Artikel aus der Rubrik Karikaturen

Schwarwels Fenster zur Welt: Sedierung

Sie reden und reden und reden. Und sie werden auch wieder gewählt. Politiker mit Kanten braucht der Michel nicht, er liebt das Weiche, Schmeichelnde, am Meisten jedoch das, was ihn ruhig schlafen lässt. Sediert und glücklich lebt er so dahin in seiner friedlichen Unfreiheit, denn genau das hat jeder mittelbegabte Wahlkampfmanager längst raus. Red viel und sag dabei nichts. Jeder hohe Ton könnte sie wecken.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Pinocchia

Und so zog sie aus der Uckermark kommend, gestählt mit Geschichten über die Bespitzelung ganzer Völker in die Welt hinaus. Und traf auf einen großen starken Mann, der ihr zu mehr Vertrauen und Miteinander riet. Und so glaubte sie es gern, dass in dieser großen freien Welt alles anders sei und blieb gern an seiner Seite alle Tage. Bis zu diesem einen Moment, an dem sie den Mann vor der halb geöffneten Schublade ihres Nachtschränkchens, mit ihrem Posesiealbum in der Hand überraschte. Was tust Du da? fragte sie. Es ist nur zu Deinem Besten, sagte der Mann. Da wars Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Unsichtbar

Es gibt wirklich keinen Grund, sich aufzuregen. Denn wer nichts angestellt hat, dem passiert auch nix. So ein bisschen E-Mails lesen, Serverknoten anzapfen, einen kleinen Überwachungsstaat errichten - alles ist letztlich nur zum Besten von uns. Und eigentlich ist das Entscheidende am gesamten Vorgang NSA spitzelt rum doch wieder mal etwas, was keiner kapiert. Außer Schwarwel natürlich. Es wird höchste Zeit, Licht in die dunklen Hirne zu tragen - Vorhang auf.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Der Lauscher an der Wand …

.... hört die eigene Schand. Also jetzt mal ehrlich - statt dass sie nix wissen übers Rumoren im Land, wissen sie scheinbar zu viel. Und wie in jeder intriganten Großfamilie macht Mutti die Infozentrale. Das Spannende bei diesem stille Post-Spiel ist und bleibt nur: Es ist ein klares Zeichen von Angst, wenn man beim Kind im Tagebuch lesen muss. Hier noch ein Gruß an die Suchalgorithmen und dann gehts in Heiabettchen: Bombe, Kommunismus, Flughafen, Anschlag und Terror. Der Wecker ist auf 5 Uhr gestellt, vor 6 stürmen die Jungs eh keine Wohnungen.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Ägyptischer Sommer

Schwarwel schließt, wie gewohnt den Tag auf der L-IZ. Und Mursi bekommt Glückwünsche zum Einjährigen. Immerhin - statt Schuhe Torten. Eine Erfahrung die Ex-DDR-Menschen nicht machen konnten, ist wohl: Was kommt nach einer Diktatur des Proletariats. Oft genug erstmal was Krummes und die Deals ändern sich oft auch nicht sooo maßgeblich. Das wiederum wissen eigentlich alle Deutschen nach 45. Und die Ägypter habens halt auch gemerkt.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Hütchenspiel

Schwarwel schließt, wie gewohnt den Tag auf der L-IZ. Und Snowden verbringt wohl auch diese Nacht auf dem Flughafen. Interessant eigentlich nur, wann ein verfrühter Friedensnobelpreisträger versteht, dass wirkliche Größe eher nicht bedeutet, sich mit "lupenreinen Demokraten" zum Hütchenspiel in der Fußgängerpassage für geistig Schuhlose zu treffen. Darin ist also Equador einen Schritt weiter.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Sicherheitskopie

Schwarwel schließt, wie gewohnt den Tag auf der L-IZ. Die Welt explodiert? Selbst dafür gibt es noch Farbe und ein paar gekonnte Striche. Und immer einen Spruch, den man mit ins Bett nehmen kann. Vielleicht tut sich ja was im Kopf über Nacht? Denn Kissen sind schließlich nicht nur zum Weinen da. Heute etwas zum Thema "sicher ist sicher" - gilt derzeit nicht nur für einen Herrn Snowden.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Betonkopfmeise

Eigentlich machen die Fluglärmgegner in Leipzig wirklich alles, aber auch alles falsch. Dafür dürfen sie nachts halt öfter mal raus, da hilft kein Granufink (nein, das ist kein Vogel). Nichts gelernt von Stuttgart21, Leipziger Floßgraben und gestern wahrscheinlich auch wieder keine Nachrichten gelesen. Die Schwaben fanden den Juchtenkäfer, Kraniche, Seeadler sorgen nun in Berlin für mehr Ruhe und der possierliche Eisvogel stoppt die Wasserbrumm-Brumms im Auwald. Und Euch fällt partout nichts ein?
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Schwarwels Fenster zur Welt: Hicks

Klingeling. Klingeling-Ling-Ling. Irgendwo klingelt immer ein Telefon. Irgendwann klingelts im Kopf! Eigentlich ruft es ständig. "Hallo-Wach?" Irgendwas kreischt unten im Hof, gegenüber läuft die storchenbeinige Mann-Attrappe in Unterhose vor dem flimmernden Glotzkasten auf und ab. Wozu haben eigentlich gnädige Menschen Gardinen erfunden? Ist ja nicht so, dass es für heute nicht schon vorher gereicht hätte. Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Du sollst nicht droh(n)en

Sein Name ist Thomas D. Sachsen-Thomas. Der fliegende. Da hat's den alten Hugenottensohn also auch mal erwischt. Aus Sachsen ist er ja gerade noch rechtzeitig verschwunden, Finanz-, Justiz- und Innenminister der er ab 2002 war. Weiter rauf flüchten ist jetzt kaum möglich. Nun heißt es "Euro Hawk down" und "Hot Gun 3". Mal sehen, wie lange Mutti ihren ehemaligen Steigbügelhalter noch an den Abzug lässt. Das absolute Vertrauen ist schon ausgesprochen - der Zeitzünder am Schleudersitz tickt bereits.

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Schwarwels Fenster zur Welt: Franziskus

Da geht ein Kardinal mal kurz auf die Seite, qualmt eine und schon drehen alle durch. Habemus Pampus. Zum Glück haben die Rockträger diesmal nicht so lange genervt. Beeindruckend an der ganzen Zettelverbrennerei war eigentlich nur eines: Die Medien zu beobachten, wie sie ohne Inhalte Nachrichten am laufenden Band produzierten. Nun endlich ist es raus: Ostern ist gerettet! Und Phoenix kann die Moderationsgebläse und die Standbilder abbauen.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Lastenverteilung

Ist doch ein hübsches Prinzip. Die Lasten werden immer auf viele schmale Schultern verteilt - letztlich eine gesellschaftliche Grundordnung, seit einst die Dorfbewohner begannen, Nahrungsmittel zu jemandem zu tragen, der sich Priester nannte. Und dafür Zwiesprache mit den Göttern hielt. Zumindest war er immer satt dabei. Man fragt sich nur, was eigentlich los gewesen wäre, wenn die Dorfbewohner ihn bei der Lüge erwischt hätten? Haben sie aber nicht, denn sie waren dumm und hatten keine Bücher.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Zwischenhalt Gericht

So. Da ist es also im Bau. Das Monsterprojekt. Also im Bau vor Gericht. Vielleicht wird ja dabei noch so mancher Richter tiefer gelegt oder von juristischen Spitzfindigkeiten getunnelt. Wer darauf abfährt, wird seine Freude haben. Aber was interessierts eigentlich noch. Nach all den fröhlichen Schwindeleien bei diesem Mega-Immobiliendeal ist eines bereits geklärt. Zahlt die Bahn, zahlts der Bürger. Zahlt der Bund - man ahnt es schon - zahlts der Bürger. Zahlen Land und Stadt - Achtung Refrain - zahlts der Büüühüürgär.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Die Stimme aus dem Kissen

Mit einem kleinen Moment beginnt es. Irgendwie riecht er nach Neid. Ein kleines Stechen im Nacken, ein Vorbote der Gier. Seien es blonde Haare, ein süßes Stubsnäschen der Konkurrentin, eine Anbauwand aus Teakholz, das "nächste" Mobiltelefon, die pure Attraktivität des Darüberlaufenden, natürlich der bessere Pkw? Man muss auch gönnen können. Kann man aber nicht. Oder doch? Wieviel Essen kann man für eine Million Euro kaufen? Wann platzt ein Mensch? Und wer wischt den ganzen Dreck danach weg? Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Nachschlag für Niebel

Es gibt Vorschläge, da weiß man nicht mehr so recht, wem man zuerst mit dem blanken Hintern ins Gesicht hüpfen muss. Niebel, dem alten Teppichluder, weil er es ausspricht? Einer Nahrungsmittelmafia, die jahrelang zwischengelagerte Retourware wieder in den Umlauf und mit Mordsgewinn in die Billighackregale bringt? Oder einem jeden, der diesen Fraß überhaupt kauft und sich dabei über grassierende Impotenz wundert? Mal vorab - geschrieben steht nur: "Unser täglich Brot gib uns heute." Von Fleisch hat keiner was gesagt!
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Schwarwels Fenster zur Welt: Nicht erwähnenswert

Nur mal ein kurzer Zwischenruf. Während so mancher Dauerschreiber im Drittverwertungskino heutigen Journalis-muss-es hierin die Verjüngung der Politik sieht, darf doch heimlich die Frage anklingen, ob es nur um eine preiswerte Popularisierung geht. Preiswert weil die letzten anamerikanisierten Blubbertreffen zweier Dauerausweicher schon so erfolgreich wie der Turmbau zu Babel waren - was den Erkenntnisgewinn betraf. Und Popularisierung, weil unterdessen einigen vermodernden Restfossilien aktiver Politik dämmert: Es bräuchte in Zeiten von Grimmepreisnominierten TV-Sendungen wie dem Djungle-Camp längst eine Debatte über einen wirklich wahlfähigen Bürger. Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Warte nur ein Weilchen

Hüüühhhüühhh. Hott. Also ich mag Pferdchen. Nicht nur aus erotischen Gründen. Was also ist so falsch an Lasagne al cavallo vom Abdecker? Daher, wo Schwein, Rind und sonstiges methanfurzendes Zuchtfleisch eben so kommt. Ein Bolzen in den Kopp und aus die Maus. Weil Ochse drauf stand? Weil man einen Eber nicht sattelfrei reiten kann? Ach Gottchen - Proteine sind farblos, die Molekülketten einer Fettzelle tragen kein Etikett und marmoriertes Fleisch vom Grill sieht doch eh immer schwarz aus. Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Schwarz-Weiß

"Du hast den Farbfilm vergessen." Ob Nina wusste, wie aktuell die Zeilen mal wieder werden würden? Ob Kurt Demmler und Michael Heubach damals genau das meinten, was man ostelbisch zwischen den Zeilen hörte? Wer weiß es schon und Nina heute danach fragen? Lieber nicht - längst wandelt die ehemalige Ostlolita mit Rammstein und Jesus gemeinsam übern See. Ganz ohne hölzerne Wurzel. Da sieht man wie sich Menschen so im Laufe der Zeit ändern. Wie bunt so ein Leben ist. Wenn man den Farbfilm hinterm Okular hat. Weiterlesen