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Workshop, Diskussion und DJs in der eeg: Tag der freien Lizenzen am 19. September

Redaktion
Tag der freien Lizenzen.
Tag der freien Lizenzen.
Die eeg, das sublab und die Free Software Foundation Europe (FSFE) präsentieren am 19. September einen “Tag der freien Lizenzen” - dem Tag, an welchem auch das “Westpaket“ auf der Karl-Heine-Straße gefeiert und weltweit der “Software Freedom Day" begangen wird.

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An diesem Abend findet das Podium “Mein Commons? Dein Commons? CREATIVE COMMONS!“, mit anschließender Netaudio Nacht im Superkronik statt. Die Veranstaltungen im Westwerk beginnen am Samstag ab 10 Uhr und bieten über den Tag vielfältige freie Angebote, witzige Aktionen, interessante Workshops und Vorträge der Extraklasse. Die Podiumsdiskussion im Superkronik, zu“ Creative Commons“, beginnt circa 19 Uhr. Im Anschluss daran findet die erste Netaudio Nacht Leipzigs statt. Das Ende ist offen!

Urheberrecht ist nichts Neues, und trotzdem entwickelte es sich mehr und mehr zum Problem. Der Auslöser des “Problems“ ist eine revolutionäre Technologie zur weltweiten Vernetzung namens “Internet“. Revolutionär nicht nur bezüglich des Zugangs zur Kultur und bezüglich ihrer Verbreitung, sondern vor allem auch bezüglich einer breiten Beteiligung am Schaffen von Kultur. Obwohl das Internet viele technische Hürden zur Nutzung unseres gemeinsamen kulturellen Erbes beseitigt hat, macht es die Konstruktion des heutigen Urheberrechts allen Kreativen zunehmend schwerer, darauf aufzubauen, und das gilt uneingeschränkt. Zumindest wenn Sie als Kulturschaffende/r keine rechtlichen Probleme riskieren wollen.

Eine Ausnahme dazu heißt bei uns “Schrankenbestimmungen des Urheberrechts“, im angloamerikanischen Sprachraum etwas eleganter als “Fair Use“ bezeichnet. Wo aber ist die Grenze – bei einer Seite, bei drei, bei siebzehn? Wie sehr muss ein Musik-Sample verändert sein, um von den SchöpferInnen und Verwertern des Originals nicht mehr anklagbar zu sein?

Aktuell ist es landläufig bekannt, dass die Verkaufszahlen für klassische Tonträger rapide zurückgehen. Die Musikbranche stellt sich schon seit langem die Frage, wie man dieser Entwicklung begegnen soll. Innovative und vor allem kreative Ansätze, die den Bedürfnissen und veränderten Ansprüchen der HörerInnen gerecht werden und es KünstlerInnen ermöglichen sich individuell in Szene zu setzen, können jetzt gefunden werden.

Am 19. September in der eeg: Tag der freien Lizenzen.
Am 19. September in der eeg: Tag der freien Lizenzen.
Der Umgang mit digitalen Kulturgütern und deren Lizenzierungen, welcher mitunter in hitzigen Debatten zwischen KünstlerInnen, Labels und Vertrieben, besonders der Musikindustrie geführt wird, ist eine Diskussion, die unbedingt öffentlich geführt werden muss, um gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten. Konsumenten müssen entkriminalisiert werden! KünstlerInnen brauchen alternative Wege um sich unkompliziert und rechtlich abgesichert präsentieren zu können!

Wer nicht die Geduld aufbringt, auf politische Veränderungen in diesem Feld zu warten, muss eben selbst für eine größere “Allmende“ sorgen. Das dachte sich Lawrence Lessig wohl 2001, als er die Initiative “Creative Commons“ ins Leben rief. Diese Non-Profit-Organisation bietet auf ihrer Webseite verschiedene “Open Content Lizenzen“ an. Diese Form der Lizenzen sind aufgrund der Konstruktion des Urheberrechts notwendig, um Inhalte “frei zu lassen“.

Denn ein Copyright erhält ein/e UrheberIn automatisch, ohne dass sie/er es verlangen oder auf dem Werk angeben muss. Wer also ein Werk der Öffentlichkeit frei zur Verfügung stellen möchte, muss das ausdrücklich erklären. Ziel von “Creative Commons“ ist es vor allem, die Auswahl einer passenden Lizenz für die eigenen Werke so einfach wie möglich zu machen.

“Creative Commons“ bietet hier gute Ansätze, dass sowohl UrheberInnen, als auch NutzerInnen voneinander profitieren.

Am Abend des 19. September ab 19 Uhr werden die ReferentInnen zunächst erläutern, was “Creative Commons“ ist und wie diese freien Lizenzbausteine funktionieren; wo der Ursprung des Gedankens zu finden ist, welche Vorteile für NutzerInnen entstehen; über Schwachstellen, die noch zu beheben sind wollen wir reden, aber auch Eure rechtlichen Fragen zum Betrieb eines Netlabels werden nicht unbeantwortet bleiben.

Anschließend an das Podium, welches im Rahmen des eeg-Ausstellungsprogramms “Open (He)Art-Fair“ präsentiert wird, folgen auf viele Worte dann viele Töne. DJs und Live-Acts aus Leipzig, Berlin, Chemnitz und Mainz werden ihr musikalisches Repertoire aus dem Netaudiobereich, auf zwei Floors dem Publikum präsentieren.

Neben vielen Releases aus dem House- und Technobereich, wird es auf dem kleineren Floor eher experimentelle und verspielte Sounds geben.

Visuell werden die Musiker auf dem kleinen Floor von Carl-Johan Rosén (Interactive Institut/ openFrameworks/SE), unterstützt. In seiner Arbeit “Who are you looking at – Who's looking at you?“ werden die Bilder der BesucherInnen, unter Zuhilfenahme der C++-Bibliothek “openFrameworks“, in Echtzeit, in Richtung Leinwand gebeamt, gemixt und gescratcht.

Das Tages-Programm in der eeg (Karl-Heine-Straße 35) am 19. September ab 10 Uhr: Auf dem Innenhof B (wasserseitig) des Westwerks und in der eeg. U.a. Interaktive Videoübertragung einer Podiumsdiskussion des “Free Software Day“. Im Büro der eeg findet von 11 bis 17 Uhr ein einführender Workshop zu der C++-Bibliothek für Creative Coding „openFrameworks“ unter Anleitung von Carl-Johan Rosén (Interactive Institut/openFrameworks/SE) statt. Anmeldungen sind unter matthiasp@eexistence.de erwünscht. Um teilnehmen zu können, muss man seinen Laptops mit in die eeg bringen.

www.eexistence.de


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