Artikel zum Schlagwort Sprache

Was gerade passierte

Die Sache mit dem Komma und der politischen Verachtung für das Fach Deutsch

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSchau an. Am 28. April war dann endlich das Komma da. Da hatte dann doch jemand ein Einsehen mit uns, die wir noch in Zeiten aufgewachsen sind, in denen emsige Deutschlehrerinnen mit uns Rechtschreibung und Grammatik geübt haben, bis das saß. Bis wir verinnerlicht hatten, wie man Satzzeichen richtig setzt. Weiterlesen

„Eine Frage der Moral“ – Warum eine diskriminierende Sprache immer von Macht, Verachtung und Intoleranz erzählt

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAn ihrer Sprache sollst du sie erkennen. Und wer ein bisschen gelernt hat, sorgsam mit seiner Sprache umzugehen, der erkennt sie auch. Der merkt schon beim Lesen, wenn ihm dreiste Menschen versuchen, ihre Vorurteile unterzujubeln. Denn Sprache kann missbraucht werden, um Menschen abzuwerten. Was eigentlich mal klar war. Aber dann kamen die Lautsprecher der Neuen Rechten und sorgten für schräge und eigentlich unverschämte Diskussionen. Weiterlesen

„Flucht, Exil, Migration“ – Wie sich Geflüchtete in eine neue Sprache einleben

Foto: Franziska Koppe

Zahlreiche Geflüchtete beherrschen bei ihrer Ankunft in Deutschland die englische Sprache deutlich schlechter als das in ihrer Eigenwahrnehmung der Fall ist. Dennoch ist Englisch für sie anfangs neben der Muttersprache das wichtigste Kommunikationsmittel. Mit Beginn des Deutschunterrichts reduziert sich der Anteil des Englischen und der Muttersprache. Weiterlesen

Ein Buch zu einem reizvollen Forschungsprojekt

Wie sich unsere Alltagssprache verändert und Wortlandschaften Räume erobern

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNa ja, zu Grüezi, Moin und Servus erfährt man in diesem Bändchen nichts. Aber diese Grußformeln machen natürlich heute noch sichtbar, dass im deutschen Sprachraum keineswegs überall dasselbe gesprochen wird. Auch wenn die Dialekte und Idiome überall auf dem Rückzug sind. Während Dialektwörtbücher praktisch nur noch Vergangenheit abbilden, zeigt dieses Studienprojekt, wie sich Sprache ganz gegenwärtig verändert. Denn es ist ein Studienprojekt. Weiterlesen

Was Lautsprecher von Amazon können, kann unser Gehirn schon lange

Wo im Gehirn steckt eigentlich unsere Stimmerkennung?

Foto: istock

Für alle LeserEs kommt das große Konsumfest. Und an Plakatsäulen wird für lauter Schnickschnack geworben, den kein Mensch wirklich braucht. Interaktive Lautsprecherboxen zum Beispiel, die auf Zuruf antworten. Und die immer cleverer zu werden scheinen. Amazon hat es gerade verkündet: Sein Sprachassistent Alexa kann nun auch Stimmen erkennen und sie der jeweiligen Person zuordnen. Etwas, was die meisten Menschen schon im Babyalter können. Weiterlesen

Leipziger Forscherin veröffentlicht ihr Buch „Language in Our Brain“ mit einem Vorwort von Noam Chomsky

50 Jahre Forschung in einem Buch: Wie der Mensch zur Sprache kommt

Cover: The MIT Press

Für FreikäuferAngela D. Friederici ist Direktorin des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig und zudem Vizepräsidentin der Max-Planck-Gesellschaft. Jetzt hat die Leipziger Forscherin ein Buch veröffentlicht, das erklärt, was genau im Kopf passiert, während wir Sätze bilden und verstehen, und warum allen Menschen weltweit ein universelles System für Grammatik angeboren sein muss. Weiterlesen

Die Sache mit Bofel und Zuser

Wie Babys die Sprache im Schlaf lernen

Foto: shutterstock

Für alle LeserUnser Gehirn ist ein faszinierendes Instrument. So faszinierend, dass selbst Wissenschaftler noch immer staunen, wenn sie die Vorgänge untersuchen, mit denen unser Denken und Wahrnehmen in diesem außergewöhnlichen Organ entsteht. Denn am Anfang denken wir ja nicht. Da fehlen uns noch alle Muster und Begriffe. Aber schon als Baby fangen wir an, uns einen Schlüssel für die Signale ringsum zu erarbeiten, auch eine Mustererkennung für Sprache, wie Leipziger Forscher jetzt aufzeigen. Weiterlesen

Spannendes Zweit-Ergebnis einer Leipziger Schlaganfall-Erforschung

Wie das Erkennen von Gesprochenem in unserem Gehirn abläuft

Foto: MPI CBS

Für alle LeserLeipzigs Gehirnforschern geht es ja manchmal so: Sie untersuchen die Lösung für ein Problem für unser Gehirn – zum Beispiel die Folgen eines Schlaganfalls. Und dann stoßen sie auf eine Erkenntnis, die wieder mal bestätigt, wie sehr unser Denken tatsächlich von Mustern abhängt. Da sieht man direkt die kleinen Babys vor sich, wie sie mit aufmerksamem Blick Muster erkennen lernen. Oder halt: aufmerksamen Öhrchen. Weiterlesen

AfD-Antrag abgelehnt

Eine Bedrohung der deutschen Sprache ist in Sachsen nicht wirklich zu erkennen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan kann alles Mögliche mit der deutschen Sprache machen. Man kann sie auch unter Schutz stellen als sei sie vom Aussterben bedroht. Einen Antrag zur Änderung der sächsischen Verfassung dahingehend hatte die AfD-Fraktion im Landtag gestellt. Der wurde auch ganz ernsthaft behandelt – mit Sachverständigenanhörung, Diskussion, Abstimmung im Ausschuss. Weiterlesen

Sprache ist kein heiliger Schrein

Lauter 10-Minuten-Dinger, die Kinder zum Denken, Fabulieren und Ausprobieren anregen

Foto: Ralf Julke

Wenn Bücher sich gut verkaufen, dann machen sich Verlage irgendwann Gedanken, ob es die Titel dann auch mal in etwas preiswerteren Paperbacks gibt. Sogar Kinderbuchverlage. Einen Erfolgstitel aus dem Jahr 2013 hat jetzt auch der Klett Kinderbuchverlag als Paperback aufgelegt. Für Jungen und Mädchen, die so eine Ahnung haben, dass das Leben vor allem aus lauter guten Geschichten besteht. Weiterlesen

Die komische Sache mit der deutschen Sprache und ihren Schutzpolizisten

Sachsens AfD will die deutsche Sprache unbedingt als Kulturgut schützen lassen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Landtag beschäftigt sich derzeit mit einem Antrag auf Verfassungsänderung, mit dem die AfD den Schutz der deutschen Sprache verankern will. Dazu wurden am Mittwoch, 1. März, diverse Experten angehört. Die CDU-Fraktion sprach ganz verschämt von „einer Oppositionspartei“. Dabei war es eindeutig die AfD, die den Antrag gestellt hat. Muss man das unterschlagen? Eigentlich nicht. Es gehört zur Sache. Weiterlesen

Ein neuer beklemmender Zukunftsroman von Viktor Martinowitsch

Die geheimnisvolle Droge Mova und das Menschbleiben in Zeiten eisiger Autokraten

Foto: Ralf Julke

2014 brachte Voland & Quist das Kunststück fertig, Viktor Martinowitschs Roman „Paranoia“ auf den deutschen Markt zu bringen und damit einen Autoren bekannt zu machen, der mehr erzählt als nur über die seltsamen Verhältnisse in seinem Geburtsland Belarus. Dort ist „Paranoia“ seit 2014 inoffiziell verboten. Und auch „Mova“ erzählt von diesem Land. Aber auch von einer Sprache, die eine Droge sein kann. Weiterlesen

Neues Forschungsergebnis aus dem Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Wie unsere Gehirnstrukturen erst wachsen müssen, damit wir kompliziertere Sachverhalte verstehen

Foto: MPI CBS

Irgendwie war ja nun schon seit Längerem bekannt, wie die Sprache in unseren Kopf kommt. Dass sie etwas für den Menschen Einzigartiges ist, das wissen wir auch schon. Dass man Sprache überhaupt lernen kann, hat mit einem besonderen Hirnareal, dem linken Schläfenlappen zu tun. Der besitzt quasi die Fähigkeit, schon von Anfang an Sprache zu erkennen und zu verarbeiten. Auch wenn es erst einmal ganz einfach anfängt: mit Ma und Pa. Und dann? Weiterlesen

Tagung befasst sich mit „Leichter Sprache“

Durch die aktuelle Debatte um Inklusion wächst die Bedeutung von „Leichter Sprache“ in der Praxis. Immer mehr Online- und Printpublikationen von insbesondere Behörden, Bildungsinstitutionen, Sozial- und Betroffenenverbänden und politischen Parteien werden in leichter Sprache veröffentlicht. Vom 13. bis 15. April 2016 befasst sich die Tagung „’Leichte Sprache’ im Spiegel theoretischer und angewandter Forschung“ mit diesem Thema. Dazu eingeladen hat das Institut für Germanistik der Universität Leipzig. Etwa 90 Wissenschaftler und Praktiker aus Deutschland, Schweden, Finnland, Österreich und der Schweiz kommen zusammen, um aus interdisziplinärer Perspektive über diese Fragen zu diskutieren. Weiterlesen

In Zeiten der zunehmenden Hysterie in Regierungsämtern

Nicht „Mein Kampf“ ist das Buch der Zeit, sondern Klemperers „LTI“

Foto: Ralf Julke

Irgendwie passt das scheinbar: Das Hitlersche Gefängnisgedöns "Mein Kampf" darf wieder veröffentlicht werden. Und auf den Straßen treiben sich Leute herum, denen man zutraut, dass sie das Gedöns auch lesen. Verstehen müssen sie es ja nicht. Dazu war es nie da. Wer es nicht glaubt, kann es ja versuchen, darf sich aber nicht wundern, wenn er in einer regelrecht esoterischen Suppe versinkt. Weiterlesen

„Alles erklärt sich von selbst“

Straßenfest an der Flüchtlingsunterkunft in der Torgauer Straße

Foto: Alexander Böhm

„Interaction Leipzig“ möchte auf Augenhöhe gemeinsam mit Flüchtlingen zusammenarbeiten, Projekte gestalten und dies nicht im Sinne von einer einfachen Hilfestellung. Einen Vorgeschmack bekamen die Besucher des Penckstraßenfests am vergangenen Freitag. An der Gestaltung wirkten ebenfalls viele Flüchtlinge mit, unter anderem aus der angrenzenden Asylunterkunft in der Torgauer Straße 290. Weiterlesen