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Die Revolution gegen die vermeintliche „Corona-Diktatur" kam am Samstag nicht sehr weit. Foto: LZ
·Der Tag

Das Wochenende, 14./15. August 2021: Polizei stoppt Aufzug von Globulifans, DisTanz-Festival sorgt für Streit und Leipzig genießt ein kurzes Sommer-Intermezzo + Video

Der Unterschied zu den großen Corona-Demos im November 2020 war greifbar: Die Polizei hatte die Lage diesmal deutlich besser im Griff, als sie einen Demo-Zug von etwa 1.000 Teilnehmenden aus dem Milieu der COVID-19-Skeptiker am Samstag stoppte. Grund war die vielfache Missachtung der Maskenpflicht. Im Clara-Zetkin-Park wurde indes das DisTanz-Festival gefeiert, das nach Streit im Vorfeld nun für neuen Zündstoff sorgt, während der Sommer sich zu einem kleinen Wochenend-Intermezzo in der Stadt eingefunden hatte. Die LZ blickt auf das zurück, was am Wochenende, 14./15. August, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Die Querungsinsel in Verlängerung der Creuzigerstraße zur Schlippe. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Baumaßnahme Dieskaustraße 2023: Ob die Windorfer Straße noch eine Querungshilfe braucht, wird noch geprüft

2023 kommt auf den Leipziger Südwesten eine riesige Baustelle zu: Dann wird die komplette Dieskaustraße vom Adler bis nach Großzschocher umgebaut. Und es ist, als hätten die städtischen Verkehrsplaner überhaupt keine Zeit gehabt, vorher noch abzusichern, dass die Verkehrsteilnehmer irgendwie noch durchkommen. Der Stadtbezirksbeirat Südwest hat jetzt den dritten Antrag gestellt, daran wenigstens ein bisschen was zu ändern.

Radfahrer auf der Könneritzstraße. Foto: Lucas Böhme
·Wirtschaft·Mobilität

Leipzigs Radverkehrsdrama: Der LZ-Radwegetest von 2015 und die Frage nach einem Hauptnetz, das seinen Namen verdient

Stürzen wir uns nun ins Vergnügen oder überlassen wir es jetzt mal der beliebten Autofahrerzeitung der Stadt, herauszubekommen, was alles im Leipziger Radwegenetz kaputt, unlogisch, lückenhaft und für die Nutzer hochgefährlich ist? Dass die Zeitung jetzt überhaupt mal auf die Idee kam, das Thema aufzugreifen, hat ja mit dem höllisch verspäteten Radverkehrsentwicklungsplan zu tun. Zu dem die Bürgerbeteiligung eigentlich längst begonnen haben sollte.

Ponte Pilas: Tinderbox. Cover: Pianola Records
·Kultur·Musik

Musikalische Unterstützung für Fridays for Future: Ponte Pilas veröffentlichen ein neues Video zu ihrem Track „Tinderbox“

Das in Berlin ansässige schottisch-ecuadorianische Quartett Ponte Pilas verbindet scharfkantige Riffs mit einprägsamen Gesangsmelodien zu ansteckenden Hits. Die neue Single „Tinderbox“ ist inspiriert von der positiven und radikalen Arbeit der Fridays for Future-Bewegung und spiegelt die eher politische und aktivistische Seite der Band wider. Dazu gibt es wie immer ein amüsantes und aufschlussreiches Video, das perfekt zum Song passt.

Cerstin Gammelin: Die Unterschätzten. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Die Unterschätzten: Warum der Osten noch heute die Fehler des Einigungsvertrages ausbaden muss

Es ist schon erstaunlich, wie sich in den letzten Jahren die Bücher zum Zustand des deutsch-deutschen Familiendramas gemehrt haben. Der Osten wird begutachtet wie eine Versuchsanordnung, bei der man einfach nicht versteht, was da eigentlich schiefgegangen ist und warum sich ein Haufen Leute dort 30 Jahre nach der Wiedervereinigung wie „Bürger zweiter Klasse“ fühlen. Manchmal hilft der Blick von draußen zurück.

Am Ende eine "Querdenker"-Demo zum Bahnhof und zurück zuk Augustusplatz (gegen 18:15 Uhr). Foto: LZ
·Leben·Gesellschaft

Livebericht – Ohne Masken in der „Diktatur“: 1.000 Globulifans auf dem Augustusplatz + Videos

Gerade einmal eine Stunde ist die heutige Versammlung der „Ärzte für Aufklärung“ – eine durchgehend aus westdeutschen, meist homöopathisch behandelnden Ärzten bestehende Vereinigung – und der „Bewegung Leipzig“ zur Stunde alt, da ist bereits klar: Dieses Mal hat die Polizei das Zepter in der Hand. Rund 1.000 Teilnehmende konnte die Szenerie aus Impfgegnern, Homöopathiegläubigen und Verschwörungserzählern am 14.08.2021 auf dem Augustusplatz zusammenbringen, trotz deutschlandweiter Mobilisierung. Die Polizei besteht aufgrund wieder gestiegener Inzidenzen in Leipzig auf das Tragen einer Mund-Nasen-Maske, bevor die Versammlung starten kann.

Demonstration in Leipzig zur Aufnahme von Flüchtlingen. Archivfoto: L-IZ.de
·Politik·Sachsen

Auch Duldung ist ein Recht: OVG stoppt Willkür in der sächsischen Abschiebepraxis

Seit Jahren steht die Abschiebepraxis des Freistaats Sachsen in der Kritik. Immer wieder holten die beauftragen Polizisten nachts Menschen aus ihren Wohnungen, die längst integriert waren, in Beruf und Ausbildung standen. Oder die gar nicht abgeschoben werden durften. Oft ganze Familien, und das nur, weil Sachsens CDU beim Thema Asyl unbedingt „Härte“ zeigen wollte. Nun hat das OVG in Bautzen erstmals deutlich gemacht, dass diese Praxis in vielen Fällen inakzeptabel ist.

So kann man es auch sagen. Foto: Marko Hofmann
·Leben·Satire

Kleiner Kommentar zum 13.: Wer klaut da eigentlich unsere Feiertage?

Mein bester Freund ist ja schon lange tot. Er starb vor so ziemlich genau 55 Jahren, natürlich an einem 1. April, was schon sonst. Und natürlich gleich an drei Todesursachen, wie es sich für einen Iren mit bizarrem Humor nun einmal gehört. Das hat zwar erst einmal nichts mit der deutschen Nudelsuppe zu tun. Aber wer „Der dritte Polizist“ gelesen hat, weiß, dass zwischen Ostdeutschland und der Irischen Republik nur ein dickes Nudelsuppenland liegt mit Leuten, die nicht mal eine eigene Geschichte haben.

Klimaband-Aktion vor der Nikolaikirche. Foto: LZ
·Politik·Engagement

Aktion Klimabänder: Ab Sonntag steht ein vier Meter großer Eiffelturm an der Nikolaikirche

Unter dem Motto: „Gemeinsam für unsere Erde! Aus Liebe.“ werden seit Anfang Juli auch an der Nikolaikirche Klimabänder gesammelt. Nun erhalten die bunten Bänder, auf denen Menschen ihre Wünsche fürs Klima und für Artenschutz festhalten können, prominente Unterstützung: Am Sonntag, 15. August, wird am Rande des Gottesdienstes an der Nikolaikirche ein vier Meter hoher Eiffelturm errichtet.

Menschen besetzen Straße.
·Politik·Engagement

#cancelLEJ: Polizei und Staatsanwaltschaft untersuchen immer noch aufgrund der falschen Vorwürfe von DHL

Es war nicht nur Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der nach der kurzzeitigen Besetzung einer Zufahrtsstraße zum Flughafen Leipzig/Halle und dem harschen Vorgehen der Polizei eine Verurteilung der Demonstranten öffentlich aussprach, die so gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun hatte. Eigentlich wäre eine Entschuldigung überfällig. Aber eine Antwort von Innenminister Roland Wöller (CDU) zeigt nun, dass die Staatsanwaltschaft überhaupt nicht daran denkt, das Verfahren einzustellen. Und an eine Entschuldigung denkt in Dresden auch keiner.

Kurt Biedenkopf 2011 in Leipzig. Foto: Ralf Julke
·Der Tag

Freitag, der 13. August 2021: Biedenkopf tot, 60 Jahre Mauerbau und rechtswidrige Abschiebung

Kurt Biedenkopf ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Parteien und Amtsträger würdigten Sachsens ersten Ministerpräsidenten fast einhellig – nur aus der sächsischen Linksfraktion gab es Misstöne. Außerdem: Der Mauerbau jährt sich heute zum 60. Mal, die Abschiebung einer Familie nach Georgien war rechtswidrig und das Innenministerium gibt fehlerhafte Infos der Polizei nach der Flughafen-Blockade zu. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 13. August 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

·Politik·Leipzig

Grünen-Bundestagskandidatin Marie Müser im Interview (2): „Ich lasse mich nicht einschüchtern“

Die kommende Bundestagswahl dürfte spannend werden – auch in den beiden Leipziger Wahlkreisen. Etwas mehr als zwei Monate vor der Wahl hat sich die Leipziger Zeitung (LZ) mit Kandidat/-innen aus dem nördlichen Wahlkreis 152 zum Gespräch getroffen. Im zweiten Teil des Interviews mit Marie Müser spricht die Kandidatin der Grünen über ihren Einsatz gegen Rechtsextremismus, über ihre Strategien, mit Sexismus umzugehen, und über ihre ostdeutsche Identität.

Polizisten im Demo-Einsatz. Foto: LZ
·Politik·Sachsen

Von wegen Einzelfälle: Inzwischen 49 „Verdachtsfälle mit Bezug zum Rechtsextremismus“ bei der sächsischen Polizei

So richtig zum Thema wurden Polizisten, die sich in rechtsextremistischen Kreisen bewegen, erst mit den mit „NSU 2.0“ gekennzeichneten Mails. Obwohl es vorher schon immer wieder Vorfälle mit Beamten – auch in Sachsen – gab, die erstaunliche Nähe zu rechtsextremem Gedankengut hatten. Von Einzelfällen kann da schon lange keine Rede mehr sein, bestätigt eine neue Antwort aus dem Innenministerium.

Das Baugebiet für die "Hartweide" im Frühjahr 2021. Foto:; Stadt Zwenkau
·Politik·Region

Wie weiter im Baugebiet Harthweide in Zwenkau? Stadt Zwenkau will den Bebauungsplan jetzt nachbessern

Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hatte im Juli den Bebauungsplan Nr. 35 Zwenkauer Harthweide für unwirksam erklärt. Was nicht das Ende für das Bauprojekt am Zwenkauer See bedeutet. Aber die Stadt und der Stadtrat müssen jetzt nachsitzen und den Bebauungsplan rechtskonform korrigieren. Was eben auch bedeutet: Realistische Naturausgleichsflächen für das in Anspruch genommene Gebiet zu finden. Das freilich kann dauern.

Peter Piek. Foto: Ari Fuchs
·Kultur·Musik

Peter Piek löst ein Versprechen ein: „Walking Zschopau“ veröffentlicht

Er gehört ganz bestimmt zu den ungewöhnlichsten Musikern in Leipzig: Peter Piek. Bei Backseat hat er jetzt ein Album veröffentlicht, das eigentlich die Erfüllung eines Versprechens ist. Zwölf Jahre hat Peter Piek benötigt, um ein Versprechen zu halten. Er gab es seinem Fan Melissa, die sich ein Live-Album von ihm wünschte. Kennengelernt hat er Melissa während seiner ersten US-Tour in New York. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem er Melissa dieses Versprechen erfüllt.

Uwe Schimunek, Uwe Voehl, Günther Zäuner: Wien morbid. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Wien Morbid: 21 mörderische Geschichten mit durchaus ernst zu nehmenden Hintergedanken

Während die in Leipzig geborene „edition krimi“ vor geraumer Zeit nach Hamburg abgewandert ist, pflegt der hier heimische Lychatz Verlag in aller Stille seine kleine, feine Krimi-Abteilung, die jetzt auch einen Band als Bereicherung erhielt, der durchaus an Klassiker der „edition krimi“ erinnert, solche wie „Mörderisches Sachsen“. Aber diesmal geht es nach Österreich: „Wien morbid“.

Neue Hygienekonzepte für Schulen und Kitas. Foto: LZ
·Der Tag

Donnerstag, der 12. August 2021: Neue Hygienemaßnahmen an Leipziger Schulen und wer hinter den Hetzplakaten gegen die Grünen steckt

Die Stadt Leipzig kündigte heute an, neue Hygienekonzepte für Schulen und Kitas einzuführen. Außerdem bereitet sie das Neue Rathaus auf die Briefwahl vor. Und: In ganz Deutschland waren heute Hetzplakate gegen Bündnis 90 / Die Grünen zu sehen. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 12. August 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

·Kultur·Lebensart

Im Leipziger Osten wird jetzt „gevoegelt“

Von der Idee bis zur fertigen Umsetzung hat es fast fünf Jahre gedauert, jetzt ist es soweit: Seit Mitte Juli hat Leipzigs erster alternativer Sexshop, die „Voegelei“ seine Pforten geöffnet. In dem Ladengeschäft in der Wurzner Straße im Leipziger Osten gibt es neben nachhaltig und fair produzierten Sextoys und Literatur abseits von traditionellen Geschlechterrollen und Körperbildern, Hygieneartikel sowie Beratungsangebote und Workshops. Die Idee der Gründer/-innen ist klar: Den Sexshop rausholen aus der „Schmuddelecke“ und zu einem Ort machen, der sexuelle Entwicklung und Lust fördert.

Ekkehart J. neben seinem Verteidiger Dr. Malte Heise. Foto: Lucas Böhme
·Leben·Fälle & Unfälle

Geständnis nach tödlichem Gewaltverbrechen in der Südvorstadt: „Ich dachte, niemand würde mir so eine Tat zutrauen“

Fast ein Jahr nach dem tödlichen Gewaltverbrechen gegen eine ältere Frau in der Hardenbergstraße legte der Angeklagte (31) am Donnerstag vor dem Landgericht sein angekündigtes Geständnis ab. Einiges stellte er jedoch anders dar, als die Staatsanwaltschaft ihm vorwirft – und offenbarte ein schier unglaubliches Lügengerüst, das sein ganzes Leben jahrelang umgab. Musste Sylvia G. sterben, damit er nicht auffliegt?

Festival Kurzsuechtig in der Schaubühne. Foto: Kurzsuechtig
·Kultur·Film & TV

Mittendrin im Filmgeschehen: Kurzfimfestival „Kurzsuechtig“ startet am 18. August

Am Mittwoch, 18. August, geht es los, dann heißt es: Film ab für das Mitteldeutsche Kurzfilmfestival „Kurzsuechtig“: Vom 18. bis zum 22. August zeigt das Festival in der Schaubühne Lindenfels und im Luru-Sommerkino die besten Kurzfilme aus Mitteldeutschland in den Kategorien Animation, Dokumentation, Fiktion, Experimental sowie Filmmusik & Sounddesign. Und einen Wettbewerb zu Filmmusik und Sounddesign gibt es auch noch.

AfD-nahes Plakat, gesehen in der Georg-Schumann-Straße. Foto: LZ
·Leben·Gesellschaft

Eine AfD-nahe Kampagne und ihr Geldgeruch: Ein Kommentar

Dass auch eine AfD-nahe Agentur den Hauptgegner im Wahlkampf ausgerechnet in den Grünen sieht, sagt eigentlich alles über den politischen Moment, in dem wir uns gerade befinden. „Die Kampagne '#GrünerMist 2021' ist unabhängig und überparteilich“, behauptete der Initiator der auch in Leipzig zu sehenden Plakatkampagne David Bendels in seiner Presseaussendung. Aber nicht mal seine Agentur ist „unabhängig und überparteilich“. Im Gegenteil.

·Leben·Satire

Wer nicht hören will …

Da hat eure Ilse ja wieder was bei der „Zeit“ gelesen, was beinahe zu einem Alkoholabsturz geführt hätte. Laut ARD-Deutschlandtrends gaben 38 Prozent aller befragten Ost- und Westdeutschen an, sie sähen „sehr großen Handlungsbedarf“ für Klimaschutzmaßnahmen und „weitere 43 Prozent sahen großen Handlungsbedarf“.

·Der Tag

Mittwoch, der 11. August 2021: Tag 1 des GDL-Streiks, Lina E.-Gerichtstermine bekannt gegeben und Afghanistan-Abschiebungen gestoppt

Heute wurde bekannt, dass die radikalislamistischen Taliban in Afghanistan bereits die neunte Stadt innerhalb weniger Tage erobert haben. Als Reaktion auf die Situation in Afghanistan hat das Bundesinnenministerium heute nach wochenlanger Kritik vermeldet, Abschiebungen dorthin vorerst auszusetzen. Außerdem hat das Oberlandesgericht Dresden die Gerichtstermine für den Fall Lina E. bekannt gegeben. Und am Leipziger Hauptbahnhof zeigten sich die Auswirkungen des GDL-Streiks: Whiteboards statt Digitalanzeige, wartende Reisende und Kamerateams. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 11. August 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Autor, Leipziger und Kolumnist David Gray.
·Leben·Gesellschaft

Haltungsnote: Kassandra im „Cyber Valley“ – Eine Kolumne über die Vorhersagekraft der Literatur

Das Land ist in der Vorglühphase des heißen Wahlkampfs angekommen. Talkshowteams machen Überstunden. Deutschland ist bei der EM rausgeflogen und zirka 70 Millionen deutscher Couchfußballer und Weber-Grill-Hobbybundestrainer gerieten in Lästeroverdrivemodus. Abgesehen davon hat der Klimawandel mit Unwettern, Erdrutschen und Überschwemmungen einen sehr unschönen persönlichen Gruß auch bei uns in Deutschland hinterlassen. Nichts davon spielt im folgenden Text eine Rolle.

Jogger im Clara-Zetkin-Park. Foto: Ralf Julke
·Kultur·Lebensart

Am 14. August wieder im Clara-Zetkin-Park: „Distanz Kundgebung“ mit fünf Bühnen, Musik und Reden

Am nächsten Samstag, 14. August, findet in Leipzig im Clara-Zetkin Park eine durchaus ungewöhnliche Kundgebung namens „Distanz Kundgebung“ statt. Distanz ist ein Kulturprojekt, welches die Bereitstellung von Veranstaltungsflächen für unkommerzielle Veranstaltungen im städtischen Raum Leipzigs fordert. Auf fünf Bühnen präsentieren sich die Kulturschaffenden an diesem Samstag mit einem abwechslungsreichen Programm aus Musik- und Redebeiträgen.

·Kultur·Ausstellungen

Held oder Hassfigur? Eine Ausstellung im Böttchergässchen widmet sich dem derzeit völlig unterschätzten Karl Liebknecht

Da war selbst Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums, verblüfft, dass sich augenscheinlich kein anderes großes Museum in Deutschland in diesem Jahr für Karl Liebknecht interessiert hat. Obwohl der Mann am 13. August 150 Jahre alt geworden wäre. Augenscheinlich haben die Historiker bundesweit derzeit eher Bismarcks Reichsgründung im Kopf. Auch 2019 kam er schon zu kurz als 100 Jahre Novemberrevolution gefeiert wurden.

Hélia Correia: Tänzer im Taumel. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Tänzer im Taumel: Wie die Welt aussieht, wenn man sie auf der Flucht durch die nicht endende Wüste erlebt

Vielleicht sollten all die Menschen, die sich heutzutage von den schrillen Meldungen in den „social media“ irremachen lassen, einfach mal all die technischen Spielzeuge ausschalten, sich einen Tee zur Beruhigung holen und dann ein Buch lesen. Denn wie es in der Welt aussieht, wissen oft die Dichter/-innen deutlich besser als all die überdrehten Kommentatoren. Sie können sich nämlich noch einfühlen in die Menschen, über die sie schreiben. Auch in die Fliehenden, Vertriebenen, Zufluchtsuchenden.

Eine fast gespenstische Stille beim letzten Bahnstreik am Hauptbahnhof Leipzig. Im Osten ist der Anteil angestellter Lokführer am höchsten, hier fallen die meisten Züge aus. Foto: LZ
·Der Tag

Dienstag, der 10. August 2021: Streik bei der Deutschen Bahn trifft Reisende ab morgen, neue Bund-Länder-Runde zur Pandemiebekämpfung

Die Würfel sind heute gefallen: Die Lokführergewerkschaft GDL tritt in einen vorerst zweitägigen Streik – mit massiven Auswirkungen für Bahnreisende in Deutschland und Sachsen ist bereits ab morgen zu rechnen. Außerdem: Bundeskanzlerin Angela Merkel berät sich mit den Ländern angesichts steigender COVID-19-Infektionszahlen über das weitere Vorgehen in der Pandemie. Einige Entscheidungen scheinen nun schon festzustehen. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 10. August 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

·Wirtschaft·Mobilität

Lokführer/-innen streiken: Einschränkungen im Personenverkehr ab Dienstagnacht

Zum ersten Mal seit fast drei Jahren wollen in Deutschland die Lokführer/-innen streiken. Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) kündigte am Dienstag, dem 10. August, einen mehrtägigen Streik an. Neben dem Güterverkehr wird davon auch der Personenverkehr betroffen sein. Zu welchen Einschränkungen es in Ostdeutschland kommen wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Die Deutsche Bahn (DB) rechnet damit, dass im Fernverkehr etwa drei Viertel der Züge ausfallen.

Notenrad-Tour mit dem ADFC. Foto: Elke Leinhoß
·Kultur·Musik

Jüdische Erinnerungskultur „erfahren“: Am 15. August gibt es eine Fahrradtour mit dem Notenspur-Verein zu jüdischen Friedhöfen in Leipzig und Delitzsch

Im Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ widmet der Notenspur-Verein seine Notenrad-Tour der jüdischen Friedhofs- und Erinnerungskultur. Die Fahrt führt am Sonntag, 15. August, über den Alten bzw. den Neuen Israelitischen Friedhof Leipzig zum Jüdischen Friedhof nach Delitzsch. Auf allen drei Friedhöfen gibt es Führungen.

Prof. Dr. Johannes Quaas ist einer von 230 Wissenschaftler/-innen und Wissenschaftlern, die am Weltklimabericht mitarbeiten. Foto: Katarina Werneburg/ Universität Leipzig
·Bildung·Forschung

Meteorologe der Uni Leipzig zum UN-Weltklimareport: Die Argumente der Kimawandelleugner drehen sich im Kreis

Er gehört zu rund 230 internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die jetzt einen neuen Weltklimabericht vorgelegt haben: Johannes Quaas, Professor für Theoretische Meteorologie an der Universität Leipzig. Als Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Klimapolitik beantwortet der Bericht des IPCC Fragen etwa zu Einflussfaktoren des Klimawandels. Und die Leipziger Meteorologen kennen sich aus mit Strahlungsphysik.

Christel Blume-Benzler. Foto: privat
·Leben·Gesellschaft

Ein Nachruf: „Nachklänge“ zum Leben und Schaffen von Christel Blume-Benzler

Als es darum ging, zu Gedichten von Else Lasker-Schüler eine Grafik für eine Mappe zu schaffen, 1996 von der GEDOK in Leipzig herausgegeben, wählte Christel Blume-Benzler das Gedicht „Nachklänge“, und erzählt mit der Radiernadel vom Schicksal einer Frau. Die Verse: „Auf den harten Linien / meiner Siege“ oder „Arglos über stille Tiefen“ betrafen sie selbst; denn ihr langer Weg war ungewöhnlich und kein leichter.

Rauchende Schlote des Kraftwerks Lippendorf.
·Wirtschaft·Metropolregion

Raus aus der Kohle: Der Chemnitzer Abschied von der Braunkohle könnte der Anfang vom Ende der Meiler in Sachsen sein

Der Kohleausstieg in Sachsen ist längst im Gang. Nur hat sich bislang kaum einer getraut, öffentlich zu sagen, dass er deutlich vor dem Jahr 2030 stattfinden muss – und wohl auch stattfindet. Und das sogar aus simplen ökonomischen Gründen. Denn mit den steigenden Preisen für CO2-Zertifikate wird Kohleverstromung schon lange vor 2030 unrentabel. Was Sachsens Umweltminister jetzt erst einmal der dpa erklärte und der „Spiegel“ griff es staunend auf.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Holger Mann (SPD, MdL) im Gespräch mit Gewerkschafterinnen am 7. August 2021 am Leipziger Volkshaus. Foto: LZ
·Politik·Region

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in Leipzig: Wie weiter bei Rente, Kurzarbeit, Amazon und Pflegeberufen? + Videos

Auf seiner Tour durch Sachsen machte der Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil (SPD) am 7. August 2021 auch in Leipzig Station. Er war einer Einladung der Gewerkschaften in den Garten des Volkshauses gefolgt und traf ohne großes Gefolge ein. Ganz nach Genossenart gab sich der Minister nahbar und wollte erst einmal hören, was den Menschen auf den Nägeln brennt. Am Ende konnte er konstatieren, dass man „über die wirklich wichtigen Themen“ gesprochen habe.

·Der Tag

Montag, der 9. August 2021: Deutschlandkoalition in Sachsen-Anhalt und neue Anklage gegen Lina E.

Ein Angriff auf den rechtsextremen Leipziger Enrico Böhm im Oktober 2018 wurde heute wieder Thema: Die Bundesanwaltschaft hat im Zusammenhang mit dieser Tat eine weitere Anklage gegen die in U-Haft sitzenden Lina E. erhoben. Außerdem haben CDU, SPD und FDP in Sachsen-Anhalt heute einen Entwurf für einen Koalitionsvertrag vorgelegt und der neuste Bericht des Weltklimarats legt nahe, dass die Erderwärmung noch schneller vonstattengeht als bisher angenommen. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 9. August 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Blindgänger. Foto: PR
·Kultur·Musik

Bock auf Rock ’n’ Roll: Für Blindgänger beginnt „alles von vorn“

Lange Haare, Kutten und laute Musik sind noch immer ein Markenzeichen Leipzigs: besonders dann, wenn die Musiker von Blindgänger die Bühne betreten. Im vergangenen Jahr veröffentlichte die Truppe um Frontmann Richard Gamnitzer ein neues Album, das nun darauf wartet, der großen weiten Welt vorgestellt zu werden. Aber erst einmal ist Leipzig an der Reihe. Die LZ bat zum Gespräch mit „El Rich“, wie der bärtige Hüne auch genannt wird.

Mittlerweile heiß begehrte Orte in Leipzig - die Ladestationen für E-Autos. Foto: LZ
·Wirtschaft·Mobilität

10.000 E-Autos bis 2025: Reicht das Leipziger Ladeinfrastrukturkonzept überhaupt aus?

Wie schnell geht das eigentlich mit dem Umstieg auf Elektromobilität? Kann man das planen? Oder hätte man das lieber planen sollen? Auch Leipzig hat sich jahrelang schwergetan mit dem Thema. Auch hier kam erst 2020 ein bisschen Druck auf die Kombüse und das Wirtschaftsdezernat legte erstmals ein „Ladeinfrastrukturkonzept für die Stadt Leipzig“ vor. Das aktuell gerade umgesetzt wird. Danach haben die Grünen jetzt vorsichtshalber gefragt.

Eingang zum Leipziger Zoo. Foto: Zoo Leipzig
·Leben·Gesellschaft

Exotische Abendveranstaltungen im Zoo: Wer spricht eigentlich für wen?

Es ist eine durchaus nicht einfache Diskussion, die da ganz zum Anfang mit der Debatte über Ernst Pinkert und die Völkerschauen im Leipziger Zoo begann und dann im Frühjahr 2021 auch die Dschungelnächte im Leipziger Zoo zum Thema machte. Diese Debatte initiierte vor allem der Migrantenbeirat. Wird im exotischen Blick auf die auftretenden Künstler/-innen nicht wieder der alte Kolonialherren-Blick sichtbar?

Auch der Radverkehr wird zunehmend elektrisch. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

Antwort auf Grünen-Anfrage: Ladestruktur für E-Bikes ist noch Zukunftsmusik

Elektro-Autos werden zwar nach und nach etwas umweltfreundlicher. Aber sie sind nicht wirklich die Verkehrslösung für eine Stadt wie Leipzig, wo heute schon die Stellplätze knapp sind. Für manchen Liebhaber der Elektromobilität wäre ein Pedelec oder ein batterieunterstütztes Lastenrad daher viel praktischer. Aber mal abgesehen von der miserablen Radwegesituation: Wo kann man die Räder eigentlich auftanken?

Julius Fischer: Ich hasse Menschen. Eine Art Liebesgeschichte. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Ich hasse Menschen: Wie Julius Fischer in Ostsachsen seine Liebe findet

Schon vor drei Jahren hat Julius Fischer ein Buch mit dem herzerweichenden Titel „Ich hasse Menschen“ vorgelegt, damals mit dem Untertitel „Eine Abschweifung“. Das war so eine Art Reiseroman auf die Fischersche Art. Nun folgt ein entsprechender Liebesroman, der eigentlich auch eine Art Reiseroman ist. Denn diesmal verschlägt es den Helden Julius Fischer direkt nach Ostsachsen. In ein Nest namens Sucknitz.

Strikte Trennung: Einsatzbeamte achteten vor allem auf den Gegenprotest mit rund 1.000 Teilnehmenden in Weimar. Foto: LZ
·Der Tag

Das Wochenende, 7./8. August 2021: Kritik an Polizeieinsatz bei Demos in Weimar und Suche nach vermisstem Mann aus Großzschocher

Binnen weniger Tage hat die islamistische Taliban-Miliz fünf afghanische Städte eingenommen, darunter auch Kundus, wo jahrelang die Bundeswehr stationiert war. Außerdem sind die olympischen Spiele in Japan zu Ende gegangen und die Polizei ließ am Samstag auf der Suche nach einem 85-Jährigen einen Helikopter über Großzschocher kreisen. Da die Suche erfolglos blieb, veröffentlichte die Polizei später eine detaillierte Beschreibung und ein Foto des Mannes. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, dem 7./8. August 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

·Leben·Satire

Rodig reflektiert: Die Wahrheit über die Systempresse

Wer die Leipziger Zeitung (LZ) aufschlägt, oder im Netz die L-IZ konsumiert, um die unzähligen Wohls und Wehes dieser aufstrebenden Metropole im Blick zu behalten, wird es bemerkt haben: Diese Redaktion hat eine Richtung, eine ganz eigene Lesart der Dinge, sie hat eine Tendenz, wie sie die Ereignisse in dieser Stadt Leipzig beschreibt.

Markkleebergs OBM Karsten Schütze. © Matthias Wuttig / Foto für Dich
·Politik·Region

Interview mit Karsten Schütze (SPD), Oberbürgermeister von Markkleeberg: „Bürokratische Hürden müssten schneller zu bewältigen sein“

Vor mehr als 20 Jahren sollte die Große Kreisstadt Markkleeberg ein Bezirk von Leipzig werden. Mehr als 95 Prozent der Markkleeberger/-innen setzten sich damals für die Unabhängigkeit ihrer Stadt ein – und hatten Erfolg. Einer von ihnen war Karsten Schütze, Markkleebergs heutiger Oberbürgermeister, der in dieser Zeit beschloss, sich aktiv in die Entwicklung seiner Heimatstadt einzubringen. Die Leipziger Zeitung (LZ) hat mit ihm über Herausforderungen im Amt sowie seine Motivation und Zukunftsvisionen gesprochen.

Wo ein Fußweg am Elstermühlgraben sein sollte, stehen lauter geparkte Autos. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Fußweg am Elstermühlgraben: Slalomlaufen statt Barrierefreiheit

Im November 2020 beschäftigte der Fußweg auf der Nordseite des Elstermühlgrabens zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Elsterstraße kurz mal den Leipziger Stadtrat. Die Grünen-Fraktion hatte angefragt, wann das Drama um den dort anzulegenden Fußweg endlich beendet wird. Aber es wird wohl vorerst kein Ende finden, auch wenn zumindest der Streifen direkt am Geländer seitdem wieder begehbar ist. Irgendwie. Im Slalom. Ein Stück weit.

Windpark im Leipziger Südraum. Foto: Michael Freitag
·Wirtschaft·Metropolregion

Windkraftausbau mit Vogelschutz: BUND, BWE und VEE Sachsen veröffentlichen Stellungnahme zum Entwurf des sächsischen Vogelschutzleitfadens

Beim Ausbau der Windenergie liegt Sachsen selbst im Bundesvergleich meilenweit zurück. Wäre da nicht das winzige Saarland, Sachsen wäre das absolute Schlusslicht unter den Flächenländern. Selbst in Brandenburg und Sachsen-Anhalt steht ein Vielfaches der installierten Leistung. Nur 0,2 Prozent der sächsischen Landesfläche stehen nach den aktuell geltenden Regeln für Windkraftanlagen zur Verfügung. Jetzt rollen die Verbände der Regierung den roten Teppich aus.

Protest gegen Abschiebungen nach Afghanistan am 6. Juni in Leipzig. Foto: LZ
·Politik·Engagement

Abschiebungen in das terrorverheerte Afghanistan: Am 9. August wird auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz protestiert

Am Montag, 9. August, wird wieder protestiert, wieder gegen eine geplante Abschiebung nach Afghanistan, in ein Land, in dem der Terror gerade wieder im Vormarsch ist, in das man in vernünftigen Zeiten keinen Menschen abschieben würde. Und trotzdem verkündet auch Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) regelmäßig stolz, dass er wieder Menschen in das terrorgeplagte Land abgeschoben hat. Und irgendwie geht der Terror ja weiter, weil ihn jemand finanziert.

·Leben·Gesellschaft

Am Rande der Gesellschaft: Wie Obdachlose vom Hauptbahnhof vertrieben werden

Erwin fütterte jeden Abend die Tauben vor der Thomaskirche. „Grundlos und blind vor Hass, Ignoranz und mangelnder Empathie stürzten sich fünf Personen auf den 69-Jährigen, welcher blutend und flehend zurückgelassen wurde“, schildert Motte die Situation vor einigen Wochen. Als Freiwillige unterstützt sie Obdachlose in Connewitz, die nun auch vermehrt aus der Innenstadt vertrieben werden.

Strikte Trennung: Einsatzbeamte achteten vor allem auf den Gegenprotest mit rund 1.000 Teilnehmenden in Weimar. Foto: LZ
·Leben·Gesellschaft

Neonazi-Aufmarsch in Weimar floppt: 100 gegen 1.000 + Videos

Seit dem heutigen Morgen ab 10 Uhr sammelte sich der Gegenprotest in der thüringischen Stadt Weimar, offizieller Start war 12 Uhr und es kamen viele. Deutlich mehr zumindest als auf der Seite, die mit ihrem Versammlungsvorhaben für den 7. August 2021 dazu beigetragen hatte, dass es heute in Weimar versammlungstechnisch ganz schön zur Sache ging. Unter anderem die extremistischen Kleinstparteien der „III. Weg“ und „Die Rechte“ hatten zur „neuen Stärke“ aufgerufen, am Ende kamen gerade einmal rund 100 „Kameraden“. Gegen Ende des Geschehens gab es aufgrund der strikten „Lagertrennung“ Gerangel zwischen den Polizeieinsatzkräften und dem antifaschistischen Protestzug, während die Neonazis vorzeitig abbrachen.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Metropolregion

Corona-Jahr 2020: Sachsens Industrie büßte 6 Prozent an Umsatz ein

Es wird noch eine Weile brauchen, bis der Groschen fällt. Oder der Heller. Oder der Cent. Und noch viel länger wird es brauchen, bis deutsche Wirtschaftsinstitute tatsächlich beginnen, Wirtschaftswissenschaft zu betreiben und nicht immer nur mit Umsatz- und BIP-Zahlen hantieren, als wären das naturwissenschaftliche Größen. Dabei erklären sie nicht einmal ansatzweise, was im Corona-Krisenjahr wirklich passiert ist.

Be-Flügelt mit dem brennenden Piano im November 2020 am Cospudener See. Foto: LZ
·Kultur·Lebensart

Mit Muskelkraft und Klavier: Klavierduo „Be-Flügelt“ mit dem „Tastdem“ auf dem Elberadweg

Im November 2020 konnte man die beiden Extrempianisten Andreas Güstel und Julian Eilenberger von Be-Flügelt in einem Videoclip sehen, den der MDR am Cospudener See aufgenommen hat. Damals noch direkt im Zusammenhang mit den Corona-Folgen für Kunstschaffende. Seit Mittwoch, 4. August, stecken die beiden in einem neuen Abenteuer: Mit einem Klavier radeln sie den Elberadweg von der Quelle bis zur Nordsee hinab.

·Der Tag

Freitag, der 6. August 2021: Impfen ab 12 in den Zentren, Protest gegen Abschiebungen und UN-Ermittlungen gegen die deutsche Polizei

Es gibt wieder einige Neuigkeiten zum Impfen: Kinder ab 12 Jahren können sich ab Montag, dem 9. August, in sächsischen Impfzentren impfen lassen. Derweil denkt Innenminister Wöller über zusätzliche Urlaubstage als Impfanreiz nach. Außerdem: In Leipzig regt sich wieder Protest gegen eine Abschiebung nach Afghanistan und die UN schaut auf die Polizeigewalt gegen „Querdenker“. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 6. August 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag
·Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Jüdisch-christliche Tradition? Ein paar Gedanken zum Israelsonntag

Am 10. Sonntag nach Trinitatis (8. August 2021) begeht die evangelische Kirche den sogenannten Israelsonntag. Damit soll „an das enge Verhältnis von Christen und Juden“ erinnert werden. „Die Trauer über das Unrecht, das Juden im Laufe der Geschichte angetan wurde; Die Schuld, die Christen und die Kirche auf sich geladen haben und die Beziehungen zwischen Juden und Christen im Glauben an denselben Gott, aber auch das Bekenntnis zur bleibenden Erwählung Israels stehen an diesem Tag im Mittelpunkt der Gottesdienste.“

Taubenschlag am Bayerischen Bahnhof in Leipzig. Foto: Deutsche Bahn AG
·Politik·Brennpunkt

Experiment läuft: Taubenschlag soll die Stadttauben aus der S-Bahn-Station Bayerischer Bahnhof anlocken

Besonders schön sieht er zwar nicht aus, schon gar nicht wie so ein klassischer Taubenschlag von einem bäuerlichen Vierseithof. Aber die Deutsche Bahn sieht jetzt eine Lösung für das langjährige Problem mit den Tauben und ihren Hinterlassenschaften im Zugang zur S-Bahn-Station Bayerischer Bahnhof: ein Taubenschlag, der den Tauben vom Bayerischen Platz zur Alternative werden soll.

Auch Mitglieder der Leipziger Initiative „Lehrkräfte gegen Prekarität“ nutzten den Termin, um sich auszutauschen und abzusprechen. Foto: Lasch / Vogt
·Wirtschaft·Leipzig

AustauschBar #1 im Haus der Selbstständigen Leipzig: Die Premiere ist gelungen

Über 30 Selbstständige verschiedenster Berufe folgten am Mittwoch, 4. August, der Einladung zu einem informativen Treffen im Haus der Selbstständigen (HDS) in der Leipziger Jacobstraße. Erstmals konnte eine solche Veranstaltung im HDS – natürlich unter Einhaltung aller Corona-Regeln – realisiert werden, denn seit Projektstart im vergangenen September hatten alle bisherigen Angebote virtuell stattfinden müssen.

Der erste Lastenradparkplatz in der Erich-Köhn-Straße in Altlindenau. Foto: Stadt Leipzig
·Wirtschaft·Mobilität

Zaghafter Beginn: VTA Leipzig testet in Lindenau den ersten Lastenradparkplatz

Wenn die Verkehrswende in Leipzig kommt, dann kommt sie von unten. Dann werden vor allem die jüngeren Leipziger/-innen umsteigen und selbst handeln, und zwar so, dass sie mit ihrer Mobilität das von den Alten demolierte Klima nicht noch weiter kaputtmachen. Und viele sind ja schon umgestiegen. Was auch das Leipziger Verkehrs- und Tiefbauamt wieder unter Druck setzt. Das hat jetzt – testweise – den ersten Parkplatz für Lastenräder eingerichtet.

Heinz Härtl: Johann Gottfried Seumes Kampf für ein besseres Leipziger Theater. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Johann Gottfried Seumes Kampf für ein besseres Leipziger Theater: Warum Privilegien so mächtig und so schwer zu beseitigen sind

Schon 1798 sah er sehr streng aus, etwas verbittert und misstrauisch, dieser Johann Gottfried Seume. Da malte ihn sein Freund Veit Hanns Friedrich Schnorr von Carolsfeld. Das Porträt ziert nun das Cover dieses Buches, das im Grunde einen Kampf schildert, den Seume am Ende eigentlich gewonnen hat. Aber wie das meistens so ist mit armen Wanderern: Die Lorbeeren streichen dann andere Leute ein.

·Der Tag

Donnerstag, der 5. August 2021: Rundfunkbeitrag steigt, AfD darf in Bremen doch antreten und im Vogtland bebte die Erde

Nachdem im vergangenen Jahr die CDU in Sachsen-Anhalt die Erhöhung des Rundfunkbeitrags blockiert hatte, entschied nun das Bundesverfassungsgericht: Er steigt doch; und zwar um 86 Cent pro Monat. Außerdem: Der Bundeswahlausschuss hat die Landesliste der AfD in Bremen doch zugelassen, ein Professor an einer Polizeihochschule soll enge Verbindungen zur Neuen Rechten haben und im Vogtland war am Morgen ein Erdbeben zu spüren. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 5. August 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Anne Spreeuwers, geb. Lobenstein (li.), als Bobpilotin im Einsatz. Foto: Wolfgang Hoppe
·Sport·Weitere

Doping-Urteil bringt unerwartetes WM-Bronze: Mehr als fünf Jahre musste Anne Spreeuwers auf diese Medaille warten

Überraschung für Anne Spreeuwers (geb. Lobenstein): Die Leipziger Bob-Athletin hat ihre erste Medaille bei einer Weltmeisterschaft gewonnen. Das klingt jetzt mitten im Sommer ziemlich ungewöhnlich – aber die damit in Zusammenhang stehenden Umstände sind das tatsächlich auch. Denn hierbei handelt es sich um die Bronzemedaille im Teamwettkampf bei der Bob-WM 2016 in Innsbruck-Igls (Österreich).

Ein Kronkorken - hier zum Kunstobjekt verwandelt. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Mehr Obstbäume für Leipzig: Grüne beantragen die Aufstellung von Kronkorkensammelbehältern

Wenn man so über Abfälle und Müll in Leipzig nachdenkt, fällt einem eine Menge ein, was einem beim simplen Gang durch die Stadt vor die Füße gerät. Zigarettenstummel, Glasscherben, Papiertaschentücher, inzwischen auch verlorene Atemschutzmasken. Und natürlich jede Menge Kronkorken, weggeschnipst von stolzen Bierflaschenträgern. Auch das ist Wertstoff, finden die Grünen und schreiben extra einen Antrag für Kronkorkensammelbehälter.

Diese Kühe wissen, was eine grüne Weide ist. Foto: Mathias
·Wirtschaft·Metropolregion

Landwirtschaftsstatistik: Die meisten sächsischen Rinder kennen keine grüne Weide

Vielleicht wird es ja genau dieser Vorstoß von Aldi sein, ab 2025 kein Billigfleisch mehr verkaufen zu wollen, der endlich eine Kehrtwende bringt beim Elend in der deutschen Massentierhaltung. Denn wie viel Fleisch kostet, das bestimmen die großen Einzelhandelsketten. Sie haben über Jahrzehnte die Verbraucher daran gewöhnt, dass Fleischprodukte billig sind, während sich die Haltungsbedingungen für die Tiere immer mehr verschlechtert haben. Beginnt jetzt das Ende der Massentierhaltung?

Straßen ohne Bäume - hier brütet im Sommer die Hitze, wie hier in der Gutsmuthsstraße in Lindenau. Foto: Marko Hofmann
·Politik·Leipzig

Stadt unter Klimastress: Grüne fordern Netto-Null-Strategie bei Flächenversiegelungen in Leipzig

Die Neuversiegelung hat in den vergangenen Jahren trotz anderslautender Ziele in Bund und Freistaat Sachsen weiter dramatisch zugenommen, stellt die Grünen-Fraktion jetzt zu einem neuen Antrag im Leipziger Stadtrat fest. Leipzig nimmt hierbei als in den vergangenen Jahren stark wachsende Stadt mit großer Sicherheit einen Spitzenplatz ein, vermuten sie. Konkret lasse sich dies jedoch nicht in Zahlen fassen, da die Neuversiegelung wie auch die Entsiegelung nicht systematisch erfasst werden.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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