Artikel zum Schlagwort Deutsche Geschichte

Mit James Hawes auf einer rasanten Fahrt durch 2.000 Jahre deutscher Geschichte

Die fatale Rolle des preußischen Ostelbiens in der deutschen Geschichte der letzten Jahrhunderte

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Engländer waren bezaubert, als der Verlag Old Street Publishing Ltd. 2017 „The shortest History of Germany“ von James Hawes herausbrachte. Einen Vorgängerband hatte es 2010 schon mit „The shortest History of Europe“ von John Hirst gegeben. Es passiert Erstaunliches, wenn man eine Geschichte von 2.000 Jahren tatsächlich versucht, in 300 Seiten zu packen. Weiterlesen

Lenore Lobeck zeigt die ganz und gar nicht märchenhaften Seiten der kleinen Stadt Schwarzenberg im Niemandsland

„Die Schwarzenberg-Legende“: Die endgültige Beräumung eines Mythos

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVier verschiedene Versionen zur Schwarzenberg-Legende gibt es, stellt Lenore Lobeck fest, die 2004 zum ersten Mal ihr Buch zum „Schwarzenberg-Mythos“ veröffentlichte. Schwarzenberg, das ist die kleine 17.000-Einwohner-Stadt im Erzgebirge, die 1945 für 42 Tage ohne Besatzung blieb. Und über die Stefan Heym sein berühmtes, 1984 erschienenes Buch „Schwarzenberg“ schrieb. Er machte aus dem Mythos eine Utopie. Eine ganz verzwickte Sache, wie Lenore Lobeck feststellt. Weiterlesen

Überforderte Feldherren, falsche Verheißungen und ein belogenes Parlament

Gerhard P. Groß analysiert das letzte Kriegsjahr 1918 und die Erfindung der Dolchstoßlegende

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSo mancher Leser stellte mit gelindem Entsetzen fest, dass das Stadtgeschichtliche Museum in diesem Jahr zwar zwei ziemlich sinnfreie Ausstellungen zum Sport („Meilensteine der Leipziger Sportgeschichte“) und ab Oktober zur Popmusik („Oh Yeah. Popmusik in Deutschland“) veranstaltet, aber die wirklich großen Jubiläen einfach ignoriert. Und das sind unter anderem das Ende des 1. Weltkriegs und die Novemberrevolution. Gerade in Zeiten der bedrohten Demokratie hochaktuelle Ereignisse. Weiterlesen

Drohen Weimarer Verhältnisse?

Sieben Wissenschaftler befragen die Parallelen der Weimarer Republik zur krisenhaften Gegenwart

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAls 2017 die Wahrscheinlichkeit immer größer wurde, dass zur Bundestagswahl eine rechtspopulistische Partei in den Bundestag einziehen würde, setzten sich Berthold Kohler, Mitherausgeber der F.A.Z., Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks, und Andreas Wirsching, Historiker an der LMU in München, zusammen und überlegten: Was kann man da tun? Bekommen wir jetzt wieder Weimarer Verhältnisse? Und mindestens einer in der Runde fragte: Was sind Weimarer Verhältnisse? Weiterlesen

"Dicke Bretter" - die Treuhand-Akten im Visier

Zu treuen Händen: Interview mit dem Treuhand-Forscher Marcus Böick (Uni Bochum)

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserLZ/Auszug aus Ausgabe 51Die junge Wissenschaftlerin schaut etwas verunsichert, dann lacht sie. Schnell ist man sich einig an diesem Abend im Leipziger „Telegraph“: das Wort „Treuhand“ ist ihr als 28-jährige Neuleipzigerin vollkommen fremd. Und so einfach würde sie sich wohl nun, wo sie es verstanden hat, nicht mehr in „treue Hände“ begeben. Zwischen einem Ostdeutschen und einer jungen Westdeutschen ersteht eine Zeit wieder auf, in welcher sie gerade erst geboren wurde und mit welcher sie sich bislang nie beschäftigen musste. Weiterlesen

Eine Annäherung an Peter H. Wilsons „Der Dreißigjährige Krieg“, Teil 3

Die 100-jährige blutige Eröffnung des Zeitalters der Globalisierung

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDie Zeichnungen, die Jaques Callot 1633 anfertigte und von denen eine den Umschlag von Wilsons „Der Dreißigjährige Krieg“ schmückt, hätte Callot so auch 40 Jahre vorher in den habsburgischen Kriegen mit den Türken, später den Uskoken, Ungarn, Siebenbürgern oder Böhmen zeichnen können. Tatsächlich hat er sie gezeichnet, als die französischen Truppen in Lothringen einfielen, das damals noch zum Heiligen Römischen Reich gehörte. Weiterlesen

Eine Annäherung an Peter H. Wilsons „Der Dreißigjährige Krieg“, Teil 2

Ein Krieg, der selbst im sächsischen Schuluntericht viel zu kurz kommt

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDas, was uns bis heute am Dreißigjährigen Krieg so verwirrt, ist das Irrationale. Er scheint nicht zu passen. Er wirkt wie ein Rückfall in barbarische Zeiten. Und wenn wir an ihn denken, sehen wir ein Bild vor uns wie das, das der englische Verlag Penguin Books für den Umschlag des 2009 erschienenen Bestsellers von Peter H. Wilson wählte: den „Galgenbaum“ aus Jaques Callots Serie „Les Grandes Misères de la Guerre“. Weiterlesen

Eine Annäherung an Peter H. Wilsons „Der Dreißigjährige Krieg“,Teil 1

Was hat eigentlich Martin Luther mit dem Krieg von 1618 bis 1648 zu tun?

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDas Buch ist über 1.000 Seiten dick und so etwas wie die Gesamtübersicht über das, was Historiker so leichthin den Dreißigjährigen Krieg nennen. Geschrieben von einem Militärhistoriker, der die Sicht von draußen hat und auf lokale Ressentiments keine Rücksicht nehmen muss. Denn Peter H. Wilson lehrt an der Oxford University. Und das Buch bietet mehr, als in einer Rezension (die wir am 24. November in der „Leipziger Zeitung“ veröffentlichen) Platz finden kann. Weiterlesen

Ein aktenkundiger Blick hinter die Kulissen des Traumballons DDR

Kein Attentat auf Erich Honecker und lauter besondere Begegnungen mit einem Land in Moskaus Schatten

Foto: Ralf Julke

Schon mehrfach haben Klaus Behling und Jan Eik mit Büchern aus jener Schattenwelt erzählt, die die 1990 hingestorbene DDR bis heute umgibt. Sie haben sich in alte Gerichts- und Polizeiakten vertieft und Bücher geschrieben mit Titeln wie „Vertuschte Verbrechen – Kriminalität in der Stasi“ und „Verschlusssache – Die größten Geheimnisse der DDR“. Nun also das Honecker-Attentat? Oder geht es eigentlich um viel mehr? Weiterlesen

Wie politische Gewalt im Osten funktionierte

32 beeindruckende Schicksale von Menschen, die das Strafsystem in SBZ und DDR überlebten

Foto: Ralf Julke

Es ist ein dickes Buch geworden. Ungewöhnlich auch für die Reihe, die der Sächsische Beauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur herausgibt. Eigentlich, so schreibt Lutz Rathenow, der Beauftragte, in seinem Vorwort, sollte so ein Buch in die Hosentasche passen, leicht sein und gut geeignet auch als Buch im Schulunterricht. Denn daran, wie Menschen litten, lernt man das Wesen von Diktaturen kennen. Weiterlesen

Neue Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum

Wie wir unsere Geschichte inszenieren und Inszenierungen Geschichte machen

Foto: Ralf Julke

Der Titel ist herrlich. So schön hintersinnig: „Inszeniert. Deutsche Geschichte im Spielfilm“. Das ganze 20. Jahrhundert steckt darin. Denn wir leben in einer Zeit, in der wir unsere Geschichte vor allem als mediale Inszenierung erleben: im Fernsehen und im Kino. Und Manche halten das dann sogar für die reale Geschichte. Und sie ahnen nicht mal, wie die Inszenierungen unsere Vorstellung vom Gewesenen verändern. Weiterlesen

Geheimdiplomatie im Nazi-Reich

Wie Vertreter des Hochadels Hitlers Politik mit ihren Geheimmissionen unterstützten

Foto: Ralf Julke

Der englische Buchtitel klingt nicht ganz so reißerisch: „Go-Betweens for Hitler“. Aber der deutsche Buchtitel lässt dafür „Hitlers willige Vollstrecker“ von Daniel Jonah Goldhagen anklingen, ein Buch, das für einige Historiker-Kritik auch in Deutschland gesorgt hatte. Aber eine Goldhagen-These stimmt nun einmal: Ohne ein Heer von Unterstützern hätte es Hitler und sein Regime nicht gegeben. Und die Adligen gehören mit in dieses Heer. Weiterlesen

Mythen schaffen, Mythen abwracken, Mythen diskreditieren

Nicht alles ist Mythos in diesem Buch und ein ganz wichtiger Mythos fehlt auffällig

Foto: Ralf Julke

Ab wann ist eine gesellschaftliche Erzählung ein Mythos? Im Zeitgeschichtlichen Forum versucht gerade die Ausstellung „Deutsche Mythen seit 1945“ zu klären, auf welchen Mythen die heutige Bundesrepublik aufbaut. Das reich bebilderte Begleitbuch versucht in zwölf Beiträgen, diese Mythen beim Wickel zu kriegen. Aber sind das alles Mythen? Weiterlesen