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Großer Preis Leipzig: Schülerball-Atmosphäre schlägt in Stimmung um + Bildergalerie

Sebastian Beyer
Lick Quarters räumt Publikumspreis ab.
Lick Quarters räumt Publikumspreis ab.
Bild: Sebastian Beyer
Es ist der Musikpreis für Leipziger Bands überhaupt. Letztes Jahr von den Machern der Moritzbastei und Werk 2 wieder aktiviert, ist das Preiskonzert das älteste seiner Art in Leipzig. Über 20 Jahre hat es mittlerweile auf dem Buckel. So alt sind die Bands nicht, die am gestrigen Abend zum großen Wettbewerb antraten. Die L-IZ stürzte sich ins Getümmel.

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Ein wenig Schülerball-Atmosphäre herrschte beim Bandwettbewerb „Der große Preis“ am gestrigen Abend des 29. Oktober in der Halle A des Leipziger Werk 2. Die ersten Mutigen tanzten schon, während Viele noch unentschlossen und zurückhaltend zuschauten. Es dauerte bis zur sechsten Band, die einen Großteil von 500 Besuchern mitriss. Die Leipziger Ska-Regaae-Formation Lick Quarters begeisterte das Publikum dermaßen, dass ihr später der beliebte Publikumspreis zuflog.

Und tatsächlich war der Reggae-Ska-Mix mitreißend und die schiere Zahl der Bandmitglieder und derer Fans und Bekannter im Publikum sicher nicht ausschlaggebend. Aus Besuchersicht klang das so: „Ich kenne die Band schon seit fünf Jahren und die machen immer eine gute Show.“ Die Mugge ging so gesehen in die Beine und viele vorerst verhaltene Zuschauer tanzten nun ausgelassen. Auffallend war, dass jeder Einsatz passte, die zehn Musiker und Sänger harmonierten einfach, auch Neuzugang Johann an der Trompete. Gewonnen hat die Band einen bezahlten Auftritt beim Campus-Fest im nächsten Sommer.

Krahnstöver bekam den Jurypreis.
Krahnstöver bekam den Jurypreis.
Bild: Sebastian Beyer
Das heißt aber nicht, dass die anderen Bands schlechter waren. Dann hätte die 20-köpfige Jury sie auch sicher nicht aus den 73 Bewerbern ausgewählt. Mit der Mischung war ein Großteil der Gäste sehr zufrieden. Einzelne kritische Stimmen nicht ausgenommen: „Ich würde mir noch ein bisschen mehr abseits des Mainstream wünschen, für mich zählt da Ska und Reggae schon dazu“, meinte ein Besucher, der selbst in einer Band spielt.

Gemischte Resonanz fand die Akustik in der Halle A. Diese ist von Seiten der Tontechniker aber auch schwierig zu gestalten, erfährt der Schall doch zu viele Brechungen und verliert sich zudem in den seitlichen Teilen der Halle. „Ich frage mich, warum man nicht die Halle D in Betracht gezogen hat“, lautete eine der Anregungen für das nächste Jahr. Organisator Moritz Mutter zeigte sich jedenfalls zufrieden: „Natürlich passen mehr Leute hier in die Halle, aber die 500 haben schon tolle Stimmung gemacht.“ Für das Einhalten des Zeitplans dankte er der Technik-Crew. „Auch die Bands haben sich wunderbar an ihre Zeiten gehalten und ihre Shows komplett geübt, so wie wir das empfohlen hatten.“ Während der Auszählung der Stimmen sorgte Elsterclub als Ersatz für die inzwischen nicht mehr aktiven Vorjahressieger von LiHanabi für Stimmung.

Moderator Donis übernahm die Sprechrolle bei der unterhaltsamen Show. Alle waren natürlich auf die Ergebnisse gespannt. Die Jury kürte selbstverständlich auch noch Preisträger. Hier hatte „Krahnstøver“ die Nase vorn. Das heißt, deren Musiker dürfen sich als erste einen der drei ausgelobten Preise aussuchen. Dies sind zum einen die Pressung von 500 LPs in der Firma Rand Muzik, zehn Studiotage bei Echolux oder ein Promotion-Paket von Culturtraeger. Der nächste, der sich aus dem Sortiment bedienen darf ist Me and Oceans. Als Einzel-Interpret stand er zu Sounds aus dem Laptop „Tiger“ auf der Bühne, dem wichtigsten Bandmitglied. Dazu gesellten sich Spieluhr „Kuh“ und „Toni“ ein Mini-Harmonium, oder auch Kinderspielzeug. Abwechslungsreich setzte er sie für seine Musik zur kraftvollen Stimme ein. Den dritten Preis der Jury heimsten ebenfalls Lick Quarters ein.

Noch eine Anregung äußerte ein Besucher, der schon den Heimweg antrat: „Vielleicht könnte ja bei einem Leipziger Bandwettbewerb bei aller Toleranz auch eine Band dabei sein, die komplett deutsche Texte hat.“

Die Sicht auf den Großen Preis von Analogsoul
blog.analogsoul.de/2011/10/review-der-grosse-preis/

Bandseite von Lick Quarters
lickquarters.de

Seite von Me and Oceans
www.meandoceans.de

Die Seite von Krahnstøver
krahnstoever.blogspot.com

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