbasis nicht ausbaut, steht es nach dem Abschalten der Kohlekraftwerke nackt im Wind.

·Leben·Fälle & Unfälle

ADFC zum Leipziger Fahrradgate: Die Leipziger Insel-Lösung bei der Fahrradcodierung verhindert Aufklärung von Diebstählen

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Sachsen (ADFC) diagnostiziert der sächsischen Polizei mangelndes Problembewusstsein bei der Bekämpfung des Fahrraddiebstahls in Sachsen. Nachdem Verfahren gegen 50 in der Fahrradgate-Affäre Beschuldige eingestellt wurden, seien mehr Fragen offen als zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens der sächsischen „Fahrradgate-Affäre“. Auch Fragen zum Leipziger Beharren auf einer Insellösung bei der Codierung von Fahrrädern.

Ankunft der ersten Solaris-Straßenbahn in Leipzig-Heiterblick. Archivfoto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

Antwort auf Freibeuter-Anfrage: Auch in den neuen Straßenbahnen wird die Fahrradmitnahme die Ausnahme bleiben

Ab 2026 wollen die Leipziger Verkehrsbetriebe neue, breitere Straßenbahnen kaufen und im Liniennetz einsetzen. Sie sollen nicht nur mehr Passagiere transportieren können, sondern auch eine bessere Vernetzung zwischen den umweltgerechten Verkehrsarten schaffen. Aber wird es dann leichter möglich sein, mit dem Fahrrad einzusteigen? Die Frage bewegte die Freibeuter-Fraktion im Leipziger Stadtrat.

Firmenschild von United Capital. Foto: LZ
·Bildung·Medien

Kapital gegen Studizeitung: Immobilienunternehmen geht wegen Berichterstattung vor Gericht

Wegen eines Beitrags zu den Praktiken der Immobilienfirma „United Capital RE GmbH“ steht die ehrenamtlich produzierte Leipziger Hochschulzeitung „luhze“ vor Gericht. Vor Prozessbeginn gab es einen Wechsel in der Geschäftsführung des Unternehmens. Der Fall sorgt mittlerweile für viel Aufmerksamkeit. Am Freitag, 21. Januar, treffen sich die beiden Parteien vor der Pressekammer des Landgerichtes Leipzig. Mehrere Passagen sollen aus dem Text entfernt werden.

Das Neue Rathaus vom Burgplatz aus gesehen.
·Der Tag

Dienstag, der 18. Januar 2022: Corona-Infektionen in Sachsen steigen, Zahl politischer Straftaten auf Rekordhoch und Baerbocks heikler Besuch in Moskau

49 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer COVID-19-Infektion – diese Zahl wurde heute in Sachsen gemeldet, zugleich steigen auch die Ansteckungszahlen im Freistaat deutlich. Ein Rekordhoch wurde ebenso bei den politisch motivierten Straftaten für das Jahr 2021 registriert – und auch da spielt die Pandemie eine Schlüsselrolle. Und: Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat sich bei einem mit Spannung erwarteten Moskau-Besuch angesichts der Ukraine-Krise für die Aufnahme von Friedensgesprächen eingesetzt. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 18. Januar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Das Schloss. Foto: Rolf Arnold
·Theater

Zeit für Kafka: Am 21. Januar ist Premiere für „Das Schloss“ im Schauspiel Leipzig

Es darf wieder vor Publikum gespielt werden. Und damit können auch endlich wieder Premieren im Schauspiel Leipzig gefeiert werden. Die nächste Premiere ist dort die Inszenierung „Das Schloss“ nach Texten von Franz Kafka (R: Philipp Preuss) am Freitag, 21. Januar, um 19.30 Uhr auf der großen Bühne. Die Geschichte ist so gegenwärtig wie zu der Zeit, als Kafka sie zu Papier brachte. Eine frustrierende Begegnung mit einer undurchschaubaren Verwaltung.

Gleiserneuerung in der Lützner Straße. Foto: Marko Hofmann
·Wirtschaft·Mobilität

Baumaßnahmen in Lindenau fast abgeschlossen: Straßenbahnen fahren ab 22. Januar wieder nach Grünau

Nach über zwei Jahren Bauzeit befinden sich die komplexen Baumaßnahmen der Leipziger Wasserwerke, Verkehrsbetriebe und Stadt Leipzig in Leipzig Lindenau auf der Zielgeraden. Ein Großteil der Baumaßnahmen ist abgeschlossen und die Einzelbaumaßnamen der Leipziger Wasserwerke in der Kuhturmstraße, im Kreuzungsbereich Demmering-/Rietschelstraße sowie am Lindenauer Markt sind beendet. Ab Samstag, 22. Januar, können endlich wieder Straßenbahnen fahren.

Transport Leipziger Juden, vermutlich vom Güterbahnhof Engelsdorf. Foto: anonym, 1942/1945 / SGM
·Bildung·Zeitreise

Zug in den Tod: Zum 80. Jahrestag des Beginns der Deportationen von Leipzig am 21. Januar 1942

Vor 80 Jahren, am 21. Januar 1942, ging bei bitterer Kälte der erste Deportationszug mit 561 Leipzigern – jüdischen Frauen, Kindern, Männern – über Dresden nach Riga. Die Fahrt war Teil einer deutschlandweiten „Aktion" zur Ermordung der deutschen Juden. Diese Deportationen noch vor der Errichtung der großen Vernichtungslager in Osteuropa ist in der Erinnerung an den Holocaust weniger bekannt.

Neudorfgasse 1 in Connewitz. Foto: Ralf Julke
·Leben·Gesellschaft

Das Heimsystem der DDR: Grüne beantragen Aufarbeitung und einen Erinnerungsort in der Neudorfgasse in Connewitz

Was man nicht sieht, weiß man nicht. Man läuft einfach dran vorbei, denkt sich: Ja, das ist ein schönes Haus hinter Bäumen. Welche Geschichte aber das Haus hat, wissen oft nur historisch Interessierte. Obwohl Geschichte nicht einfach verschwindet, wenn Zäune und Gitter abmontiert wurden. Denn in denen, die hier mal eingesperrt waren, wirkt das Erlebte fort. Und unser Nichtwissen hilft uns eben leider nicht, die Gefahren einer autoritären Vergangenheit im Hier und Jetzt zu begreifen. Ein Grünen-Antrag drängt jetzt auf Sichtbarmachung an zwei Leipziger Orten.

Der neue Schulcampus am Dösner Weg. Visualisierung: Wörner Traxler Richter Architekten
·Politik·Brennpunkt

Start für die Sporthalle: Bauarbeiten für neuen Campus Dösner Weg beginnen am 31. Januar

Ab Montag, 31. Januar, wird das Areal für den geplanten Schulcampus am Dösner Weg 39 – 41 eingezäunt, beräumt und es werden hier erste Bäume gefällt, teilt das Amt für Gebäudemanagement der Stadt Leipzig mit. Hintergrund ist, dass bereits ab Juni 2022 die Bauarbeiten für die neue Sporthalle beginnen sollen. Vorab muss das Baufeld hergerichtet werden und über die Tarostraße die technische Erschließung des Grundstücks erfolgen, also etwa für die Energie- und Trinkwasserversorgung sowie für andere Medien.

Cornelia Lotter: Der Himmel über den Mauern. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Der Himmel über den Mauern: Das Wehrmachtsgefängnis Torgau, der Jugendwerkhof und die langen Schatten einer gewalttätigen Vergangenheit

Wie „frisch“ ist eigentlich Geschichte? Wie sehr wirkt sie nach in unserer Gegenwart? Wie prägt sie unser Denken und Handeln? Das sind die Fragen, die die Leipziger Autorin Cornelia Lotter immer mehr interessieren, seit sie sich intensiver mit den Zeugnissen von Zwang, Gewalt und Entrechtung im Leipziger Stadtraum beschäftigt. Nicht ahnend, dass sie von der ehemaligen Arbeits- und Verwahranstalt in der Riebeckstraße 63 auch noch ins nahe Torgau gelangen würde, wo staatliche Repressionsanstalten eine 200-jährige Geschichte haben. Der Jugendwerkhof war in der DDR nicht nur legendär – er war eine Drohkulisse. Und für die dort Eingesperrten ein Trauma fürs Leben.

·Der Tag

Montag, der 17. Januar 2022: Genesenenstatus verkürzt, Rasierklingen unter Aufklebern und reger Gegenprotest bei Demo in der Innenstadt

Wieder einmal bestimmt das „Große C“ den heutigen Tag, allem voran mit dem montäglichen Demonstrationsgeschehen. Erneut versammelten sich hunderte Menschen an verschiedenen Orten in der Stadt, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren und wurden dabei von einem starken Gegenprotest begleitet. Außerdem: Leipzigs Polizei warnt vor Aufklebern mit Rasierklingen und das Robert-Koch-Institut verkürzt fast unbemerkt den Genesenenstatus von sechs auf drei Monate. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 17. Januar 2022, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Der Abstieg zum Großen Bürgermeister. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Dringende Frage: Was wird aus dem Großen Bürgermeister?

Das waren noch Zeiten, als sich Leipzigs Stadtväter nicht nur um ein neues Rathaus bemühten, sondern auch gleich noch um die Bedürfnisse ihrer Mitbürger. So entstanden nämlich parallel zum Neubau des Neuen Rathauses auch gleich noch zwei öffentliche Bedürfnisanstalten. Eine davon existiert noch. Aber es ist offensichtlich, dass die heutigen Stadtväter damit nichts anfangen können. Und so kümmert sich jetzt nicht nur das Jugendparlament um den Großen Bürgermeister. Auch die CDU findet den Vorstoß überfällig.

Der Radwegabschnitt an der Eutritzscher Straße. Archivfoto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Der alte ist zu schmal: SBB Mitte beantragt einen Radstreifen an der Eutritzscher Straße

Und noch ein Radweg wird Thema zur nächsten Ratsversammlung. Über den hat mittlerweile der Stadtbezirksbeirat (SBB) Mitte intensiv diskutiert. Denn auch die Eutritzscher Straße ist kein gefahrloses Pflaster für Radfahrer/-innen. Monatelang war ein ganzes Stück Radweg sogar gesperrt, die Radfahrenden wurden in einer riesigen Umleitung über die ebenso unsichere Kurt-Schumacher-Straße gelenkt. Und bei Beräumung der Baustelle zeigte sich, dass der Radweg dort für den Alltagsverkehr viel zu schmal ist.

Divers. Foto: Ralf Julke
·Leben·Gesellschaft

Nach frustrierender Reaktion vom Sächsischen Kultusministerium: Deutschleistungskurs schreibt jetzt auch andere sächsische Ministerien an

Am 3. Januar 2022 ging eine Mail an Sachsens Kultusministerium, an den Kultusminister Christian Piwarz selber, mit der Potsdamer Schüler/-innen ihre Bedenken bezüglich des Verbots von geschlechtergerechter Sprache an sächsischen Schulen äußerten. Sie baten um eine Stellungnahme zu ihren aufgeführten Argumenten. Mittlerweile bekamen sie eine Antwort über eine Referentin vom Sächsischen Kultusministerium.

Das Merkurhaus. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Ein noch immer unvollendeter Fahrradstraßenring: Jugendparlament beantragt Fahrradbügel am Merkurhaus

Reichen die Fahrradbügel in der Innenstadt? Reichen sie nicht? Wenn viel Betrieb ist, reichen sie natürlich nicht. Und wenn der Anteil der Radfahrer steigt, sowieso nicht, denn durchfahren dürfen sie ja in der Geschäftszeit nicht. Also brauchen sie am Eingang der Innenstadt Abstellbügel. Da gibt es zwar schon einige. Aber am Eingang der Petersstraße fehlen trotzdem noch welche, findet das Jugendparlament und beantragt welche gleich am Merkurhaus.

Zschochersche Straße am Felsenkeller. Archivfoto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

SPD-Antrag: Die Zschochersche Straße braucht auch zwischen Felsenkeller und Lützner Straße Radstreifen

Das geht jetzt munter so weiter. Egal, ob es die Leipziger/-innen in Petitionen schreiben, es in den Budget-Diskussionen der Stadtbezirksbeiräte auftaucht oder als Antrag aus einzelnen Fraktionen: Stückweise beantragen die Leipziger/-innen jetzt all die fehlenden Radwege, die seit 2012 längst hätten gebaut werden sollen. Das Versprechen der Verwaltung von 2010 „Die Stadt strebt einen hohen Anteil des Radverkehrs am Wegeaufkommen an“ war nichts als heiße Luft. Längst sind neue Straßen hinzugekommen, bei denen sich das Fehlen von Radanlagen massiv bemerkbar macht – so wie in der Zschocherschen Straße.

Transparent zur Fahrradgate-Affäre.
·Der Tag

Das Wochenende, 15./16. Januar 2022: Rund 50 eingestellte Fahrradgate-Verfahren und riesige Spendenbereitschaft für Dresdner Medizinstudierende

Um 6.000 Euro Spenden baten die Medizinstudierenden aus Dresden, nachdem einige von ihnen am Donnerstag während eines Protests gegen „Querdenker“ von der Polizei angezeigt worden waren. Bisher wurde eine Summe gespendet, die fast dreimal so hoch ist wie das angesetzte Spendenziel. Außerdem wurden im Rahmen der Ermittlungen gegen mutmaßliche Käufer/-innen rund um das sogenannte Fahrradgate bereits rund 50 Verfahren eingestellt. Und die Bundeswehr ermittelt gegen über 50 Impfverweigerer aus den eigenen Reihen. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende des 15. und 16. Januars 2022 in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Durchgang durch die Ringbebauung zur Seeburgstraße und zur Sternwartenstraße. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Zugang zum Seeburgviertel: Stadt will Antrag des Jugendparlaments prüfen

Es war ganz bestimmt hübsch gedacht, was sich das Leipziger Architekturkollektiv Rudolf Rohrer da 1953 gedacht hatte, als es die Ringbebauung am Roßplatz entwarf und auch zwei Durchgänge ins Seeburgviertel plante, die den Zugang zur Seeburgstraße, der Sternwartenstraße und der Auguste-Schmidt-Straße ermöglichen sollten. Denn alle drei Straßen wurden durch die Ringbebauung ja vom Promenadenring abgeschnitten. Entstanden sind aber neue Problemstellen insbesondere für Radfahrer, Kinderwagen und Rollstühle, gerade bei Übergang von der Rampe auf die Straße. Ein Fall fürs Jugendparlament.

Radfahrer in der Johannisallee. Foto: LZ
·Politik·Brennpunkt

Petition zur Johannisallee: Auch diese (fehlenden) Radwege hat der Stadtrat schon vor zehn Jahren beschlossen

Eigentlich sollte das, was Erik Butter in seiner jüngsten Petition gewünscht hat, schon längst kein Thema mehr sein. Denn die Schaffung von Radverkehrsanlagen in der Johannisallee stand schon als Maßnahme der Prioritätsstufe 4 im Radverkehrsentwicklungsplan 2010. Wie so viele andere Radverkehrsmaßnahmen, die noch immer nicht angepackt sind (wie der Gohliser Bahnbogen ab der Wiederitzscher Straße) oder der Elster-Saale-Kanalradweg, der jetzt mit zehnjähriger Verspätung endlich geplant wird. Eine überfällige Petition.

Das Zeitalter der Städte. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Das Zeitalter der Städte: Warum Städte die entscheidende Rolle bei der Rettung unserer Zivilisation spielen

Warum scheitern die Weltklimakonferenzen nun seit Jahrzehnten? Warum kommen die Staaten über schöne Versprechen nicht hinaus und die Menschheit bekommt trotz großer neuer Ziele einfach nicht die Kurve? Gründe dafür gibt es eine Menge. Ein Grund ist aber ganz gewiss der: Regierungen sind erpressbar und stehen unter enormem Lobbydruck. Während Veränderungen auf kommunaler Ebene, wo Menschen einander kennen, leichter umsetzbar sind. Städte sind die tatsächliche Basis der Klimawende.

Das noch brach liegende Gelände für den Grünen Bahnhof Plagwitz. Archivfoto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Grüner Bahnhof Plagwitz: Stadtrat Weber (Linke) legt eine ganze Änderungsliste vor

Seit Dezember sorgt die Vorlage der Stadt zum Bebauungsplan Nr. 380.1 „Grüner Bahnhof Plagwitz, Nordteil“ für erhebliche Diskussionen. Der BUND hat massive Bedenken gegen die Ausweisung von Wohn- und Gewerbebebauung im dann ganz und gar nicht mehr so grünen Bahnhofsgelände geäußert. Eine Bürgerinitiative hat sich mit einem ganz ähnlichen Anliegen gegründet. Denn auch im westlichen Plagwitz ist der Bedarf an Grün zur Erholung hoch. Jetzt griff auch Mathias Weber aus der Linksfraktion im Stadtrat das Thema auf.

Straßenbahn am Wochenende: Manchmal schön leer. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

Am 19. Januar im Stadtrat: Hat die kostenlose Fahrradmitnahme in Leipziger Straßenbahnen eine Chance?

In der nächsten Ratsversammlung wird das Thema Fahrradmitnahme in der Leipziger Straßenbahn gleich zweimal auf der Tagesordnung stehen. Zum einen hat die Freibeuter-Fraktion eine Anfrage zum Thema gestellt. Zum anderen kommt ein neugefasster SPD-Antrag zur Abstimmung. Denn während etwa in der Mitteldeutschen S-Bahn die Fahrradmitnahme selbstverständlich ist, solange die Züge nicht überfüllt sind, sind Leipzigs Straßenbahnen nicht wirklich auf Fahrräder eingerichtet. Der vorhandene Platz reicht meist gerade so für Rollstuhlfahrer/-innen und Kinderwagen.

Diesem Sperling wurde wohl die Spritzschutzscheibe an der Haltestelle zum Verhängnis. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Vogeltod an Leipziger Glasflächen: Linksfraktion beantragt Bauherrenberatung und einen Vorstoß in Dresden

Einige Bauherren und Architekten finden es immer wieder chic, ihre Gebäude mit großen Glasflächen zu versehen – mal als Fensterfront, mal als Lärmschutz, mal als Außenfahrstuhlverkleidung. Das wirkt hell, transparent, man kann hinausschauen. Aber genau das ist das Problem für sämtliche Stadtvögel: Beim Anflug sehen sie die Scheibe nicht. Fast täglich zählt die Wildvogelhilfe des NABU Leipzig neue Opfer. Nun greift die Linksfraktion im Stadtrat das Thema auf. Denn hier geht es um Bauordnung und die Frage, warum sich manche Bauherren nicht daran halten.

Foyer im Museum der bildenden Künste. Foto: Ralf Julke
·Kultur·Ausstellungen

Am 18. Januar öffnen auch Leipzigs Museen wieder: Eine Gesellschaft unter Vollstress braucht offene Häuser

Die neue sächsische Corona-Notfall-Verordnung macht es möglich: Neben den Theatern können auch die Museen in Sachsen wieder mit Hygienekonzepten öffnen: „Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten können mit der 3G-Regel und strengen Hygienemaßnahmen unabhängig von Inzidenz und Bettenbelegung öffnen.“ Und damit können auch wieder Orte öffnen, die unersetzlich sind für Begegnungen. Darauf freuen sich auch die Direktoren der vier Leipziger Museen. Am 18. Januar geht’s wieder los.

·Der Tag

Freitag, der 14. Januar 2022: Lockerungen treten in Kraft, Polizeieinsatz gegen Medizinstudent/-innen und Fridays-for-Future-Demo + Video

Kinos, Museen, Schwimmhallen – viele Freizeitangebote werden heute oder in den kommenden Tagen wieder öffnen. Ob es von langer Dauer sein wird, hängt davon ab, wie massiv die Omikronwelle einschlägt. Leipzig hat in Sachsen derzeit die höchste 7-Tage-Inzidenz. Außerdem: Die sächsische Polizei rechtfertigt sich für ihren Einsatz gegen Medizinstudent/-innen. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 14. Januar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Die Troerinnen. Foto: Mim Schneider
·Theater

Cammerspiele öffnen am 15. Januar wieder ihre Türen: Vorhang auf für „Die Troerinnen / Hekabe“

Leipzigs Theater können am Samstag, 15. Januar, nach langer Pause wieder für das Publikum öffnen. Auch die Cammerspiele Leipzig nutzen die Gelegenheit, mit einem klassischen Doppelpack wieder in die Öffentlichkeit zu gehen. „Es gibt ein Unten, unter allem, für das die Worte fehlen. Dann kommt das Knurren“, sagt Kassandra in „Hekabe“. Troja, die einst leuchtende und mächtige Stadt, liegt in Trümmern. Eine List der Griechen brachte nach zehn Jahren erbittertem Krieg ihren Untergang.

Gebäude der Baumwollspinnerei. Archivfoto: Gernot Borriss
·Politik·Leipzig

Kolonialzeit, Zwangsarbeit, schlimme Arbeitsbedingungen: Jugendparlament fordert mehr Vergangenheitsaufarbeitung für die Spinnerei

Die jungen Leute im Leipziger Jugendparlament verfolgen sehr aufmerksam, was so in Sachen Kolonialismus in Leipzig alles bekannt wird. Es ist ja sowieso schon verblüffend, dass die Aufarbeitung der Leipziger Kolonialgeschichte mit 100-jähriger Verspätung begonnen hat. Was natürlich einen Grund hat: Sie ist im öffentlichen Stadtraum so gut wie nicht sichtbar. Doch als es um billige Produkte aus den Kolonien ging, waren auch Leipziger Unternehmen wie die Baumwollspinnerei mit dabei.

EnBW HyperNetz wächst auch in Leipzig. Foto: Endre Dulic, Bildrechte EnBW
·Wirtschaft·Mobilität

Saft für wachsende E-Auto-Zahlen: Energieunternehmen EnBW nimmt neue Schnellladestation an der Maximilianallee in Betrieb

Wenn in Leipzig deutlich mehr Elektrofahrzeuge unterwegs sind (2020 waren es erst 1.450), dann muss auch die Ladeinfrastruktur mitwachsen. Und zwar nicht mit lauter ziemlich langsamen Ladesäulen im Stadtgebiet, sondern auch mit gut erreichbaren Schnellladestationen. Einen solchen Schnellladestandort für E-Autos in Leipzig hat jetzt auch das Energieunternehmen EnBW geschaffen.

·Politik·Sachsen

Priorität zwischen Friedlichkeit und Gewalt: Die Leipziger Polizei zu Silvester in Connewitz, „Spaziergänger“-Einsätzen und Krankenstand

Immer wieder steht sie in der Kritik. Die Polizei in Sachsen, in Leipzig, seit Jahren - mal mehr, mal weniger. In letzter Zeit vermehrt wegen ihres Vorgehens bei den Einsätzen rings um die sogenannten „Spaziergänge“ im Freistaat. Auch das Verhalten der Leipziger Einsatzbeamten ist für Außenstehende, Engagierte oder gar Gegenprotestler/-innen manchmal kaum nachzuvollziehen. Obwohl die zuletzt auch durch die Stadt Leipzig als reguläre Versammlungen eingeordneten „Spaziergänge“ vielfach hätten unterbunden werden können, kam es immer wieder zu seltsamen Szenen der Duldung und Begleitung der Aufmärsche. Zuletzt besonders eklatant am 3. Januar 2022, als etwa 100 „Querdenker“ nahezu unbehelligt durch die Polizei in Leipzigs Innenstadt laufen konnten.

Koschka Linkerhand: Ein neuer, ein ganz anderer Ort. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Ein neuer, ein ganz anderer Ort: Wie die Geschichte von Anne Bonny weitergegangen sein könnte

Nordamerika zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Es sind die Jahre 1729 bis 1732. Noch sind North und South Carolina englische Kolonie. Noch geht die Besiedlung schleppend voran. Außerhalb von Städten wie Charles Town leben die Siedler meist in winzigen Siedlungen inmitten einer Landschaft, in der noch die indigenen Einwohner leben – vor allem die Cherokee. Doch dieses Neuengland ist auch ein Land der Träume: hier leben zu können nach eigenen Vorstellungen. Das treibt auch die Heldin dieses Buches um – Anne Burleigh.

Ein Leichenwagen mit als infektiös gekennzeichnetem Sarg. Foto: LZ
·Der Tag

Donnerstag, der 13. Januar 2022: Razzia bei Impfpassfälschern und im „ZPS“, „Querdenker“-Ärztin auf der Flucht, Modellprojekt 2G-Bändchen in Leipzig und ein Drittel der Coronatoten aus Sachsen

Während in Berlin das „Zentrum für politische Schönheit“ wegen der gegen die AfD gerichteten Flyeraktion durchsucht wurde, gab es in vier anderen Bundesländern Razzien wegen Impfpass-Fälschung. Derweil ist die „Querdenker“-Ärztin Carola Javid-Kistel auf der Flucht. Außerdem: In Leipzig soll es aber kommender Woche ein Modellprojekt für 2G-Bändchen geben und ein Drittel der im Zusammenhang mit Corona gemeldeten Todesfälle kommt aus Sachsen. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 13. Januar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Kohlerevier Vereinigtes Schleenhain Tagebau Peres. Foto: Michael Freitag
·Politik·Sachsen

Geldverteilen ohne Bürgerbeteiligung: Strukturwandel-Geld für regionale Begleitausschüsse ist ausgereizt

Es gehört schon einiger Starrsinn dazu, ein mögliches Bürgerbeteiligungsprojekt für 1,1 Milliarden Euro gegen die Wand zu fahren. Und das ausgerechnet in Sachsen, wo die politische Stimmung sowieso schon kriselt und etliche Bürger das Gefühl haben, nur „Bürger 2. Klasse“ zu sein. Also nicht mitreden zu dürfen, wenn es um Entscheidungen geht, die sie selbst betreffen. So wie der Strukturwandel beim Kohleausstieg. Es hätte ein richtig großes Bürger-Mitmach-Projekt werden können. Aber die Betroffenen sind nicht gefragt. Das Geld verteilen andere.

LVB-Haltestelle Hauptbahnhof. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Straßenbahnhaltestelle Hauptbahnhof: Keine Lösung für den Antrag des Jugendparlaments?

Es geht ja nicht nur jungen Leuten so, dass sie an der Straßenbahnhaltestelle Hauptbahnhof immer wieder in brenzlige Situationen geraten. Was ja meist dann passiert, wenn man es eilig hat oder gar von einer Straßenbahn zur nächsten am anderen Bahnsteig will. Um die Situation für Fußgänger zu entschärfen, hatte das Jugendparlament hier ein paar Warnleuchten beantragt. Doch das Verkehrs- und Tiefbauamt erklärt jetzt, warum das nichts ändern würde.

Prof. Dr. Sylvia Veit. Foto: Peter Schubart
·Bildung·Forschung

Elitenforschung der Uni Kassel: Ostdeutsche auch nach 30 Jahren kaum in politischen Spitzenpositionen

Am Mittwoch, 12. Januar, veröffentlichte die Universität Kassel eine neue Studie zu „Ostdeutsche in Spitzenpositionen in der deutschen Politik“. Es wird nicht die letzte gewesen sein, die zu dem verblüffenden Ergebnis kommt, dass Ostdeutsche in den Spitzenämtern weiterhin kaum auftauchen. Der Elitenwechsel von 1990 zeigt Wirkungen bis heute. Denn er war gründlicher, als es sich viele gedacht haben.

Der erste Lastenradparkplatz in der Erich-Köhn-Straße in Altlindenau. Foto: Stadt Leipzig
·Wirtschaft·Mobilität

Pilotprojekt mit TINK: Leipzig testet ab Juli Lastenfahrradverleih in der Südvorstadt

Wie stellte doch das Energiewendebarometer der KfW so trocken und nüchtern fest: „Der Einkommenseffekt besteht bei nahezu allen Technologien“. Egal, ob das um Wärmedämmung, intelligente Haustechnik oder Mobilität geht: Während die Reichen und Gutversorgten über eigene Solaranlagen, Wärmepumpen und Elektroautos nachdenken, spielt sich die Energiewende für die Normalverdiener ganz woanders ab. Auch im Verkehr. Da heißt es nicht Elektroauto als Alternative, sondern Lastenrad.

·Der Tag

Mittwoch, der 12. Januar 2022: Lockerungen ab Freitag, Ermittlungen wegen Twitter-Drohung und großer Drogenfund

Der sächsische Landtag hat heute die neue Corona-Schutzverordnung verabschiedet, die ab Freitag gelten soll. Zudem informierte die Polizei heute über einen großen Rauschgiftfund nahe Zwickau und ein Mann aus Sachsen, der auf Twitter mit der Tötung von Impfärzten und Polizisten gedroht hatte, muss sich wegen Störung des öffentlichen Friedens vor Gericht verantworten. Außerdem wurde heute eine Studie zu Rechtsextremismus in Ostdeutschland erstmals veröffentlicht, die nach den rassistischen Ausschreitungen vor allem in Sachsen in den Jahren 2015 und 2016 von der damaligen Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 12. Januar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Staatsministerin Petra Köpping. Foto: Kerstin Pötzsch
·Politik·Sachsen

Lockerungen ab Freitag und Zugeständnisse an Gastronomie und Profisport

Wie bereits in der vergangenen Woche angekündigt möchte Sachsen in zahlreichen Bereichen die Corona-Maßnahmen lockern. Voraussetzung für die meisten Öffnungen bleiben jedoch Infektions- und Bettenbelegungszahlen, die eine bestimmte Grenze nicht überschreiten dürfen. Die Details der neuen Corona-Notfallverordnung präsentierte die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Mittwoch, dem 12. Januar, auf einer Pressekonferenz. Ab dem 14. Januar soll die Verordnung gelten.

·Bildung·Leipzig bildet

Service für Studierende in neuem Ambiente: Wissenschaftsminister besuchte Studierenden Service Zentrum der Universität Leipzig

Das im Jahr 2008 gegründete Studierenden Service Zentrum der Universität Leipzig befand sich bislang in der Goethestraße 6. Im Wintersemester 2021/22 bezog es schrittweise die Mietflächen in der Goethestraße 3–5, dort, wo einst die Dresdner Bank zu Hause war und Buchliebhaber das Angebot der Franz-Mehring-Buchhandlung durchstöberten. Am Dienstag, 11. Januar, kam Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow zum Besuch ins neue Service Zentrum.

Ein Anblick zum Steinerweichen: B2 im agra-Park. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Neue Chance für den agra-Park: Leipzig mauert nicht mehr bei einer Bewerbung für die BUGA

Aus zwei mach eins, dachte sich dann wohl der zuständige Sachbearbeiter aus dem Amt für Stadtgrün und Gewässer, als er sich nun im Vorfeld der nächsten Ratsversammlung am 19. Januar an die Stellungnahme zu einem Antrag der AfD-Fraktion aus dem Juli 2021 setzte. Die hatte mal wieder einen Antrag geschrieben, der einfach mal ins Blaue zielte. Einen, den andere Fraktionen früher schon gestellt hatten, der damals aber angelehnt worden war – nämlich zu einer Bundesgartenschau in Leipzig.

Ein 200 Jahre alter Park als Lebensraum. Foto: LZ
·Politik·Brennpunkt

Zustimmung aus dem Petitionsausschuss: Gutspark Zweinaundorf soll als Gartendenkmal wieder erlebbar werden

Am 19. Januar wird die Petition zum Gutspark Zweinaundorf auf der Tagesordnung der Ratsversammlung stehen. Eigentlich ein Thema, das gar nicht mehr extra behandelt werden müsste. Aber selbst das Amt für Stadtgrün und Gewässer musste in seiner Stellungnahme zur Petition indirekt zugeben, dass mal wieder die Ausführung eines Ratsbeschlusses vertrödelt worden war. Denn was die Petition wünscht, hatte der Stadtrat vor einem Jahr schon beschlossen.

Stifterfigur Uta im Naumburger Dom. Foto: Vereinigte Domstifter, F. Matte
·Leben·Reisen

Langer Lockdown trifft Naumburger Dom schwer: Uta und Reglindis hatten 2021 deutlich weniger Besuch

Das Corona-Jahr 2021 war kein gutes Jahr für den Städtetourismus. Dass gerade die vor der Pandemie beliebten Busreisen zu den Sehenswürdigkeiten des Landes ausfielen, bekam auch der Naumburger Dom zu spüren. Selbst gegenüber dem Jahr 2020 brachen die Besucherzahlen im Dom noch weiter ein. Ein Grund war natürlich auch: Insgesamt fünf Monate musste der Naumburger Dom im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie für Besucher schließen.

Demos gegen die angebliche Corona-Diktatur in ganz Sachsen. Symbolfoto: LZ
·Der Tag

Dienstag, der 11. Januar 2022: Warten auf Omikron, Anleitung zum Terror in Telegram-Gruppe, Rekord-Drogenfund in Leipzig

Die Weltgesundheitsorganisation warnt: Europa wird in den nächsten Wochen wohl mit einer massiven Infektionswelle der Virusvariante namens „Omikron“ konfrontiert sein – auch Deutschland, wo die Fallzahlen derzeit noch moderat sind, muss sich auf das Szenario vorbereiten. Mehrere Wochen nach einer Razzia gegen Angehörige eines rechten Telegram-Chats wird bekannt, dass sich dessen Mitglieder offenbar nicht allein über die Ermordung des sächsischen Ministerpräsidenten austauschten. Und: Im Landkreis Mittelsachsen wurde eine womöglich „verirrte“ Kokain-Lieferung im Millionenwert konfisziert. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 11. Januar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal. Foto: L-IZ.de
·Politik·Leipzig

Fluglärmkommission: Verwaltung möchte statt des OBM den Umweltbürgermeister entsenden

2019 war sich die Leipziger Ratsversammlung ziemlich sicher, dass Leipzig viel mehr Gewicht in der Fluglärmkommission des Flughafens Leipzig/Halle bekommt, wenn dort der Oberbürgermeister sitzt und Leipzigs Interessen durchsetzen kann. Aber das hat so gut wie gar nicht geklappt. Nicht nur, weil OBM Burkhard Jung nur ein einziges Mal Zeit fand, an der Sitzung der Kommission teilzunehmen.

·Wirtschaft·Mobilität

Leipziger Kampagne zur Verkehrssicherheit gestartet: SPD-Fraktion fragt nach der Rolle von Polizei und Ordnungsamt

Am Montag, 10. Januar, starteten LVB, Polizeidirektion und Stadt Leipzig eine neue Kampagne zur Verkehrssicherheit. Mit pointierten Überschriften und in auffälliger Signalfarbe (Gelb) werben in den kommenden Wochen Plakate, Banner, Anzeigen und Clips für ein aufmerksameres Miteinander auf Leipzigs Straßen, Rad- und Fußwegen. „Das Verkehrsklima in Leipzig sei rauer geworden“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung bei der Vorstellung der Motive. Und bekam postwendend Kritik aus der SPD-Fraktion.

Rainer Nahrendorf: Eifel. Das bedrohte Orchideenparadies. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Eifel: Ein Buch über das bedrohte Orchideenparadies und unsere Blindheit für die bedrohte Natur

Dieses Buch im Softcover ist mal ein bisschen teurer geworden als Bücher sonst in diesem Format. Aber das hat mit den farbenprächtigen Orchideenbildern darin zu tun. Bilder, die eigentlich die Faszination der in Deutschland heimischen Orchideenarten sichtbar machen sollen, wäre Rainer Nahrendorf bei seinen Recherchen für das Buch nicht auf die Gefahr aufmerksam geworden, die unseren heimischen Orchideen gerade deshalb droht.

·Leben·Gesellschaft

Liveticker: Protest gegen die „Spaziergänge“ der Corona-Verharmloser/-innen + Video

Erneut rufen die „Freien Sachsen“ und andere Kanäle aus dem „Querdenken“-Spektrum zu Demonstrationen am Montagabend auf. Wie schon in den vergangenen Wochen ist der Leipziger Augustusplatz ein Ziel der Corona-Verharmloser/-innen. Doch anders als in den Vorwochen soll es dieses Mal einen breiten Protest aus der Zivilgesellschaft geben. Die Leipziger Zeitung ist ebenfalls vor Ort und wird am Montag, dem 10. Januar, im Liveticker über das Geschehen berichten.

16 Demonstrationen und Kundgebungen waren im Vorfeld am heutigen Montag in Leipzig angemeldet worden. Foto: LZ
·Der Tag

Montag, der 10. Januar 2022: Präsenz zeigen in Sachsen – auf die eine oder andere Weise

Die Montage werden mehr und mehr bestimmt durch das hiesige Demonstrationsgeschehen. Und so gab es auch heute viel zu tun für die sächsische Polizei. In Leipzig waren insgesamt 16 Protestveranstaltungen angemeldet worden. Außerdem: Die Universität Leipzig startete heute wieder mit dem Präsenzbetrieb für die Studierenden und am Dresdner Amtsgericht starteten die Prozesse gegen Beteiligte der gewaltsamen Ausschreitungen am Rande eines Dynamo-Dresden-Spiels im Mai 2021. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 10. Januar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Überfall auf Connewitz am 11. Januar 2016. Foto: LZ
·Leben·Fälle & Unfälle

Sechs Jahre nach dem Angriff auf Connewitz: 163 Angeklagte verurteilt, Drahtzieher unbehelligt

Es gibt kaum zwei Verfahren, die deutlicher machen, wie in Sachsen mit zweierlei Maß gemessen wird, wenn es um politisch motivierte Gewalttaten geht. Das eine ist der Prozess um Lina E. in Dresden, der aufgezogen wurde, als hätte man es hier mit einer zweiten RAF-Splittergruppe zu tun. Das andere sind die sich hinschleppenden Verfahren gegen die Beteiligten am Überfall auf Connewitz im Januar 2016.

Ein paar Äpfel aus der Region, noch ohne Siegel. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Bio-Landwirtschaft in Leipzig: Passiert da überhaupt noch was in Tiefen der Verwaltung?

Vielleicht ist es ja auch zu kompliziert. Man hat das nicht gelernt mit der regionalen Produktion und der Stärkung regionaler Erzeuger. Den Lebensmittelmarkt haben bisher immer nur die großen Einzelhandelsketten bespielt. Da traf wohl ein Stadtratsbeschluss von 2017 auf eine weitere Leerstelle in Leipzigs Verwaltung, von der man bis heute nichts gemerkt hat, weil sie schlicht keinen Pieps von sich gibt.

Verkehrsminister Martin Dulig überreicht einen Förderbescheid für ein Lastenpedelec in Höhe von 1.500 Euro an Kornelius Unckell, Inhaber der Alten Schlosserei in Leipzig. Foto: Steinmetz, Leipzig
·Wirtschaft·Mobilität

Lastenfahrräder: Freistaat bezuschusst Neuanschaffung 2022 mit 700.000 Euro

Leipzig tut sich zwar unheimlich schwer – und das nun seit zehn Jahren – ein belastbares Radnetz in der Stadt anzulegen, auf dem tatsächlich einmal Radfahrer/-innen die Vorfahrt haben. Aber das Interesse an der umweltfreundlichen Verkehrsart ist hoch. Und so überrascht es auch nicht, dass aus Leipzig im vergangenen Jahr die meisten Anträge im Landesförderprogramm Lastenrad kamen.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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