Eine Weihnachtsgeschichte: Lok-Trainersuche beendet – Lothar Matthäus macht’s!
Marko Hofmann
24.12.2011
Lothar Matthäus (mi.) kehrt nach seinem Gastspiel 2005 nun als Coach nach Probstheida zurück.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Die Lok-Trainersuche ist beendet. Wie der Verein am Freitag dieser Woche mitteilte, hat sich das Präsidium mit Rekordnationalspieler Lothar Matthäus auf einen Dreijahresvertrag geeinigt. Für den Ehrenspielführer der Nationalmannschaft ist es der erste Job in Deutschland seit seiner Trainerzeit bei Borussia Banana.
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Es waren große Namen im Trainer-Lostopf des 1. FC Lok: Paul Linz, René Müller, Olaf Marschall… Doch am Ende fiel die Wahl auf einen der größten Namen im deutschen Fußball. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus wird nach seinem Gastspiel 2005 auch als Trainer für den ehemaligen Kultclub tätig werden. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Lok suchte einen Trainer, Matthäus den Einstieg ins deutsche Trainergeschäft. Dass es nun die 5. Liga geworden ist, ist für Matthäus kein Problem.
Matthäus - Im Herzen ein Prostheidaer Junge.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
„Lok Leipzig ist für mich kein normaler Club. Ich kenne die Fans, das Stadion und die Geschichte des Clubs. Wäre doch ne gute Sache, wenn wir in Deutschland gemeinsam Werbung in eigener Sache machen würden“. Außerdem will der 50-Jährige mit Lok nicht „hundert Jahre“ in der Oberliga spielen. „Oberstes Ziel ist der Aufstieg in die Regionalliga. Wenn der klappt, ist in Zukunft alles möglich.“ Erst recht, wenn Lok tatsächlich auf die Kontakte von Lothar Matthäus bauen kann. Der ehemalige Nationaltrainer Bulgariens will den einen oder anderen U21-Nationalspieler vom Schwarzen Meer nach Leipzig locken und steht auch weiter in gutem Kontakt mit seinem Ex-Club Maccabi Netanay, wo ebenfalls ambitionierte Spieler kicken. „Mit Almog Cohen, der nun beim 1. FC Nürnberg spielt, habe ich schon einen Spieler gut auf den deutschen Fußball vorbereitet. In Leipzig kann ich das für weitere tun.“
Die Vereinsführung des 1. FC Lok freut’s, denn Matthäus wird für die Spielerverpflichtungen auch auf den Großteil seines Gehalts verzichten. „Ich habe die ganze Welt gesehen, verdiene seit 32 Jahren mein Geld im Profifußball. Ich werde das nie alles ausgeben können. Lok braucht’s dagegen.“ Angeblich soll der gebürtige Franke nur 1.000 Euro Grundgehalt plus Prämien erhalten. Erstmal läuft sein Vertrag drei Jahre. „Wir freuen uns, dass es tatsächlich mit Lothar geklappt hat. Schon auf dem Platz hat er immer alles gegeben, das wird er auch hier beim 1. FC Lok tun“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Vereins. „Lothar Matthäus und die Vereinsspitze sind sich sicher, dass die sportlichen Ziele des Vereins gemeinsam schneller erreicht werden können.“
Die wichtigsten Trainer-Gesten hat er schon drauf.
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Matthäus, der derzeit eine Wohnung sucht, wird am 2. Januar zum ersten Mal das Training in Probstheida leiten. „Ich kenne die Mannschaft nur teilweise. Aus der 3. Kreisklasse ist ja keiner mehr dabei, aber Kapitän Thorsten Görke kenne ich aus seiner Zeit in der 2. Bundesliga.“ Die Zeit bis zum Trainingsstart wird der Neu-Trainer zur Gegnerbeobachtung nutzen, der Verein hat ihm entsprechendes Videomaterial aus der Hinrunde zur Verfügung gestellt.
Seit 2001 arbeitet der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft als Trainer und sammelte dabei lediglich Auslandserfahrung, trainierte Rapid Wien, Partizan Belgrad, die Nationalmannschaft Ungarn, Paranaense (Brasilien), Red Bull Salzburg, Maccabi Netanya und zuletzt die Nationalmannschaft Bulgariens. Bei einem deutschen Topverein konnte Matthäus nie anheuern, sie schreckte Matthäus’ enge Zusammenarbeit mit der Bild beziehungsweise Sport-Bild ab.
Diese Geschichte entspricht nicht der Wahrheit
Anmerkung der L-IZ-Redaktion: Die unwahren Weihnachtsgeschichten der Leipziger Internet Zeitung finden nun das dritte Jahr statt. Immer vom 24. bis zum 27. Dezember ist also nicht alles richtig, was auf der L-IZ.de geschrieben steht (und hiermit als unwahr deutlich gekennzeichnet). Dieses ist also so eine Geschichte irgendwo zwischen dem Millimeter neben der Möglichkeit, vielleicht auch nur schrullig und skuril. Hoffentlich jedoch immer zum Schmunzeln oder Nachdenken.
In jedem Fall lohnt es sich also wie sonst auch, Artikel in diesen Tagen wirklich bis zum Ende zu lesen. Ganz entgegen der gern gepflegten Eile im Netz.
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