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Stolpersteine

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Markkleeberg: Stolpersteine für Gertrud und Gustav Brecher verlegt

In Markkleeberg erinnern zwei neue Stolpersteine an das Schicksal von ehemaligen Einwohnern während der Nazizeit. Die Steine wurden am Montag, dem 16. Mai 2022, in der Parkstraße 2 – am Rand des agra-Parks – verlegt. Sie sind Gertrud und Gustav Brecher gewidmet, die unter dieser Adresse von 1928 bis 1933 lebten. Gustav Brecher wirkte als […]

Das Leipziger Opernhaus mit Opernbrunnen. Foto: Ralf Julke

Erinnerung an einen ambitionierten Leipziger Operndirektor: Am 16. Mai werden Stolpersteine für Gertrud und Gustav Brecher verlegt

Am 21. Mai 2020 erzählte an dieser Stelle Peter Uhrbach von einem fast vergessenen Leipziger Musiker, von Gustav Brecher, von 1923 bis 1933 Operndirektor am Neuen Theater am Augustusplatz, dem Vorgängerbau des heutigen Opernhauses. Am Dirigentenpult stand er zum letzten Mal am 4. März 1933. Bevor ihn die triumphierenden Nationalsozialisten aus dem Amt und aus […]

36 Stolpersteine und 2 Stolperschwellen am UKL mahnen, nicht zu vergessen

Seit November 2017 erinnern 36 Stolpersteine und 2 Stolperschwellen vor dem Haupteingang des Universitätsklinikums Leipzig an die Schicksale im Nationalsozialismus verfolgter jüdischer Unfallchirurgen. Initiiert wurde der Gedenkort von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU), die damit am Ort der Gründung im Jahr 1922 an ihre ehemaligen Mitglieder erinnert.

Leipzigs SPD-Vorsitzender Holger Mann. Foto: LZ

SPD Leipzig gedenkt der Opfer der Pogromnacht vor 83 Jahren

Zum 83. Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November 1938 beteiligen sich die Vorsitzenden der SPD Leipzig Holger Mann, MdB und Irena Rudolph-Kokot an den offiziellen Gedenkveranstaltungen der Stadt Leipzig sowie am Stolpersteinputzen. 

Der Stolperstein für Paul Weise in Geithain bei seiner Verlegung. Rundherum liegen Rosen.

Leipziger Umland: Stolpersteine putzen trotz Anfeindungen und Pandemie

In den Städten und Gemeinden rund um Leipzig putzen Initiativen und engagierte Bürger/-innen am 9. November Stolpersteine. Die Messingtafeln auf Gehwegen und Plätzen erinnern an Menschen, die von den Nationalsozialisten verfolgt, deportiert, gefoltert und ermordet wurden. Mit dem Putzen soll auch in Geithain, Bad Lausick, Colditz, Wurzen und Borna der Opfer des Nationalsozialismus und der Reichspogromnacht 1938 gedacht werden.

Stolpersteine in Leipzig. Foto: LZ

Kein Opfer vergessen – keine Lehre verdrängen

Das Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz beteiligt sich am 9. November an der Stolpersteine-Putz-Aktion und ruft zur Beteiligung auf. Das Aktionsnetzwerk wird 16:30 Uhr in der Pfaffendorfer Straße 18 die Stolpersteine von Anna und Bernhard Landesberg putzen und der beiden gedenken.

Foto: L-IZ.de

Mahnwache an den Stolpersteinen in Markkleeberg

Am Dienstag, 9. November 2021, wird in Deutschland der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Die Stadt Markkleeberg begeht diesen Tag mit einer Mahnwache an den Stolpersteinen der Familie Berliner. Treffpunkt ist die Rathausstraße gegenüber der Rathausgalerie. Von 18:00 Uhr an gestaltet dort die AG „Spurensuche“ des Markkleeberger Gymnasiums „Rudolf-Hildebrand-Schule“ ein kleines Programm. Symbolisch werden die Stolpersteine geputzt.

Gedenken an Opfer der Shoa am 9. November in Wurzen

Die Aktionsgruppe „Stolpersteine“ lädt um 18.00 Uhr in die Innenstadt von Wurzen ein, um der jüdischen Bürger/-innen unserer Stadt zu gedenken, die durch den Nazi-Terror vertrieben oder ermordet wurden.

Dienstag, der 29. Juni 2021: Corona-Impfung ab Juli ohne Termin möglich, Stolpersteine in Leipzig verlegt, Plagiats-Vorwürfe gegen grüne Kanzlerkandidatin Baerbock

Der Sommer 2021 läuft entspannt – zumindest was die Infektionslage in Deutschland betrifft. Doch bleibt es auch so oder droht im Herbst die vierte Welle? In Sachsen jedenfalls schwindet der Ansturm auf freie Impftermine, obwohl die Pandemie noch nicht besiegt ist. Schon ab Juli soll daher eine Immunisierung gegen COVID-19 auch ohne Termin möglich sein. In Leipzig wurden indes neue Stolpersteine verlegt, die an verfolgte NS-Opfer erinnern. Außerdem: 12 Wochen vor der richtungsweisenden Bundestagswahl 2021 sieht sich die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, Vorwürfen ausgesetzt, sie habe bei ihrem jüngsten Sachbuch abgeschrieben. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 29. Juni 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Stolpersteinverlegung am 29. Juni 2021 – Ein Stein für Ilse Frankenthal

Am 29. Juni 2021 findet von 11.00 bis 11.30 Uhr eine Stolpersteinverlegung am Dittrichring 13 im Leipziger Zentrum statt. In den Gehweg am Dittrichring wird nach lockdownbedingter mehrfacher Verschiebung der Gedenkstein für Ilse Frankenthal eingelassen. Damit kann die Erinnerungsstätte an die jüdische Familie Frankenthal vervollständigt werden, denn unter gleicher Adresse liegen bereits die Steine für Ludwig, Günther und Wolfgang Frankenthal. Die Steine des Ehemanns und der beiden Söhne von Ilse Frankenthal wurden bereits im September 2006 verlegt.

Stolpersteine in Leipzig. Foto: Antonia Weber

8. Mai: Zwischen stillem Gedenken und lautem Protest + Video

An diesem Samstag, 8. Mai 2021, jährte sich zum 76. Mal der Tag der Befreiung durch die Alliierten und das damit verbundene Ende des Zweiten Weltkrieges. „Aber es ist nicht allein dieser Anlass des 8. Mai, an den wir an diesem wichtigen Tag erinnern möchten. Vielmehr steht dieses Datum für uns für die Bedeutung des Erinnerns an die Verbrechen der NS-Vergangenheit wie auch für das Einstehen gegen Rassismus, Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung aller Art“, so Henry Lewkowitz, Geschäftsführer des Erich-Zeigner-Haus e. V.

Stolpersteine in der Gerberstraße. Foto: Tilly Domian

Ein Bewusstsein schaffen

Vor ein paar Tagen fragte mich eine Freundin, ob ich sie begleiten würde, sie wolle Stolpersteine putzen gehen. Angesichts der gerade stattfindenden Gedenkveranstaltungen bezüglich des Holocaust war ich für das Thema sowieso offen bzw. sensibilisiert, also sagte ich spontan zu. Und fragte mich danach, was ich eigentlich über Stolpersteine weiß.

Foto: L-IZ.de

Stolperstein und Gedenktafeln vom Antifaschisten Georg Schwarz verschwunden

In Leipzig wurden in den letzten Jahren über 200 Stolpersteine verlegt und bringen damit die Namen und Lebensgeschichten der Menschen in unseren Alltag zurück, die von den Nazis verfolgt, deponiert und vernichtet wurden. Seit diesem Jahr fehlt allerdings ein Stolperstein eines berühmten Leipziger Antifaschisten, der Stein von Georg Schwarz.

Hochzeitsbild um 1944 mit dem Ehepaar Matthes rechts und links außen. Foto: privat

Wer weiß, was aus der Familie von Ernst Clemens Matthes aus der Pfaffendorfer Straße geworden ist?

Corona verhindert derzeit vieles – auch das Verlegen neuer Stolpersteine. Auch Josef Weißmann soll einen bekommen. Er wurde in Auschwitz ermordet. „Für ihn soll ein Stolperstein gesetzt werden, wenn das wieder möglich ist“, erzählt Annelis Tienelt. „Und da werden auch die Nachkommen des Sohnes aus Amerika kommen. Der wurde von einer Familie Matthes aus Leipzig in der Pfaffendorfer Straße in den letzten Monaten des Krieges versteckt und ist nach dem Krieg nach Amerika ausgewandert.“

Sally Wittelson - 1934. Quelle: Erich-Zeigner-Haus e.V.

Ein Stolperstein für Sally Wittelson

Nachdem zunächst unklar war, ob die geplante Stolpersteinverlegung zu Ehren des in Auschwitz ermordeten Juden Sally Wittelson möglich sein würde, kann das einjährige Projekt des Leipziger Erich-Zeigner-Haus e.V. nun doch noch zum Abschluss kommen.

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