Artikel zum Schlagwort Sprache

Warum es auf die Wortwahl ankommt

Antisemitismus in der Sprache: Warum in einigen beliebten Worten noch immer die alte Judenverachtung steckt

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMauscheln geht gar nicht und Schachern schon gar nicht. Und dabei sind es zwei Lieblingsworte der deutschen Schlagzeilen-Macher. Zwei, die sie besser nicht mehr benutzen sollten. Und wenn sie Ronen Steinkes kleinen Essay gelesen haben, wissen sie auch, warum. Steinke ist selbst Journalist bei der „Süddeutschen Zeitung“. Und er weiß, wie gedankenlos wir mit Lehnworten aus dem Jiddischen umgehen. Weiterlesen

Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt

Der Millionen Jahre lange Weg bis zur menschlichen Sprache

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Für alle LeserNicht nur Wissenschaftler staunen ja über den Menschen, der so erstaunliche Fähigkeiten hat, dass er scheinbar mit der ganzen sonstigen evolutionären Entwicklung nichts (mehr) zu tun hat. Aber das Staunen relativiert sich, je intensiver sich die Forschung mit der Menschwerdung beschäftigt. Denn bevor der Mensch all diese Fähigkeiten entwickelte, verging doch eine gewaltige Menge an Zeit. Auch was unsere Sprachentwicklung betrifft. Weiterlesen

Leipziger Kognitionsforscherin im Interview

Warum lernen Menschenkinder sprechen, Menschenaffen aber nicht?

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Für alle LeserMenschen unterscheiden sich durch einiges von Tieren – auch von ihren nächsten Verwandten, den Menschenaffen. Und einen sehr markanten Unterschied macht ihre Fähigkeit zum Sprechen. Warum Menschen das können und Menschenaffen nicht, das erklärt Angela D. Friederici vom Leipziger Max-Planck-Institut (MPI) für Kognitions- und Neurowissenschaften im Interview. Weiterlesen

Autorenwerkstadt mit SprachKunstTrio

Autorenmusik: Ein Forschungsbericht aus der Unterwelt unserer Sprache

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt eine Welt dazwischen – zwischen Sprache und Musik. Eine sehr faszinierende Welt, wenn man sich wirklich einmal damit beschäftigt. So, wie es einige Dichter und Dichterinnen im 20. und 21. Jahrhundert schon getan haben. Und ebenso einige Musiker. Der berühmteste ist ja Kurt Schwitters, dessen „ursonate“ die Sprechbohrer, ein SprachKunstTrio aus Köln, natürlich auch schon aufgenommen haben auf CD. Aber sie wollten mehr. Weiterlesen

1.000 Jahre erfolgeiche Raubzüge, die den Deutschen keiner übel nimmt

Die Wunderkammer der deutschen Sprache: Ein liebevoll gemachtes Buch über den Reichtum unserer Sprache

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Für alle LeserDer Verlag „Das kulturelle Gedächtnis“ gibt Bücher heraus, die den Lesern gleich zwei Dinge schenken: Die Freude an schön gestalteten Büchern und die Freude an der Schönheit unserer Sprache. Eine Sprache, die immer davon profitiert hat, dass Deutschland mitten in Europa liegt und von allen Seiten alles in seinen Sprachschatz aufnimmt, was ihn in irgendeiner Weise bereicherte. Wer mehr als die handelsüblichen 100 Wörter benutzt, weiß, was das für eine Schatzkammer ist. Weiterlesen

Wie entsteht Sprache? Neue Studie aus Leipzig gewährt Einblicke in die ersten Schritte

Schon Vorschulknirpse wissen, wie man auch ohne Worte miteinander kommuniziert

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Für alle LeserWie haben sich die knapp 6.000 Sprachen der Welt entwickelt? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben Forscher des Leipziger Forschungszentrums für Frühkindliche Entwicklung (LFE) der Universität Leipzig und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie versucht, den Prozess der Entwicklung eines neuen Kommunikationssystems in einem Experiment nachzustellen – mit Kindern. Mit wem auch sonst? Das Sprachenerfinden liegt Menschen im Blut. Und schon Kinder wissen, wie es funktioniert. Weiterlesen

Deutsche Sprache, faszinierende Sprache

Das Komma und das Und: Kerstin Preiwuß‘ Liebeserklärung an die kleinen Worte und Zeichen unserer Sprache

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Für alle LeserSie sind still, kaum wahrzunehmen, die wirklichen Spezialisten der deutschen Sprache. Sie beteiligen sich selten bis nie an den Grabenkämpfen um korrektes Sprechen, kämen auch nicht auf die Idee, regelrechte Sprachreinigungs-Kampagnen anzuzetteln. Die Rede ist nicht von Germanisten oder Sprachwissenschaftlern, sondern von Dichterinnen und Dichtern, denen, die wirklich wissen, was für Überraschungen in jedem Wort stecken, in jedem Satzzeichen, sogar in Leerstellen. Weiterlesen

Gesellschaftlicher Wandel beginnt im eigenen Kopf

Die Grenzen meines Denkens sind die Grenzen meiner Welt: Wie falsches Wirtschaftsdenken eine ganze Gesellschaft in die Sackgasse führt

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Für alle LeserIn seinem Buch „Rettet die Wirtschaft … vor sich selbst!“ hat der Wirtschaftspädagoge und Germanist Christian Mayer für ein anderes Wirtschaftsdenken plädiert, auch für eine andere Wirtschaftswissenschaft. Aber wie kommt man heraus aus den Denkfallen, die es scheinbar unmöglich machen, die katastrophale Zerstörung unserer Welt zu beenden? Denn es sind Denkfallen. Ganz bewusst konstruierte. Der Triumph einer „Wissenschaft“, die gar keine ist. Weiterlesen

Leipziger Sozialwissenschaftlerin promovierte zur Verständlichkeit von Hartz-IV-Bescheiden

Wenn Post vom Jobcenter kaum verständlich und Amtslogik nicht zu verstehen ist

Foto: HTWK, Johannes Ernst

Für alle LeserDie Bescheide der deutschen Jobcenter sind berühmt dafür, dass selbst hochgebildete Menschen daran verzweifeln. Sie sind gespickt mit mehrdeutigem Beamtendeutsch, setzen regelrecht voraus, dass arbeitslose Menschen genauso ticken wie Beamte, die in diesem Technokratensprech seit Jahren zu Hause sind. Dahinter steckt ein gespicktes Stück Behördenarroganz. Warum diese Formulare abschrecken, hat die Leipziger Sozialwissenschaftlerin Ulrike Leistner jetzt in ihrer Doktorarbeit untersucht. Weiterlesen

Oliver Georgi erklärt die ungreifbar gewordenen Sprachwelten unserer Politik

Und täglich grüßt das Phrasenschwein: Warum Politiker wie Technokraten klingen und warum die Medien auch schuld daran haben

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Duden Verlag hat die Sprache entdeckt. Den Kitt, den wir tagtäglich benutzen, um unsere Gesellschaft irgendwie zusammenzukleben. Wie genau Sprache ist, konnte man ja schon immer in dicken Duden-Titeln nachlesen. Aber seit geraumer Zeit, seit ein paar eingebildete Leute unsere Sprache wieder zum Pöbeln und Brüllen benutzen, mehren sich die Duden-Titel, die sich mit genau dem Thema beschäftigen: der Sprache unserer Gesellschaft. Und in diesem Fall: den politischen Phrasen. Weiterlesen

Muss man das jetzt sagen dürfen oder ist das Müll?

Verbrannte Wörter: Matthias Heine erklärt, wie man mit alten Wörtern aus der Nazi-Zeit umgehen sollte

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserJede Gesellschaft hat ihre Sprache. Aber Diktaturen neigen nicht nur dazu, Sprache zu zensieren, sie betreiben die Sprachnormierung auch systematisch. Sprache wird zum Instrument der Propaganda. Und sie wird kontaminiert. Manche Wörter werden regelrecht verbrannt. Andere setzen sich fest und sorgen – wie einiges aus der Sprache des Hitlerreiches – auch nach über 70 Jahren für die berechtigte Frage: Kann man diese Wörter eigentlich noch benutzen? Weiterlesen

Was gerade passierte

Die Sache mit dem Komma und der politischen Verachtung für das Fach Deutsch

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSchau an. Am 28. April war dann endlich das Komma da. Da hatte dann doch jemand ein Einsehen mit uns, die wir noch in Zeiten aufgewachsen sind, in denen emsige Deutschlehrerinnen mit uns Rechtschreibung und Grammatik geübt haben, bis das saß. Bis wir verinnerlicht hatten, wie man Satzzeichen richtig setzt. Weiterlesen

„Eine Frage der Moral“ – Warum eine diskriminierende Sprache immer von Macht, Verachtung und Intoleranz erzählt

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAn ihrer Sprache sollst du sie erkennen. Und wer ein bisschen gelernt hat, sorgsam mit seiner Sprache umzugehen, der erkennt sie auch. Der merkt schon beim Lesen, wenn ihm dreiste Menschen versuchen, ihre Vorurteile unterzujubeln. Denn Sprache kann missbraucht werden, um Menschen abzuwerten. Was eigentlich mal klar war. Aber dann kamen die Lautsprecher der Neuen Rechten und sorgten für schräge und eigentlich unverschämte Diskussionen. Weiterlesen

„Flucht, Exil, Migration“ – Wie sich Geflüchtete in eine neue Sprache einleben

Foto: Franziska Koppe

Zahlreiche Geflüchtete beherrschen bei ihrer Ankunft in Deutschland die englische Sprache deutlich schlechter als das in ihrer Eigenwahrnehmung der Fall ist. Dennoch ist Englisch für sie anfangs neben der Muttersprache das wichtigste Kommunikationsmittel. Mit Beginn des Deutschunterrichts reduziert sich der Anteil des Englischen und der Muttersprache. Weiterlesen

Ein Buch zu einem reizvollen Forschungsprojekt

Wie sich unsere Alltagssprache verändert und Wortlandschaften Räume erobern

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNa ja, zu Grüezi, Moin und Servus erfährt man in diesem Bändchen nichts. Aber diese Grußformeln machen natürlich heute noch sichtbar, dass im deutschen Sprachraum keineswegs überall dasselbe gesprochen wird. Auch wenn die Dialekte und Idiome überall auf dem Rückzug sind. Während Dialektwörtbücher praktisch nur noch Vergangenheit abbilden, zeigt dieses Studienprojekt, wie sich Sprache ganz gegenwärtig verändert. Denn es ist ein Studienprojekt. Weiterlesen

Was Lautsprecher von Amazon können, kann unser Gehirn schon lange

Wo im Gehirn steckt eigentlich unsere Stimmerkennung?

Foto: istock

Für alle LeserEs kommt das große Konsumfest. Und an Plakatsäulen wird für lauter Schnickschnack geworben, den kein Mensch wirklich braucht. Interaktive Lautsprecherboxen zum Beispiel, die auf Zuruf antworten. Und die immer cleverer zu werden scheinen. Amazon hat es gerade verkündet: Sein Sprachassistent Alexa kann nun auch Stimmen erkennen und sie der jeweiligen Person zuordnen. Etwas, was die meisten Menschen schon im Babyalter können. Weiterlesen

Leipziger Forscherin veröffentlicht ihr Buch „Language in Our Brain“ mit einem Vorwort von Noam Chomsky

50 Jahre Forschung in einem Buch: Wie der Mensch zur Sprache kommt

Cover: The MIT Press

Für FreikäuferAngela D. Friederici ist Direktorin des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig und zudem Vizepräsidentin der Max-Planck-Gesellschaft. Jetzt hat die Leipziger Forscherin ein Buch veröffentlicht, das erklärt, was genau im Kopf passiert, während wir Sätze bilden und verstehen, und warum allen Menschen weltweit ein universelles System für Grammatik angeboren sein muss. Weiterlesen

Die Sache mit Bofel und Zuser

Wie Babys die Sprache im Schlaf lernen

Foto: shutterstock

Für alle LeserUnser Gehirn ist ein faszinierendes Instrument. So faszinierend, dass selbst Wissenschaftler noch immer staunen, wenn sie die Vorgänge untersuchen, mit denen unser Denken und Wahrnehmen in diesem außergewöhnlichen Organ entsteht. Denn am Anfang denken wir ja nicht. Da fehlen uns noch alle Muster und Begriffe. Aber schon als Baby fangen wir an, uns einen Schlüssel für die Signale ringsum zu erarbeiten, auch eine Mustererkennung für Sprache, wie Leipziger Forscher jetzt aufzeigen. Weiterlesen

Spannendes Zweit-Ergebnis einer Leipziger Schlaganfall-Erforschung

Wie das Erkennen von Gesprochenem in unserem Gehirn abläuft

Foto: MPI CBS

Für alle LeserLeipzigs Gehirnforschern geht es ja manchmal so: Sie untersuchen die Lösung für ein Problem für unser Gehirn – zum Beispiel die Folgen eines Schlaganfalls. Und dann stoßen sie auf eine Erkenntnis, die wieder mal bestätigt, wie sehr unser Denken tatsächlich von Mustern abhängt. Da sieht man direkt die kleinen Babys vor sich, wie sie mit aufmerksamem Blick Muster erkennen lernen. Oder halt: aufmerksamen Öhrchen. Weiterlesen