28°СLeipzig

Architektur

- Anzeige -
Deutscher Werkbund Sachsen (Hg.): Der Bauhausstil - Markenzeichen des Warenhauskonzerns Schocken. Foto: Ralf Julke

Der Bauhausstil: Die zu Unrecht vergessene Geschichte der Schockens, ihrer Bauhaus-Warenhäuser und des Architekten Bernhard Sturtzkopf

Beinahe wäre Sachsen so gar nicht vertreten gewesen im 100jährigen Jubiläum des Bauhauses 2019. Da standen eher Weimar und Dessau im Mittelpunkt. Sachsen schien einfach nicht sichtbar als eine Region, in der markante Gebäude im Bauhausstil zu finden wären. Aber dann eröffnete in Crimmitschau doch noch eine Ausstellung, die sichtbar machte, dass in Sachsen sogar einer der markantesten Bauhaus-Architekten wirkte.

Bernd Sikora: Industriearchitektur in Sachsen im europäischen Kontext. Foto: Ralf Julke

Industriearchitektur in Sachsen im europäischen Kontext: Das Buch, das erklärt, warum Sachsen so reich an Industriedenkmalen ist

Die Corona-Pandemie hat so richtig reingehauen in das Jahr der Industriearchitektur in Sachsen. Auch die Landesausstellung „Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“ musste monatelang schließen, sodass der Freistaat nicht wirklich richtig punkten konnte mit etwas, was ihn wirklich von allen anderen Bundesländern unterscheidet: den vielen erhaltenen Denkmalen der Industriegeschichte. Einer Geschichte, die Bernd Sikora in diesem Buch erzählt.

Bernd Sikora, Peter Franke: Leipzigs schönste Häuser. Foto: Ralf Julke

Leipzigs schönste Häuser: Der Reichtum Leipziger Architektur aus zwei markanten Bauepochen

In diesem Jahr hat ja auch Leipzig ein bisschen „100 Jahre Bauhaus“ gefeiert, auch wenn das moderne Bauen zwischen 1919 und 1933 in Leipzig eher wenig mit dem Bauhaus zu tun hatte. Leipzig ist einen anderen Weg gegangen. Und der begann schon um das Jahr 1900, als Leipziger Architekten den ganzen Zierrat der Gründerzeit über Bord warfen und jene eindrucksvollen Häuser schufen, die Bernd Sikora und Peter Franke in diesem Buch versammelt haben.

Das Architekturmodell der Einsegnungshalle. Bild: Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Leipzig, 1925, Fotograf unbek.

Verlorene Bauwerke in Leipzig: Wer war Wilhelm Haller?

Vor 80 Jahren wurden die letzten Überreste eines Gebäudes geräumt, das in der Architekturgeschichte der Leipziger Region als letztes Nachbeben der Reformarchitektur gilt. Die Feierhalle auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in Leipzig wurde wie andere jüdische Sakralbauten Opfer der Pogrome 1938. Am „guten Ort“ brauchten die Nazis länger. An der Rabitzbetonkuppel bissen sie sich die Zähne aus.

Achim Ilchmann: Die Baugeschichte eines Rokoko-Stadthauses. Foto: Ralf Julke

Wie ein einmaliges Rokoko-Stadthaus nach einer amtlichen Kaputtsanierung gerettet wurde

Sage niemand, es gäbe im Leben nicht genug Passionen, die einen so richtig ausfüllen können, ohne dass man seine wertvolle Zeit vor Fernseher, Smartphone und Ballerspielen verbringen muss. Für den Mathematiker Achim Ilchmann aus Erfurt war es ein Haus, das ihm ab 2004 zur Passion wurde. Ein ganz besonderes: das kleine Rokoko-Stadthaus „Zum güldenen Heer“. Über die Rokoko-Faszination hat er schon ein Buch geschrieben. Nun gibt es eins, das man zu anderen Häusern lange suchen kann.

Alberto Schwarz: Das Alte Leipzig. Foto: Ralf Julke

Das Alte Leipzig: Mit Alberto Schwarz durch 300 Jahre Leipziger Baugeschichte

Eigentlich ist es kein Postkartenbuch. Obwohl der Titel „Das Alte Leipzig“ an einst beliebte Leipziger Postkarten-Serien erinnert. Die waren deshalb so beliebt, weil sie die längst als „romantisch“ empfundenen Reste mittelalterlicher Bebauung zu einer Zeit festhielten, als Leipzigs Architektur sich in rasendem Tempo modernisierte. Das Ergebnis ist: Von historischen Bauepochen ist in Leipzig fast nichts mehr zu finden. Also macht sich Alberto Schwarz auf die Suche.

Achim Ilchmann: Das bürgerliche Stadthaus im Rokoko. Foto: Ralf Julke

Wie ein kleines Erfurter Bürgerhaus den Mathematiker Achim Ilchmann dazu bringt, den Rokoko zu suchen und zu finden

Als Wolfgang Hocquél 1990 das kleine Lexikon „Leipzig. Baumeister und Bauten“ veröffentlichte, brachte er zwar ein kleines Kapitel Barock darin unter – schmal genug. So viele Gebäude aus der Zeit haben sich ja in Leipzig nicht erhalten. Auch das Gohliser Schlösschen ordnete er dem Barock zu, genauer: Spätbarock. Und dann liest man nun Achim Ilchmanns vehementes Plädoyer für den Rokoko und merkt: Leipzig hat eigentlich ein echtes Rokoko-Kleinod. Obwohl es Ilchmann eher um ein Erfurter Kleinod geht.

Architektur bleibt! – Tag der Architektur 2018 am 23. + 24. Juni

Am 23. und 24. Juni 2018 findet der bundesweite Tag der Architektur statt. Zum 23. Mal öffnen sich an diesen Tagen auch in Sachsen wieder zahlreiche Architekturen und Büros für die Besucher. Bauherren und Architekturinteressierte haben die Möglichkeit mit Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplanern locker und unverbindlich ins Gespräch zu kommen und können an insgesamt 65 Objekten und Veranstaltungen ihre Fragen zu Architektur und Baukultur diskutieren.

Kirow-Chef und Bauherr Ludwig Koehne auf der Niemyer-Baustelle. Foto: Michael Freitag

Eine Kugel am Haus: Oscar Niemeyers Hinterlassenschaft wird Realität in Leipzig Plagwitz + Bildergalerie

LZ/Auszug aus Ausgabe 51Der Kirow-Chef Ludwig Koehne ist kein Mann großer Worte. Er baut lieber riesige Kräne, Containerbrücken, Straßenbahnen und Schienenfahrzeuge, die ganze ICEs wieder ins Gleis heben können. In den letzten Jahren hat er die „Kranunion“ Holding aus Kirow, Ardelt und Kocks zu einem weltweit operierenden Unternehmen gemacht, seine Arbeitsplätze heißen Japan, China, Bangladesh und Leipzig. Doch wenn der Name des 2012 verstorbenen brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer fällt, leuchten nicht nur seine Augen.

St. Trinitatis, 1950. Foto: SGM

Letzter Vortrag in der Ausstellung Plan! – Leipziger Kirchen zwischen Vernichtung und Neubeginn

Am kommenden Dienstag, 10.10., 18 Uhr, beschließt Christoph Kaufmann, einer der Kuratoren der Architekturausstellung Plan! die Vortragsreihe mit dem Thema Leipziger Kirchen. Als Folge des zweiten Weltkrieges wurden in Leipzig sieben Kirchen total zerstört und weitere mehr oder weniger stark beschädigt. An einen Wiederaufbau der großen Stadtkirchen war in Zeiten des Hungers und der Wohnungsnot nicht zu denken. Es gehört deshalb zu den großen Leistungen der Nachkriegszeit, dass trotzdem bis 1952 sowohl eine evangelische als auch eine katholische Kirche neu errichtet werden konnten.

Experimentalbauvorhaben Innere Westvorstadt, Dorotheenplatz. Modellfoto, um 1984, Büro des Chefarchitekten. Foto: Stadtarchiv Leipzig

Experimente im Plattenbau: Das Leipziger Kolonnadenviertel

Mit Juliane Richter, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HTWK Leipzig, konnte eine Expertin zum Thema Kollonadenviertel gewonnen werden. Ihre Magisterarbeit „Experimente im Plattenbau. Innerstädtischer Wohnungsbau in der DDR und das Leipziger Kolonnadenviertel“ wurde 2014 mit dem Theodor Fischer Preis, dem Nachwuchsförderpreis des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, ausgezeichnet und 2015 publiziert.

Die Architekten. Foto: DEFA

„Die Architekten“ – Film in der Ausstellung PLAN!

Mit dem Film „Die Architekten“ (1990) von Peter Kahane am Donnerstag, dem 24. August, 18 Uhr, in der Ausstellung PLAN! wird eine der letzten DEFA-Produktionen gezeigt. Dr. Peter Leonhardt übernimmt die Einführung in den „ersten ‚tabulosen‘ DEFA-Film“ (Das große Lexikon der DEFA-Spielfilme).

Markt mit Messeamt. Foto: Stadtarchiv Leipzig

Vortrag am 27. Juli: Die Leipziger Messe 1945-1976

Die Besonderheiten der baulichen Entwicklung der Technischen Messe in der DDR beleuchtet die Bauhistorikerin Tanja Scheffler in einem Vortrag am Donnerstag, dem 27.07., 18 Uhr, im Rahmen der Ausstellung Plan! Leipzig, Architektur und Städtebau 1945-1976.

Parlament in Chandigarh (Teil der Werkgruppe Le Corbusiers, die seit 2016 UNESCO-Weltkulturerbe ist). Foto: FLC, Paris

Architektur-Vortragsreihe der HTWK Leipzig stellt die Planstadt von Le Corbusier vor

Der schweizerisch-französische Architekt und Künstler Le Corbusier prägte das Erscheinungsbild von Chandigarh, Indiens größtem postkolonialen Städtebauprojekt: Der rechte Winkel bestimmt den 1951 entworfenen Masterplan, Sichtbeton die formal eigenwilligen Großbauten. Mehr als eine Million Menschen leben heute in der sogenannten „City Beautiful“, deren drei berühmte Regierungsgebäude seit Juli 2016 UNESCO-Weltkulturerbe sind.

Der Markt mit Messeamt (1968). Foto: Stadtarchiv Leipzig

Kuratorenführung in der Architekturausstellung Plan!

Den Auftakt der Veranstaltungen in der Ausstellung Plan! Leipzig, Architektur und Städtebau bildet die Kuratorenführung am kommenden Dienstag, 23. Mai, 17 Uhr. Die Ausstellung zeigt die wechselvolle Baugeschichte der Messestadt Leipzig in den drei Jahrzehnten nach Kriegsende bis zur Grundsteinlegung des Wohngebietes Leipzig-Grünau im Sommer 1976.

- Anzeige -
Scroll Up