Artikel zum Schlagwort Altersarmut

BIAJ korrigiert eine Meldung des RND

Die Ausgaben des Bundes für die Grundsicherung liegen heute schon deutlich über 6 Milliarden Euro

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Die Ausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sind im vergangenen Jahr auf 5,9 Milliarden Euro gestiegen. Das waren knapp 500 Millionen Euro mehr als noch 2017“, meldete die LVZ am 2. Februar. Herausbekommen habe das das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), also der Rechercheverbund des Madsack-Konzerns, zu dem die LVZ gehört. Aber die Zahl konnte so nicht stimmen. Paul M. Schröder hat nachgeforscht. Weiterlesen

Leserbrief zum Pflegedienst in Leipzig: Werbung, oder wie eine Stadt die Arbeit des Pflegedienstes unterstützt

Foto: naTo

Anonyme Einsendung via Formular auf L-IZ.de: So, heute ist es mal wieder so weit, ich unterstütze mal wieder nicht ganz freiwillig die Stadt, in der ich arbeite. Denn an meiner Windschutzscheibe klebte ein Ticket, ein Parkknöllchen. Und kleben ist nicht unter- oder übertrieben, denn es regnet heftig. Aber auch bei besserem Wetter hielte sich meine Begeisterung in Grenzen. Ich gehöre zu der Gruppe von Personen, die nicht aus Langeweile, Faulheit, Shoppingwahn oder der unbändigen Lust nach einem Kaffeeklatsch, in einem dicht besiedelten Wohngebiet mit mangelten Parkmöglichkeiten, mal eben schnell das Auto in der Nähe von Patienten abstellt. Weiterlesen

77.000 Leipziger Arbeitnehmer unter der Grundsicherung

26 Prozent der Leipziger Beschäftigten drohen Mini-Renten

Foto: NGG

Für alle LeserEs war schon immer wieder Thema: Nach wie vor arbeiten viele Leipziger zu so niedrigen Gehältern, dass sie mit Renteneintritt zwangsläufig in die Armut abrutschen und auch noch unter der gesetzlichen Grundsicherung von 710 Euro landen. Leipzig droht Altersarmut – in einem größeren Ausmaß als bislang angenommen, befürchtet die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Weiterlesen

Wenn Rentner lieber jobben, als um Sozialhilfe zu betteln

Die Zahlen zur Unterhaltsbeihilfe der Älteren sind auch in Leipzig seit 2015 zurückgegangen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm Zusammenhang mit den jüngsten Arbeitsmarktzahlen stellte „Kathrin“ die nicht ganz unwichtige Frage: Wie sieht es eigentlich mit Bedarfsgemeinschaften im SGB XII in Leipzig aus? Denn wenn die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im SGB II („Hartz IV“) sinkt, muss das ja nicht bedeuten, dass auch die Bedarfe in der Sozialhilfe zurückgehen. Über diese Zahlen berichtet natürlich nicht die Arbeitagentur. Weiterlesen

Rentenrechnerei nach deutschem Prozentgebot

Fast 50.000 sächsische Rentner müssen jobben, um auf ein erträgliches Alterseinkommen zu kommen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVielleicht glaubte Bundesfinanzminister Olaf Scholz tatsächlich, dass er einen tollen Plan vorgelegt habe, als er seinen Vorschlag vorlegte, das Rentenniveau bis 2030 stabil zu halten. Selbst ins Büro der L-IZ kamen die Leute und fragten, ob sie hier einmal aus lauter Verzweiflung herzlich lachen dürften. 48 stabile Prozent vom aktuellen Einkommen? Da können sich die meisten sächsischen Arbeitnehmer schon mal bei der Armenfürsorge anstellen. Kann die deutsche Regierung nicht mehr rechnen? Weiterlesen

Quartalsbericht Nr. IV/2017

Wenn Leipzigs ältere Erwerbstätige in der Armutsfalle festsitzen

Grafik: Stadt Leipzig, Quartalsbericht IV/2017

Für alle Leser2015 war ein Jahr, das eine Zeitenwende markiert. Und das hat nichts mit den Flüchtlingen zu tun. Sondern mit dem Geld und dem Gefühl vieler Ostdeutscher, dass sie für alle ihre Mühen am Ende nicht belohnt werden. Es war das Jahr, als erstmals richtig sichtbar wurde, wie viele ältere Arbeitnehmer für die „Wende“ mit regelrechter Armut bezahlen. Im neuen Quartalsbericht wird das Thema sichtbar gemacht. Weiterlesen

Forderung an nächste Regierung

SPD-Generalsekretärin fordert solidarisches Rentenmodell gerade für den gebeutelten Osten

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNoch wird in Berlin sondiert, ob und wie CDU, CSU, FDP und Grüne möglicherweise in einer Jamaika-Koalition miteinander regieren können. Die SPD ist jetzt größte Oppositionspartei. Und dort wagt man jetzt deutlich schärfere Töne. So wie die Leipziger Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe: „Wenn die Schwampel die Altersarmut nicht bekämpft, wird sie zur reinen West-Koalition.“ Weiterlesen

Jobben bis zum Umfallen

Deutsche Rentenreformen mobilisieren immer mehr Menschen über 65 für den Arbeitsmarkt

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Für Freikäufer„11 % der 65- bis 74-Jährigen sind erwerbstätig“, berichtete das statistische Bundesamt am Mittwoch, 12. Juli. Eine Meldung, die durchaus nachdenklich machte. Denn am Arbeitsmarkt sind Veränderungen unübersehbar. Vor zehn Jahren lag dieser Anteil nur bei fünf Prozent. Das hat mehrere Gründe. Aber einen findet Susanne Schaper, Sprecherin der Linksfraktion für Sozialpolitik, besonders erklärungsbedürftig. Weiterlesen

Solidarische Mindestrente einführen

Susanne Schaper (Linke): Rentenerhöhung kann nicht über Altersarmut hinwegtäuschen

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Zur angekündigten Erhöhung der Altersbezüge zum 1. Juli 2017 erklärt die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag, Susanne Schaper: „Die Altersbezüge steigen um 3,59 Prozentpunkte im Osten und um 1,9 Prozentpunkte im Westen. Bestandsrentner in den ostdeutschen Ländern erhalten ab morgen durchschnittlich 40,10 Euro brutto mehr im Monat, Bestandsrentnerinnen 37,55 Euro. Bei Neurentnern sind es 34,93 Euro, bei Neurentnerinnen 30,87 Euro. Abzüglich Steuern und Krankenversicherung bleibt von der Rentenerhöhung dann oft nicht mehr viel übrig. Die Rentenerhöhung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Altersarmut zunehmen wird. Das Rentenniveau sinkt weiter.“ Weiterlesen

Diskussionsveranstaltung am 17. August: „Gute Rente geht – aber wie?“

„Rente muss reichen“ – unter diesem Motto haben die DGB-Gewerkschaften eine Kampagne gestartet, welche im Bundestagswahlkampf die Sicherung der gesetzlichen Rente in den Mittelpunkt rückt. Viele Menschen bewegt die Angst, dass ihre Rente im Alter nicht reichen wird. Lange Zeiten der Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne und ein sinkendes Rentenniveau sorgen dafür, dass Neurentner*innen immer weniger erhalten. Private Vorsorge oder eine betriebliche Altersvorsorge ist oftmals nicht vorhanden oder wegen geringer Einkommen nicht möglich. Weiterlesen

Sinkende Renten mit teuren Folgen

Zahl der Wohngeldhaushalte in Sachsen schnellt in die Höhe

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In Prozentrechnung haben die meisten deutschen Politiker nicht aufgepasst. Sie haben sämtliche Sozialsysteme darauf aufgebaut. Und wenn sie daran herumschrauben, dann sieht das alles ganz gerecht aus. Wenn allen dieselben Prozente gekürzt werden, werden doch alle gleichermaßen belastet, oder? Dumm nur, wenn von Mini-Renten auch noch diese Prozente abgehen. Stichwort: Altersarmut. Weiterlesen

Von wegen Ruhestand

Immer mehr Rentner in Sachsen arbeiten, um der Altersarmut zu entgehen

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Es spricht sich so langsam herum, dass da etwas nicht stimmt im Osten des Landes Dänemark, dass eine Menge Leute 27 Jahre nach dem großen Versprechen blühender Landschaften und gleicher Lebensverhältnisse auf einmal in ihr abgeschabtes Portemonnaie schauen und sehen: Da ist nix. Nicht mal eine Reise nach Mallorca. Also wird auch mit 66 Jahren weiter malocht. Weiterlesen

DGB-Kampagne auf Leipziger Straßenbahn

Wenn die Rente nicht mal für eine Leipziger Straßenbahnfahrkarte reicht

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserKurz und knapp hielt sich der DGB in seiner Pressemitteilung vor Weihnachten: „,Rente muss reichen. Kurswechsel: Die gesetzliche Rente stärken!’ Unter diesem Slogan fährt seit heute eine Straßenbahn für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) durch Leipzig. Der Zug wird bis zum September nächsten Jahres in der Stadt zu sehen sein.“ Weiterlesen

Frust in den Backstuben – Viele Bäcker müssen vom Mindestlohn leben

1.000 Bäckerei-Beschäftigte in Leipzig verdienen zu wenig Brötchen

Foto: NGG Leipzig-Halle-Dessau

Dicke Luft in den Backstuben: Wenn es ums Brötchenverdienen geht, schneiden die Bäcker in Leipzig schlecht ab. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Viele der rund 1.000 Bäckerei-Beschäftigten in Leipzig werden mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro abgespeist. Wer Glück hat, liegt ein paar Cent drüber. Der Lohn-Geiz im Bäckerhandwerk ist extrem, dreist und unverschämt“, sagt Jörg Most. Der Geschäftsführer der NGG Leipzig-Halle-Dessau wirft der Innung vor, Bäckereien bewusst zu „Armutslohn-Betrieben“ zu machen. Weiterlesen

Drohende Altersarmut für viele Selbstständige in Sachsen

Eine Gründer-Generation findet keine Nachfolger, Unternehmertum wird zur Armutsfalle

Foto: Ralf Julke

In Deutschland wird gern von „der Wirtschaft“ geredet, werden gewaltige Förderprogramme aufgelegt, die eigentlich Subventionsprogramme sind. Doch meist geht es dabei nur um die großen Unternehmen. 99 Prozent der Unternehmen, die den Laden eigentlich am Laufen halten, werden auch von der Politik ignoriert – aber eifrig abkassiert. Mit dem Ergebnis, dass gerade Kleinunternehmer in die Armutsfalle laufen. Die erste Partei, die das thematisiert, ist die Linke. Weiterlesen

Lieber gar nicht drüber reden

Kosten für Sozialbestattungen kletterten 2015 in Sachsen auf über 3 Millionen Euro

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Hilflos schauen derzeit Ministerinnen und Kanzlerin in Berlin drein, wenn es um die Frage geht: Wie sichert man die Rentenversorgung der Älteren? Das Herumdrehen an den Prozentsätzen und Anrechnungspunkten bringt kein Ergebnis. Es hilft vor allem denen nicht, die aufgrund niedriger Einkommen und brüchiger Erwerbsbiografien am Ende überhaupt nicht genug Punkte für eine lebenssichernde Rente gesammelt haben. Dass da etwas fehlt, macht auch die Zunahme von Sozialbestattungen sichtbar. Weiterlesen

Auch die AfD bekommt keine Zahlen

Ignoranz mit System: Zwangsverrentung gibt es in Sachsen nicht

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Was Politiker nicht wissen wollen, das lassen sie auch nicht registrieren. Sachsen hat mittlerweile 25 Jahre wilder Experimente am Arbeitsmarkt, diverse Renten- und Sozialreformen hinter sich. Die Ergebnisse schlagen mittlerweile mit steigenden Sozialausgaben in den Kommunen auf. Und nicht nur die Linke und die Grünen fragen jetzt immer öfter besorgt nach Zahlen zur wachsenden Altersarmut in Sachsen. Selbst die AfD wird hibbelig. Weiterlesen

Prekäre Erwerbsbiografien werden zum Rentenproblem

Leipzigs Linke macht drohende Altersarmut in zehn Stadtteilforen zum Thema

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„Leipzig ist nach wie vor die sächsische Armutshauptstadt, daran hat sich nichts geändert“, sagt Dr. Dietmar Pellmann, lange Jahre das sozialpolitische Schwergewicht in der Landtagsfraktion der sächsischen Linken. Aber Ruhestand kennt er nicht. Er wird auf dem Podium sitzen, wenn die Leipziger Linke die nächsten Foren zur Rentenzukunft in Leipzig veranstaltet. Mit vielen jungen Leuten im Publikum, wünscht sich Adam Bednarsky. Weiterlesen

Wenn die Rente zum Leben nicht reicht

Wachsende Altersarmut in Sachsen wird zum Kostenberg in den Sozialetats der Kommunen

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Man kann ein kaputtes System nicht dadurch reparieren, dass man einfach nur mehr Geld hineinschickt. Wie Frühlingsschäfchen hüpften ja einige Politiker in den letzten Wochen über die grüne Wiese, weil sie die Rentenbezüge der aktuellen Rentnergeneration angehoben haben. Was zwar 8 Milliarden Euro mehr kostet - aber es nutzt all denen nichts, die tatsächlich unter miserablen Renten leiden. Und das werden in Sachsen immer mehr. Weiterlesen

Weitermalochen jenseits der 65

Altersarmut zwingt immer mehr Sachsen im Rentenalter zum Mini-Job

Foto: Ralf Julke

In den nächsten Jahren werden viele Sachsen mit Entsetzen bemerken, dass ihnen ihre lebenslange Rackerei am Ende gar nichts genützt hat. Sie werden einen Rentenbescheid bekommen, der ihnen einfach sagt, dass sie nicht mal genug gesetzliche Rente bekommen, um das Lebensnotwendigste finanzieren zu können. Sie werden zum Sozialfall. Schon jetzt entschließen sich viele, sich das Fehlende durch Mini-Jobs dazuzuverdienen. Weiterlesen