LOFFT-Premiere im Januar: Am Lindenauer Markt wird bis in den März hinein gegangen und gerollt
Redaktion
28.01.2011
"Coppe Lia" ist zeitgenössisches Ballett frei nach E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann".
Foto: Dirk Förster / Lofft
"Coppe Lia" heißt es im LOFFT ab den kommenden Samstag. Die bereits ausverkaufte Premiere ist ein Rückgriff und Neu-Interpretieren auf das klassische Ballett "Coppelia oder Das Mädchen mit den Glasaugen" von Léo Delibes nach einem Libretto von Arthur Saint-Léon. Beide haben sich von E.T.A. Hoffmanns Grusel-Erzählung "Der Sandmann" inspirieren lassen.
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Gesa Volland macht aus dem lterarischen Stoff eine "zeitgenössische Choreographie von gehenden und rollenden Tänzern".Die vom Leipziger Kulturamt geförderte Produktion von Gesa Volland ist in Koproduktion mit der Villa Leipzig entstanden. Das LOFFT teilt mit: "Ein ungewöhnliches Tanzstück wird derzeit noch in der Villa Leipzig geprobt und feiert am 29. Januar 2011 im LOFFT Premiere. Choreographin Gesa Volland inszeniert mit 'Coppe Lia' das zweite Stück für ihre mixed-abled Kompanie. Schon in der sehr erfolgreichen Inszenierung U can't touch this (2009) arbeitete sie mit einem Team aus gehenden und Rollstuhl fahrenden Tänzerinnen und Tänzern."
Gesa Volland inszeniert "Coppe Lia" - auch mit rollenden Rollen.
Foto: Dirk Förster / Lofft
"Coppe Lia" greift E.T.A. Hoffmanns Sandmann-Geschichte auf uns setzt sie frei um. Wie bei der Erzählung E.T.A. Hoffmanns und erzählt Gesa Volland mit ihrem Ballett die Geschichte des Puppenmeisters Coppelius, dem es nach langem Sehnen gelingt eine "menschliche Puppe“ zu bauen. Franz verliebt sich in diese Puppe, doch seine Verlobte Swanilda deckt den Betrug auf.
Das von Volland inszenierte Ballett setzt sich mit den Hintergründen und dem Gegenwartsbezug der Geschichte dieser Puppe auseinander: Wer zieht welche Fäden? Was ist menschlich, was ist leer? Was ist schön und wann empfinden wir Leichtigkeit? Die im Stück erklingende klassische Musik wird ergänzt durch Pop-Musik, durch Hörspielszenen von Katja Pohl und Carsten Wilhelm und Lieder von Jana Stefanek. Dabei ist "Coppe Lia" jedoch keine stringente narrative oder absolut ernsthafte Produktion. Gesa Volland und ihre Kompanie möchten vor allem andere und sich selbst mit Feingefühl, etwas Trash und viel Humor unterhalten.
Die Premiere und die ersten Vorstellungen von "Coppe Lia" sind bereits ausverkauft. Weitere Vorstellungen sind für den 05. und 06. März 15 und 18 Uhr im LOFFT geplant.
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