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Kita-Betreuungsrelation nach Bundesländern 2015 und 2017. Grafik: Bertelsmann Stiftung
·Leben·Familie & Kinder

Sachsen hängt in der Kita-Betreuung hoffnungslos hinterher

„Sachsen hat es geschafft“, kommentierte Marion Junge, Sprecherin für Kindertagesbetreuung der Linksfraktion im Landtag, am 28. August den gerade veröffentlichten Ländermonitor „Frühkindliche Bildung“ der Bertelsmann-Stiftung. „Vor 15 Jahren noch an der Spitze der Kindertagesbetreuung in Deutschland, weist der Bildungsmonitor nunmehr dem Freistaat das Schlusslicht unter den 16 Bundesländern hinsichtlich der Qualität in der frühkindlichen Bildung zu.“

Rechtsextreme bei einer Demonstration. Foto: LZ
·Wirtschaft·Metropolregion

Wer Rechtsradikale nicht stoppt, zerstört die Zukunftsfähigkeit des eigenen Landes

Sachsen hat ein Problem. Ein gewaltiges. Das bekommt jetzt auch so langsam Leipzig zu spüren. Denn ein Land, in dem so geballt rechtsextreme Ressentiments toben, ist für Unternehmen kein bevorzugtes Pflaster. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat schon gewarnt, dass die gehäuften Nachrichten über Rechtsextremismus in Sachsen auch wirtschaftliche Folgen haben werden. Leipzigs Freibeuter bringen es am 19. September mit einer Kleinen Anfrage in den Stadtrat.

Zusammengewürfeltes Fake mit Scrabble-Steinen.
·Bildung·Medien

Wie die Fakenews-Debatte das Vertrauen in Medien schleichend zerstört

In der Zusammenfassung bringt es Dr. Robert Grimm, im Sozialforschungsinstitut Ipsos Direktor für Public Affairs, so auf den Punkt: „In den Daten wird eine Resignation vor der Komplexität der Lebenswelten und dem Datenüberfluss in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft ersichtlich, in der es schwerfällt, sich in verschiedene Expertensysteme in Politik und Wirtschaft hineinzudenken.“ Am 6. September hat Ipsos eine Umfrage dazu veröffentlicht, bei der 19.243 Personen in 27 Ländern befragt wurden.

Martina Baur-Schäfer, Ulrike Verwold (Hrsg.): Himmlisch genießen. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Himmlisch genießen: 30 phantasievolle Gerichte zu allerlei biblischen Ereignissen

Die Idee zu diesem ganz speziellen Leib-und-Seele-Kochbuch wurde in Bonn geboren, im Kirchenpavillon Bonn, dem „besonderen Bistro der Evangelischen Kirche im Herzen von Bonn“. Dort hat sich Wirtin Kornelia Kraemer Gedanken darüber gemacht, wie man sich „den biblischen Text sozusagen auf der Zunge zergehen“ lassen kann. Stellen, an denen Speis und Trank erwähnt werden, gibt es jede Menge. Und am Anfang war ja bekanntlich der Apfel. Auch nein: Himmel und Erde.

Ortstermin mit Markus Ulbig in der Eisenbahnstraße: Markus Ulbig, Burkhard Jung, Bernd Merbitz (v.r.n.l.). Foto: René Loch
·Politik·Sachsen

Waffenverbotszonen ersetzen keine fehlenden Polizisten

Da hat Sachsens CDU nun seit Jahren eine Sicherheitspolitik gefahren, die vor allem symbolisch versuchte, das allgegenwärtige Fehlen von Polizisten zu kaschieren. Denn wenn Polizisten fehlen, rutschen auch immer Kriminelle jeglicher Herkunft durchs Raster. Was durchaus ein Grund für das Tötungsverbrechen in Chemnitz sein dürfte. Umso erstaunlicher war am 6. September der verbale Vorstoß des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages, Stephan Meyer. Er forderte gar „einen spürbaren Kurswechsel beim Thema Asylpolitik“.

Die Leipziger Wahlkreise zur Stadtratswahl 2019. Grafik: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
·Politik·Kassensturz

2019 wird ein dickes Wahljahr für Leipzig

Als Leipzigs Statistiker den Statistischen Quartalsbericht Nr. 2 für 2018 vorstellten, vermuteten sie es schon, wussten es aber noch nicht genau. Erst am 29. August bestätigte die sächsische Wahlkommission: „Termin bestätigt: Landtagswahl findet am 1. September 2019 statt.“ 2019 wird für Leipzigs Statistiker, die das alles wieder organisieren müssen, ein Superwahljahr. Und eine Wahl ist sogar noch offen.

Mensch ärger dich. Foto: Ralf Julke
·Politik·Sachsen

Der „Sachsen-Monitor“ 2017 hat gezeigt, was Menschenhass mit falschem Wettbewerbsdenken zu tun hat

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus der Ausgabe 50Was jetzt in der sächsischen Demokratie-Diskussion hochkocht, war alles schon absehbar. Am 28. November hatte die sächsische Regierung ihren neuesten „Sachsen-Monitor“ vorgestellt. Ein Befragungsinstrument, das die SPD in der Regierung durchgesetzt hat. Denn schon 2014 – weit vor „Flüchtlingskrise“ und dem Debakel der sächsischen CDU bei der Bundestagswahl am 24. September – war klar, dass sich hinter dem „So geht sächsisch“-Märchen etwas zusammengebraut hatte, das mit einfachen „Wie toll arbeitet die Landesregierung“-Fragen nicht mehr zu fassen ist.

Petra Köpping (Sächsische Staatsministerin für Soziales) Foto: Michael Freitag
·Bildung·Bücher

Integriert doch erst mal uns: Petra Köppings fulminante Streitschrift für den Osten

Am Dienstag, 4. September, stellte Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, in Dresden ihre „Streitschrift für den Osten“ vor. Seit 2016 beschäftigt sie sich mit der Frage: Warum gärt es im Osten? Warum sind so viele Leute so unzufrieden? Warum sind sie fast 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution bereit, alles wieder preiszugeben und rechtsradikalen Scharfmachern zu folgen? Was ist da falschgelaufen?

Leipziger Umweltzone. Foto: L-IZ.de
·Politik·Leipzig

Wann kommt endlich die Fortschreibung des Leipziger Luftreinhalteplans?

Nicht nur die Linksfraktion verliert die Geduld. Mit einigem Nachdruck hat sie ja gefragt, wo denn nun der seit 2012 im Grunde überfällige Nahverkehrsplan für die Stadt bleibt. Auch die Grünen wundern sich, warum die Verwaltung die fälligen Aktualisierungen nicht vorlegt. Im Frühjahr gab’s zwar einen Entwurf für den neuen Luftreinhalteplan. Aber damit der 2019 in Funktion treten kann, sollte er doch jetzt endlich mal im Stadtrat zur Beschlussfassung auftauchen. Denn Fahrverbote können auch in Leipzig drohen.

Die Nutzung von Lese-Medien 2018. Grafik: Stiftung Lesen
·Bildung·Medien

Junge Menschen lesen digitaler, dafür deutlich weniger Bücher

Die gute Nachricht zum Weltalphabetisierungstag lautet: Noch sind wir eine Lesekultur. Daran hat auch das Aufkommen der „Neuen Medien“ nichts geändert. Denn wer mitreden möchte, der muss lesen können und auch komplexere Texte verstehen. Das ist den meisten Deutschen bewusst, wie eine Umfrage im Auftrag der „Stiftung Lesen“ ergab.

Der Zug nach Chemnitz steht bereit. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

Der Ausbau der Eisenbahnstrecke Chemnitz-Leipzig muss im Bundesverkehrswegeplan endlich zum Vordringlichen Bedarf werden

Verkündet hatte es die Deutsche Bahn schon im Juni, dass sie jetzt in die Planungen zum Ausbau der Eisenbahnstrecke Leipzig–Chemnitz einsteigen wolle. Aber eine Ankündigung ist schön – ein Vertrag ist besser. Am Freitag, 7. September, unterzeichneten der sächsische Verkehrsminister Martin Dulig und Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, in Leipzig eine ergänzende Planungsvereinbarung für den Ausbau und die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Chemnitz–Leipzig.

Von der MIBRAG aufgekauftes Gehöft in Pödelwitz. Foto: Luca Kunze
·Politik·Region

Landtagsmehrheit stimmt Grünen-Antrag zur Rettung von Pödelwitz und Obertitz nicht zu

Am Donnerstag, 6. September, stand der Antrag der Grünen-Fraktion „Tagebauerweiterung jetzt ausschließen – Fortbestand der Dörfer Pödelwitz und Obertitz sichern“ im Sächsischen Landtag zur Abstimmung. Es war eine Gelegenheit, ein Zeichen gegen den Raubbau an der sächsischen Kulturlandschaft zu setzen und zu zeigen, dass Sachsen den Klimawandel ernst nimmt. Aber es zeigte auch, wie Sachsen beim Nichtausstieg aus der Kohle tickt.

Wolfgang Uhlmann: Chemnitzer Unternehmen während der Hochindustrialisierung. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Die rauchende Blütezeit des sächsischen Manchester zwischen 1871 und 1914

Forschungen zur sächsischen Wirtschaftsgeschichte sind nach wie vor eine sehr junge Forschungsdisziplin, auch wenn das Sächsische Wirtschaftsarchiv mit zwölf Bänden mittlerweile eine recht imponierende Reihe von „Beiträgen zur Wirtschaftsgeschichte Sachsens“ vorweisen kann. Dieser zwölfte Band ist eine weitere Fleißarbeit des Historikers Wolfgang Uhlmann. Den ersten Teil zur Chemnitzer Unternehmensgeschichte 1800 bis 1871 hat er schon 2010 vorgelegt.

Die Grünfläche in der Eigenheimstraße in Dölitz. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

In den nächsten Jahren ist ein neuer Spielplatz in Dölitz gar nicht finanzierbar

Das Ringen um die Grünfläche an der Eigenheimstraße in Dölitz fand ja schon im vergangenen Jahr statt. Damals wehrten sich die Anwohner vehement dagegen, die wertvolle Grüninsel für einen Kita-Neubau zu opfern, der im Paket der „Leipzig Kita“ mitbeschlossen werden sollte. Im März preschte nun die CDU-Fraktion vor und beantragte stattdessen den Bau eines neuen Spielplatzes auf der Grünfläche. Aber das Umweltdezernat lehnt das Ansinnen jetzt ab.

Kein Gerücht. Viele müssen noch nach der Verrentung weiterarbeiten. Foto: IG Bau
·Politik·Kassensturz

54.500 Vollzeit-Beschäftigten in Leipzig droht im Alter Hartz IV

Für sich selbst würden sie wahrscheinlich nicht einmal sagen, dass sie arm sind. Denn in der Regel gehören sie nicht zu den wirklich als „armutsgefährdet“ geltenden Leipzigern, die mit Hartz IV oder prekären Mini-Jobs auskommen müssen. Sie arbeiten Vollzeit, bekommen gerade so genug, um einigermaßen auskömmlich zu leben. Aber tatsächlich verdienen 54.500 Leipziger nicht genug, um später eine auskömmliche Rente zu bekommen. Davor warnt die IG BAU.

Femelloch im Waldgebiet Die Nonne. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Leipzigs Stadtrat bekommt jetzt tatsächlich den ersten Forstwirtschaftsplan vorgelegt

Es geschehen Zeichen und Wunder. Seit 2017 ist klar, dass Leipzig seine Forstwirtschaftspläne jedes Jahr dem Stadtrat zum Beschluss vorlegen muss. Das Jahr 2018 geht zwar schon wieder dem Ende entgegen, aber jetzt kommt tatsächlich der „Forstwirtschaftsplan 2018“ zum Beschluss in den Stadtrat. Denn die Kritiker hatten recht: So, wie es bis jetzt gehandhabt wurde, entsprach das weder der gesetzlichen Regelung, noch konnten sich die Stadtratsfraktionen wirklich ein Bild davon machen, was in Leipzigs Wäldern tatsächlich passiert.

Paddler-Paradies Floßgraben. Foto: KV Grüne Leipzig
·Politik·Region

Leipzigs Grüne fordern jetzt ein Moratorium für das Wassertouristische Nutzungskonzept (WTNK)

Die Leipziger Grünen haben die Nase voll. Seit 12 Jahren gibt es das sogenannte Wassertouristische Nutzungskonzept (WTNK), das wie eine Planungsgrundlage für alle Bauvorhaben im Neuseenland genutzt wird, aber nie die notwendigen rechtlichen Prüfungen durchlaufen hat, um eins zu sein. Die Projekte treiben immer bizarrere Blüten. Und jetzt sitzen die Umweltverbände bei einer „Fortschreibung“ wieder in Minderzahl am Katzentisch.

Wahlkreiseinteilung zur Landtagswahl 2019. Karte: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik
·Politik·Sachsen

Leipzig wird auch im nächsten Jahr mit nur sieben Wahlkreisen auskommen müssen

So mancher L-IZ-Leser vermutete ja schon, 2019 müssten sich die Wahlkreiseinteilungen zur Landtagswahl wieder ändern. Die Wahlkreiskommission hat dem Parlament schon 2017 empfohlen, alles beim Alten zu lassen, obwohl die Abweichungen bei den Stimmberechtigten in einigen Wahlkreisen immer heftiger werden. Aber die letzte Wahlkreisreform 2014 hat ja schon gezeigt, wie sehr Wahlkreiszuschnitte ein Politikum sind.

Roger Melis: In einem stillen Land / In a silent country. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Roger Melis‘ neugieriger Blick in ein stilles, längst verschwundenes Land

Als Roger Melis’ Fotoband „In einem stillen Land“ 2007 als Band 3 in der Reihe „Bilder und Zeiten“ bei Lehmstedt erschien, war noch nicht abzusehen, dass dieser Fotoband ein richtiger Bestseller werden würde. Obwohl Roger Melis nun wirklich kein Unbekannter war. Jedenfalls bei all jenen, die seinen genialen Fotoband „Paris zu Fuß“ von 1987 kannten. Aber war die Zeit wirklich schon reif für die wirklich gute Dokumentarfotografie aus der DDR? Tatsächlich war sie überreif.

Ministerpräsident Michael Kretschmer. Foto: Matthias Rietschel
·Politik·Sachsen

Nach den Ausschreitungen in Chemnitz: Kontroverse um Regierungserklärung von Kretschmer + Video

Ein bisschen Lob von der Linkspartei, aber Widerspruch von der Bundeskanzlerin und dem Journalisten-Verband: Die Regierungserklärung des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer zu den Ausschreitungen in Chemnitz hat teilweise ungewöhnliche Reaktionen hervorgerufen. Der CDU-Politiker hatte unter anderem Rechtsextremismus als „größte Gefahr für unsere Demokratie“ bezeichnet, die Hetzjagden durch Neonazis geleugnet und die Medienberichterstattung über die Ereignisse kritisiert.

Foto: Screenshot
·Leben·Fälle & Unfälle

Fotoklau im Internet: Fotograf möchte Leipziger CDU abmahnen

Für das Social-Media-Team der Leipziger CDU steht fest: Die Linken-Abgeordnete Juliane Nagel ist unglaubwürdig im Kampf für die Demokratie. Bekanntlich gehört die Einhaltung von Recht und Gesetz zum Gemeinwesen im demokratischen Rechtsstaat. Erstaunlicherweise nimmt es die Union damit selbst gar nicht so genau. Ein Leipziger Fotograf kündigte an, den Kreisverband wegen des Beitrags abmahnen zu wollen.

Michael Seit 13.12.2017 neuer Ministerpräsident in Sachsen: Michael Kretschmer (CDU) Foto: L-IZ.de (CDU) Foto: L-IZ.de (4.11.2017, Leipzig)
·Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Kretschmer fährt die alte Masche

Er blieb sich treu, der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in seiner Regierungserklärung vom 5. September 2018: Die Polizei und damit er als politisch Verantwortlicher haben in Chemnitz alles richtig gemacht. Was schiefgelaufen ist: dass Rechtsradikale die aufgebrachte Stimmung in Chemnitz missbraucht haben, um im Windschatten der Trauer über den getöteten Daniel H. ihren Hass, ihre Demokratieverachtung, ihren Rassismus auf die Straße zu tragen. Aber einen Mob, eine Hertzjagd, einen Pogrom hat es nach Kretschmer in Chemnitz nicht gegeben.

Des Volkes Aufnahme. Im Gewimmel wird vor und zurückgefilmt. Offenbar ist jeder damit befasst, Lüge und Betrug zu beweisen. Foto: Michael Freitag
·Leben·Gesellschaft

Reise, Reise (3): Eine etwas andere Sicht auf eine Demo-Fahrt nach Chemnitz

Was immer etwas seltsam ist, sind vor allem junge Journalisten-Kollegen von solchen Formaten wie „Buzz-Feed“ oder anderen „Hier-ist-es-geil“-Formaten, die sich mitten in eine Neonazi-Demo oder in einen Polizeieinsatz hineinstellen und dann selbst zum Gegenstand der Berichterstattung werden: Ich hab was abbekommen vom rechten Fußball-Hooligan. Bilder, die Eindruck machen, aber eben auch inmitten einer jagenden Orka-Herde gelingen dürften. Gegen 19:30 Uhr entwickelt sich am 1. September etwas, was man als ein Durcheinander mit Räumpanzer und Wasserwerfer bezeichnen könnte. Die Lage wird jedenfalls schnell unübersichtlich.

Große Baustelle. Foto: Marko Hofmann
·Politik·Sachsen

Noch immer verschwinden in Sachsen täglich 4,3 Hektar wertvolle Kulturlandschaft

Immer mehr wertvolle Ackerflächen verschwinden in Sachsen unter Beton und Asphalt. Mal sind es neue Gewerbegebiete, mal Wohnbau, die Jahr für Jahr hektarweise wertvolles Land verschlingen, oft auch Straßenprojekte. Und das in einem Land mit eher stagnierender Bevölkerung. Mit einem Antrag wollen die Grünen jetzt ereichen, dass diese Zerstörung unersetzlicher Fläche in Sachsen bis 2020 aufhört.

Verlagschefin Dr. Nora Pester. Foto: Charlotte Menin
·Wirtschaft·Firmenwelt

Hentrich & Hentrich hat seinen Verlagssitz von Berlin nach Leipzig verlegt

Wenn Städte zum „shooting star“ werden, freut das vor allem die Investoren und Immobilienkäufer – die Preise steigen, Häuser werden zu Wertsteigerungsanlagen und – die Mieten steigen. Und das sorgt dafür, dass vor allem zuerst die kreativen Mieter unter Druck geraten. Passiert ist das jetzt dem markanten Verlag Hentrich & Hentrich. Zum 1. September 2018 hat der auf jüdische Kultur und Zeitgeschichte spezialisierte Hentrich & Hentrich Verlag seinen Hauptsitz von Berlin nach Leipzig verlagert. Ein paar Fragen, die Verlegerin Dr. Nora Pester gleich mal ausführlich beantwortet hat.

Die gealterten Georg-Schwarz-Brücken. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Stadtbezirksbeirat Altwest beantragt jetzt ganz offiziell eine Bürgerbeteiligung zu den Georg-Schwarz-Brücken

Im März schon hatte sich der Stadtbezirksbeirat Leipzig Altwest darauf geeinigt, die Bürgerbeteiligung zum Riesenbauvorhaben Georg-Schwarz-Brücken zu einer Wichtigen Angelegenheit im Stadtrat zu machen. Stadtbezirksbeiräte können zwar keine eigenen Vorlagen in den Stadtrat bringen. Aber mit dem Instrument „Wichtige Angelegenheit“ können sie die Anliegen der Stadtbezirke auf den Tisch des Stadtrats heben. Und der ist gut beraten, diese Angelegenheiten auch ernst zu nehmen. Die zu den Georg-Schwarz-Brücken ist jetzt publik.

Feld bei Pödelwitz. Foto: L-IZ
·Politik·Region

Das aussichtslose Vorhaben der MIBRAG zur Tagebauerweiterung sollte endlich gestoppt werden

Dieser Tage haben die Grünen im Sächsischen Landtag ja ihren Antrag „Tagebauerweiterung jetzt ausschließen – Fortbestand der Dörfer Pödelwitz und Obertitz sichern“ vorgelegt. Viel zu lange stecken die beiden Dörfer Obertitz und Pödelwitz im Leipziger Südraum schon in der unmöglichen Situation, dass ein Kohlekonzern sie leer räumen möchte, obwohl die Kohle unter ihnen überhaupt nicht mehr gebraucht wird. Gerd Lippold erklärt jetzt den Sinn des Vorstoßes.

Felix Baumann: Erster Weltkrieg. Erlebtes hinter der Front. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Die Aufzeichnungen des Volksschullehrers Felix Baumann über seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg

Es sind Schätze, die manchmal auf dem Dachboden stehen, in Onkels alten Tagebüchern stecken oder in den 15 Bänden, in denen der 1882 geborene Leipziger Volksschullehrer Felix Baumann sein Leben beschreibt. Und viel zu selten kommen sie an die Öffentlichkeit und ergänzen die übliche, generelle Geschichtsschreibung durch das persönlich Erlebte. Denn Geschichte erlebt jeder anders, gerade wenn er mittendrin steckt.

Norman Landgraf (li.) und Martin Hoch sportlich im "Pie Maker". Foto: Screenshot Sportpunkt
·Sport·Weitere

Video „Sportpunkt“: Vorspiel macht jetzt einen Punkt

VideoNeuer Name für das Regionalsportmagazin mit Norman Landgraf und Martin Hoch. Aus "Vorspiel" ist nun "Sportpunkt" geworden - ansonsten bleibt es beim bewährten inhaltlichen Konzept. Neben dem ausführlichen Fußball-Block durch alle Ligen sind diesmal zudem Rugby, American Football, Futsal und Handball ein Thema der Sendung.

Oh alter Männer Herrlichkeit: Paul von Hindenburg, Wilhelm II. und Erich Ludendorff sowie weitere Mitglieder der OHL noch während der Frühjahrsoffensive 1918 auf dem Weg zum Großen Hauptquartier inAvesnes-sur-Helpe. Ab jetzt wird nur noch über die Erfolge gelogen. Foto: Hermann Rex „Der Weltkrieg in seiner rauhen Wirklichkeit. Das Frontkämpferwerk“ von 1926. Gemeinfrei
·Bildung·Zeitreise

Zeitreise 1918: Kriegspresse und Lügen im August

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 58Noch zwei Monate Krieg, aber davon wissen ja die Zeitgenossen nichts. 100 Jahre später können wir uns entspannt nach hinten lehnen und verfolgen, wie sich die Dinge entwickeln. Denn die 1918 in Leipzig lebenden Menschen wissen außerdem nicht, was denn da Mitte August unter den Alliierten besprochen wurde. „Wichtige Beratungen im Ententelager“ titelt das Leipziger Tageblatt am 17. August, um dann auf der Titelseite nur fünf eher inhaltsleere Zeilen dazu abzudrucken.

Ein- und Ausblicke vom ehemaligen Polygraph & vormaligen Krause-Werk in Anger-Crottendorf. Foto: L-IZ.de
·Wirtschaft·Firmenwelt

Polygraph mit neuem Leben? + Bildergalerie

LZ/Auszug aus Ausgabe 58Wenn die Anger-Crottendorfer dieser Tage auf einem ihrer wichtigsten Plätze im Viertel entlang der Theodor Neubauer Straße 60 Richtung Stünzer Park schlendern, geht es gegenüber der ehemaligen Feuerwache im Osten eine ziemliche Weile an einer roten Backsteinmauer entlang. Eine zerbrochene Fensterfront und eine offene Tür. Im Innern gähnende Leere in weitläufigen ehemaligen Maschinenhallen, an der Rückfront herausgebrochenes Mauerwerk. Eine Spurensuche vor Ort.

Immer kürzere Bindungszeiten im sozialen Wohnungsbau. Das derzeit leerstehende LWB-Gebäude in der Gerberstraße. Foto: Michael Freitag
·Wirtschaft·Verbraucher

Wie können Mieten gesenkt werden? (2)

LZ/Auszug aus Ausgabe 58Die Mieten in Leipzig steigen. Darüber wird – endlich – immer mehr diskutiert. Doch oft ist die Debatte noch von Halbwahrheiten und Missverständnissen geprägt. Diese Artikelreihe soll dabei helfen, Wohnungsmarkt und Wohnungspolitik besser zu verstehen und auf gewisse Mythen nicht mehr reinfallen zu müssen.

Die Gedenkstätte für den ermordeten Daniel H. in Chemnitz. Foto: L-IZ.de
·Politik·Engagement

Das Erbe der Friedlichen Revolution gehört ganz bestimmt nicht den Rechtsradikalen

Sie sind wie die Chamäleons. Nichts ist ihnen schräg genug, es sich anzuziehen, als wären sie die Essenz des Volkes. „Wir sind das Volk“ skandieren heute eindeutig rechtsradikale „besorgte“ Bürger. AfD- und PEGIDA-Akteure verkleiden sich als Bürgerrechtler und tun so, als ob sie in der DDR schon gegen die erstarrten Verhältnisse gekämpft hätten. Auch in Chemnitz traten sie so – in brüllender Begleitung bekannter Neonazis – auf. Das steht ihnen nicht zu, stellen jetzt 60 DDR-Bürgerrechtler in einem gemeinsamen Appell fest.

Klaus Hähner-Springmühl: Installation (1983). Foto: MdbK, Klaus Hähner-Springmühl Nachlass
·Kultur·Ausstellungen

Leipzigs Bildermuseum würdigt Klaus Hähner-Springmühl mit einer großen Werkschau

Es ist in der bildenden Kunst eigentlich ganz ähnlich wie bei den Schriftstellern, die einst konträr zur Kulturpolitik der DDR arbeiteten: Man kennt nur einige wenige herausragende Protagonisten, aber die große Breite der Akteure ist einem kaum präsent. Ein wenig ändert das das Leipziger Bildermuseum jetzt: Ab Donnerstag, 6. September, zeigt es Arbeiten des früh verstorbenen Klaus Hähner-Springmühl.

Ist da draußen auch Leben möglich? Foto: Matthias Weidemann
·Politik·Region

Endlich wieder mit den Bürgern über die Zukunft eines Lebens in Sachsen reden

Chemnitz ist jetzt zwar irgendwie mit einem großen „Wir sind mehr“-Konzert vorbeigegangen. Aber das ändert wenig daran, dass die Diskussion schon vorher völlig auf dem falschen Gleis war. Denn Sachsens Problem sind weder die Flüchtlinge noch die fehlenden Abschiebungen, wie Innenminister Roland Wöller meinte betonen zu müssen. Sachsens Problem ist das komplette Fehlen von Visionen. Ein Thema, an das jetzt eine Regionalkonferenz in Zwickau erinnert.

Nicole Wohlfarth im Leipziger Stadtrat. Foto: L-IZ
·Politik·Leipzig

Klagen zu fehlenden Kita-Plätzen haben Leipzig schon über 300.000 Euro gekostet

Die Leipziger SPD-Stadträtin Nicole Wohlfahrt hatte gefragt. Seit Jahren sind Kita-Plätze in Leipzig knapp. Mit seinem Leipzig-Kita-Programm will OBM Burkhard Jung zwar endlich den Rückstand aufholen. Aber trotzdem steigen die Zahlen der Eltern noch, die vergeblich nach einem Platz für ihr Kind suchen. Und das wird teuer für die Stadt, gibt Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning jetzt Auskunft.

In Pödelwitz unterwegs. Foto: Luca Kunze
·Politik·Region

Grüne beantragen, den MIBRAG-Vorstößen zur Verwüstung von Obertitz und Pödelwitz einen Riegel vorzuschieben

Seit 2012 stehen die schwarzen Wolken über Pödelwitz und Obertitz, versucht der tschechische Kohlekonzern MIBRAG mit aller Macht, die Bürger dieser beiden Ortsteile zum Wegzug zu bewegen und die Grundstücke an sich zu bringen, um hier tabula rasa zu machen für weitere unerschlossene Kohlefelder. Kohle, die das Kraftwerk Lippendorf überhaupt nicht braucht. Jetzt beantragen die Grünen, diesem Verlangen des Kohlekonzerns endlich einen Riegel vorzuschieben.

Achim Ilchmann: Das bürgerliche Stadthaus im Rokoko. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Wie ein kleines Erfurter Bürgerhaus den Mathematiker Achim Ilchmann dazu bringt, den Rokoko zu suchen und zu finden

Als Wolfgang Hocquél 1990 das kleine Lexikon „Leipzig. Baumeister und Bauten“ veröffentlichte, brachte er zwar ein kleines Kapitel Barock darin unter – schmal genug. So viele Gebäude aus der Zeit haben sich ja in Leipzig nicht erhalten. Auch das Gohliser Schlösschen ordnete er dem Barock zu, genauer: Spätbarock. Und dann liest man nun Achim Ilchmanns vehementes Plädoyer für den Rokoko und merkt: Leipzig hat eigentlich ein echtes Rokoko-Kleinod. Obwohl es Ilchmann eher um ein Erfurter Kleinod geht.

Endlich! Der SC DHfK hat den ersten Saisonsieg eingefahren. Foto: Jan Kaefer
·Sport·Handball

SC DHfK Leipzig vs. Bietigheim 31:24 – Die wichtigen ersten Punkte geholt

Es war ein deutlicher Sieg, den die DHfK-Handballer am Dienstagabend gegen den Aufsteiger einfuhren. Angedeutet hatte der sich zunächst allerdings nicht. Doch Michael Biegler hatte seine Männer gut vorbereitet: „Bietigheim geht einen sehr klugen Weg, der sie auch in den Spielen gegen Wetzlar und Melsungen lange im Spiel gehalten hat“, so der Trainer. Gleiches schafften die Gäste gegen Leipzig. Bis zur 40.Minute waren sie recht ebenbürtig, hätten sogar zur Halbzeit führen können.

Der Tag, als die Icefighters-Fans im September 2018 zum ersten Mal im neuen Domizil Kohlrabizirkus schnuppern durften. Foto: Michael Freitag
·Sport·Weitere

Eishockey: Icefighters kehren nach sechs Jahren zurück nach Leipzig + Video

LZ/Auszug aus Ausgabe 58Es ist Sommer – und das Zelt wird abgebaut. Ein Vorgang, der in einem herkömmlichen August normalerweise nicht viel Aufsehen erregt. Doch in diesem Fall ist es anders. Denn sechs Jahre lang war „das Zelt“ in Taucha die Heimspielstätte der Icefighters Leipzig (IFL). Am vergangenen Samstag nun verabschiedeten sich Mannschaft und Fans mit einer Party von eben dieser Location.

Eine feste Gruppe am 21. Januar 2015, in der sich auch der spätere Angreifer (mitte) bewegt. Foto: L-IZ.de
·Leben·Fälle & Unfälle

Freispruch nach Angriff auf Journalisten bei Legida – Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

Es war ein gezielter Angriff auf Journalisten – zumindest hatten die anwesenden Medienvertreter es so wahrgenommen, als am 21. Januar 2015 aus einer Legida-Demonstration heraus mehrere dutzend Vermummte auf sie losstürmten. Einer davon war Ricco W., der dabei einen Fotografen getreten haben soll. Doch weil es für den Tritt weder Foto- oder Videomaterial noch Zeugen gibt, sprach das Amtsgericht den 33-Jährigen frei. Die Staatsanwaltschaft ist in Berufung gegangen.

Viele Fragen in Sachen Trainerausbildung. Foto: Jan Kaefer
·Sport·Fußball

Intransparenz bei der Fußball-Trainerausbildung in Sachsen?

LZ/Auszug aus Ausgabe 58Wenn heute die neue Bundesliga-Saison beginnt, wird auch Bundestrainer Joachim Löw seine Analyse zum WM-Scheitern vorlegen. Kritiker warfen ein, dass die Terminwahl bewusst so gewählt ist, damit die Analyse ob des ersten Spiels zwischen Bayern München und der TSG Hoffenheim ein wenig im Themenstapel des Tages nach unten rutscht. Nach dem WM-Aus war zunächst viel über Löw, dann aber vorwiegend über Mesut Özil und dessen Rücktritt diskutiert worden.

André Mannchen - hier bei einer Veranstaltung des Börsenvereins. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Firmenwelt

Krimi-Verleger André Mannchen hat jetzt auch eine richtige Buchhandlung

Vier Jahre lang hatte Schkeuditz, Große Kreisstadt am Nordwestrand Leipzigs, keine Buchhandlung. Eine Große Kreisstadt ohne Buchhandlung? Ein Unding. Aber leider Zeichen der Zeit, in der sich Politiker lieber um das Wohlergehen großer Konzerne kümmern als um das Leben in der eigenen Stadt. Aber einer traut sich ab heute wieder: André Mannchen hat eine neue Buchhandlung am Markt eröffnet.

Noch ist durch Subventionen mit Kohle Kohle zu machen. Teilweise wird sächsische Kohle nach Polen exportiert. Foto: Michael Freitag
·Politik·Sachsen

Andrea Nahles bekommt für ihr „Spiegel“-Interview Kontra direkt aus der Sachsen-SPD

Andrea Nahles, Bundesvorsitzende der SPD, hat ein Problem. Eigentlich hat sie viele Probleme. Aber ein besonderes Problem hat sie mit den Grünen. Die werden ihr zu aufmüpfig. Also nutzte sie ein „Spiegel“-Interview, um mal das zu machen, was in der heutigen Talkshow-Politik augenscheinlich üblich ist: Sie grätschte und wählte dann eine Begründung, die bei ihren Genossen in Sachsen ganz schlecht ankam. Das war quasi ein Foul an den eigenen Leuten.

Baustelle der Schule am Opferweg. Foto: Ralf Julke
·Kultur·Ausstellungen

In der Gnadenkirche Wahren sind ab Freitag „BodenSchätze“ aus sieben Jahrtausenden zu sehen

Dass sich die Bauarbeiten an der Schule am Opferweg um ein Jahr verzögerten, hat auch damit zu tun, dass den sächsischen Archäologen hier nach Abriss einiger älterer Gebäude die Gelegenheit gegeben werden musste, den historischen Untergrund zu untersuchen. Immerhin wusste man vorher schon, dass man hier einen der ältesten Siedlungsplätze in Leipzig hat. Deswegen heißt ja der Opferweg auch so: Er führte einst zu einer alten slawischen Opferstätte. Aber mit der Ausstellung in der Gnadenkirche geht es jetzt noch tiefer in die Geschichte.

Burkhard Jung und Franziska Riekewald (Linke) am 28. Februar 2018 im Stadtrat Leipzig. Foto: L-IZ.de
·Politik·Leipzig

Der Leipziger Nahverkehrsplan wurde sechs Jahre lang immer wieder ausgebremst und verschoben

Vielleicht ist es ja wirklich so, dass das, was lange währt, auch gut wird. Aber die Linksfraktion im Stadtrat hat keine Geduld mehr. Viel zu oft wurde der neue Nahverkehrsplan der Stadt vertagt und verschoben. Der aktuell noch irgendwie gültige stammt aus dem Jahr 2007, hätte also 2012 (nach 5 Jahren) zwingend fortgeschrieben werden müssen. Und es ist nicht passiert. Jetzt bekommt Leipzigs OBM also eine Dienstaufsichtsbeschwerde verpasst.

Zsuzsa Bánk: Weihnachtshaus. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Zsuzsa Bánks Erzählung „Weihnachtshaus“ und der Traum von einem anderen Weihnachten

Es gibt zwar derzeit nur einen Ort, wo es schon weihnachtet, das sind die Supermärkte im Land. Nichts zeigt, wie irre unsere Konsumwelt geworden ist, seit clevere Marketingstrategen die großen Feste entkernt und mit billigem Fresskram aufgefüllt haben. Aber – und das ist die gute Botschaft – es gibt noch Menschen im Land, die sich diesem Gespenstertreiben entziehen, so gut sie können. Die auch von ganz anderen Weihnachten träumen.

Die Reise beginnt mit fehlenden Zügen und wird kurz darauf zum Wortgefecht. Foto: Michael Freitag
·Leben·Gesellschaft

Reise, Reise (2): Eine etwas andere Sicht auf eine Demo-Fahrt nach Chemnitz

Es sind eigentlich immer zwei Reisen, wenn man auf eine Demonstration solchen Ausmaßes und dieser Vorgeschichte wie in Chemnitz fährt. Eine äußere, die schnell berichtet wird: Wer und wie viele sind wo, was geschieht gerade, gibt es außergewöhnliche Vorgänge über ein normales Demonstrationsgeschehen hinaus? Dies fließt teils in rasendem Tempo in die Öffentlichkeit, wird da via social media reflektiert, weitervermittelt. Und kann, sofern es nahezu in Echtzeit wie am Samstag, 1. September, in Chemnitz wieder geschieht, zum Teil des Demonstrationsgeschehens werden. Und es gibt die Gedanken, die sich bei bestimmten Situationen einschleichen, Fragen und Eindrücke hinterlassen. Persönliche Begegnungen, die nur scheinbar keine Rolle spielen.

Am Sonntag, den 27. August, wurden die Polizeibeamten in Chemnitz im Stich gelassen. Foto vom 01.09.: L-IZ.de
·Politik·Sachsen

Nach rechten Ausschreitungen: Innenausschuss beschäftigte sich mit Vorfällen in Chemnitz

Der sächsische Innenausschuss hat sich am Montag in einer Sondersitzung mit den rechten Ausschreitungen in Chemnitz befasst. Am Sonntag, 27. August, hatten rund 6.000 großteils Rechtsextreme im Nachgang der Tötung eines 35-jährigen Deutschen für gewaltsame Auseinandersetzungen gesorgt. Die Polizei war trotz Warnungen des Landesamts für Verfassungsschutz (LfV) mit zu wenigen Beamten im Einsatz und konnte die Krawalle nicht unterbinden.

Philipp Bludovsky ist Vorstand Junioren und Soziales beim FC Blau-Weiß Leipzig sowie Teammanager der U19-Mannschaft. Foto: FC Blau-Weiß
·Sport·Fußball

Philipp Bludovsky (FC Blau-Weiß): Die zwei Sportarten Fußball

LZ/Auszug aus Ausgabe 58Am 27. September entscheidet das Exekutivkomitee der UEFA, wo die Fußball-EM 2024 stattfindet. Fällt die Entscheidung auf Deutschland, so dürfen sich die fußballbegeisterten Messestädter auf einige Länderspiele freuen. Die Fußballstadt Leipzig hat eine tolle Sportinfrastruktur und die Mitgliederzahlen in den Fußballvereinen steigen, natürlich dank Platzhirsch RB Leipzig. So begrüßt jedenfalls OB Burkhard Jung das Votum des DFB. Also alles in Butter?

Live und in Farbe: Norman Landgraf (li.) und Martin Hoch. Foto: Screenshot Heimspiel TV
·Sport·Weitere

Video „Vorspiel“: Ein (Vor-)Spiel dauert 75 Minuten

Das sportlichste Vorspiel der Woche brachten die Moderatoren Norman Landgraf und Martin Hoch am letzten Freitag 75 Minuten lang live auf die Bildschirme. Zu Gast im Studio waren Spielervermittler Pat Naumann sowie Matthias Macht und Weltmeister-Trainer Frank Embacher, beide von der Schwimm-Startgemeinschaft Leipzig (SSG).

Fossilienfund SK 46: Paranthropus robustus aus Südafrika (entdeckt: 1936, geschätztes Alter: 1,9-1,5 Mio. Jahre) und Rekonstruktion eines oberen Backenzahns. Foto: Kornelius Kupczik, Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie
·Bildung·Forschung

Warum zwei menschliche Vettern wohl keine energiereichere Nahrung zerkauen konnten

Ob die beiden Burschen, die jetzt zum Untersuchungsobjekt der Leipziger Anthropologen wurden, tatsächlich zu den Vorfahren der heutigen Menschen gehören, ist umstritten. Aber irgendwie in den Stammbaum gehören sie – vielleicht als frühe evolutionäre Seitenlinie. Sie lebten vor 3 beziehungsweise 1,5 Millionen Jahren. Und vor allem sind die Forscher von ihren Beißerchen fasziniert.

Tausende Sachsen nutzten 2018 die Chance, mit Rente mit 63 in Ruhestand zu gehen. Foto: Ralf Julke
·Politik·Sachsen

Der Freistaat Sachsen sollte jetzt anfangen, faire Angebote zu bevorzugen

Wir leben ja sichtlich in einer ver-rückten Welt. Die Dinge haben nicht den Preis, der tatsächlich die Kosten der Herstellung beinhaltet. Wertvolle Ressourcen, die durch nichts ersetzt werden können, werden billig verschleudert – überflüssige Produkte, die „Prestige“ vermitteln, werden vielfach überteuert verkauft. Aber wenigstens der Staat sollte doch beim Einkauf auch die „Neben“-Kosten berücksichtigen, finden die Grünen.

Flott abgekürzt über die Kurze Südabkurvung. Foto: Ralf Julke
·Politik·Region

Die Kurze Südabkurvung wird in der nächsten Stadtratssitzung wieder Thema

Vielleicht wird Leipzigs OBM daraus insistieren, dass der Flughafen Leipzig/Halle nun leider nicht auf Leipziger Stadtgebiet liegt und ihm die Hände gebunden sind. Vielleicht wird er auch wiederholen, was er vor seiner zweiten Wahl zum OBM immer wieder betont hat: Mit ihm werde es keine Maßnahme geben, die die Arbeitsplätze am Flughafen gefährde. Vielleicht auch nicht. Zwei Einwohneranfragen beschäftigen sich nämlich auch mit seiner Verantwortung.

Stühle im Klassenraum.
·Bildung·Leipzig bildet

Weil die CDU sich gegen die Gemeinschaftsschule sperrt, wird es jetzt einen Volksantrag geben

Am Mittwoch, 29. August, wurden in Dresden die Pläne zur Einführung einer Gemeinschaftsschule in Sachsen vorgestellt. Ein breites Bündnis steht hinter diesem Anliegen. Und 66 Prozent der Sachsen wünschen sich genau so eine Schule, bei den Jüngeren sind es sogar über 70 Prozent. Nur eine Partei mauert. Und das, obwohl auch ihre Anhänger die Gemeinschaftsschule mehrheitlich wollen.

Eine Straßenbahn voller Quengelknöpfe ... Foto: Ralf Julke
·Leben·Gesellschaft

Wie der Quengelmodus in der Straßenbahn genauso funktioniert wie in der Filterblase

Manchmal sind es solche Momente wie in der Leipziger Straßenbahn, die einem – ein wenig schrill – deutlich machen, was da gerade passiert in unserer Gesellschaft. Jeder kennt das, wenn Mütter sichtlich nicht in der Lage sind, „Nein“ zu sagen, die Knirpse aber unbedingt auf diesen tollen Knopf drücken wollen, mit dem die Türen aufgehen. Sie reichen zwar nicht ran, aber sie wissen, wie sie Mutti so lange nerven können, bis Mutti entnervt beidreht.

Joachim Ringelnatz: Wassertropfen & Seifenblase. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

„Wassertropfen & Seifenblase“ laden dazu ein, sich am Ringelnatz-Gedichtfilm-Wettbewerb zu beteiligen

Dichterdenkmäler kann man in Leipzig lange suchen – wenn man einmal von den durchgereisten Herren Goethe und Schiller und dem etwas abgeschiedenen Gellert absieht. Edwin Borman hat keins bekommen, Lene Voigt auch nicht und auch nicht der freche Hans Bötticher, der sich seit 1919, nach seinem Abschied von Krieg und Marine, nur noch Joachim Ringelnatz nannte. Für die Lyrikgesellschaft Anlass genug, dem Frechdachs ein ganzes Jahr, einen Wettbewerb und eine Lyrikauswahl zu widmen.

Im Vordergrund sind die Teilnehmenden der rechten Kundgebung zu sehen; im Hintergrund ist der Gegenprotest. Foto: René Loch
·Leben·Gesellschaft

Rechte Kundgebung: „Trump-Putin-Ralley“ startet in Leipzig mit knapp 20 Teilnehmenden

Legida ist mittlerweile seit fast einem Jahr aus der Öffentlichkeit verschwunden, doch die von dort bekannten Akteure versuchen auch weiterhin ihr Glück. Am Sonntagvormittag fand auf dem Simsonplatz der angebliche Auftakt zu einer „Trump-Putin-Ralley“ statt. Allerdings zeigten weniger als 20 Personen Sympathie für das Vorhaben. Etwa 100 Menschen protestierten gegen die rechte Kundgebung.

Aktion "Bäume statt Bauschutt" am 17.Juni. Foto: Detlev Ducksch, BI Rückmarsdorf
·Politik·Brennpunkt

Kiesabbaubetrieb will die Raumordnungsziele vor Rückmarsdorf gern aufheben lassen

Wenn Unternehmen das, was demokratisch gewählte Gremien beschlossen haben, nicht passt, versuchen sie es gern irgendwie auszuhebeln. So wie in Rückmarsdorf, wo die Bewohner nun seit zwei Jahren immer wieder auf die Barrikaden gehen, weil direkt vor ihrer Nase ein Kiestagebau entstehen soll. Und das, obwohl selbst der Regionalplan Westsachsen genau das ausschließt. Aber was wären Gesetze, wenn nicht kleine Schlupflöcher eingebaut wären?

Geldsäckel und Münze.
·Politik·Kassensturz

Fast 50.000 sächsische Rentner müssen jobben, um auf ein erträgliches Alterseinkommen zu kommen

Vielleicht glaubte Bundesfinanzminister Olaf Scholz tatsächlich, dass er einen tollen Plan vorgelegt habe, als er seinen Vorschlag vorlegte, das Rentenniveau bis 2030 stabil zu halten. Selbst ins Büro der L-IZ kamen die Leute und fragten, ob sie hier einmal aus lauter Verzweiflung herzlich lachen dürften. 48 stabile Prozent vom aktuellen Einkommen? Da können sich die meisten sächsischen Arbeitnehmer schon mal bei der Armenfürsorge anstellen. Kann die deutsche Regierung nicht mehr rechnen?

Dr. Martin Freiberg auf dem Liebespfad im Botanischen Garten. Foto: Swen Reichhold/ Universität Leipzig
·Kultur·Lebensart

Im Botanischen Garten gibt es jetzt einen Liebespfad

Auf eine ganz verwegene Idee sind nun die Mitarbeiter des Botanischen Gartens der Universität Leipzig gekommen: Sie haben einen Liebespfad angelegt. Natürlich aus lauter Pflanzen bestehend, die entweder wirklich eine Rolle spielen bei den sexuellen Gefühlen der Menschen, und solchen, denen Menschen seit Jahrhunderten solche liebesfördernden Eigenschaften angedichtet haben – manchmal auch nach dem Motto: Liebe geht durch den Magen. Am Freitag, 31. August, wurde der Pfad eröffnet.

Lars-Broder Keil, Sven Felix Kellerhoff: Lob der Revolution. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Lob der Revolution: Wie die Deutschen trotz aller Angriffe ihre erste Demokratie aus der Taufe hoben

Warum die beiden Journalisten Lars-Broder Keil und Sven Kellerhoff ihr Buch „Lob der Revolution“ genannt haben, das erklären sie im Nachwort. Und sie haben recht. Aber vorher geht es auf 240 dichtgepackten Seiten auf einer furiosen Reise durch diesen Herbst 1918 und das halbe Jahr 1919. Der Bogen spannt sich also deutlich weiter als in Lothar Machtans „Kaisersturz“. Denn am 9. November 1918 war noch gar nicht alles zu Ende. Im Gegenteil: Da fing es erst so richtig an.

·Politik·Sachsen

Reise, Reise: Ein Tag in Chemnitz (1) + Videos & Bildergalerien

Chemnitzer, die sich missverstanden fühlen, Björn Höcke, der vonseiten der AfD noch ein wenig Kapital aus dem gewaltsamen Tod eines 35 Jahre jungen Mannes schlagen möchte, rechte Umtriebe in der Erzgebirgsstadt eine Woche in den Medien des Landes. Und eine Polizei Sachsen, welche nach dem Versagen am Montag dieser Woche zum großen Showdown rüsten zu wollen scheint, ein Bundesligaspiel absagt und um Unterstützung von Bundes- und Landespolizeien bat. Dies alles und noch einiges Seltsames mehr sind die Vorzeichen des heutigen 1. September 2018 für eine Reise nach und durch Chemnitz im angeblichen Ausnahmezustand.

Digitale Karte zur Haushaltslage der Kommunen. Karte: Freistaat Sachsen, Geoportal
·Politik·Kassensturz

Selbst die digitale Karte des Freistaats zeigt dutzende Kommunen in roter Haushaltsknappheit

Seit einigen Jahren nervt der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, Enrico Stange, die Staatsregierung mit Anfragen zu den beschlossenen oder eben nicht beschlossenen Haushalten der Kreise und Gemeinden. Und jedes Mal wird die Liste der Kommunen, die ihren Haushalt nicht mehr zum Beschluss kriegen, länger. Da überrascht es schon, wenn man merkt: Die Staatsregierung weiß das eigentlich schon lange.

Künftig auch digitale Schulbücher in Leipzig? Foto: L-IZ
·Bildung·Leipzig bildet

Schuldezernat möchte Anschaffung digitaler Schulbücher für Leipzigs Kinder bis 2019 prüfen

Die Sorge, dass die sächsischen Kinder im Unterricht zurückbleiben könnten, treibt nicht nur die PISA-begeisterte Staatsregierung und diverse interessierte Wirtschaftsverbände um. Auch die Leipziger Grünen machen sich Sorgen, dass die Schüler bei der digitalen Entwicklung nicht mithalten könnten. Die Grünen-Fraktion beantragte deshalb im Mai digitale Lehrbücher für die Leipziger Schulen. Ein Prüfergebnis hätten sie gern schon im Herbst gehabt. Aber vor 2019 wird das nichts, teilt die Verwaltung mit.

Leipzig mit Blick nach Norden. Archivfoto: Ralf Julke
·Bildung·Forschung

Institut für Länderkunde will ein neues Entwicklungskonzept für den Wachstumsraum Leipzig/Halle schaffen

Man darf schon verblüfft sein, wenn jetzt unter Federführung des Leibniz-Instituts für Länderkunde in den kommenden fünf Jahren ein integriertes Wohnflächenkonzept für das Umland von Leipzig und Halle geschaffen werden soll. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert das Verbundvorhaben „Interko2 – Integriertes Wohnflächenkonzept in großstädtischen Wachstumsräumen“ im Rahmen der Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“ mit 1,3 Millionen Euro.

Krankenpflegeschule des St. Elisabeth. Foto: St. Elisabeth Krankenhaus
·Wirtschaft·Metropolregion

St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig übernimmt alle Absolventen und BARMER will Krankenhäuser zu Behandlungsmindestmengen verdonnern

Es reift gerade ein Problem heran – und es hat, wie so oft, mit der Verachtung für menschliche Arbeit tun. Im Leipziger Stadtkrankenhaus St. Georg droht deshalb gerade ein Streik des nichtärztlichen Personals. Die BARMER orakelt davon, das eh schon überlastete Personal an Schwerpunkten zu konzentrieren. Und das St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig zeigt, dass man Pflegekräfte nicht mit noch mehr Effizienzdruck gewinnt, sondern mit Achtung vor ihrer Einsatzbereitschaft.

Die Connewitzer Schleuse macht in ihrer Dimensionierung nur Sinn für Motorboote. Foto: Ralf Julke
·Politik·Engagement

Die Beteiligung der Bürger und Naturschutzverbände zum WTNK ist eine Farce

Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts reiften erste Pläne zu einer ökonomischen Nutzung der zukünftigen Tagebaurestlöcher. Hintergrund war die Stilllegung der Tagebaue rund um Leipzig nach der Wende. Verantwortlich für die Sanierungsarbeiten war (und ist) die LMBV GmbH, ein Tochterunternehmen der BRD und „Schwester“ der damaligen Treuhandanstalt. Es sollten jedoch nicht nur die Tagebaurestlöcher saniert, sondern auch Arbeitsplätze geschaffen werden.

Läuft doch im Osten, oder? Irgendetwas ist da schiefgegangen trotz schöner Fassaden. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Wenn Bratwurstduft herüberweht: Zukunft braucht Herkunft

Ein heißer Herbst steht bevor. Nach dem extrem sonnendurchfluteten Sommer fühlte man die Fragen nach der Zukunft. Unseres Planeten, unserer Gesellschaft, unseres Daseins. Unsere Zeit zeigt eine eigenartige Ambivalenz: Noch genießen wir die konformen Annehmlichkeiten, die Angebote der nicht mehr so sozialen Marktwirtschaft und der schwächelnden Demokratie. Zum anderen werden wir fast täglich erschreckte Zeugen von kollektiven und individuellen Verhaltensweisen, die Stellungnahmen und persönlichen Einsatz von uns fordern, uns immer mehr an bevorstehenden Umbruch gesamtgesellschaftlicher Verhältnisse – bestenfalls „Transformation“ genannt - denken lassen.

Wem gehört eigentlich dieses Wappen? Foto: Ralf Julke
·Politik·Engagement

Höchste Zeit, dass demokratisch gesinnte Sachsen sich gegen die Umtriebe der Rechtsextremen zu Wort melden

Es hat einen langen Vorlauf, was da in dieser Woche in Chemnitz passiert ist. Einen sehr langen. Viel zu lange wurde das Lied vom schönen Sachsen gesungen und gleichzeitig ignoriert, wie rechtsextreme Netzwerke im Land Stimmung machten. Am Samstag, 1. September, ruft nun die sächsische Zivilgesellschaft zum anderen Protest in Chemnitz auf. Und ein „Aufruf für Sachsen – Ein Bündnis für Demokratie, Solidarität und Toleranz“ soll die Sachsen endlich aufrütteln.

Auch im Hause von Justizminister Sebastian Gemkow scheint einiges im Argen zu liegen. Foto: Eric Münch
·Leben·Fälle & Unfälle

JVA-Beamter gesteht Haftbefehl-Leak: „Ich möchte, dass die Öffentlichkeit die Fakten kennt“

Die Veröffentlichung des Haftbefehls gegen einen der Männer, die in der Nacht zu Sonntag am Rande des Chemnitzer Stadtfests den Deutsch-Kubaner Daniel H. (35) getötet haben sollen, schlug hohe Wellen. Das Dokument war zuerst auf Social-Media-Kanälen der Wählervereinigung „Pro Chemnitz“ erschienen. Am Donnerstag gestand der Dresdner Justizvollzugsbeamte Daniel Z. (39), den Haftbefehl fotografiert und weitergegeben zu haben.

Schleuse Connewitz. Foto: Ralf Julke
·Politik·Engagement

Ein Weiterso mit dem WTNK darf es im Leipziger Auenwald nicht geben

So geht das nicht weiter: Jahr um Jahr kritisieren die Umweltverbände der Leipziger Region fundiert und mit großem Sachverstand, was im Leipziger Neuseenland und im Leipziger Gewässerknoten unter dem Label „Wassertourismus“ geplant, gebaut und in den Schlamm gesetzt wird – aber die Akteure, die diese zahlreichen Eingriffe auch in den Naturschutz zu verantworten haben, reagieren nicht mal. Und der neueste „Beteiligungsprozess“ lässt die Naturschutzverbände jetzt öffentlich protestieren.

Ausschnitt mit den Radwegen um Leipzig. Karte: Freistaat Sachsen
·Wirtschaft·Mobilität

Sachsen hat eine neue digitale Radwegekarte ins Internet gestellt

Er wird zwar oft genug kritisiert dafür, dass es so langsam geht und das Geld für Radwege so zähflüssig verbaut wird – aber tatsächlich versucht Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) die Sache mit dem Radfahren in Sachsen tatsächlich zu forcieren. Wenn auch in kleinen, oft mühsamen Schritten. Jetzt hat er eine neue Digital-Karte zum sächsischen Radwegenetz vorgestellt. Auch das ist noch eine Baustelle.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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