Arktisches Meereis über der Beaufortsee vor der Küste Kanadas. Foto: Dr. André Ehrlich/Institut für Meteorologie
·Bildung·Forschung

Leipziger Meteorologe sieht in den Bergen den Grund für die unterschiedliche Erwärmung

Der Klimawandel läuft nicht überall gleichmäßig ab. Selbst ausgemachte Klimaforscher werden immer wieder überrascht. Augenblicklich lauten die beiden großen Rätsel Arktis und Antarktis. Und einer dieser verblüffenden Punkte lautet: Die Temperaturen in der Arktis steigen doppelt so schnell wie auf dem Rest der Erde. Die Antarktis dagegen erwärmt sich wesentlich langsamer. Woran das liegt, das erforschen auch Leipziger Wissenschaftler.

Relief an der Friedrich-Schiller-Schule in Gohlis. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Leipzig bildet

Landesschülerrat startet Schülerentscheid zum längeren gemeinsamen Lernen in Sachsen

Das neue Schulgesetz, das der Sächsische Landtag am 11. April beschloss, war am Ende nur ein Lüftchen. Ein lauer Kompromiss, der den Namen Reform nicht verdiente und fast alle Akteure, die sich im Vorfeld an der Diskussion um die Anforderungen an ein wirklich modernes Bildungssystems beteiligt hatten, vor den Kopf stieß. Auch und gerade die Schüler. Der Landesschülerrat will sich diese regierungsamtliche Fläzigkeit nicht gefallen lassen.

Bitte keine Katzen ... Foto: Marko Hofmann
·Bildung·Medien

Was Quoten und Reichweiten mit unserer Weltwahrnehmung anrichten

Es sind ja nicht nur Journalisten, die sich Gedanken darüber machen, warum solche Windbeutel wie Donald T. es schaffen können, Präsident von Amerika zu werden. Auch Wissenschaftler wie Jeff Jarvis, ein Journalistikprofessor an der City University of New York, machen sich Gedanken. Und sie stolpern dabei, wie die FAZ am Mittwoch, 17. Mai, beiläufig anmerkte, über sehr naheliegende Erklärungen.

Steffi Böttger: Münster an einem Tag. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Neun Kirchen, lauter Fürstbischöfe und die Käfige hängen noch immer an St. Lamberti

Nein, nach Münster fahre ich ganz bestimmt nicht. Jedenfalls nicht wegen Münster. Jede andere Stadt, die in Lehmstedts Ein-Tag-Stadtführer-Reihe auftauchte, hatte es etwas Vertrautes oder Herzerwärmendes. Aber Münster? Münster besteht aus lauter Kirchen. Da tun einem schon beim Lesen die Füße und der Nacken weh. Und die Käfige hängen immer noch am Turm von St. Lamberti. So etwas nenne ich überhebliches Christentum.

Leipziger Zeitung Nr. 43. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Medien

Leipziger Zeitung Nr. 43: Leipzig zwischen Wissen und Glauben

Leser von LZ und L-IZ haben es ja längst mitgekriegt: Das, was „die Leute so erzählen über Leipzig“, liegt meistens ein bisschen daneben. Die Dinge sind komplizierter, manchmal aber auch beängstigender. So wie in der "inneren Jahnallee", wo es regelmäßig zu Unfällen kommt, weil der Raum dieser 2006 neu gebauten und seither zunehmend prosperierenden Straße einfach nicht ausreicht.

Übergewicht. Foto: Matthias Weidemann
·Bildung·Forschung

Adipositas lässt unser Gehirn schneller altern

Auf schweres Übergewicht ist der menschliche Körper nicht eingerichtet. Im Grunde geraten dann gleich mehrere Regulationsmechanismen völlig aus dem Lot. Leipziger Forscher beschäftigen sich nun seit Jahren mit den gesundheitlichen Folgen des krankhaften Übergewichts. Nun können sie auch zeigen, wie das Übergewicht auch unser Gehirn schädigt.

Elke Strauchenbruch: Luthers Hochzeit. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Ein Büchlein über Luthers Hochzeit, Ehe und die Sache mit der richtigen Partnerschaft

Elke Strauchenbruch hat schon mehrere Bücher über Luthers Leben in Wittenberg geschrieben, hat sich mit Haushalt, Kindern, Ehe, Garten und Landwirtschaft beschäftigt. Kaum jemand weiß so viel darüber, wie dieser Theologieprofessor tatsächlich lebte und welche Rolle Katharina in seinem Leben spielte. Fehlte noch ein besonderes Stück: Luthers Hochzeit. Immerhin: Das war 1525 ein Politikum.

Nadja Schlüter: Einer hätte gereicht. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Das aufregende Leben mit Geschwistern, mit aufmerksamstem Blick betrachtet

Es ist eines dieser Bücher von Voland & Quist, die einfach auf den ersten Blick nicht verraten, was wirklich drinsteckt. Und eine Entdeckung ist dieses Buch. So wie die Autorin eine Entdeckung ist – Journalistin in München, wo sie für das „Jetzt“-Magazin der Süddeutschen Zeitung schreibt. Aber wie betitelt man ein Buch, in dem es nur um eins geht: Geschwister, Geschwister, Geschwister!?

Nancy Aris: Das lässt einen nicht mehr los. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

32 beeindruckende Schicksale von Menschen, die das Strafsystem in SBZ und DDR überlebten

Es ist ein dickes Buch geworden. Ungewöhnlich auch für die Reihe, die der Sächsische Beauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur herausgibt. Eigentlich, so schreibt Lutz Rathenow, der Beauftragte, in seinem Vorwort, sollte so ein Buch in die Hosentasche passen, leicht sein und gut geeignet auch als Buch im Schulunterricht. Denn daran, wie Menschen litten, lernt man das Wesen von Diktaturen kennen.

Polar 5 und Polarstern vor Longyeabyen. Foto: Alfred-Wegener-Institut/Thomas Krumpen (CC-BY 4.0)
·Bildung·Forschung

Leipziger Forscher reisen mit der „Polarstern“ Ende Mai in die Arktis

Voller Mitgefühl kündigt die Universität Leipzig die nächste Forschungsreise Leipziger Wissenschaftler an. Die führt zwar nicht zum Mars, sondern nur aufs Meer in die Arktis. Aber ist es da nicht schrecklich kalt? Auch im Frühjahr? Das werden sie schon erfahren. Das ist ja ihr Job. Und wenn die Leipziger Meteorologen Glück haben, haben sie schönstes Sonnenwetter, während in Leipzig der Regen pladdert.

Andrea Reidt: Wiesbaden an einem Tag. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Wo die Römer badeten und Dostojewski sein ganzes Geld verspielte

Am spannendsten werden Städtereisen eigentlich, wenn man dabei guten alten Bekannten begegnet. Aber in Wiesbaden? Andrea Reidt entführt die Stadtbesucher auf die Ein-Tages-Tour durch Wiesbaden. Und dem reisenden Leipziger wird so Einiges vertraut vorkommen. Denn Wiesbaden ist eine typische Gründerzeitstadt. So wie Leipzig. Sogar mit dem ernsthaften Versuch, diese Architektur des 19. Jahrhunderts unter Weltkulturerbe-Schutz zu stellen.

Ulrike Guérot: Der neue Bürgerkrieg. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Ulrike Guérot: Europa muss endlich eine echte Republik werden

Immer diese Buchtitel, die manchmal so irreführend sind – auch wenn die Analyse stimmt: Wir stecken längst in einem veritablen Bürgerkrieg. Aber einem, der in den Medien, Parlamenten und Wahlkabinen ausgetragen wird. Und in dem es vor allem um eines geht: Die Zerstörung eines demokratischen Europa. Ulrike Guérots Analyse ist eindeutig: Wir haben irgendeine komische EU-Kommission. Was aber fehlt, ist eine Idee, eine Vision, eine emanzipatorische Agenda.

Der neue Gedenkort, noch eingewickelt. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Leipzig bildet

Und wieder gibt’s eine Pleißenburg, wo sie nicht hingehört

Da gibt die Stadt Leipzig zum 1.000-Jahre-Jubiläum ihrer Ersterwähnung extra viel Geld aus für eine vierbändige Stadtgeschichte, in der kompetente Leute aufschreiben, was historisch wirklich belegbar ist. Und dann scheint im Rathaus niemand diese dicken Bücher zu lesen. Ergebnis: eine Tafel am Neuen Rathaus mit dicken Schnitzern aus dem Reich der Leipziger Mythen.

Michael Börngen: Heinrich Wilhelm Brandes (1777 - 1834). Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Eine kleine Biographie über den Erfinder der Wetterkarte

Wer den Brandesweg in Leipzig sucht, muss bis nach Lausen raus fahren. Möglichst bei gutem Wetter, Sonnenschein und so. Der See ist ja nicht weit. Und mit dem Burschen namens Brandes gibt es etwas zu feiern. Aber wer das war, das steht nicht am Wegesschild. Aber in diesem Buch steht es. Und wer die abendliche Wetterschau anschaltet, der hat Brandes' Erfindung vor Augen: Der Mann hat die Wetterkarte erfunden.

Steffi Böttger: Paderborn an einem Tag. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Jede Menge Kirchen, ein besonders kurzer Fluss, ein großer Karl und ein Friedrich, an dem man nicht vorbeigehen sollte

Es gibt Städte in Deutschland, auf die käme man nicht im Traum, wenn eine engelsgleiche Stimme fragen würde: „Und wohin fahren wir heute?“ – Paderborn gehört ganz bestimmt nicht dazu. Obwohl man hier an der Quelle ist. Zumindest, wenn man in Geschichte erfahren hat, dass deutsche Geschichte eigentlich mal mit Karl dem Großen anfing. Und den widerspenstigen Sachsen.

Die Station Haudegen. Copyright: Leibniz-Institut für Länderkunde
·Bildung·Forschung

Das Leipziger IfL-Archiv übernimmt Unterlagen des Wettertrupps „Haudegen“

Im in Leipzig ansässigen Leibniz-Instituts für Länderkunde ist die Freude groß, denn das Archiv für Geographie konnte sich jetzt über einen Neuzugang freuen, der in seiner Art einzigartig ist: die Unterlagen des Unternehmens „Haudegen“ aus dem Zweiten Weltkrieg. Klingt zwar sehr martialisch. Aber tatsächlich war es ja eine Wetterstation, die im Zweiten Weltkrieg hoch im Norden Daten sammelte.

Im Uneinigen geeint: Harald Stutte, Jürgen Kleindienst und Kostas Kipuros (v.l.n.r.) Foto: L-IZ.de
·Bildung·Leipzig bildet

Diskussion im Ariowitsch-Haus: Zum Israel-Bild in den DDR-Medien

Er ist aus den Medien verschwunden. Der Nahost-Konflikt. Der Bundesaußenminister traf sich zuletzt mit regierungskritischen Organisationen in Israel, wird als Gast von Premierminister Netanjahu wieder ausgeladen. Sein Amtsvorgänger und frisch gewählter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – gerade in Israel – betonte das freie Recht zur Wahl von Gesprächspartnern … So viel zum „sensibelsten Konflikt“ in Geschichte und Gegenwart? Konflikt verschwunden? Weit gefehlt.

Am Tag der Pressefreiheit zur Debatte versammelt: Jonas Kahl, Markus Walther, Peter Hense, Jürgen Kasek, Robert Dobschütz und Michael Weickert (vlnr.). Bild: L-IZ.de (Videoausschnitt)
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Videobericht: Drei Vorträge und eine spannende Debatte zum Thema Justiz, Hatespeech & Fakenews im Netz + Audio

Seit einigen Jahren sehen sich Journalisten, aber auch Politiker und Leser mit scheinbar neuen Herausforderungen und Bedrohungen konfrontiert, die unter anderem mit der wachsenden Bedeutung des Internets und der Sozialen Medien zusammenhängen. Eine von der Leipziger Rechtsanwaltssozietät Spirit Legal veranstaltete Diskussion am Dienstagabend, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, widmete sich unter dem Titel „Hass im Netz“ im Intercity Hotel vor allem den Themen Fake News und Hate Speech. Auf dem Podium versammelten sich zu drei Vorträgen mit Dr. Jonas Kahl, Peter Hense und Markus Walther praxisnahe Juristen zum Thema. Flankiert wurde der Abend von CDU-Stadtrat Michael Weickert, Grünen-Sprecher für Sachsen, Jürgen Kasek und Robert Dobschütz (L-IZ.de) in der anschließenden gemeinsamen Debatte.

Für die Wissenschaft. Foto: Lucas Böhme
·Bildung·Leipzig bildet

Donnerstagsdiskurs der Uni Leipzig widmet sich Wissenschaftsfreiheit und Zivilklausel

Im Rahmen des unregelmäßig stattfindenden „Donnerstagsdiskurses“ an der Universität Leipzig haben vier Wissenschaftler über die Freiheit der Forschung in Deutschland diskutiert. Ein Schwerpunkt war dabei unter anderem die sogenannte Zivilklausel, die Forschung zu militärischen Zwecken verbieten soll. Die aktuellen Gefahren für Forschung und Wissenschaftler in anderen Ländern spielten entgegen der Ankündigung keine nennenswerte Rolle.

Christine Lang-Blieffert, Wolfgang Blieffert: Kassel an einem Tag. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Auf den Spuren von Jakob und Wilhelm durch Kassel

Selbst die Beiden, die für diesen Stadtführer in Kassel unterwegs waren, äußern ganz am Anfang so einen leisen Zweifel: Lohnt es sich denn überhaupt, nach Kassel zu fahren? Ist da nicht viel zu viel zerbombt worden im 2. Weltkrieg? Und danach? War da nicht was? Warum sollte man ausgerechnet nach Kassel? Es gibt erstaunlich viele Gründe. Denn: Es war einmal ...

Der kleinere, westliche Schulhof der Apollonia-von-Wiedebach-Schule. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Leipzig bildet

Immer mehr Lehrer fehlen, Unterrichtsausfall an Sachsens Schulen nimmt zu

Da wird am Schulgesetz gebastelt und gebastelt. Am Ende wurde es ein laues Lüftchen und die eigentlichen Probleme im sächsischen Schulwesen wurden nicht gelöst. Es steckt ziemlich tief im Schlamassel, wie eine Anfrage von Petra Zais, der bildungspolitischen Sprecherin der Grünen im Landtag, ergab: "Die größten Baustellen im sächsischen Schulsystem werden immer offensichtlicher."

Jürgen Freimann: Das Märchen vom gerechten Markt. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Warum wir dem Märchen vom gerechten und besseren Markt nicht glauben dürfen

Am Ende kneift der Professor. Und das verblüfft schon, nachdem er einen richtig langen Anlauf genommen hat und mit einer weiten Herleitung aus der Geschichte dem wahrscheinlich noch nicht wissenden Leser erklärt hat, wie Märkte einst entstanden und wer ein Interesse daran hatte, Märkte zu schaffen. Denn "der Markt" ist alles andere, aber nicht das, was die lobpreisenden Anbeter "des Marktes" behaupten.

Carola Ruff: Amaranth & andere Vitalkörner. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Wie man mit Amaranth und anderen Körnern einen gesunden Ersatz fürs unverträgliche Gluten findet

Auf den ersten Blick ist das wieder so ein komisches Buch. Mit Körnern drin. Schrecklich gesund. Auch noch so exotischen wie Amaranth, Quinoa, Hirse-, Leinsamen- und Buchweizenmehl. Aber all diese Exoten tauchen nicht ganz ohne Grund wieder in unseren Läden auf. Denn wir haben da ein kleines Problem, das immer mehr Menschen zu schaffen macht. Und es hat mit unserer industrialisierten Landwirtschaft zu tun.

Bild: L-IZ.de
·Bildung·Medien

In eigener Sache (Stand Mai 2017): 450 Freikäufer und weiter gehts

Im Gegensatz zu manchen Beobachtern wussten wir, dass es schwer werden würde. Und länger dauern, als mancher vielleicht gehofft hatte. Mit unserer „Freikäufer“-Aktion versuchen wir in absehbarer Zeit gesamt 1.500 Unterstützer für ein wieder für alle offene und frei zugängliche Lokalzeitung mit einem breiten Themenspektrum zu sorgen. Dabei haben uns nun bislang – neben den bereits 760 früheren Abonnenten bereits vor der Freikäufer-Aktion – weitere 450 Menschen geholfen und 99 Euro beigetragen (Stand 03.05.2017). Vielen Dank dafür!

Ralf Zerback: Frankfurt an einem Tag. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Im Schatten glitzernder Türme bei Goethe, Börne und den Geistesblitzern der Frankfurter Schule

Nach Frankfurt? Kann man wirklich in eine Stadt reisen, die als Bankenhauptstadt, Flughafencity und mit lauter protzigen Wolkenkratzern in den Schlagzeilen ist? Eine Stadt der Banker, manchmal auch der Demokratie und der zweitwichtigsten Einkaufsmeile? Irgendwie schon, stellt man fest, wenn man mit Ralf Zerback erst mal losgerannt ist vom Hauptbahnhof, flugs durchs Bahnhofsviertel. Da wollten wir ja auch nicht hin.

Matthias Köckert: Abraham. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Die biblischste aller Bibelgestalten mal gründlich unter die Lupe genommen

Im Jahr 2001 hat die Evangelische Verlagsanstalt ein Riesenprojekt gestartet, das all jenen, die wirklich wissen wollen, was in der Bibel steht und was es bedeutet, so richtig Lese-Futter gibt. Denn kenntnisreiche Autoren beschäftigen sich ausführlich mit den wichtigsten Figuren aus diesem "Buch der Bücher". Mit Josef ging es damals los. Jetzt ist die Reihe bei Abraham angekommen – dem "Vater der Völker". Und beim Ursprung dreier Weltreligionen.

Ute Scheffler: Schwarzbier. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Die überraschend weibliche Geschichte des (schwarzen) Bieres

Unsere Ernährung ist ein Kosmos. Das erfährt jeder, der die großen und kleinen Bücher aus dem Buchverlag für die Frau durchblättert. Gerade die kleinen eignen sich ideal dazu, sich einmal dem ganz Speziellen zu widmen, worüber man sonst gar nicht groß nachdenkt. Schwarzbier? Na gut, das bestellt man beim Wirt. Gibt es darüber überhaupt mehr zu wissen, als dass es würzig und süffig ist?

Kristina Kogel: Stade an einem Tag. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Eine richtige alte Hansestadt entdecken mit Schweden, Wikingern und gerettetem Hafen

In alle Himmelsrichtungen sind die Autorinnen und Autoren der kleinen Lehmstedt-Stadtführer ausgeschwärmt und entdecken dabei Städte und Städtchen, im Grunde ein ganzes buntes Deutschland, das man in der großen Überschau gar nicht mehr sieht. Haben Sie schon einmal alle Hansestädte besucht? Bis zu 200 sollen es mal gewesen sein. Dazu gehörte bis 1601 auch Stade. Da wurde es „verhanst“. Reisen bildet, wie man sieht.

Auch in der Höhle El Sidrón in Spanien haben Forscher DNA-Spuren im Boden gefunden. Foto: El Sidrón Forschungsteam
·Bildung·Forschung

Jetzt verraten schon winzige DNA-Spuren in Höhlensedimenten die einstige Anwesenheit von Neandertalern

Archäologen sind echte Forensiker. Erst recht, seit sie die Sache mit der DNA für sich entdeckt haben. Damit können sie nicht nur den verzweigten Stammbaum der Menschheit immer genauer rekonstruieren, Wanderungsbewegungen und Verwandtschaften nachweisen. Jetzt können sie menschliche Anwesenheit sogar in Höhlen nachweisen, in denen kein Knöchelchen der einstigen Bewohner mehr zu finden ist.

Götz W. Werner, Matthias Weik, Marc Friedrich: Sonst knallt's. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Was wir in Politik und Wirtschaft sofort ändern müssen, sonst knallt es wirklich bald

Wir leben in einer Welt der Scheindebatten: Medien und Politiker reden über Dinge, die völlig unwichtig sind, über Probleme, die gar nicht existieren. Doch die wirklichen Probleme kochen unter unseren Füßen. Und niemand kümmert sich drum. Außer zwei Herren, die mit ihren Büchern schon regelrecht Alarm geschlagen haben. Nun haben sie mit Götz W. Werner einen weiteren Mitstreiter ins Boot geholt.

Der neu gestaltete Marktplatz mit dem Eingang zur Untergrundmessehalle. Die Ausschachtungsarbeiten für den weltweit einzigartigen Bau begannen am 23. Mai 1924 nach den Plänen von Carl Crämer. Zur Frühjahrsmesse 1925 wurde das Untergrundmessehaus mit seinen 98 m Länge, 45 m Breite und einer Ausstellungsfläche von 1800 m² für 175 Aussteller erstmals genutzt. (Quelle Wiki). Foto: Pro Leipzig Verlag
·Bildung·Zeitreise

Die „goldenen 20er“ in Leipzig (Teil 4): Verrohte politische Sitten, ein Tafelvorgänger und im Stadtrat rappelts mal wieder

LEIPZIGER ZEITUNG/Ausgabe 42Die Frühjahrsmesse steht an in Leipzig. Umtriebiges Gewimmel gibt es bereits im Vorfeld, es werden einerseits dringend noch Fachkräfte gesucht, andererseits stehen die Bedürftigen am heutigen MDR-Gelände Schlange um ein Stück Fleisch. Im Rathaus wird gestritten was das Zeug hält und so mancher verliert dabei seine guten Sitten und die Fakten aus dem Auge. Und eine sachsenweite Weltberühmtheit dichtet in der Neuen Leipziger Zeitung. Nein, nein. Wir sind immer noch im Jahr 1927 in der aufstrebenden Messemetropole Leipzig.

Das Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) verschwand im 19. Jahrhundert aus Halle. Die Art ist auf stickstoffarme Böden angewiesen. Sie gilt heute in ganz Deutschland als gefährdet. Foto: UFZ / André Künzelmann
·Bildung·Forschung

In wachsenden Städten geht die verwandtschaftliche Vielfalt der Pflanzenwelt immer mehr verloren

Die Meldung hat es in sich: „Urbanisierung kostet fast fünf Milliarden Jahre Evolutionsgeschichte“, heißt die jüngste Meldung aus dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Da haben die Wissenschaftler wohl ein bisschen zuviel Sekt getrunken, als sie in der vergangenen Woche so übermütig ihr 25-jähriges gefeiert haben. Man darf nicht alles summieren. Auch wenn die Warnung berechtigt ist.

Der Stadtverordnetensaal im Neuen Rathaus in der Zeit um 1927 mit seiner Kassettendecke und den hölzernen Paneelen. Die Wandmalerei mit antikisierenden Prozessionsmotiven schuf der Kunstmaler Julius Mössel. Bis 2020 soll der Ratssaal umgebaut werden. Foto: Pro Leipzig Verlag
·Bildung·Zeitreise

Die „goldenen 20er“ in Leipzig (Teil 3): Eine echte Prise Weimarer Luft schnuppern oder #MakeMonarchyGreatAgain

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus der Ausgabe 42Das Kaiserreich und seine Anhänger bleiben im politisch fragilen Jahr 1927 weiter präsent. Dies zeigt sich auch an den Personen, welche nun wieder die Geschicke der Deutschen lenken. So auch der oberste Heeresleiter im I. Weltkrieg und „Dolchstoß“-Erfinder, Paul von Hindenburg, welcher nun Reichspräsident in der Republik ist. Und auch unter den gewählten Parlamentariern finden sich genügend Gestrige, die mit der Demokratie nach wie vor nicht viel anfangen können. Eindrücke vom Zeitgeschehen vermittelt wie gewohnt die „Neue Leipziger Zeitung“ (NLZ).

Osnabrück an einem Tag. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Ein berühmter Frieden und der bekannteste Pazifist der deutschen Literatur

Mein Name ist Hase, sagte das Flüsschen. Und dann kam Karl der Große, schlug die Sachsen, ließ die Irminsul fällen und ließ eine Missionszelle gründen, da, wo eine alte Handelsstraße durch eine Furt der Hase führte. So ungefähr könnte es damals begonnen haben mit Osnabrück. Steffi Böttger ist hingefahren und hat sich die Stadt mal angeschaut, in der fünf Jahre lang über einen Friedensvertrag verhandelt wurde.

Ralf C. Müller (Hrsg.): Fast geht es mir wie dem Vaterlande ... Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Das Tagebuch des Leipzigers Heinrich Oskar Kunitzsch aus dem Ersten Weltkrieg

Über große Kriege schreiben meist nur große Feldherren, Strategen und Historiker. Was aber der einfache Soldat erlebt hat, das erfährt die Welt meist nur, wenn Leute wie Hasek, Remarque oder Tucholsky drüber schreiben. Viel zu selten kann auf authentische Dokumente der Kriegsteilnehmer zurückgegriffen werden. Das Kriegstagebuch des Leipzigers Heinrich Oskar Kunitzsch ist so ein seltener Fall.

Morning has broken. Grafik: L-IZ
·Bildung·Medien

Morning has broken und ein einziges Kuddelmuddel

LeserclubWar das jetzt tatsächlich Lektion Nummer 4 für Herrn L.: Die Erziehung zum Schaf? Hatte ihm Don Leone tatsächlich seine Buddys hinterhergeschickt, um ihm ein wenig zu drohen? Machte es der beliebteste Restaurantbesitzer der Stadt tatsächlich so plump? So filmreif? Wenn man diese Art Film überhaupt irgendwie mochte? „Was will dieser Operettenkavalier von mir?“

Grit Nitzsche: Kleines Buch vom Mohn. Foto: Ralf Jul
·Bildung·Bücher

Vom berauschenden Schlafmohn, dem Klatschmohn im Felde und dem leckersten Kuchen aus Omas Küche

Es lohnt sich immer wieder, sich auch mit all den scheinbar so selbstverständlichen Pflanzen in unserer Umgebung zu beschäftigen. Die so selbstverständlich nicht mehr sind. Aus vielen Feldern ist der Mohn verschwunden, seit mit gewaltigen Herbizideinsätzen gegen alles vorgegangen wird, was die moderne Landwirtschaft nicht mehr auf Feld und Rain sehen will. Dabei erzählt Mohn von gesunden Feldern.

Der natürliche Papiermacher, Regensburg 1765. Foto: Deutsche Nationalbibliothek
·Bildung·Medien

Deutsches Buch- und Schriftmuseum lädt ein in die virtuelle Ausstellung „Bahnriss?! Papier | Kultur“

Der 23. April ist offizieller Welttag des Buches. Und zu der Gelegenheit hat das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig in Kooperation mit der Deutschen Digitalen Bibliothek eine virtuelle Ausstellung ins Netz gestellt: „Bahnriss?! Papier | Kultur“. Bahnriss? Das klingt nach einer Katastrophe. Ist es gewissermaßen auch. Nicht nur in der Zeitungsdruckerei.

Thorsten Pietschmann: Zittau an einem Tag. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Zittau und Herrnhut vielleicht doch lieber an mehr als einem Tag

Zittau – das ist auf den ersten Blick so eine Art graue Maus ganz da hinten, außen, am Rand von Sachsen. Völlig in den Schatten gespielt von Städtchen wie Bautzen oder Freiberg oder Heidenau, wo die Bürger ordentlich für Radau sorgen. Also doch lieber nach Zittau, in den äußersten Zipfel von Sachen, da, wo Sachsen wirklich international ist.

Frank Bröker, Marlene Bart: Puckkunst. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Puckkunst für Freunde von Buntstift und Eishockeypause

Frank Bröker hat eigentlich fast alles aufgeschrieben, was es zu Eishockey in Deutschland und anderswo aufzuschreiben gibt. Man kennt die großen Helden, die Anfänge und die diversen Umbauten in den Ligen. Man weiß, dass es ein harter Sport ist für Anhänger, denen Fußball zu weich ist. Aber jetzt sind sie gut beraten, sich ein paar Buntstifte einzustecken.

Frisch am Kiosk: Leipziger Zeitung Nr. 42. Foto: L-IZ
·Bildung·Medien

Vorwärts und nicht vergessen: Die Leipziger Zeitung nimmt mal die Vergesslichkeit von Stadt und Land unter die Lupe

„Arm, sexy und willig“, am Ende kam dann die große Pleißestadt Leipzig doch noch auf einen knappen Nenner. Denn was sich derzeit staut an ungelösten Problemen in Leipzig, das ist das Ergebnis aus Jahren der Verzögerung, des Abwartens, Abwägens, Zögerns. Aktuellstes Thema: der Nahverkehr. Stoff gleich für mehrere Artikel in der neuen „Leipziger Zeitung“. Nr. 42 liegt morgen am Kiosk und im Lieblings-Laden.

Herbert Frauenberger: Ostdeutsche Gerichte mit Geschichte(n). Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Eine Lanze für den Einfallsreichtum der ostdeutschen Küchen

Wie arbeitet man gegen Vorurteile an? Man bleibt beharrlich, erzählt und schildert, was wirklich von Belang ist. Und wie reich eine Landschaft tatsächlich war und ist, die in den Legenden der Gegenwart als triste Einöde suggeriert wird. Dabei war ostdeutsche Küche immer eine Welt der Phantasie, des Einfallsreichtums und ganz regionaler Spezialitäten. Einer muss es wissen: Herbert Frauenberger.

Mediennutzung. Grafik: ARD-ZDF-Langzeitstudie 2015
·Bildung·Medien

Wer die Macht über die Zuschauer hat, hat auch die Macht über die Politik

Eigentlich gäbe es über das Medium Fernsehen kein Wort zu verlieren. Es ist alles darüber gesagt. Es hat nur nichts geändert. Also müssen wir wohl doch wieder drüber nachdenken. Weil eines stimmt, da hat „Olaf“ natürlich Recht, wenn er in seinem Kommentar von „manipulierter Wirklichkeit“ schreibt. Dass wir uns mit Typen wie Trump abgeben müssen, hat eine Menge mit Fernsehen zu tun und wie Fernsehen unsere Weltwahrnehmung verzerrt.

Sascha Heße: Dass die Strömung uns nicht forttrage ... Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Sascha Heßes Gedanken über Vergängnis und Schöpfertum

Er schreibt und schreibt und schreibt. Er kann nicht anders. Leben ist Denken für den Schriftsteller, Komponisten, Musikpädagogen und – nicht zu vergessen – Philosophen Sascha Heße aus Leipzig. Und was ihm so durch den Kopf geht, das schreibt er auf. Seine Gedanken-Bücher erscheinen in hoher Schlagzahl. Aber geht es im jüngsten Band tatsächlich um die Leiden des Künstlers?

Jutta Pillat (Hrsg.): Antworten auf einen Handstand. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Warum die einen Engel sehen, die anderen Wolken und kaum jemand die unerhörte Leichtigkeit des Seins

Das Bild hat Symbolkraft: Ein Mädchen geht in den Handstand, ist noch nicht ganz ausbalanciert. Spielerisch sieht es aus, selbstbewusst, herausfordernd. „Handstand“ hat der Hallenser Künstler Uwe Pfeifer die 2011 entstandene Lithografie genannt. Und die Leipziger Dichterin Jutta Pillat war so fasziniert von diesem kleinen Kunstwerk, dass sie unbedingt einen Gedichtband draus machen wollte.

Nächtliche Fahrt. Grafik: L-IZ
·Bildung·Medien

Kleine Warnung von Don Leone

LeserclubIrgendwann in dieser ziemlich turbulenten Nacht mussten sie dann tatsächlich jemanden aufgeschreckt haben, der so viel Neugier überhaupt nicht goutieren konnte. Die Bilder der Nacht blitzten zwar nur noch fetzenweise durch den arg dröhnenden Kopf von Herrn L. Ein Kater kam drin vor. Ein paar dunkle Gestalten. Aber auch ein lichter Moment.

Andreas M. Sturm: Sachsenmorde 2. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

13 Mal Mord in allen Ecken und manchmal auch ein bitterböser Hauch Gerechtigkeit

Manche Geschichten gehen weiter, auch wenn es ein bisschen gerumpelt hat im Verlagsleben. Und es hat bei mehreren Leipziger Verlagen heftig gerumpelt in letzter Zeit. Für den fhl Verlag, der sich zuletzt auf Krimis spezialisiert hatte, bedeutete das das Finale. Aber die Krimi-Geschichte geht weiter – nun in der neu gegründeten edition krimi. Denn Mord und Totschlag sind ewige Themen. Mit einem immerhungrigen Publikum.

Einladung zur Festveranstaltung für Elsa Asenijeff (Ausschnitt). Grafik: GEDOK
·Bildung·Zeitreise

Am 19. April wird auch Elsa Asenijeff noch nachträglich gewürdigt

Es hat nicht nur Clara Schumann erwischt. Auch eine andere berühmte Frau hat es nicht in den Leipziger Jubiläumskalender geschafft. Sie war ja auch „nur“ Muse, Modell, Dichterin. Und ein bisschen verrückt, scheinbar. Sie ist der Schatten in Max Klingers Biografie: Elsa Asenijeff. Doch wenigstens die Leipziger GEDOK Gruppe feiert ihren 150. Geburtstag.

Friedrich Magirius: Gelebte Versöhnung. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Die sehr zurückhaltenden Erinnerungen des Vermittlers Friedrich Magirius

Wer Peter Wensierskis Buch „Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution“ gelesen hat, ist auch über den zarten Hinweis auf Friedrich Magirius gestolpert. Der kommt als Akteur in Wensierskis Buch eher nur beiläufig vor. Dafür gibt es den Hinweis auf Magirius’ geplante Autobiographie. Nun ist sie da. Und sie bestätigt die Position der Protagonisten aus Wensierskis Buch.

Manche Menschen können richtig professionell Tagträumen. Foto: MPI CBS
·Bildung·Forschung

Tagträumen ist kein Laster, sondern eine besondere Fähigkeit für kreative Menschen

Am Ende werden wir unser Leben ändern müssen, unser Arbeiten und Rumrennen sowieso. Es ist viel zu gefährlich, erfordert permanent volle Konzentration. Wer nicht aufpasst, wird über den Haufen gerannt oder gefahren. Träumen darf man da draußen nicht. Dabei ist Tagträumen etwas Fruchtbares – wenn man es zulassen darf. Aber wer immerfort rast, der darf nicht träumen. Da haben Leipziger Wissenschaftler was dazu zu sagen.

Zumindest am Schulgebäude hübsch getrennt. Foto: Marko Hofmann
·Bildung·Leipzig bildet

Für die CDU schon eine Reform, für Sachsen eher eine kleine Enttäuschung

Reicht es schon? Oder ist es wieder zu kurz gesprungen? – „Der Landtag hat heute nach mehr als einjähriger intensiver öffentlicher und parlamentarischer Beratung ein neues Schulgesetz beschlossen. Das ist zugleich der Beginn eines neuen Prozesses“, erklärte Sabine Friedel am Dienstag, 11. April. Sie ist die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag. Und das neue Schulgesetz ist auch ein wenig ihr Baby.

Jason Brennan: Gegen Demokratie. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Warum wir gebildete Wähler brauchen und die Macht nicht den Hooligans überlassen dürfen

Irgendetwas läuft falsch in den westlichen Demokratien. Das wird derzeit auch vielen Leuten bewusst, die bislang immer noch glaubten, die Demokratie sei stark genug, um den Triumph von Populisten, Wirrköpfen, Narren und Chauvinisten zu verhindern. Aber das Gegenteil ist der Fall: Augenscheinlich kommt denen der moderne Wahlzirkus geradezu entgegen. Was läuft da falsch? Darüber grübelt Jason Brennan seit zehn Jahren.

Prof. Dr. Josef Alfons Käs vor einem Optical Cell Stretcher zur Bestimmung der mechanischen Eigenschaften von Zellen und Gewebe. Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig
·Bildung·Forschung

Wie ein Leipziger Biophysiker erforscht, wie Krebszellen sich ausbreiten

Manchmal braucht es einen richtig fetten Preis, damit auch die Leipziger einmal wieder merken, dass in ihrer Stadt auch hochkarätige Forschung auf Weltniveau betrieben wird. Eins dieser Forschungsgebiete ist die Krebsforschung. Und ausgezeichnet wurde jetzt der 55-Jährige Biophysiker Prof. Dr. Josef Alfons Käs mit dem prestigeträchtigen Advanced Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC) in Höhe von 2,3 Millionen Euro.

Marten Melin: Viel mehr als ein Kuss. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Marten Melin erzählt über die verwirrende Welt der erwachenden Gefühle

Mit diesem Buch des schwedischen Autors Marten Melin stößt der Klett Kinderbuchverlag nach „Etwas mehr als Kuscheln“ zum zweiten Mal in den Bereich Jugendliteratur vor. Auch das ein Feld, auf dem allerlei Regeln und Erwartungen und Stereotype herrschen. Selbst im eigentlich so freizügigen Schweden. Da diskutieren die Erwachsenen heftig über Melins Bücher. Die Kinder lesen sie mit Begeisterung.

Nora Gomringer & Philipp Scholz: Peng Peng Peng. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Gedichte sind Musik und Heimat ist der Strohhalm für die Ahnungslosen

Kann man Gedichte zelebrieren wie ein Jazz-Konzert? Kann man. Alles kein Problem. Dass sich Nora Gomringer nicht scheut, mit Musikern zusammen ins Studio zu gehen, hat sie zum Beispiel 2013 gezeigt, als sie mit dem Dresdner Wortart Ensemble eine Scheibe Lyrik einspielte. Eigentlich auch das schon ein hörbarer Beweis: gute Lyrik ist Jazz. Theater sowieso. Und bei Gomringer: unterhaltsames Spracherlebnis.

Caroline Vongries: Frauen der Reformation. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Ohne Frauen ist auch die Luthersche Reformation nicht denkbar

„Wie weiblich ist die Reformation?“, fragt Caroline Vongries im Vorwort. Sie ist nicht die Erste, die sich diese Frage stellte. Und dann zwölf knappe und aussagekräftige Porträts von Frauen schrieb, die in der Reformationsgeschichte namhaft und nachweisbar sind. Und es sind nicht alle, betont sie selbst im Vorwort. Und macht damit etwas noch immer Überraschendes klar.

Inszeniert. Deutsche Geschichte im Spielfilm. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Sieben Kapitel zur filmischen Geschichtsaneignung der (West-)Deutschen

Seit dem 5. April ist im Zeitgeschichtlichen Forum die Ausstellung „Inszeniert. Deutsche Geschichte im Spielfilm“ zu sehen. Vorher war sie in Bonn im Haus der Geschichte zu sehen. Den Ausstellungsmachern ist durchaus bewusst, wie stark Filme und Serien die Sicht der Deutschen auf ihre Geschichte beeinflussen. Manche kennen Geschichte überhaupt nur durch Filme. Ein ganz heißes Eisen.

Die räuberischen Milben unter dem Mikroskop. Foto: Tom Künne/Forschungszentrum iDiv
·Bildung·Forschung

Höhere Temperaturen verschärfen die Konkurrenz um knappe Ressourcen

In Leipzig und einigen anderen mitteldeutschen Städten arbeiten ja Forscher seit geraumer Weile daran, ein paar besondere Folgen des Klimawandels zu erkunden. Ihnen geht es mal nicht um Wolken, Fluten und Eisberge, sondern um das, was die steigenden Temperaturen mit der biologischen Vielfalt anrichten. Und bislang belegen etliche Experimente, dass sich diese Vielfalt verringert. Selbst Milben bleiben nicht verschont.

Ute Scheffler: Die besten Berliner Rezepte. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Eine appetitanregende Entdeckung von Berlin als kulinarische Landschaft

Für gewöhnlich denkt man bei Berliner Essgewohnheiten an solche Dinge wie Döner, Currywurst, Bulette und vielleicht noch Berliner, die es in Berlin aber nicht gibt. Denn dort heißen Pfannkuchen wie auch in Sachsen Pfannkuchen. Und sonst? Wovon leben die Berliner tatsächlich? Nur von Berliner Luft? Oder ist Berlin auch eine kulinarische Region wie die andere Fleckchen im Osten? Ist es, kann Ute Scheffler feststellen.

Uli Hannemann: Wunschnachbar Traumfrau. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Wunschnachbar Traumfrau: Uli Hannemanns Weiter-spinn-Geschichten aus einem ziemlich harten Berliner Leben

Vielleicht sollte man, wenn man zu viel grübelt, lieber doch kein Autor werden? Oder gehört das viele Grübeln notwendig dazu, weil einem sonst niemand abnimmt, dass man sich wirklich ernsthaft mit dieser Welt beschäftigt? Uli Hannemann ist so etwas wie der Moll-Ton in der Lesebühne LSD, „Liebe statt Drogen“. Neben eher quietschfidelen Herren namens Strübing, Tube oder Spider.

Die Fahrt durch die Nacht. Grafik: L-IZ
·Bildung·Medien

Erinnerung an eine Nacht voller Hunde

LeserclubEs gibt nicht nur vier verschiedene Versionen dessen, was in dieser Nacht tatsächlich passiert sein könnte. Vier Versionen, die so gar nicht zusammenzupassen schienen. Was Herr L., als er dann endlich irgendwann wieder ein wenig klarer denken konnte und die Kopfschmerzen nachließen, erst recht beunruhigte. Denn wie sehr sehnte er sich doch in seiner Arbeit nach klaren, sauberen Linien.

Wolfgang Ratzmann, Thomas A. Seidel (Hrsg.): Eine Insel im roten Meer. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Wie das Theologische Seminar in Leipzig zu einer Insel wurde im Land der Kontrolleure

Der Titel ist provokant, war aber so nicht gemeint. Zumindest nicht so eindeutig. Immerhin ist das eher ein Erinnerungsbuch – von Studierenden und Dozenten des einstigen Theologischen Seminars in Leipzig, das Leser von Büchern zum Herbst ‘89 aus anderen Zusammenhängen kennen: Manche Studierende dieses Instituts spielten eine prominente Rolle in den Ereignissen vor und nach dem 9. Oktober 1989.

Anna Mateur: Gut sortiert. Foto: Ralf Julke
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Die erste Scheibe mit Hörschnitzeln von Anna Mateur

Anna Maria Scholz alias Anna Mateur ist eins jener frappierenden Beispiele dafür, dass aus diesem provinziellen, ungebildeten und trantütigen Fleckchen namens Sachsen noch echte Menschen mit Lebenswitz, Scharfsinn und bissigem Humor kommen können. Trotz alledem, darf man sagen. Trotz alledem, was es auf dieser CD zu hören gibt. Wer Sachsen begreifen will, kommt um Anna Mateur nicht herum.

Luise Boege: Bild von der Lüge. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

„Bild von der Lüge“ – Das befremdliche Leben als Zuschauerin und Organersatzteillager

Was lotet diese junge Dame da eigentlich aus? Der Titel verspricht eine Menge. Und die erste Geschichte in diesem Band heißt auch so und taucht auch hinab in jene jungen Jahre, in denen geistig wache Menschen meist mitkriegen, dass sie ganz gut sind im Erfinden, Schwindeln und Geschichtenerzählen. Durchaus mit kriminellem Potenzial. Autoren, die das nicht schaffen, haben ihr Metier nicht verstanden.

Lutz Heydick: Mulde abwärts vom Rochlitzer Berg zur Mündung. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Mit Lutz Heydick 165 Kilometer immer die Mulde hinab

Was macht man eigentlich als Verleger, wenn man den Verlag an die Kinder abgegeben hat? Bücher natürlich. Bücher, zu denen man im Verlegeralltag keine Zeit gefunden hatte. Man schwingt sich aufs Rad und erkundet die eigene Heimat. Denn Heimat ist, was man wirklich mit eigenen Augen gesehen und mit allen Sinnen erspürt hat. Das Land an der Mulde zum Beispiel.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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