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Artikel aus der Rubrik Comics

Schweinevogel von Schwarwel (241): Mmmmm

Propheten haben so etwas beruhigend Absolutes. Immer im Recht in ihren vagen Angaben, immer im Voraus und ständig gefragt von gläubigen Jüngern. Liegen die Weissagungen nur weit weg und im Ungefähren, ist auch dem Orakel heutiger Zeit eine lange Karriere beschieden. Es soll schon solche dieser Art gegeben haben, die derart in sich und ihrer Allwissenheit ruhten, dass man meinte, sie würden wirklich schweben. Wo es viele dennoch nur zum Tagespropheten schaffen, ist hier zu sehen, wie's länger klappt.
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Schweinevogel von Schwarwel (240): Immer herein

In menschlich kuriosen Zeiten, gerät man derzeit flott ins Streiten. Der eine teilt, sogar zum Feste, in gute und in böse Gäste. Und zeigt dabei gar Fähigkeiten, um die ihn Andre nicht beneiden. So weiß er ohne Augenschein, da draußen muss was Böses sein. Und traut dabei dem Nächsten nicht, er ist ein angsterfüllter Wicht. Für alle diese Fürchtewichte, ist dies Teil zwei der Schweinsgeschichte. Um fröhlich und vergnügt zu sein, genügt ein herzliches "Herein".
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Schweinevogel von Schwarwel (239): Asyl

Die Tür geht auf, es strömt herein, das wird doch nicht der Nachbar sein? Er ists und ohne langes Zaudern, beginnt er von Asyl zu plaudern. Doch nicht davon, vom großen Weiten, ein Stück, ein kleines, zu bereiten. Mit seinem Auftritt macht er klar: es engt, es drängt, es wird ganz grässlich fürchterbar. So macht er hier den Spielverderber, mitnichten den Asylbewerber. Und die Moral von der Geschichte - es gibt schon üble Nachbarswichte.
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Schweinevogel von Schwarwel (237): Errettet

Eins ist langsam klar. Phlegma hat auch seine schönen Seiten. Während der Phase des Nicht-Seins in rastloser Aktivität entsteht jede Menge Sein in Gedanken. Derart befreit von der Last des Tun-Müssens und dem Nicht-Lassen-Können werden kilobefreite Welten erschaffen. Sie geben Hoffnung und Antrieb für ein Morgen in einer wahrlich besseren Welt. Und diese wird wahrlich gerecht, ritterlich und fair für alle werden. So wird es sein.
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Schweinevogel von Schwarwel (236): 9-Punkte-Plan

Ja. Jaaaaa. Öhm. Nein - doch nicht. Es ist eine wirklich ganz eigene Sache, sich zu erheben und etwas zu vollbringen. Natürlich etwas, welches Bedeutung und Gewicht haben wird - nicht so einen Larifari, wie ihn täglich jeder auf die Beine bekommt. So dieses seltsame "Irgendwo-hingehen-und-für-Andere-arbeiten"-Ding. Kein schnödes Aufstehen, ein wahre Erhebung ist gefragt, wenn die neue Schöpfung gelingen soll. Am besten, man macht erstmal einen Plan, eh man sich noch verläuft bei der anstehenden Revolution.
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Schweinevogel von Schwarwel (235): Was soll’s

Es klemmt in der kreativen Zwischenwelt. Ein Zustand zwischen Aufstehen und Liegenbleiben. In der Grauzone von "mehr Haben" und "weniger Wollen". Der Spalt von oft selbstvergessenem Angreifen zu selbstverstehendem Liegenbleiben - wenn er breiter wird, droht die Gewöhnlichkeit. Die, welche nur noch nach Pizza statt geistigem Futter schreit und doch immer "nur" die Olive bekommt. Und täglich an Leibesfülle anschwillt. Irgendwo im "Zufriedensein" und "Niemals-Glücklich-werden-können" wohnt der Vorhof zur Revolution. Das erste ist die Illusion. Das andere nach wie vor unterschätzt. Wir bringen aber auch gern mehr Pizza. So für die Pause.
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Schweinevogel von Schwarwel (234): Loslegen

Irgendwas rappelt da. Oder besser rumort. Halb zieht es einen, halb drängt es von Innen nach Außen. Seit einem halben Jahr war Ruhe im Hause Schweinevogel, Kontemplationsphase oder vielleicht auch einfach nur Burn Out. Obwohl, Burn Out beim Schweinevogel? Schon beide Worte in einem Satz sehen seltsam aus. Doch nun heißt es wieder, einmal fröhlich ums Haus gerannt, die Stiefel gewienert, die Gelenke gestreckt und auf zu großen Taten. Also, wenns nach Iron Doof geht natürlich.
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Schweinevogel von Schwarwel (233): Zeitfenster

Es gibt ja wirklich riesige Probleme. Krieg und Frieden, Hunger und Überfluss, Mann und Frau. Aber da ganz unten, am Ende der Gedankenschleifen, da, wo es nicht viel hilft, mit Aufrüstung und Emanzipation zu argumentieren steht ein Schrank. Der wichtigste Schrank in jedem Haus, will man nicht zum Fleischfetzentragen in den Keller hinabsteigen. Und genau beim Öffnen der Türe dieses freundlichen Zimmermöbels entscheiden sich alle anderen Fragen. Anmelden und weiterlesen.

Schweinevogel von Schwarwel (232): Fahrradtour

Die Zeit ist reif, die Winde lau und freie Tage gibts auch noch dazu. Beste Gelegenheit also, die Herzkranzgefäße mal positiv zu belasten und der aufsteigenden Venenverkümmerung so richtig in den Hintern zu treten. Also die Zahnkränze geölt, den Luftdruck überprüft und kurz am Lenker gerüttelt. Pedal oh Pedal, Kunst der Beschleunigung durch Muskelkraft - Wiesen und Felder, wir kommen geflogen!
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Schweinevogel von Schwarwel (231): Schuld

Du bist schuld. Nö. Doch. Wenn ich so drüber nachdenke, eigentlich bist DU schuld. Ach was? Ja, Du. Bist. Schuld. So. Und jetzt kommst Du! Wie ich eingangs schon sagte, Du bist schuld und ich kann das auch beweisen. Denn ich bin sicher, dass ich nicht schuld bin. Also musst Du schuld sein. Quod erat demonstrandum! Ha! Das wollte ich auch gerade sagen, da siehst Du, wie Du mir immer die Worte im Mund herumdrehst, um von Deiner Schuld abzulenken! Worum ging es eigentlich? Es war jedenfalls etwas, wo Du schuld bist. Aaaah ja. Aber gut, dass wir uns Anmelden und weiterlesen.

Schweinevogel von Schwarwel (229): Haarschnitt

Ach Jugendjahre, wo seid ihr hin? All die straffe Haut, der Duft von Hormonen in der verheißungsschwangeren Frühlingsluft, das unbekümmerte Alles oder Nichts beim Betreten der nächsten Räume? Eine Glatze war noch ein selbst gewählter Haarschnitt, eine Zahnspange noch der Kampf um ein schöneres Morgen und die Augen schweiften weit auf der Suche nach Unbekanntem. Verweht und ausgelöscht, ersetzt durch Erfahrung und Mattheit zugleich. Nun weiß man, wie es ginge, doch es geht nicht mehr. Das mit dem Verfall ist wirklich nichts für Weichvögel.
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Schweinevogel von Schwarwel (228): Patientenverfügung

Alt werden wollen alle. Alt sein niemand. Alt und krank schon gar nicht. Und das womöglich noch ohne wenigstens Möff sagen zu können. Möff - ich mag nicht mehr. Gut, machen wir die Maschine halt aus. Ja, wenn da der olle Hippokrates nicht wäre, aber der alte Grieche kannte ja nicht einmal eine Herz-Lungenmaschine. Man starb gänzlich unbeschlaucht, gern im Stehen mitten in der Schlacht oder am harten Tagwerk. Heute gilt: Beim Essen schwitzen und bei der Arbeit frieren. Dafür gibt es aber nun Patientenverfügungen. Möff.
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Schweinevogel von Schwarwel (227): Pausensnack

Pause? Was bitte ist eine Pause? Gegönnter Zwischenraum, nach und vor dem man etwas macht? Aber wirklich gar nichts machen ist unmöglich. Selbst wo man nur herumliegt, geschieht irgendetwas - man wird älter, irgendwelcher Käse geht einem durch den Kopf, die Augen schauen so vor sich hin, Muskeln kontrahieren, das Herzchen bummert. Eine Pause ist also unmöglich, wie zu beweisen war. Was um Himmels Willen soll dann ein Pausensnack sein? Anmelden und weiterlesen.

Schweinevogel von Schwarwel (226): Spießerphobie

Spießer, die. Arme Bürger, welche ihre Heimat mit dem Spieß verteidigten. Galt einst im fernen Mittelalter. Aber halt! Spießbürger oder auch Kleinbürger haben eine ganz besondere gesellschaftliche Eigenschaft. Sie bildeten und bilden seit Marx sein Manifest schrieb "in Deutschland die eigentliche Grundlage der bestehenden Zustände." Ihr Einfluss wird also nachhaltig unterschätzt. Andererseits gibt es sie gar nicht - denn keiner ist einer. Krank machen sie einen dennoch. Paradox.
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Schweinevogel von Schwarwel (225): Selfie

Seht einmal, da steht er. Unser Struwwelpeter. Ist es nicht bezaubernd, wie kontinuierlich indoktrinierende Erziehung ihre Wirkung entfaltet? Wer ist die Schönste im ganzen Land? Eine Frage auf Leben und Tod. Zumindest, wenn man 15 ist. Ein neues Spiel, welches mittlerweile zu spektakulären Fotos mit fahrenden Zügen im Rücken führt. Könnte einen neuen Reim ergeben: Mit dem Handy in der Hand in ein andres fernes Land.
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Schweinevogel von Schwarwel (224): Wut

Da ist sie also, die kleine schmuddelige Schwester des Zorns. Ohne Ziel und Richtung treibt sie dem Ohnmächtigen den Blutdruck bis in die Notaufnahme, gilt dem Philosophen als reiner Ablasshandel für ungelöste Widersprüche und lässt dem sprichwörtlichen kleinen Mann das Türchen offen, an welchem steht: Hier vermeiden sie frühe Krebsschäden, toben sie sich aus. Frei von Konsequenzen natürlich, ohne Nebenwirkungen also. Der beste Freund der Macht - bei Lichte besehen - ein dünnes Pfeifen im Sturm.
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Schweinevogel von Schwarwel (223): Demut

Wie entspannt das Leben geworden ist, seit das ruhige Auge lange weilt, die offensichtlichen Widersprüche dieser Welt in einer duftenden Logikwolke voll Gotteswille zerstäuben und das Verständnis für das Wachstum der Pflanzen durch jede Pore rauscht. Die Welt ist überwältigend und schön, was ist da des Menschen Wille, sein kleinliches Streben nach ein paar Metern Erde Eigentum? Zurückgelehnte Wonne der Demut. Es wird alles gut. Anmelden und weiterlesen.