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Reparieren statt Wegwerfen: In Lindenau öffnet am 21. Juni das “Café kaputt”

Am Samstag, 21. Juni, von 14 bis 20 Uhr wird in der Merseburger Straße 102 (Hinterhaus) in Lindenau das Reparaturcafé- und Bildungsprojekt "Café kaputt" vom Verein Leben.Lernen.Leipzig e.V. feierlich eröffnet. Die Gäste des neuen Cafés haben an diesem Nachmittag die Möglichkeit, den Raum anzuschauen, das Projektteam kennenzulernen und das Angebot auszuprobieren.

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Montagsdemo: Sonntagsausflug oder Spaltung?

Eigentlich von Beginn an stand bei den montäglichen Mahnwachen in Leipzig die Frage im Raum, inwieweit diese aus Berlin zentral gesteuert seien oder unabhängige Veranstaltungen mit teils regionalen, lokalen Bezügen. Die Redebeiträge der vergangenen Wochen drehten sich zunehmend um Lösungen vor Ort, um konkrete Änderungen im eigenen Umfeld und Frieden in der Ukraine. Die Selbstvermarkter wie Compact-Herausgeber Jürgen Elsässer, Andreas Popp und längst auch Lars Mährholz schienen fern. Einzig Ken Jebsen tauchte von sich aus auf und debattierte nahezu ausschließlich mit der anwesenden AntiFa über seine Person. Nun beginnt sich die Bewegung in Leipzig zu spalten.

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Nach der Sitzung des HTWK-Hochschulrates zum “Fall Nagler”: Wenn der Druck steigt

Öffentlich äußern möchte sich HTWK-Kanzlerin Swantje Heischkel zur Causa Mike Nagler offenbar auch nach der gestrigen Sitzung des Hochschulrates nicht. Das Thema Nagler war nach L-IZ-Informationen auf der Tagesordnung, die Kanzlerin anwesend. Hinter den Kulissen rumort es längst mächtig. Während sich die Verantwortlichen der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur ausschweigen, melden sich andere zu Wort. Unter ihnen die Ver.di-Verantwortliche für Sachsen und Cornelius Weiss. Immerhin ehemaliger Rektor der Universität Leipzig und heutiges Mitglied des Verwaltungsrates der HTWK.

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Neuauflage des Radikalenerlass in Sachsen? Gesellschaftliches Engagement und Lehrverbot an der HTWK

Mike Nagler ist kein Unbekannter in Leipzig. Die Liste seiner gesellschaftlichen Aktivitäten ist lang - das attac-Mitglied führte einst mit vielen gemeinsam den Bürgerentscheid 2008 über den Verkauf der Stadtwerke Leipzig herbei, kandidierte zweimal für den Bundestag. 2013 war er im Umfeld des Bürgerentscheides über den Stopp weiterer Privatisierungen in Leipzig zu finden und engagiert sich im Umfeld der Montagsdemos und der Auseinandersetzung rings um die Kürzungswelle an der Uni Leipzig.

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Neue Räume, weniger Personal: KAOS-Kultursommer und Musikbereich stehen vor dem Aus

Aufgrund einer voraussichtlich ersatzlos auslaufenden Bürgerarbeitsstelle muss der Musikbereich der Kulturwerkstatt KAOS, zu dem auch die Organisation der erfolgreichen Veranstaltungsreihe "KAOS-Kultursommer" gehört, voraussichtlich ab September 2014 spätestens ab Januar 2015 geschlossen werden, teilt die emsige Kulturwerkstatt mit, die derzeit am Kanal 28 ihr Bauzeit-Interim betreibt.

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Erfolg einer grandiosen “Arbeitsmarktkorrektur”: Leipzigs Bürgervereine stellen nacheinander ihre Arbeit ein

In den vergangenen 25 Jahren haben sie das Leben in Leipzig geprägt, haben Stadtteilfeste organisiert, Stadtteilforschung betrieben, Beratung angeboten, dem bürgerschaftlichen Engagement einen Ort geboten: Leipzigs Bürgervereine. Doch jetzt knipsen sie einer nach dem anderen die Lichter aus. Oder der Insolvenzverwalter tut es. Im Mai fragte Linke-Stadträtin Dr. Skadi Jennicke besorgt, welches Ausmaß diese Entwicklung schon angenommen hat. Die Antwort von Verwaltungsbürgermeister Andreas Müller (SPD) ist niederschmetternd.

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Montagsdemo: Das lange L-IZ-Interview mit den Leipziger Veranstaltern (2)

Seit dem 31. März 2014 gibt es sie - die Mahnwachen in Leipzig. Von Beginn an hat auch die L-IZ versucht, die Montagsdemonstration vor der Oper von mehreren Seiten und mit der lokalen Brille zu betrachten. Seit mehr als zwei Wochen haben sich nun die drei Vertreter der Veranstalter Anne, Daniel und Mike (Namen d. Red. bekannt) die Mühe gemacht, offene Fragen zu beantworten und ihre Sicht auf die Dinge darzulegen. Ein Interview, in welchem sie frei sagen konnten, was sie zum Engagement trieb, was sie an TTIP, Monsanto, den Entwicklungen in der Ukraine und dem Gesellschaftssystem allgemein kritisieren. Hier also Teil 2 des langen L-IZ-Interviews mit den Machern der Mahnwachen in Leipzig.

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Montagsdemo: Das lange L-IZ-Interview mit den Leipziger Veranstaltern (1)

Es wird nicht ruhiger um die montäglichen Versammlungen auf dem Augustusplatz. Mal mehr, mal weniger Leute versammeln sich nun Woche für Woche zur Mahnwache auf dem Platz vor der Leipziger Oper, halten Ansprachen, singen Lieder, lassen Luftballons aufsteigen und fordern Frieden. Die Gemengelage bereits unter den Veranstaltern ist komplex, einfache Antworten auf unzählige ebenso schwierige Fragen gab es im Rahmen des L-IZ - Interviews nicht zu erwarten. Drei der Macher der Mahnwache haben sich bereit erklärt, es zu versuchen. Im Interview also Anne, Daniel und Mike von den Leipziger Organisatoren.

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Lotta e.V. will MonaLiesa wieder flott machen: Jetzt sind engagierte Spenderinnen und Spender gefragt

Es lohnt sich zu kämpfen. Auch und gerade dann, wenn andere schon die Flinte ins Korn werfen. Und erst recht dann, wenn eine Idee gut ist. Das erleben gerade all jene, die sich seit Monaten um das Überleben der Leipziger Frauenbibliothek MonaLiesa bemühen. Der alte Trägerverein ist zwar in die Insolvenz geschlittert. Aber das Projekt muss weitergehen, sagten sich auch die fünf Mitstreiterinnen des Lotta e.V.

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Demo des Friedenszentrums: Ein bisschen Wecker, mehr Frieden und weniger Klitschko + Bildergalerie

Eine gute 1.000 wird am Ende wohl dabei gewesen sein, vielleicht etwas mehr. Ab 14:30 Uhr trafen sich Friedensbewegte und neugierige Zuschauer auf dem Nikolaikirchhof, um ein paar Fragen zur aktuellen Friedenslage zu klären. Eingeladen und organisiert hatten das Friedenszentrum und Volker Külow (Die Linke, MdL), ihrem Ruf gefolgt waren unter anderen ein sangesfreudiger Konstantin Wecker, ein pointierter Meigl Hoffmann und ein angriffslustiger Diether Dehm (Die Linke). Es wurde ein kurzweiliger Nachmittag mit Ansagen, thematisch bis hinüber zu den montäglichen Mahnwachen.

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Weitere Streiks bei Amazon: Für Tarifvertrag, Lohnerhöhung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld

Am Freitag, den 30.05.14, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit Beginn der Frühschicht die Beschäftigten der Amazon-Standorte in Leipzig und Bad Hersfeld zu einem zweitägigen Streik auf. ver.di will Amazon wieder mit der Forderung nach einem Tarifvertrag konfrontieren und Druck machen, um für die Beschäftigten in diesem Jahr eine Lohnerhöhung zu erreichen. Der Streik wird am Samstag, 31.05.14, bis zum Ende der Spätschicht fortgesetzt.

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Kommunalwahlkampf 2014 – der BUND Leipzig hat gefragt: So wichtig ist Umwelt- und Naturschutz den Parteien

Im Kommunalwahlkampf stehen neben der Diskussion um Kitaplätze und Kultur auch Themen wie Verkehrslärm, Personennahverkehr oder der Auwald hoch im Kurs. Die Podiumsdiskussion des BUND Leipzig zu Natur und Umwelt Ende April im Werk 2 bildete sogar den inoffiziellen Wahlkampfauftakt. Außer der kurzfristigen Absage des CDU-Kandidaten waren Vertreter aller größeren Parteien angetreten.

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Leipzigs Umweltschutzverein hat Vorstand gewählt: Sieben Bewährte und eine Neue

Zur Mitgliedervollversammlung am Montag, 19. Mai, haben die Mitglieder des Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V. einen neuen Vorstand gewählt. Acht Ökolöwen steuern in den nächsten zwei Jahren die Wege des Vereins. Wiedergewählt wurden Marco Böhme, Beatrice Garske, Peter Hartelt und Dr. Sabine Hübert, Michael Schaaf, Holger Seidemann und Annett Wagner. Neu dabei ist Christian Kleindienst, der sich wie bisher um das Computernetzwerk im Büro, die Websitetechnik und Büro-Hardware kümmern wird und damit die nötige Büroinfrastruktur am Laufen hält.

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Da war doch was am Sonntag: Naziaufmarsch gekappt + Bildergalerie

Viel war letztlich nicht los. Was seitens der Jungen Nationaldemokraten (JN) im Vorfeld der Demonstration am Sonntag wie das Armageddon klang, war der mittlerweile übliche laue Wind. 100 sagen die einen, 150 die anderen, mehr braune Kameraden wollten es dann doch nicht werden - ihnen gegenüber 450 oder 1.000? Da waren sich Veranstalter "Leipzig nimmt Platz" und Polizei erneut nicht einig, aber das wäre schon fast eine Überraschung gewesen. Keine hingegen, in Leipzig ist für JN und NPD nicht gut demonstrieren.

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Immer wieder Montagsdemo: Aktivisten rufen erneut auf den Augustusplatz

Während die Medienwahrnehmung des Themas Montagsdemo immer noch lustige Purzelbäume und frappierende Pirouetten dreht, wenn es um links, rechts, oben und unten geht, versammeln sich seit Wochen mehr und mehr Menschen auf dem Augustusplatz. Vergangenen Montag waren es bereits rund 1.000 - sicher auch wegen Ex-RBB-Moderator Ken Jebsen, aber nicht nur. Der in nahezu allen Reden auf den Leipziger Demos geäußerte Wunsch nach Frieden scheint manchen Beobachtern zu groß geraten - die Versammlungsteilnehmer jedoch glauben fest daran.

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Saalprobleme im Anker: Förderstiftung bietet Stadtbad als Alternative an – und wünscht sich selbst Planungssicherheit

Wenn die Stadtväter schon nicht wissen, was sie mit dem 100-jährigen Stadtbad anfangen sollen - die Förderstiftung weiß es wohl. Sie arbeitet ja mit dem Haus, auch wenn es das Liegenschaftsamt der Stadt gern verkaufen möchte. Es bietet sich sogar dann, wenn anderswo Saalprobleme auftauchen, als Alternative an. Jetzt aktuell für den Anker, dessen Saal 2014 auf keinen Fall mehr zur Verfügung steht.

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Reinhard Bütikofer im Interview (Teil 2): “Europa soll eine exponierte Rolle in Sachen Klima und Energie sowie Wirtschaftspolitik spielen”

Zwei Parteien haben bei der stattgefundenen Abstimmung im EU-Parlament zu den besonderen Investorenschutzklauseln dagegen gestimmt, dass zukünftig in der Konsequenz Konzerne Staaten verklagen können, falls stärkerer Verbraucherschutz ihre Interessen negativ tangiert. Obwohl dieses Gesetz noch von den Staaten der EU bestätigt werden muss, eine schwere Niederlagen für die Linen und die Grünen. Wie weiter in Europa, was macht die gefallene 3-Prozent-Hürde mit dem Parlament und scheitert am Ende nicht das gesamte Bündnis? Reinhard Bütikofer (B90/Die Grünen) im Interview.

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Reinhard Bütikofer im Interview (Teil 1): “Wir müssen das angehen, was in Europa schiefläuft”

Die Kritik an vielen Wegen der EU und des Parlamentes reißt nicht ab. Im Vorfeld der Europa-Wahlen vom 22. bis 25. Mai erst recht nicht. Zu bürokratisch, zu weit weg von den Bürgern und ein scheinbar machtloses Parlament sind in vielen Debatten die Beschreibungen Europas. Vor allem die Hinterzimmerpolitik und der Einfluss mächtiger Lobbyverbände bei Verhandlungen rings um ACTA und nun auch TTIP lassen so manchen Wähler abwinken. Hilft doch nix, das Parlament hat ja nichts zu sagen. Keine leichten Zeiten für Europaparlamentarier wie Reinhard Bütikofer (B90/Die Grünen), wenn sie für den gemeinsamen europäischen Weg einstehen und zur Wahl trommeln.

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Ans Herz gewachsen: Architektur-Absolventin aus Aschersleben übergibt Stadtbad-Modell an die Förderstiftung

Die Förderstiftung Leipziger Stadtbad darf sich ab sofort über ein detailgetreues Modell des historischen Denkmaljuwels als Leihgabe freuen. Franziska Krümmling, Absolventin der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle und angehende Innenarchitektin, überreichte Vorstandsmitglied Thomas Flinth den Nachbau im Maßstab von 1:100, den sie im Rahmen ihrer Masterarbeit anfertigte.

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Nach “Reform” der “Arbeitsmarktinstrumente”: Erste Leipziger Bürgervereine vor dem Aus

Nicht nur Vereine wie der MonaLiesa e.V. stehen vor dem Aus. Auch andere Leipziger Vereine bekommen nach den diversen "Korrekturen" zu den Förderinstrumenten des Arbeitsmarktes Probleme. Reihenweise gehen die geförderten Arbeitsstellen verloren, mit denen viele Leipziger Vereine ihre Arbeit gesichert haben. Jetzt trifft es zwei Bürgervereine aus dem Leipziger Norden.

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Montagsdemo: Nie wieder Krieg – Auch Mike Nagler ruft zur Mahnwache und wird sprechen

Es hat genügend Debatten rings um die wöchentlich stattfindende "Mahnwache für den Frieden" wie die Montagsdemos offiziell heißen gegeben - rechts und links zeigten sich schnell meinungsstark, die "Mitte" ablehnend oder einfach hingehend. Über der Definition, was das nun eigentlich ist, was da seit fünf Wochen mit Redebeiträgen, Luftballonaktionen und Livemusik auf dem Leipziger Augustusplatz stattfindet, sind schon alte Freundschaften zerbrochen. So auch die Mike Naglers zu "attac", nun ruft er als "attac"-Mitglied zur Beteiligung an den Mahnwachen auf.

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Weltnest.de-Video: Das 17. “Courage zeigen” – Ein Gespräch mit Sebastian Krumbiegel

16 Mal haben die Leipziger beim "Courage zeigen" bei Musik und einem gemeinsamen Bierchen nun schon bewiesen, dass ihre Stadt keine große Freude an Nazis hat. Anfangs noch in akuter Situation entstanden, so Sebastian Krumbiegel, waren es eher Springerstiefel und Bomberjacken samt verwirrtem und gewalttätigem Inhalt, welcher die Leute zu einer Platzbesetzung und einer gemeinsamen Veranstaltung trieben. Längst ist das Musikfestival etabliert, nach Völkerschlachtdenkmal und Peripherie dorthin gewandert, wo der Alltagsrassismus wohnt. In die Mitte.

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Am 28. April an der MuKo: Spendenauftakt mit dem Rad für das Leipziger Notenrad

Am Montag, 28. April, fällt der offizielle Startschuss für die nächste Etappe bei der Umsetzung des Leipziger Notenrades, dessen Eröffnung 2016 stattfinden soll. Wie auch schon bei der Umsetzung der Leipziger Notenspur, die seit 2012 für jedermann sichtbar durch die Leipziger Innenstadt führt, will sich der Notenspur-Förderverein auch diesmal an der Eigenmittel-Akquise beteiligen.

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Leser stehen zu Voland & Quist: Crowdfunding-Kampagne erfolgreich, Berufung im “Wanderhurenstreit” eingelegt

Richter können Dinge völlig unterschiedlich sehen, erst recht, wenn es um so komplizierte Dinge wie Satirefreiheit und litearische Rechte geht. Das erfuhren in diesem Frühjahr auch der Verlag Voland & Quist und ihr Autor Julius Fischer, dessen Kurzgeschichtenband "Die schönsten Wanderwege der Wanderhure" nach einem Urteil des Landgerichtes Düsseldorf nicht mehr vertrieben werden darf.

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Kundgebung für Frieden und Dialog mit Russland und der Ukraine

Am 23.04.2014 findet in Leipzig der traditionelle "Petersburger Dialog" statt. Auf Betreiben der deutschen Gastgeberseite wurden die Regierungskonsultationen ganz abgesagt und die zivilgesellschaftlichen Beratungen auf einen Gesamtumfang von 2,5 Stunden beschränkt. Zugleich zeigt die deutsche Politik derzeit keine Einsicht für ihre Mitverantwortung für die derzeitigen Zustände in der Ukraine, mit verursacht durch eine nach Intensität und Zielrichtung untragbare Einmischung in die inneren Angelegenheiten dieses Staates.

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Montagsdemo unter der Lupe (4): Gegen die Fed, für eine freie Welt?

In der Kernidee der Montagsdemos steckt zuerst einmal die für manche Menschen überraschende Mitteilung, die Federal Reserve Bank wäre eine Privatbank. Ist sie auch, wie so vieles in Amerika anders als im alten Europa entstand. Private Unternehmer wie dem deutschstämmigen John D. Rockefeller schufen im "wilden Westen" Monopole im Bereich Erdöl, private Unternehmer erschlossen das gesamte Land für die Eisenbahn, während in Europa die Strecken durch den Staat gebaut wurden. Die gesamte Entstehung der USA ist eine vollkommen andere als das Jahrhunderte andauernde Gerangel der Europäer.

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Montagsdemo unter der Lupe (3): Antiamerikanismus, Frieden und der Antisemitismusvorwurf

Bereits mit der ersten, oft naiven medialen Wahrnehmung der Montagsdemos wurde rasch von linker Seite der Antisemitismusvorwurf gegen die Inhalte und Hintergrund der Mahnwachen erhoben. Brüsk zurückgewiesen vom Berliner Veranstalter der Montagsdemos Lars Mährholz zum Beispiel der Vorwurf des indirekten Antisemistimus. Beide Seiten teilen hier ein Problem. Die Montagsdemos könnten schnell für Rechtsradikale zu Offenbarungsveranstaltungen werden, erste Bewegungen im Netz deuten darauf hin. Manche Linken warnen, andere bekämpfen die Veranstaltung bereits. Allerdings derzeit nur im Netz.

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Montagsdemo unter der Lupe (2): Freigeld, Vertrauen und Unstimmigkeiten

Das Verführerische an der Geldsystemidee des "Freigeldes" ist, dass sie mehr Gerechtigkeit denen verspricht, die in der sozialen Hierarchie nicht unbedingt weit oben stehen. Die heutigen Montagsdemos verbinden es zudem mit einer für sie nur durch eine Änderung des Geldsystems abwendbaren Katastrophe einer globalen Vernichtung. Hierbei spielen also durchaus berechtigte Hinweise auf Gerechtigkeitslücken im Kapitalismus heutiger Tage und ein gewisser Armageddongedanke fest zusammen. Die Forderung für Frieden, gegen die "Fed" ist also zuerst einmal ökonomisch begründet - die Mahnwachen eine neue "Ökonomiebewegung"?

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Montagsdemo unter der Lupe (1): Ein angeblich menschliches Geldsystem und der Zins

Wer erinnert sich eigentlich nicht an den Auftritt Angela Merkels und Peer Steinbrücks, damals Finanzminister im Oktober 2008. Lehman Brothers ging im September in die Knie, eine Kettenreaktion begann und die beiden entscheidenden Politiker damals versicherten, dass die deutschen Spareinlagen sicher seien. Gewusst haben sie es nicht, ganz im Gegenteil. Die Krise ist bis heute nicht ausgestanden, die ökonomischen Folgen reichen bis in die Löhne der Bevölkerung. Ebenso wenig beendet: Kriege auf der Welt und ein Konflikt mit Russland vor Augen. Der Nährboden für eine eigentlich ökonomische Bewegung, welche schier unübersehbare, auch rassistische und menschenfeindliche Strömungen mitbringt.

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Video – Weltnest.de “Bild und Ton” bei den Tierrettern

Ein Übergriff auf eine Gruppe Leipziger Tierschützer von Mitarbeitern des Zirkus "Aeros", welcher am 5. Januar 2014 am Leipziger Cottaweg gastierte, schlug hohe Wellen. Etwa 15 Tierrechtler hatten vor dem Zirkus demonstriert, als die Lage derart eskalierte, dass die "Aeros"-Leute zu einem Angriff mit den Fäusten übergingen. Der Fall wurde zur Anzeige gebracht, von der Polizei ermittelt, ein Prozess steht noch aus. Marcus Mötz von Weltnest.de hat sich mit zwei der damals Geschädigten getroffen und ist dabei der Motivation der Tierbefreier, die keine Tierbefreier sind, nachgegangen.

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Montagsdemo, Ukraine, Medien und ein Glaubenskrieg

Was derzeit rings um die diversen Montagsdemonstrationen geschrieben, debattiert und polemisiert wird, ist angesichts der aggressiven Hysterie von beiden Seiten geradezu unglaublich. Noch unglaublicher, wenn nichts berichtet wird, wie derzeit bei den Programmen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Unterdessen hat auch der Spiegel Online nur eine Richtung in den spärlichen Beiträgen. Die Organisatoren seien zweifelhaft und von "antisemitischen Verschwörungstheorien" geleitet.

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Selbstverteidigung macht Mädchen stark: Wohnungsgenossenschaften unterstützen sieben Projekte der Kinderpatenschaften Leipzig

Sozial benachteiligten Kindern Teilhabe zu ermöglichen ist das Ziel der "Kinderpatenschaften Leipzig". Seit vier Jahren fördert die Plattform von vier Leipziger Wohnungsgenossenschaften "wohnen bei uns" (wbu) das Projekt unter dem Dach des Internationalen Bundes finanziell. Am Donnerstag, 17. April, fand der Jahres-Auftakt der diesjährigen Projektreihe statt.

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MONAliesA am Ende: Leipzigs Frauenbibliothek braucht jetzt Retter in allerletzter Stunde

Es ist ein trauriger Anblick, wenn eine Bibliothek stirbt. Das passiert nicht immer durch Naturgewalten. Manchmal ist es ein kleines menschliches Versagen, das ins große finanzielle Dilemma führt. Ein Satz auf der Website der Leipziger Frauenbibliothek MONAliesA deutet die Katastrophe nur an: "Liebe LeserInnen, aufgrund vereinsinterner Umstrukturierungen ist die Bibliothek bis auf Weiteres GESCHLOSSEN! Termine zur Bücherrückgabe können per E-Mail abgesprochen werden. Vielen Dank für Ihr Verständnis."

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Refugee Law Clinic Leipzig gegründet: Studentische Rechtsberatung für Flüchtlinge

Es ist soweit: Nach langer Vorarbeit hat sich sich die Refugee Law Clinic Leipzig gegründet. Der von Studierenden und Mitarbeitern der Universität Leipzig initiierte Verein will neben einer Ausbildung im Asylrecht, kostenfreie Rechtsberatung für Asylbewerber anbieten. Bevor es mit der Beratung losgehen kann, besuchen die angehenden Berater im Sommersemester 2014 eine Vorlesung zum Thema Asyl- und Aufenthaltsrecht.

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Quo Vadis Leipziger Montagsdemonstration? Teil 2 einer längeren Debatte

Wohin driftet die Gesellschaft? Eine Frage, die sich die Menschen nicht erst im Vorhof zur französischen Revolution gestellt haben. Sie ist bereits diskutiert worden, als die ersten Priester für ihren Tempeldienst den Zehnt forderten. Und sie ist geblieben, eine Daueraufgabe jeder Generation und nachhaltig zu verfolgen. Ob es unabhängige Medien sind, zu denen ich zumindest als Mit-Macher die L-IZ zähle, oder eben eine Demonstration, welche sich seit drei Wochen regelmäßig auf dem Leipziger Augustusplatz einfindet - gesprochen, abgewogen und verändert werden muss. Immer.

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Quo Vadis Leipziger Montagsdemonstration? Teil 1 einer längeren Debatte

Bereits in der dritten Woche versammeln sich Menschen auf dem Leipziger Augustusplatz, ähnlich wie in Berlin und Frankfurt und proklamieren die friedliche Revolution. Was steckt dahinter? Da der Unmut nicht ganz einfach zu fassen, die Strömungen vielfältig und das Thema gerade in der Stadt der friedlichen Revolution ein besonderes ist, kann es nur mehrere Meinungen geben. Die erste ist ein Gastbeitrag von Wulff Lürssen, welcher die zweite Demonstration am 7. April 2014 besuchte.

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Selber-Lernen im Leipziger Westen: Autodidaktische Initiative eröffnet am 12. April ihre Räume in Lindenau

Am Samstag, 12. April, feiert der Verein "Autodidaktische Initiative" ab 15 Uhr die Einweihung seiner öffentlichen Räume in der Georg-Schwarz-Straße 19 in Lindenau. Die offene Lern-Infrastruktur soll ein Anlaufpunkt für Selbstlerner und weitere Interessierte werden, wünschen sich die Initiatoren. Im Laufe der feierlichen Eröffnung ab 18 Uhr wollen Ulrich Brieler und Guilliaume Paoli das Konzept der "kollektiven Autodidaktik" diskutieren.

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Die “Bürgerinitiative” ist wieder da: Unterschriftenübergabe der Onlinepetition gegen Gohliser Moscheebau an Burkhard Jung geplant

Sie riefen aktiv zur Teilnahme an einer NPD-gesteuerten Demonstration gegen die Asylnotunterkunft in Schönefeld auf, hetzen seit Monaten gegen "den Islam" bei Facebook und überschütten jeden differenzierten Debattenversuch mit den immer gleichen Links alter Artikel. Die Bürgerinitiative "Gohlis sagt Nein" zum Moscheebau der Ahmadiyya-Gemeinde erfuhr dabei großflächige, vor allem rechte Unterstützung aus allen Teilen Deutschlands, um ihre Zahlen unter einer Petition gegen den Moscheebau nach oben zu treiben. Diese wollen sie nun am 16. April zur kommenden Stadtratssitzung dem Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung überreichen.

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“Höchste Zeit, Alarm zu schlagen”: Das transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP)

Vielleicht ist hier einer außer Dienst und bereit, sich durch die wohlverdiente Rente zu randalieren. Näher liegt wohl, dass ein unbequemer Geist in jedem aufgeklärten Körper wohnt. In den Köpfen so mancher Leipziger Pfarrer war dies schon immer so. Christian Wolff, Pfarrer im angeblichen Ruhestand, ist längst ein Teil dieser Geschichte störrischer Geister des lernenden Klerus in der Messestadt. Und er hat, einer gerechten und immer zweifelnden Linie seiner Vorgänger gewiss, nichts weniger vor, als wortmächtig aufzustehen gegen einen undemokratischen Vorgang namens TTIP.

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2.015 Euro “Erstspende” für gebührenfreies Spendenkonto: Commerzbank überreicht Spende an Leipzig 2015 e. V.

Als institutionelles Mitglied unterstützt die Commerzbank Leipzig den Leipzig 2015 e. V. bereits seit seiner Gründung. Um der Partnerschaft zusätzlich Ausdruck zu verleihen, spendete das Geldinstitut am Montag, 31. März, weitere 2.015 Euro an den Verein. Diese wurden als "Erstspende" auf ein gebührenfreies Spendenkonto eingezahlt, das die Commerzbank im Rahmen ihres Engagements für das bevorstehende Jubiläum einrichtete.

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Aktionsstart am 1. April: Leipzig hat Sport im Blut!

Gemeinsam mit der UKL-Blutbank organisiert der Handballverein des SC DHfK die Aktion "Leipzig hat Sport im Blut": Im gegenseitigen Wettstreit werden die Sponsoren der 2. Bundesliga-Handballmannschaft sowie alle Teams der Handballabteilung vom 1. bis 26. April Blut spenden für die UKL-Blutbank und damit für die Patienten in Leipzig und der Region sammeln, denn Blutspenden retten Leben.

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Engagement mit offener Tür: “Netz kleiner Werkstätten” ist jetzt der 120. Leipziger Hilfepunkt

Seit Mittwoch, 26. März, nimmt das "Netz kleiner Werkstätten" (Träger ist das Berufsbildungswerk Leipzig) am Projekt "Leipziger Hilfepunkte" des Kriminalpräventiven Rates der Stadt Leipzig (KPR) teil. Ordnungsamtsleiter Helmut Loris übergab zwei Leipziger Hilfepunkte an den Hauptgeschäftsführer des Berufsbildungswerks Leipzig, Tobias Schmidt.

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WWF Earth Hour 2014: Oper Leipzig wird dunkel – Augustusplatz glüht

Am Samstagabend, 29. März, um 20:30 Uhr findet unter dem Motto "Jeder kann Klima!" zum achten Mal die WWF Earth Hour statt. Auch in diesem Jahr schalten weltweit wieder Millionen Menschen für eine Stunde die Lichter aus, um ein Zeichen für mehr Umwelt- und Klimaschutz und für die Energiewende zu setzen. Auch Leipzig wird wieder mitmachen.

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Verlust der Biodiversität in Sachsen: Fast alle Ampeln stehen auf Rot

Am 21. März veröffentlichten BUND und NABU ihre "Ampel" zur Biodiversität. In der Analyse betrachten die beiden Naturschutzverbände die Anstrengungen von 13 Bundesländern zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Ausgenommen waren nur die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. Aber wirklich Mühe geben sich auch die Flächenländer nicht. Für Sachsen steht die Ampel eindeutig auf "Rot."

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Ein Entwicklerblog für ein sich veränderndes Leipzig: Junge Wissenschaftler stellen Diskussionsplattform online

Die Debatte um Gentrifizierung, Segregation und bezahlbaren Wohnraum in Leipzig hat gerade erst begonnen. Da helfen auch alle Beschwichtigungen aus dem Rathaus nichts. Leipzig ist eine wachsende Stadt, gewinnt jedes Jahr 10.000 Einwohner hinzu. Das lässt den Wohnungsleerstand schmelzen. Aber wohin geht die Reise? - Damit wollen sich jetzt junge Leipziger Wissenschaftler auf einer eigenen Website beschäftigen.

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Mitgliedschaft und Städtepartnerschaft: Michael Weichert unterstützt 1.000 Jahre Leipzig

Am Freitag, 21. März, war Michael Weichert im Ladenlokal "EINtausend" zu Besuch und trat dem Leipzig 2015 e.V. bei. "Das ist einfach die beste Form bürgerschaftlichen Engagements! Mitmachen zählt, dann kann sich auch jede und jeder einbringen", begründet der Leipziger seine Entscheidung. "Mit Blick auf das Festjahr freue ich mich vor allen Dingen auf die Eröffnung der Kongresshalle und die Beiträge unserer 14 Partnerstädte", fährt er fort.

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Eine Absage vom FC Bayern: Uli Hoeneß und eine kleine Spendenanfrage aus Leipzig

"Lieber Uli!" - Naja, ganz so locker ging Roland Mey die Sache zwar nicht an. Aber gefragt er schon. Anfang 2013. Seit Jahren ackert der Leipziger für seine Broschüre "Der Schießbefehl am 9. Oktober 1989", mit der er insbesondere bei der jungen Generation Aufklärungsarbeit leisten will über die DDR, wie er sie erlebt hat, und ihr logisches Ende im Herbst 1989. Mit einer Broschüre, die natürlich gedruckt werden muss. Das kostet Geld.

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Eine öffentliche Rüge fürs Liegenschaftsamt: Leipzigs Stadtbad hätte so nicht zur EXPO Real angeboten werden dürfen

Eigentlich hatte Leipzig für sein 100 Jahre altes Stadtbad einen klugen Weg gefunden, das Denkmal zu retten und mit einem abgestimmten Konzept langfristig wieder mit Leben zu erfüllen. Die Förderstiftung Stadtbad hat das Haus wieder im Bewusstsein der Öffentlichkeit platziert. Der Verkaufsbeschluss schien vom Tisch, mit dem das Haus schon einmal vergeblich versucht wurde, an einen privaten Investor zu bringen. Doch zur EXPO Real 2013 bot das Liegenschaftsamt die Immobilie wieder zum Kauf an.

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Projekt “Lebendige Luppe” soll ein Maskottchen bekommen: Kinder, zeichnet uns den Pirol!

Seit knapp anderthalb Jahren sind die Akteure der "Lebendigen Luppe" in Leipzig und Schkeuditz aktiv und es wäre an der Zeit, dass das Projekt ein Maskottchen erhält, finden sie. Die Wahl fiel auf einen Charaktervogel lichter Auenwälder, Bruchwälder und gewässernaher Gehölze: den Pirol. Trotz des anhaltenden deutschlandweiten Bestandsrückgangs ist der Pirol nach wie vor im Leipziger Auensystem zu Hause, teilt der NABU-Landesverband Sachsen e. V. mit, der das Projekt "Lebendige Luppe" betreut.

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Engagement in Bangladesh: Ein Mediziner-Team aus Halle und Leipzig operiert ehrenamtlich Brandverletzte und Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten

Als er neun ist, verbrennt sich Faruk am offenen Feuer, auf dem in der elterlichen Hütte gekocht wird, Brustkorb und Arm. Er ist schwer verletzt, aber die notwendige Behandlung kann seine Familie nicht bezahlen. So, mangelhaft versorgt, wächst ihm der linke Oberarm am Brustkorb fest. Als die Deutschen Faruk 2011 in Kishoreganj treffen, ist er bereits 37 Jahre alt. In diesem Jahr reisten die Mediziner zum ersten Mal in die nordbengalische Stadt Kishoreganj. Das Ziel: kostenlose Behandlungen für Menschen mit bewegungsbehindernden Narben nach Brandverletzungen und Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten.

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Engagement in Bangladesh: Ein Mediziner-Team aus Halle und Leipzig operiert ehrenamtlich Brandverletzte und Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten

Als er neun ist, verbrennt sich Faruk am offenen Feuer, auf dem in der elterlichen Hütte gekocht wird, Brustkorb und Arm. Er ist schwer verletzt, aber seine Familie kann die notwendige Behandlung nicht bezahlen. So, mangelhaft versorgt, wächst ihm der linke Oberarm am Brustkorb fest. Als die deutschen Ärzte Faruk 2011 in Kishoreganj treffen, ist er bereits 37 Jahre alt.

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“Lebendige Luppe” rückt in den Blickpunkt: Projektbüro zum ersten Vortrag bis zum Platzen gefüllt

Das kleine Kontaktbüro des Projekts "Lebendige Luppe" drohte am Abend des 5. März förmlich aus allen Nähten zu platzen. Zahlreiche Naturfreunde waren der Einladung des Projektteams zum 1. Informationsabend gefolgt. Interessiert lauschten die Gäste den Worten von Mathias Scholz, Auenforscher am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).

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“Wählt Tillich, dann bleibt’s billig”: Der Ministerpräsident und seine kleine Demo

So sieht eine Studentendemo während der Semesterferien aus: Acht Leute hatten sich vor dem Neuen Rathaus eingefunden, um gegen die Kürzungen an der Universität Leipzig, welche unter anderem die Archäologie und die Theaterwissenschaft wegrationalisieren, zu protestieren. Der Anlass: Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich besuchte Oberbürgermeister Burkhard Jung. Dass Tillich im Rathaus war, verriet der Tross an Edelkarossen, die davor parkten.

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Gartensaison 2014: Annalinde macht erst mal an gewohnter Stelle weiter

Der Ärger ist seit Wochen öffentlich. Drei weitere Jahre am Standort Zschochersche Straße waren den Akteuren des Gemeinschaftsgartens Annalinde zugesagt. Aber was das Grünflächenamt zusagt, muss das Liegenschaftsamt noch lange nicht wissen. Letzteres vermarktet Grundstücke der Stadt Leipzig und agiert ein bisschen wie ein UFO - als gäb's die anderen Ämter und Akteure nicht.

Judith "Jumi" Miriam Escherlor und Yvonne Wirth. Foto: Volly Tanner
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Tanners Interview mit Judith Miriam Escherlor und Yvonne Wirth von der Kulturloge Leipzig: Manchmal müssen wir auch mit unseren Kapazitäten haushalten

Hinter der Kulturloge Leipzig steckt eine fantastische Idee. Nämlich die, dass Kultur für wirklich alle Menschen, unabhängig vom pekunären Status, erreichbar sein muss. Judith "Jumi" Miriam Escherlor und Yvonne Wirth sind dafür jederzeit in der Spur - besonders auch zum frühlingshaften Westbesuch am 22.03.2014. Tanner traf die beiden Damen auf der Karl Heine Straße. So einfach kann's gehen - und schon ist frau interviewt.

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Erhöhung der Abgeordnetendiäten im Bundestag: Leipziger Abgeordnete findet den Vorgang dreist

Zum Vorstoß der großen Koalition, am heutigen Freitag, 21. Februar, eine signifikante Erhöhung der Abgeordnetendiäten zu beschließen, erklärt Monika Lazar, sächsische Bundestagsabgeordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: "Das Eilverfahren, mit dem die große Koalition die Diätenerhöhung für Abgeordnete innerhalb von nur zwei Wochen durchgepeitscht hat, ist dreist und inakzeptabel."

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Pilotprojekt “Naturtäter” gestartet: Umweltminister Kupfer unterstützt NABU beim Krötenschutz

Die Kröten stehen schon in den Startlöchern: Jeden Tag könnte angesichts des milden Wetters die Amphibienwanderung beginnen. Der Naturschutzbund NABU will dafür sorgen, dass die Tiere einen möglichst sicheren Weg zu ihren Laichgewässern haben. Doch dafür braucht der NABU freiwillige Helfer, die über die Brennpunkte der Amphibienwanderung informiert werden müssen. Ein Ortstermin im Abtnaundorfer Park lockte auch Umweltminister Frank Kupfer nach Leipzig.

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Volksbegehren Mitteldeutschland: Roland Mey will nur noch starke Bundesländer

Es gibt politische Ideen, für die muss man strampeln, wenn man sie für richtig hält. Auch wenn man dabei fast den kompletten politischen Mainstream gegen sich hat. Wie in der Frage nach einer Fusion der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Was man so landläufig unter "Mitteldeutschland" fasst, auch wenn der Name gründlich irreführend ist.

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Leipzigs neues Patenschaftsprogramm für Flüchtlinge: Was erwartet die Freiwilligen?

Wohin zielt das Patenprogramm "Ankommen in Leipzig", das Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) am Freitag, 14. Februar, vorgestellt hat? Wer wird da eigentlich gesucht? - Dass eine Stadtgesellschaft aktiv werden muss, wenn Ausländerfeinde mobilisieren gegen Moscheebauten, Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkünfte, ist klar. Und das Patenprogramm ist eine sehr konkrete Form, aktiv zu werden.

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Stadtratswahl 2014: Maren Müller im Bündnis mit den Leipziger Piraten

Die vergangenen Wochen im Leben der eh schon engagierten Leipzigerin Maren Müller hätten hier und da für zwei Leben gereicht. Erst eine spontane Online-Petition gegen Markus Lanz' Verhalten in einem Interview mit Sahra Wagenknecht, welche sich rasant entwickelte und in die Gründung eines "Publikumsrates" für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mündete.

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Leipziger Patenprogramm: “Ankommen in Leipzig” unterstützt Flüchtlinge

Man wünscht sich seitens der Stadt eine andere Art der Integrationskultur in Leipzig. Sicher auch bitter nötig hier und da. Die Zahlen der Asylbewerber in der Messestadt werden steigen. Und so hat man sich nun auf ein Patenprogramm verständigt, um Flüchtlinge und Bürger schneller in Kontakt zu bringen. Und um den Neuankömmlingen dabei zu helfen, sich mit dieser Unterstützung rascher im Alltag orientieren zu können.

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Trotz rechter Unterwanderung: Stadtverwaltung Dresden hält an Menschenkette fest

Die Dresdner Stadtverwaltung hat sich heute zu einem gestern von Neonazis verbreiteten Foto geäußert. Der Schnappschuss, der am Donnerstag während der Menschenkette entstand, soll Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) Arm in Arm mit einem Rechtsextremisten zeigen. Das neonazistische "Aktionsbündnis gegen das Vergessen" feiert die Veröffentlichung als Propagandacoup. Die Verwaltung hält indes an der gescheiterten Aktionsform fest.

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Dresden 2014: Neonazis unterwandern Gedenken und Menschenkette

Dresden hat an den 13. Februar erinnert. 11.000 Menschen beteiligten sich nach Angaben der Stadtverwaltung an der symbolischen Menschenkette, die Teile der historischen Altstadt vor Neonazis schützen sollten. Die Kameraden marschierten dieses Jahr bereits am 12. Februar auf. Heute mischten sie sich unauffällig unter die Massen. Weil die Verwaltung auf dieses Szenario nicht vorbereitet war, kam es zu einem peinlichen Fauxpax.

Teresa von Jan. Foto: Volly Tanner
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Tanners Interview mit Teresa von Jan und Jan Winterhalter: Das Jugendparlament Leipzig soll die Interessenvertretung für die Leipziger Jugendlichen werden

Am 20. Februar richtet Teresa von Jan vom Projekt Jugendbeteiligung zusammen mit der Initiative Jugendparlament einen Workshop zu parlamentarischen Verfahren, Öffentlichkeitsarbeit etc. aus - natürlich um das Jugendparlament voranzubringen. Da stellen sich sofort Fragen - und die werden Teresa von Jan (päd. Begleitung der Initiativgruppe Jugendparlament/Mitarbeiterin im Projekt Jugendbeteiligung im Stadtjugendring Leipzig e.V. ) und ihrem Compagnon Jan Winterhalter (Sprecher der Initiativgruppe Jugendparlament) natürlich von Volly Tanner, dem Flitzbuben, untergejubelt.

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Förderverein Naturkundemuseum: Bürgermeister vermisst, Vorstand neu gewählt

Mit mehreren Missklängen ging die Jahresmitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer des Naturkundemuseums Leipzig e.V. am Freitag, 7. Februar, über die Bühne. Es sollte nicht nur die Wahlversammlung für den neuen Vorstand werden. Es geht auch um den radikalsten Bruch in der Geschichte des Naturkundemuseums, das seit dem 1. Februar ohne Direktor da steht. Und von einer fassbaren Zukunft kann auch keine Rede sein. Aber der wichtigste Verantwortliche sagte vorher ab.

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Mein Freund der Verfassungsschutz: Spät kommt ihr (oder nie)

Manchmal wünscht man sich wache Beobachtungsorgane und manchmal lieber, sie mögen ablassen von ihrem geheimen Tun. Seit Monaten hetzen nun laut Verfassungsschutz in Leipzig Rechtsextremisten gegen Asylbewerber in Schönefeld, den Bau einer Moschee in Gohlis, Erstaufnahmeeinrichtungen in Chemnitz und Schneeberg und seit Neuerem auch gegen die Einrichtung einer forensischen Klinik in Reudnitz. Wache Bürger in all diesen Orten und Städten stemmen sich in ihrer Freizeit gegen die vor allem im Netz verbreitete Flut von Hass und Gewaltbereitschaft, gründen Bürgerinitiativen und organisieren sich gegen den braunen Wahlkampf. Am 7. Februar 2014 - fast 6 Monate nach dem Beginn scheint nun auch der sächsische Verfassungsschutz den Kopf aus dem Kissen zu bekommen.

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Leipzig sagt ja: Dialoge für Gohlis übergab 5.950 Unterschriften pro Moscheebau an OBM Burkhard Jung

Wieviele Petitionen gibt es eigentlich rund um den geplanten Moschee-Bau der Ahmadiyya-Gemeinde an der Georg-Schumann-Straße in Gohlis? Zwei, drei? - Eine gibt es auf jeden Fall. Am Freitag, 7. Februar, wurde sie vor dem Eingang der Friedenskirche in Gohlis für alle sichtbar. Zumindest ein Stück daraus, ungefähr ein Fünftel von insgesamt 30 Meter Unterschriftenlisten, die die Initiative "Dialoge für Gohlis" gesammelt hat.

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Die Dölitzer Wassermühle braucht neue Fenster: Verein sucht Spender

Neue Kastenfenster werden in dieser Woche in der Dölitzer Wassermühle im Erdgeschoss eingebaut. Wenn das geschafft ist, folgen sechs Stichbogenfenster sowie die Sackaufzugstür im Dachgeschoss. Damit sei ein weiterer Meilenstein im Mühlenausbau erreicht, teilt der Verein Grün-Alternatives-Zentrum Leipzig e.V. mit. Aber so ganz reicht das Geld nicht für die Pläne in diesem Jahr.

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Dresden 2014: Wieder Blockaden gegen Neonazi-Aufmarsch geplant

Am 13. Februar möchten Neonazis - wie auch schon in den Vorjahren - in Dresden aufmarschieren. Allerdings eine Nummer kleiner als noch 2013. Die Rechtsextremisten planen vor dem Hintergrund erfolgreicher Gegenproteste nur eine stationäre Kundgebung. Wo diese stattfinden wird, ist noch unbekannt.

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10 : 1 in Schönefeld: Keine Rückendeckung für falsche Elterninitiative & offene Fragen

Das Netz und die Realität scheinen im rechten Sumpf zwei Gesichter zu haben. Wo der "Volksaufstand" angekündigt war, blieb er aus. Aus 9.000 angeblichen Fans der "Bürgerinitiative gegen den Moscheebau in Gohlis", weiteren 2.000 "Fans" der Netzkampagne "Leipzig steht auf", welche insbesondere gegen das Asylrecht mobilisierte, wurde was? Zumindest nicht jenes, was sich die rechten Initiatoren erhofft hatten. Rund 80 Personen (laut Polizei), welche sich mit Fackeln an der Ecke Volksgarten-/Löbauer Straße aufbauten. Ihnen standen zeitweise 800 Gegendemonstranten aus allen Bevölkerungsschichten wie eine Barriere zum Asylbewerberheim gegenüber.

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Feuerwehr-Demo: 200 Kameraden demonstrieren in der Innenstadt und fordern 48-Stunden-Woche

Der Druck wächst. Heute demonstrierte Leipzigs Berufsfeuerwehr auf dem westlichen Ring und in der Innenstadt. Die Kameraden forderten lautstark, mit Pfeifkonzert und Hupen, zur Einhaltung des europäischen Arbeitsrechts auf. Seit mehr als einem halben Jahr suchen die Feuerwehrleute, unterstützt von der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft (Dfeug), die Öffentlichkeit. Es geht um nicht bezahlte Überstunden. Die Kameraden fordern die Auszahlung, dass ihre Arbeitszeit auf 48 Stunden begrenzt wird und dass sie in 24-Stunden-Schichten arbeiten.

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Leipzig nimmt Platz oder “Schneeberg reloaded”?

Wie viele Menschen die NPD über verschleiernde Netz- und Initiativwege so am Montag, den 3. Februar letztlich gegen den Moscheebau in Gohlis und Asylbewerber auf die Straße bringen wird, wird man ab 19 Uhr auf der Löbauer Straße 46 sehen. In den letzten Jahren haben es die rechten Kräfte selten geschafft, jenseits der 100 Personen in Leipzig zu mobilisieren. Wie viele ihnen bei ihrer derzeit noch genehmigten Fackelkundgebung in der Nähe der brandschutzgefährdeten Notunterkunft für Asylbewerber gegenüberstehen werden, wird hingegen in den letzten Stunden vor dem Veranstaltungsbeginn um 17:30 Uhr an gleichem Ort immer deutlicher.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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