Organspendeskandal: Leipziger Uni-Klinik im Verdacht
Redaktion
01.01.2013
Foto: Matthias Weidemann
Seit 2012 beschäftigen Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Spenderorganen das Land. Am Dienstag wurde bekannt, dass Mediziner der Leipziger Uni-Klinik Daten von Leber-Patienten "frisiert" haben sollen. Die dabei positiv Bedachten sollen in den langen Wartelisten einen Sprung nach oben gemacht haben.
Anzeige
Im Sommer 2012 hatte ein Organspendeskandal am Göttinger Universitätsklinikum für Furore gesorgt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts auf Tötungsdelikte und Bestechlichkeit. Im Raum stand unter anderem die Frage, ob durch die Bevorzugung von Patienten gegen Bezahlung andere ihre Spenderlebern nicht mehr rechtzeitig erhalten haben.
Vor dem Hintergrund dieses bekannt gewordenen Spendeskandals bei der Meldung von Patienten zur Lebertransplantation hatte der Leipziger Klinikvorstand am 27. Juli die Innenrevision beauftragt, Strukturen und Prozesse zur Meldung von Patienten bei Eurotransplant sowie die Führung der gelisteten Patienten bis zum Zeitpunkt der Transplantation kritisch zu prüfen.
Gecheckt werden sollten weiterhin sämtliche Meldevorgänge an Eurotransplant bei allen seit 01.01.2007 am Transplantationszentrum Leipzig lebertransplantierten Patienten. Die detaillierte Einzelprüfung dazu ist noch nicht komplett abgeschlossen.
Gleichzeitig prüfen die Prüfungskommission und die Überwachungskommission von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband die Einhaltung der Transplantationsrichtlinien in allen deutschen Transplantationszentren.
Eine am 10. Dezember 2012 begonnene Stichprobenprüfung der in den Jahren 2010 und 2011 am UKL lebertransplantierten Patienten ergab Hinweise auf Dokumentationsmängel und Regelverstöße insbesondere bei der Angabe von Nierentransplantationen. Diese externe Untersuchung wird im Januar 2013 fortgesetzt werden.
Der Leipziger Klinikumsvorstand hatte nach Bekanntwerden dieser Mängel am 13. Dezember die Innenrevision durch vier Fachärzte verstärkt, um die begonnene Einzelfallprüfung 2007 – 2011 zu beschleunigen und auch die im Jahr 2012 transplantierten Patienten einzubeziehen. Mit offensichtlich fatalem Resultat: In den Jahren 2010 und 2011 gaben Leipziger Mediziner bei der Meldung von Wartelistenpatienten an Eurotransplant fälschlicherweise Lebersatzverfahren an. Für eine erhebliche Zahl von Patienten konnte die tatsächliche Durchführung des Eingriffs von den verantwortlichen Transplantationschirurgen nicht nachgewiesen werden.
Durch die Falschangaben rückten die betroffenen Patienten auf der Warteliste von Eurotransplant nach oben. Bei den Patienten des Jahres 2012 wurde eine Falschangabe bei einem von 10 Patienten mit der Angabe Dialyse festgestellt, hingegen bei keinem Patienten der Jahre 2007 bis 2009. Auf der Grundlage des Untersuchungsergebnisses hat der Klinikumsvorstand den verantwortlichen Direktor der Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie zwei Oberärzte mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben in der Patientenversorgung entbunden. Die Leitung des Transplantationsprogramms wurde mittlerweile auf einen erfahrenen Oberarzt der Klinik übertragen.
Über dem Leutzscher Himmel zogen am Mittwoch düstere Wolken auf. Daran war nicht nur das Wetter schuld. Straßenbaumeister Jörg Sube hätte nur gern endlich das erste Geld für die Vorarbeiten am neuen Wildzaun, den er im Auftrag der SG Leipzig-Leutzsch errichten soll. Die Arbeiten ruhen mittlerweile, da die SG Leutzsch die bereits offene Rechnung für die geleisteten Vorarbeiten über 13.500 Euro bislang nicht beglichen hat. mehr…
Den Leipziger Kugeln, die ihm Oberbürgermeister Burkhard Jung hinschob, konnte Dr. Johannes Beermann, Chef der Sächsischen Staatskanzlei, dann doch nicht widerstehen. Er hatte noch ein kleines schlechtes Gewissen, weil er ein bisschen zu spät zur Pressekonferenz im Ratsplenarsaal des Leipziger Neuen Rathauses gekommen war, wo die die Broschüre mit den Veranstaltungen zu „200 Jahre Völkerschlacht“ vorgestellt wurde. Er spottete ein bisschen über Leipzigs Schlaglöcher. mehr…
Am 01.01.2013, kurz nach 06:00 Uhr, rief eine Frau die Polizei und teilte mit, dass mehrere Personen auf einen jungen Mann einschlagen. Dieser befand sich mit Freunden in einer Straßenbahn der Linie 1 an der Haltestelle Willy-Brandt-Platz. Als Polizeibeamte eintrafen, wurde der Geschädigte (21) mit einem Rettungswagen bereits in eine Klinik gebracht. mehr…
Nachdem sich bereits gestern der Pressesprecher des Leipziger Jobcenters ausführlich zu den bislang bekannten Begleitumständen rings um einen Angriff eines Mannes auf eine Mitarbeiterin des Jobcenter gegenüber L-IZ.de geäußert hatte, ist nun auch die Leipziger Staatsanwaltschaft zu ersten Angaben bereit. Demnach war der Angreifer vom gestrigen Tage nach einer Verurteilung im Jahre 2012 nur auf Bewährung in Freiheit. Bereits 2010 hatte der heute 34-jährige Mann Arge-Mitarbeiter mit Pfefferspray attackiert. Grund des aktuellen Übergriffes scheint ein Bescheid des Jobcenters an den Täter gewesen zu sein. mehr…
Die "Touristische Potenzialanalyse" ist eigentlich schon zwei Jahre alt. Aber so richtig zur Kenntnis nimmt sie die Leipziger Öffentlichkeit erst jetzt, wo das Leipziger Umweltdezernat sich eine Mega-Variante von 106 Millionen Euro für den Elster-Saale-Kanal abnicken lassen möchte. Am 19. Juni steht das Papier auf der Tagesordnung des Stadtrates. mehr…
"Sie ist Teil der europäischen Geschichte – die Völkerschlacht bei Leipzig, die vor 200 Jahren tobte und mehr als 100.000 Menschen das Leben kostete." Einstiegssätze sind immer so kompliziert. Aber schreiben wir's mal lieber nochmal hin: Selbst zeitgenössische Quellen sprechen nur von bis zu 90.000 Opfern - darunter auch Verwundeten und Gefangenen. Genauigkeit gehört dazu, wenn man die Wiederkehr großer Ereignisse feiert. Aber in der 52-seitigen Broschüre steht die Zahl auch wieder. Arndt Kiesewetter hat sie verwendet. mehr…
Geht es nach dem kleinen Schabrackentapir Baru im Zoo Leipzig, setzt sich am Samstag, 25. Mai, beim Champions-League-Finale in Wembley das Team von Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München durch. Das drei Monate alte Jungtier hat seinen Tipp am Mittwoch, 22. Mai, in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland abgegeben. Dass Baru Fußball zum Fressen gern hat, bewies er bereits zuvor im regelmäßig stattfindenden Target-Training, bei dem der Fußball als Ziel, dem der Kleine folgt, eingesetzt wird. mehr…
Die Frau als unvollkommenes, leidgeplagtes und zu therapierendes Wesen - dahinter steckt eine rein männliche Sicht. Oh, die Sache wird richtig groß, wo Sabine Hamm und Ursula Meiners in ihrem Buch "Wechseljahre" darauf zu sprechen kommen. Denn dahinter steckt die tradierte (westliche) Sicht auf den weiblichen Körper. Und das ist seit mehr als 2.000 Jahren eine patriarchalische Sicht: Frauen galten über Jahrhunderte nicht als selbstständige Wesen, hatten bestenfalls den Haushalt zu führen und waren ansonsten dazu da, den Nachwuchs zu gebären. mehr…
Am Johannisplatz setzen die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB)GmbH in der Zeit vom 21. Mai bis zum 8. Juni ihre Gleise instand. Für den Kfz-Verkehr wird dabei im Grimmaischen Steinweg jeweils eine Fahrspur pro Richtung reduziert. Zudem werden an den Tagen vom 27. bis zum 30. Mai in den Abend- und Nachtstunden, jeweils ab 20 Uhr, Einschränkungen für den Linienverkehr notwendig. mehr…
Bei der Sanierung der Sporthalle in der Lauchstädter Straße 6 – 8 kann der Stadtturnerbund Leipzig den nächsten Schritt in Angriff nehmen. Das Finanzierungspaket für die Erfüllung der aktuellen Brandschutzauflagen ist geschnürt. Zu rund 50.000 Euro Eigenmitteln und 125.000 Euro Landesförderung gibt es nun einen kommunalen Fördermittelbescheid über 75.000 Euro. mehr…
Der Richard-Wagner-Platz, Leipzigs nordwestliches Entrée zur Innenstadt, präsentiert sich in neuer, deutlich aufgewerteter Gestalt. Einen Tag vor dem Geburtstag des Namenspatrons, der vor 200 Jahren ganz in der Nähe zur Welt kam, stellte Baubürgermeister Martin zur Nedden den umgebauten Platz am Dienstag, 21. Mai, der Öffentlichkeit vor. mehr…
Die herausragende Rolle Richard Wagners für Musik ist unumstritten. Weniger bekannt ist das Ausmaß seiner antisemitischen Haltung, die er in seiner Schrift „Das Judentum in der Musik“ im Detail beschreibt. Mit dieser zweimal von ihm veröffentlichten Schrift liefert Richard Wagner quasi die „ethische Steilvorlage“ für Hitlers antisemitischen Größenwahn, dem Millionen jüdische Frauen, Männer und Kinder zum Opfer fielen. mehr…
Die BUND Regionalgruppe Leipzig lädt alle Interessierten am kommenden Samstag, den 25. Mai, zum diesjährigen Mahd-Fest auf die Streuobstwiese Stahmelner Straße 37 in Leipzig Wahren ein. Die Veranstaltung beginnt um 9:00 Uhr und endet um 15:00 Uhr. Es findet ein Sensenkurs statt, in dem das fachgerechte Mähen der Wiese mittels Sense erläutert und vorgeführt wird. mehr…
Sie hatten in Ihrer Kindheit niemals die Gelegenheit, sich die Kunst des Radfahrens zu erschließen? Oder Sie fühlen sich unsicher auf dem Rad, weil Sie lange nicht gefahren sind? Möchten Sie Ihre Fahrkünste verbessern? mehr…
Zu den Leipziger Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag der SPD, steuert die SPD Leipzig Alt-West einen musikalischen Beitrag am kommenden Sonnabend, 25. Mai 2013, ab 15:00 bei: Ein Serenadenkonzert mit dem Salonorchester der Musikalischen Komödie, auf dem Hof der der ‚MuKo‘ in der Dreilindenstraße. Der Eintritt ist frei. mehr…