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Abstimmung am 26. Juni 2019 im Interimssaal. Foto: L-IZ.de
·Politik·Leipzig

Wenn eine Zahl falsch ist: Landesdirektion Sachsen hebt Wahlergebnis der Leipziger Stadtratswahl auf

Seit dem gestrigen Dienstag, 30. Juli 2019, ist das Wahlergebnis der Stadt Leipzig bei den Kommunalwahlen vom 26. Mai 2019 vorübergehend ungültig. So lautet im Kern die Mitteilung der übergeordneten Prüfbehörde Landesdirektion Sachsen (LDS) aufgrund einer falschen Zahlenübermittlung im Wahlkreis 4 (Briefwahlbezirk 4005). Dort rückt nun ein Kandidat der SPD einen Platz nach vorn und bis zur neuen Bekanntmachung des abschließenden Wahlergebnisses ist der neue Leipziger Stadtrat nicht arbeitsfähig.

Der Ko'olau auf der Insel O'ahu in Hawai'i. Forscher fanden heraus, dass dort in älteren Wäldern die Biodiversität zwar stärker ausgeprägt ist als in jüngeren, doch dass dieser Effekt durch das Einbringen fremder Arten verwässert werden könnte. Foto: William Weaver
·Bildung·Forschung

Hawaii: Je älter Inseln sind, umso größer ist auch ihr Artenreichtum

Wie lange dauert es eigentlich, bis sich eine artenreiche neue Gesellschaft von Lebewesen auf einem neuen Stück Erde ansiedelt? Irgendwie hatten die Forscher um Prof. Dr. Jonathan Chase die Hoffnung, dass das relativ schnell gehen könnte. Also mindestens so schnell, wie der Mensch gerade die Artenvielfalt vernichtet. Aber das scheint wohl nicht der Fall zu sein, wie jetzt eine Expedition nach Hawaii ergeben hat.

Graffiti zu „Farm der Tiere“ in Connewitz. Foto: Ralf Julke
·Leben·Gesellschaft

Wie man mit konzertierter Marktpenetration die demokratische Debatte zerstört

Etwas Wichtiges benennt Theo Sommer am 30. Juli in seiner „Zeit“-Kolumne „Der politische Diskurs ist abgewürgt“. Denn was passiert, wenn es einer radikalen Minderheit gelingt, binnen weniger Jahre den politischen Diskurs in den Medien zu dominieren und alle anderen Parteien dazu zwingt (oder bringt), nur noch über ihre Themen und Meinungen zu reden? Genau das: Ein tatsächliches Verschwinden der politischen Debatte, ohne die der Demokratie die Luft ausgeht. Was sogar gewollt ist.

Windenergie in Sachsen. Foto: L-IZ.de
·Politik·Sachsen

Sachsens Landwirtschaftsminister hat auch auf seine letzten Tage keine Lust zum Umweltschutz

Überfordert war Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) von seinem Amt von Anfang an. Im Grunde hat er das komplette Umweltressort in seinem Ministerium in den vergangenen fünf Jahren auf Stillstand gestellt. Der Diplom-Agraringenieur hat sich auch nicht einmal bemüht zu verstehen, was er da eigentlich für Aufgaben gehabt hätte. Ein Interview des MDR mit dem Überforderten machte es am Dienstag, 30. Juli, nur allzu deutlich.

Die Landkreisstruktur nach der Kreisreform von 2008. Grafik: Freistaat Sachsen
·Politik·Sachsen

Freie Wähler: Großkreise mit 200.000 Einwohnern machen bürgernahes Arbeiten fast unmöglich

Es war nicht das erste Mal, dass die einstige Landrätin und heutige Ministerin Petra Köpping (SPD) die Kreisstrukturreform von 2008 kritisierte. Denn was ihr auch bei ihren Reisen durchs Land als Unverständnis, Gefühl des Abgehängtseins und des Nichtmehrgehörtwerdens begegnete, hat auch mit dieser technokratischen Kreisreform zu tun. Sachsens Freie Wähler fühlen sich durch Petra Köppings mehrfach geäußerte Kritik an der Kreisgebietsreform von 2008 bestätigt.

Besonders Frauen würden durch die Grundrente besser gestellt. Foto: Ralf Julke
·Politik·Sachsen

Martin Dulig wirft der CDU eine beschämende Hinhaltetaktik vor

Eigentlich hat Martin Dulig, Landesvorsitzende der SPD Sachsen und Ostbeauftragter der SPD, nur einen Brief an Angela Merkel geschrieben. Ein Brief, in dem es um das wichtige Thema Grundrente geht. Darin fordert er die Bundesregierung auf, die Grundrente noch vor dem 1. September zu beschließen. Sonst stehe der Fortbestand der Großen Koalition im Bund auf dem Spiel. Und siehe da: Eigentlich attestiert er Merkels Regierung eine gepflegte Aussitzeritis.

In Leipzig steht den 14,9 % für die AfD eine rot-grün-rote Mehrheit von fast 55 % gegenüber. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: AfD zeigt wieder einmal ihr wahres Gesicht

Eigentlich sollte die grässliche Ermordung eines achtjährigen Jungen und die beiden weiteren Mordanschläge auf seine Mutter und eine weitere Frau auf dem Frankfurter Hauptbahnhof Anlass sein zur Trauer, Anteilnahme, zum Innehalten. Denn wieder einmal stehen wir fassungslos davor, zu welch grausamen Verbrechen Menschen fähig sind – auch solche, von denen wir es nicht erwarten.

Kleingeld. Foto: Alexander Böhm
·Politik·Kassensturz

Während Sozialausgaben in den Landkreisen sanken, stiegen sie in Leipzig 2018 weiter an

Einmal im Jahr fragt Susanne Schaper als sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion bei der Landesregierung nach, wie viel Geld die sächsischen Landkreise und Kreisfreien Städte eigentlich für Sozialausgaben hinblättern müssen. Denn je mehr Geld die Kommunen für soziale Zwecke binden müssen, umso weniger steht für alle anderen Ausgaben, etwa für Investitionen und Personal, zur Verfügung.

Nahaufnahme von Rico Gebhardt.
·Politik·Sachsen

Linke-Fraktionschef macht Petra Köpping ein Kooperationsangebot

Man kommt ja so auf Ideen, wenn Politiker/-innen im Wahlkampf auf Gedanken kommen und infrage stellen, was politisch in den vergangenen Jahren entschieden wurde. So auch Petra Köpping, die für die SPD wieder zur Landtagswahl antritt. „Frau Köpping kretschmert, erzählt also jeden Tag irgendwas, von dem sie glaubt, dass es den Leuten gefällt“, unterstellte ihr Rico Gebhardt, Vorsitzender der Linksfraktion im Landtag, postwendend, nachdem sie meinte, die Kreisreform von 2008 sei „Murks“ gewesen.

Fährt hier noch was? Foto: Ralf Julke
·Politik·Sachsen

Wie viel Verantwortung trägt die Sächsische Staatsregierung für die Engpässe im Schienennetz?

Wenn Pressesprecher ausweichen und empört reagieren, darf man meist zu Recht annehmen, dass das Chaos, das da angerichtet wurde – zum Beispiel bei der Städtebahn Sachsen – nicht ganz allein zulasten des Schwarzen Schafes geht, das jetzt belämmert auf der Weide steht. Am Sonntag, 28. Juli, hat der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) sein Kündigungsrecht genutzt und den Vertrag mit der Städtebahn gekündigt, nachdem 72 Stunden lang kein Zug gefahren ist. Und Marco Böhme vermisst Martin Dulig.

Petra Köpping (Sächsische Staatsministerin für Soziales) Foto: Michael Freitag
·Politik·Sachsen

SPD-Papier macht ein paar Vorschläge, um ein paar Fehler der Kreisreform von 2008 zu reparieren

Da ist etwas mächtig schiefgelaufen in Sachsen. Etwas, das vielen Sachsen das Gefühl gibt, dass sie keinen Einfluss mehr auf das haben, was im Freistaat geschieht. Das hat mit Strukturen zu tun, Strukturen von Teilhabe, Selbstverwaltung und der zunehmenden Entfernung von Staat und Politik. Und besonders heftig hat die letzte Kreisreform 2008 zugeschlagen. Jetzt macht sich wenigstens die SPD Gedanken darüber, was man vielleicht wieder reparieren kann.

Steffen Große. Foto: Freie Wähler Sachsen
·Politik·Sachsen

Freie Wähler: Der Landeswahlausschuss braucht mehr Neutralität

Am 25. Juli gab der sächsische Verfassungsgerichtshof dem Einspruch der AfD zur Entscheidung des Wahlausschusses teilweise recht. Die in einer zweiten Wahlveranstaltung gewählten Kandidaten der Landesliste Platz 19 bis 30 dürfen zur Wahl antreten. Aber der Streit machte ja offenkundig, dass auch der sächsische Landeswahlausschuss zum Politikum wird, wenn er nicht unabhängig agiert. Das kritisieren jetzt die Freien Wähler.

Nach dem Treffen mit dem Polizeipräsidenten Torsten Schultze. Vertreter des Aktionsnetzwerkes „leipzig nimmt Platz“ (vlnr.) Jürgen Kasek, Rechtsanwalt, Juliane Nagel, MdL, Marco Böhme, MdL, Irena Rudolph- Kokot, Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“. Foto: LnP
·Politik·Sachsen

Nach dem Polizeieinsatz am 9. Juli in der Hildegard: Leipzig nimmt Platz bei Polizeipräsident Torsten Schultze

Es war angekündigt und am Montag, 29. Juli 2019 kam es zum Treffen zwischen Vertretern von „Leipzig nimmt Platz“ (LnP) und dem am 1. Februar 2019 neu angetretenen Leipziger Polizeipräsidenten. Zwar hat sich Torsten Schultze noch nicht zum Treffen geäußert (mittlerweile ja, d. Red.), doch die am 9. Juli 2019 in der Hildegardstraße abgegebene Visitenkarte war deutlich. Im Rahmen einer Abschiebung war es im Leipziger Osten zu friedlichen Protesten gekommen, welche in der Nacht 1 Uhr eskalierten. Wer dabei über die Strenge schlug, war auch Thema am Montag im Polizeirevier an der Dimitroffstraße.

Ernst Engelberg "Bismarck – Sturm über Europa" Siedler-Verlag, 2017. Foto: Siedler Verlag Cover
·Bildung·Leipzig bildet

Überm Schreibtisch links: Bismarck – Kairos mit „Eisen und Blut“

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelDa wurde es richtig historisch: Auf dem diesjährigen „Kyffhäuser-Treffen“ der „Flügellanten“ innerhalb der AfD verkündete dessen thüringischer Landesvorsitzende die Inanspruchnahme des „großen Preußen“ Otto von Bismarck für die Ehrung „durch die Partei“. Björn Höcke, einmarschiert in einer Art Mixtur aus Beethoven-Pathos und „Volksfreund“-Winkelement, verlieh sie seinem Veranstaltungsorganisator. Zuvor pries er Bismarck als „Kairos der Geschichte“.

Landtagsabgeordnete Claudia Maicher (Bündns 90 / Die Grünen) . Foto: Kristen Stock
·Politik·Leipzig

9. Oktober in Leipzig: Gysi würde durch einen Verzicht Größe zeigen

Zum entbrannten Streit um den geplanten Auftritt Gregor Gysis in der Peterskirche Leipzig meldet sich nun auch die Leipziger Landtagsabgeordnete Dr. Claudia Maicher (Bündnis 90/Die Grünen) zu Wort: „Der geplante Auftritt Gregor Gysis am 9. Oktober in der Peterskirche Leipzig verletzt die Gefühle etlicher Menschen, die im Jahr 1989 für Freiheit und Demokratie auf die Straße gegangen sind. Das ist ein Fakt, um den niemand herumkommt, egal ob für sie oder ihn diese Gefühle nachvollziehbar sind oder nicht. Warum die Philharmonie Leipzig gerade Gysi am 9. Oktober nach Leipzig eingeladen hat, konnte sie aus meiner Sicht bisher nicht deutlich vermitteln.“

Eltern-Kind-Konflikte betreffen nicht nur finanziell schwache Familien. Foto: Ralf Julke
·Politik·Kassensturz

Was mittlere Monatsentgelte über die Pendlerströme der Großstädte verraten

Die Sächsische Arbeitsagentur veröffentliche ja am 23. Juli eine neue Statistik zu den mittleren Arbeitsentgelten und freute sich dabei bärisch, dass der Median auch in Sachsen gestiegen ist. Für gewöhnlich nimmt Paul M. Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) die Zahlen der Bundesagentur und jagt sie noch einmal durch seinen Computer.

Flotter Radfahrer von oben.
·Leben·Gesellschaft

Gibt es eine Kluft zwischen Problembewusstsein und individuellem Verhalten?

Wenn es um den Ausstieg aus der Kohle, den Klimawandel und die Änderung des eigenen Verhaltens geht, um den CO2-Ausstoß zu senken, dann poltert auch unser E-Mail-Fach mit den erzürnten Wortmeldungen von Leuten voll, die uns mit martialischem Ernst erklären, dass es den Klimawandel nicht gäbe, Kohle unersetzbar sei und der Einzelne sowieso nichts machen könne. Die Leute treten so auf, als wären sie die Mehrheit. Sind sie aber nicht.

Anteil der Leipziger mit Migrationshintergrund nach Altersgruppen. Grafik: Stadt Leipzig, Quartalsbericht 1 / 2019
·Politik·Kassensturz

Leipzig wächst auch, weil es Menschen aus vielen Ländern Chancen bietet

Städte sind Orte des Transits, der Möglichkeiten und der Transformation. Darüber hat der Leipziger Sozialforscher Andreas Thiesen 2016 ein ganzes Buch veröffentlicht: „Die transformative Stadt“. Leipzig war ihm dafür ein ideales Forschungsfeld. Und ist es bis heute, wo die Veränderungen immer öfter an Besitzständen scheitern. An der Burgenmentalität von Leuten, denen das Ermöglichen als Strategie ziemlich fremd ist. Lieber richten sie grimmige Kontrollzonen ein.

2001 sah das Leipzigbild eher so aus. Foto: Marko Hofmann
·Politik·Kassensturz

Ein Blick zurück ins Jahr 2001, ziemlich erschreckend

Manche Geschichten brauchen etwas länger, auch wenn es wiederkehrende Geschichten sind wie die zu den Leipzigern mit Migrationshintergrund, die es im Quartalsbericht der Stadt regelmäßig gibt. Und zwar seit der Zeit, als die hausgemachten Konservativen in Leipzig das mal zum Schlagzeilenthema gemacht hatten, weil sie das für ein Problem hielten. Das ist lange her. Wer heute in Leipzig so diskutiert, wirkt wie aus der Zeit gefallen.

Könnte auch der Schleifstein von Hans im Glück gewesen sein ... Foto: Ralf Julke
·Leben·Gesellschaft

Wie die Alten unter der Fahne Heimat gegen den Ungehorsam der Jungen rebellieren

„Die ,urbane Elite‘ besitze keine Idee von Heimat mehr, behaupten Rechte und sprechen vom ,Heimatbedürfnis der einfachen Menschen‘. Das ist ein ahistorisches Konstrukt“, so fasst die „Zeit“ einen Beitrag von Bodo Mrozek zusammen, in dem er sich mit dem AfD-Chef Alexander Gauland und seinen seltsamen Heimatthesen auseinandersetzt. Das kennen ja die Sachsen auch. Hier malträtieren ja gleich zwei Parteien diesen Kuschelbegriff. Der eigentlich nichts enthält als Leere.

Der SC DHfK Leipzig ist Sachsen-Cup-Sieger 2019. Foto: Jan Kaefer
·Sport·Handball

Dresden und Aue besiegt: DHfK-Handballer verteidigen Sachsen-Cup

Die Handballer des SC DHfK Leipzig sind auch beim diesjährigen Sachsen-Cup ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Am Wochenende verteidigte das Team von Trainer André Haber den Titel aus dem Vorjahr mit Siegen gegen die sächsischen Zweitliga-Vertreter HC Elbflorenz (41:37) und EHV Aue (36:21). Die vom Unternehmerverband Sachsen gestiftete Siegprämie von 1.200 Euro kommt nun den Nachwuchsteams der Grün-Weißen zugute.

Die Gemeinwohl-Initiative Leipzig/Halle. Foto: Romy Kupfer
·Wirtschaft·Leipzig

Geburtshelfer der Gemeinwohl-Ökonomie: Wie die „unsichtbare Hand“ sichtbar tätig wird

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelÜber die gesellschaftliche Frage der gerechten Verteilung wird permanent gestritten und gerungen, seit es Staaten gibt – vielleicht sogar noch länger. In unserem real existierenden Kapitalismus gilt allerdings oft unter der Hand: „Alle denken nur an sich – nur ich denke an mich.“ Gemeinwohl spielt eine bestenfalls sekundäre Rolle. Aber spätestens seit dem alten Schotten Adam Smith ist auch die Metapher der „unsichtbaren Hand“ mit im Spiel.

Wenn Lehrer „Ferien“ machen, bereiten sie oft schon wieder das neue Schuljahr vor. © Marko Hofmann
·Bildung·Leipzig bildet

Ruhe, bitte. Nach dem Schuljahr ist vor dem Schuljahr

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelHurra, die Sommerferien sind da. Für manche der einzige Grund, warum sie Lehrer geworden sind. Dabei sind die sechs Wochen in der Mitte des Jahres eigentlich viel kürzer als man denkt. Die letzte Ferienwoche rufen viele Schulen schon wieder ins Gemäuer, weswegen nur noch fünf Wochen bleiben. Genug Zeit, zu arbeiten wie die Feuerwehr.

Waldweg im Auenwald. Foto: Ralf Julke
·Leben·Gesundheit

Borreliose-Erkrankungen erreichten 2018 in Sachsen den neuen Spitzenwert von 2.146

Susanne Schaper, die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion, fragt die Zahlen jedes Jahr ab. Wenn ein brisantes Thema erst einmal die Aufmerksamkeit einzelner Landtagsfraktionen erreicht hat, dann bleiben sie in der Regel dran und wollen wissen, wie sich die Sache entwickelt. In diesem Fall wandern die Träger des Krankheitserregers mit der Erwärmung der Atmosphäre immer weiter nordwärts.

Wurst-Achim in Aktion. Archivfoto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Verbraucher

Gilde der Marktschreier gastiert wieder fünf Tage am Völkerschlachtdenkmal

„SACHSEN gegen den Rest der Welt!!“, macht Achim Borgschulze in echter Marktschreiermanier neugierig auf die nächste Woche. Er darf das. Er organisiert die Touren der Gilde der Marktschreier durch Deutschland. Einmal im Jahr gastieren sie auch in Leipzig, auf der Straße des 18. Oktober am Völkerschlachtdenkmal. Mit „5 Tage Halli- Galli am Völki!!“, wie Achim Borgschulze betont.

Holzeinschlag im Leipziger Auwald. Foto: Gernot Borriss
·Wirtschaft·Verbraucher

Gute Frage: Sollte Umweltverbrauch nicht endlich mit saftigen Steuern belegt werden?

Was ist an der SPD kaputt, hätten sich Michael von Hauff und Fedor Ruhose auch fragen können, als sie jetzt ein neues Arbeitspapier für die Friedrich-Ebert-Stiftung erarbeiteten. Aber irgendwie schaut auch die SPD auf die rechtspopulistischen Klimaleugner wie das Kaninchen auf die Schlange, und so wurde ein Arbeitspapier „Mit Nachhaltigkeit gegen Populismus“ draus.

Sachsen 2015: Kommt hier noch ein Zug vorbei? Foto: Marko Hofmann
·Politik·Sachsen

Der Streit um die Städtebahn in Dresden erzählt vom Scheitern einer falschen Privatisierungspolitik

Am Donnerstag und Freitag, 25. und 26. Juli, meldeten sich ja lauter Unschuldsengel zu Wort, die mit geharnischten Statements forderten, die Städtebahn GmbH solle ihren überraschend eingestellten Fahrbetrieb rund um Dresden sofort wieder aufnehmen. Die private Zuggesellschaft hatte den Verkehr mit Verweis auf die von der DB AG ungepflegten Strecken, die sie befahren muss, eingestellt. Aber die Aktion macht eigentlich mehr sichtbar, was am sächsischen Regionalverkehr nicht stimmt.

Ilona und Peter Traub: Magische Orte in Mitteldeutschland III. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Ilona und Peter Traub erkunden lauter magische Orte abseits der Thüringer Tummelplätze

Die Brüder Grimm und Ludwig Bechstein stehen mit ihren Büchern noch im Quellenverzeichnis und Ilona und Peter Traub haben auch eifrig drin gelesen, um ihre jüngsten Wanderungen durch ein magisches Mitteldeutschland auch mit den nötigen Verweisen auf die lokalen Sagen von Riesen, Nixen und einem steineschmeißenden Teufel anzureichern. Aber die alten Volkssagen brauchen sie gar nicht mehr, um die Magie dieses Fleckchens Erde spürbar zu machen.

Anstieg der Fehltage wegen psychischer Erkrankungen. Grafik: DAK
·Leben·Gesundheit

Wenn die Psyche den täglichen Druck nicht mehr aushält

Die moderne Arbeitswelt macht krank. Zwar verschwinden körperlich schwere Arbeiten immer mehr aus unserem Leben. Dafür wurden immer mehr Jobs prekarisiert, müssen die Beschäftigten zunehmende Unsicherheit aushalten, während ihre Arbeit selbst immer engmaschiger kontrolliert wird und einem enormen Effizienzdruck unterliegt. Deswegen taucht der Öffentliche Dienst mit Fehltagen wegen psychischer Erkrankungen ganz an der Spitze auf. Ja, der „böse Staat“.

Schwere Steine auf dem Grundstück direkt an der Alten Luppe. Foto: privat
·Politik·Brennpunkt

Auch Neuanwohner am Forstweg müssen es jetzt lernen: Gewässerrandstreifen dürfen nicht bebaut werden

Es hatte ein bisschen gedauert. Wir hatten ein paar Fragen zu den Entwicklungen und fachlichen Einschätzungen am Forstweg in Böhlitz-Ehrenberg an die Verwaltung gestellt. Die Kolleginnen in der Kommunikation waren auch fleißig, haben auch alle Antworten eingesammelt. Das dauerte wieder ein Weilchen. Und dann ließen wir das Fragenpaket noch liegen, weil einige Antworten ganz unübersehbar davon erzählen, dass manche Antwortgeber gar nicht wissen wollen, was vor Ort wirklich los ist. Und deswegen auch sichtlich falsche Antworten geben.

Entwicklung des Weltüberlastungstages. Grafik: Global Footprint Network
·Wirtschaft·Verbraucher

Es ist der Wachstumswahn der Konsumgesellschaften, der unseren Planeten zerstört

Da ist er nun wieder wie Kai aus der Kiste: Am 29. Juli wird die Menschheit das Budget der Natur für dieses Jahr aufgebraucht haben. Das ist der Earth Overshoot Day (oder der Erdüberlastungstag). Und dieser Tag liegt so früh im Jahr wie noch nie. 1971 lag der Tag noch Ende Dezember. Da hätte die Menschheit noch in etwa so viel verbraucht, wie der Planet in einem Jahr auch zur Verfügung stellt. Doch dann gingen immer mehr Länder auf „Wachstumskurs“.

Nächtliche Düngung am Schlosspark Lützschena. Foto: NuKLA e.V.
·Politik·Sachsen

Nitrat: Auch in Sachsen und in Leipzig glänzen die Verantwortlichen mit erstaunlicher Tatenlosigkeit

Das war deutlich: Die Europäische Kommission hat gegenüber Deutschland am 25. Juli das Zweitverfahren wegen Verstößen gegen die Nitratrichtlinie eröffnet. Auch die Düngeverordnung von 2017 reicht nach ihrer Auffassung nicht zur Umsetzung des EuGH-Urteils aus. Wie sollte sie auch? Deutsche Landwirtschaftsminister stecken noch tief im alten Massentierhaltungs-Denken. Auch in Sachsen. Und aus der Massentierhaltung stammt nun mal die Gülle, die auch in Sachsen das Grundwasser verseucht.

Einfahrt zum ehemaligen Parkkrankenhaus Dösen. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Ökolöwe kritisiert: 300 wertvolle Bäume sollen für 300 überflüssige Stellplätze beseitigt werden

Sie können es einfach nicht. Deutschlands Bauträger können einfach keine grünen Stadtquartiere bauen. Sie stecken mit ihren Vorstellungen vom Wohnen in den autoberauschten 1970er Jahren fest. Selbst dann, wenn sie ein attraktives grünes Gelände wie das des einstigen Parkkrankenhauses Dösen zum Bebauen bekommen. Das ja deshalb so heißt, weil die Gebäude hier mitten in einem Park stehen – von dem aber die meisten Bäume gefällt werden sollen. Der Ökolöwe ist entsetzt.

Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag
·Leben·Gesellschaft

Die Todesstrafe – oder: Trump bleibt sich treu

Dieser Mosaikbrocken fehlte noch im düsteren Zerrbild, das Donald Trump durch seine Administration vom eigenen Land zeichnet und damit die Vereinigten Staaten als das Land des Rechts, der Demokratie, der Freiheit nachhaltig beschädigt: die faktische Wiedereinführung der Todesstrafe. Das heißt: Sie war nicht abgeschafft, aber seit 15 Jahren auf Bundesebene ausgesetzt.

Rettungswagen in der Karl-Liebknecht-Straße
·Leben·Gesundheit

Jeder vierte Einsatz in Leipzig schafft die Hilfsfrist von 12 Minuten nicht

Wenn Stiftungen wie die Bertelsmann-Stiftung oder konservative Gesundheitspolitiker anfangen, über ein zu opulentes Krankenhaussystem zu reden, dann sollten die Bürger hellhörig werden. Denn dann wird die nächste Runde eingeleitet, die Gesundheitsversorgung noch weiter auszudünnen und die Renditen privater Konzerne zu steigern. Dass schon vorhergehende Privatisierungen und Einsparmaßnahmen erst zu den beobachteten Mangelerscheinungen geführt haben, wird dann meist verschwiegen. Das gilt auch für die Ärzteversorgung in Sachsen.

Spaziergang mit Hund im Clara-Zetkin-Park. Foto: Marko Hofmann
·Politik·Leipzig

Stadtpolizeibehörde soll sich jetzt ganz offiziell um gefährliche Hunde und deren Halter kümmern

Eigentlich waren gefährliche Hunde nicht wirklich Aufgabe des Ordnungsamtes. Aber 2001 änderte die damals noch allein regierende CDU in Sachsen die Liste der den Stadtordnungsdiensten übertragbaren Aufgaben. Dieser Aufgabenkatalog wurde um eine neunte Aufgabe ergänzt: Vollzug der Vorschriften zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden. Aber wurde das damit wirklich schon zur Aufgabe? Die CDU-Fraktion im Stadtrat fragte deshalb im Dezember 2017 extra nach.

Der städtische Raum um das Güterverkehrszentrum. Karte: Stadt Leipzig
·Politik·Brennpunkt

Ortschaftsrat von Lützschena-Stahmeln findet eine weitere Schwerlastverkehrstrasse durch den Ortsteil inakzeptabel

Seit März gibt es wieder einen veritablen Konflikt im Leipziger Nordwesten. Die Stadt will eine neue Straße zum Güterverkehrszentrum bauen. Das ist zwar über Radefelder Allee, Louise-Otto-Peters-Allee und die A 14 gut angebunden. Aber die Stadt will jetzt eine weitere Erschließungsstraße bauen. Und der Ortschaftsrat Lützschena-Stahmeln wehrt sich verzweifelt dagegen, dass diese Straße nun auch noch durch den lärmgeplagten Ortsteil geht.

Einfach mal schnell übers Stadtgebiet ... Foto: Ralf Julke
·Politik·Region

Hat die Sprecherin der Deutschen Flugsicherung den MDR-Zuschauern einen fetten Bären aufgebunden?

Am 4. Juli zeigte der MDR im Umschau-Magazin den Beitrag „Leben mit dem Fluglärm“. Darin kam auch die DFS-Sprecherin Sandra Teleki vor, die flapsig erklärte: „Die 30 Tonnen waren da nie ein Thema. Wir haben uns auch gefragt wie die ins Orbit kamen. Ganz ehrlich, wir wissen es nicht.“ Es ging um die Tonnagebegrenzung für die Kurze Südabkurvung. Die Aussage war eindeutig falsch. Dafür bekam ihr Arbeitgeber, die Deutsche Flugsicherung, jetzt einen Brief von der Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“.

Plantagenholz, gestapelt. Foto: IG BAU
·Politik·Sachsen

Selbst die IG BAU fordert eine andere Waldpolitik in Sachsen

Wieder lädt der sächsische Landwirtschaftsminister am 1. August zu einem „Waldgipfel“ ein. „Die schlechten Nachrichten aus dem Wald reißen nicht ab. Jeden Tag erreichen uns neue Hiobsbotschaften. Deshalb müssen wir dringend handeln“, ließ Minister Thomas Schmidt (CDU) am 24. Juli verkünden. „Bundesweit haben Stürme, Dürre und Borkenkäfer schon jetzt mehr als 100.000 Hektar Wald zerstört.“ Auf die Idee, dass die Arbeit seines Ministeriums Teil des Problems ist, würde der Mann nicht mal im Traum kommen. Selbst die Gewerkschaft der Forstarbeiter ist da weiter.

André Poggenburg bei seiner Rede am 17. Juli auf dem Simsonplatz. Foto: L-IZ.de
·Politik·Sachsen

Schweinefleisch-Demo: André Poggenburg sagt mal wieder ab

„Protestkundgebung vor Kita storniert“ verkündete André Poggenburg am 25. Juli 2019 kurz nach 23 Uhr auf seinem Facebookaccount zur erst vor Stunden für den Ort direkt an der Kita in der Lößniger Straße 10 angemeldeten Demonstration seiner ADPM. Mittlerweile darf man sich wohl die Frage stellen, ob ein Anmelder wie André Poggenburg Demonstrationen als Beschäftigungs- und Vorlaufmaßnahme für den zunehmenden Netzwahlkampf versteht. Denn auch seine Begründung ist eine herbeigeredete Zustimmung zu seinem neuerlichen Auftrittsversuch am Freitag in Leipzig. Und die Netz-Leserschaft der LVZ dient als Kronzeuge, dass die ADPM da wohl 84 Prozent Zustimmung hätte.

Teilerfolg des Beschwerdeführers AfD Sachsen vor dem Verfassungsgericht Leipzig. Foto: L-IZ.de
·Politik·Sachsen

Teilerfolg für die AfD: Verfassungsgerichtshof lässt Listenplätze 19 bis 30 zur Landtagswahl zu

Der Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen hat die Plätze 19 bis 30 der Landesliste der AfD vorläufig zur Landtagswahl am 1. September zugelassen. Das entschied das Gericht am Freitag, den 25. Juli. Umstritten waren vor allem die Fragen, ob sich durch geänderte Wahlverfahren die Chancen der Kandidat/-innen geändert hatten und ob eine einheitliche Mitgliederversammlung nötig war.

Mit toten Schweinen gegen interkulturelle Verständigung - 2016 noch bekannt bei Legida auf dem Richard-Wagner-Platz, nun im Netz-Wahlkampf 2019. Foto: L-IZ.de (Archiv)
·Politik·Sachsen

Schweinefleisch und Deutschtümelei: Demonstrationen am Freitag gegen CDU, ADPM und rechte Hetze

Während die Hitzeglocke über der Stadt morgen leicht nachlassen soll, wird der Wahlkampf härter, skurriler und heißer. Nachdem die BILD eine Entscheidung zweier Leipziger Kitas, kein Schweinefleisch mehr auf dem Speiseplan zu haben, zur Verkaufssteigerung in rechtsnationalistischen Käuferschichten genutzt hatte, gab es auch ordentlich Zunder von der CDU Sachsen. In manchen Kreisen scheint Schweinefleisch so etwas wie ein nationales Bekenntnis geworden, sodass nun auch die ADPM mit André Poggenburg im Reigen nicht fehlen darf. Er möchte morgen 15 Uhr gern direkt an einer Kita demonstrieren, während sich fast ganztägiger Gegenprotest angemeldet hat. Auch gegen die CDU ab 13:30 Uhr.

Ein 8,5 Jahre alter Mbendjele Junge zeigt in die Richtung, in der sich eine bekannte Nahrungsquelle befindet. Foto: Karline Janmaat
·Bildung·Forschung

Schon Kinder lernen, wie die Sonne zum Kompass im Wald wird

Das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig erforscht nicht nur, was so alles in den Knochen unserer Vorfahren steckt. Die Forscher schwärmen auch aus, um die letzten Inseln zu besuchen, wo Menschen noch im Einklang mit der Natur leben. So ganz ohne SUV und GPS. Mitten im Regenwald. Sie beherrschen noch Dinge, die uns europäischen Großstädtern völlig abgehen.

Siegfried Kost. Foto: privat
·Bildung·Leipzig bildet

Freie Schulen sind keine gleichen Schulen: Petition soll die finanzielle Gleichbehandlung freier Schulen erreichen

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im Handel„Was die Verfassung vereint, das darf die Politik nicht spalten“, so heißt es auf der Homepage für die Petition „Freie Schulen – gleiche Schulen“. Die Schulen, die soviel Zulauf wie noch nie haben – fast ein Viertel aller sächsischen Schüler lernen hier – klagen, allerdings noch nicht rechtlich, aber moralisch. Der Freistaat Sachsen würde zu wenig tun, um sie gegenüber den eigenen Schulen gleichzuberechtigen, obwohl er das laut Sächsischer Verfassung tun sollte.

Blick auf Leipzig von oben.
·Wirtschaft·Verbraucher

Postbank rechnet für Leipzig mit weiteren Preissteigerungen für Immobilien

Was passiert eigentlich in einer Stadt, in der der Wohnungsmarkt aus dem Lot gerät, die Stadt keinen Zugriff auf die großen Grundstücke hat und die Gelder für sozialen Wohnungsbau knapp sind? Das Gut Wohnen wird zum Spekulationsobjekt. Obwohl es die Postbank, eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Bank, so nicht nennt. Sie vermeldet lieber: „Leipzig lohnt sich: Die Chancen stehen gut, dass Immobilien in der Messestadt bis zum Jahr 2030 weiter an Wert gewinnen.“

Influencer-Aktion des Beltretter e.V. Mitte Juli in Hamburg. Foto: Beltretter e.V.
·Politik·Engagement

Die Beltretter demonstrieren heute vorm Bundesverwaltungsgericht gegen den Mega-Tunnel unter der Ostsee

Am heutigen Donnerstag, 25. Juli, gibt es die nächste Protestaktion in Leipzig. Diesmal eine gegen das nächste größenwahnsinnige Projekt europäischer Politiker, die selbst dann stur am Versenken von Milliarden Euro festhalten, wenn das Projekt einen wertvollen Lebensraum wie die Ostsee bedroht. Es geht um den geplanten Ostseetunnel unterm Fehmarnbelt. Die Initiative, die gegen das Mega-Projekt kämpft, der Beltretter e. V., protestiert heute vorm Bundesverwaltungsgericht.

Die DHfK-Neuzugänge (v.l.): Viggo Kristjansson, Luca Witzke, Torwart Joel Birlehm, Marko Mamic, Philipp Müller. Foto: Rainer Justen
·Sport·Handball

Die Saisonvorbereitung hat begonnen: André Haber gefällt das

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelLetztlich waren es nur drei Wochen Urlaub, die die Profi-Handballer des SC DHfK zwischen Saisonende und Start der Saisonvorbereitung hatten. Für DHfK-Trainer André Haber war es dennoch „riesig“, wie er beim Media Day des Clubs in der Arena Leipzig an der Seite von Geschäftsführer Karsten Günther erzählte.

Bei der Berichterstattung zur AfD erteilt der Presserat einen "Hinweis" wegen Sorgfaltspflicht an die LVZ. Foto: L-IZ.de
·Bildung·Medien

Herr Tappert und die AfD

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelDer Deutsche Presserat hat der Leipziger Volkszeitung im Juni einen Hinweis wegen Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht erteilt. Anlass war ein Bericht über Fachkräftemangel im Friseurgewerbe.

Die Partien gegen RK 03 Berlin waren diesmal besonders entscheidend. Foto: Jan Kaefer
·Sport·Weitere

Rugby Club Leipzig: „Es war eine sensationelle Saison!“

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelFür die Männer des Rugby Club Leipzig (RCL) ging vor drei Wochen die bisher erfolgreichste Saison überhaupt zu Ende. In der 1. Bundesliga Nord/Ost zogen die Stahmelner auf dem 4. Platz ein, und als Kirsche auf die Sahne holte sich das Team auch noch den Bundesliga Cup. Dieser Pokalsieg ist der erste Titel, der seit 39 Rugby-Jahren wieder nach Leipzig geht. Zuletzt hatte 1980 die BSG Lok Wahren mit dem Double als DDR-Meister und Pokalsieger triumphieren dürfen.

Urlaub an der Ostsee. Ein Gespräch über fehlende Reisefreiheit - damals wie heute. Foto: Silvia
·Bildung·Zeitreise

Wende-Gespräche (1): „Wenn du früher kein Geld hattest, dann hast du auch jetzt keins.“

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelAm 9. November jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal. Allerorten wird es Feierlichkeiten und zeremonielle Erinnerungen an jenen Tag geben, der die deutsche Wiedervereinigung eingeleitet hat. Neben einer neuen Serie zur Geschichte der DDR haben wir parallel Menschen dazu eingeladen, mit uns über ihre persönlichen Wende-Erfahrungen zu sprechen. Den Anfang macht Silvia. Sie ist 59 Jahre alt. Zur Wende lebte sie in einer sächsischen Kleinstadt.

Hier geht's zur Briefwahlstelle. Foto: Ralf Julke
·Politik·Sachsen

Offener Brief an CDU Sachsen, Thüringen, Brandenburg: Klare Haltung gegen ein Regierungsbündnis mit der AfD

Demokratie ist etwas, um das man sich kümmern muss. Das kann man nicht einfach irgendwelchen Parteigranden überlassen, denen Taktik und Sesselchen wichtiger sind als die Arbeit für ein wirklich lebenswertes Land. Und nicht nur außerhalb Sachsens fürchtet so mancher, dass die CDU nach der Landtagswahl im September mit der strammrechten AfD regieren könnte. Eine Leipziger Initiative fordert nun in einem Offenen Brief an die CDU-Landesverbände im Osten, ein Regierungsbündnis mit der AfD von vornherein auszuschließen.

Hochgradig verschmutzt: die Weiße Elster. Foto: Ralf Julke
·Politik·Engagement

Schon im Juli 2018 haben BUND, NABU, Ökolöwe und NUKLA klargemacht, worum es im Gewässerverbund wirklich geht

Als BUND, NABU, Ökolöwe und Pro Leipzig am Montag, 22. Juli, vermeldeten, dass sie den Runden Tisch zum WTNK verlassen, fühlte sich auch Wolfgang Stoiber, der Vorsitzende des NuKLA e. V., animiert, sich mit einem leicht vorwurfsvollen Schreiben an LVZ und MDR zu wenden. Denn dort hatte man seine Kritik an der fehlenden Bereitschaft der Amtsträger im Grünen Ring, tatsächlich das WTNK auf den Prüfstand zu stellen, nicht für voll genommen.

So hat Extinction Rebellion die Kreide wieder von den Denkmälern gewaschen. Screenshot: L-IZ
·Politik·Engagement

Über Nacht war die Sprühkreide mit ein bisschen Wasser von allen Denkmalen entfernt + Video

Da vergriff sich auch Kulturamtsleiterin Susanne Kucharski-Huniat völlig in der Wortwahl, als sie am Dienstag, 23. Juli, der Presse ihren Kommentar schickte: „Die betroffenen Denkmale sind alle von besonderer Bedeutung und touristischer Relevanz. Sich durch Vandalismus zu Umweltfragen zu äußern, dafür können wir kein Verständnis aufbringen.“ Worum ging es? Ein paar Leipziger Denkmalen war über Nacht ein minzgrüner Mundschutz verpasst worden.

Nicht wirklich das Modell einer kompakten Stadt: Wohnpark Schönau. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Verbraucher

Nicht die Bauwirtschaft ist das Problem, sondern der politisch ausgebremste soziale Wohnungsbau

Am 22. Juli veröffentlichte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln seine Studie zum deutschen Wohnungsbau. Bis auf die Kreisebene hinunter berechneten die Autoren der Studie den Bedarf an neuen Wohnungen und rechneten die tatsächlichen Wohnungsfertigstellungen dagegen. Was dann in allen großen Medien solche tollen Überschriften ergab wie beispielsweise in der „Zeit“: „In Städten wird zu wenig gebaut, auf dem Land zu viel“. Auch Sachsen hängt beim Wohnungsbau heillos hinterher.

Medianlöhne nach Bundesländern. Grafik: Arbeitsagentur Sachsen
·Politik·Kassensturz

Löhne in Sachsen stiegen 2018, der Freistaat aber bleibt beim Lohnniveau am Tabellenende

Seit 2010 steigen die Einkommen der Sachsen spürbar an, merken immer mehr Beschäftigte, was es heißt, wenn ein Land prosperiert, die Auftragsbücher der Unternehmen voll sind und der Staat wieder Geld ausgibt, auch für neue Arbeitsplätze. Die Arbeitsagentur Sachsen hat den neuen Entgeltatlas ausgewertet und stellt fest: „In Sachsen lag vergangenes Jahr das mittlere Einkommen von Vollzeitbeschäftigten bei 2.587 Euro/Monat. Das waren 108 Euro mehr als im Jahr 2017.“

Rosa-Luxemburg-Straße - Blick Richtung Friedrich-List-Platz. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Landesdirektion Sachsen genehmigt Planungen der Leipziger Verkehrsbetriebe für die Rosa-Luxemburg-Straße

Im Frühjahr beschäftigte sich der Leipziger Stadtrat mit den Plänen zur Sanierung der Rosa-Luxemburg-Straße. Für 2,88 Millionen Euro soll die Rosa-Luxemburg-Straße im nächsten Jahr auf einer Länge von rund 735 Metern zwischen Hahnekamm und Eisenbahnstraße saniert werden. Dazu kommen noch 5 Millionen Euro, die die LVB für die Erneuerung der Gleise ausgeben wollen. Jetzt gab’s Baurecht für die Straße.

Alfred Weidinger (Hrsg.): Point of no return. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Point of no return: Ein Katalog, der der ostdeutschen Kunst endlich den Platz in der Welt einräumt, der ihr zusteht

Ist das eigentlich noch ein Katalog, was Alfred Weidinger, Paul Kaiser und Christoph Tannert in diesem Buch zusammengetragen haben, um damit die am Montag, 22. Juli, eröffnete Ausstellung im Museum der bildenden Künste „Point of no return“ zu begleiten? Oder ist es eher so etwas wie ein reich bebildertes Hilfsangebot? Nicht nur für Menschen, die sich mit dem „Lesen“ von Kunst schwertun, sondern auch für ein ganzes Kapitel ostdeutscher Geschichte.

Satt werden? Es geht um das Schnitzel, ja die Wurst. Screen Facebook CDU Sachsen
·Leben·Satire

Volkszorn: Einmal Schweineschnitzel und den DDR-Nazi süß-sauer gekocht bitte, Herr Verräter

Wenn die CDU Sachsen und BILD gemeinsame Sache machen, wird’s meist eklig und die braune Brühe kocht über. So auch im Fall der Leipziger Kita, deren Namen man besser nicht mehr nennen sollte. Heute gab's schließlich schon genug Droh-, Hass- und Pöbelanrufe unter einer Leipziger Rufnummer, sicher aus der gesamtdeutschen Faschisten-Community. Bei Muslimenhass und Schweinefleisch ist die ultimative Abendlandrettung mit Gewalt-Tartar angesagt. Gleichzeitig hängen wieder Politiker an Laternen und eine neue Centrumspartei ist aufgetaucht. Beruhigt Euch! Es ist nur Landtagswahlkampf in Sachsen im Zeichen derer, die nie genannt werden dürfen.

Das Geburtshaus Walter Ulbrichts in Leipzig in der heutigen Gottschedstraße 25. © Lucas Böhme
·Bildung·Zeitreise

Die DDR (1): Walter Ulbricht und der große Plan

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelEr scheint noch einmal davongekommen zu sein. Dabei schien sein politisches Schicksal besiegelt. Doch Anfang Juli 1953, keine drei Wochen, nachdem sowjetische Panzer die Diktatur gegen den Aufstand am 17. Juni retteten, wittert SED-Generalsekretär Walter Ulbricht Morgenluft. Sowjetdiktator Stalin war gestorben, die neuen Machthaber in Moskau lassen den ersten Mann in ihrem ostdeutschen Teilstaat nicht fallen – trotz aller Vorwürfe, er sei für die desaströse Situation verantwortlich.

Rico Gebhardt, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Landtag Sachsen. Foto: Michael Freitag
·Politik·Sachsen

Sächsische Linkspartei sieht sich bestätigt in der Forderung nach Aufarbeitung der letzten 30 Jahre

Da staunte nicht nur Rico Gebhardt, Vorsitzender der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, als er ausgerechnet in der F.A.S. das Interview mit der einstigen Treuhand-Chefin Birgit Breuel unter dem Titel „Westdeutsche hätten das nicht durchgehalten“ las. Darin äußert sie Verständnis für das Anliegen, die Geschichte der Treuhand aufzuarbeiten, verweist allerdings darauf, dass die Treuhand „nur ein Baustein des harten Systemwechsels von der Plan- zur Marktwirtschaft“ gewesen sei und vielmehr „die gesamte Transformation“ in den Blick gehöre. Da dürfte so mancher Ostdeutsche gestaunt haben.

Blick in die Ausstellung mit einer Variante von Via Lewandowskys "Berliner Zimmer". Foto: Ralf Julke
·Kultur·Ausstellungen

Leipzigs Bildermuseum zeigt eine große Ausstellung zur ignorierten ostdeutschen Kunst der 1980er Jahre

Am Montag, 18. Juli, wurde im Museum der bildenden Künste die Ausstellung „Point of no return“ eröffnet, das große Wunschprojekt von Museumsdirektor Alfred Weidinger, von dem er schon zu seinem Amtsantritt vor zwei Jahren träumte. Jetzt, kurz vor seinem Weggang nach Linz, kommt die Ausstellung zustande, die mit „Wende und Umbruch“ nur zum Teil zu tun hat. Dafür mit einer riesigen blinden Stelle in der (ost-)deutschen Kunstwahrnehmung. Ein Loch, in dem ganze Schicksale verschwunden sind.

Mit Leihbooten an der Schleuse Connewitz. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Umweltverbände fordern sofortigen Stopp von Plänen zu Markkleeberger Wasserschlange und Elster-Saale-Kanal

Am Montag, 22. Juli, erklärten die Umweltverbände BUND, NABU und Ökolöwe und der Verein Pro Leipzig gemeinsam ihren Rückzug vom Runden Tisch, an dem die Fortschreibung des Wassertouristischen Nutzungskonzepts (WTNK) diskutiert werden sollte. Sie ziehen damit die Konsequenz aus der Haltung der im Grünen Ring aktiven Amtsträger, die an allen Gremien vorbei die Motorisierung des Neuseenlandes vorantreiben.

Das Klimacamp 2018 in Pödelwitz. Foto: Luca Kunze
·Politik·Region

Lippold fordert Kretschmer und Dulig auf, nach Pödelwitz zu kommen und sich der Diskussion zu stellen

Vom 3. bis 12. August findet das nächste Klimacamp im Leipziger Land in Pödelwitz statt. Das letzte haben Sachsens maßgebliche Regierungsvertreter regelrecht weiträumig umfahren, um nur ja nicht zum Thema Kohleausstieg Stellung nehmen zu müssen. Dr. Gerd Lippold, klima- und energiepolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag, sieht eigentlich keinen Grund für Ausreden mehr und fordert Michael Kretschmer auf, sich im August den Teilnehmern des Klimacamps zu stellen.

Das Wahlforum zur Landtagswahl im Juli 2019 in Wurzen. Foto: René Loch
·Politik·Sachsen

Wurzen bleibt sachlich

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelWurzen. Nur ein Wort, nur eine Stadt, die für viele vor allem für eines steht: das braune Sachsen. Bereits seit den 1990er Jahren gilt die Ringelnatzstadt als Hochburg von Neonazis. Auch in den vergangenen Jahren sorgte die Stadt durch Angriffe auf Geflüchtete und antirassistische Akteure für Schlagzeilen. Bei der vergangenen Kommunalwahl gelang einem rechten Kampfsportler mit Verbindungen in Neonazinetzwerke der Einzug in den Stadtrat. Wurzen ist Dunkeldeutschland. Oder?

Porträt Jens-Uwe Jopp.
·Bildung·Leipzig bildet

Abschied und Zukunft: Eine Abitur-Rede für den eigenen Weg ins Leben

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelDass da etwas Besonderes am Leipziger Schiller-Gymnasium im Leipziger Norden geschieht, haben über die Schule hinaus nicht zuletzt durch die „Schiller-Akademie“ Interessierte längst mitbekommen. Ein Lehrer fordert nun seit zwei Jahren gestandene Politiker und Zeitzeugen gemeinsam mit seinen Schülern im Diskurs heraus, lebt vor, was die jungen Menschen so dringend suchen: Verantwortungsübernahme, demokratische Streitkultur und eine gemeinsame Suche nach Antworten auf die Fragen ihrer Generation.

Die Connewitzer Schleuse macht in ihrer Dimensionierung nur Sinn für Motorboote. Foto: Ralf Julke
·Politik·Engagement

Auch NABU, BUND, Ökolöwe und Pro Leipzig verlassen den Runden Tisch zum WTNK

Der NuKLA e. V. war der erste, der im November die Nase voll hatte von der seltsamen Öffentlichkeitsbeteiligung, die der Grüne Ring zur Fortschreibung des Wassertouristischen Nutzungskonzeptes (WTNK) veranstaltete. Er verließ den seltsamen Runden Tisch, an dem – neben den üblichen Vertretern der Ämter und Verwaltungen – die Umweltverbände nur Alibi-Plätze bekommen hatten. Jetzt erklären auch BUND Leipzig, NABU Leipzig, Ökolöwe sowie der Bürgerverein Pro Leipzig ihren Rücktritt vom Runden Tisch.

Leipziger Zeitung Nr. 69: So geht sächsisch 2019, Foto: Ralf Julke
·Bildung·Medien

Frei nach Schiller: Die Gedanken sind nicht frei, wenn Einer nicht den Mut zur Freiheit hat

LEIPZIGER ZEITUNG/Zur Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelManchmal schält sich erst beim Lesen der frisch gedruckten „Leipziger Zeitung“ heraus, wo eigentlich der Schwerpunkt des Monats lag. Oder liegt. Welches Thema wirklich die Stadt oder gleich die ganze Gesellschaft tatsächlich bewegt hat. Nicht nur aufgeregt, so wie die üblichen Themen, über die sich die Zeitgenossen in unsozialen Medien zerfleischen. Das heimliche Mega-Thema in der Juli-Ausgabe ist tatsächlich das Thema Freiheit.

Der sächsische Justizminister Sebastian Gemkow (CDU), hier 2017 als Zeuge am Amtsgericht. © Lucas Böhme
·Leben·Gesellschaft

Freispruch im Fall Gemkow: Lehrstück der Rechtsstaatlichkeit

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im Handel„Funfacts aus Sachsen: Richter, der diese Woche einen einschlägig vorbestraften rechten Hooligan bezüglich Steinwürfen auf Justizministerwohnung freisprach, weil DNA-Spuren als Beweis nicht ausreichen würden, verurteilte 2018 einen linken Steinewerfer wegen DNA-Spuren zu Haftstrafe.“ – so lautete der Eintrag eines Nutzers im Kurznachrichtendienst Twitter am Tag nach dem Urteil.

Israelflaggen auf der Unteilbar-Demonstration. Foto: Alexander Böhm
·Politik·Leipzig

Israel-Fahnen spalten „unteilbar“ + Video

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelEigentlich sollte die „unteilbar“-Demonstration in Leipzig der Auftakt zum „Sommer der Solidarität“ sein – im Kampf gegen Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus. Und für viele der mehr als 3.000 Teilnehmenden war er das auch. Dennoch sorgten einige Vorfälle auf der Demonstration im Nachhinein für Diskussionen. Es geht unter anderem um israelische Nationalfahnen.

Wanderungsaldo Leipzigs mit dem Umland 2018. Grafik: Stadt Leipzig, Quartalsbericht 1 / 2019
·Politik·Kassensturz

Was bedeutet eigentlich Markkleebergs Plus in der Bevölkerungsstatistik?

Markkleeberg ist ja ein ganz lustiges Städtchen. Leipzigerseits kann man es richtig wütend machen, wenn man auch nur andeutet, dass es eigentlich eingemeindet gehört. Dafür erwähnt Markkleeberg die große fette Nachbarstadt möglichst nie in seinen Pressemitteilungen und schafft sich so ein Bild von einem ganz eigenständigen Wachstum. Kleine Boomtown zwischen den Seen. So wie am 17. Juli.

Sammelfahrzeug der Leipziger Stadtreinigung mit Grüner Plakette. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

Leipzigs Stadtreinigung testet als erster städtischer Betrieb den Einbau von Abbiegeassistenten in ihre Lkw

Seit dem betroffen machenden Unfall an der Einmündung der Petersstraße in den Martin-Luther-Ring 2018 wird auch in Leipzig heftig über das Thema Abbiegeassistenten debattiert. Denn Radfahrer/-innen verschwinden an Einmündungen meist im toten Winkel der neben ihnen stehenden Lkw. Und deutschlandweit gibt es immer mehr Meldungen über Radfahrer, die im toten Winkel übersehen und überfahren wurden.

Fassadenbegrünung am Haus der Demokratie. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Leipzigs Verwaltung will mal drei städtische Gebäude zur Fassadenbegrünung prüfen

Seit Leipzig ein Jugendparlament hat, bekommen auch Verwaltung und Ratsfraktionen mit, wie das eigentlich nach außen wirkt, wenn wichtige Entscheidungen immer Jahre dauern vom ersten Antrag bis zum Stadtratsbeschluss und dann – nach weiteren Jahren – erst die Umsetzung. Das wirkt, als würde ein ganzes Leben davonfliegen, bis endlich Dinge getan werden. Jedenfalls aus Sicht der jungen Leute. Stichwort diesmal: die Fassadenbegrünung.

Naomi Klein: Gegen Trump. Foto: Ralf Julke
·Leben·Gesellschaft

Warum eine lieblose Politik sich gegen Menschenfeinde nicht wehren kann

Nicht nur AfD-Wähler stecken in der Angstfalle, schrieb ich hier jüngst. Ja, bestätigte m.k. im Kommentar: „Aber nicht alle sind von dieser Angst getrieben (die man auch noch ganz anders erklären kann, was ganz andere Lösungsansätze zur Folge haben müsste). Viele sind getrieben von einem, man möchte fast sagen heiligen Zorn, darüber, wie dieser global agierende entfesselte Kapitalismus sich in die Politik hineingefressen hat ...“.

Wenn Fördergelder den Bedarf nicht decken ... Foto: Ralf Julke
·Politik·Sachsen

Wie man aus einem Verkehrsminister, der gerade 360 Millionen Euro verteilt hat, einen Bankrotteur macht

Es ist zwar Landtagswahlkampf und Politiker greifen zur großen Keule. Aber das heißt nicht, dass sie tatsächlich so frei sind, Tatsachen immer wieder verdrehen zu können. So lange, bis falsche Behauptungen dabei herauskommen, so wie beim sächsischen FDP-Vorsitzenden Holger Zastrow am Freitag, 19. Juli: „Leerer Fördertopf für kommunalen Straßenbau ist Bankrotterklärung von Verkehrsminister Dulig.“ Die Frage lautet: Warum schießt er auf den schwächeren Gegner?

Etwa 500 Demonstranten rufen am Tag danach: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Nachbarn klaut.“ © Michael Freitag
·Politik·Sachsen

Bei Nacht und Nebel (2): Von Abschiebungen, Drittstaatenregelung und Illegalität + Videos & Bildergalerie

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelAls sich die knapp 500 herbeigelaufenen Anwohner, Studenten, Presse und Aktivisten am 10. Juli 2019 auf der Hildegardstraße gegen 1 Uhr Aug in Aug mit der uniformierten Staatsmacht und deren Gewalt konfrontiert sehen, ist das eigentliche Drama längst geschehen. Leise, schnell und überaus effizient. Der Sohn der Familie A. ist vor Stunden von einer Art Greiftrupp der Polizei in ein Auto bugsiert und weggefahren worden, seine Mutter befindet sich mit einem Nervenzusammenbruch im Krankenhaus.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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