Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche




Tagesübersicht Leipziger Internet Zeitung
Alle Nachrichten von: heute | gestern | vorgestern

Der Neue kommt aus Rostock: Jan Emendörfer wird Chefredakteur der LVZ

Ralf Julke
Leipziger Volkszeitung
Leipziger Volkszeitung
Foto: L-IZ.de
Es wurde ja manches gemunkelt um den Nachfolger von Bernd Hilder (52), den so unglücklich bei der Wahl zum MDR-Intendanten gescheiterten Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung (LVZ). Ende November gab er auch seinen Chefredakteursposten ab, wechselte für die Madsack-Gruppe ins Brüsseler Büro. Seit Samstag ist klar, wer ihm in Leipzig auf dem Chefposten nachfolgt: Jan Emendörfer (48), bislang Chefredakteur der Ostsee-Zeitung.

Anzeige

Auch die gehört - wie die LVZ - zum Medienkonzern Madsack. Am Freitag, 16. Dezember, gab OZ-Geschäftsführer Thomas Ehlers den Wechsel Emendörfers nach Leipzig bekannt. Sein Nachfolger in Rostock wird Andreas Ebel (43), der seit 2002 die Lokalredaktion Rostock leitet.

Emendörfer selbst war seit 1990 bei der „Ostsee-Zeitung“ und ist seit Mai 2008 deren Chefredakteur. Dass Emendörfer neuer Chefredakteur der LVZ wird, weiß inzwischen auch Wikipedia. Dort kann man nachlesen, dass die Wurzeln von "Emmes", wie ihn die Rostocker Journalisten-Kollegen nennen, ganz in der Nähe lagen: Er wurde 1963 in Halle geboren. Sein Vater, Max Emendörfer, war schon Redakteur der damaligen SED-Bezirkszeitung "Die Freiheit", aus der am 17. März 1990 die "Mitteldeutsche Zeitung" wurde.

Auch der ausgebildete Baumaschinist Jan Emendörfer arbeitete eine Zeit lang als Wirtschaftsredakteur für "Die Freiheit". An der Fachschule für Journalistik in Leipzig (nicht zu verwechseln mit der Sektion Journalistik an der Karl-Marx-Universität) absolvierte er bis 1989 ein Fernstudium, ging 1990 dann nach Rostock, um bei der "OZ" das Ressort Wirtschaft zu leiten, ab 1997 das Ressort Reportage.

1997 veröffentlichte er die Biografie seines Vaters unter dem Titel "Verfemt – Mein Vater Max Emendörfer", die 2004 in zweiter Auflage erschien.

1999 wurde Emendörfer Mitglied der Chefredaktion der Ostsee-Zeitung unter Gerd Spilker, leitete nach Spilkers Ablösung Ende 2005 die Redaktion kommissarisch, bis Manfred von Thien vom Verlag 2006 als Chefredakteur zur Ostsee-Zeitung entsandt wurde. Von Thien kam von den Lübecker Nachrichten, die ebenfalls zum Hause Madsack gehören. Beide Zeitungen arbeiten schon länger an einer dieser schönen Erfindungen des modernen Printzeitalters - einem gemeinsamen Mantel.

Die Küstenbewohner wissen also schon aus eigener Erfahrung, was dabei herauskommt, wenn zwei Zeitungen versuchen, in der Mantelfüllung so etwas wie Synergien zu finden. Der Spaß wird ja auf die LVZ auch zukommen, die ja 53 Stellen abbauen muss und ihre überregionalen Mantelgeschichten künftig im Hauptstadtbüro der Madsack-Gruppe in Berlin bestellt.

Die LVZ mit Jan Emendörfer als neuem Chefredakteur und demnächst einem Mantel aus Berlin und
Die LVZ mit Jan Emendörfer als neuem Chefredakteur und demnächst einem Mantel aus Berlin und
Foto: L-IZ.de

Ab 2008 wurde Emendörfer dann richtiger Chefredakteur der OZ. Anders als sein Leipziger Vorgänger Bernd Hilder ist er den Lesern der OZ durchaus auch noch als selbstagierender Reporter bekannt. Über den G8-Gipfel in Heiligendamm 2008 schrieb er die Serie "Hinterm Zaun". Das Thema fiel ihm quasi vor die Füße, denn sein Haus lag beim G8-Gipfel im Sperrgebiet rund um Heiligendamm. Da konnte der Journalist den Sicherheitswahn aufs Korn nehmen, fand Kameras in seinem Garten usw.. Für seine Reihe „Hinterm Zaun“ erhielt Emendörfer 2008 auch den Medienpreis Print des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Auf dem Chefposten hatte er zu solchen ausführlichen Beiträgen keine Zeit mehr, erfreute die Rostocker eher - wie in Leipzig auch Bernd Hilder - mit Kommentaren zum Tagesgeschehen. Wahrscheinlich ändert sich mit ihm zumindest der Umgang des "Chefs" mit der Belegschaft im Ton. Denn in Rostock gab er immer wieder gern noch den Baumaschinisten - vom Wesen her so etwas wie Kumpel für alle, die ihn mögen.

Vielleicht findet er auch in Leipzig solche Sportsfreunde. Denn unter Emendörfer wurde die Fußballisierung der OZ deutlich vorangetrieben. Das ist mit einem Club aus der 2. Liga etwas einfacher als mit den Leipziger Regionalclubs. Aber da hatte ja die LVZ in den etwas besseren Zeiten des FC Sachsen auch nicht allzu viele Skrupel, ein zu erwartendes Gekicke als den Knaller des Wochenendes anzukündigen.

In der OZ war das noch ein bisschen schöner zu erleben: Am Freitag auf Seite 1 das Vorbereitungsbild. Motto: "Hansa, wir drücken Dir die Daumen". Montags dann auf dem Titel: "Beim nächsten Mal muss es klappen." Manchmal hat man ja beim Lesen der Zeitung das Gefühl, die Fußballreporter sind genauso wehleidig wie die Spieler auf dem Rasen. Und noch großmäuliger. So brachte man es auch schon fertig, so etwas wie den Abstieg einer Region anzukündigen falls Hansa absteigt. Oder die OZ mobilisierte vor wichtigen Spielen Lokalpatrioten auf jeder Seite, die mit dem Fanschal den Satz "Ich glaube an Hansa, weil..." entsprechend fortsetzen durften.

Wer das über einen Leipziger Club schreiben würde, würde sich geradezu lächerlich machen. Vielleicht wurde das auch so geschrieben und wir haben das in der Eile nur überlesen. Vorstellbar ist es schon.

Dass sich mit Jan Emendörfer im Haus am Peterssteinweg viel am eingeschlagenen Kurs ändert, darf man wohl nicht erwarten. Dagegen spricht schon, dass die OZ dem Prozess, den auch die LVZ jetzt durchmacht, schon um drei Jahre voraus ist. Die eigentlichen Linien werden von Madsack aus Hannover vorgegeben. Man hätte Emendörfer nicht nach Leipzig geholt, wenn man von ihm etwas anderes erwarten würde.

Die LVZ selbst wird den neuen Chefredakteur auch irgendwann in den nächsten Tagen vorstellen. Man hatte ja versprochen, dass man das noch vor Weihnachten tun wolle.

Wikipedia
de.wikipedia.org Jan Emendörfer

Die Ostsee-Zeitung
www.ostsee-zeitung.de | Zum Wechsel an der Redaktionsspitze

Der Medien-Preis
www.sophie-medienpreis.de/chronik


Funktionen

del.icio.us Mister Wong Technorati Blogmarks Yahoo! My Web Google Bookmarks




Weitere aktuelle Nachrichten der L-IZ.

Am 23. Mai: Podiumsdiskussion „Todesfalle Syrien – Aufstand der Hilflosen“ und Ausstellungseröffnung „Syrien 1986“

Am Mittwoch, dem 23. Mai um 19:30 Uhr wird Wolfgang Tiefensee, MdB (SPD), im BüroCafé Tiefensee, Gottschedstraße/Ecke Zentralstraße in Leipzig, mit Günter Gloser, MdB (SPD), Staatsminister a.D., Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und Berichterstatter der SPD-Fraktion für den Nahen und Mittleren Osten, über den Aufstand in Syrien und die Auswirkungen auf die Region sowie den „Arabischen Frühling“ sprechen. mehr…

Ausschreiben, so lange das Geld reicht: Schienenpersonennahverkehr mitten in der Vergabespitze

Nahverkehrszug im Leipziger Schienennetz.
Eine Riesenanspannung auf dem Markt hat Frank Sennhenn, Vorstandschef der DB Regio AG, ausgemacht. Denn der Schienenpersonennahverkehr befinde sich inmitten einer „Vergabespitze“. Zwischen 2012 und 2014 werden insgesamt 260 Millionen Zugkilometer ausgeschrieben. Zwischen 2014 und 2017 werden weitere 100 Millionen folgen. mehr…

Filmpremiere in der Schaubühne am 24. Mai: „Aber das Leben geht weiter“

Karin Kaper mit Mutter und Tante.
Am Donnerstag, dem 24. Mai, 19:00 Uhr begrüßt die Schaubühne zur Filmpremiere von "Aber das Leben geht weiter" die Regisseurin Karin Kaper. In ihrem Dokumentarfilm setzen drei polnische und drei deutsche Frauen, deren Familiengeschichte sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges auf dramatische Art kreuzte, bewusst persönlich zum Thema „Flucht und Vertreibung“ ein Zeichen der Annäherung. mehr…

Verhandlungen zum sächsischen Finanzausgleich: Ein paar Bonbons für alle

Ein paar Bonbons für die sächsischen Kommunen.
Am Ende hat wieder der Finanzminister gewonnen. Nicht nur den anderen Ministern gegenüber hat Georg Unland (CDU) den längeren Hebel in der Hand und kann die Richtung per Finanzzuweisung dirigieren, auch gegenüber Städten, Gemeinden und Landkreisen in Sachsen gibt er die Richtung vor. Und so hieß es am Freitag, 18. Mai, wieder einmal im Unland-Stil: „Wir sorgen vor!“ mehr…

Gemeinsam etwas bewegen: Freiwilligenagentur lädt zum 1. Ehrenamtscafé im Leipziger Zentrum ein

Die Freiwilligen-Agentur Leipzig lädt am Dienstag, 22. Mai, Bürgerinnen und Bürger, die sich für ein Ehrenamt interessieren, herzlich zum Ehrenamtscafé in ihre Räumlichkeiten am Dorotheenplatz 2 ein. Von 16:00 bis 18:00 Uhr stellen fünf gemeinnützige Einrichtungen ihre ehrenamtlichen Angebote vor: Bürgerverein Kolonnadenviertel e. V., Durchblick e. V., Bürgerverein Waldstraßenviertel e. V., Jugendpresse e. V. und Caritasverband Leipzig e. V. mehr…

Anmeldung bis 21. Mai möglich: Industrieseminar Elektromagnetische Verträglichkeit an der HfTL

Industrieseminar Elektromagnetische Verträglichkeit.
Am 6. Juni 2012 lädt die Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) gemeinsam mit der Firma Würth Elektronik zu einem Industrieseminar in die Hochschule ein. Von 09:00 bis 15:00 Uhr werden in diesem praxisnahen Seminar Themen der Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) diskutiert. mehr…

Adolf Südknecht am 24. Mai im Horns Erben: Seifenoper-Impro-Schau, Kapitel 4

Adolf Südknecht.
Am Donnerstag, 24. Mai, gibt es im Kulturclub „Horns Erben“, Arndtstraße 33, die nächste Show "Adolf Südknecht - The improvised alternative-history-show". Untertitel: Eine Kneipiersfamilie improvisiert die potenzielle Chronik des Südmeilen-Kiezes. Diesmal gibt's Folge 4: „Menschen, Messe, Megastadt!" mehr…

SG LVB vs. Münster 33:26 - Der Spieler des Jahres ist bester Mann

Tommi Sillanpää - der LVBer des Jahres.
Tommi Sillanpää hat die SG LVB am Samstag vor 250 Zuschauern im letzten Saisonspiel zum 33:26 (19:10)-Sieg gegen die TSG Münster geschossen. Im Anschluss wählten ihn Fans, Mannschaft und Trainerteam sogar zum LVB-Spieler des Jahres - eines Jahres, in dem aus blaugelber Sicht vieles passte. mehr…

Stricken darf wieder Kunst sein: Farbenspiel mit verkürzten Reihen

Maschenzauber: Farbenspiel mit verkürzten Reihen.
Zwei links, zwei rechts - wie langweilig! Mit Wolle kann man noch ganz andere Sachen machen. Mit Ruth Kindla hat der Buchverlag für die Frau jetzt eine Autorin ins Programm genommen, die das Stricken mit farbigen Garnen zu einer Kunst entwickelt hat. Ihre Geheimwaffe: verkürzte Reihen. Das Wichtigste, was man zum Funktionieren der verkürzten Reihen wissen muss, ist die Technik der Wendemasche. Rätsel über Rätsel. mehr…

Am 21. und 22. Mai im Lofft: Werkstattbühne „Nachdenken über Christa T.“

In dem ca. 90 minütigen Solo-Programm wird der Roman „Nachdenken über Christa T.“ von Christa Wolf auf eine Sprecherin und eine Leinwand übertragen. Sprache wird ein Mittel des Bewusstseins, die handelnde Stimme wird ein aktives Medium, dass den Zuschauer verführen will, ihm auf seinem Erkenntnisweg zu folgen. mehr…

Bittenfeld vs. SC DHfK 25:29 - Die stabilste Leistung seit Wochen

Lukas Binder, SC DHfK.
Das vorletzte Saisonspiel endete wieder mit einem Sieg für den SC DHfK. Nach sieben Auswärtsspielen ohne Sieg in Folge gewannen die Grünweißen mit 29:25 (14:11) beim TV Bittenfeld. Die Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas bestimmte das Spiel über weite Strecken und lieferte eine stabile Leistung ab. mehr…

Schweinevogel von Schwarwel (156): Aufprall

Täglich gehts voran, man strebt und lebt nach vorn. Vollgas, Sommer wie Winter, keine Zeit zur Besinnung. Schön so eigentlich, bevor man noch auf dumme Gedanken kommt, einfach weiter, weiter, weiter. mehr…

Der Stadtrat tagte: Leipzig unterstützt Kampagne „Alle bleiben“ – NPD-Stadtrat ufert aus

Die Stadt Leipzig wird die Kampagne „Alle bleiben“ unterstützen, so beschloss es der Stadtrat am 16. Mai. Bei dieser Kampagne geht es vor allem um das humanitäre Bleiberecht für langjährig in Deutschland geduldete Roma aus den Teilrepubliken des ehemaligen Jugoslawien. Bei solch einem Thema rings um menschliche Schicksale konnte sich der NPD-Stadtrat Klaus Ufer nicht zurückhalten und meldete sich prompt zu einem Redebeitrag (siehe Audio). mehr…

Lok Leipzig: Willi Kronhardt tritt zurück – Geht es nach Halberstadt?

Willi Kronhardt.
Schock bei Lok Leipzig: Nur einen Tag nach dem Aufstieg in die Regionalliga ist Erfolgstrainer Willi Kronhardt von seinem Amt zurückgetreten. In einer Erklärung gab Kronhardt fehlende finanzielle Mittel für die Umsetzung seiner Vision von Fußball an. Außerdem soll auch Germania Halberstadt Interesse am 43-Jährigen haben. mehr…

Rasenballsport als Gast bei der Aufstiegsfeier in Halle

Lindenhahn (li.) gegen Rost.
Schon im Vorjahr gaben die Rasenballer nur das Gastspiel bei der Aufstiegsfeier in Chemnitz, wo ihre Niederlage die Himmelblauen jubeln ließ. Beim Auftritt in Halle hätte wegen der deutlichen Kieler Niederlage, auch ein Sieg der Leipziger den HFC nicht gestoppt. Es blieb beim torlosen, recht durchschnittlichen Spiel. mehr…

Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Anzeigen.
Veranstaltungshinweise der IHK Leipzig

Veranstaltungshinweise:

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
Zur Website der IHK Leipzig
Zur Website der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH

VERKEHRSMELDUNGEN:

NACHRICHTEN:

SCHNELLER SERVICE:

Aktuelle Dossiers.
Anzeigen.
Leipziger Leselust Leipziger Leselust ... seit 2004 bespricht die L-IZ regelmäßig die neuesten Bücher Leipziger Autoren und Verlage.
Link-Tipps.
Bildblog