Topposts

Erneut dicke Luft beim Pizza-Lieferservice Dominos in Leipzig. Foto: LZ
·Der Tag

Das Wochenende, 6./7. November 2021: Polizei geht konsequent(er) gegen „Querdenker“ vor und Arbeitskampf bei Domino’s

Am Samstag war Leipzigs Innenstadt mal wieder Demoschauplatz: Mobilisiert durch die „Bewegung Leipzig“ und die „Bürgerbewegung Leipzig“ kamen hunderte Menschen auf den Augustusplatz, darunter wie bereits vor einem Jahr gewalttätige Neonazis. Die Polizei ging dieses Mal deutlich härter gegen die „Querdenker“ vor, sprach hunderte Platzverweise aus und stellte Identitäten fest. Dennoch kam es zu einem Durchbruch der Polizeikette. Am Sonntag demonstrierten unter anderem Angestellte der Pizzakette Domino’s gegen miese Arbeitsbedingungen und Mitarbeiter/-innen-Schikane. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende des 6./7. November 2021 in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

·Leben·Gesellschaft

Reaktionen auf Querdenken-Demo: Oberbürgermeister Jung verurteilt Gewalt, SPD zieht gemischtes Fazit

Erneut ist es bei einer „Querdenken“-Demonstration in Leipzig zu Gewalt gegen Polizist/-innen und Journalist/-innen gekommen. Diese ereignete sich unter anderem bei Versuchen der „Querdenker“, die Polizeiabsperrungen zu durchbrechen – was in der Regel verhindert werden konnte. Die Polizei meldete sechs verletzte Beamte, Oberbürgermeister Burkhard Jung verurteilte die Gewalt und die Leipziger SPD zog ein gemischtes Fazit zum Polizeieinsatz.

·Bildung·Bücher

Spurensuche: Wie die Schocken-Sammlung die jüdische Enteignung überlebte

Salman Schocken wird 1877 als Sohn einer armen jüdischen Familie in der deutsch-polnischen Grenzregion Posen geboren. Schon früh ist er begeistert von deutscher Literatur, hebräischer Poesie und jüdischer Mystik. Mit 20 Jahren fängt er an, Bücher und Schriften zu sammeln. Zu dieser Zeit gründet er gemeinsam mit seinem Bruder ein Kaufhaus, das schnell zur Grundlage für seinen sozialen Aufstieg wird.

LVB-Haltestelle am Hauptbahnhof. Foto: L-IZ.de
·Politik·Brennpunkt

Gefährliches Pflaster: Die Haltestelle Hauptbahnhof braucht Warnleuchten für die Fußgänger/-innen

Mit mehreren Anträgen thematisiert jetzt das Jugendparlament die durchaus prekäre Situation von Fußgängern in Leipzig. Ein Thema, das ja zuletzt mehrfach auch von den Stadtratsfraktionen aufgebracht wurde, sei es beim fehlenden Fußverkehrsentwicklungskonzept oder bei den schlecht geschalteten Bedarfsampeln in der Stadt. Aber das Jugendparlament wünscht sich jetzt eine sichere Lösung für eine wirklich gefährliche Stelle.

·Wirtschaft·Mobilität

Stadt für alle oder Stadt für einige: Wie Menschen mit Behinderungen, niedrigem Einkommen oder langen Arbeitswegen in Leipzig vorankommen

Anfang Oktober sorgte ein eingestürztes Haus in der Rosa-Luxemburg-Straße für Verkehrschaos im Leipziger Osten. Vor allem Menschen, die auf die Straßenbahn angewiesen sind, mussten mehrere Tage lang mit dem Fahrrad oder zu Fuß ihre Wege bestreiten. Die Probleme waren nach knapp einer Woche behoben. Doch was ist mit den Menschen, für die Bus- und Bahnfahren immer eine Herausforderung ist? Inwiefern engagiert sich die Stadt Leipzig im Bereich der Mobilität für Teilhabe?

·Politik·Brennpunkt

Misstrauensantrag für Leipzigs Rathausspitze: Wer verhindert da eigentlich das Völkerschlacht-Panorama auf dem Stadtbalkon?

Es war scheinbar nur eine beiläufige Bemerkung, die Oberbürgermeister Burkhard Jung da am 1. Juni bei der Eröffnung der neuen Messebrücke fallenließ: Jetzt wäre zwar die Brücke fertig, aber für das vom Stadtrat beschlossene Panoramagebäude für Yadegar Asisis Völkerschlacht-Bild sei auf dem Stadtbalkon kein Platz. Das würde man hier so bald nicht aufbauen können. Eine Äußerung, die in einem Antrag mehrerer Stadtratsfraktionen jetzt nachklingt.

Carola Ruff: Bananen. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Bananen: Lauter leckere Rezepte und ein kleiner Blick hinter die Kulissen der Bananen-Welt

Bananen sind ein Politikum. So harmlos, wie sie aussehen, wie sie da liegen, gleich als billige Begrüßungsfrucht im Supermarkt. Fast wartet man darauf, dass Carola Ruff auch das berühmteste Bananen-Bild der Republik erwähnt, das 1989 auf dem Cover des westdeutschen Satire-Magazins „Titanic“ erschien: „Zonen-Gaby (17) im Glück (BRD): Meine erste Banane“. Auf dem natürlich keine Banane zu sehen ist.

·Leben·Gesellschaft

Liveticker (2): „Querdenken läuft nicht“ in Leipzig + Videozusammenschnitt & Bilder des Tages

Nun ist zusammen, was zusammengehört. Auf dem Richard-Wagner-Platz haben sich rund 800 „Querdenker“ eingefunden (es waren weniger, siehe Anm. d. Red.), nachdem sie fast zwei Stunden im Stop-and-Go durch die Leipziger Innenstadt marodiert sind. Ihre bisherige Versammlung auf dem Augustusplatz war an der Goethestraße an einer Polizeikette gescheitert, als sie dort entlang zum Leipziger Ring wollten. Nun sind sie bei Ex-NPD-Kader Volker Beiser und seiner „Bürgerbewegung Leipzig“ zu Gast. An gleicher Stelle hatte am 26.10.2021 erst der Rechtsextremist und JN-Bundesvorsitzender Paul Rzehaczek eine Rede gehalten.

Der "Widerstand" der "Querdenker" kommt auf dem Wagnerplatz an und trifft da auf weitere bekannte Rechtsradikale. Foto: LZ
·Leben·Gesellschaft

Liveticker (1): „Querdenken läuft nicht“ in Leipzig + Videos & Update 19 Uhr

Bis heute strickt die seither stark geschrumpfte „Querdenken“-Bewegung am „Mythos Leipzig“ 2020. Am 7. November des letzten Jahres sahen sich die damaligen Macher um Nils Wehner, Ralf Ludwig und Markus Haintz als eine Art Sieger der Geschichte, als die „Querdenken“-Kundgebung auf dem Augustusplatz erst wegen massenhafter Auflagenverstöße abgebrochen wurde und man sich kurz darauf mithilfe von Neonazis und rechten Hooligans auf Höhe Hauptbahnhof den Gang über den Ring freipresste. Die Konstellation am heutigen 6. November 2021 ist aufgrund stark steigender Inzidenzzahlen in Sachsen ähnlich, „Querdenken“ startet 15 Uhr am Augustusplatz, wenngleich mit weniger Teilnehmenden gerechnet wird. Dafür dürften diese umso radikaler auftreten.

Im 100-Jahre-AKS-Buch wird unter anderem auch die Geschichte der Fans sowie Maßnahmen, die gegen die Fans ergriffen wurden, zum Thema gemacht. Foto: Jan Kaefer
·Sport·Fußball

„Ein Stadionbuch, das es so noch nicht gegeben hat“: Chemie-Ultra Alexander Mennicke setzt dem Leutzscher AKS ein Denkmal

Seit er acht Jahre alt ist, zieht es Alexander Mennicke regelmäßig zu Chemie. Die Heimspiele seiner Grün-Weißen verfolgt der heute 35-Jährige immer vom Norddamm aus. Dort, auf der hoch aufragenden Tribüne, sorgt die Ultra-Gruppe „Diablos Leutzsch“ für Stimmung im Alfred-Kunze-Sportpark (AKS). Mennicke, der dort nur „Menne“ genannt wird, gehört seit 20 Jahren dazu und ist einer der „Capos“ – also Anstimmer für die Fangesänge. Doch sein Engagement für den Fußball und die BSG Chemie endet bei Weitem nicht mit dem Schlusspfiff.

Von der MIBRAG aufgekauftes Gehöft in Pödelwitz. Foto: Luca Kunze
·Politik·Region

Braunkohle: Pödelwitz soll Zukunftsdorf werden und bundesweite Mehrheit gegen weitere Dorfzerstörungen

Während in NRW der Kampf um den Erhalt des Dorfes Lützerath weitergeht, ist das Dorf Pödelwitz im Leipziger Süden inzwischen vor dem Zugriff des Tagebaus gerettet. Und die Dorfgemeinschaft kann jetzt etwas machen, was sogar Vorbildwirkung für andere Dörfer in Sachsen haben kann: eine Zukunftsvision entwickeln. Am Donnerstag, 4. November, stellten die Pödelwitzer ihr Konzept im Groitzscher Stadtrat vor.

Am Wilhelm-Leuschner/Höhe Rossplatz in der Nacht zum 21. Januar 2021. Foto: LZ
·Politik·Brennpunkt

Baurecht versus Baumschutz: Linksfraktion hat ihren Antrag zum „Leuschi“ neu gefasst

Im ersten Anlauf war die Linksfraktion komplett abgeprallt an einer Stadtverwaltung, die den Antrag „No more Leuschis - Planungsgrundsätze überarbeiten, Biodiversität erhalten!“ einfach aus rechtlichen Gründen ablehnte. Vorhergegangen war dem Antrag die wilder Baumfällaktion auf dem künftigen Baugrundstück für das Institut für Länderkunde im Januar: Obwohl erst einmal nur Bodenuntersuchungen stattfinden sollten, ließ die Stadt dutzende Bäume und Sträucher fällen.

Vertrocknete Wiese vor dem Neuen Rathaus 2018. Foto: Ralf Julke
·Politik·Sachsen

Es wird heiß: Landesumweltämter veröffentlichen Klimasteckbriefe für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Es wird heißer und es wird trockener. Und Extremwetterereignisse gibt es obendrein.´Das ist eigentlich allen längst bekannt. Auch der sächsischen Staatsregierung, die seit 15 Jahren über sehr konkrete Klimamodellierungen für den sächsischen Raum verfügt. Aber was es tatsächlich bedeutet und wie dramatisch sich das Klima schon in den nächsten Jahrzehnten verändern wird, das können sich Viele immer noch nicht vorstellen.

Bild von der letzten Pflanzaktion in Peres. Foto: LEIPZIG pflanzt
·Politik·Engagement

Neues Pilot-Projekt der Initiative LEIPZIG pflanzt: 2.000 Quadratmeter im Kleingartenverein Kultur

Die Initiative LEIPZIG pflanzt setzt am heutigen Samstag, 6. November, um 10 Uhr einen neuen Spatenstich: Nachdem sie zusammen mit zahlreichen freiwilligen Leipziger/innen in den letzten anderthalb Jahren überwiegend im Leipziger Umland Bäume gepflanzt hatte, betritt sie nun mit dem Pilot-Projekt Kleingärtnerverein Kultur e.V. in Anger-Crottendorf den innerstädtischen Bereich.

Deutscher Werkbund Sachsen (Hg.): Der Bauhausstil - Markenzeichen des Warenhauskonzerns Schocken. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Der Bauhausstil: Die zu Unrecht vergessene Geschichte der Schockens, ihrer Bauhaus-Warenhäuser und des Architekten Bernhard Sturtzkopf

Beinahe wäre Sachsen so gar nicht vertreten gewesen im 100jährigen Jubiläum des Bauhauses 2019. Da standen eher Weimar und Dessau im Mittelpunkt. Sachsen schien einfach nicht sichtbar als eine Region, in der markante Gebäude im Bauhausstil zu finden wären. Aber dann eröffnete in Crimmitschau doch noch eine Ausstellung, die sichtbar machte, dass in Sachsen sogar einer der markantesten Bauhaus-Architekten wirkte.

·Der Tag

Freitag, der 5. November 2021: Ortsfeste Querdenker, neue Schutzverordnung und Klimaaktionen

Einen Tag vor den geplanten Demonstrationen von „Querdenkern“ und Neonazis hat das Ordnungsamt der Stadt Leipzig nochmal klargestellt, dass die Versammlungen ortsfest stattfinden müssen. Ob sich die Teilnehmer/-innen daran halten werden oder ob sich der 7. November 2020 wiederholt, bleibt offen. Außerdem: Sachsen hat eine neue Corona-Schutzverordnung und „Fridays for Future“ demonstriert. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 5. November 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Fahrscheinautomat in einer XXL-Straßenbahn. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

Ein ÖPNV-Preisvergleich des ADAC: Was herauskommt, wenn Autofahrer am Automaten stehen

Es ist schon erstaunlich, wenn sich der Autofahrerclub ADAC einmal rührend um die ÖPNV-Ticket-Preise in deutschen Großstädten kümmert. Was der ADAC ja tatsächlich wieder getan hat. Und das auch noch mit einem erstaunlichen Argument: „Eine wichtige Maßnahme, um überfüllte Innenstädte zu entlasten, ist es, stärker auf den ÖPNV zu setzen.“ Was man auf zweierlei Art tun kann: entweder mit mehr Investitionen oder mit besseren Fahrpreisen.

Der Angeklagte Jens E. (l.) am Freitag neben seinem Anwalt Axel Kaufmann. Foto: Lucas Böhme
·Leben·Fälle & Unfälle

Neuer Prozess nach Säure-Angriff auf Gemkow-Wohnung: Angeklagter sieht sich als unschuldig

Fast sechs Jahre nach dem nächtlichen Säure-Angriff auf die Privatwohnung des damaligen sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow in Leipzig steht seit Freitag ein weiterer Verdächtiger vor Gericht. Die bisherige Aufarbeitung des Falles scheint aus Behördensicht desaströs, denn zwei Verdächtige wurden in den letzten Jahren freigesprochen. Der nun Angeklagte beteuerte zum Prozessauftakt seine Unschuld. Dafür, wie seine DNA auf einem der Steine gelandet ist, lieferte der 41-Jährige eine eigenartige Erklärung.

Tempo 30 in der Bernhard-Göring-Straße. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

Appell an die neue Bundesregierung: ADFC und FUSS e. V. fordern Tempo 30

Was wurde hier nicht schon darüber diskutiert, welche guten oder schlechten Folgen ein flächendeckendes Tempo 30 in Städten wie Leipzig hätte. Es ist eine Diskussion mit einem Denkfehler, nämlich dem, dass modernes Leben und Arbeiten ohne Auto nicht denkbar ist. Seit über 60 Jahren wurden unsere Städte „autogerecht“ umgebaut. Parallel zur Entfesselung der CO2-Emissionen. Dabei müssen wir unser Denken ändern. Auch über ein Tempolimit von 30.

hristopher Siebenhüner (l.), Geschäftsführer der Gecko Two GmbH und Tom Potutschek (r.), COO der Gecko Two GmbH, führen gemeinsam mit ihren Projektpartnern Medienvertreter/-innen über die Baustelle des R42. Foto: Gecko One
·Wirtschaft·Firmenwelt

Aufschlag in der Ritterstraße: R42 soll zum Anlaufpunkt für die Gaming-Branche in Mitteldeutschland werden

Es ist zwar eine der wachstumsstärksten Branchen in Leipzig, aber man sieht sie kaum. Auch in Wirtschaftsberichten kommt sie fast gar nicht vor. Und ein mit großer Leuchtwerbung zu erkennender großer Unternehmenssitz ist auch nirgendwo sichtbar. Ein wenig soll sich das jetzt ändern. Seit einigen Monaten entsteht im Herzen Leipzigs ein ganz besonderes Gebäude. R42 soll ab kommendem Jahr ein einzigartiges Ökosystem bieten, welches die Welten der klassischen Wirtschaft und der Games-Branche zusammenführt.

Postkarte „Waterfront“. Grafik: Parents for Future Leipzig
·Politik·Engagement

Eiffelturmtag am 10. Dezember 2021: Parents for Future haben eine digitale Postkarten-Aktion zu COP26 gestartet

Mit bildstarken Postkarten vom Eiffelturm in Glasgow begleiten die Parents for Future Germany seit Montag die #COP26 in den Sozialen Medien und veröffentlichen dabei eine Woche lang täglich ein neues Motiv. Mit dieser Aktion mahnen sie die Abgeordneten des Deutschen Bundestags an, nicht auf ferne Verhandlungen zu schauen, sondern die Einhaltung des Pariser Abkommens hier vor Ort, in Berlin und in ihrem Wahlkreis, sicherzustellen. Die Aktion kündigt auch den ersten bundesweiten „Eiffelturmtag“ am 10. Dezember 2021 an.

Hagen Kunze: Literarischer Stadtrundgang durch Leipzig. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Literarischer Stadtrundgang durch Leipzig: Mit Hagen Kunze auf der Spur von Dichtern, Schriftstellerinnen und Verlegern

Leipzig war immer ein ziemlich hartes Pflaster für Autoren. Deswegen gibt es hier auch so wenige Dichtergedenkstätten. Eigentlich nur eine – in Gohlis das Schillerhäuschen. Schöne Erinnerung an Schillers freudigen Kurzurlaub in Leipzig. Ansonsten hängen nur eine Menge Gedenktafeln an diversen Fassaden. Da lebte dann – meist für kurze Zeit – ein berühmter Dichter. Aber man kann trotzdem auf den Spuren der Fleißigen wandeln. Hagen Kunze hat jetzt einfach mal zwei Spaziergänge draus gemacht.

Solidemo für Lina E. und Co. in Dresden.
·Der Tag

Donnerstag, der 4. November 2021: Lina E. ein Jahr in U-Haft, Booster-Impfungen für alle und eventuell politisches Motiv hinter Brandserie

Die Leipzigerin Lina E. sitzt seit einem Jahr in U-Haft; seit Anfang September läuft der Prozess gegen sie und drei weitere Angeklagte. Deshalb fand heute in Dresden eine Solidemo vor dem Oberlandesgericht statt. Derweil einigten sich Jens Spahn und die Ärzteverbände auf Booster-Impfungen für alle und das Marktamt teilte mit, dass der Leipziger Weihnachtsmarkt in diesem Jahr wieder fast uneingeschränkt stattfinden kann. Außerdem: In der Nacht brannte erneut ein Auto in Leipzig. Wir gehen der Frage nach, ob sich dahinter ein politisches Motiv verbergen könnte. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 4. November 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

·Kultur

Institut für Zukunft befürchtet durch neue Corona-Regeln den „Todesstoß für die Kultur“

In der sächsischen Kulturszene regt sich Widerstand gegen die neue Corona-Schutzverordnung. Während beispielsweise der Leipziger Club „Institut für Zukunft“ (IfZ) die geplanten Kapazitätsbeschränkungen kritisiert, rücken sich die „Jazztage Dresden“ mit einem Wutbrief gegen 2G-Regeln in die „Querdenker“-Ecke. Das Kabinett möchte am Freitag, dem 5. November, beschließen, dass sich unter anderem im Innenbereich von Kultureinrichtungen nur noch Geimpfte und Genesene aufhalten dürfen.

Der Tagebau Vereinigtes Schleenhain. Foto: Luca Kunze
·Politik·Region

Antwort auf Linke-Antrag: Verwaltung teilt die Sorge um die Folgen der Flutung des Pereser Sees ab 2038

Die Sorge, die die Linksfraktion da mit ihrem Antrag zum Pereser See geäußert hatte, findet die Leipziger Stadtverwaltung durchaus berechtigt. Aber trotzdem bekommt die Linke jetzt eine Stellungnahme aus der Verwaltung, die betont, dass es so nicht geht. Der Leipziger Stadtrat kann den OBM nicht beauftragen, sich beim Regionalen Planungsverband Leipzig-Westsachsen dafür einzusetzen, dass Leipzig mitwirken kann an den Planungen zum Pereser See, der 2038 geflutet werden soll.

·Wirtschaft·Metropolregion

Wasserstoffkonferenz in Leuna: Die Wasserstoffregion Mitteldeutschland könnte eigentlich loslegen

Der 1. Mitteldeutsche Wasserstoffkongress tagte am Dienstag, 2. November, in Leuna. 220 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung waren dort auf Einladung der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland und des Wasserstoffnetzwerkes HYPOS zusammengekommen. Die meisten kannten sich sogar schon vorher, denn seit 2013 ist grüner Wasserstoff in der Region ein Thema.

Bernd Lindner: Über Mauern. Foto: Ralf Julke
·Kultur·Lesungen

Am 9. November im Museum der bildenden Künste: Buchpremiere für „Über Mauern“

In seinem Buch „Über Mauern“ hat der Leipziger Kunsthistoriker Bernd Lindner etwas getan, was überfällig war: Am Motiv der deutsch-deutschen Teilung zu zeigen, dass die politische Teilung Deutschlands nicht auch die Kunst in zwei antagonistische Teile gespalten hat. Im Gegenteil: Kaum ein Motiv regte mehr zur künstlerischen Auseinandersetzung in Ost wie West an als ausgerechnet die Mauer – und ihre Folgen. Am 9. November ist Buchpremiere in Leipzig.

Hajo Funke: Staatsaffäre NSU. Foto: Ralf Julke
·Politik·Sachsen

Zehn Jahre nach der NSU-Selbstenttarnung: Zweifel an der Aufarbeitung auch in Sachsen bleiben

Am heutigen Donnerstag, 4. November, ist es zehn Jahre her, dass ein seltsamer Vorgang in Eisenach für Schlagzeilen sorgte. Erst ein gescheiterter Überfall auf die Wartburg-Sparkasse in Eisenach, auf Fahrrädern flüchtende Täter und ein Wohnmobil, aus dem Polizeibeamte erst zwei Schüsse hören, bevor es in Brand gerät. Damit endete die längste rechtsradikale Mordserie der Nachkriegszeit. Aber bis heute ist nicht wirklich geklärt, warum die deutschen Sicherheitsbehörden derart versagt haben.

Petra Kipphoff: Max Beckmann. Der Maler als Schreiber. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Max Beckmann: Eine feinfühlige Annäherung an den schreibenden Maler

Das Besondere an dem 1884 in Leipzig geborenen Maler Max Beckmann ist, dass er kaum wie ein anderer Künstler über sein Werk reflektiert hat und neben seinem künstlerischen Werk auch eine Menge Tagebücher, Briefe und öffentliche Statements verfasst hat. Kein Wunder, dass sich Petra Kipphoff angeregt sah, sich diesem Wort-Werk des Künstlers zu nähern, essayistisch, tastend. Denn: Kann man Künstlern überhaupt ein einziges Wort glauben?

·Der Tag

Mittwoch, der 3. November 2021: „Bewegung Leipzig“ darf am Samstag nicht über den Ring ziehen und Corona-Vorwarnstufe in Sachsen

Da Sachsen den in der aktuell gültigen Corona-Schutzverordnung festgelegten sogenannten Belastungswert Normalstationen nun fünf Tage hintereinander überschritten hat, greift am Freitag die Corona-Vorwarnstufe, die weitere Einschränkungen mit sich bringt. Unter anderem dürfen dann Versammlungen nur noch mit maximal 1.000 Personen und ortsgebunden stattfinden, was bedeutet, dass die „Bewegung Leipzig“ und ihre Anhänger/-innen am Wochenende nicht wie geplant über den Ring ziehen dürfen. Außerdem hat das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ seine Motive und Pläne für die Gegendemonstrationen am Samstag vorgestellt. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 3. November 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

·Leben·Gesellschaft

Pressekonferenz von „Leipzig nimmt Platz“ zum 6. November 2021+ Video

Die rechte bis rechtsextreme Szene mobilisiert, am Samstag zu einer Art Corona-1989-Revival zu kommen. Was schon vor einem Jahr am 7. November 2020 eine Art Touristen-Farce war, soll sich am 06.11.2021 nach einem Jahr der weiteren Radikalisierung der Szene in Leipzig wiederholen. Zumindest, wenn es um diverse „Querdenker“- Organisationen geht, die überhaupt noch in kleiner werdenden Gruppen aktiv sind. Darunter auch solche, die längst offen mit NPD und anderen Rechtsextremisten zusammenarbeiten. Dagegen will „Leipzig nimmt Platz“ (LnP) am Samstag protestieren.

Im Januar 2017 beklebten Aktivisten unter anderem in Leipzig mehrere Werbekästen. Foto: Black Rose
·Leben·Gesellschaft

Neues Gutachten im Fall Oury Jalloh: Es war Mord

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh hat am Mittwoch, dem 3. November, ein neues Brandgutachten vorgestellt. Dieses soll belegen, dass Jalloh am 7. Januar 2005 in einer Dessauer Gefängniszelle von Polizeibeamten angezündet worden sein muss. Die staatlichen Ermittlungen in diesem Fall sind derzeit abgeschlossen; laut offizieller Version hat sich Jalloh selbst angezündet und ist deshalb gestorben. Die Initiative fordert nun erneut, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen werden.

Beim letzten DM-Finale 2017 in der Arena Leipzig konnten die Männer des JCL aktiv mitmischen. Foto: Jan Kaefer (Archiv)
·Sport·Weitere

„Das war für uns ein harter Schlag“: Finale der Turbo-Saison findet ohne Gastgeber Judoclub Leipzig statt

Der 4. November 2017 war für das Judo in Leipzig ein denkwürdiger Tag. Denn an jenem Samstag war der Judoclub Leipzig (JCL) zuletzt Ausrichter für ein Bundesliga-Finale der Männer gewesen. Mit dieser Veranstaltung wurden Maßstäbe gesetzt. „Wir haben in der Arena Leipzig 2.600 Leute live für Judo begeistert. Das ist bis heute absoluter Rekord für ein Bundesliga-Finale“, erinnert sich JCL-Manager Stefan Schulze sehr gern daran zurück. Jetzt, vier Jahre später, steigen die Endkämpfe erneut in der Messestadt.

In der Sammlung des Stadtgeschichtlichen Museums befinden sich noch Besitztümer der Familie Sonntag. Foto: Robert Schikor
·Kultur

Wie umgehen mit NS-Raubkunst? Die Geschichte der Familie Sonntag im Stadtgeschichtlichen Museum

Leipzig im Jahr 1939. Laura Sonntag sieht keine andere Möglichkeit, als mit ihren drei Kindern Eva, Wolfgang und Marianne aus Deutschland zu fliehen. Sie wandern nach Amerika aus. Eigentlich gebürtig in den USA, wird sie gezwungen, unter ihrer deutschen Staatsbürgerschaft auszureisen. Wegen ihrer jüdischen Abstammung wird ihr dadurch der Anspruch auf den Familienbesitz aberkannt. Das sogenannte „Umzugsgut“ wird von den Nazis beschlagnahmt. Ihr Mann, Carl Sonntag Jr., erlebt dies alles nicht mehr – er verstarb 1930 an den Folgen einer Nierenoperation, kurz nachdem er mit seiner Familie einen Neustart in Berlin wagte. Der Plan war, dort eine Buchbinderwerkstatt zu eröffnen. Dazu kam es nie.

Gern übersehen: die legale Droge Alkohol. Foto: Ralf Julke
·Politik·Kassensturz

Suchtbericht der Stadt Leipzig 2021: Leipziger Drogenpolitik zwischen Suchtprävention und polizeilichem Kontrolldruck

Am Dienstag, 2. November, hat die Stadt Leipzig den Suchtbericht 2021 mit den Daten aus 2020 veröffentlicht. Sein Problem bleibt dasselbe wie bei den Suchtberichten vergangener Jahre: Es ist kein Suchtbericht. Und er rückt dem Problem einer von Süchten dominierten Gesellschaft auch nicht auf den Grund. Im Grunde beschreibt er nur einige Folgen legaler und illegaler Drogen, die Arbeit der Beratungsstellen und die repressive Sicht der Polizei.

·Kultur·Ausstellungen

Weil der Platz fehlt: „Mosaik-“Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum ist vorerst Geschichte

„‚Dig, Dag, Digedag. DDR-Comic Mosaik‘ wird bis 28. Mai 2021 verlängert“, teilte das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig im April 2021 mit. Da war die Welt noch in Ordnung für die Liebhaber des legendären DDR-Comics. Bis dahin hatten schon 50.000 Besucher die einzigartige Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum besucht. Doch das ist Geschichte. Schon geraume Zeit war die Digedag-Ausstellung nicht mehr gezeigt worden.

Radweg unter Wasser. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

ADFC zu MDR-Umfrage: Sachsen braucht viel mehr Tempo beim Radwegebau

Die Bewohner Mitteldeutschlands sind wahrscheinlich auch nicht närrischer als die Bewohner anderer Landesteile. Sie sehen sehr wohl, welche Gefahren mit dem Klimawandel auf sie zukommen. Aber wenn es darum geht, das eigene Verhalten wirklich zu überdenken, weichen auch sie aus. Das belegte einmal mehr die am 28. Oktober veröffentlichte Umfrage des MDR. „Über drei Viertel geben an, die Komplexität des Klimawandels zu verstehen“, stellte dieser fest. Die Umfragewerte strafen diese Aussage Lüge. Das hat Folgen.

Eric Hattke, Michael Kraske (Hrsg.): Demokratie braucht Rückgrat. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Demokratie braucht Rückgrat: Essays zum durchaus reparaturbedürftigen Zustand unserer Gesellschaft

Ist die Demokratie nur eine Staatsform für reiche Wohlstandsgesellschaften? Wird sie im Krisenfall geradezu zwangsläufig zum Fraß für Populisten und Autokraten? Eine nicht ganz abwegige Frage in einer Zeit, in der sich mancher wie in der Endzeit der Weimarer Republik fühlt und rechtsradikale und populistische Parteien wieder im Aufwind scheinen. Immer mehr Buchtitel beschäftigen sich zwangsläufig mit der Frage, wie gefährdet unsere Demokratie tatsächlich ist. Also wieder ein Haltung-zeigen-Buch?

·Der Tag

Dienstag, der 2. November 2021: Neue Corona-Schutzverordnung, kommender Demo-Samstag in Leipzig und Glasgower Weltklimakonferenz mit ersten Ergebnissen

COVID-19 ist trotz Impfkampagne nicht vorbei, die Infektionszahlen steigen und die Kliniken füllen sich. Sachsen steuert ab Montag mit einer neuen Schutzverordnung gegen, in der die 2G-Regel eine zentrale Rolle spielen wird. Fast genau ein Jahr nach der eskalierten „Querdenken“-Demo wollen die selbsternannten Rebellen am Samstag wieder in Leipzig protestieren. Der Stadt könnte erneut ein Großkampftag, wenn auch mit kleineren Teilnehmer/-innenzahlen, bevorstehen. Außerdem: Die tagende Weltklimakonferenz in Glasgow hat erstmals eine konkrete Zusage abgegeben, die eine Methan-Reduzierung betrifft. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 2. November 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

·Leben·Gesellschaft

Freizeit-Lockdown für Ungeimpfte soll in Sachsen schon nächste Woche kommen

Sachsen plant ab Montag, dem 8. November, eine sogenannte 2G-Regelung für weite Teile des Gastronomie- und Kulturbereichs. Zugang dazu hätten dann nur noch geimpfte und genesene Personen sowie Schüler/-innen und Menschen, die sich nicht impfen lassen können. Anlass für die kurzfristigen Änderungen sind stark steigende Corona-Fallzahlen. Am Freitag, dem 5. November, möchte das Landeskabinett in einer Sondersitzung die neuen Regeln beschließen. Zuvor sind Anhörungen in Ausschüssen des Landtags geplant.

Der frühere Lok- und VfB-Trainer Hans-Ulrich Thomale hat sein bewegtes Leben nun als Buch veröffentlicht. Foto: 1. FC Lok Leipzig
·Sport·Fußball

Erfolge und Krawall: DDR-Fußballgeschichte(n) zum Nachlesen

Besonders für Fußballfans, die es mit dem 1. FC Lok halten, ist der Name Hans-Ulrich Thomale legendär. Seinen größten Erfolg mit den Leipzigern feierte der Trainer im April 1987, als er die Lok bis ins Europacup-Finale führte. Unvergessen dabei das packende Halbfinal-Rückspiel gegen Girondins Bordeaux vor über 100.000 Zuschauer/-innen im Leipziger Zentralstadion. Den Probstheidaern, die er von 1985 bis 1990 trainierte, ist „Ulli“ im Herzen immer treu geblieben. In der Saison 1998/99 kehrte er sogar kurzzeitig auf die Trainerbank des VfB Leipzig zurück.

Der Vorsitzende Richter im Prozess gegen die "Gruppe Freital", nun gegen Lina E.: Hans Schlüter-Staats. Foto: Peter Schulze
·Leben·Fälle & Unfälle

Kampferprobt, gläubig, Columbo-Fan: Hans Schlüter-Staats verhandelt als Vorsitzender Richter über Lina E.

Als Vorsitzender eines Staatsschutzsenats trägt er schon ein „Staats“ im Nachnamen – ein skurriler Zufall. Doch wer ist der Mann in der Richterrobe eigentlich, der schon so spektakuläre Verfahren führte wie gegen den IS-Mörder von Dresden oder Mitglieder der rechtsextremen Gruppe Freital? Und sich bereits öffentlich als Columbo-Fan und gläubiger Mensch zu erkennen gab? Versuch einer porträthaften Skizze.

Nationalsozialistisches Banner und die „Bürgerbewegung Leipzig“ am 1. November 2021 auf dem Leipziger Ring. Foto: LZ
·Leben·Gesellschaft

Das „Querdenker-Jubiläum“ rückt näher: Stadt Leipzig erwägt Einschränkungen wegen COVID-19-Zahlen

Ein Jahr ist nun schon wieder herum, da fluteten unter anderem Schwaben, Bayern, Berliner und Sachsen am 7. November 2020 erst den Augustusplatz und machten sich anschließend gegen jede Vernunft und Coronaschutzidee dichtgedrängt und maskenfrei auf den Rundgang über den Leipziger Ring. Was sich bei vielen Leipziger/-innen als einer der wohl groteskesten Tage der Pandemie und ein gerüttelt Maß an Staatsversagen eingeprägt hat, gilt der sogenannten „Querdenker“-Szene als das Synonym für geleisteten Widerstand. Der Tag wird längst glorifiziert, statt randalierender Neonazis und Hooligans bemüht man gern Bilder mit Kerzen auf den LVB-Schienen am Georgiring. Am 6. November 2021 wollen sie nun erneut mit Neonazis gemeinsam ein weiteres 1989-Reenactment begehen. Wenn da nicht die steigenden Corona-Zahlen und der Gegenprotest wären.

·Leben·Gesellschaft

Diskussion zur Coronalage in Sachsen: Die Rückkehr der Krisentreffen

Viele dürften nach dem vergangenen Winter gehofft haben, dass die Zeit der Corona-Krisentreffen vorbei ist. Dass das Virus nicht so schnell besiegt werden kann, war klar, aber vor allem eine hohe Impfquote sollte dafür sorgen, dass das Problem künftig überschaubar bleibt. Diese Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Während die Impfquote in Sachsen brutal niedrig ist, schießt die Zahl der belegten Krankenhausbetten rasant in die Höhe. Am Montag, dem 1. November, fand deshalb ein Online-Krisentreffen mit Vertreter/-innen der Landesregierung, Expert/-innen und anderen Betroffenen statt.

Wenn Stürme wüten ... Foto: LZ
·Bildung·Forschung

Kampf gegen die Klimakrise: Deutsche Bundesstiftung Umwelt lädt ein zur digitalen Veranstaltung

Wer sich seit Jahren mit den Folgen der Klimaerwärmung beschäftigt, für den muten die aktuellen Diskussionen um die Wege zur Klimaneutralität natürlich nur noch skurril an. Denn natürlich erzählen sie zuallererst von der Bequemlichkeit der Menschen. Menschen ändern ihr Verhalten ungern, auch dann, wenn ihnen die Folgen bewusst sind. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) macht jetzt ein paar Vorschläge, wie man sie doch bewegen könnte, und lädt am heutigen Abend zur Vorstellung dieser Ideen.

Das Neue Rathaus. Foto: L-IZ.de
·Politik·Leipzig

Personalpolitik im Leipziger Rathaus: Grüne schlagen die Schaffung eines neuen Begleitgremiums vor

„Es ist uns bewusst, dass die Gründung einer neuen Arbeitsgemeinschaft nicht unbedingt für Begeisterungsstürme sorgen wird“, schreibt die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen zu ihrem jüngsten Stadtratsantrag: „Gründung einer Arbeitsgruppe Strategisches Personalmanagement“. Aber ist das Personalmanagement nicht Hoheitsgebiet des OBM? Auch dessen sind sich die Grünen bewusst und geben es auch zu. Wären da nicht die seltsamen Personallöcher der vergangenen Jahre gewesen.

Thomas Böhme: Strandpatenschaft. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Strandpatenschaft: Die erstaunlichen Nachtwachen des Dichters Thomas Böhme

Auch Dichter/-innen lassen sich anstecken von den Klagegesängen der Zeit. In diesem Fall Jayne-Ann Igel, die das Nachwort zu Thomas Böhmes neuem Gedichtband „Strandpatenschaft“ geschrieben hat. „Mancher Text wirkt eher wie ein Abgesang. Bisweilen apokalyptisch“, schreibt sie. Was natürlich verblüfft, wenn man sich durch Landpartien und Augenweiden, Nachtwachen und Raunachtsplitter gelesen hat. Apokalypsen lesen sich anders.

·Der Tag

Montag, der 1. November 2021: Kretschmers Quarantäne, Hildmanns Maulwürfin und E-Scooter für alle

Am heutigen Montag luden Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) zum virtuellen Gespräch mit medizinischen Experten, Wissenschaftlern und Vertreter/-innen gesellschaftlicher Gruppen zur Corona-Lage und Zukunftsperspektiven ein. In Persona hätte sich Kretschmer ohnehin nicht treffen können: Er wurde heute wegen Verdacht auf Corona in Quarantäne geschickt. Außerdem: Auch in Leipzig gibt’s jetzt E-Scooter und Attila Hildmann hat vermutlich von einer Beschäftigten in der Berliner Justiz vertrauliche Informationen zu den Ermittlungen gegen ihn erhalten. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 1. November 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Klimastreik auf dem Innenstadtring am 24. September. Foto: LZ
·Leben·Gesellschaft

Nachdenken über … die deutsche Wir-doch-nicht-Mentalität

Seit Montag tagt ja in Glasgow die 26. UN-Klimakonferenz. Die Erwartungen sind gedämpft. So manche Medien waren sich schon am ersten Tag sicher, dass dabei wieder nicht das herauskommen wird, was eigentlich notwendig ist, das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Weil einige Staaten scheinbar schon wieder mauern und überhaupt keine Versprechen machen wollen. Aber wieso erhoffen das alle von irgendwelchen regierenden Populisten? Warum fangen wir nicht einfach selbst an?

·Politik·Engagement

Wald für den Leipziger Südraum: Leipziger Initiative hat weitere 5.000 Bäume gepflanzt

Der ehemalige Tagebau Peres im Süden von Leipzig: Früher wurde hier großflächig Kohle abgebaggert, nun soll auf der früheren Halde des Tagebaugeländes neuer Wald entstehen. Etwa 8.000 kleine Bäume hat die Initiative LEIPZIG pflanzt bereits gepflanzt – bis zu 25.000 sollen es einmal werden. 3.000 davon wurden im letzten Jahr gemeinsam mit Freiwilligen aus Leipzig gesetzt, 5.000 weitere folgten im Frühjahr. Und am Sonntag, 31. Oktober, kamen wieder 5.000 in die Erde.

Man muss doch alles regeln! Foto: Ralf Julke
·Politik·Sachsen

Kommentar zu einem übergriffigen Antrag: Das wunderbare Familienbild der sächsischen AfD

Dass es die AfD nicht so sehr hat mit der Wirklichkeit des frühen 21. Jahrhunderts, das hat sie schon mit Bergen von Anträgen auch im Sächsischen Landtag gezeigt, mit denen sie versucht, die Vorstellungen einer vergangenen autoritären Gesellschaft als neue Gesetze ins Gespräch zu bringen. Im September versuchte sie ihr antiquiertes Familienbild mit dem Schlagwort „kindgerechte frühkindliche Sexualerziehung“ im Verfahren zu platzieren.

Witold Szabłowski: Wie man einen Diktator satt bekommt. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Wie man einen Diktator satt bekommt: Witold Szabłowskis Reise zu den Köch/-innen von fünf einst berühmten Machthabern

Wenn man die Namen liest, kommt es einem beinah vor wie die „gute alte Zeit“. Da hatten sogar Diktatoren noch Format… Was natürlich nicht stimmt. Sie bekamen nur viel mehr Aufmerksamkeit als heute, standen ganz anders im Fokus der Medien. Wenn sie dann endlich weg waren, krähte auch kein Hahn mehr nach ihnen. Nur Journalisten wie Witold Szabłowski interessierten sich noch – und zwar für die Menschen, die es mit diesen eiskalten Typen aushalten müssen. Ihre Köch/-innen zum Beispiel.

Lina E. im Gerichtssaal.
·Leben·Fälle & Unfälle

An der Scheibe: Der Tanz um den Paragrafen 129

Lina E.s Mutter steht meist vor und nach jeder Prozesspause ganz nah an der Scheibe, die den Gerichtssaal und den Zuschauerraum trennt, winkt und lächelt. Tapfer, für ihre Tochter, die ein ums andere Mal hinaus- und wieder hereingeführt wird; bei jeder Unterbrechung, die Richter Hans Schlüter-Staats anordnet, jeden Morgen und jeden Abend zum letzten Mal, wenn der Prozesstag vorbei ist.

Beim G20-Gipfel einst in Hamburg: Ein Auto brennt nicht weit vom Fischmarkt, nachdem die Welcome to Hell Demonstration von der Polizei zerschlagen wurde. Foto: Tim Wagner
·Der Tag

Das Wochenende, 30./31. Oktober 2021: Brennende Autos in Leipzig, geschleuste Menschen an der Grenze und „Querdenken“-Protest in Dresden

In Dresden und Zwönitz protestierten an diesem Wochenende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. Während die mutmaßlichen Schleuser im Fall eines toten Geflüchteten noch nicht gefasst wurden, entdeckten Beamte nahe der deutsch-polnischen Grenze erneut 23 Menschen in einem Transporter. Der G20-Gipfel in Rom zur Klimakrise verlief „schwierig“, während in Lützerath dank „Ende Gelände“ der Bagger stillstand. Außerdem: Die Coronalage in Sachsen verschärft sich und in Thekla brannten zwei Autos. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, dem 30. und 31. Oktober 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

LVB-Geschäftsführer Ulf Middelberg im LZ-Interview über ambitionierte Ziele und das 365-Euro-Ticket. Foto: René Loch
·Wirtschaft·Mobilität

„In unserem Selbstverständnis sind wir der Mobilitätsdienstleister für Leipzig“: LVB-Geschäftsführer Ulf Middelberg über ambitionierte Ziele und das 365-Euro-Ticket

Für die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) sind es mal wieder aufregende Wochen. Baustellen im gesamten Stadtgebiet sorgen für Umleitungen, Verspätungen und Ausfälle; das wiederum sorgt für unzufriedene Kund/-innen. Gleichzeitig mussten Befürworter/-innen eines 365-Euro-Tickets einen erheblichen Rückschlag hinnehmen, weil die benötigte Förderung des Bundes nicht kommen wird. Mit LVB-Geschäftsführer Ulf Middelberg hat sich die Leipziger Zeitung (LZ) über diese und weiter Themen unterhalten.

·Kultur·Ausstellungen

Caspar widerstand dem Trend: Kurator Dr. Jan Nicolaisen über die neue Romantikausstellung

Bis zum 9. Januar 2022 wird im Leipziger Kunstmuseum in der Katharinenstraße die Fortsetzung jener Schau gezeigt, die ein Jahr zuvor im Museum Kunstpalast in Düsseldorf gezeigt wurde. In Leipzig hat sie ein anderes Gesicht und andere Themen, viele Werke Friedrichs und anderer Künstler sind ausschließlich in Leipzig zu sehen. Dr. Jan Nicolaisen kuratierte die Leipziger Ausstellung. Was er mit der erweiterten Ausstellung zeigen will, warum Caspar David Friedrich ein sensitiver Beobachter seiner Zeit war und wie progressiv und modern er seine Gemälde konzipierte und umsetzte, erörtert er im Interview mit der LZ.

Veränderung der Arbeitslosigkeit gegenüber Oktober 2020 in verschiedenen Gruppen inLeipzig. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig
·Politik·Kassensturz

Ausländer in Hartz IV in Leipzig: Der Hintergrund zu einer der üblichen AfD-Anfragen im Landtag

Mit Ausländern hat es ja die AfD in Sachsen. Auch in ihren Stapeln von Landtagsanfragen, in denen sie alle mögliche Zahlen zu Ausländern in Sachsen herausbekommen wollen. Jüngst erst wieder der Landtagsabgeordnete Alexander Wiesner, der lauter Zahlen wissen wollte zum: „Ausländeranteil von Hartz-lV-Empfängern in der Stadt Leipzig im Zeitraum 01.01.2021 bis 30.09.2021“.

Katrin Pieper: Bäume. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Bäume: Ein Büchlein über die 15 heimischen Baumarten, die man unbedingt kennen sollte

Auch Verlagsprogramme ändern sich nach und nach, wenn sich das Interesse der Leser/-innen verändert und – zum Beispiel – das Thema Klimaveränderung auch Bereiche erfasst, die noch vor kurzem eine heile Welt schienen. Jedenfalls keine, um die man sich sorgen musste. Das große Waldsterben seit 2018 hat nun auch vielen erst richtig bewusst gemacht, wie sehr wir auf die Leistungsfähigkeit gesunder Wälder angewiesen sind. Zeit für ein kleines Baum-Buch.

Autor, Leipziger und Kolumnist David Gray.
·Leben·Gesellschaft

Haltungsnote: Terroristenhendl im Schuldgefühlspeckmantel

Sie sind schuld. Ja, Sie! Und Sie! Und der da drüben an der Theke vom Bäcker ist auch schuld. Ich? Ich bin auch schuld. Wir sind alle an allem schuld. Woran? Daran, dass der Planet gerade zum Backofen wird, zum Beispiel, oder daran, dass Disney immer noch Scheiß-Filme macht, die Kindern weiterhin suggerieren, dass Prinzessinnen ein geiles Leben hätten. (Lady Di würde das so nicht unterschreiben, fürchte ich.)

·Politik·Sachsen

Das LKA Sachsen und die Linken: Von wissenschaftlicher Untersuchung kann keine Rede sein

Im August verschickte die dpa einen Text an die Medien, die mit denselben Wortbausteinen in praktischen allen Tageszeitungen erschien, in der „Freien Presse“ in Chemnitz genauso wie in der LVZ. Der Tenor: Ein breit gestreuter Versuch des Landeskriminalamtes, die Arbeit der Soko LinX in einem fast wissenschaftlichen Licht dastehen zu lassen. Aber von Wissenschaftlichkeit bleibt nicht viel übrig, wenn der zuständige Minister antwortet.

Mal wieder Zeit, die Uhren umzustellen. Foto: Ralf Julke
·Leben·Gesundheit

Zeitumstellung geht auf die Psyche: 30 Prozent der Menschen klagen über körperliche oder psychische Beschwerden 

Am kommenden Sonntag, 31. Oktober, ist es wieder so weit. Dann werden nachts die Uhren von drei auf zwei Uhr zurückgestellt. Ab dann gilt in allen Ländern Europas wieder die Winter- beziehungsweise Normalzeit. Eigentlich wollte die EU die Umstellerei längst beenden. Aber man kann sich nicht wirklich einigen. Denn eigentlich braucht niemand mehr diesen Trick, mehr Arbeitszeit zu schinden. Und viele leiden. Nicht nur an der Umstellung.

Harald Meller, Kai MIchel: Griff nach den Sternen. Foto: Ralf Julke
·Kultur·Lebensart

4.000 Jahre alte Botschaft: Die Himmelsscheibe von Nebra fliegt mit Matthias Maurer ins Weltall

Von Leipzig aus muss man sich einfach nur in die S-Bahn setzen und nach Halle fahren. Dann kann man sie dort im Landesmuseums für Vorgeschichte bewundern: die Himmelsscheibe von Nebra, die für Harald Meller, den Direktor des Landesmuseums, der Schlüssel zu einer ganzen Kultur ist, die vor 4.000 Jahre in Mitteldeutschland existierte. Und nun fliegt die Himmelsscheibe tatsächlich ins Weltall.

Karl Bär. Foto: Umweltinstitut München
·Wirtschaft·Verbraucher

Südtiroler Pestizidprozess gegen Karl Bär erneut vertagt: Der letzte Kläger erschien einfach nicht vor Gericht

Eigentlich sollte es am Freitag, 29. Oktober weitergehen. Doch der Prozess wegen übler Nachrede gegen den ehemaligen Agrarreferenten des Umweltinstituts München, Karl Bär, seit September grüner Abgeordneter des Deutschen Bundestags, wurde erneut verschoben. Am vierten Verhandlungstag in Bozen/Südtirol erschien der letzte verbliebene Kläger, Obstbauer Tobias Gritsch, der gleichzeitig von der Staatsanwaltschaft als Zeuge geladen war, nicht vor Gericht, berichtet das Umweltinstitut München. Dabei hat dieser Pestizid-Prozess schon jede Menge Staub aufgewirbelt.

Clemens Meyer: Stäube. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Stäube: Drei neue Erzählungen von Clemens Meyer und ein Essay mit angekündigter Fortsetzung

So etwas liest man am Ende eines Buches gern: „(Wird fortgesetzt)“. Bei Clemens Meyer sowieso, der nun schon sein zweites Buch bei Faber & Faber veröffentlicht hat nach „Nacht im Bioskop“ von 2020. Diesmal mit drei Erzählungen, die eigentlich eher zur Kurzgeschichte tendieren. Und über Kurzgeschichten macht er sich in dem Essay Gedanken, den er dann quasi nach einer eindrucksvollen Fotostrecke von Bertram Kober noch dazugetan hat: „Wozu Literatur?“

·Kultur·Film & TV

DOK Leipzig: Aufsässige Gestalten

Nach der Corona-bedingten Pause im vergangenen Jahr ist das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, kurz DOK Leipzig, zurück in den Kinosälen. Neben den Vorführungen vor Ort gibt es zudem die Möglichkeit, viele Filme im Anschluss an das Festival online zu schauen. Wir werfen heute einen Blick auf animierte Kurzfilme, die unter dem Titel „Aufsässige Gestalten“ im Programm laufen.

Booster Impfung
·Der Tag

Freitag, der 29. Oktober 2021: Booster-Impfung in Sachsen für alle freigegeben, Bettenbelegung nahe der Vorwarnstufe, Autobahn-Demo der „Freien Sachsen“ bleibt verboten

COVID-19 meldet sich mit voller Wucht auch in Sachsen zurück. Angesichts kletternder Infektionszahlen gibt der Freistaat nun eine Auffrischungsimpfung mit Beginn des Novembers für alle Zielgruppen frei. Gleichzeitig müssen mehr Menschen ins Krankenhaus und es droht mit Erreichen der sogenannten Vorwarnstufe eine erneute Corona-Regelverschärfung. Außerdem: Das Oberverwaltungsgericht Bautzen bestätigte das Demo-Verbot der „Freien Sachsen“, die an der A4 gegen die vermehrte Schleusung aus Belarus nach Deutschland protestieren wollten. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 29. Oktober 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

·Leben·Satire

Neu-PARTEI-Mitglied Kretschmer

Kennste, kennste? Nachdem uns Mario Barth auf diesem Einstiegspfad ins Thema geholfen hat, das Text-Niveau als stark kellerlastig und damit dem Anlass angemessen tieffliegend zu klären, hier das Lied dazu, was mir seit heute nicht mehr aus dem Kopf geht. „Die Partei, die Partei, die hat immer recht …“. Ja, was für die „Alten“ wie uns, mit DDR-Migrationshintergrund und Pionierzeitsozialisation.

Protestveranstaltung auf der Hainstraße am Freitagvormittag. Foto: Lucas Böhme
·Wirtschaft·Verbraucher

„Zahl endlich die Zinsen“ – Offener Protest und Brief gegen fehlerhafte Verträge der Sparkasse Leipzig + Video

Manch nichtsahnendem Kleinanleger könnten noch tausende Euro an Nachzahlung zustehen: In einem Musterurteil gegen die Leipziger Sparkasse stellte der Bundesgerichtshof (BGH) jüngst fest, dass eine Vielzahl von Kundinnen und Kunden womöglich jahrelang um ihre Zinsen gebracht wurde. Ein Aktionsbündnis protestierte dagegen am Freitagvormittag in der Hainstraße und übergab der Sparkasse Leipzig einen Offenen Brief.

·Leben·Satire

Rodig reflektiert: Tirade der Gewalt

Es ist Sonntag und aus dem Radio trällert Barbara Peters zu Georg Kreislers Klavierspiel. „Wir sind Terroristen gegen die Liebe, gegen die Faulenzer, gegen die Diebe, aber nicht einer gegen den Staat.“ Nun, gegen Staat und Kapital, da regt sich noch etwas – die sogenannte linke Szene. Der regional passende Code dafür lautet, in mühevoller Kleinholzarbeit erlangt und durch die bundesweite Presse etabliert, bekanntermaßen: Connewitz. Als linksradikale Trutzburg stilisiert, wo morgens schon der Duft zerbrochener Sterniflaschen, kokelnder Mülltonnen und Wutschweißreste nächtlicher Plenumse durch die Straßen weht. Man möcht’s glatt zum Geruch der Freiheit romantisieren.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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