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Frauen-Fußball: RB Leipzig ab Sommer mit Nachwuchsteams am Start – Was wird aus den Lok-Damen?

Martin Schöler
Foto: Jan Kaefer (Archiv)
Was schon länger durch Gerüchteküche und Blätterwald schwirrte, ist jetzt amtlich. RB Leipzig steigt in den Frauenfußball ein. Zur Saison 2013/14 sollen eine U12 und eine U14 an den Start gehen. Talentierte Spielerinnen dürfen sich ab sofort beim Verein melden. Im April und Mai führt der Regionalligist die nächsten Sichtungstage durch. Gesucht werden neben Jungs der Jahrgäne 1999 bis 2006 auch Mädchen der Jahrgänge 2000 bis 2002.


"Wir fangen erstmal mit zwei Nachwuchsteams an", verrät Pressesprecher Sharif Shoukry. Obwohl sich mit Fußballerinnen hierzulande kein Geld verdienen lässt, steigt Red Bull nicht grundlos in den Damensport ein. Das Engagement des Salzburger Brauseproduzenten scheint strategischer Natur zu sein. Frauen stehen nämlich beim DFB hoch im Kurs.

Was Dietrich Mateschitz bestimmt weiß: Beim 1. FC Lok stünde eine komplette Frauenabteilung nebst Leistungszentrum auf Abruf bereit. Die zweite Liga macht sich zwar schön auf dem Briefpapier, verursacht den Probstheidaern aber jede Menge Kosten. Das Spielrecht samt Frauen an die Rasenballer abzutreten, könnte für den insolvenzbedrohten Club eine Option sein, um Ausgaben zu sparen. Der Deal würde sogar von den Fans mitgetragen, die – höflich ausgedrückt – auf die Rasenballer nicht gut zu sprechen sind.

Eine entsprechende Anfrage liegt dem Regionalligisten aber noch nicht vor. "Zu Spekulationen äußern wir uns nicht", so Shoukry. Der 1. FC Lok äußerte sich auf Nachfrage nicht zur Zukunft der Damenabteilung. Zuletzt kursierte das Gerücht, die Frauen könnten zum Leipziger FC wechseln. Der Club betrieb von 2007 bis 2009 das Sächsische Nachwuchs-Landesleistungszentrum für den Frauen- und Mädchenfußball, das heute bei den Probstheidaern ansässig ist.



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