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Felsenkeller

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Kultur nach der Pandemie: Wie das Licht am Ende des Tunnels immer kleiner wird

Jörg Folta ist einer der beiden Geschäftsführer des Felsenkellers im Leipziger Westen. Die Location bietet nicht nur Veranstaltungsräume für Konzerte und Feierlichkeiten, sondern hat auch einen Biergarten und seit Oktober 2021 ein Restaurant. Es wurde viel Geld und Zeit in die Hände genommen, um coronakonforme Konzepte zu etablieren. „Wir haben uns dahingehend regelrecht professionalisiert“, so Folta.

(Noch) gelassen durch die Krise: Jörg Folta, Betreiber des Felsenkellers. Foto: LZ

Zwischen Krisen-Stopp und Start: Der Felsenkeller-Betreiber Jörg Folta im Interview

Der Hashtag #Clubsterben machte bereits vor einer Weile die Runde, die Angst um die privaten Veranstaltungshäuser in Leipzig besteht bei vielen bis heute. Was wird nach der Coronakrise noch da sein, werden Eventhäuser gar verschwinden und wie überleben sie im Moment – ohne Konzerte, Diskos und Gastronomieumsätze? Jörg Folta, Bereiber des Felsenkeller in Plagwitz, wirkt gelassen, wenn man ihn darauf anspricht. Warum und wie lange noch? Ein Interview zum Stand in einem der größten Häuser des Leipziger Westens.

„Solange das Kapital herrscht ...“ Das Zitat Rosa Luxemburgs seit dem 5. März 2021 am Felsenkeller. Foto: LZ

150. Geburtstag: Rosa Luxemburg am Felsenkeller + Video

Es gibt Worte die bleiben. So klar und eindeutig, dass sich Generationen später entscheiden, sie tatsächlich in Steine zu schlagen, sichtbar für jene, die in den kommenden Jahren diese Stelle kreuzen. Seit dem heutigen 5. März 2021 prangen anlässlich des 150. Geburtstages von Rosa Luxemburg auf dem Boden vor dem Eingang des traditionsreichen Plagwitzer Felsenkellers jene Worte, welche sie drinnen im Jahre 1913 vor vollem Haus sprach: „Solange das Kapital herrscht, werden Rüstungen und Kriege nicht aufhören.“

Der Felsenkeller an der Zschocherschen Straße in Leipzig Plagwitz. Foto: LZ

Die Rosa-Luxemburg Bibliothek im Felsenkeller

Liebe Freunde des Felsenkellers, wir wünschen euch ein gesundes neues Jahr und hoffen euch bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Im Januar geht es erst einmal gemächlich los. Am 15. Januar, dem Tag der Ermordung Rosa Luxemburgs, eröffnen wir die Rosa-Luxemburg-Bibliothek im Lesezimmer des Felsenkellers. Es wird dazu einen kleinen Livestream geben. Darüber halten wir euch über unsere Kanäle auf dem Laufenden.

Der Felsenkeller an der Zschocherschen Straße in Leipzig Plagwitz. Foto: LZ

Felsenkeller Leipzig startet Crowdfunding

Der Felsenkeller begeht in diesem Jahr seinen 130sten Geburtstag. Er ist ein geschichtsträchtiger Orte der Messestadt: Rosa Luxemburg hielt hier 1913 ihre berühmte Rede zur weltpolitischen Lage, er war in den 10er und 20er Jahren des 20sten Jahrhunderts einer der wichtigsten Versammlungsorte der deutschen Arbeiterbewegung. 1945 wurde hier in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges ein amerikanischer Panzer zerstört. Nach den Jahren der Nutzung als Kulturhaus in der DDR verfiel er zusehends in den 90er und 00er Jahren.

Der Felsenkeller an der Zschocherschen Straße in Leipzig Plagwitz. Foto: LZ

Die Errichtung des Memorials am Felsenkeller wird auf den 8. Mai verschoben

Am Felsenkeller fand eine der letzten Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges in Leipzig statt. Da, wo heute die bunte Kulturmeile des Boulevard Heine beginnt, starben vor 75 Jahren acht junge Menschen einen unnötigen Tod. Die Bilder an der Kreuzung wurden über Jahrzehnte kaum erinnert und finden nun im Memorial am Felsenkeller einen Ort der Mahnung.

Schwedisches Rock-Duo Johnossi verweilt mit Linn Koch-Emmery im Felsenkeller

VerlosungDas schwedische Duo Johnossi meldet sich mit seiner neuen Single „Longer The Wait, Harder The Fall“ aus einer längeren Pause zurück. Dieser musikalische Vorbote auf das kommende Album will natürlich auch energiegeladene Shows im März versprechen. Am 20. März eröffnen die beiden Namensgeber ihrer Band, John Engelbert und „Ossi“ Bonde, im Leipziger Felsenkeller ihre Europatour. Anlässlich dieses Ereignisses verlost die L-IZ zusammen mit Semmel Concerts für Freikäufer 1x2 Freikarten sowie das Studioalbum „Torch//Flame“ als CD.

Moka Efti Orchestra im Frühjahr im Felsenkeller Leipzig

VerlosungIm Januar lief die dritte Staffel der Erfolgsreihe „Babylon Berlin“ an. Pünktlich zur Wiederauferstehung dieses literarischen „deep cuts“ in die Geschichte des bunten Moloch Berlins Ende der Zwanzigerjahre des 20. Jahrhunderts geht das Moka Efti Orchestra wieder auf Tournee. Das Orchester, das den Soundtrack für die Fernsehserie liefert, ist mit der litauischen Schauspielerin und Performerin Severija Janušauskaitė auf den Bühnen zu sehen. Am 22. März ist die Entertainerin im Leipziger Felsenkeller zu sehen. Gemeinsam mit dem Veranstalter Semmel Concerts verlost die L-IZ unter allen Freikäufer/-innen 2x2 Freikarten.

Pressebild Konfettiparty

Am 7. Februar: Mega Konfetti Party im Felsenkeller Plagwitz

Am 07.Februar ist es soweit, dann feiern wir die knallbunte Mega Konfetti Party im Felsenkeller. Es erwartet dich eine Partynacht, mit EDM, House, 90er & 2000er, Black & Charts, inmitten von viel Konfetti, Luftschlangen und Ballons. Zählt mit uns den Countdown herunter und erlebt die größte Konfettiaction des Winters.

Vor den neugepflanzten Bäumen (v.r.n.l.): Dr. Ingo Seidemann, Geschäftsführer S&G Development GmbH, Felsenkeller-Eigentümer Stefan Marschall und Henning Schubert, Projektentwicklung Retail S&G Development GmbH. Foto: W&R Immocom

Auf dem Felsenkeller-Gelände wurden jetzt sieben Japanische Schnurbäume gepflanzt

2018 sorgte es noch einmal für richtig Zunder, als die Grünen das neu gestaltete Felsenkeller-Gelände besichtigten und merkten: Der neue REWE-Supermarkt war da, aber von den eigentlich zugesagten Bäumen auf dem zum größten Teil zu Parkplatz gewordenem Gelände war nichts zu sehen. Aber wirklich weggelassen habe man sie nicht, meldet jetzt die S&G Development GmbH, die das Felsenkeller-Gelände entwickelt hat..

Dr. Brigitta Trübel im Gespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Dr. Eva Umlauf am 5. April im Felsenkeller. Foto: L-IZ.de

„Sind so kleine Hände“: Lesung und Diskussion mit Dr. Eva Umlauf, die als 3jähriges Kind die Hölle in Auschwitz überlebte + Video

VideoLeipzig, Felsenkeller, kleiner Saal. Es ist Freitagabend, kurz vor 18 Uhr, ein lauer Frühlingswind fährt den zahlreichen Besuchern unter die Nase, die auf Einlass ins „Naumann´s“ hoffen. Der Verein des Erich-Zeigner-Hauses hatte geladen, um am 70.Todestag (5. April 1949) des ersten Leipziger Oberbürgermeisters einen besonderen Gast, mit Dr. Eva Umlauf eine außergewöhnliche Frau zu begrüßen. Ein besonderer Abend, so unterstrichen einhellig Henry Lewkowitz, Vorsitzender des Erich-Zeigner-Hauses e.V. und Dr. Nils Franke, Historiker, die zu erwartende Stimmung. Gespannt und auch betroffen, schmunzelnd ab und zu und dann wieder nachdenklich sollte sie auch werden.

Felsenkeller. Foto: Ralf Julke

Schon wieder: Stadtgrün vernichtet und nicht nachgepflanzt

Auf dem Gelände des kürzlich eröffneten REWE-Marktes am Felsenkeller war vor dem Bau ein innerstädtisch wertvoller Lebensraum für Vögel, Insekten, Igel und Co. Nun lebt hier nichts mehr – alles Beton und Stein, obwohl der Bebauungsplan mehr versprach.

Hinterm Rewe-Markt: Eine riesige leere Parkplatzfläche. Foto: Grüne Fraktion Leipzig

Hinterm Felsenkeller ist ein toter Betonparkplatz für Supermarkt-Einkäufer entstanden

Es ist genauso gekommen, wie es Naturschutzverbände und einige Ratsfraktionen befürchtet hatten: Der als feine, kleine Naheinkaufs-Möglichkeit angepriesene neue Lebensmittelmarkt am Felsenkeller erweist sich als üblicher langweiliger Supermarktklotz, die vormals geschützten Freisitzbäume sind einem leeren, steingewordenen Parkplatz gewichen und die Rückseite des derart rasierten Geländes wurde mit blinden Mauern zugebaut. Wer hat da eigentlich gepennt in der Verwaltung, könnte man fragen.

Vortrag: „Kontinuitäten der Marginalisierung: Ausgrenzung und Verfolgung von Leipziger Sinti und Roma“

Im Rahmen der Ausstellung „...vergiss die Photos nicht, das ist sehr wichtig...“ wird Alexander Rode über Kontinuitäten der Marginalisierung von Leipziger Sinti und Roma referieren. Die Ausgrenzung der Roma und Sinti begann bereits vor 1933. Städtische Behörden, Wohnungs-, Gesundheits-, Fürsorge- oder Gewerbeämter, verfolgten lange vor 1933 eine antiromaistische Politik. In der Zeit des NS waren diese Einrichtungen weder vollkommen nationalsozialistisch durchdrungen, noch waren sie lediglich ausführende Instanzen nationalsozialistischer Politik.

„Endlich Wieder Party“ im Felsenkeller zu Leipzig mit 2. Floor

Am Samstag, den 7. Juli ab 22 Uhr ist es wieder soweit; die „Endlich wieder Party“-Party im Felsenkeller startet wieder durch! Diesmal wird es wieder parallel dazu, im Kleinen Saal („NAUMANNs“), einen zweiten Floor mit Schlagern aus fünf Jahrzenten geben.

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