So mancher braucht die Meinung des Anderen gar nicht, wenn er mit ihm diskutiert. Wie das kommt? Na wenn man eh weiß, dass man Recht hat. Äh Moment. Eigentlich wohl eher, wenn man weiß, dass man beste Argumente sein eigen nennt? Oder vielleicht doch genau dann, wenn der andere gar kein Recht mehr hat? Ein kompliziertes Ding, so eine wirklich offene Diskussion. mehr…
Es dürfte so mancher in den vergangenen Tagen dieses obskure Konzept eines vegetarischen Lebens mal in Betracht gezogen haben. Ist ja auch nicht schön zu hören, dass jahrelang schockgefrosteter Ackergaul im Finish doch noch den Sprung in die Lasagne schafft. Muss wohl am Doping liegen. Aber Obacht! Man hat es nicht automatisch leichter im Alltag, wenn man darauf verzichten möchte, gehackten Tierabfall mit Interrail-Garantie zu futtern. mehr…
Wetter, Wetter, Wetter - es schneit! Da ist doch die Frage nur allzuverständlich, wo denn nun eigentlich mitten im Februar der Frühling bleibt. Also die Zeit, wo die Füße endlich wieder in diesen ausgetrenen Turnschuhen lümmeln und man als Mann auf der Straße die zukünftige Sexualpartnerin schon auf der Straße erkennt. Ja wo bleibt er denn nun? Erste Vorboten zumindest scheint es auch bei Minusgraden zu geben. mehr…
Respekt? Warum? Wovor? Vor Amt und Würde? Seltsam. Respekt gab es mal für gute Tat und wahre Worte? Und nicht für Position und bunte Kleider. Bis die ersten Priester auftauchten. Und aus den quer durchs Land mordenden Raubrittern Landadelige mit Trutzburg und später gar Könige und Kaiser wurden. Respekt also für die, die am besten täuschten, logen und töteten? Na vielen Dank auch, ihr Schweinbacken. mehr…
Au ja - Körperteilebingo: Heute "Der Bauch". Stets Zeichen von Reichtum und Wohlstand hat er sich längst zum Frustkörperteil Nummer eins gewandelt. Von wegen "Bier schuf diesen Körper" - die Prachtwampe ist out. Wo noch Großvaters gut gefüllter Mittelranzen den Zufriedenheitspegel auf Rekordwerte hinaufdrückte, sitzt heute das schlechte Gewissen unterm Tisch und zwickt in den bewegungsarmen Mittelfuß. mehr…
Wer die Wahl hat, hat die .... Doch ist es noch Demokratie, wenn Geronten und Gerontinnen auch noch mit 90plus die Entscheidungen treffen, das die Zukunft so aussieht, wie sie immer war? Und somit also die Reste des ehemaligen Volkssturms noch fleißig Kreuze machen, um anderen eines aufzuerlegen? Oder sind die Jungen nur einfach einen entscheidenden Schritt weiter und sparen sich den Weg, wie auch die Wahl zwischen Pest und Cholera aus reiner Effektivität? Und in dem Wissen, dass sie egal was kommt zumindest vom Alter her überdauern werden? mehr…
Nun - heute schon einen Dummen gefunden? Also einen so dermaßen Blöden, dass er den nächsten Nepp förmlich herbeiruft? Und wer sollte es sein, der von seiner Dusseligkeit fröhlich lachend profitiert? Na? Der Verlockung erlegen? Es gibt ein Rezept gegen diese verführerische Idee des alten Spruches "jeden Morgen steht ein Dummer auf - man muss ihn nur finden": Man übe das Schneeballsystem an sich selbst. Täglich. Bis die Ergebnisse sichtbar werden. mehr…
Der Frühling noch fern, der innere Sammler hellwach und der Gang in den Keller? Selten. Und wenn - das kann man alles noch gebrauchen, hier ein Stück Wickeldraht, da die alte Festplatte mit digitalen Schätzen und irgendwo da ganz hinten müsste noch was aus Opas Nachlass wohnen. Gleich neben dem selbstgebauten Vogelhäuschen und unter der alten Vitrine, die als einzige aus Schlesien mit rüberkam. Hauptsache, es ist alles noch da. mehr…
Ös hoißt "Stadtrat" unt nüscht "Stattrad". Glar sowaid? Genau Alder - denn sonst hieße ja auch Gehirn Denken und nicht Gehirn! Hä? Wortwitz kontra Sinnwitz vielleicht? Sog mol host Du würglüsch Dsaid zu so wos. Es heißt für! Wie für? Für so etwas! Soso. Schau mal da! Wo? Na Da! (unisono fortissimo) Ey - Scheiß Hackfressenplakate!!! (Anweisung an die Regie: Abgang nacht rechts, beide humpelnd unter Absingen des unbekannten Volksliedes Die Partei, die Partei, der ist immer schlecht.). mehr…
Und nun mühen sich alle Jahresendzeitphilosophen wieder einen ab. Da wird gewünscht, dass Mast und Schot brechen, ganz so, als ob ein Jahreswechsel tatsächlich irgendetwas verändern möge. Dabei sollte man sich wohl selbst etwas wünschen. Versuch: Ich wünsche mir, dass Du mir wünschst, was ich Dir wünsche. Leistungsbilanz ausgeglichen, bestmöglichst gegen Flüche abgesichert und alles bleibt in Fluss. Denn Energie verschwindet nicht – sie wandelt sich nur ständig um – und dass auch von einem zum anderen. Mensch und Schwein könnten also einfach darauf achten, was sie so hinein geben, ins "System". mehr…
Es ist Zeit. Für innere Einkehr, Spiegelung der Taten und Untaten letzter Tage und ein wenig Zufriedenheit über dabei Vollbrachtes. Nicht jeder findet, so auf dem Kern der eigenen Person gen Jahresende reitend einzig Glanzschimmerndes vor. Denn dass, was wir liegen ließen, bleibt eben doch wie ***** am Schuh. Also Nase zu und durch. 2013 wird ganz sicher alles überhaupt gänzlich anders. mehr…
Kommt ihr dieses Jahr wieder zum Weihnachtsessen? Hast Du mich noch lieb? Kommst Du morgen beim Umzug helfen? Kann ich mir mal ein wenig Zucker leihen? Wollen Sie bitte noch die Unterlagen bis morgen fertig machen? Haben Sie mal 5 Minuten für mich? Haste mal´n Euro? Nein sagen schafft zwar keine Freunde, dafür Freizeit. Aber es ist eine ganz eigene Kunst mit dem "Nein-Sagen". mehr…
Es schneit! Und es wird kalt. Großartig – vor allem für den Appetit. Was die frische Winterluft in Wald und Stadt so alles mit dem Nahrungsbedarf in der Natur anstellt, gibt es heut und hier zu schauen. Von Nachahmungen wird dringend abgeraten. Zumindest, was den Zustand innerhalb des Vogelhäuschens betrifft. mehr…
Nur noch dunkel. Am Morgen, am Nachmittag, selbst am Mittag - eigentlich ständig dunkel. Da beginnt sich Mensch nach innen zu wenden, sortiert alle Briefmarken um, kramt die Schubladen durch und findet durchaus Dinge wieder, die schon längst verschollen schienen. Manches kommt einem dabei bekannt vor - manches glaubt man zum ersten Mal zu sehen. mehr…
Alles Grau in Grau, die Tage kurz und die Freizeit beginnt in der Nacht ab 17 Uhr. Tristesse im November, Vitaminmangel, Tropfnase und bereits jetzt dieses drohende Vor-Weihnachtgeläut. In diesem Jahr zum Glück nur bis zum 21. Dezember, dann gehen ja eh die Lichter endgültig aus. Wo soll da noch Hoffnung sein? Und ist die Hoffnung selbst überhaupt noch das, was sie einst war? mehr…
Das Leben ist voller Geheimnisse und Mysterien. Und das sehende Auge umflattern Elfen, den bedächtigen Fuß begleiten Kobolde und hier und da winkt ein Zauberer am Wegesrand. Die Welt voller Wunder erblickt natürlich nur ein sehend Herz, wie es kleine Prinzen (und Prinzessinnen) ihr eigen nennen. Hier sind zwei davon, die dieses können und dennoch bleibt die Frage ob am Ende alles richtig ist, was da so an Kinderkopfkissen erzählt wird. mehr…
Es sind diese Abende voller stiller Zweisamkeit, hier und da ein Blick, dann wieder stummes Schauen auf die Wohnzimmerwand. Vor der natürlich der Flimmerkasten steht. Alles andere ist ausgeschalten, Flurlicht, Umwelt und Gehirn. Vollendetes Nichtssein am Rande eines langen Tages. mehr…
War eigentlich schon Herbst? Egal, die müden Tage sind angebrochen. Mancher tropft, es hustet und hier und da keuchts. Rasselnde Geräusche und sinkende Arbeitsbereitschaft scheinen bei einigen schon das Gebimmel der Weihnachtglocken vorwegzunehmen. Wie schön ist´s da zu Haus, wenn die Zwischenruh sanften Schlaf verspricht. Und Schutz vor all den Ansprüchen der Mitmenschen. mehr…
Ist schon wieder Clubsaison? Oder gar Revolution? Alles und alle so betont individuell verschwurbelt unterwegs. Und so intellektuell vor allem. Und so gehen derzeit mal wieder viele vermehrt mit gefährlichem Halbwissen aufeinander los. Aber so lange noch jeder mitschwafelt, hat zumindest jeder mal was gesagt. mehr…
Eigentlich die Zeit für erste Matschwanderungen, Regen von allen Richtungen und den ersten Nachtfrost. Und heiße Tee´s in klammen Fingern. Es ist zu warm, für fast Ende Oktober ist es eindeutig zu warm. Ab 20 Grad aufwärts kommen rasch Themen auf, die man sonst eher im Hochsommer vermuten würde. mehr…