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Sprache

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Sprache & Medien. Foto: Ralf Julke

Sprache & Medien: Die Wörterwelt zwischen Sage, Nachricht und gelungener Schlagzeile

In der Reihe „Sprachschätze“ erkundet der Dudenverlag den Kosmos verschiedenster Arbeits- und Lebenswelten. Emsig werden dabei möglichst viele Begriffe aus dem großen Duden zusammengetragen, die dann regelrechte Wortfelder ergeben und zeigen, wie groß nicht nur der Wortschatz einer Berufsgruppe ist, sondern auch, wie sehr er ein Teil der Alltagssprache ist. Denn über Medien redet ja […]

Susan Arndt: Rassistisches Erbe. Foto: Ralf Julke

Rassistisches Erbe: Susan Arndt zeigt, wie sehr unsere koloniale Vergangenheit noch immer in unserer Sprache steckt

Wenn die Debatte um den Leipziger Zoo, die einstigen Völkerschauen und die „Hakuna Matata“-Shows etwas bewirkt hat, dann ein großes Stutzen. Selbst Mandatsträger, die sich vorher nie mit der kolonialen Vergangenheit der Stadt Leipzig beschäftigt haben, stutzten. Nicht alle. Stimmt. Manche wollen auch nicht verstehen, dass der heutige Rassismus deshalb so tief in unserem Denken […]

Thomas Böhm, Peter Graf: Neuerliche Entdeckungsfreudige Erkundung des Grimmschen Wörterbuches ... Foto: Ralf Julke

Im Lebensocean: Eine neue entdeckungsfreudige Erkundung des Grimmschen Wörterbuchs

Das Ding ist ein Klassiker. Und es wird nie zu Ende geschrieben sein: das von Jakob und Wilhelm Grimm gestartete „Deutsche Wörterbuch“, dessen erster Band 1852 erschien und in dem mit der Auslieferung des letzten, des 32. Bandes, seit 1961 über 320.000 Wörter aufzufinden sind. Aber wer hat schon 32 dicke Bände daheim im Regal […]

Filmarbeiten im Hortulus theodiscus. Foto: SAW

Die Sprache unserer Vorfahren vor 1.000 Jahren: Ein Film zeigt die Arbeit der Leipziger Forscher/-innen am Althochdeutschen Wörterbuch

Althochdeutsch, das ist das, was die Bewohner Deutschlands sprachen, als sich das Deutsche Reich gerade herausbildete. Was sie also zu Zeiten von Heinrich I. sprachen, wahrscheinlich auch zu Zeiten Karls des Großen. Und was sich bruchstückhaft in alten Handschriften erhalten hat. In Leipzig entsteht das maßgebende Wörterbuch dazu. Und die Wissenschaftler/-innen widmeten dem jetzt ihren […]

Brigitte Schniggenfittich, Jörg Wagner: Wer denkt sich die Wörter aus? Foto: Ralf Julke

Wer denkt sich die Wörter aus? Mit Kindern den Reichtum unserer Sprache entdecken

Manche Kinder wundern sich irgendwann, andere überhaupt nicht. Dabei ist es ein kleines Wunder, dass wir uns mit unserer Sprache verständigen können. Und zwar nicht nur mit Grunz und Miau und Wauwau wie die Tiere. Den Moment, an dem die Kleinen ihr Staunen über die Welt der Wörter äußern, sollte man nicht ignorieren. Es ist der Moment, ihnen zu zeigen, dass unser Wortschatz tatsächlich ein Schatz ist.

Katharina Subat stellt die Rucksack Bibliothek vor. Foto: LZ

Kinderbücher zum Mitnachhausenehmen: Kita „Um die Welt“ hat die Rucksack Bibliothek eröffnet

Sprache ist der Schlüssel zur Welt. Das vergisst man viel zu leicht, wenn man einfach so hineingeboren wurde und auch noch in eine Familie, in der jede Menge gelesen und vorgelesen wird. Spätestens beim Eintritt in die Schule merken die Kinder aus Familien, wo das nicht so ist, wie sie abgehängt sind und den Rückstand auf ihre Altersgenossen nie wieder aufholen. Da hilft nur eins: jede Menge Unterstützung im Kindergarten und eine Packung Bücher im Rucksack.

Michael Kraske: Tatworte. Foto: Ralf Julke

Tatworte: Michael Kraske erklärt, was hinter den verbalen Tabu-Verletzungen unserer neuen Rechten tatsächlich steckt

Mit Sprache kann man zündeln. Mit Sprache kann man eine Gesellschaft spalten. Mit Sprache kann man ein Klima schaffen, in dem Gewalt und Aggression wieder als normal empfunden werden. Niemand weiß das besser als jene Leute, die genau mit diesen Methoden Aufmerksamkeit schaffen für ihr Projekt der Demokratiezerstörung. Sie sind wieder da, hätte Michael Kraske auch titeln können.

Henning Lobin: Sprachkampf. Foto: Ralf Julke

Sprachkampf: Wie die neuen Rechten die deutsche Sprache für ihre Identitätspolitik instrumentalisieren

So langsam kommt Deutschland doch noch in den Bundestagswahlkampf 2021. Das ist selbst an der SPD zu sehen, die nichts Besseres anzuzetteln weiß als einen unerbittlichen Streit über Sprache und Identität, nachdem Wolfgang Thierse in der FAZ seinen Debattenbeitrag „Wie viel Identität verträgt die Gesellschaft?“ veröffentlicht hatte. Ein Thema, das ja nicht nur die SPD umtreibt. Angezettelt haben es aber ganz andere Leute.

100 Karten über Sprachen. Foto: Ralf Julke

100 Karten über Sprache: Die bunte Welt der Sprachen mal aus der listigen Perspektive des Sprachwissenschaftlers gezeichnet

In Greifswald gibt es einen kleinen Verlag, der seit fünf Jahren ein großes Magazin herausgibt: das „Katapult Magazin“. 75.000 Mal gedruckt erscheint es vierteljährlich und ist in der kurzen Zeit so etwas geworden wie „die Geo der Sozialwissenschaft“. So preist zwar der kleine Verlag sein Produkt selber an. Aber der Erfolg gibt ihm recht. Denn das Magazin macht Dinge anschaulich, die man sonst eigentlich nicht sehen kann. Und seit September bringt Katapult auch noch eigene Bücher heraus.

Rita Mielke, Hanna Zeckau: Atlas der verlorenen Sprachen. Foto: Ralf Julke

Atlas der verlorenen Sprachen: Eine Weltreise zu 50 der ungewöhnlichsten Sprachen auf Erden

Die Weltreise über die Feiertage ist nicht möglich? Das muss nicht sein. Denn Verreisen kann man auch im Lesesessel. Und dieses Buch verspricht auf jeden Fall jede Menge Entdeckungen. Fast so, als wäre man mit den großen Entdeckern der Geschichte unterwegs in Gegenden, wo nie zuvor ein Linguist gewesen. Oder ein Missionar. Oder ein emsiger Professor aus New York, den nichts so sehr fasziniert wie die Entdeckung einer neuen Sprache.

Ronen Steinke: Antisemitismus in der Sprache. Foto: Ralf Julke

Antisemitismus in der Sprache: Warum in einigen beliebten Worten noch immer die alte Judenverachtung steckt

Mauscheln geht gar nicht und Schachern schon gar nicht. Und dabei sind es zwei Lieblingsworte der deutschen Schlagzeilen-Macher. Zwei, die sie besser nicht mehr benutzen sollten. Und wenn sie Ronen Steinkes kleinen Essay gelesen haben, wissen sie auch, warum. Steinke ist selbst Journalist bei der „Süddeutschen Zeitung“. Und er weiß, wie gedankenlos wir mit Lehnworten aus dem Jiddischen umgehen.

Buchstabensalat. Foto: Ralf Julke

Der Millionen Jahre lange Weg bis zur menschlichen Sprache

Nicht nur Wissenschaftler staunen ja über den Menschen, der so erstaunliche Fähigkeiten hat, dass er scheinbar mit der ganzen sonstigen evolutionären Entwicklung nichts (mehr) zu tun hat. Aber das Staunen relativiert sich, je intensiver sich die Forschung mit der Menschwerdung beschäftigt. Denn bevor der Mensch all diese Fähigkeiten entwickelte, verging doch eine gewaltige Menge an Zeit. Auch was unsere Sprachentwicklung betrifft.

Angela D. Friederici vom Max-Planck-Institut (MPI) für Kognitions- und Neurowissenschaften will herausfinden, welche Hirnstrukturen und Gene beim Menschen den Unterschied machen. Foto: MPI CBS

Warum lernen Menschenkinder sprechen, Menschenaffen aber nicht?

Menschen unterscheiden sich durch einiges von Tieren – auch von ihren nächsten Verwandten, den Menschenaffen. Und einen sehr markanten Unterschied macht ihre Fähigkeit zum Sprechen. Warum Menschen das können und Menschenaffen nicht, das erklärt Angela D. Friederici vom Leipziger Max-Planck-Institut (MPI) für Kognitions- und Neurowissenschaften im Interview.

Harald Muenz, Florian Neuner (Hrsg.): Autorenmusik. Foto: Ralf Julke

Autorenmusik: Ein Forschungsbericht aus der Unterwelt unserer Sprache

Es gibt eine Welt dazwischen – zwischen Sprache und Musik. Eine sehr faszinierende Welt, wenn man sich wirklich einmal damit beschäftigt. So, wie es einige Dichter und Dichterinnen im 20. und 21. Jahrhundert schon getan haben. Und ebenso einige Musiker. Der berühmteste ist ja Kurt Schwitters, dessen „ursonate“ die Sprechbohrer, ein SprachKunstTrio aus Köln, natürlich auch schon aufgenommen haben auf CD. Aber sie wollten mehr.

Thomas Böhm, Carsten Pfeiffer (Hrsg.): Die Wunderkammer der deutschen Sprache. Foto: Ralf Julke

Die Wunderkammer der deutschen Sprache: Ein liebevoll gemachtes Buch über den Reichtum unserer Sprache

Der Verlag „Das kulturelle Gedächtnis“ gibt Bücher heraus, die den Lesern gleich zwei Dinge schenken: Die Freude an schön gestalteten Büchern und die Freude an der Schönheit unserer Sprache. Eine Sprache, die immer davon profitiert hat, dass Deutschland mitten in Europa liegt und von allen Seiten alles in seinen Sprachschatz aufnimmt, was ihn in irgendeiner Weise bereicherte. Wer mehr als die handelsüblichen 100 Wörter benutzt, weiß, was das für eine Schatzkammer ist.

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