Am Freitag, 10. September, gibt es eine selbst für Freunde von „Adolf Südknecht“ Premiere der besonderen Art: Die Aufzeichnung der spektakulären Straßentheateraufführung „Adolf Südknecht macht rüber!“ kostenlos auf YouTube. Es ist die bislang aufwendigste Aufnahme eines Kapitels aus der Impro-Theater-Show „Adolf Südknecht“.
Es ist die wohl berühmteste Fußwanderung der Welt, die der Leipziger Johann Gottfried Seume da 1801 startete. Oder war es doch 1802, wo er doch in seinem Vorwort von 1803 vom „vorigen Jahr“ spricht? Tatsächlich startete er von Grimma aus im Dezember 1801 und legte über 6.000 Kilometer nach Syrakus und zurück zu Fuß zurück – in einem Paar Stiefel, das bis zum Ende der Reise hielt. Sein Dank an den Leipziger Schumacher, der sie anfertigte, ist legendär.
Am 11. August eröffnete das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig im Böttchergässchen die kleine Studio-Ausstellung zum 150. Geburtstag von Karl Liebknecht „Held oder Hassfigur?“. Sein Geburtshaus kann man heute noch in der Braustraße besuchen. In der Karl-Liebknecht-Straße selbst steht das Haus, in dem er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Und genau dort wird es am Samstag, 11. September, ein großes Straßenfest geben.
Nach fünf Tagen Lokführerstreik rollt der Bahnverkehr im Land wieder weitgehend normal. Einer Konfliktlösung aber sind die Streitparteien faktisch nicht nähergekommen. Die Impfmüdigkeit gegen COVID-19 macht sich im Freistaat Sachsen besonders bemerkbar, wo nun ein Drei-Stufen-Modell neue Anreize bieten soll. Und: Die letzte Sitzung des Deutschen Bundestags vor der anstehenden Wahl geriet zum Schlagabtausch und zur Bestandsaufnahme, wo Deutschland am Ende der Ära Merkel steht. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 7. September 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Am heutigen 7. September ist der Internationale Tag der sauberen Luft für einen blauen Himmel. Eine Gelegenheit, die das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) schon am Montag dazu nutzte, den Jahresbericht zur Luftqualität für 2020 zu veröffentlichen. Immerhin zeigt der recht deutlich, wie Corona das Verkehrsgeschehen beeinflusste und damit die Luftqualität verbesserte.
Der Spätsommer bringt milde Abende, an denen es schon etwas zeitiger dunkel wird. Nach langer Kulturpause ist das die richtige Zeit für ein nachhalitges Open-Air-Kino. Und deshalb veranstaltet der Querbeet Leipzig e. V. in diesem September nun seinen den 9. Flimmergarten, der in diesem Jahr noch ein bisschen bunter wird.
Elektrisch fahren die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) zwar schon seit 124 Jahren und teilelektrisch auch schon geraume Zeit auf einigen Buslinien. Aber das richtige E-Bus-Zeitalter begann im Probebetrieb am 5. Mai auf der Linie 89. Seitdem rollen dort die nagelneuen Elektrobusse der LVB im Regelbetrieb, sieben Busse, die seit Montag, 6. September, sogar im 10-Minuten-Takt fahren. Zeit für einen Lokaltermin.
Am 1. September gab es in der Propsteikirche St. Trinitatis ein Wahlforum der Landeszentrale für politische Bildung für den Wahlkreis 153 (Leipzig-Süd). Für Videoaufnahmen nicht unbedingt der beste Ort. Das Video, das wir von der Veranstaltung aufgezeichnet haben, leidet ein wenig unter hallenden Raumakustik. Aber trotzdem wurde hier wie unter der Lupe deutlich, worum es in der Bundestagswahl diesmal wirklich geht. Um die NATO zum Beispiel überhaupt nicht.
Der Oekom Verlag in München veröffentlicht nicht nur streitbare Bücher, die etwa den umweltschädigenden Umgang mit Böden, Städten, Pestiziden thematisieren, sondern auch genau die hilfreichen Bücher, die erklären, warum unsere aktuellen Umweltprobleme so brisant sind. Denn das alarmierende Berichten über Naturkatastrophen ist das eine. Aber zu wissen, wie sensibel unsere Lebenswelt auf menschliches Tun reagiert, ist viel wichtiger. Deswegen geht es in diesem dicken Buch um mehr als Klimawandel.
Die rechtsradikale „Bürgerbewegung Leipzig 2021“ hat am Montag, dem 6. September, erneut auf dem Leipziger Innenstadtring demonstriert. Im Vergleich zu den Vorwochen hatten die Corona-Leugner/-innen leichten Zulauf – zwischen 75 und 100 Personen dürften sich an dem Aufzug beteiligt haben. Etwa genauso viele Menschen protestierten dagegen. An mehreren Stellen gelang es ihnen für einige Minuten, Sitzblockaden zu errichten.
In Leipzig wurde heute zum ersten Mal die Sieben-Tage-Inzidenz von 35 überschritten. Bleibt der Wert in den kommenden vier Tagen ebenfalls auf dem Level bzw. steigt weiter an, greift die Vorwarnstufe in der Stadt. Außerdem: In ganz Sachsen begann für Kinder und Jugendliche das neue Schuljahr, die Innenstadt wurde erneut zum Schauplatz von Montags-Demonstrationen und die weißrussische Oppositionelle Maria Kolesnikowa wurde zu elf Jahren Haft verurteilt. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 6. September 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Irgendwo im Internet – mehr soll aus Rücksicht auf die Betroffenen nicht verraten werden – gibt es einen Ort, an dem Anfang Juni zwei Menschen eine bemerkenswerte Erkenntnis hatten. Beide waren zuvor in der Leipziger Innenstadt von unbekannten Männern in Gespräche verwickelt worden, die sie als unangenehm empfunden hatten. An jenem Ort im Internet schilderten die Betroffenen ihre Erfahrungen, entdeckten Gemeinsamkeiten – und stellten fest, dass es sich offenbar um denselben Mann handelt.
Irgendwie – so scheint es – ist irgendwann der ganze Speicher voll. Dann stockt man mitten im Gespräch und ärgert sich, weil einem ein Name partout nicht einfallen will, obwohl man ihn doch eben noch fast auf der Zunge hatte. Ist das wirklich nur die Speicherfähigkeit unseres Gehirns? Forscherinnen und Forscher das Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften und der Universität Leipzig haben sich mit diesem „Speicher“-Problem jetzt mal beschäftigt.
Es gibt eigentlich nur einen Leipziger Ortsteil, wo man sich Jahr für Jahr auch schöne Ortsteil-Ansichten als Kalender in die Wohnung hängen kann – das ist Großzschocher, wo Werner Franke, Betreiber des kleinen Ortsteil-Museums „Heimatblick“, sich jedes Jahr die Mühe macht, einen neuen Kalender mit zu gestalten. Der 18. zeigt Großzschocher in Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen.
Es ist ein kleines Nachspiel zum Streit über die Weisungen der Stadt Leipzig zum Abschleppen widerrechtlich abgestellter Kraftfahrzeuge, der ja bekanntlich im Stadtrat richtig Zunder bekam. Und damit endete, dass insbesondere die Freibeuter recht bekamen mit ihrem Antrag, dass die Weisungen des Ordnungsamtes auch den Stadträten zugänglich gemacht werden müssten. Aber eigentlich müssten noch viel mehr Weisungen öffentlich werden, fordert die Freibeuter-Fraktion mit ihrem neuen Antrag.
Am Freitag, 3. September, lud die Interessengemeinschaft „Rettet den Kulki“ ein zu einer öffentlichen Veranstaltung mit Vertretern des Leipziger Stadtrates. Gegründet hat sie sich, seit den Mietern der Grundstücke am Kulkwitzer See die Kündigungen ihrer Mietverträge in den Bungalow geflattert waren. Besenrein bitte bis Ende 2021. Oder doch erst 2022? Dabei grummeln im Hintergrund noch ganz andere Vorgänge, wie die Fragerunde ergab.
Es muss ein Foto geben, das zeigt Anna Seghers unter tropischen Bäumen sitzend mit ihrem Notizbuch auf dem Schoß, aufgenommen 1963 im Garten des Dichters Jorge Amado in Brasilien. Man verbindet ja den Namen Anna Seghers meist nur mit ihren großen Erfolgsroman „Das siebente Kreuz“. Aber mit seiner Erzählung erinnert der New Yorker Schriftsteller Robert Cohen auch daran, welche wichtige Rolle Südamerika im Leben von Anna Seghers spielte.
Knapp 100 Menschen radelten am Samstag, 4. September, zum Flughafen, um gegen dessen Ausbau zu demonstrieren. Derweil fanden in ganz Leipzig verschiedene Klimaschutz-Veranstaltungen statt und Olaf Scholz besuchte den Clara-Zetkin-Park. Außerdem: In Reudnitz wurde am Samstag gegen steigende Mieten, Leerstand und Verdrängung protestiert. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, 4. und 5. September 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Das Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen haben viele Gruppen hart getroffen, zum Beispiel Schüler/-innen und Bewohner/-innen von Alten- und Pflegeheimen. Über eine besonders stark betroffene Gruppe wurde in den vergangenen anderthalb Jahren jedoch relativ wenig gesprochen: Studierende. Allein an der Universität Leipzig gibt es mehr als 30.000 von ihnen – das entspricht rund fünf Prozent der Stadtbevölkerung. Hinzu kommen rund 5.500 Mitarbeiter/-innen.
Die Leipziger kennen ein solches Projekt schon als Jahrtausendfeld, auch von der Schaubühne organisiert wurde die riesige Brache westlich des Karl-Heine-Kanals zur Jahrtausendwende in ein ertragreiches Getreidefeld verwandelt – als Zeichen dafür, dass sich mit Brachen in Leipzig mehr anfangen lässt, als sie einfach Jahrzehntelang brachliegen zu lassen. Ein vergleichbares Projekt in Berlin stand jetzt ganz im Zeichen des Friedens.
Eigentlich wäre auch die Käthe-Kollwitz-Straße in dieser Serie kein Thema mehr gewesen, würde sich der überfällige Umbau der Straße zwischen Westplatz und Karl-Heine-Straße nicht immer weiter in die Länge ziehen und so ziemlich jeder Antrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von der Verwaltung abgelehnt. So zuletzt im März, als der Wunsch einer Einwohnerin nach Radverkehrsanlagen vom Tisch gewischt wurde. Aber wir haben ja noch das Jugendparlament. Das nahm sich dieser Sache jetzt an.
Wir stecken mitten drin in einer unbewältigten Klimakrise. Das wird auch der Grundkonflikt in der Bundestagswahl bleiben. Denn eine richtige Klimaregierung für Deutschland ist überfällig. Die vergangenen 16 Jahre waren verlorene Jahre. Und auch Fridays for Future lässt jetzt nicht mehr locker. Am heutigen Sonntag, 5. September, lädt die Leipziger Ortsgruppe in den Richard-Wagner-Hain ein zu Musik, Diskussion und Film.
Es bringt nichts, wenn man Zukunft mit den Wirtschaftsvorstellungen aus dem vergangenen Jahrhundert denkt. Denn damit schmeißt man selbst Steuermilliarden für Technologien zum Fenster hinaus, die schon heute auf dem Abwrackgleis stehen. Und im Angesicht des Klimawandels hat Sachsens Regierung seit Jahren auf das falsche Pferd gesetzt und damit ausgerechnet die Wirtschaftszweige ausgebremst, die jetzt dringend gebraucht werden, wie gleich zwei sächsische Wirtschaftsverbände feststellen.
Gibt es das eigentlich? Dass der meistgelesene deutschsprachige Autor der 1920er Jahre einfach verschwindet – aus dem Gedächtnis, aus den Bibliotheken, aus den Programmen der Buchverlage? Nicht mal Rowohlt hat ihn noch im Programm, sein einstiger Hausverlag. Dabei war Emil Ludwig einst ein Star wie Thomas Mann oder Erich Maria Remarque.
Finanzialisierung. Dieses Wort verwandelt Wohnraum in Finanzprodukte, die international gehandelt werden können. Wie das Gesundheitswesen fällt auch der Wohnungsmarkt der gesamtgesellschaftlichen Tendenz zum Opfer, dass immer mehr lebensnotwendige Bereiche finanzialisiert werden.
Wenn am 6. September in Sachsen das neue Schuljahr beginnt, wird es für alle Beteiligten besondere Maßnahmen geben. Für die ersten beiden Schulwochen sind für Schüler/-innen, Lehrer/-innen sowie das sonstige Schul- und Hortpersonal zwei Corona-Tests pro Woche vorgesehen. Dort, wo die 7-Tage-Inzidenz höher als 10 ist, sind es sogar drei Tests. In diesen Landkreisen gilt in den ersten beiden Wochen zudem eine „verschärfte Maskenpflicht“. Wer vollständig geimpft wurde oder von einer Corona-Erkrankung genesen ist, muss sich nicht testen lassen.
Das Naturkundemuseum Leipzig lädt am Dienstag, 7. September, um 11 Uhr zur Eröffnung des zweiten Teils der beiden aufeinanderfolgenden Residenz- und Ausstellungsprojekte ein. Wieder einmal mehr bietet das Naturkundemuseum Leipzig Raum für Kreativität und wird zur Spielfläche im Spannungsfeld zwischen Naturwissenschaft und Kunst.
Erstmals in diesem Jahr hat sich am Freitag, 3. September, der Delitzscher Nachhaltigkeitsbeirat zusammengefunden. Das Gremium ähnelt dem Leipziger Forum Nachhaltiges Leipzig, ist aber bei Delitzscher Oberbürgermeister Dr. Manfred Wilde direkt angebunden. Und diesmal ging es gleich um die Frage, wie sich Delitzsch künftig klimafreundlich mit Wärme versorgen kann.
Es sind nicht nur die vielen Baustellen, die vielen Umleitungen, die derzeit die Fahrgäste der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) ärgern. Es ist auch die fehlende Pünktlichkeit, es sind zu kleine eingesetzte Wagenzüge, es sind die Fahrpreise, die ja erst durch Stadtratsbeschluss seit drei Jahren gezügelt sind. Schauen die LVB denn nicht, wie selbst benachbarte Verkehrsunternehmen das besser machen, fragt jetzt die SPD-Fraktion ganz offiziell im Stadtrat.
Hin und her ging es ja 2019 beim ersten Versuch der Stadt Leipzig, im Waldstraßenviertel das Bewohnerparken einzuführen. Einige wesentliche Punkte waren überhaupt nicht geklärt, als das neue Parkregime im Herbst 2019 begann. Der OBM zog nach heftigem Protest von verschiedenen Betroffenengruppen die Reißleine. Das ganze Paket ging in die Überarbeitung und am Ende auch noch vor Gericht. Jetzt gibt es drei Bewohnerparkzonen. Und am 1. Oktober soll das Ganze endgültig in Betrieb gehen.
Klingt sympathisch, ist mit journalistischen Grundsätzen aber nicht vereinbar: Ein MDR-Mitarbeiter hat für einen TV-Beitrag eine Videoaufnahme so manipuliert, dass auf einem Mikrofon plötzlich das „Bild“-Logo fehlt. Außerdem: Für eine Recherche zu privatem Waffenbesitz haben Leipziger Student/-innen den Deutschen Radiopreis gewonnen und im ersten Halbjahr gab es fast 100 antisemitische Straftaten in Sachsen. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 3. September 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Wer jetzt, so knapp drei Wochen vor der Bundestagswahl, immer noch nicht weiß, was er denn nun wählen könnte, sollte, dürfte, dem gibt auch die jetzt erschienene neue Druckausgabe der „Leipziger Zeitung“ ein paar Tipps. Insbesondere, was die Leipziger Direktkandidat/-innen im Süden betrifft (die im Norden wurden in der Ausgabe Nr. 93 vorgestellt), und was denn nun die Parteiprogramme eigentlich – aus kommunaler Perspektive – unterscheidet.
Wenn das stimmen sollte, was die Leipziger Linksfraktion jetzt ans Tageslicht gebracht hat, dann dürfte das eine ganze Menge Ärger für die Geschäftsführung der Leipziger Stadtwerke bedeuten. Und zwar nicht nur aus Klimaschutzgründen. Und auch nicht nur, weil Leipzig 2019 den Klimanotstand ausgerufen hat. Es gibt da auch noch einen kleinen Beigeschmack, der auch den Werbespruch „Ziemlich beste Energie für Privatkunden“ etwas anders deutbar macht.
Der Ausstieg aus der Kohle wäre die einmalige Gelegenheit, die Bergbauregionen im Osten zum neuen Standort für alternative Energien weiterzuentwickeln. Auch für Innovationen der Wasserstoff-Anwendungen in der Mobilität. Und eigentlich hätte ein solcher Innovationsstandort in Sachsen Priorität haben müssen. Aber auch diesmal lief es nach altbewährtem CSU-Muster: Bayern meldete seine Wünsche an und bekam das Sahnehäubchen.
Diesmal hat der Leipziger Stadtrat ja den Doppelhaushalt 2021/2022 coronabedingt mit heftiger Verspätung erst Ende März beschlossen. Deshalb gibt es das Prüfergebnis der Landesdirektion Sachsen jetzt erst im September. Aber am 2. September meldete die Landesdirektion Sachsen, dass sie auch die geplanten Kreditaufnahmen in Höhe von 481 Millionen Euro genehmigt – natürlich unter Auflagen. Wir sind ja in Sachsen.
Natürlich ist Karl-Heinz Binus CDU-Mitglied. Und als Präsident des Sächsischen Rechnungshofs macht er Politik, auch wenn er so tut, als würde der Rechnungshof die Finanzpolitik des Freistaats Sachsen unabhängig und unparteiisch bewerten. Aber das tut der Rechnungshof nicht. Doch eine Premiere ist es schon, dass der Rechnungshof in seinem Jahresbericht derart die Kürzungspolitik des CDU-Finanzmininisters unterstützt.
Es ist schon der 21. Historische Kalender, den die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM) und das Stadtgeschichtliche Museum am Donnerstag, 2. September am fröhlich plätschernden Mendebrunnen vorstellen konnten. Er hat sich zum beliebtesten Leipziger Kalender entwickelt. Und was noch vor einigen Jahren befürchtet wurde, hat sich nicht bewahrheitet: Dem Stadtgeschichtlichen Museum gehen die Motive für den Kalender ganz und gar nicht aus. Deshalb gibt es diesmal auch zwei Neuerungen.
Natürlich hat die deutsche Politik im August auch dieses Jahres gedacht: dem Bau der Berliner Mauer vor 60 Jahren. Und es ging fast überall ähnlich melodramatisch zu, während die Republik längst wieder über den Riss debattiert, der wieder – oder immer noch – zwischen West und Ost aufklafft. Genau in dieser Reihenfolge. Da ging fast unter, dass eigentlich die große Kunstausstellung zur „Mauer“ gefehlt hat.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) war gekommen, um an diesem 2. September 2021 für und mit Parteikollegin Jessica Heller im Leipziger Ort Liebertwolkwitz gemeinsam Bundestagswahlkampf zu machen. Während drinnen (Video folgt) eine angeregte und durchaus kontroverse Debatte stattfand, hatte sich draußen vor der Tür eine Menschenmenge von rund 250 weitgehend bekannten Freiheitskämpfern und lokale Bewohner versammelt. Dialog, wie später auf Twitter festgestellt wurde, war es wohl weniger, der die „Bürgerbewegung Leipzig“ und die rechtsextreme Partei „Freie Sachsen“ bewogen hatte, nach „Wolks“ zu mobilisieren. Es ging mehr um „Bilder“ einer möglichst lauten Ablehnung.
Seit dem heutigen Donnerstag streikt die GDL erneut. Die Ausfälle betreffen auch Bahnreisende in Sachsen. Ministerpräsident Kretschmer und CDU-Bundestagskandidatin Heller stellten sich heute den Fragen der Liebertwolkwitzer und in Dresden wurde Anklage gegen die Diamanten-Diebe erhoben. Außerdem: In der Ostwache wurde heute über die Zukunft der Mieten in Sachsen diskutiert. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 2. September 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Für viele kommt es überraschend: Die SPD, seit Jahren bundesweit in den Umfragen um 15 % herum dümpelnd, überholt die CDU/CSU bei den Meinungsumfragen – und das wenige Wochen vor der Bundestagswahl am 26. September 2021, d. h. während des Wahlvorgangs; denn seit einer Woche ist die Briefwahl in vollem Gange.
Wenn man sich die Radwegebeziehungen in der Leipziger Südvorstadt anschaut, geraten natürlich zuallererst die Nord-Süd-Verbindungen in den Blick, weil in diesen Himmelsrichtungen die meisten Radfahrer/-innen unterwegs sind – vor allem Richtung Innenstadt. Aber es ist dasselbe wie mit den (fehlenden) Straßenbahnverbindungen in Ost-West-Richtung: Auch die Ost-West-Routen von Radfahrern werden in der Verkehrsplanung meist ignoriert. Etwa die durch die schmale Mahlmannstraße.
Am heutigen Donnerstag, 2. September, um 19 Uhr, wird die von Anja Lückenkemper kuratierte Ausstellung „Garten als Weltbild” in der Galerie D21 eröffnet, die sich mit Landschaften als kulturelle Praxis und Medium beschäftigt. Zum umfangreichen Rahmenprogramm (bis 10. Oktober) gehört unter anderem eine Exkursion in den Wörlitzer Park mit dem Historiker und Autor Hans von Trotha.
Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Sächsischen Landtag hat heute gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e. V. (DIW) eine Studie zur Revision des Revierkonzeptes der LEAG 2021 vorgestellt. Ziel der von der Bündnisgrünen-Fraktion beauftragten Studie war es, die von der LEAG vorgelegte Planung unter energiewirtschaftlichen Aspekten auf Plausibilität zu prüfen.
Im März beschloss der Leipziger Stadtrat den Kompromiss zum geplanten Kiesabbau bei Rückmarsdorf. Jetzt hat auch die Landesdirektion Sachsen (LDS) das Raumordnungsverfahren „Kiessandtagebau Rückmarsdorf“ mit der raumordnerischen Beurteilung abgeschlossen. Demnach ist das Vorhaben bei Beachtung von Auflagen raumverträglich. Das Prüfverfahren hat die LDS als Raumordnungsbehörde auf Antrag der GP Günter Papenburg AG durchgeführt.
Mit Beginn des neuen Schuljahres am 6. September finden einige Baustellen der LVB – wie die am Martin-Luther-Ring – ihr Ende, bei anderen beginnt ein neues Umleitungsregime. So kommt es ab nächster Woche infolge neuer Bauvorhaben sowie des Baufortschritts wieder zu Änderungen im Linienverkehr. Und auf drei Buslinien gibt es spürbare Verbesserungen.
Manchmal ist man ja richtig froh, das man die verkorksten Leben anderer Leute nicht leben muss. Das geht einem oft nach Woody-Allen-Filmen so. Von amerikanischen Vorabendserien ganz zu schweigen. Vielleicht erinnert sich die eine oder der andere auch noch an Robert Altmans Film „Short Cuts“ von 1993, gedreht nach Raymond Carvers Kurzgeschichten. In Angelika Arends Erzählungen fühlt man sich am Ende meist genauso. Wie ausgespuckt.
Wir haben das Klimacamp Leipziger Land am Flughafen besucht und waren bei der Podiumsdiskussion der Leipziger Bundestagskandidat/-innen in der Propsteikirche St. Trinitatis. Derweil fand das Gründungstreffen des Bündnisses „Gesundheit statt Profite Leipzig“ statt und in Markranstädt versammelten sich Oldtimer-Liebhaber/-innen zur Sachsen-Tour. Außerdem: In Berlin wurde heute ein Pandemie-Frühwarnzentrum eröffnet und an sächsischen Schulen im ländlichen Raum sollen freiwillige Impfangebote unterbreitet werden. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 1. September 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Zwischen Brüderstraße und Windmühlenstraße hängen sie wieder: die Transparente, die für die Petition werben, den Wilhelm-Leuschner-Platz artenschutzgerecht zu entwickeln. Aber egal, wie man es betrachtet: Die Züge scheinen abgefahren zu sein. Auch einen Antrag der Linksfraktion lehnt die Verwaltung jetzt ab, weil das Baurecht aus ihrer Sicht keinen Ansatz bietet, die gewachsenen Bäume und Biotope auf der Platzfläche zu schützen.
Die Kochstraße ist nun tatsächlich noch nicht Bestandteil des HauptnetzRad der Stadt Leipzig. Aber sie ist als mögliche wichtige Fahrradroute schon lange im Gespräch, auch schon seit dem Radverkehrsentwicklungsplan 2010–2020. Richtig auf die Tagesordnung brachte sie die CDU-Fraktion, die 2019 beantragte, die Kochstraße zur Fahrradstraße auszubauen. Das ginge schon, teilt die Verwaltung nun mit. Das kostet aber Zeit und Geld.
„Eine Art Entdeckungsreise der Kunst im ländlichen Raum“. Unter diesem Titel kann man sich anfangs nur schwer etwas vorstellen. Im übertragenen Sinn ist es genau das, was die fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 3. Interdisziplinären Workshops – Raum Schaddel, des Leipziger Bundes für bildende Kunst derzeit im Künstlerhaus Schaddelmühle erfahren dürfen.
Vom 16. bis zum 22. September findet in Leipzig die Europäische Mobilitätswoche statt und ein Höhepunkt ist der Sonntag, 19. September, wenn es heißt: „Ring frei!“ Dann ist der Promenadenring einen Tag lang für den Autoverkehr gesperrt. Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrerinnen und Radfahrer können zwischen 10 und 17 Uhr den Ring neu erleben. Aber auch andere Verkehrsangebote präsentieren sich. Denn längst gibt es mehr Alternativen zum eigenen Auto, als sich Autofahrer meist träumen lassen.
Da ist der Wurm drin, auch wenn die Arbeitsagentur Leipzig einen möglichen Grund gefunden hat, warum ausgerechnet in Leipzig im August die Arbeitslosenzahl gestiegen ist, während sie deutschlandweit sogar um 12.000 sank. Das Leipziger Ergebnis mit 465 Arbeitslosen mehr als im Juni beeinflusst auch das sächsische Ergebnis, wo dann insgesamt 330 als Plus steht.
Das hat Andrea Paluch dann doch nicht übers Herz gebracht: Wirklich zwölf Weltuntergänge zu beschreiben, zwölf Arten, wie wir Menschen unseren Planeten zugrunde richten können. Die Hälfte ist es geworden. Es sollte ja doch ein Kinder-Bilder-Buch werden. Also ein Buch für die kleinen Mäuse, die einmal leben werden mit dem Schaden, den wir auf der Erde angerichtet haben.
Um besonders anfällige Menschen vor einer COVID-19-Infektion zu schützen, sind ab morgen in Sachsen sogenannte Auffrischungsimpfungen möglich. Dies betrifft vor allem zwei Personengruppen. Kurz vor Ende der Sommerferien will das Dresdener Kultusministerium das Gendern an Schulen im Freistaat per Erlass verbannen. Außerdem: Bahnreisende müssen sich zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit auf einen Streik der Lokführer einrichten – und der wird diesmal länger dauern. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 31. August 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Die kommende Bundestagswahl dürfte spannend werden – auch in den beiden Leipziger Wahlkreisen. Etwas mehr als einen Monat vor der Wahl hat sich die LEIPZIGER ZEITUNG mit Kandidat/-innen aus dem südlichen Wahlkreis 153 zum Gespräch getroffen. Im zweiten Teil des Interviews mit Sören Pellmann spricht der Linke-Kandidat über die Krise seiner Partei, eine rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene und Sachlichkeit im Wahlkampf.
Eigentlich ist das Klima das Mega-Thema des aktuellen Bundestagswahlkampfes, auch wenn es meist nicht so aussieht und einige Parteien nicht mal Konzepte haben für mehr Klimaschutz und Klimafolgenanpassung. Deshalb gibt es derzeit eine ganze Reihe Aktionen, die sich mit dem Fahrrad Richtung Berlin auf den Weg machen. Eine startet am, Sonntag, 5. September, auf der Sachsenbrücke. Und (mindestens) bis zur Schladitzer Bucht können alle interessierten Leipziger/-innen mitradeln.
Es tut sich was auf dem Uferstreifen am Elstermühlgraben zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Elsterstraße. Auch wenn es derzeit noch nicht ganz danach aussieht. Doch versperren oder zubauen darf jetzt kein Anlieger mehr den Fußweg am Nordufer des Elstermühlgrabens. Und wo er seit 2015 ausgebaut ist, ist er aktuell auch frei.
Diese Geschichte führt zurück bis ins Jahr 2016, eigentlich sogar ins Jahr 2015. Damals beantragte der Ortschaftsrat Holzhausen den Bau eines straßenbegleitenden Radweges an der S 78 zwischen Holzhausen und Baalsdorf. „Die oben genannte Strecke wird von vielen Schülern als Schulweg mit dem Fahrrad genutzt. Dies gilt sowohl von Holzhausen zum Gymnasium Engelsdorf als auch seit diesem Jahr umgekehrt von Grundschülern von Baalsdorf zur Grundschule Holzhausen“, schrieb der Ortschaftsrat damals.
Der Kunstraum NeuDeli lädt am Samstag, 4. September, von 17 bis 21 Uhr mal wieder zur Ausstellungseröffnung in die Sebastian-Bach-Straße 23 ein. Diesmal wird im NeuDeli die Ausstellung „Elbe Quelle Source. Overpaintings on Origin, Femininity and Identity“ gezeigt. Die Leipziger Malerin Yvette Kießling zeigt Lithographien, Übermalungen und Arbeiten in Öl, die bei ihrer Auseinandersetzung mit der Elbe und im Besonderen mit ihrer Quelle entstanden sind.
Die Leipziger/-innen kennen sie noch vom Literaturprojekt „Augenpost“: Gemeinsam mit Ulrike Almut Sandig klebte Marlen Pelny Gedichte an Laternenmasten in Leipzig. Inzwischen hat sie Gedichtbände veröffentlicht und am Literaturinstitut studiert. Und mit „Liebe/Liebe“ legt sie nun einen Roman vor, der auf ergreifende Weise erzählt, was Liebe ist. Und was nicht.
Nachdem am vergangenen Wochenende ein Mann in Leipzig durch eine Explosion verletzt wurde, möchte die Polizei die Bürger/-innen für mögliche Sprengstoffsätze im Stadtgebiet sensibilisieren. Wie die Beamten mitteilten, war der Fall vom Wochenende einer von mehreren innerhalb weniger Monate. Außerdem: Die Landeshauptstadt Dresden überschreitet als erste Region in Sachsen die kritische7-Tage-Inzidenz von 35. Verringert sich der Wert in den kommenden vier Tagen nicht, gelten ab kommendem Sonntag verschärfte Maßnahmen. In der Innenstadt trafen die „Bürgerbewegung Leipzig 2021“ und Aktivist/-innen des Gegenprotests wieder aufeinander und am Flughafen in Kabul wurden mehrere Menschen durch einen Raketenangriff verletzt. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 30. August 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Die kommende Bundestagswahl dürfte spannend werden – auch in den beiden Leipziger Wahlkreisen. Etwas mehr als einen Monat vor der Wahl hat sich die LEIPZIGER ZEITUNG mit Kandidat/-innen aus dem südlichen Wahlkreis 153 zum Gespräch getroffen. Im ersten Teil des Interviews mit Sören Pellmann spricht der Linke-Kandidat über Sahra Wagenknecht, Kritik von der grünen Konkurrenz und die Wahlkampf-Themen seiner Partei in Leipzig.
Nicht nur am Bernstein Center for Computational Neuroscience der Charité Berlin wird emsig an technologischen Lösungen geforscht, wie man das, was in einem menschlichen Gehirn passiert, nicht nur auslesen, sondern auch entschlüsseln kann. Auch am Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften hat man sich auf diesen Weg gemacht und versucht, mit Künstlicher Intelligenz neuronale Prozesse zu entziffern.
Eigentlich müsste diese Problemstelle Dieskaustraße heißen. Doch die wird ab 2023 komplett umgebaut, sodass sie hinterher auch deutlich bessere Bedingungen für Radfahrer/-innen bietet. In der Zwischenzeit aber müssten parallele Wegeverbindungen im Grunde auch ihre Funktion als Teil im HauptnetzRad übernehmen. Doch das verhindert ein besonders beratungsresistenter Teil der Stadtverwaltung.
Es geht zumeist unter im Trubel des Leipziger Frühherbstes mit seinen vielen Festivals: Immer Anfang September feiert die Magistrale Georg-Schumann-Straße ihre „Nacht der Kunst“, in der die lange Straße durch Gohlis, Möckern und Wahren zeigt, dass auch hier Künstler/-innen und Galerien ihr Zuhause haben. Am 4. September findet nun schon die 12. Nacht der Kunst statt.
Wie schrieb doch Leser Uwe so treffend: „Ganz allgemein bin ich der Auffassung, dass wir ein sehr gutes ‚Radwegenetz‘ hätten: die Straßen! Sie müssen nur nicht als prioritär den Autos vorbehalten gedacht werden, indem man immer und überall versucht, den Radverkehr zu separieren, sondern so gestaltet werden, dass Radfahrer sie sicher benutzen können.“ Denn das war eigentlich der Grundgedanke, der auch dem Radverkehrsentwicklungsplan 2010–2020 zugrunde lag. Wären da nicht ein paar einflussreiche Autofahrer gewesen.
Im Angesicht der aktuellen Weltprobleme sind die deutsch-deutschen Befindlichkeiten natürlich eher nur eine Fußnote, ein winziger Nebenschauplatz mit viel Gekränktheit. Aber das (teilweise) Misslingen der Deutschen Einheit erzählt eben auch vom Misslingen der europäischen Einheit. Und das wird sogar sichtbar, wenn Michael Hametner nur die zwei Felder untersucht, auf denen er journalistisch tätig ist: Literatur und bildende Kunst.
In Sachsen hat jetzt jede Region die 10er-Inzidenz-Marke überschritten. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Hochwasser, auch in Leipzig. Und auch der Wahlkampf rollt in Leipzig, mit ihm jede Menge Podiumsdebatten. Wir haben uns am 27. August 2021 das „Stimm für mich“-Forum der „Fridays for Future“-Bewegung im Ariowitsch-Haus angeschaut und als Video aufgezeichnet. Außerdem: In Leipzig, Chemnitz, Köln und Berlin fanden an diesem Wochenende verschiedene (Groß)Demonstrationen statt. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, 28./29. August 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Eigentlich ist es nicht mehr neu. Und eigentlich müsste es im Bundestagswahlkampf 2021 eine ganz wichtige Rolle spielen, dass jedes siebente Kind in einer Familie lebt, die auf SGB-II-Unterstützung angewiesen ist. Bundesweit 13 Prozent aller Kinder, im Osten sogar 16 Prozent. Das liegt deutlich über der offiziellen Arbeitslosenquote, erzählt aber von einer Gesellschaft, die Kinder nur zu gern ignoriert.
Klar: Gewusst hat man das ja schon irgendwie. Aber jetzt haben es Leipziger Wissenschaftler/-innen auch belegen können: Corona-Masken schützen, verbergen aber auch Gefühle. Auch das trägt dazu bei, das man sich im öffentlichen Raum zuweilen doch sehr verloren vorkommt. Und irritiert.
Leipzig und seine Dichter, das ist ein ganz schweres Kapitel. Ein hartes Brot sowieso. Das wusste schon Lessing. Aber während an Goethe, Schiller und Gellert zumindest mit öffentlichen Denkmälern erinnert wird, verschwinden die jüngeren Autorinnen und Autoren regelrecht. Wenn sich nicht ein paar engagierte Vereine kümmern, bekommen sie nicht mal eine kleine Würdigung im öffentlichen Raum. Am Dienstag, 31. August, wird nun endlich auch Wolfgang Hilbig gewürdigt.
Fast geschafft. Die Nordseite des Lindenauer Marktes ist fertig. Am Mittwoch, 1. September, können nun auch wieder die beliebten Wochenmärkte auf dem Platz stattfinden, denn auch die Platzfläche wurde größer. Was vor fünf Jahren mit einem Vorstoß des Stadtbezirksbeirates begann, ist endlich fast umgesetzt. Nur ein paar Restarbeiten fehlen noch. Und natürlich wird auch in der benachbarten Odermannstraße noch gearbeitet.
Endlich ist das geklärt. Endlich müssen Eltern ihren Kindern nicht mehr mit Bienen und Schmetterlingen erklären, wie das eigentlich passiert mit dem Kindermachen. Vom Klapperstorch ganz zu schweigen. Sollten ein paar Minderjährige jetzt erschrecken, weil ihnen Papa und Mama erklärt haben, dass der Klapperstorch das immer noch macht, so seien sie getröstet: Nein, das ist wirklich ein Märchen. Und den Prahlhans in Eurer Klasse müsst ihr auch nicht mehr fragen.
Am Freitag und Samstag, 3. und 4. September, feiert DREHMOMENT – das LoopArt-Festival auf dem Bürgerbahnhof Plagwitz wieder endlosschleifenbasierte Musik. Während am Freitag Wandelkonzerte durch die Varianten und die Geschichte des Loopens führen, laden am Samstag ein Open Loop Space und ein interaktives Sound-Happening zum Mitmachen ein. Freikäufer haben die Möglichkeit, jeweils 1 x 2 Freikarten für das Wandelkonzert am Freitag, 3. September, oder für das interaktive Sound-Happening am Samstag, 4. September, zu gewinnen. +++Die Verlosung ist beendet+++
Die kommende Bundestagswahl dürfte spannend werden – auch in den beiden Leipziger Wahlkreisen. Etwas mehr als einen Monat vor der Wahl hat sich die Leipziger Zeitung (LZ) mit Kandidat/-innen aus dem südlichen Wahlkreis 153 zum Gespräch getroffen. Im zweiten Teil des Interviews mit Jessica Heller spricht die CDU-Kandidatin über den diplomatischen Kraftakt „Klimaschutz“, Kritik am Titelverteidiger Sören Pellmann (Linke) und Ihre Ziele in der Bundespolitik.
Die geliebten, gefährlichen und altbekannten Bubbles. Man denkt, die Welt wäre doch gar nicht so schlimm, weil Bekannte und Befreundete von der gleichen Gesellschaft träumen wie man selbst. Das Gefährliche? Zu vergessen, dass zwischen der eigenen Bubble, den Bubbles der anderen und dem etwas dazwischen, das sich Realität nennt, Welten liegen können.
Den Termin kann man sich schon einmal vormerken. Gerade dann, wenn man nicht mal einen eigenen Garten hat. Am 17. September laden das Soziokulturelle Zentrum Die VLLA und der Verein gemeinsam grün e. V. zwischen 15 und 17 Uhr zu einer Besichtigung in den SALVIA-Bildungsgarten – einen „Community Garden for Diversity“, ein barrierearmes und inklusives Gartenprojekt – ein.
Es gibt Märkte, die erzählen eigentlich zwiespältige Geschichten über eine Stadt. So wie der Immobilienmarkt in Leipzig, den der Gutachterausschuss der Stadt Leipzig jedes Jahr akribisch beobachtet und dann meistens zu dem Fazit kommt, dass dieser Markt doch ganz gut läuft, wenn die Umsätze steigen. In der klassischen Ökonomie sind steigende Immobilienpreise Zeichen für Prosperität. Nur wird die in der Regel dann über steigende Mieten finanziert.
Leipzig hat jetzt eine Fußverkehrsstrategie. „Leipzig geht voran“, meldet die Stadtverwaltung. Stimmt nur nicht ganz. Berlin hat schon seit 2011 eines. Und 2018 hat der FUSS e. V. eines herumgeschickt an alle Städte über 20.000 Einwohner. Auch an Leipzig. Da hockte Leipzig gerade mal in den Startlöchern und hätte nicht mal da gesessen, wenn der Stadtrat nicht Druck gemacht hätte. Leipzig geht voran? Nein, nicht wirklich. Das hat viele Gründe.
Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
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