Artikel zum Schlagwort Sinn des Lebens

Wer erst später leben will, hat's nicht begriffen

Sascha Heßes Gedanken über Vergängnis und Schöpfertum

Foto: Ralf Julke

Er schreibt und schreibt und schreibt. Er kann nicht anders. Leben ist Denken für den Schriftsteller, Komponisten, Musikpädagogen und – nicht zu vergessen – Philosophen Sascha Heße aus Leipzig. Und was ihm so durch den Kopf geht, das schreibt er auf. Seine Gedanken-Bücher erscheinen in hoher Schlagzahl. Aber geht es im jüngsten Band tatsächlich um die Leiden des Künstlers? Weiterlesen

Leo Leu denkt über Schenken und Wegschmeißen nach

Vielleicht doch mal zur Abwechslung ein besinnliches Fest?

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KommentarFür alle LeserAnis Amri ist tot. Der Verbleib der Pistole, mit der der polnische Lkw-Fahrer in Berlin getötet wurde, ist auch geklärt. Amri hatte sie dabei, als er in der Nacht zum Freitag am Bahnhof der Stadt Sesto San Giovanni im Großraum Mailand auf zwei Polizisten traf und die Waffe zückte. Was nicht nur die Frage aufwirft: Woher hatte er die Waffe? Sondern auch noch einen ganzen Berg anderer Fragen. Weiterlesen

Eine herzerfrischende Pilgerreise auf der Suche nach dem großen Sinn

Wie Lisa Kaufmann Gott sucht und dabei einen Haufen seltsamer Dinge findet

Foto: Ralf Julke

Manche suchen Gott und finden sie nicht. Dafür finden sie etwas anderes, so wie Lisa Kaufmann im Sommer 2015. Da setzte sich die 25-Jährige hin und begann eine Kolumne zu schreiben über ihre Suche nach Gott. Ein halbes Jahr später begann daraus ein Buch zu werden. Und wer jetzt glaubt, sie hätte das Buch begonnen, weil sie Gott gefunden hat, der irrt. So einfach ist das nämlich nicht. Weiterlesen

Die kleine Berliner Eckkneipe des Volker Strübing

Die Lebensnachdenklichkeiten von Kloß, Spinne und Norbert jetzt auch als griffiges Unterwegsbuch

Foto: Ralf Julke

Auch Spaß macht Arbeit. Jede Menge. Eigentlich hatte sich Volker Strübing seine beiden gegensätzlichen Figuren Kloß und Spinne mal als Pausenfüller im Programm der Lesebühne LSD (Liebe statt Drogen) ausgedacht. Da hockten sie eine Weile, der eine stets kloßbetrübt, der andere immerzu guter Laune. Das hätte auch schon der Endpunkt ihrer Karriere sein können. Weiterlesen

Franz Werfels Gelübde von Lourdes 1940

Das Lied von Bernadette oder die Suche nach Trost in einer heillosen Welt

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Franz Werfel im St. Benno Verlag, das ist mal was Neues. Immerhin gehört Werfel zu den wichtigsten Romanautoren der deutschen Sprache im 20. Jahrhundert. Mit „Verdi“ hat er in den 1920er Jahren eine regelrechte Verdi-Renaissance ausgelöst. Die Armenier haben ihm posthum 2006 die Staatsbürgerschaft verliehen. Denn wenn er sich ein Thema vornahm, dann tat er das mit Leidenschaft. Das gilt auch für „Das Lied von Bernadette“. Weiterlesen

Mit dem Herzen sehen und wieder Zuhören lernen

Wie man beim Nachdenken über Glauben auf einmal bei der Frage nach den richtigen Werten im Leben landet

Foto: Ralf Julke

Für Hans-Jürgen Vogelpohl ist Glaubensverbreitung eigentlich sein Beruf. 1971 wurde der heute 75-jährige zum Priester geweiht, war ab 1978 Militärseelsorger und von 1992 bis 2006 Seelsorger bei der Bundespolizei in Bayern. Und danach mochte er eigentlich auch nicht aufhören, für den Glauben zu werben. Muss ja doch irgendwie funktionieren in diesen ungläubigen Zeiten, oder? Weiterlesen

All you can eat

Die Raskolnikow-Frage in einer Zeit des sexuellen Ramschverkaufs

Foto: Ralf Julke

Am Ende ist man froh, dass die Sache zu Ende ist – und das 730 Seiten dicke Buch auch. Aber irgendwie hatte Matthias Hirth wohl tatsächlich Dostojewski vor Augen, seinen eindrucksvollen Wälzer „Schuld und Sühne“, der seit 1994 in der deutschen Übersetzung „Verbrechen und Strafe“ heißt und satte 760 Seiten dick ist. Ein mörderisches Buch, wie man weiß. Mit einem am Ende ja bekanntlich einsichtigen Helden. Weiterlesen

Ab heute fremd

Ahne macht sich so seine Gedanken über das Leben, die Vergänglichkeit und ein paar gute Gründe zum Bescheidensein

Foto: Ralf Julke

Wenn man ihn selber vorlesen hört - auf der beigelegten CD zum Beispiel - dann hat man von Ahne so ein Bild vor Augen: junger Lesebühnenautor, zwar schon mit einigen Schrammen im Leben durchgekommen, aber durch nichts aus der Ruhe zu bringen und mit echtem, trockenem Berliner Humor, der durch die Texte schimmert. Altwerden kann dem Burschen gar nicht passieren. Wie denn? Weiterlesen

30 Porträts und die Frage: Wie halten Sie es eigentlich mit Luther?

Stehe ich hier und kann nicht anders oder geht die Zeit der Standhaften gerade wieder zu Ende?

Foto: Ralf Julke

Der Mann hat das Land verändert und geprägt. Einfach, weil er so war, wie er war, und die Mauscheleien der römischen Kirche einfach nicht richtig fand. Dieser Luther, der eigentlich nur über Missstände disputieren wollte. Und dann setzte er ein Zeichen für eine neue Haltung, die bis heute Bewunderung hervorruft: Nicht mehr wegducken und bereuen, sondern hinstellen und sagen: Ich kann nicht anders. Weiterlesen

Gräme dich nicht

Carl-Christan Elzes Gedichte aus einem Kosmos, in dem gar nichts sicher ist

Foto: Ralf Julke

Wahrscheinlich war es wirklich der Tod eines Freundes, der Carl-Christian Elze ins Grübeln brachte. Und mit dem 40. Geburtstag fiel das wohl auch irgendwie zusammen. Vorher glaubt man meistens noch felsenfest daran, dass unser Sein auf Erden unendlich sein könnte. Und dann begegnet man auf einmal dem Tod. Zuerst dem der anderen. Weiterlesen

Diese Jugend von heute!

Leipzigs Jugendliche sind gesundheitsbewusster, umweltbewusster und mehr auf Mitsprache aus als vor fünf Jahren

Grafik: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen

Es ist wie bei so vielen Generationenkonflikten seit Sokrates' Zeiten: Ein paar Alte schimpfen über die Jugend, die nie so schrecklich gewesen sei wie heute. Einige überbezahlte Redakteure beklagen die politische Desinteressiertheit der jungen Leute. Aber die Wahrheit ist wohl: Die jungen Leute von heute sind genauso interessiert und lebenslustig wie Opa und Oma, als sie mal jung waren. In Leipzig wird so etwas sogar abgefragt. Weiterlesen

Lebst du schon oder träumst du noch?

Die unverkennbar physikalische Sicht eines deutsch-chilenischen Dichters auf die Welt, das Leben und die Vergänglichkeit

Foto: Ralf Julke

Manchmal darf man sich einfach nicht abschrecken lassen, auch nicht von Vorworten. Raul Zurita, einer der bekanntesten und kontroversesten Dichter Lateinamerikas, gibt sich zwar alle Mühe, Mario Markus einzuordnen in die grandiose Landschaft chilenischer Dichtung. Aber am Ende wird es eine Art mythische Beschwörung, die mit den Gedichten des 1944 in Chile geborenen Wissenschaftlers eigentlich nicht viel zu tun hat. Weiterlesen

Das schwierige Liebesleben der Generation Praktikum

Zwölf kleine Geschichten über die Schwierigkeit, Nähe überhaupt noch auszuhalten

Foto: Ralf Julke

Wer führt schon Tagebuch über sein Liebesleben? Erst recht am Anfang, wenn man noch sucht, zaudert, alle Höhen und Tiefen mitnimmt und schier verzweifelt, weil die heiß Geliebte sich dann doch als etwas anderes entpuppt? Nirgendwo liegen besinnungsloses Glück und tiefste Niedergeschlagenheit so dicht beieinander. Ein Tagebuch ist es zwar nicht, was David Wozniak geschrieben hat. Aber so etwas Ähnliches. Weiterlesen

Ein Jahr auf Vogelpirsch im Leinetal

Hauke Meyers lange Suche nach dem Grund für die Unruhe und nach der eigentlichen Schönheit des Planeten Meyer

Foto: Ralf Julke

Was passiert eigentlich, wenn ein Mann mitten im Leben, so kurz vor der 40, ins Grübeln gerät über sein Leben, die Welt, die Politik und den ganzen Rest? Passiert ja nicht allzu häufig. Viele haben in dem Alter ihren Kopf schon ausgeschaltet, spulen nur noch ab, plappern nach, funktionieren. Und kommen auch nicht auf die Idee, dass etwas falsch sein könnte an ihrem Leben. Weiterlesen

Ein Poesiealbum zu einer uralten griechischen Weisheit: Panta rhei

Rast du noch oder lebst du endlich dein eigenes Leben?

Foto: Ralf Julke

Das Leipziger Jubiläumsjahr geht am 20. Dezember zu Ende. Die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik hat mit zwei Extra-"Poesiealben neu" dazu beigetragen und Leipzig und seine Partnerstädte als lyrische Orte entdecken lassen. Aber die eigentliche thematische Arbeit mit dem "Poesiealbum neu" geht weiter. Und so gibt's für die stillen Stunden auch noch was Bewegtes. Denn noch immer gilt: Panta rhei. Weiterlesen

17 Geschichten über das Eigentliche

Warum nur noch ein einziger Tag im Jahr uns an das tatsächliche Wichtige im Leben erinnert

Foto: Ralf Julke

Es geht gar nicht um Weihnachten zu Weihnachten. Und das entdeckt man erstaunlicherweise beim Lesen von Weihnachtsgeschichten. In diesem Fall "von Frau zu Frau" gemeint, aber das ist ein Flüchtigkeitsfehler des Verlages, auch wenn die 17 Geschichten in diesem Buch alle von Frauen geschrieben wurden. Was gut ist. Was schön ist. Was es heraushebt aus dem Üblichen. Weiterlesen

Schwarwels nächstes Film-Projekt

„Leipzig von oben“ wird am 7. November erstmals zum Benefizkonzert des VEID e.V. in der Alten Börse gezeigt

Foto: Agentur Glücklicher Montag

Wie stirbt es sich in Leipzig? Eigentlich ist das gar keine so neue Frage für Schwarwel. Dem Thema ist er auch in anderen Filmclips nicht ausgewichen, man denke nur an “1813 – Gott mit uns”. Doch wir leben ja heute in Frieden. Was den Tod zwar irgendwie hinter die Kulissen verbannt. Aber er ist trotzdem da und für den Zeichenkünstler gegenwärtig, wenn er im Jahr 2015 über seine Stadt nachdenkt. Weiterlesen

Nur für Frauen oder auch für heimliche Mitleser?

Ein Adventskalender über die Stille, das Staunen und das eigentlich Wichtige in der Stillen Nacht

Foto: Ralf Julke

Wenn das so weitergeht, wird es in diesem Jahr in der Adventszeit wirklich mal etwas ruhiger in Leipzig. Dann vergnügen sich die Kinder lieber mit Sid und Pinkel im Bauwagen, Katzenliebhaber beschäftigen sich lieber mit den netten Raubtieren und Frauen - Frauen könnte man des Öfteren einfach mit einem Lächeln aus der Wohnung schweben sehen. Nicht zum Shoppen, sondern zum Stilletanken. Weiterlesen

Nur wer Liebe schenkt, wird Liebe ernten

Ein Bischofsleben in Notizen und die berechtigte Frage nach dem Sinn unseres Lebens

Foto: Ralf Julke

Auf die aktuelle Flüchtlingskrise, auf Pegida, AfD und Co. geht Joachim Reinelt zwar nicht ein. Aber es gibt Stellen in seinem Buch, die durchaus zu denken geben: Kann es sein, dass die nach außen gekehrte Aggression der Dresdner Straßenumzüge von 2014/2015 etwas mit der Ratlosigkeit von 1988/1989 zu tun hat? Ein Thema, das Reinelt ja gut kennt. Er war ja als Landesbischof 1989 mittendrin. Weiterlesen

Höchste Zeit, auch über ein sinnerfülltes Leben im Alter nachzudenken

Suizidrate in Sachsen war auch 2013 die zweithöchste im Bundesvergleich

Grafik: Deutsche Akademie für Suizidprävention

Es ist ein hochemotionales Thema, wenn Menschen sich selbst umbringen. Gerade dann, wenn Angehörige betroffen sind. Seit Jahren gibt es intensive Präventionsprogramme, die wesentlich dazu beigetragen haben, die Suizidraten in Deutschland bis 2008 deutlich zu senken. Doch seitdem verändern sich die Raten kaum noch. Und Sachsen bleibt weiterhin das Bundesland mit der zweithöchsten Suizidrate. Weiterlesen