Artikel aus der Rubrik Mediathek

Schwarwels Fenster zur Welt

König Tillich hat fertig

© Schwarwel

Erst Roland Kaiser und jetzt noch Herbert Grönemeyer uff lau. Mensch, die packen ja richtig aus da in Dresden – und alles für Umme fürs Volk. Warum nicht gleich so und wo bleibt Leipzig, wo bleiben die kostenlosen Stars zum Anfassen? Also nicht fürs ganze Volk natürlich, das DDR-Programm in der Scheinmetropole gibt’s nur für intellektuelle Silly-Fans mit der richtigen Haltung. Das bügeln jetzt die SPD-Wähler glatt, mit einer fetten Sause, die Fähnchen gibt’s kostenfrei am Einlass. Die 4.000 sächsischen Muslime hingegen gehen gefälligst in die Moschee, wenn es in Dresden heißt: Weltoffen sei der Karneval, hilfreich und edel. Weiterlesen.

Schwarwels Fenster zur Welt: Bei Pegidas zu Haus

Schatz? Schatz! Schaaahaatz!!! Ja. Wo hast Du meine Glock gelassen? Na da, an Deinem Arm. Man bist Du ein dämliches Weib, ich meine die Pistole. Sei doch nicht immer so - im Nachtschrank glaube ich. Schlimm genug, dass Du sie immer überall rumliegen lässt. Ja und, was soll ich denn mit dem Ding im Stahlschrank, wenn der Ali über die Terrasse kommt.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Charlie Hebdo

"Na heute schon Nachrichten gekuckt? Haste, haste? Die Scheiß-Muselmanen müssen endlich raus aus Deutschland!!!! Raus, raus, raus! Und den beknackten Mohammed sollnse gleich mitnehmen - woher kommt der Typ eigentlich? Berlin-Neukölln? Na schöner Prophet Alter! Aber wieso ballert der in Paris rum? Die haben den glaub ich nackich gemacht, das hat er wohl nicht ertragen. Echt? Na kam doch im Fernsehen. Na dann. Sag mal, wie hieß das Schmierblatt, was die Kanacken alle gemacht haben? Keine Ahnung, Charlie Brown? Kann doch nich sein - Charlie Brown - Scheiß Lügenpresse, Alter.
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Schweinevogel von Schwarwel (241): Mmmmm

Propheten haben so etwas beruhigend Absolutes. Immer im Recht in ihren vagen Angaben, immer im Voraus und ständig gefragt von gläubigen Jüngern. Liegen die Weissagungen nur weit weg und im Ungefähren, ist auch dem Orakel heutiger Zeit eine lange Karriere beschieden. Es soll schon solche dieser Art gegeben haben, die derart in sich und ihrer Allwissenheit ruhten, dass man meinte, sie würden wirklich schweben. Wo es viele dennoch nur zum Tagespropheten schaffen, ist hier zu sehen, wie's länger klappt.
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Schweinevogel von Schwarwel (240): Immer herein

In menschlich kuriosen Zeiten, gerät man derzeit flott ins Streiten. Der eine teilt, sogar zum Feste, in gute und in böse Gäste. Und zeigt dabei gar Fähigkeiten, um die ihn Andre nicht beneiden. So weiß er ohne Augenschein, da draußen muss was Böses sein. Und traut dabei dem Nächsten nicht, er ist ein angsterfüllter Wicht. Für alle diese Fürchtewichte, ist dies Teil zwei der Schweinsgeschichte. Um fröhlich und vergnügt zu sein, genügt ein herzliches "Herein".
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Schweinevogel von Schwarwel (239): Asyl

Die Tür geht auf, es strömt herein, das wird doch nicht der Nachbar sein? Er ists und ohne langes Zaudern, beginnt er von Asyl zu plaudern. Doch nicht davon, vom großen Weiten, ein Stück, ein kleines, zu bereiten. Mit seinem Auftritt macht er klar: es engt, es drängt, es wird ganz grässlich fürchterbar. So macht er hier den Spielverderber, mitnichten den Asylbewerber. Und die Moral von der Geschichte - es gibt schon üble Nachbarswichte.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Fressgesang

Und es begab sich zu Dresden im Jahre 2014 anno domini, in der langen Nacht vor Christi Geburt, dass die Wölfe und Schafe einen Frieden unter freiem Himmel schlossen. Nach Jahren der Verfolgung ihrer Art waren die Gevatter Grimm zur Erkenntnis gelangt, dass es besser wäre, die Schafe selbst zu züchten, als gierigen Hunger in der langen Dunkelheit zu erdulden. Und so baten sie die Weißkittel zu einem Frieden herbei. Um Schutz zu geben. Gegen Regen, Wind und andere Wölfe. Sie riefen zum gemeinsamen Singen und Meckern auf einen großen Platz, auf dass jeder die neue Gemeinsamkeit sehe.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Republik Leipzig

Ich hab ja gedacht, ich hör nicht mehr fehlerfrei. Im betulichen Regierungsdorf Dresden geht auf seltsamen Spaziergängen ohne festen Zielpunkt die Legende, 1989 sei der revolutionäre Impuls aus dem Tal der Ahnungslosen gekommen. Man hätte die Geschichte nur verdreht und nachträglich in Leipzig stattfinden lassen. Macht hier gerade Mandy-Schantalle Klingeling an der Kleinhirnpforte und fragt: Ist die Peggy da? Nichts gegen einen anständigen, deutschen Krieg gegen den Rest der Welt. Da weiß man, was man hat. Aber wenigstens der Schlüpper hat spurenfrei zu sein. Zeit für eine eigene Republik Leipzig!
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Schwarwels Fenster zur Welt: Die totale Merkel

CDU! Volk! Genossen! Volksgenossen! Mit diesem Ergebnis können wir uns bei den kapitalistischen Bruderstaaten sehen lassen! Auch wenn die 101prozentige Nibelungentreue sehr zum Ärger unserer schwarzen Null im Rollstuhl auf dem Einheitsparteitag erneut verfehlt wurde. Auch wenn der fatale Irrweg einiger feiger Subjekte diese den konterrevolutionären Akt der heimtückischen Nein-Stimmen begehen ließ: Die reaktionäre Verweigerung gegenüber meiner Rolle als große Vorsitzende in unserem marktzistischen Siegeszug trägt längst verzweifelte Züge. Den Kapitalismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf! Anmelden und weiterlesen.

Schwarwels Fenster zur Welt: Der halbe Mond ist aufgegangen

Der Mond ist aufgegangen. Wo einst die Kindlein sangen, trägt Unwucht im Gebärgebilde, ein schändlich Tatwerk längst im Schilde? Sind's Künste, freie Rede oder Hirngespinste? Gespräch, Verhandlung, neue Künste? Ist Innehalten längst schon Zaudern und ehrlich reden Plaudern? Will Logik sich der Hast nun beugen, sind Zwei nicht immer noch genug, ein Drei zu zeugen? Von Völkern, die da wandern ist die Rede. Von weißem Nebel, Blut und Fehde.
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Schweinevogel von Schwarwel (237): Errettet

Eins ist langsam klar. Phlegma hat auch seine schönen Seiten. Während der Phase des Nicht-Seins in rastloser Aktivität entsteht jede Menge Sein in Gedanken. Derart befreit von der Last des Tun-Müssens und dem Nicht-Lassen-Können werden kilobefreite Welten erschaffen. Sie geben Hoffnung und Antrieb für ein Morgen in einer wahrlich besseren Welt. Und diese wird wahrlich gerecht, ritterlich und fair für alle werden. So wird es sein.
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Audio – Stadtrat 20.11.2014: Errichtung eines weiteren Spielplatzes in Großzschocher

Reiner Engelmann (Die Linke): "Der Leipziger Südwesten, besonders Großzschocher und Knautkleeberg, verzeichnen einen überdurchschnittlichen Zuwachs an jungen Familien mit Kindern. Die im Südwesten neu errichteten Spielplätze, wie z. B. der von Bürgern in Eigeninitiative errichtete Spielplatz an der alten Poliklinik, können leider das Gebiet um Großzschocher nicht ausreichend bedienen." Der Stadtrat der Linksfraktion will mit seinem Antrag erreichen, dass geprüft wird, ob weitere Flächen zur Verfügung stehen und dass die notwendigen Maßnahmen für die Errichtung eines neuen Spielplatzes für Großzschocher geschaffen werden. Anmelden und weiterlesen.

Audio – Stadtrat 20.11.2014: Unzureichende Umsetzung des Leipziger Luftreinhalteplanes

Jens Herrmann-Kambach in der Vorlage: "Mit dem Luftreinhalteplan hat sich die Stadt anspruchsvolle Ziele gesetzt, die fraktionsübergreifend und in der Verwaltung Zustimmung erfahren. Ihre Umsetzung erfolgt jedoch nach wie vor unzureichend, da die erforderlichen finanziellen Mittel nicht zur Verfügung gestellt werden. Ohne die Berücksichtigung und Einordnung der Finanzierung konkreter Maßnahmen in die Haushaltsplanung bleibt der Luftreinhalteplan nur Papier und die angestrebte und versprochene Verbesserung der Umweltbedingungen für die Bürgerinnen und Bürger wird nicht erreicht." Anmelden und weiterlesen.

Schwarwels Fenster zur Welt: Pegida, Hogesa – Hoppsassa!

Legida, Pegida, Hogesa - alle antreten! Und Hoppsassa! Bin ja seit dem ersten Tag in Köln dabei, dass war ja wenigstens noch Rummelbums mit Anfassen. Und jetzt? Da steht man da in Dresden, in der Phalanx kampfbereiter Greise und schlecht integrierter Dorf-Hools von Dynamo bis Lok und fragt sich eigentlich nur - keine Mistgabeln, keine Steine und dann auch noch längst bekanntes Blubb im Spinat? Und niemand fasst einen an?
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Audio – Stadtrat 20.11.2014: Kauf der Bahnstrecke zwischen Großzschocher und Lausen

Die Fraktion Bündnis '90/Die Grünen will mit ihrem Antrag erreichen, dass die Stadtverwaltung schnellstmöglich mit dem Eigentümer der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Großzschocher und Lausen in Verbindung tritt, um die 1,2 km lange Teilstrecke Lausner Straße bis Lausner Weg/Miltenberger Straße im Sinne der Flächenbevorratung zu kaufen. Sie bietet sich als potenzielle Baufläche für Wohnungsbau, Bildungs-/Sozialeinrichtungen oder Park an und könnte perspektivisch für die weitere Entwicklung des Elster-Saale-Radwegs von großem Nutzen sein. Anmelden und weiterlesen.

Audio – Stadtrat 20.11.2014: Der Monitoringbericht Wohnen soll jährlich vorgelegt werden

Die SPD-Fraktion legte schon im Oktober den Vorschlag vor, die Zahlen aus dem Wohnungsmonitoring zur öffentlichen Debatte zur Verfügung zu stellen und so eine Grundlage für die Beobachtung der steigenden Mietkosten nicht nur in den nicht-öffentlichen Ausschüssen zu behandeln. Bisher waren Teile der Daten in unregelmäßigen Abständen in den Statistischen Quartalsbericht eingeflossen, der zu Beginn des Jahres zeigte, dass bei Neuvermietungen die Anstiege beachtliche Höhen erreichen können. Anmelden und weiterlesen.

Audio – Stadtrat 20.11.2014: Einführung des 10-Minuten-Taktes an Sonnabenden und verkaufsoffenen Sonntagen

Um den ÖPNV in Leipzig attraktiver zu machen, hatte die Linksfraktion beantragt, ab dem 1. Dezember 2015 für alle Bahnen und Busse der Linien 60, 70, 72/73, 80 und 90 von 10 bis 18 Uhr an Samstagen und verkaufsoffenen Sonntagen den 10-Minuten-Takt einzuführen. Im Sommer hatte die Stadtverwaltung signalisiert, dass sich ein 10-Minuten-Takt an Samstagen ohne weitere Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur realisieren lasse. Anmelden und weiterlesen.

Schwarwels Fenster zur Welt: Wo bleibt mein Krieg?

Ich gebe zu, ich musste es dreimal lesen. Und selbst dann blieb der Groschen noch auf halber Höhe stecken. Die Ukraine darf nicht in die NATO, ja noch nicht mal so richtig in die EU? Hat Steinmeier gesagt? Ja kennt denn dieser Crétin seinen Platz nicht? Ist ihm der heilige Geist der Weihnacht verfrüht in die rostige Birne gefahren? Oder steht einfach nur der Winter vor der Tür, eine Zeit, wo man bekanntlich besser nicht vor Stalingrad steht? Bis heute dachte ich noch, wir marschieren fröhlich durch bis Wladiwostok und singen Bums-Fallera? So mit Blaskapelle und BoWu auf der Anmelden und weiterlesen.