Amtsgericht Leipzig. Foto: Alexander Böhm
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„Es tut mir leid“: Kaufhausdieb gesteht Angriff auf Ladendetektiv

Ruhig und gefasst sprach Manuel S. am Freitag vor dem Schöffengericht über sein Leben und die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen. Die Staatsanwaltschaft warf dem 28-Jährigen unter anderem räuberischen Diebstahl und Körperverletzung vor. Demnach ließ der Leipziger von Ende März bis Mitte April 2015 in der Kaufhof-Filiale am Neumarkt insgesamt fünf Mal Parfümflaschen im Wert von je einigen hundert Euro mitgehen. Nach seiner Enttarnung durch zwei Kaufhausdetektive soll er einem von ihnen einen Kopfstoß in den Bauch versetzt haben.

Die Eisenbahnstraße: Nach einer großen Schlägerei im vergangenen Jahr von einigen Medien bereits zu einer der gefährlichsten Straßen Deutschlands erklärt. Die allgemeinen Kriminalitätszahlen des Viertels belegen diese Einschätzung nicht. Die United Tribunes und die Hells Angels könnten dies ändern. Foto: L-IZ.de
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Schießerei auf der Eisenbahnstraße: Steht Leipzig vor einem Bandenkrieg?

Am Samstag sind Mitglieder der rivalisierenden "Hells Angels" und "United Tribuns" auf der Eisenbahnstraße aneinandergeraten. Bei der Schießerei kam ein Anwärter ("Prospect") der "United Tribuns" ums Leben, zwei weitere Mitglieder der Straßengang wurden verletzt, einer davon lebensgefährlich. Die Polizei nahm nach Aussage eines Pressesprechers gegenüber L-IZ.de 14 Hells-Angels-Mitglieder fest, darunter den mutmaßlichen Haupttäter. Der 30-Jährige soll noch am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Auszug Cover „Sachsen rechts unten“. Quelle: Kulturbüro Sachsen
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Broschüre mit Schönheitsfehlern: Kulturbüro Sachsen veröffentlicht Überblick über rechte Strömungen im Freistaat

Sachsen hat ein Problem mit Rechtsextremismus. Rassistisches Denken ist tief in der Gesellschaft verankert. Die NPD wurde 2014 im Sächsischen Landtag nach zehn Jahren von einer kaum weniger fremdenfeindlichen AfD abgelöst. Hinzu kommen eine militante Neonazi-Szene, PEGIDA und zahllose Anschläge auf Asylunterkünfte. Das Kulturbüro Sachsen versucht sich in der Broschüre „Sachsen rechts unten“ an einer Bestandsaufnahme.

Nach Brexit nun der Lexit! Auf gehts! Karikatur: Schwarwel
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Der #Lexit kommt!

Es ist soweit, Brüder und Schwestern des Ostens. Leipzig stimmt ab, die Vorbereitungen laufen, die sozialen Netzwerke formieren sich. In oder Out ist die Frage. Wir wollen raus aus der EU! Natürlich nur, um endlich mal die Regeln für unsere schöne Stadt allein verhandeln zu können. „Mehr Basis, alle Macht den Kommunen, Rassisten raus!“ unser Schlachtruf – die stolze Bürgerstadt bricht auf. Denn wir haben eine Menge zu bieten und werden uns gleichzeitig mit London zur neuen Regional-EU zusammenschließen. Der gemeinsame Hashtag #Lexit verbreitet sich rasant, weitere Städte folgen. Ein paar saftige Abwertungen und Schuldzuweisungen gegen andere haben wir auch schon!

Gesündestes Bananeneis für's Frühstück. Foto: Maike Klose
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Topf & Quirl: Nicecream mit Erdbeeren und Chiasamen

Nach Eiscreme kommt Nicecream, denn schließlich schmeckt bei tropischen Temperaturen um die 35°C nichts besser, als gefrorene Köstlichkeiten. Ganz im Gegensatz zu den üppigen Kreationen der letzten Wochen ist dieses Rezept jedoch sehr figurfreundlich, gesund und dennoch richtig lecker. Nicecream, eine inzwischen viel gefeierte kulinarische Entdeckung, ist eine Art selbstgemachtes Speiseeis, das allerdings aus nur einer Zutat besteht- aus gefrosteten Bananenscheiben.

Das Akronym „ACAB“ im öffentlichen Raum ist nicht ohne weiteres strafbar. Montage L-IZ.de
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Bundesverfassungsgericht: Öffentliches Zeigen der Abkürzung „A.C.A.B.“ ist nicht strafbar

Überspitzte Schmähkritik an der Polizei ist nicht strafbar, solange sie sich nicht gegen ganz konkrete Beamte richtet. Dies hat das Bundesverfassungsgericht in zwei Beschlüssen vom 17. Mai festgestellt, die am Freitag veröffentlicht wurden. In beiden Fällen hatten die Beschwerdeführer die berüchtigte Buchstabenkombination „A.C.A.B.“ („All Cops are Bastards“) öffentlich zur Schau gestellt.

Leaving the EU – Wo dieser Weg wohl hinführen wird? Foto: Michael Freitag
·Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Der Brexit zu Ende gedacht

Großbritannien tritt aus der EU aus. Das Ergebnis der Volksabstimmung ist eindeutig. An der demokratischen Legitimation dieser Entscheidung kann es keinen Zweifel geben. Dennoch ist der Beschluss verheerend und in höchstem Maß beunruhigend – nicht weil das Pfund an Wert verliert, nicht weil es möglicherweise zu wirtschaftlichen Problemen in Großbritannien kommt, nicht weil das Land eventuell vor Neuwahlen steht, nicht weil den Scheidungsprozess jetzt zwei Jahre lang die EU-Bürokraten bestimmen werden, mit denen man eigentlich nichts mehr zu tun haben will.

Andreas K. ist vorm Landgericht wegen Kindesmissbrauchs angeklagt. Foto: Alexander Böhm
·Leben·Fälle & Unfälle

Gutachten angeordnet: Haben Kinder in Missbrauchsprozess gelogen?

Andreas K. (44) soll von September 2015 bis Januar 2016 in Leipzig-Lindenau wiederholt den Kontakt zu zwei Jungen (10, 11) gesucht haben. Beließ es der Sex-Täter zunächst beim Massieren ihrer Füße, so soll er laut Anklage später auch mit beiden Kindern den Oralverkehr vollzogen haben. Beide Opfer belasteten den Leipziger im Prozess schwer. Nun soll ein Gutachter die Glaubwürdigkeit der Geschädigten überprüfen.

Amtsgericht Leipzig. Foto: Martin Schöler
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Wegen Fotoausrüstung: Betrunkener soll Passant am Hauptbahnhof gewürgt haben

Nach außen wirkte Christian K. entspannt. Lässig blickte er sich im Gerichtssaal um, wechselte nur kurz ein paar leise Worte mit seinem Anwalt Matthias Luderer. Die Staatsanwaltschaft warf dem Selbständigen vor, den ihm völlig unbekannten Frank K. am frühen Abend des 22. November 2015 in der Westhalle des Leipziger Hauptbahnhofs mit drei Tritten attackiert, an die Wand gestoßen und mehrere Sekunden lang gewürgt zu haben. Der Bauhelfer fühlte sich durch die Fotoausrüstung seines Opfers provoziert.

Amtsgericht Leipzig. Foto: Alexander Böhm
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Teurer Wochenendausflug: Mit maßgefertigtem Gebissschutz auf dem Weg nach Dresden

Jannik P. (24) und seine drei Freunde hatten dem Anschein nach nichts Gutes im Sinn. Das Quartett hatte sich am 31. Oktober 2015 in Braunschweig auf den Weg nach Dresden gemacht. In der Landeshauptstadt traf die SG Dynamo am Nachmittag auf den 1. FC Magdeburg. In Leipzig wurden die Männer von der Polizei gestoppt. Für Jannik P. endete die Routinekontrolle auf der Anklagebank.

Manchmal landet auch das angebissene Pausenbrot im Müll. Foto: Ralf Julke
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Linke-Stadträtin Naomi-Pia Witte macht nun einen ganz dramatischen Vorschlag für Leipzigs Abfallbehälter

Dass der Antrag des Leipziger Jugendparlaments zu „Menschenwürdiger Pfandsammlung“ auch noch andere Aspekte hat als den von mit Scherben übersäten Wegen und Straßen und einer Gesellschaft, die die Welt in einen riesigen Müllhaufen verwandelt, macht jetzt die linke Stadträtin Naomi-Pia Witte mit einem eigenen Änderungsantrag deutlich. Denn die Kehrseite unserer Wegwerfgesellschaft sind bettelarme Menschen. Ob ihr Vorschlag dann wirklich der richtige ist, wird wohl nicht nur die Leipziger Stadtreinigung bezweifeln.

Der 6. Senat des Bundesverwaltungsgerichts unter Vorsitz von Richter Ingo Kraft (M.). Foto: Alexander Böhm
·Leben·Fälle & Unfälle

Im Zweifel „top secret“: BND braucht keine Auskünfte über personenbezogenen Datenaustausch mit NSA geben

Es fehle ihm „das Fleisch an den Knochen“, erklärte der Vorsitzende Richter am Bundesverwaltungsgericht Ingo Kraft metaphorisch. „Allgemeine Befürchtungen reichen nicht.“ Der Bundestagsabgeordnete Diether Dehm (Linke) wollte wissen, ob und inwieweit der Bundesnachrichtendienst (BND) personenbezogene Daten über ihn an die National Security Agency (NSA) weitergeleitet hat. Weil der Geheimdienst die Auskunft verweigerte, hatte nun das Bundesverwaltungsgericht über das Auskunftsverhalten des BND in Leipzig zu entscheiden.

Karikatur: Schwarwel
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Gastmanns Kolumne: An der Tanke des Denkens

Kürzlich traf ich mich mit einem netten Mann, den ich unter anderem deshalb so mag, weil man mit ihm aufs Unterhaltsamste albern sein kann. So war es auch diesmal: Tiefschürfende Gedanken machten halt auf brachialen Gemeinplätzen, Neologismen ergaben sich im bunten Reigen fröhlicher, schier unmöglicher Visionen, Bibelzitate ergossen sich unverschämt passend in eine Geschäftsgründer-Idee. Mit einem Satz: Ich war glücklich.

Blondie-Strawberry-Icecream-Sandwich. Foto: Maike Klose
·Leben·Topf & Quirl

Cremiges Erdbeereis zwischen saftigen Blondies

Kann man eigentlich genug Rezepte für erfrischende Leckereien haben, jetzt, da der Sommer in den Startlöchern steht und sich hoffentlich ganz bald wieder in voller Pracht zeigt? Vermutlich nicht. Aus diesem Grund gibt es nun, nach nur wenigen Wochen der Abstinenz, ein weiteres unglaublich phänomenales Eiscremesandwich, das aus saftigen Blondieböden und fruchtigem Erdbeereis besteht.

Mit dem Laubbläser am Ufer lang. Foto: Jörg Jauernig
·Leben·Gesellschaft

In Sachen Laubbläser auf weiter Flur: Die Stadt war’s nicht

Am 16. Juni erreichte die Stadtverwaltung Leipzig und die L-IZ ein Bild und eine kleine Geschichte von einem unserer Leser dazu. Auf dem Foto ein einsam mit einem Laubbläser hantierender Mann am Ufer der Elster. Die Geschichte dazu: Muss das eigentlich sein, dass die Stadt Leipzig einen Laubbläser einsetzt – ökologische und logische Fragen tauchten auf. Nun teilt die Stadt Leipzig mit: Wir waren es nicht, eher ein von der Landestalsperrenverwaltung Sachsen beauftragter Dienstleister, der da am Uferbereich mühsam herumpustet. Und so geht eine kleine Geschichte nun durch die Ämter.

Leipziger Demo gegen Rassismus. Foto: L-IZ.de
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Menschenkette und Brückenfest: Hand in Hand gegen die „enthemmte Mitte“

Ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt setzen – das wollen zahlreiche Initiativen und Gruppen am Sonntag in Leipzig schaffen. Zunächst soll eine Menschenkette vom Rabet bis in die Innenstadt reichen. Anschließend steht im Clara-Zetkin-Park die zweite Auflage des interkulturellen „Brückenfestes“ auf dem Programm. Die Veranstalter hoffen auf mehrere tausend Teilnehmer und Besucher.

Der Angeklagte Andreas K. und Strafverteidiger Rainer Nittmann. Foto: Alexander Böhm
·Leben·Fälle & Unfälle

Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern: Angeklagter bestreitet Vorwürfe weitgehend

Es waren schwere Vorwürfe, die Oberstaatsanwältin Heike Poganiatz gegen Andreas K. auflistete. Demnach soll der 44-Jährige von September 2015 bis zu seiner Verhaftung Ende Januar 2016, obgleich unter Bewährung stehend, mehrfach gezielt den Kontakt zu zwei Jungen (10 und 11) gesucht haben, um ihnen gegen kleine Geldbeträge die entblößten Füße zu massieren. Später sei es auch zum Ablutschen der Zehen und der Geschlechtsteile gekommen. Insgesamt zwölf Taten dieser Art legte die Anklägerin dem Markranstädter zur Last. Hinzu kommt der Besitz von kinderpornographischen Fotos.

Die neue Studie: Die enthemmte Mitte. Cover: Psychosozial Verlag
·Leben·Gesellschaft

Wenn eine Politik ohne Mitte die Gesellschaft zunehmend polarisiert und die „Mitte“ sich radikalisiert

Alle zwei Jahre veröffentlichen die Forscher vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig eine neue Studie zum emotionalen Zustand unserer Gesellschaft, zumeist als Mitte-Studie bezeichnet, denn die Studie zeigt eben nicht nur die Ränder der Gesellschaft, sondern den zum Teil recht finsteren Zustand der sogenannten Mitte. Sieht es nicht so aus, als habe die sich gründlich radikalisiert?

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Foto: Ralf Julke
·Leben·Satire

Jetzt gibt’s die Internet Zeitung mal für alle Leipziger*innen

Wahrscheinlich weiß auch FDP-Stadtrat René Hobusch nicht, wie viel Sarkasmus und Satire einerseits und wie viel Ernst und Ratlosigkeit andererseits in seiner Anfrage in der Ratsversammlung steckt, in der er fragt: „Hält der Oberbürgermeister eine Änderung der genannten Firmenbezeichnungen in ‚Leipziger*innen Gruppe‘, ‚Leipziger*innen Stadtwerke‘, ‚Leipziger*innen Wasserwerke‘, ‚Leipziger*innen Sportbäder‘ etc. für sinnvoll?“

Ein bisschen Stolz muss sein? Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Scheibchenweise

Irgendwie passt es zusammen: Ministerpräsident Bodo Ramelow darf laut Thüringischen Verfassungsgerichtshof Mitglieder der NPD nicht als „Nazis“ bezeichnen. Fast gleichzeitig stellt die Staatsanwaltschaft Leipzig ihre Ermittlungen gegen Tatjana Festerling wegen Volksverhetzung ein. Diese hatte im Januar 2016 dazu aufgerufen, „zu Mistgabeln (zu) greifen und diese volksverratenden, volksverhetzenden Eliten aus den Parlamenten, aus den Gerichten, aus den Kirchen und aus den Pressehäusern (zu) prügeln.“ Sie sieht Festerlings Gewaltaufruf durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt.

Offene Diskussion: Wohin geht's mit der Willkommensbewegung? Foto: René Loch
·Leben·Gesellschaft

Welcome 2 Stay (Tag 3): Gleiche Rechte für alle Menschen

Drei Podiumsdiskussionen, 33 Workshops und 800 Teilnehmer – so lautet die Bilanz der Initiative „Welcome 2 Stay“, die am Wochenende in Leipzig zu einem Kongress zusammenkam. Den Abschluss bildete eine dreistündige Versammlung am Sonntagvormittag. Hier zogen die Teilnehmer ein Fazit und diskutierten darüber, wie es weitergehen soll. Eine Entscheidung ist bereits gefallen: Das nächste Treffen soll im September in Berlin stattfinden.

Schemenhafte Figur mit Hut und Waffe im Gegenlicht.
·Leben·Gesellschaft

Gastmanns Kolumne: Keine Angaben ohne Gewehr?

„Ich bin erschossen wie Robert Blum“, sagte meine Mutter früher immer, wenn sie so richtig erledigt von der Arbeit war. Wir Kinder wussten dann in unserer Harmoniesucht diskretes und wenig forderndes Verhalten an den Tag zu legen. Später hab ich auch mal nachgelesen, was mit diesem bedauernswerten Herrn Blum 1848 so passiert ist. Seit diesem Zeitpunkt hat sich aber nicht viel getan offensichtlich: Erschießen scheint nach wie vor en vogue zu sein. Oder wieder in Mode zu kommen. Denn die Deutschen rüsten wieder auf. Allein in Sachsen, so sagt uns die LVZ von gestern, seien fast 3.000 Kleine Waffenscheine im ersten Quartal dieses Jahres ausgestellt worden.

Eine von mehr als 500 Teilnehmenden: Linke-Chefin Katja Kipping. Foto: René Loch
·Leben·Gesellschaft

Welcome 2 Stay (Tag 2): Ein System der Entpolitisierung

Nachdem der „Welcome 2 Stay“-Kongress am Freitagabend mit einer Podiumsdiskussion eröffnet wurde, standen am Samstag weitere Panels und zahlreiche Workshops auf dem Programm. Am Abend begann im „Pavillon der Hoffnung“ bereits das große Aufräumen. Sonntagvormittag folgt die dreistündige Abschlussversammlung.

Spargel-Parmesan-Aufstrich. Foto: Maike Klose
·Leben·Topf & Quirl

Topf & Quirl: Schnittchen mit Spargel-Parmesan-Creme

Hach ja, der Fühling - eine wahrlich famose Zeit im Jahr mit den frischesten Leckereien, die man sich nur wünschen kann. Und während der eine sich non-stop Erdbeeren in jeglichen Variationen einverleibt oder aus Rhabarber die köstlichsten Desserts kreiiert, würde der andere gern etwas Abwechslung auf den Tisch bringen und mit neuen Spargelideen glänzen - wie gut, dass es diesen leckeren Aufstrich mit Parmesan gibt, der ganz und gar hervorragend auf eine Scheibe geröstetes Brot passt.

Mehrere hundert Menschen verfolgen die erste Veranstaltung. Foto: René Loch
·Leben·Gesellschaft

Welcome2Stay (Tag 1): „Die schöne Willkommensatmosphäre war nur ein Trugbild“ + Video

Mit einer knapp zweistündigen Diskussion über die sogenannte Willkommenskultur in Deutschland ist am Freitagabend der Kongress „Welcome 2 Stay“ eröffnet worden. Die Initiatoren wollen an diesem Wochenende Willkommensbewegungen aus ganz Deutschland zusammenbringen, europäische Entwicklungen, Integrations-Lösungen und die Gleichheit der Menschen diskutieren. Schwerpunkt des mit zahlreichen Panels und Workshops gespickten Programms ist der Samstag.

Flüchtende sollen kommen und bleiben dürfen. Screenshot: welcome2stay.org
·Leben·Gesellschaft

Die Initiative „Welcome 2 Stay“ möchte Willkommensbewegungen zusammenbringen

Eine „Zusammenkunft der Bewegungen des Willkommens, der Solidarität, der Migration und des Antirassismus“ wollen sie sein: jene Initiativen und Einzelpersonen, die sich am Wochenende im Rahmen des „Welcome 2 Stay“-Kongresses in Leipzig treffen. Die Themen Flucht und Asyl sowie die Frage, wie dem Rechtsruck in der Gesellschaft beizukommen ist, stehen dabei im Mittelpunkt der zahlreichen Diskussionen und Workshops.

Mit diesem fingierten Fahndungsplakat riefen Unbekannte zur Selbstjustiz gegen einen Journalisten auf. Foto: Screenshot
·Leben·Gesellschaft

Täter ermittelt? Verleumdung von L-IZ-Reporter hat juristisches Nachspiel

Im März 2015 tauchten in sozialen Netzwerken, allen voran auf verschiedenen Facebookprofilen, fingierte Steckbriefe mit Namen und Foto eines Mitarbeiters der Leipziger Internet Zeitung auf. Angeblich würde die Polizei nach unserem L-IZ-Kollegen Martin Schöler fahnden. Dieser werde wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern gesucht. Der perfide Fall von Verleumdung machte deutschlandweit Schlagzeilen. Laut polizeilichen Ermittlungen sieht nun alles danach aus, als ob hinter der koordinierten Aktion ein bekannter Kampfsportler und einstiger Lok-Hooligan steckte.

Das Flirtportal Loovo.de soll Nutzer mit Fake-Profilen betrogen haben. Screenshot: L-IZ.de
·Leben·Fälle & Unfälle

Razzia bei Flirtportal „Lovoo.de“: Beide Geschäftsführer nach Großrazzia festgenommen

„The fun way to find people like you.“ Ganz so lustig ging es hinter den Kulissen des Flirtportals „Loovo.de“ dann doch nicht zu. Im vergangenen Jahr schrieb die Fachzeitschrift „c't“, der Web-Dienstleister würde möglicherweise im großen Stil mit gefälschten Frauen-Profilen auf Kundenfang gehen. Am Mittwoch durchsuchten Landeskriminalamt und Dresdner Staatsanwaltschaft die Firmenniederlassung in der sächsischen Landeshauptstadt.

Geldsäckel und Münze.
·Leben·Familie & Kinder

BIAJ hilft L-IZ, die Zahlen zur Hilfebedürftigkeit von Alleinerziehenden in Sachsen zu klären

Man kann gar nicht genug aufpassen. Darauf weist uns Paul M. Schröder hin, der Mann aus dem Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ), der sich mit Zahlen zur Arbeitslosen-, Bevölkerungs- und Asylsuchendenstatistik so gut auskennt wie kaum ein zweiter. Diesmal geht es um die Alleinerziehenden in Sachsen. Da haben wir nicht aufgepasst und untertrieben.

Ein LEGIDA-Teilnehmer hat sich für die Rede von Festerling eingerichtet. Es ist Sommer. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

War was? Legida und Pegida heute nur halb live

Interessiert es noch jemanden, was da auf dem Richard-Wagner-Platz und heute mal am Naturkundemuseum stattfindet? Gut - die dauernden Sperrungen immer ... Ok, und die, die in geringer Zahl zum Platz selbst seitens Legida und heute auch Pegida pilgern sicher. Die ersten Eindrücke vor Ort zeigen ein – vergleicht man es mal mit den ersten Tagen der „Bewegung“ - Häufchen mit Deutschlandfahnen. Noch geht es nicht um Fußball, sieht aber schon fast an diesem sommerlichen Abend in Leipzig so aus. Also machen wir doch erst einmal ein paar hübsche Bilder …

Mögliches nächstes Reiseziel: Mond. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Gastmanns Kolumne: „AfD, die Katze lief im Schnee“

Herrschaftszeiten. In den letzten Tagen haben unsere Freunde aus der „Steckt-uns-doch-nicht-immer-in-die-rechte-Ecke“ aber wieder ganz schön aufgedreht. Der Schatten, den die EM vorauswirft, scheint bei vielen eben auch den unterm Pony zu intensivieren: Wir alle haben es mitkriegen müssen: Gauland kann nicht in Frieden leben, wenn ihm der schwatte Nachbar nicht gefällt, obwohl er angeblich dessen Schuss aufs Tor schätzt.

Geldsäckel und Münze.
·Leben·Familie & Kinder

Jede vierte Alleinerziehenden-Familie ist auf Jobcenter-Beihilfe angewiesen

Sachsen freut sich zwar mittlerweile über Arbeitslosenquoten von 8 Prozent, in Leipzig sind es knapp über 9 Prozent. Doch an einigen Bevölkerungsgruppen geht der Wirtschaftsaufschwung vorbei. Nicht weil sie die Qualifikation nicht hätten, sondern weil große Teile des Arbeitsmarktes noch immer nicht auf so etwas eingerichtet sind wie Kinder. Alleinerziehende haben da ganz miese Chancen.

Schokokekse mit Kakaocreme. Foto: Maike Klose
·Leben·Topf & Quirl

Topf & Quirl: Schokoladige Fuchskekse mit Kakaocreme

Wenn man mal wieder eine richtige Portion Schokolade braucht, um diverse Wehwehchen und Sorgen zu vergessen, sind die passenden Rezepte Gold wert. In solchen Momenten lohnt es nämlich kaum, einen drögen Kuchen aus dem Ofen zu holen, der einfach nicht die richtige Menge an Glückshormonen liefert, oder gar lustlos an einer Tafel Vollmilchschokolade zu knabbern - was da her muss sind diese Kakaobomben in Fuchsform! Schon auf den ersten Blick erkennt man quasi ihre wohltuende Wirkung, strotzen sie doch nur vor dem Besten, was die Kakaobohne zu bieten hat.

Wagenveld (l.) und Festerling geben bei Legida nun den Ton an. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Pegida/Legida mobilisiert mit der Mistgabel: Tatjana Festerling will zu OB Jung + Video

In den letzten Monaten hat sich bei Legida und Pegida eine Menge getan, meist hieß die Richtung abwärts. Einerseits traten vor allem in Leipzig immer deutlicher rechtsradikale bis rechtsextreme Kreise auf, andererseits konnte man am 2. Mai 2016 vielleicht noch 250 Teilnehmer zählen. Dies könnte sich am 6. Juni ändern, da man auch bei Pegida in Dresden verstanden hat, dass das Partnerbündnis in der Messestadt gerade zusammenfällt. Um den Trend zu drehen, schickt man wieder einmal Frontfrau Tatjana Festerling nach Leipzig. Zweimal, um genau zu sein, denn am 3. Juni versuchte sie, Oberbürgermeister Burkhard Jung mit einer Mistgabel im Rathaus zu besuchen.

Z wie Zusammenfassung. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Das Bildungsalphabet – Z wie Zusammenfassung

Sonntagmorgen. Ein freier Morgen wie jede Woche. Die Zeit neben dem Lehren und Lernen, die eigenen alphabetischen Gedanken dem Rest der Welt mitzuteilen. Wer wird sie überhaupt hören, der „Rest“? Meine Gedanken? In den Ohren klingen mir die Manic Street Preachers. „If you tolerate this then your children will be next“. 26 Grundbuchstaben hat es, das deutsche Alphabet. 26 Mal ein Thema, das sich mit Bildung auseinandersetzen soll. Inwendig. 26 Mal der kolumnistische Versuch, … Zögern … zu zeigen, was wir wissen, auch zu erkennen und darstellen zu können. Es täglich bei-zu-bringen. In der Schule, an die heranzutragen, die (es) noch nicht wissen (können?), was sie wirklich wollen. Ein Versuch. Kolumnistisch. Nicht kommunistisch.

Das Team "Palau" taucht im Schaum ab. Foto: Jan Kaefer
·Leben·Familie & Kinder

“Olympiade der Elemente” setzte Grünau die Schaumkrone auf

Bevor Leipzig-Grünau ab morgen offiziell seine 40-Jahres-Party steigen lässt, haben es die Kinder und Jugendlichen des Stadtteils bereits letzten Freitag krachen lassen. Rund 70 Teilnehmer kämpften bei einer Spaßolympiade auf dem Grünauer Marktplatz gegen die Elemente an. Ein gutes Dutzend Verbände und Initiativen hatten dieses Jugendevent gemeinsam auf die Beine gestellt.

Das Bildungsalphabet – Y wie Generation Y. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Das Bildungsalphabet – Heute: Y wie Generation Y

„Revolutionäre? Offen revolutionär sind sie nun wirklich nicht, die jungen Leute. Sie erscheinen schon in ihrer Jugend angepasster, als es die 68er als Rentner sind. Doch der Schein trügt. Die heute 15- bis 30-Jährigen verändern unsere Welt radikal. Sie haben in kurzer Zeit den strukturellen Wandel in Politik, Wirtschaft, Arbeitsleben, Familie, Technik und Freizeit eingeleitet. Allerdings nicht gewaltsam und mit militanten Mitteln, ohne die lautstarken Proteste, unter denen sich andere Generationen sich ihren Platz in der Gesellschaft erkämpft haben. Sie agieren still und leise, gewissermaßen aus der zweiten Reihe heraus, wirken im Verborgenen hinter den Kulissen. Deshalb sind die Umwälzungen, die sie anstoßen, auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen. Sie werden oft unbemerkt übernommen und setzen sich wie selbstverständlich im Alltag durch.“ (aus: Hurrelmann/ Albrecht: Die heimlichen Revolutionäre - Wie die Generation Y unsere Welt verändert“, 2014)

Im Zeichen der Nudel. Foto: Alexander Böhm
·Leben·Gesellschaft

Leipzigs Pastafari-Gemeinschaft wächst

Trotz der Behinderung durch den Katholikentag konnte die Kirche des fliegenden Spaghettimonsters am Sonntagmittag am Augustusplatz einen Erfolg verbuchen: Über 51 neue Pastafaris konnte die Weltanschauungsgemeinschaft für sich gewinnen. Wohl das bekannteste Neumitglied war die Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten). Die Veranstaltung fand im Rahmen des Alternativprogrammes des Bündnisses „(K)eine Million“ zum Katholikentag statt, das die Förderung der christlichen Großveranstaltung kritisiert.

Ein irritierender Aufzug beim Festumzug. Die Wehrmacht rückt wieder in Colmnitz ein. Foto: Marcus Fischer
·Leben·Fälle & Unfälle

Irritierende Bilder: In Colmnitz ist die Wehrmacht zurück

Nimmt man den geografischen Mittelpunkt Sachsens, könnte man das Örtchen Colmnitz (Klingenberg), gelegen im Osterzgebirge/Sächsische Schweiz, das Herz des Freistaates nennen. Allerdings wohl auch nur in geografischer Hinsicht. Anlässlich der mehrtägigen Feierlichkeiten zur Ersterwähnung der Gemeinde im Jahr 1346 fanden sich beim Festumzug am 29. Mai gegen 13 Uhr auch die Wehrmacht und das Hakenkreuz wieder ein. Eingeladen zum „Schul- und Heimatfest“ hatte der Heimatverein Colmnitz e.V..

Garant für gelingendes Leben: Immer schön reinhängen. Foto: L-IZ.de
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Gastmanns Kolumne: „Heute erklärn’ wir euch Deutschland und morgen die ganze Welt“

Mannomann, war das eine wunderbare Woche: Die Wogen um „Komm,-wir-gehen-noch-eine Runde-schwadronieren-im-Park“-Sarrazin und seine profunden Analysen über die kognitive Beschaffenheit schwarzafrikanischer Synapsen sind ein wenig geglättet. Und die Angehörigen des Sächsischen Landtags dürfen sich ab August ihrer selbstbeschlossenen jährlichen Gehaltserhöhung erfreuen, diesmal gar über 150 Euro - ist ja alles teuerer geworden - während in Leipzig gut- und grünbetuchte Katholikenhundertschaften leise lächelnd den Osten verkosteten.

Wenn Eltern keine Alimente zahlen (können), tritt der Staat mit Unterhaltsvorschuss ein. Foto: Ralf Julke
·Leben·Familie & Kinder

Auch 2015 musste Leipzig für über 5.000 Kinder Unterhaltsvorschuss zahlen

Da wird es selbst Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) kalt den Rücken runtergelaufen sein, als sie die Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Alexander Krauß auf den Tisch bekam. Der Mann ist in der CDU-Fraktion eigentlich arbeitsmarktpolitischer Sprecher. Beim Sozialen scheint er sich nicht so auszukennen. Denn sonst würde er nicht unverfroren von „Rabenvätern und –müttern“ sprechen.

Das Bildungsalphabet – X wie X-beliebig wie Heine und Paris? Foto: L-IZ.de
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Das Bildungsalphabet – Heute: X wie X-beliebig wie Heine und Paris?

„Im traurigen Monat November war’s, die Tage wurden trüber, der Wind riss von den Bäumen das Laub, da reist ich nach Deutschland hinüber.“ Ok, falsche Richtung. In Heines „Wintermärchen“ findet man zwar die verkehrte Denkstrecke, dafür stimmt das mit dem Wetter. Heine kommt vor fast 170 Jahren in sein Land zurück, dies geschieht Anfang der 40er Jahre des 19. Jahrhunderts. Sein Land? Zerstückelt, zerstritten und vom „Alten“, vom „Restaurieren“ zermürbt findet er es vor.

Sünder Thomas Kumbernuß büßt am Kreuz. Foto: Alexander Böhm
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150 auf Kreuzzug gegen Katholikentag

Tausende Touristen sind anlässlich des am Mittwoch gestarteten Katholikentages in Leipzig. Knapp 150 Menschen demonstrierten am Freitagnachmittag gegen die Veranstaltung auf satirische Art und Weise. Die Demonstration bildete den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen am Wochenende, die sich gegen die religiöse Großveranstaltung richten.

Kunstaktion zum 11. Gebot 2014 in der Grimmaischen Straße. Foto: Ralf Julke
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Auch das Oberverwaltungsgericht gibt Moses Recht, kann aber die Sicherheitsbedenken nicht ausräumen

Mit ihrer Kunstaktion mit dem mahnenden Moses weist die Giordano-Bruno-Stiftung seit 2014 bei Katholiken- bzw. (evangelischen) Kirchentagen auf die Millionen-Subventionen der öffentlichen Hand für die Veranstaltungen hin. Auch zum 100. Deutschen Katholikentag hatten sich die Akteure mit ihrem Moses angemeldet. Aber dann wollten die Veranstalter des Katholikentages die Skulptur nicht in ihrem Gelände sehen und sprachen ein „Hausverbot“ aus.

Fruchtige Pies für Icecreamsandwiches. Foto: Maike Klose
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Topf & Quirl: Icecreamsandwiches mit Erdbeer und Rhabarber

Ohne viel Aufwand mit einem Dessert ordentlich Aufsehen erregen? Gar nicht mal so einfach, möchte man denken. Man stellt sich vor, stundenlang durch die Küche zu wirbeln, mit Mehlspuren auf den Wangen und Schokolade an den Fingern, um am Ende, nach mühevoller Arbeit, ein schickes Törtchen oder eine luftige Creme zu servieren. Sicher, auch das ist möglich. Wer jedoch ohne viel Gewirbel und Stress seinen Gästen eine besondere Nachspeise kredenzen möchte, der sollte sich diese Icecreamsandwiches genauer ansehen.

Lutherorte in Leipzig. Screenshot: L-IZ
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Luther-in-Leipzig lädt jetzt schon ein, die Lutherorte in und um Leipzig zu erkunden

Natürlich ist es ein Jubiläum, das in Leipzig wahrgenommen werden muss: der 500. Jahrestag des Lutherschen Thesenanschlags am 31. Oktober 1517, der bis heute als Beginn der Reformation gilt. 2017 ist Höhepunkt der Lutherdekade. Und Leipzig liegt mittendrin in Lutherland, ist quasi der zentrale Umschlagplatz für die Gäste, stellt Leipzigs Kulturdezernat bei der Beantragung von 390.000 Euro für die LTM fest.

Das Bildungsalphabet – W wie Wandlungsfähigkeit. Foto: l-IZ.de
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Das Bildungsalphabet – Heute: W wie Wandlungsfähigkeit

Sich verändern. Ständig. Tun wir das? Aber sicher! Ständiges Umziehen (Wäsche wechseln), Umziehen (Wohnung wechseln) und Herumziehen (Um die Häuser ziehen). Wir sind in Bewegung. Und wir „Chillen“. (Klingt immer leicht drogenabhängig, oder?) Wir wandeln uns. Und wenn, dann richtig. Alles konsequent, perfekt, radikal. Ins Extreme gesteigert. Warum tun wir das?

Das Bildungsalphabet –V wie Verstehen. Foto: L-IZ.de
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Das Bildungsalphabet – Heute: V wie Verstehen

„Also dafür hab ich kein Verständnis! Bei aller Liebe … Ich seh’ überhaupt nicht ein …“ So baut sich bisweilen die pädagogische Indianersquaw mit dem allegorisch klingenden Namen „Hochroter Kopf“ im Lehrerzimmer auf. Aufgrund der strategischen Kurzsichtigkeit der sächsischen Bildungspolitik hat man da als „junger Mann“ in der Schule oft die Brille auf. Da übermannt, pardon, „überfraut“ einen jetzt im nahenden Winter schon manchmal so etwas, so ein kleiner Eishauch pädagogischen Bodenfrostes. (Keine Angst, es wird ein milder Winter.) Auch wenn es den Hauch von „Strukturvermittlung“ oder „Konsequenz“ hat - die Unerbittlichkeit lässt einen kurz frieren.

Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
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Trotz Stil-Kritik von Nicole Wohlfahrt (SPD) gibt’s zum Katholikentag auch Nudeln im Piratenkostüm

Nicht nur Autokraten, Paschas und Rechtsausleger haben so ihre Schwierigkeiten mit Humor, Ironie und Satire. Auch brave Hinterbänkler in eher gemitteten Parteien wie der Leipziger SPD. „Kommunalpolitik ist kein Witz!“, meldete sich am Dienstag, 24. Mai, SPD-Stadträtin Nicole Wohlfahrth zu Wort und fand es einfach unverständlich, dass Piraten-Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann offiziell zur Kirche des fliegenden Spaghetti-Monsters konvertiert ist.

Das Bildungsalphabet – U wie Unmündigkeit. Foto: L-IZ.de
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Das Bildungsalphabet – Heute: U wie Unmündigkeit

Unmöglich, diesem Phänomen zu entgehen. Geradezu unumgänglich. Unmündigkeit. Und Mündigkeit. Das Antonym dazu. „Antonym? Klingt wie der große Bruder vom Enzym.“ Mensch, Max. Bleiben wir bei der Sache. In diesem Fall war es gerade das Persönlichkeitsmodell des „Inneren Teams“. „Erfinder“ ist der Hamburger Kommunikationswissenschaftler Schulz von Thun. Hilft Klarheit in der Kommunikation zu finden. Jeder sollte versuchen, seine inneren „Player“ zu erkennen. Lebendigkeit und Teamgeist. Interesse und Konzentration. Das stärkt Authentizität und Mündigkeit.

Das Bildungsalphabet – T wie Trost: Foto. L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Das Bildungsalphabet – Heute: T wie Trost

Viele kennen diesen Begriff, der in der vergangenen Woche auch unter dem „S“ hätte erklärt und beschrieben werden können. Ein Begriff, welcher zum Etikett geworden, jeder der letzten Generationen an den Rock oder das Rip-Shirt hätte geheftet werden können: „S wie Spaßgesellschaft“.

Ich bin ganz unschuldig gesund. Wirklich, ganz ehrlich. Just believe me! Foto: L-IZ.de
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Gastmanns Kolumne: Wer nicht raucht, stirbt auch

Schlimm. Junge Menschen lesen immer weniger. Vor allem die auf Zigarettenschachteln aufgedruckten Warnhinweise werden von den Nikoteenagern zunehmend ignoriert. Vielen sagen diese enigmatischen Buchstabenkombinationen einfach nichts mehr. Höchste Zeit also, gesetzlich nachzubessern: Von nun heißt es, rote Gauloises und Co. nur noch im Verbund mit dem Bildchen von schlecht erhaltenen Körperteilen ausgehändigt zu kriegen, obwohl man es so genau nun auch wieder noch nicht weiß.

Katholische Kirche St. Trinitatis in Leipzig. Foto: Ralf Julke
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Linker Landtagsabgeordneter kritisiert sächsische Kirchenfinanzierung, CDU-Experte fällt nur die Populismus-Keule ein

Die Retourkutsche kam prompt. Am Donnerstag, 19. Mai, veröffentlichte der Landtagsabgeordnete der Linken, André Schollbach, seine Kritik an den Staatsausgaben für die beiden großen Kirchen in Sachsen. Noch am selben Tag erklärte der Beauftragte der CDU-Fraktion für Kirchenfragen, Gernot Krasselt, den Linken-Vorstoß für reinen Populismus.

Kunstaktion zum 11. Gebot 2014 in der Grimmaischen Straße. Foto: Ralf Julke
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Giordano-Bruno-Stiftung erinnert an Versprechen an die FDP von 2014 und kündigt Aktion zum Katholikentag an

Der Katholikentag naht – und noch einmal meldet sich die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) zu Wort, die 2014 mit der Kunstaktion „11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!“ in Leipzig für Aufsehen sorgte. Damals ging es um die Streitfrage: Wie viel Geld wird die Stadt Leipzig selbst zuschießen, um den Katholikentag zu finanzieren? 1 Million? Eine halbe? 300.000 Euro?

Gnocchipfanne mit Rucola und Paprika. Foto: Maike Klose
·Leben·Topf & Quirl

Topf & Quirl: Schnelle Gnocchipfanne mit Paprika und Rucola

Zur Zeit geht es hier bei Topf & Quirl ja immer sehr flink zu, am besten soll alles in weniger als 20 Minuten auf dem Tisch stehen, nett aussehen und dann natürlich auch noch schmecken. Wer kleine Kinder hat, die gern mal aus dem Hochstuhl jaulen und pronto ihre Nudeln wollen, der kennt wohl das Disaster, gesunde und köstliche Ernährung mit wenig Aufwand zu verbinden. Dieses Rezept, eine wahrlich simple Gnocchipfanne mit Gemüse, ist tatsächlich in knappen 20 Minuten gebrutzelt, sättigt Groß und Klein und schmeckt zudem noch richtig gut.

Uni-Rektorin Beate Schücking, Thomaspfarrerin Britta Taddiken und Kulturbürgermeister Michael Faber bei der Vorstellung der Disputations-Thesen. Foto: Ralf Julke
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Zur Leipziger Disputation treffen sich diesmal der EKD-Vorsitzende und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz

Seit 2009 wird in der Leipziger Thomaskirche disputiert, treffen sich zwei hochkarätige Redner, um in der Kirche zu wichtigen Aspekten der Zeit dezidiert ihre Standpunkte zu vertreten. Ebenso wie Luther und Eck 1519 bei der ersten, der geschichtsträchtigen Disputation auf dem Leipziger Schloss. 2016 sorgt nun der Katholikentag dafür, dass es beinah wieder ein bisschen ist wie damals. Aber nur beinah.

Bundesweite Werbung für den Katholikentag. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel
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Gastkommentar von Christian Wolff: Für Grundwerte streiten – zwei Geburtstage und der 100. Katholikentag

Nun rücken sie ganz nahe: zwei verdrängte Geburtstage und der 100. Katholikentag. Letzterer wird unter dem Motto „Seht, da ist der Mensch“ zehntausende Menschen vom 25.-29. Mai 2016 in Leipzig versammeln, um das in den Mittelpunkt zu rücken, was heute Nützlichkeitserwägungen, egomanischer Hartherzigkeit, sozialer Kälte und den fremdenfeindlichen Abwertungsstrategien der Neurechten zum Opfer fällt: der Mensch. Der Mensch, so wie er in Jesus Christus offenbar wird: der Mensch in seiner ganzen Armseligkeit und gleichzeitig der Mensch, der ein Stück von Gott ist. Der Mensch, der nicht aufgeteilt werden kann in schwarz, weiß, intelligent, dumm, arm, reich, gesund, behindert, erfolgreich, gescheitert. Der Mensch an sich: der Mensch als Geschöpf Gottes.

Das Bildungsalphabet – S wie Schwarmintelligenz. Foto: L-IZ.de
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Das Bildungsalphabet – Heute: S wie Schwarmintelligenz

„Wie oft heutzutage das Wort ‚Intelligenz‘ in den Mund genommen wird, da wird man ja ganz blöde davon.“ Recht hatte er, der aufgebrachte Kollege, der mir letztens auf meine Frage – „Warum verstehen sie nicht, was ‚soziale Kompetenz‘ bedeutet? Das sind doch intelligente Menschen.“ - antwortete. Also alles gleich beim Sich-Wundern, Schmunzeln und Kritisieren? In der eigenen kleinen Welt? Aus der eigenen Scheuklappenperspektive?

Das Bildungsalphabet – R wie Rein rechnerisch. Foto: L-IZ.de
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Das Bildungsalphabet – Heute: R wie Rein rechnerisch

Das sagt man ja so. „Rein rechnerisch gesehen würde man ...“ Oftmals steht der Konjunktiv dabei. Also bekommt diese Phrase auch den ihr entsprechenden hypothetischen Unterbau. Jeder weiß, was damit gemeint ist: Verlasse dich auf das, was du schwarz auf weiß siehst, schau darauf, was abzurechnen ist. Mit wem, das wollen wir meist gar nicht wissen. So werden Prozesse planbar, die Menschen in ihnen werden es auch. „Rein rechnerisch“. Klingt irgendwie glatt und entseelt.

Come on over, have some fun. Foto: Daniel Thalheim
·Leben·Gesellschaft

Gastmanns Kolumne: Vom Sommerträumen mit Bacardi-Feeling-Garantie

Pfingsten. Was hätte das schön werden können! Ich hatte mir bereits alles ausgemalt: In meiner Phantasie schlurften schon Flipflop-Mädchen lieblich durch die Straßen der Stadt, flankiert von der imposanten Riesenschar dahinWGTierender Schwarzer. Auf den Wiesen des Johanna-Parks lagen Geisteswissenschaftler Jura-Studenten bei, als sei dies ein Naturgesetz, vorbeiradelnde Männer warfen Frauen sehnsüchtigen Blickes Kusshände zu und selbst in den Gesichtern der notorischen Sonnenbrillen-im-Haar-Träger spiegelte sich so etwas ähnliches wie Lebensfreude.

Das Bildungsalphabet – Q wie Kuh oder Querdenken? Foto: L-IZ.de
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Das Bildungsalphabet – Heute: Q wie Kuh oder Querdenken?

„Wir schaffen das!“ Diesen Satz gebrauchte ich Anfang dieser Woche vor dem Deutschkurs der 12. Klasse. So kurz vor dem Bildungsabschluss, der einer Fahrschulprüfung gleichkommt, sind die „Großen“ manchmal Spitze auf dem Weg zum „Erwachsensein“ in unserer Gesellschaft. Sie emanzipieren sich dann als Konsumenten. „Brauche ich Mathe, habe ich davon noch genug im Abi-Kühlschrank? Am Nachmittag gibt gerade ein noch ganz brauchbarer 72-jähriger reaktivierter Spätrentner kostenlos Nachhilfe … Sollte man da nicht zuschlagen? Bei der ‚Herbstferien-Edition‘? Ist ein Angebot.“

Plakat für den Überstunden-Aktionstag. Grafik: ver.di
·Leben·Gesundheit

Gesundheitsangestellte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben einen Berg von 3,9 Millionen Stunden unbezahlter Arbeit angehäuft

Es hat sich noch lange nicht herumgesprochen, welche Folgen der Privatisierungswahn in Deutschland schon angerichtet hat. Gerade das Gesundheitswesen ist ein Tummelplatz der privaten Anbieter geworden. Doch statt die Kosten zu senken, sind sie im gesamten Gesundheitswesen im Aufwind. Doch das Personal hat davon nichts: Das leidet unter immer rücksichtsloseren Arbeitsbedingungen und kann nicht mal Überstunden abfeiern.

Schnellstes Erdbeereis. Foto. Maike Klose
·Leben·Topf & Quirl

Topf & Quirl: Schnellstes Erdbeereis

Wenn die Sonne auf die Köpfe prasselt und ein Jeder nach etwas Erfrischung lechzt- ach, wie fein wäre dann ein leckeres Eis. Kalt und köstlich soll es sein und bitte mit den besten Inhaltsstoffen. Geht nicht? Falsch gedacht! In kürzester Zeit und ohne viel Equipment ist dieses leckere Erdbeereis gerührt, und das unter Verwendung von nur vier Zutaten.

P wie Pranger - oder? Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Das Bildungsalphabet – Heute: P wie Poly? Technisch!

Früher war nicht alles besser. Ich weiß nicht genau, wie viele unserer Leser sie noch besucht haben. Die „allgemeinbildende polytechnische Oberschule“ in der DDR. Rein rechnerisch gesehen sind es im „Silberhochzeitsjahr“ der Wiedervereinigung nur die älteren unter ihnen. Schon klar. Für mich als Pädagogen gibt es natürlich wenig Grund, diesem „System“ hinterher zu trauern, denn nicht nur dafür steht das Goethe-Wort des Mephisto, dass „alles, was besteht, wert [ist], dass es zugrunde geht“. Auch klar. Und wer trauert schon einem Ehepartner hinterher, von dem er sich vor 25 Jahren scheiden ließ? Früher war nicht alles besser.

„Trau dich!“ mit der Kompanie Kopfstand. Foto: BZgA, Porsdorf
·Leben·Familie & Kinder

Theaterstück „Trau dich!“ war zum zweiten Mal in Leipzig zu Gast, Website bietet umfassende Informationen

Es war ein ganz besonderes Stück, das Leipziger Kinder am 11. Mai in der Schaubühne Lindenfels sehen konnten. Kinderrechte, körperliche Selbstbestimmung und sexueller Kindesmissbrauch sind die Themen des Theaterstücks „Trau dich!“, das die Kompanie Kopfstand in der Schaubühne Lindenfels vor rund 400 Kindern aufführte. Denn es sind die Kinder, die gestärkt werden müssen, wenn es um die Verhinderung von Missbrauch geht.

Connewitzer Pöbelwehr. Foto: Alexander Böhm
·Leben·Fälle & Unfälle

Connewitzer Bürgerwehr gegründet

Connewitz sagt man so Vieles nach: Linke Schlägertrupps, die gefährlichsten 50 Meter Leipzigs und die Hochburg des Linksextremismus. Seit dem Mittwochabend kommt nun eine Bürgerwehr hinzu: Die Connewitzer Pöbelwehr (COP) sorgt für mehr gefühlte Sicherheit und das ohne die Polizei.

FES-Umfrage: Mehrheit der Deutschen findet Gesellschaft sozial ungerecht. Grafik: FES
·Leben·Gesellschaft

Mehrheit der Deutschen sieht Handlungsbedarf für eine gerechtere Gesellschaft

Ganz so falsch lag der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel also nicht, als er am Montag, 9. Mai, auf der „Wertekonferenz Gerechtigkeit“ der SPD davon sprach, dass die SPD ihr altes Kernthema Gerechtigkeit zurückerobern müsse. Am Mittwoch, 11. Mai, bestätigte nun eine Umfrage, dass die meisten Deutschen in der wachsenden Ungleichheit eine Gefahr für Deutschlands Zukunft sehen.

Das Bildungsalphabet – O wie Omnipräsenz. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Das Bildungsalphabet – Heute: O wie Omnipräsenz

Meine Oma ist noch „Omnibus“ gefahren. Sie meinte damit ganz normale Linienbusse zwischen Engelsdorf und Leipzig. Heute ist vieles „omni“, der Bus ist es immer noch nicht. Heißt jetzt „72“ statt „Linie E“. Heute ist alles „mehr“, mehr Busse, mehr Fahrgäste (?), mehr Geschwindigkeit. Natürlich auch mehr „omni“. Heutzutage ist man „omnipräsent“, „omniversichert“ und – nicht zu vergessen – omnipotent. Meine heutige Grußadresse richtet sich an alle fleißigen Erzieherinnen und Erzieher.

Das Bildungsalphabet – N wie Neigung oder Nutzen? Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Das Bildungsalphabet – Heute: N wie Neigung oder Nutzen?

„Der Nutzen ist das große Idol der Zeit, dem alle Kräfte fronen und alle Talente huldigen sollen.“ Im Namensgeber meiner Schule, Friedrich Schiller, finde ich immer wieder gedankliche Hilfe und gelegentlich Unterstützung in der Arbeit. Schiller schrieb „Ästhetische Briefe zur Erziehung des Menschen“. Während der Revolution, der französischen. Im Frühsommer des Jahres 1793. Zur gleichen Zeit putschte eine Gruppe linker Jakobiner gegen die gemäßigte liberaldemokratische Regierung der bürgerlichen Mitte und errichtete eine blutige Gesinnungsdiktatur. Oder trieb sie die Revolution voran, mit Mindestlöhnen und Maximalpreisen für Lebensmittel?

Das Bildungsalphabet – M wie Muster oder Makel? Foto: L-IZ.de
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Das Bildungsalphabet – Heute: M wie Muster oder Makel?

Kofferpacken ist bei den Großen angesagt in dieser Woche. Die Bildungsfahrten in der Kursstufe stehen an. England, Italien, Malta, Usedom – je nach Gewöhnungs- und Finanzlage in der Familienhistorie werden die Gesichter verzogen oder hellen sich in meiner ersten Unterrichtsstunde je nach unklarem Motivationsnebel auf. Kafka ist auch angesagt. 12. Klasse. So nebenbei.

Die meisten Unfälle in der Großstadt - wie hier in der Friedrich-Ebert-Straße - enden mit Blechschaden. Foto: Ralf Julke
·Leben·Fälle & Unfälle

Sachsens geschrumpfte Polizei kontrolliert immer weniger und immer mehr Bußgelder verjähren

Weniger Polizei bedeutet eben nicht, wie die CDU/FDP-Regierung von 2011 Glauben machte, dass die Polizeiarbeit effizienter werden würde. Es ist ja das Mantra neoliberalen Denkens, dass „schlanke“ Apparate auch reibungsloser arbeiten. Etwas anderes passiert: Ein Großteil der zuvor geleisteten Arbeit bleibt einfach liegen. In diesem Fall zur Freude der Verkehrssünder in Sachsen: Sie wurden seltener kontrolliert.

Handy im Dunkeln. Foto: L-IZ
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Das Einsammeln von Mobiltelefonen führt augenscheinlich nicht zu größeren Ermittlungserfolgen der Polizei

Seit Pegida und Legida durch Sachsen marschieren, hat auch die demokratische Demonstrationskultur ein Problem. Immer wieder versuchen einige Akteure aus dem ganz linken Spektrum die Kundgebungen zu nutzen, um aus einem friedlichen Protest heraus zu gewaltsamen Aktionen zu kommen. Das begann schon am 12. Januar 2015 am Rande des Protests gegen Legida in Leipzig. Am 15. Januar sorgte es für das peinliche Finale einer Demonstration zur Flüchtlingspolitik.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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