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Viel Platz an der inneren Jahnallee, wenn keine Autos mehr geparkt werden dürfen. Foto: Michael Freitag
·Politik·Brennpunkt

Greenpeace Leipzig richtet am Donnerstag wieder temporäre Radwege zwischen Leibnizstraße und Waldplatz ein

Die Innere Jahnallee stellt einen Unfallschwerpunkt für Fahrradfahrer dar. Deshalb nahm die Stadt Leipzig im März einige Veränderungen vor. Die Parkplätze wurden entfernt und dafür wurde eine weitere Autospur angelegt. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 30 km/h reduziert worden. Mit der zweiten Autospur wird also noch mehr Platz für Autos geschaffen. Aber diese Maßnahmen entschärfen die Situation nicht, kritisiert jetzt Greenpeace Leipzig.

Ökolöwe unterwegs beim Unterschriftensammeln für das 365-Euro-Ticket. Foto: Ökolöwe
·Politik·Engagement

Bis zur Ratsversammlung am 15. Mai will der Ökolöwe 10.000 Unterschriften für das 365-Euro-Jahresticket sammeln

In der Ratsversammlung am 15. Mai wird auch der Prüfantrag zur Debatte stehen, den nun Linksfraktion und SPD-Fraktion gemeinsam formuliert haben: Die Verwaltung soll prüfen, wann Leipzig in der Lage wäre, das 365-Euro-Jahresticket im ÖPNV einzuführen. Und auch der vom Ökolöwen gestartete Appell zur Einführung des 365-Euro-Jahrestickets für Bus und Bahn in Leipzig erfährt ungebrochen großen Zuspruch.

Nicht nur die älteren Leipziger haben so ihre Probleme mit den Fußweglösungen. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Bertram Weisshaar, FUSS e.V.: Leipzig braucht die Verkehrswende, da geht noch mehr!

WahlumfrageLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 66Keine 20 Tage mehr und die Leipzigerinnen gehen wählen. Also die, die es wichtig finden, neben der Europawahl auch ihre kommunale Politik im Auge zu behalten. Denn dann werden die 70 neuen Stadträte und Stadträtinnen ermittelt, die in den kommenden fünf Jahren die Geschicke Leipzigs mitbestimmen sollen. Apropos gehen: tatsächlich erreichen die meisten Wähler ihre meist in Schulen angesiedelten Wahlbüros zu Fuß. Bertram Weisshaar vom FUSS e.V. hat genau dazu Vorschläge, worauf sich das kommende Kommunalparlament beim Thema Verkehr konzentrieren sollte.

Baulücke in der Georg-Schumann-Straße. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Leipzig hat 4.600 unbebaute Flurstücke, die sofort bebaut werden könnten

Leipzig wächst. Es könnte wachsen. Wäre da nicht das Problem der fehlenden freien Wohnungen und des viel zu langsamen Wohnungsbaus. Dabei sieht man doch aller Nase lang noch unbebaute Brachen, mal als Parkplatz genutzt, mal als Stadtgarten, mal als leeres Loch im Bebauten. Sollte da denn nun nicht überall schon gebaut werden, Lückenbebauung, wie es die Stadt eigentlich will? Die Freibeuter wollten es jetzt mal genauer wissen.

Victoria Coeln bei der Eröffnung im Museum der bildenden Künste Leipzig. Foto: LTM / PUNCTUM Alexander Schmidt
·Kultur·Ausstellungen

Lichtstudio im Museum der bildenden Künste Leipzig gibt einen Vorgeschmack auf das Lichtfest-Projekt von Victoria Coeln

Das Leipziger Lichtfest wird tatsächlich wieder mehr zum Licht-Fest. Zumindest zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution im Herbst 2019, wenn das Lichtfest auch wieder den Ring in Anspruch nehmen darf und namhafte Licht-Künstler zeigen, was man mit Licht alles machen kann. Als vorgelagertes Projekt des Lichtfestes 2019 lädt das neue Lichtstudio im Museum der bildenden Künste Leipzig vom 3. Mai bis 31. Juli 2019 ein.

Visualisierung des neuen Ambulanzgebäudes. Foto: Klinikum St. Georg
·Leben·Gesundheit

Stadtkrankenhaus St. Georg kann jetzt 12,6 Millionen Euro in neue Ambulanz investieren

Das Klinikum St. Georg wird in den kommenden Jahren eine umfassende bauliche Veränderung erfahren. Für die zukünftige Entwicklung des Klinikums wurde ein städtebaulicher Masterplan entwickelt, der als erste wichtige Baumaßnahme ein neues Ambulanzgebäude beinhaltet. 12,6 Millionen Euro investiert der Städtische Eigenbetrieb in den Neubau, als Grundlage für die weiteren baulichen Veränderungen inklusive des neuen internistischen Zentralbaus.

Die Teilnehmer der Planungswerkstatt der DEGES zur B 87n. Foto: Zebralog
·Politik·Region

Der Online-Dialog zu zwei Trassenvarianten bei Taucha beginnt am 8. Mai

Ab Mittwoch, 8. Mai, geht es los, dann können auf der Online-Plattform www.b87-im-dialog.de zwei mögliche Trassenvarianten für die B 87n bei Taucha diskutiert werden, lädt die DEGES auf die Mitmach-Plattform ein. Interessenten haben bis zum 29. Mai die Möglichkeit, sich auf der Website über die Vor- und Nachteile der beiden Varianten zu informieren und ihre eigene Meinung abzugeben.

Lesen schafft die Grundlage für komplexes Denken. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Leipzig bildet

Stiftung Lesen plädiert aus gutem Grund für eine deutlich bessere Lese-Vermittlung in unseren Schulen

Wenn Konzerne anfangen, unsere Bildungspolitik zu machen, dann läuft etwas falsch in Deutschland. Und es läuft schon lange etwas falsch. Mit Milliardeneinsatz werden immer neue elektronische Geräte in die Schulen gedrückt, stets mit der Behauptung, Deutschland verlöre sonst den Anschluss an andere Länder. Tatsächlich verliert Deutschland den Anschluss. Aber aus einem völlig anderen Grund, wie die Stiftung Lesen zu Recht betont.

Vor den neugepflanzten Bäumen (v.r.n.l.): Dr. Ingo Seidemann, Geschäftsführer S&G Development GmbH, Felsenkeller-Eigentümer Stefan Marschall und Henning Schubert, Projektentwicklung Retail S&G Development GmbH. Foto: W&R Immocom
·Politik·Brennpunkt

Auf dem Felsenkeller-Gelände wurden jetzt sieben Japanische Schnurbäume gepflanzt

2018 sorgte es noch einmal für richtig Zunder, als die Grünen das neu gestaltete Felsenkeller-Gelände besichtigten und merkten: Der neue REWE-Supermarkt war da, aber von den eigentlich zugesagten Bäumen auf dem zum größten Teil zu Parkplatz gewordenem Gelände war nichts zu sehen. Aber wirklich weggelassen habe man sie nicht, meldet jetzt die S&G Development GmbH, die das Felsenkeller-Gelände entwickelt hat..

Joggen und Müll sammeln im Lene-Voigt-Park. © BUND Leipzig/Jan Zombik
·Politik·Leipzig

BUND Leipzig: „Der Stadtrat muss mehr Transparenz in der Verwaltung schaffen“

WahlumfrageLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 66Der Stadtelternrat und die Ökolöwen waren schon dran, nun folgt der BUND Leipzig. Im Vorfeld der Stadtratswahl am 26. Mai 2019 läuft der Wahlkampf der Parteien, unzählige Podiumsdebatten und Plakate sollen für eine hohe Beteiligung und möglichst viele Stimmen sorgen. Doch was treibt die Bürger um, die sich auch während der fünf Jahre laufenden Legislaturen mit der Politik in Leipzig befassen? Die Umweltschützer vom BUND fordern mehr Bürgerbeteiligung und haben ein echtes Verwaltungsproblem im Auge.

Tagung des Stadtelternrates. © Michael Freitag
·Politik·Leipzig

StadtElternRat Leipzig: Schulsozialarbeit stärken, Sanierungsbedarf abbauen

WahlumfrageLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 66Was erwarten die Aktiven der Stadt Leipzig und wie lief die Zusammenarbeit bislang mit dem scheidenden Stadtrat? Diese Fragen und natürlich, welche Bereiche der neue Stadtrat nach der Wahl am 26. Mai zuerst anpacken muss, hat die Redaktion der LZ versucht herauszufinden. Und hat die vielen beratenden und begleitenden Vereine, Initiativen und Interessensvertretungen unserer Stadt gefragt. Eine wichtige Begleitfunktion für die Räte hat in Sachen Schulen in Leipzig auch der Stadtelternrat. Hie die Vorstellungen und Wünsche des Vertretungsgremiums für alle Eltern mit Kindern.

Schon 2021 soll das neue Schulgebäude stehen. Foto: Ralf Julke
·Politik·Sachsen

Statt 2.000 bekommt Leipzig in den Jahren 2018/2019 doch nur 253 neue Sozialwohnungen

Natürlich hat das Kevin-Kühnert-Interview in der „Zeit“ auch die Frage in den Blickpunkt gerückt: Wie hat es erst so weit kommen können, dass die deutschen Großstädte derart unter Wohnraumknappheit und galoppierenden Mieten leiden? In einem Kommentar hat der Makroökonom Marcel Fratzscher ja darauf aufmerksam gemacht, dass Länder und Kommunen jahrelang nicht nur keinen Sozialwohnungsbau betrieben haben, sondern ihre Wohnungsbestände auch billig verscherbelt haben.

Gestrandet: Herrenlose Fahrräder als Ausschlachtobjekte am Connewitzer Kreuz. Foto: Ralf Julke
·Leben·Fälle & Unfälle

Leipzig liegt vor allem beim Diebstahl von Fahrrädern und Motorrädern vorn

Manche Zeitungen sind ja schnell mit Vokabeln zur Hand wie „Diebstahlshochburg“ oder „Hauptstadt der Wohnungseinbrüche“, auf Leipzig in den letzten Jahren gern angewandt. Innerhalb Sachsens sticht die Messestadt tatsächlich bei etlichen Straftaten zahlenmäßig hervor. Aber einen Vergleich innerhalb der sächsischen Kreise musste Enrico Stange, der innenpolitische Sprecher der Linken im Landtag, jetzt trotzdem erst abfragen.

Pro Chemnitz und AfD gemeinsam am 1. September 2018 in Chemnitz. Foto: L-IZ.de
·Politik·Sachsen

Chemnitz sorgte 2018 für einen neuen Höchststand bei registrierten Straftaten gegen Journalisten

2018 fragte der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag, Enrico Stange, zum ersten Mal gebündelt nach den registrierten Straftaten gegen Journalisten in Sachsen. Das Thema hatte zuvor – nach mehrfachen Übergriffen etwa in Zusammenhang mit Legida- und Pegida-Demonstrationen – zu heftigen Kontroversen geführt. Erst spät bemühte sich die Staatsregierung darum, überhaupt erst einmal die Fälle zu sammeln. Entsprechend karg war die Auskunft von Innenminister Dr. Roland Wöller.

Angesammelte Münzen.
·Leben·Gesellschaft

Warum eine dysfunktionale Marktwirtschaft mit Gerechtigkeit nichts zu tun hat

Das dürfte den Kollegen von der „Zeit“ dann doch etwas sauer aufgestoßen sein. Nicht dass jetzt die halbe Republik über die vermeintlichen Enteignungs-Forderungen von Juso-Chef Kevin Kühnert diskutiert. Das war ja sogar beabsichtigt mit dem Interview. Aber dass die Konkurrenz auch noch das Interview kritisieren würde – und zwar sehr berechtigt – das dürfte eine kleine Überraschung gewesen sein. Und das auch noch aus der eigentlich doch konservativen F.A.Z.

Heike Mohr: Bezaubernde Dahlien. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Bezaubernde Dahlien: Das Beginnerbüchlein für alle, die die Dahlie auch zum Essen gern haben

Da dachte unsereiner die ganze Zeit, Dahlien seien so rustikale Pflanzen, dass sie schon seit Urzeiten zu einem richtigen Bauerngarten gehört haben müssen, denn ein Bauerngarten ohne Dahlien ist ja kein richtiger Bauerngarten, oder? Und dann klärt uns Gartenexpertin Heike Mohr hier fröhlich darüber auf, dass die Dahlie genauso wie Kartoffel und Tomate ein Neuankömmling aus Amerika ist.

Franz Anton in einem früheren Wettkampf. Foto: Rebekka Anton
·Sport·Weitere

Kanu-Slalom: Zwei Leipziger gehören zum WM-Kader

Bei der Fortsetzung der WM-Qualifikation der Kanu-Slalom-Nationalmannschaft am Augsburger Eiskanal hat Franz Anton mit einem Sieg am Samstag den Sprung in den WM-Kader geschafft. Seinen sechsten Platz am Sonntag konnte der Leipziger streichen und lag somit punktgleich mit Sideris Tasiadis aus Augsburg. Allerdings spricht die bessere Platzierung ohne Berücksichtigung des gestrichenen Rennens für den Schwaben. Als zweite Athletin des Leipziger Kanuclubs (LKC) hat sich Andrea Herzog ein WM-Ticket gesichert.

Ein Leben in der urbanen Großstadt heißt Verkehr, Umweltschutz und Ausgleich von Interessen. Die Ökolöwen mit ihren hausazfgaben für den neuen Stadtrat. Foto Michael Freitag
·Politik·Leipzig

Die Vision der Ökolöwen für Leipzigs grüne Zukunft: Klima- und Umweltschutz ganz oben auf die politische Agenda

WahlumfrageLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 66Die bevorstehenden Stadtratswahlen am 26. Mai entscheiden, wohin es für Leipzig in Zukunft geht. Die aktuellen Debatten zeigen: Klimawandel und Nachhaltigkeit sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Und vielen ist klar: Die Politik ist massiv in Verzug und muss dringend handeln. Der neue Stadtrat hat die große Aufgabe, Klima- und Umweltschutz in Leipzig endlich ganz oben auf die politische Agenda zu setzen. Die Ökolöwen haben auf Bitten der LEIPZIGER ZEITUNG einige Themen aus ihrer Sicht für das Hausaufgabenheft des neuen Stadtrates gesammelt.

Der Wahlkampf um das hohe Haus läuft noch bis 26. Mai 2019. Neues Rathaus, Foto: L-IZ.de
·Politik·Leipzig

Frag doch mal …: Die LZ-Umfrage zur Stadtratswahl 2019

WahlumfrageLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 66Es sind noch wenige Tage bis zur Leipziger Stadtratswahl am 26. Mai. Voraussichtlich mehr als 450.000 Leipziger Wähler dürfen dann darüber entscheiden, welche 70 Personen in den kommenden fünf Jahren die wichtigsten Entscheidungen auf lokaler Ebene treffen sollen. Derzeit legen die zehn zur Wahl stehenden Parteien dar, für welche Inhalte sie stehen und warum man sie wählen sollte. In dieser Umfrage jedoch wird die Perspektive gewechselt. Gefragt haben wir dafür Leipziger Vereine und Organisationen, was der neue Stadtrat ab dem 26. Mai aus ihrer Perspektive in Leipzig lösen oder verändern sollte.

Gefällte Bäume im Leipziger Auenwald. Foto: Ralf Julke
·Politik·Engagement

Peter Wohlleben unterstützt den NuKLA e. V. bei der Werbung um Spenden für den Marathon vor Gericht

Ursprünglich geplant war die Lesung „Abenteuer am Fluss“, dem Buch, in dem Prof. Dr. Bernd Gerken von seinen Reisen entlang den Flüssen in aller Welt berichtet, im Café Oink am Karl-Heine-Kanal, leicht erreichbar auch für Fußgänger. Doch nun findet sie am Samstag, 11. Mai, um 15 Uhr im Domhaus an der Domholzschänke (Domholz 1, 04435 Schkeuditz) statt. Da ist man mit dem Fahrrad gut beraten hinzufahren.

Verwaltungssitz Neues Rathaus. Foto: Ralf Julke
·Politik·Engagement

Im Herbst soll das Leipziger Beteiligungs-Forum seine Arbeit aufnehmen

Gut Ding will Weile haben. Schon 2017 hatten nicht nur Bürger und Vereine so ein mulmiges Gefühl, dass die Bürgerbeteiligung in der Stadtpolitik nicht so richtig klappt, dass irgendetwas rumpelt und knirscht und viele Beteiligte am Ende das Gefühl haben, dass sie auch hätten zu Hause bleiben können, es wäre genau dasselbe dabei herausgekommen. Damals taten sich die Fraktionen von SPD, Linken und Grünen zusammen und beantragten, Bürgerbeteiligung in Leipzig endlich zu institutionalisieren.

Eingang zum Ratskeller Schönefeld. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Gutachten sollen klären, ob es für die Ratskeller in Wahren und Schönefeld überhaupt Hoffnung gibt

2016 gab es so einen Hoffnungsschimmer, es könnte sich etwas tun bei den beiden traditionellen Ratskellern in den einstigen Rathäusern von Schönefeld und Wahren. Aber nach dem Hoffnungszeichen aus dem Rathaus kehrte wieder Stille ein. Nichts geschah. Die Ratskeller liegen im Dornröschenschlaf. Einst lebten sie davon, dass hier das Zentrum einer richtigen Gemeinde war.

Reinhard Mäurer: Aachen an einem Tag. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Aachen an einem Tag: Eine Reise an den Mittelpunkt von Karls großem Reich

Mama Jane war gar nicht glücklich, als sie Aachen vor zwei Jahren besuchte: „Aachen is city of clouds, rain and gray colours.“ Dabei hat sich Hafizh Zuhdi richtig Mühe gegeben, die Stadt in seinem Filmclip wie eine Bühne darzustellen. Eine Bühne für Kleines und Großes. Für den Lehmstedt Verlag hat jetzt Reinhard Mäurer die Stadt erkundet, die einmal der Mittelpunkt Europas war. Natürlich bei Sonnenschein.

Dr. Ulrike Leistner möchte mit ihren Forschungen Leistungsempfängern helfen, die Bescheide und Anschreiben von den Ämtern besser zu verstehen. Foto: Johannes Ernst
·Bildung·Forschung

Interview – Post vom Jobcenter: Zwischen Schwerverständlichkeit und Verständnislosigkeit

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 66Jobcenter haben eine Monopolstellung in Deutschland. Und wer sich ihren Anweisungen nicht fügt, muss mit Sanktionen rechnen. Aber ein Drittel aller Bescheide sind falsch – Fehler vom Amt. Zahlreiche Beratungsstellen müssen Leistungsbeziehern bei der „Übersetzung“ der amtlichen Schreiben helfen. Dr. Ulrike Leistner promovierte zu diesem Themenkomplex und kam zu dem Schluss, dass die Jobcenter ihre Sprache vereinfachen und Mitarbeiter besser zu erreichen sein müssen.

Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag
·Leben·Gesellschaft

Erneuerung sieht anders aus: Zum ZEIT-Interview mit Kevin Kühnert

Ein Interview mit dem Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT (Nr. 19 vom 2. Mai 2019, Seite 8) sorgt für Furore. Weniger, weil das Interview auf hohem Niveau geführt wird oder programmatisch besonders inhaltsreich ist. Es sind die Reizworte, die fallen und auf die sich eine mediale und politische Meute gierig stürzt: Sozialismus, Kollektivierung, Eigentumsbeschränkung – eben Kapitalismuskritik pur.

Tom Rodig, Ihr Ministerpräsident in spe. © Privat
·Leben·Satire

Rodig reflektiert: „Inhalte überwinden“ – Ein Plan, der gewissermaßen nach hinten losging

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 66Sakrament! Es ist Ostern und Ihr treu ergebener Ministerpräsident und zukünftiger Stadtrat räsoniert über das Abendland. Die Religionen trachten wie immer nach der Deutungshoheit – Christentum, katholisch, evangelisch oder sektös, ebenso der Islam, Alnatura und andere goldene Kälber werden rumgezeigt und stetig im diskursiven Schlachthof durch die Gebetsmühlen gedreht. Dabei entgeht der geneigten Zuschauerin ein zentraler Punkt: Es gibt nur einen Gott.

Skizze des Baufeldes.
·Politik·Brennpunkt

Baudezernat plädiert für die LESG als Projektentwickler in der Kiebitzmark

Der Antrag der SPD-Fraktion stammt noch vom Ende letzten Jahres. Da beantragte sie: „Im Haushalt werden notwendige Finanzmittel bereitgestellt, um eine Projektgesellschaft zur Entwicklung und Erweiterung des Wohngebietes Paunsdorf einzurichten. Hierfür werden 2019 250.000 Euro und 2020 500.000 Euro in den Ergebnishaushalt eingestellt.“ Zur anstehenden Ratsversammlung am 15. Mai antwortete jetzt das Dezernat Stadtentwicklung und Bau: Aber wir haben doch schon eine!

Tanken wurde spürbar teurer. Foto: Matthias Weidemann
·Wirtschaft·Verbraucher

Was ist dran an der Meldung von der teuren Energie?

Am Freitag, 3. Mai, schockte der „Spiegel“ mal wieder seine Leser, als er online titelte: „Preistreiber Energie. Inflation in der Eurozone steigt deutlich“. Sachsen liegt ja nun mittendrin im Europa, da müsste das ja auch irgendwie sichtbar werden. Am 30. April erst hatte das Statistische Landesamt die neuen Zahlen zu den sächsischen Verbraucherpreisen veröffentlicht.

So sehen die Recycling2go-Kaffeebecher aus. Foto: BUND Regionalgruppe Leipzig
·Politik·Leipzig

Leipzigs Umweltdezernat setzt lieber auf das Verbot von Einweggeschirr vielleicht im Jahr 2021

2018 startete der BUND Leipzig sein Projekt Recycling2go, mit dem die Flut der Einweg-Kaffeebecher endlich gestoppt werden soll und stattdessen bei Bäckern und Kioskbetreibern mehrfach verwendbare Kaffeebecher aus Recycling-Material zum Einsatz kommen. Ein Projekt, das erst einmal richtig Arbeit macht, bevor es etabliert ist. Die Grünen beantragten dafür im Dezember eine städtische Förderung. Und waren vom Alternativvorschlag der Verwaltung jetzt, ein halbes Jahr später, etwas enttäuscht.

Plakatmotiv: [soundcheck philosophie] #5. Grafik: Expedition Philosophie e.V.
·Kultur·Lebensart

Am Nerv der Demokratie: Drei Tage Philosophie-Performance-Festival in Lindenau

Die Nerven der Demokratie liegen blank: Der lange Zeit scheinbar fraglose gesellschaftliche Konsens in Sachen Demokratie ist erschüttert. Heftige Debatten um unterschiedliche Demokratieverständnisse, um die Formen und den Wert demokratischer Teilhabe sowie auch um die Rolle, die unser Verständnis von Öffentlichkeit betrifft, sind entbrannt. Mit genau dieser gesellschaftlichen Situation beschäftigt sich das Philosophie-Performance-Festival [soundcheck philosophie] #5: „Am Nerv der Demokratie“.

August Bebel als Büste. Foto: Gernot Borriss
·Leben·Gesellschaft

Warum wir zu viele TINAs haben und viel zu wenige Auguste

Da hat sich der Kevin mal was getraut, hat das schreckliche S-Wort in den Mund genommen. Und die „Zeit“ hat das Interview mit dem Juso-Chef Kevin Kühnert am 1. Mai auch noch veröffentlicht. Ganz bestimmt damit rechnend, dass ein Geschrei anheben würde bei all den Leuten, die es sich so gemütlich gemacht haben in Angelas „alternativlos“. Wer was anderes denkt, gehört ja irgendwie ins Irrenhaus.

(vlnr.) Michael Weickert (CDU), Franziska Riekewald (Linke), Christopher Zenker (SPD), Christian Kriegel (AfD),Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten) und Sven Morlok (FDP). Foto: L-IZ.de
·Politik·Leipzig

Video – Kommunalwahl: Die Mephisto-Debatte vom 2. Mai 2019 im Zeitgeschichtlichen Forum

VideoBislang plätschert er irgendwie ein wenig, dieser aktuelle Stadtratswahlkampf. Verstehbar vielleicht, weil längst Prognosen zur sächsischen Landtagswahl am 1. September 2019 und erste Scharmützel dazu die Öffentlichkeit bestimmen. Dennoch kommt es einer echten Unterschätzung der kommunalen Ebene gleich, den Entscheid am 26. Mai 2019 gerade in der größten Stadt Sachsens auf meist inhaltsarme Plakate zu beschränken. Vielen gilt Leipzig als die „rote Hochburg“ und noch haben Linke, Grüne und SPD im Stadtrat eine Mehrheit von 40 Sitzen bei 70 Abgeordneten. Das würden CDU, FDP und AfD gern ändern. Letztere mit der Hoffnung auf deutlich mehr Sitze. Am 2. Mai trafen Vertreter der Parteien beim Mephisto-Forum aufeinander.

Das Leben als Radfahrer ist eh nicht leicht. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

Grüne kritisiert: Beim Radverkehr hätte der Verkehrsminister viel früher Gas geben können

Am Donnerstag, 2. Mai, zog Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) so eine Art Bilanz für die Förderung des Radverkehrs in seiner Amtszeit. „Wir bauen die Fahrradinfrastruktur aus, um die Sicherheit und Attraktivität des Radfahrens zu erhöhen“, sagte er. Und erntete geballte Unzufriedenheit von Katja Meier, der verkehrspolitischen Sprecherin der Grünen-Fraktion im Sächsischen Landtag. Ihr geht das viel zu langsam voran.

Das GuD-Kraftwerk der Stadtwerke Leipzig.
·Politik·Leipzig

OBM erwartet durch das zweite Gaskraftwerk keine höhere Schadstoffbelastung in Leipzig, eher eine sinkende

Höchst besorgt war der Stadtrat der Linken Reiner Engelmann im April, als er noch einmal über die Pläne der Stadtwerke Leipzig nachdachte, bis 2023 ein neues eigenes Gaskraftwerk zu bauen, um die Fernwärmelieferungen aus dem Kohlekraftwerk Lippendorf abzulösen. Der Oberbürgermeister teilt seine Sorgen durchaus, erklärt nun in der Antwort für Engelmann freilich auch, dass man sich im LVV-Konzern tatsächlich Gedanken macht.

Die 2013 eröffnete Erich-Kästner-Schule. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Nicht alle Leipziger Schulbauprojekte sprengen das geplante Budget

Seit geraumer Zeit hat man sich daran gewöhnt, dass Leipzigs Verwaltung zu fast jedem größeren Bauprojekt nachträglich Mittel genehmigen muss, weil die Baukosten mit den vom Stadtrat beschlossenen Summen nicht umzusetzen sind. Die Baupreise jagen den Leipziger Entscheidungsprozessen davon. Logisch, dass die CDU-Fraktion im Februar einfach mal wissen wollte, wie sich die Baukosten bei Kindertagesstätten und Schulen tatsächlich entwickelt haben.

Die Sommerfelder Straße in Mölkau am Wochenende. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Was der Leipziger Südosten braucht, ist ein wirklich durchdachtes ÖPNV-Konzept

Unter der Woche, zum Berufsverkehr, wälzen sich zehntausende Pkw und Lkw durch Mölkau. Der Ortsteil im Leipziger Südosten leidet unter dieser Blechflut und man versteht, dass die Bewohner demonstrieren und aus lauter Verzweiflung den Bau des östlichen Teils des Mittleren Rings fordern. Gegen den am heutigen Freitag, 3. Mai, ab 17 Uhr die Bürgervereine des Leipziger Ostens mit einem Spaziergang demonstrieren. Und die Grünen erklären, was wirklich nötig wäre.

Die gesunde Nahrung wächst oft auch direkt in der eigenen Region. Foto: Ralf Julke
·Politik·Engagement

Am 4. Mai lädt der Ernährungsrat Leipzig zur Gründungsveranstaltung in der Volkshochschule ein

Es läuft eine Menge falsch in unserer Gesellschaft. Und das hat vor allem mit Profitgier, Nichtwissen und Bequemlichkeit zu tun. Auf so ziemlich allen Gebieten übrigens. Aber beim Thema Ernährung ist es längst – auch mit den berühmten „neuen Volkskrankheiten“ – fassbar. Denn die meisten Menschen ernähren sich schlecht. Ein Thema für den Ernährungsrat, der sich am Samstag, 4. Mai, auch in Leipzig gründet.

Barbara Handke: Sommergäste. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Sommergäste: Eine Sommererzählung aus einer längst verschwundenen Zeit

Seit Dezember 2018 gibt es mit der edition überland ein neuen Verlag in Leipzig, gegründet von Kirsten Witte-Hofmann. Mit Sebastian Ringels „Wie Leipzigs Innenstadt verschwunden ist“ gab es gleich den ersten erfolgreichen Titel. Das zweite Buch ist eines, das die Leser tatsächlich über Land entführt, in ein kleines Nest am Meer. Und auch gleich noch zurück in die Zeit. Denn in Barbara Handkes Erzählung tickt noch das Lebensgefühl der frühen 1970er Jahre.

Vor drei Jahren demonstrierte der „III. Weg“ schon einmal am 1. Mai in Plauen – ebenfalls in einheitlicher Kleidung. Foto: René Loch
·Leben·Gesellschaft

Der „III. Weg“ in Plauen: Neonazis demonstrieren mit Fackeln und in Uniform

Nicht nur in Leipzig nutzten Rechtsradikale den 1. Mai für Demonstrationen. Unter anderem in Dresden und im Vogtland gingen mehrere hundert Neonazis auf die Straße. Besonders die Demonstration des „III. Weg“ in Plauen sorgt für Diskussionen. Linke und Grüne kritisieren, dass die einheitliche Kleidung der Teilnehmenden gegen das sächsische Versammlungsgesetz verstoße. In Chemnitz sorgte die Polizei mit einem Platzverweis für einen Journalisten für Kritik.

Ana-Ribeiro. Foto: Sarah Alai
·Leben·Gesellschaft

In English please – Leipzig from a different perspective

Leipzig has been a hotspot for English speaking people for quite a time now. Especially in Plagwitz and Schleußig, close to the Leipzig International School, English mother-tongue speakers are to be heard regularly. Why is that, we asked Dr. Ana Ribeiro, founder and editor-in-chief of leipglo.com and so to say the voice of the English speaking community in Leipzig.

René Meyer mit dem Sonderband „Eastereggs“. Archivfoto: Ralf Julke
·Kultur·Lebensart

Leipziger MogelPower-Projekt feiert 25 Jahre

Wenn man sich erst einmal für eine Sache begeistert, dann wird das ganz bald zu einem Thema, das das Leben bestimmt. So wie bei René Meyer, der in diesen Tagen quasi einen zweiten Geburtstag feiert, denn sein Projekt „Mogelpower“ wird 25 Jahre alt. Im Frühjahr 1994 erschien die erste Ausgabe des Buches mit Schummeleien für Computerspiele.

Getreidefeld am Rande Leipzigs. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Metropolregion

Sachsens Ökolandbau wird in diesem Jahr mit Öko-Prämien in Höhe von 16 Millionen Euro gefördert

Zumindest findet es das Sächsische Landwirtschaftsministerium erwähnenswert, so wie am 1. Mai, als es meldete: Rund 670 landwirtschaftliche Betriebe in Sachsen haben in den letzten Tagen ihre Öko-Prämien für das Jahr 2018 erhalten. Rund 16 Millionen Euro werden dafür ausgezahlt. Damit unterstützt der Freistaat Sachsen die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen nach den Vorgaben des Ökologischen Landbaus auf knapp 58.000 Hektar.

Bis auf den Schotter abgefahren: der Rennbahnweg. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

Warum ein ordentlicher Radweg zum Cospudener See aus Sicht des Umweltdezernats fast unmöglich ist

Viele Leipziger Radwege sind eine Zumutung. Nicht nur solche im inneren Stadtgebiet. Auch beliebte Radrouten, auf denen die Leipziger ins Grüne fahren, sind heruntergefahrene Schotterpisten, so wie wesentliche Abschnitte der Radwegeverbindung von der Rennbahn über die Neue Linie zum Wildpark und weiter zum Cospudener See. Bis März 2030, so beantragte die Linksfraktion im Stadtrat, sollte die Strecke endlich mal asphaltiert werden.

Der Xiahe-Unterkiefer, von dem nur die rechte Hälfte erhalten ist, wurde 1980 in der Baishiya Karst Höhle gefunden. Foto: Dongju Zhang, Lanzhou University
·Bildung·Forschung

Ein Fund von 1980 entpuppt sich jetzt als frühester nachgewiesener Denisova-Mensch in Tibet

Dass es mit dem Denisova-Menschen überhaupt einen weiteren nahen Verwandten des modernen Menschen gab – neben seinem viel berühmteren Kollegen Neandertaler – weiß die Forschung erst seit neun Jahren so richtig. Aber da man jetzt weiß, welches genetische Erbe er hinterließ, kann man zielgerichtet nach seinen Spuren suchen. Jetzt hat man ihn sogar als frühesten Bewohner der Hochebene von Tibet ausmachen können.

Jochen Voit, Gabriele Stötzer: Rädelsführer. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Rädelsführer: Die dramatische Geschichte eines inszenierten Rauswurfs an der PH Erfurt im Jahr 1976

Wenn die DDR-Funktionäre das Selberdenken im Land verunglimpfen wollten, dann war ihnen kein Etikett zu fett, dann wurden aus unabhängig denkenden Menschen Saboteure, Staatsverleumder, Agenten des Westens oder – wenn man ihnen gar so etwas wie die Bildung krimineller Banden anhängen wollte – Rädelsführer. So wie 1976 mehrere Pädagogikstudenten aus Erfurt. Eigentlich stand am Anfang nur ein Wunsch nach einem lebendigeren Marxismus-Leninismus-Unterricht.

Sonne, täglich Bio-Eis und Frohsinn am Viadukt. Foto: Frank Willberg
·Wirtschaft·Firmenwelt

Bio-Wirtschaft in Leipzig (3): Das Geheimnis der Eismanufaktur – bio, vegan und mit Schlümpfen

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 66Thomas Schmickler ist in Wahren mit seiner Eismanufaktur nahezu konkurrenzlos. Aber die Geschichte seines Geschäftes am Fuß des Viaduktes passt in kein simples Schema und wird durch reichlich Augenzwinkern aufgelockert. Zum Beispiel wenn er die letzten Kugeln einer zur Neige gehenden Sorte versteigern will oder den Kindern weismacht, für das himmelblaue Eis echte Schlümpfe einzufangen und auszuquetschen, um an die markante blaue Farbe zu kommen. Er könne das Blau ja schließlich nicht vom Himmel runterschwindeln.

Der erste echte Versuch auf dem Simsonplatz: Traut vereint bei der deutschen Hymne (vlnr.): Alexander Kurth, Egbert Ermer, Markus Beisicht, André Poggenburg und „Jan“ von „Pro Chemnitz“. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Poggenburgs ADPM auf dem Simsonplatz: Klingt wie ein Nazi, singt wie ein Nazi, will aber keiner sein + Video

VideoSchon in seiner Zeit als AfD-Politiker fiel André Poggenburg wiederholt mit sprachlichen Anleihen beim Nationalsozialismus auf. Das setzt seine neue Partei „Aufbruch deutscher Patrioten – Mitteldeutschland“ (ADPM) konsequent fort. So auch bei einer Kundgebung auf dem Simsonplatz am Mittwoch, den 1. Mai. Passend dazu durfte der Leipziger Neonazi Alexander Kurth die Nationalhymne anstimmen. Der ADPM kündigte zudem weitere Demonstrationen in Leipzig an – im Bündnis mit Legida.

Das Heinrich-Budde-Haus in Gohlis. Foto: Ralf Julke
·Politik·Engagement

Bürgerverein Gohlis ist an seine alte Wirkungsstätte im Heinrich-Budde-Haus zurückgekehrt

Zur Ratsversammlung am 18. April hatte die SPD-Fraktion ein ganzes Fragenpaket vorgelegt zu den Haushaltsbeschlüssen 2019/2020. Darin steckte ja auch die geplante Investition in das Heinrich-Budde-Haus in Gohlis: „Nutzung des Budde-Hauses verbessern“. „Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung des Haushaltsantrages?“ Der Finanzbürgermeister vertröstete freilich erst einmal. Der Bürgerverein zieht trotzdem schon mal (wieder) ein.

Gasdruckmess- und Regelstrecke Bad Lauchstädt. Foto: VNG Gasspeicher GmbH
·Wirtschaft·Metropolregion

HYPOS-Pilotprojekt zur Untergrundspeicherung startet heute in Bad Lauchstädt

Während gerade aus der Ecke der Kohle-Liebhaber noch immer die alte Leier tönt, an einen Ausstieg aus der Kohleverstromung sei auf Jahrzehnte nicht zu denken, reifen gerade im mitteldeutschen Revier längst die Technologien für die Zeit ohne Kohle. Das Bekannteste trägt den eingängigen Namen HYPOS. Im Rahmen der Forschungsinitiative HYPOS startet am heutigen 1. Mai ein Pilotprojekt zur Untergrundspeicherung von Wasserstoff in Bad Lauchstädt..

Freie Stellen in Leipzig. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig
·Politik·Kassensturz

Mit 8.000 wurde im April eine neue Höchstmarke bei unbesetzten Stellen überschritten

Was zu erwarten war, ist nun passiert: Im April hat die Zahl gemeldeter freier Stellen erstmals die 8.000er-Marke gerissen. Vor einem Jahr waren es noch 7.000, davor 6.000 usw. Gleichzeitig schmilzt die Zahl der arbeitslos Gemeldeten wie Schnee an der Sonne. Nicht nur Leipzig rauscht mit hundert Sachen mitten hinein in die Demografiefalle. Und singt es sich auch noch schön: „Die Arbeitsmarktentwicklung ist weiter sehr gut“, meint der Vorsitzende der Geschäftsführung der Leipziger Agentur für Arbeit Steffen Leonhardi.

Ohne Schutzräume hat die Feldfauna keine Chance. Foto: Ralf Julke
·Politik·Sachsen

Statt Dürre-Jammerei endlich etwas tun, um das Wasser in der Landschaft zu halten

Die Alarmmeldungen sind wieder in allen Medien zu lesen: Waldbrandgefahr, ausgetrocknete Böden, Wassermangel. „Die aktuelle Wettersituation ruft die Klima-Apologeten auf den Plan, die vor den Folgen des Klimawandels warnen“, kommentieren die GRÜNE LIGA Sachsen e. V. und der Naturschutzverband Sachsen e. V. (NaSa) die aktuelle Nachrichtenlage. „Und führende Vertreter der Land- und Forstwirtschaft stimmen in den von ‚Dürresommer‘, ‚Missernte‘ und ‚Borkenkäfergefahr‘ getragenen Chor ein.“

Steffi Böttger: Weimar. A City Guide. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Weimar. A City Guide: Die besten Gründe für einen Weimarbesuch heißen Charlotte, Christiane und Anna Amalia

2019 – das ist nicht nur Bauhaus, das ist auch Weimarer Republik. Ob auch die Engländer das wissen, die sich derzeit mit ihrem seltsamen Brexit herumquälen? Der Lehmstedt Verlag jedenfalls sorgt vor und hat seinen erst 2018 komplett überarbeiteten Stadtführer für Weimar jetzt auf Englisch aufgelegt, gespickt mit lauter kleinen Erschrecknissen. Denn in Thüringen ist es nicht anders als anderswo: Wenn das große Jubiläum da ist, wird überall gebaut. Man muss sich sputen.

Die neue Studie „Verlorene Mitte - Feindselige Zustände“. Cover: Friedrich-Ebert-Stiftung
·Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Verlorene Mitte? Nein: Haltung ist gefragt!

Derzeit wird so getan, als sei ein Wahlsieg der Rechtsnationalisten von Pegida/AfD bei den anstehenden Wahlen in Ostdeutschland, insbesondere in Sachsen, beschlossene Sache. Die politische Mitte sei verloren, titelt eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung und zeigt auf, wie weit rechtsnationalistisches Denken ins bürgerliche Lager eingedrungen ist. Landauf, landab finden Diskurse statt, in denen die AfD die Themen zu bestimmen scheint – im vollen Wissen darum, dass die Rechtsnationalisten nichts, aber auch gar nichts zur Lösung irgendeines gesellschaftspolitischen oder sozialen Problems beitragen können oder werden.

You're not my real sun. Plakatmotiv: Annika Stoll, a&o Kunsthalle Leipzig
·Kultur·Ausstellungen

You’re not my real sun: Bindungen und Beziehungen im Digital-Zeitalter aus der Sicht von zehn HGB-Künstler/innen

Am Freitag, 3. Mai, startet die jetzt dritte Ausstellung in der a&o Kunsthalle Leipzig. Elf Künstler und Künstlerinnen der HGB Leipzig stellen hier bis zum 15. Juni ihre Arbeiten aus: Videokunst, Installationen, Objekte, Fotografien, Bilder. „Your’re not my real sun“ ist Titel der dritten Ausstellung in der a&o Kunsthalle Leipzig, die am kommenden Freitag, 3. Mai, ab 19 Uhr, feierlich eröffnet wird.

Neun Fahrgastboote im Kulturhafen am Karl-Heine-Kanal. Foto: Wasser-Stadt-Leipzig e.V.
·Wirtschaft·Leipzig

Mit der Schute „Luise“ gibt es richtige Karl-Heine-Fahrten auf Karl Heines berühmtem Kanal

Am Montag, 29. April, lud die IG Mehrpersonenkahn Leipzig zum kurzen Foto-Termin zur Saisoneröffnung in den „Kulturhafen“ am Karl-Heine-Kanal. Bei recht feuchtem Wetter. Aber damit müssen Bootseigner rechnen. Nicht immer ist eitel Sonnenschein, wenn eigentlich Zeit wäre für eine fröhliche Bootsparty. Und auch die Bootsbetreiber merken, dass es enger geworden ist im Leipziger Gewässerknoten und nicht jede Genehmigung mehr so leicht zu erlangen ist.

Blick vom Haus der Demokratie zur Apollonia-von-Wiedebach-Schule. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Leipzig bildet

SPD-Stadträtin unterstützt die Forderung nach Gemeinschaftsschulen in Leipzig

Seit September sammelt das Bündnis „Gemeinschaftsschule in Sachsen – Länger gemeinsam Lernen“ Unterschriften für den Volksantrag für ein längeres gemeinsames Lernen in Sachsen. Prominente Unterstützer von SPD, Grünen und Linken haben sich schon zu Wort gemeldet. Und mit Ute Köhler-Siegel, der schulpolitischen Sprecherin der Leipziger SPD-Fraktion, meldet sich eine zu Wort, die es wissen muss: Sie ist selbst ambitionierte Lehrerin.

Martin Hochrein, Eyk Henze (Hrsg.): Flachware 5. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Flachware 5: Ein paar durchaus besorgte Streiflichter aus der Welt der Leipziger Buchwissenschaft

Sie forschen. Es vergeht kein Studienjahr, ohne dass auch die angehenden Buch- und Medienwissenschaftler neue Forschungsergebnisse vorlegen, egal, ob in Bachelor- oder Master-Arbeiten oder gar in dicken Doktorarbeiten. Nicht alles wird sofort zum dicken Buch. Deshalb begannen Leipzigs Buchwissenschaftler vor fünf Jahren eine schöne Tradition: Sie begannen, einige ihrer Arbeitsergebnisse in einem Jahrbuch zu veröffentlichen, dem sie den sinnigen Namen „Flachware“ gaben.

Irritierende Bilder in der Nacht in der Mariannenstraße. Foto: Privat
·Leben·Fälle & Unfälle

Aufregung in der Mariannenstraße: Wenn auf einmal ganz viel Polizei auftaucht + Update

Ab etwa 21 Uhr kamen die ersten besorgten Leser-Nachfragen bei der L-IZ.de an. In der Mariannenstraße, parallel zur Eisenbahnstraße, sammeln sich seither vermehrt Polizei-Einsatzwagen, rund zwölf an der Zahl im Leipziger Osten, weitere Streifenwagen noch dazu. Straßensperren, quergestellte Fahrzeuge, erste Fotos von Passanten und Anwohnern. Und natürlich gehen einem schnell Gedanken durch den Kopf, der auch bei langjährigen Journalisten nie frei von „Frames“ ist. Drogenrazzia? Eine Abschiebung in der Nacht? Eine Bombe?

In Leipzig wollen am 1. Mai wieder zahlreiche Menschen auf die Straße gehen. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Gewerkschafter, Rechtsradikale, Tierschützer und Antirassisten wollen am 1. Mai in Leipzig demonstrieren

Wer am 1. Mai, dem „Tag der Arbeit“, demonstrieren möchte, hat in Sachsen eine große Auswahl: Allein in Leipzig rufen Gewerkschafter, Rechtsradikale, Tierschützer und Antirassisten zur Teilnahme an ihren Versammlungen auf. Unter anderem planen der DGB und die neue Partei des ehemaligen AfD-Politikers André Poggenburg Demonstrationen. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ mobilisiert derweil zum Protest gegen rechte Aufmärsche in Plauen und Erfurt.

Auch das mitteldeutsche S-Bahn-Netz hat noch Entwicklungspotenzial. Foto: Ralf Julke
·Politik·Kassensturz

Von den Pendlerzahlen Frankfurts ist Leipzig noch Lichtjahre weit entfernt

Einmal im Jahr gibt es im Quartalsbericht der Leipziger Statistiker auch die große Gegenüberstellung der 15 größten deutschen Städte. Als sie diesen Vergleich starteten, lag Leipzig noch am Ende der Tabelle. Mittlerweile liegt es auf Rang 10, selbst mit dem etwas konservativeren Bevölkerungswert des Statistischen Landesamtes für 2017. Nach oben ist noch Luft, auch wenn es die neue Bevölkerungsprognose erst im Herbst geben wird.

Bevölkerungsentwicklung 2017 / 2018 in Leipzig. Grafik: Stadt Leipzig, Quartalsbericht 4 / 2018
·Politik·Kassensturz

Die Südvorstadt profitiert von vielen Geburten, das Grafische Viertel war 2018 der Wachstums-Champion in Leipzig

Alle Jahre wieder versuchen Leipzigs Statistiker herauszubekommen, welche Ortsteile denn nun am schnellsten wachsen, wo also aktuell gerade der Zug der Siedlungspioniere angekommen ist. Ein Spiel, das jetzt schon 15 Jahre lang so geht. Damals hießen die Pionierortsteile noch Südvorstadt und Schleußig. Aber beide Ortsteile sind „voll“. Hier ist kaum noch ein Zuwachs möglich.

Aufgedeckter Steuerschaden 2018 nach Steuerarten. Grafik: Freistaat Sachsen, SMF
·Politik·Sachsen

Die Lücke zwischen Bedarfsplanung und beschäftigten Steuerfahndern in Sachsen klafft immer weiter auseinander

Um kraftvolle Worte waren Sachsens Finanzminister noch nie verlegen. „Steuerhinterziehung ist eine Straftat und schadet dem Staat und unserer Gesellschaft“, sagte Sachsens Finanzminister Dr. Haß am 15. März, als er die Bilanz für die sächsische Steuerfahndung für das Jahr 2018 zog. „Die Sachsen sind insgesamt sehr steuerehrlich. Dennoch gibt es immer wieder Einzelne, die versuchen, auf Kosten der Allgemeinheit dem Staat Geld vorzuenthalten.“

Deponie Cröbern. Foto: Matthias Weidemann
·Politik·Sachsen

Am 10. April gab es den nächsten verdächtigen Abfalltransport aus Italien

Je mehr Volkmar Zschocke, abfallpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Sächsischen Landtag, nachfragt, umso ausweichender klingen die Antworten des zuständigen Agrarministers. Und umso mehr fühlt man sich an die vielen Müllskandale in den vergangenen Jahren erinnert, bei denen sächsische Kontrollbehörden untätig blieben und das Thema lieber kleingeredet wurde. Zschocke nahm den jüngsten Vorfall vom 25. März zum Anlass, wieder nachzuhaken.

Bauhausfenster im Grassi Museum für Angewandte Kunst von Josef Albers. Foto: Daniel Thalheim
·Kultur·Ausstellungen

Ans Licht geholt: Warum Leipzig mit dem Bauhaus zu tun hat

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 66Dessau, Weimar, Berlin, und … Es dürfte viele Menschen erstaunen, dass das Bauhaus mehr mit Leipzig und mit Sachsen zu tun hatte als gemeinhin angenommen. Die aktuelle Ausstellung im Grassi Museum für Angewandte Kunst gräbt zusammen mit einem dicken Katalogwälzer von über 500 Seiten in der Geschichte der Kunsthochschule und ihrer Verknüpfung mit Sachsen, insbesondere mit Leipzig.

Tassilo Wengel: Minze. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Minze: Ein Büchlein über die erstaunliche Vielfalt der Minzen in Garten und Flur

Es sind nur so kleine Bücher. Ganz viele davon passen selbst in einen Setzkasten. In der Küche zum Beispiel. Aber wenn man dann hineinliest, eröffnen sie Welten und zeigen etwas, was man als geübter Kunde in den üblichen Supermärkten nicht einmal mehr merkt: Was für eine Vielfalt eigentlich Grundlage unserer Ernährung ist. Oder war, damals, als den Menschen die Vielfalt im Garten noch bewusst war. Auch die Vielfalt der Minzen.

Schon bei der Zieldurchfahrt konnte Franz Anton jubeln. Foto: Rebekka Anton
·Sport·Weitere

Erster Schritt auf dem Weg zu Olympia in Tokio

Schon jetzt hat für die Slalomkanuten die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 begonnen. Zunächst gilt es für die Sportler, sich für das WM-Team zu qualifizieren. Wie in den vergangenen Jahren auch führt der Weg dazu über die zwei Wettkämpfe von Markkleeberg am vergangenen Wochenende und den zwei Fahrten im Augsburger Eiskanal am kommenden Wochenende. Franz Anton vom Leipziger Kanuclub lieferte sich ein enges Duell mit Sideris Tasiadis, das wahrscheinlich bis in den September Fortsetzungen erlebt.

Schillerakademie mit Jens-Uwe Jopp und Gregor Gysi. Foto: Michael Freitag
·Bildung·Leipzig bildet

Die Schiller-Akademie dreht auf: Ralf Rangnick und Robert Habeck zu Gast

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 66Irgendwann Ende 2017 begann es und hat sich seither Schritt um Schritt zu einem viel beachteten Projekt an der Schillerschule in Leipzig Gohlis gemausert. Dem Lehrer (und LZ-Autor) Jens-Uwe Jopp war es zu wenig, was er seinen Schülern in Deutsch und Geschichte allein vermitteln konnte, der Mangel an zeitgeschichtlicher Bildung gerade in Sachen Politik und Gesellschaft schien ihm nicht nur am eigenen Gymnasium eklatant. Junge Menschen, die mit 18 Jahren das erste Mal wählen dürfen, sollten von Zeitzeugen, Politikern und bekannten Personen in Debatten mehr über das Jetzt erfahren und vor allem: eigene Fragen stellen.

Björn Joppe war sichtlich unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft in Rathenow. Foto: Thomas Gorlt.
·Sport·Fußball

Optik Rathenow vs. 1. FC Lok Leipzig 4:2 – Katerstimmung statt Vogelgesang

Nach der tragischen Pokalniederlage am Mittwoch in Chemnitz hat der 1. FC Lok Leipzig eine weitere Niederlage einstecken müssen. Beim Regionalliga-Schlusslicht Optik Rathenow verlor die Joppe-Elf mit 2:4 (1:3). Djamal Ziane hatte die runderneuterte Mannschaft im Stadion Vogelgesang schon nach zwei Minuten in Führung gebracht. Zwei unnötige Elfmeter brachten Rathenow zurück ins Spiel. Lok schaffte es vor 499 Zuschauern nicht mehr zurück.

Die Lippen gespitzt - nur pfeifen will er nicht. Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal sichtlich unter Handlungsdruck. Foto: Michael Freitag
·Wirtschaft·Leipzig

Fehlender Wille: Halten, Parken und Abschleppen in Leipzig + Video

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 66Wer in den vergangenen Jahren so manche Presseveröffentlichung über das Leipziger Umwelt- und Ordnungsdezernat aufmerksam beobachtete, durfte zum Ergebnis kommen, dass hier ein Bürgermeister agiert, der gern mal links und rechts von klaren Regeln schippert. Ob es das Verbot regelwidrig mitgeführter Gegenstände wie Angelruten und Starklichtstrahlern bei den „Legida“-Demonstrationen waren, welche erst nach gehörigem öffentlichen Druck in den Auflagen auftauchten oder die schleichende Eventisierung der Leipziger Flussgewässer auf Kosten des Auwaldes: immer wieder lächelte Heiko Rosenthal (Linke) die meisten Probleme im Stadtrat weg.

Blick in die Ausstellung: Thema Bruno-Plache-Stadion. Foto: Jan Käfer
·Sport·Fußball

Ausstellung: 125 Jahre Erster Deutscher Meister

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 66Dass eine Frau einen ganzen Salon erfüllt, hat es in der Geschichte der Menschheit bereits das eine oder andere Mal gegeben. Dass es eine geliehene Frau ist, die äußerst selten zu Hause rauskommt, ist allerdings besonders. Denn die „Viktoria“, welche als Trophäe von 1903 bis 1944 an den deutschen Fußballmeister verliehen wurde, geht sonst eigentlich nie auf Reisen.

Herkunfts- und Zielgebiete der Leipziger Wanderungsbewegung. Grafik: Stadt Leipzig, Quartalsbericht 4 / 2018
·Politik·Kassensturz

Erstmals hat Leipzig 2018 über 900 Kinder unter 10 Jahren durch Abwanderung verloren

Ja, wohin wandern sie denn? Während Axel Viehweger, Vorstandsmitglied des Verbandes der sächsischen Wohnungsgenossenschaften (VSWG), noch via LVZ dafür trommelt, die Leipziger sollten doch freie Wohnungen bitteschön auch im ländlichen Raum außerhalb der von knappstem Wohnungsangebot geplagten Großstadt suchen, belegt der jüngste Quartalsbericht genau das. Dazu brauchen junge Familien gar keinen Fingerzeig. Die Not treibt sie auch so.

Blick zum Bergbautechnikpark und zum Kohlekraftwerk Lippendorf. Foto: Ralf Julke
·Politik·Region

Zwei neue Geräte für das technische Gedächtnis des Kohlebergbaus im Leipziger Süden

Wer auf der A38 im Leipziger Süden oder mit Fahrrad zum Markkleeberger See fährt, der sieht die riesigen Geräte schon von Weitem. Sie sind eine „unübersehbare Landmarke“, wie Prof. Andreas Bergner in seinem zwei Mal aufgelegten Routenführer „Straße der Braunkohle“ schrieb. Und der Bergbautechnikpark ist ganz bestimmt einen Hingucker auf dieser Ausflugsroute, auch ein Erinnerungsmal, das jetzt eine kleine Erweiterung bekommt.

Der Turm des Neuen Rathauses. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Berechtigte Frage: Kann man die Vorbereitung der Jugendparlamentswahl eigentlich noch besser machen?

So richtig gefiel CDU-Stadtrat Ansbert Maciejewski die Wahlbeteiligung zum Jugendparlament nicht. „Trotz aufwendiger Kampagne hat die Wahlbeteiligung bei der Jugendparlamentswahl erneut die 10%-Marke nicht erreicht“, schreibt er in einer Stadtratsanfrage dazu. „Offensichtlich gibt es ein generelles Akzeptanzproblem bei denen, deren Interessen das Jugendparlament eigentlich vertreten soll.“

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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