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Gesellschaft

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Ex-Chef einer zahnlosen Behörde - Gordian Meyer-Plath, Präsident des sächsischen Verfassungsschutzes. Foto: Alexander Böhm

Dienstag, der 30. Juni 2020: „Impulsprogramm“ für sächsische Unternehmen beschlossen

In Chemnitz saß heute das sächsische Kabinett zu einer Sondersitzung zusammen. Dort stellte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) das Impulsprogramm „Sachsen startet durch“ vor, das sächsischen Unternehmen mit mehr als einer Milliarde Euro in der Krise unter die Arme greifen soll. Außerdem: ein Verfassungsschutzpräsident wird Touristiker, beim MDR geht ein Programmdirektor vorzeitig und Leipzig demonstriert mal wieder. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag den 30. Juni 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Mode in Leipzig – Einflüsse und Trends

Über jede Stadt in Deutschland gibt es ein Modeklischee. In Berlin hat man seinen Jutebeutel dabei und geht in Jogginghosen in die Bar; Münchner tragen ein schickes Kostüm, selbst wenn sie nur über den Flohmarkt schlendern; der typische Hamburger Kleidungsstil besteht aus Poloshirt und Segelschuhen. Und in Leipzig – ja, was trägt man eigentlich in Leipzig?

Luke Francis will seine Entscheidungen im Leben nicht von der Angst abhängig machen und hofft auf Veränderungen. Foto: Sabine Eicker

Interview mit Luke Francis (Series Be:): Lieber sterben, als nichts zu tun

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 80, seit 26. Juni im HandelDie Black-Lives-Matter-Bewegung gewinnt an Stärke; auch nach Wochen der Proteste gehen Menschen überall auf der Welt für die Rechte nicht-weißer Menschen auf die Straße. „Schwarzes Leben zählt“ – diese Losung sollte jede Art von Leben einschließen. Dafür kämpft auch Luke Francis (25). Der Balletttänzer ist Gründer von Series Be:, einer Vereinigung, die sich in Leipzig für die Rechte von queer/trans/nicht-binärer und nicht-weißer Menschen einsetzt.

Podiumsdiskussion von „Leipzig Postkolonial“ am 19.12.2019 im Ost-Passage Theater mit Esther Muinjangue and Sima Luipert. Foto: Birgit Scheps-Bretschneider

Interview: „Der Kolonialismus in Leipzig ist kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte“

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 80, seit Freitag, 26. Juni im HandelClaudia Rauhut ist nur ein Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Leipzig postkolonial, deshalb will die Ethnologin und Politikwissenschaftlerin gar nicht im Vordergrund stehen. Sie vertritt die Meinung der Gruppe, wenn sie mit der Leipziger Zeitung spricht. Die Meinung zum Umgang mit den kolonialen Spuren in Leipzig ist unbequem. Das Thema steht nicht auf der Agenda der Stadtpolitik und der Akteure.

Sachsens Ex-Justizminister Gemkow äußert sich zum sogenannten Fahrradgate. Foto: L-IZ.de

Freitag, der 26. Juni 2020: Ex-Justizminister Gemkow äußert sich zum „Fahrradgate“

Für alle Leser/-innenSachsens Ex-Justizminister Sebastian Gemkow hat nach eigenen Angaben während seiner bis zum 20. Dezember 2019 dauernden Amtszeit nichts vom „Fahrradgate“ gewusst. Das berichtet die „Sächsische Zeitung“ heute. Die Frage ist relevant, weil er kurz darauf im Leipziger OBM-Wahlkampf mit Sicherheitsthemen antrat. Außerdem: ein neuer Coronafall in Leipzig und ein OBM-Statement zum 365-Euro-Ticket. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag den 26. Juni 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Donnerstag, der 25. Juni 2020: Ermittlungen im „Fahrradgate“ und Haftbefehle nach Angriff auf Syrer

Für alle Leser/-innenDie Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat in einer Pressemitteilung bestätigt, gegen wie viele Polizist/-innen verschiedener Einrichtungen sich die Ermittlungen im sogenannten Fahrradgate aktuell richten. Das Amtsgericht Leipzig hat unterdessen Haftbefehl gegen drei Männer erlassen, die gestern einen Syrer angegriffen und rassistisch beleidigt haben sollen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 25. Juni 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Sitz der LVZ-Redaktion im Peterssteinweg. Foto: L-IZ.de

Mittwoch, der 24. Juni 2020: Wenn ein Text der L-IZ in der Printausgabe der LVZ landet

Für alle Leser/-innenWir als L-IZ haben schon einiges gehört, gelesen und gesehen. Aber manchmal ist man trotzdem noch überrascht, was so alles möglich ist. Möglich ist zum Beispiel – das wissen wir seit heute –, dass die LVZ in ihrer Printausgabe einen Text veröffentlicht, der – in etwas abgewandelter Form – schon vor einer Woche auf der L-IZ zu lesen war. Vielleicht ein Ausdruck von Wertschätzung? Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 24. Juni 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Das Außengelände der Kita „Tillj“ in der Südvorstadt. Foto: Die Johanniter / Sebastian Späthe

Dienstag, der 23. Juni 2020: Familienfeiern größer, Kitas im Regelbetrieb und Clubs ohne Musik

Für alle Leser/-innenSchritt für Schritt gehen die Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Sachsen voran. In der kommenden Woche ist es wieder mal so weit: Diesmal betrifft es Familienfeiern, Kitas und endlich auch die stark leidenden Musikclubs. Neuigkeiten gibt es auch zum „Fahrradgate“ und zu den Ausschreitungen in der Connewitzer Silvesternacht. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 23. Juni 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Vor dem Mendebrunnen legten Menschen Blumen für Sarah Hegazi nieder, die sich als Folge politischer Repressionen Mitte Juni das Leben genommen hatte. Foto: Luise Mosig

Nach Suizid der Ägypterin Sarah Hegazi: Mahnwache für LGBTQI-Aktivistin auf dem Augustusplatz

Was heute Abend auf dem Leipziger Augustusplatz stattfand, würde in gleicher Form in Ägypten wohl Verhaftungen und Hausdurchsuchungen zur Folge haben: Eine Mahnwache für die queere Aktivistin Sarah Hegazi, bei der Regenbogenflaggen – das Zeichen der LGBTQI-Community – geschwenkt wurden. Und Repressionen zur Sprache kamen, denen viele nicht-heterosexuelle Menschen weltweit ausgesetzt sind. Gekommen waren über 100 Menschen.

Angriff auf die Wohnung eines Geflüchteten in Wurzen. Foto: Kira Hoffmann / pixabay (Symbolbild)

Gastkommentar von Christian Wolff: Gewaltexzesse in Stuttgart – Ursachenanalyse statt Scheindebatten

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, wann es zu einem solchen Gewaltausbruch wie in Stuttgart am vergangenen Wochenende kommt. Auch ist der Ort relativ beliebig. Denn das, was viele Menschen mit Recht erschreckt und verängstigt, hätte genauso in Frankfurt, Hannover oder München stattfinden können. Hunderte, zumeist alkoholisierte junge Männer, unterschiedlicher Nationalitäten nehmen eine Drogenkontrolle durch die Polizei zum Anlass, auf die Ordnungshüter einzuprügeln, in der Innenstadt massenhaft Sachbeschädigungen zu vollziehen und Geschäfte zu plündern – das alles, ohne irgendein Anliegen oder gesellschaftspolitisches Ziel erkennbar zu verfolgen.

Debatten und Sprechchor-Battle zwischen Corona-Demonstranten und dem Gegenprotest in Engelsdorf. Foto: Luise Mosig

Deutlicher Protest gegen Engelsdorfer „Corona-Spaziergang“

Etwa hundert Personen verschiedener antifaschistischer Bündnisse aus Leipzig versammelten sich am Montagabend in Leipzig-Engelsdorf, um dem „Corona-Spaziergang“ von etwa 25 Engelsdorfer/-innen entgegenzutreten. Der Großteil der Gegenprotestierenden, etwa 75 Menschen, war einem Aufruf des Aktionsnetzwerks „Leipzig nimmt Platz“ gefolgt und mit dem Zug vom Leipziger Hauptbahnhof angereist. Ausgangspunkt beider Versammlungen war das Gymnasium Engelsdorf.

Dieses Fahrrad am Martin-Luther-Ring erinnert schon seit längerer Zeit an einen tödlichen Abbiegeunfall. Foto: L-IZ.de

Montag, der 22. Juni 2020: Tödliche Unfälle überschatten den Tag

Für alle Leser/-innenSchon wieder ist in Leipzig eine Radfahrerin gestorben, nachdem sie von einem abbiegenden Lkw überfahren wurde. Zudem stürzte heute ein Mann wegen eines Hochhausbrandes in den Tod. Andere Themen an diesem Tag waren der von Gegenprotest begleitete „Corona-Spaziergang“ in Engelsdorf und die aktuelle Bevölkerungsentwicklung. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 22. Juni 2020, in Leipzig wichtig war.

Die Ernst-Pinkert-Straße führt direkt zum Zoo. Foto: Ralf Julke

Auch die Benennungen von Straße und Schule nach Ernst Pinkert stehen zur Disposition

Über die Umbenennung der Arndtstraße in der Leipziger Südvorstadt wird noch diskutiert, der Antrag zur Umbenennung der Jahnallee ist noch im Verfahren. Aber seit vergangener Woche steht auch ein Mann im Fokus der Diskussion, der erst 2010 mit einem Straßennamen geehrt wurde: Ernst Pinkert, der Gründer des Leipziger Zoos. „Ernst Pinkert wird in Leipzig vor allem als der Gründer des Leipziger Zoos rezipiert, einer der großen touristischen Attraktionen Leipzigs. Verschwiegen bleibt dabei: Ernst Pinkert hat in seinem Zoo aber auch sogenannte Völkerschauen veranstaltet“, heißt es in einer entsprechenden Einwohneranfrage.

Der Moment der geplanten Enthüllung der Tafel Foto:Sebastian Beyer

Gedenktafel für weitere „Stille Helden“ der NS-Zeit enthüllt

Ein Schülerprojekt an der Neuen Nikolaischule beschäftigte sich mit den Biographien von Anna Amalia und Isidor Zistler. Begleitet vom Erich-Zeigner-Haus e. V. und Ihrer Lehrkraft recherchierten die Schüler. Eigentlich sollte die Gedenktafel zu Ehren der beiden schon am 8. Mai, dem Tag der Befreiung enthüllt werden, Corona-Beschränkungen sorgten für die Verschiebung.

Demonstration am 6. Juni 2020 in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #34

Über die amerikanische „Bundesbehörde für den einheitlichen Gebrauch geografischer Namen“ schreiben sich die Journalisten hierzulande nicht gerade die Finger wund. Um ehrlich zu sein, habe ich in den entsprechenden Zeitungs- und Zeitschriftendatenbanken keinen einzigen Text gefunden, der sich mit der Behörde und ihrer Arbeit beschäftigt.

Der sächsische Innenminister Roland Wöller (CDU). Foto: Pawel Sosnowski

Freitag, der 19. Juni 2020: Trotz kurzfristiger PK kaum neue Infos zum „Fahrradgate“

Für alle Leser/-innenÜberraschend und überflüssig: Auf einer kurzfristig einberufenen und für Journalist/-innen aus Leipzig zeitlich unerreichbaren Pressekonferenz in Dresden äußerten sich Innenminister Roland Wöller und die Polizei zum „Fahrradgate“. Viel Neues gab es dabei nicht zu erfahren. In der vergangenen Nacht gab es derweil einen mutmaßlichen Brandanschlag auf „Spreadshirt“ in Plagwitz. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 19. Juni 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Eine Grundschulklasse muss wegen des Coronavirus in Quarantäne. Foto: Alexas_Fotos, Pixabay

Donnerstag, der 18. Juni 2020: Grundschulklasse wegen Coronavirus unter Quarantäne

Für alle Leser/-innenNach einigen Tagen ohne neue Fälle ist das Coronavirus zurück in Leipzig. Betroffen ist unter anderem ein Grundschüler, weshalb seine Klasse mit 18 Personen nun unter Quarantäne steht. Auch zum „Fahrradgate“ und zur Rede des AfD-Stadtrates Roland Ulbrich gibt es neue Entwicklungen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 18. Juni 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) im Stadtrat. Foto: L-IZ.de

Mittwoch, der 17. Juni 2020: Entsetzen im Stadtrat und Demo wegen „Fahrradgate“

Für alle Leser/-innenDer Stadtrat hat mit den Stimmen von Linkspartei, Grünen und SPD die sozialen Erhaltungssatzungen für sechs Gebiete beschlossen. Überschattet wurde dieser Beschluss von einem Redebeitrag eines AfD-Politikers zu Opfern rechter Gewalt. Abseits des Stadtrates gab es heute weitere Positionierungen zum sächsischen „Fahrradgate“. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 17. Juni 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Innenminister Roland Wöller. Foto: SMI/C. Reichelt

Dienstag, der 16. Juni 2020: Innenminister Wöller gerät im sächsischen „Fahrradgate“ in die Kritik

Für alle Leser/-innenInnenminister Roland Wöller weiß offenbar seit Dezember vom „Fahrradgate“ in der sächsischen Polizei. Leipzigs Polizeipräsident Torsten Schultze schlug damals vor, die Öffentlichkeit zu informieren – das lehnte Wöller ab. Dafür erntet er nun scharfe Kritik. In der Coronakrise deuten sich derweil neue Lockerungen für Sachsen an. Die Fallzahlen sind hier aktuell fast bei Null. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 16. Juni 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Großes Schild und schwaches Versmaß bei PEGIDA. Foto: Luise Mosig

Massiver Protest gegen PEGIDA in Dresden + Video

Nach zweiwöchiger Pause hatte PEGIDA („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“) Dresden am Montagabend, 15. Juni 2020, erneut zur Versammlung mit anschließendem „Spaziergang“ auf den Dresdner Altmarkt gerufen. Mit verhaltenem Erfolg: Dem Aufruf folgten laut Polizeiangaben rund 650 Pegida-Anhänger/-innen, welche sich zudem um die 1.000 Menschen gegenübersahen, die sich unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Faschismus“ gegen die Pegida-Kundgebungen stellten. Aus Leipzig war Alexander Kleine, Chef der Ortsgruppe der „Identitären Bewegung“, als PEGIDA-Redegast angereist.

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