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Gründe für eine Bewerbung in Sachsen. Grafik: Freistaat Sachsen, 3. Absolventenstudie
·Bildung·Leipzig bildet

Erhöhung von Studiums- und Referendarsplätzen hat das Lehrerstudium in Sachsen deutlich attraktiver gemacht

Politiker erwähnen ungern, was für Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden. „Die heute vom Wissenschaftsministerium vorgestellte Absolventenbefragung von Junglehrerinnen und -lehrern zeigt, dass Sachsen die richtigen Weichenstellungen vorgenommen hat“, erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Donnerstag, 6. Juni, zur neuen Lehramtsabsolventenstudie, die Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) vorstellte. Die letzte Studie hatte es 2015 gegeben. Und die von Piwarz beschworenen Erfolge haben in keinem Fall mit den neuen Zahlen zu tun.

Ex-Chef einer zahnlosen Behörde - Gordian Meyer-Plath, Präsident des sächsischen Verfassungsschutzes. Foto: Alexander Böhm
·Politik·Sachsen

Linke und Grüne halten Gordian Meyer-Plath für eine Fehlbesetzung an der Spitze des Verfassungsschutzes

Am Mittwoch, 5. Juni, veröffentlichte der in Berlin erscheinende „Tagesspiegel“ einen Artikel über schwere Vorwürfe zu Falschaussagen des sächsischen Verfassungsschutzpräsidenten Gordian Meyer-Plath vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des brandenburgischen Landtags. Die Falschaussagen könnten rechtliche Konsequenzen für den Mann haben, der vor 20 Jahren direkt mit dem Umfeld des Trios Mundlos, Böhnhardt, Zschäpe zu tun hatte. Und der Verdacht steht im Raum, dass er das NSU-Umfeld sogar unterstützt hat.

Der Werbeliner See. Foto: NABU Sachsen, A.Weiß / J. Bäss
·Politik·Region

Seit dem 31. Mai ist der Werbeliner See komplett Naturschutzgebiet

Nicht jeder See im neu entstandenen Leipziger Neuseenland wird ein Abenteuer- und Event-See. Der Werbeliner See im Leipziger Norden hat sich schon früh zu einem neuen Vogelparadies entwickelt. Noch vor einem Jahr musste der NABU Sachsen bangen, die umfängliche Unterschutzstellung zog sich hin. Doch am 31. Mai wurde das Naturschutzgebiet „Werbeliner See“ endlich dauerhaft unter Schutz gestellt.

Franz Alt: Die ALTernative. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Die ALTernative: Franz Alts kompaktes Plädoyer für eine Zukunft ohne Öl und Kohle

Gegen diesen Mann sieht die komplette Bundesregierung uralt aus. Er könnte sich unter die Jugendlichen von „Fridays for Future“ mischen und wäre genau am richtigen Platz. Denn all das, was die streikenden Schüler fordern, ist seit Jahrzehnten Thema in den Büchern des Journalisten und Theologen Franz Alt. Er hat gezeigt, dass auch ein 1938 Geborener lernen kann, wenn er nur aufmerksam ist und sein Herz für das Leben entdeckt.

Ex-Chef einer zahnlosen Behörde - Gordian Meyer-Plath, Präsident des sächsischen Verfassungsschutzes. Foto: Alexander Böhm
·Politik·Sachsen

Antifaschistische Band „Dr. Ulrich Undeutsch“ verklagt sächsischen Verfassungsschutz

Der sächsische Verfassungsschutz widmet sich in seinen jährlichen Berichten ausführlich Bands, die er als „linksextremistisch“ einstuft. Zuletzt beklagte er beispielsweise, dass „Feine Sahne Fischfilet“ auf dem „Wir sind mehr“-Konzert in Chemnitz auftreten durfte. Die ebenfalls beobachtete, aber weniger bekannte Band „Dr. Ulrich Undeutsch“, über die der MDR vor Monaten eine falsche Behauptung verbreitet hat, wehrt sich nun: Sie möchte den sächsischen Verfassungsschutz verklagen.

Die Aktion #blutigentlassen auf dem Augustusplatz. Foto: Poliklinik Leipzig
·Leben·Gesundheit

Junge Leipziger Gesundheitsarbeiter protestieren vorm Steigenberger Hotel gegen das deformierte Gesundheitssystem

Am 5. und 6. Juni trafen sich die deutschen Gesundheitsminister in Leipzig zu ihrer 92. Konferenz. 92 Konferenzen und trotzdem ein Gesundheitssystem, das sein Personal verschleißt und die Patienten nur noch als „Fälle“ behandelt. Der Solidarisches Gesundheitszentrum Leipzig e.V. nutzte die Veranstaltung, um unter dem Hashtag #blutigentlassen vor dem Steigenberger Hotel drastisch die Fehlentwicklung im deutschen Gesundheitssystem vor Augen zu führen.

Ein Verfassungsschutz im Sammeleifer. Foto: Ralf Julke
·Politik·Sachsen

Die Versuche, das „NSU“-Terrortrio zu finden, waren völlig stümperhaft

Eigentlich gäbe es genug Gründe für die Landtagsabgeordneten von Grünen und Linken sich zu ärgern darüber, wie ihr Wunsch, das Versagen der sächsischen Behörden im Umgang mit dem Terrortrio „NSU“, das seit 1998 in Sachsen untergetaucht war, aufzuklären, im neuen NSU-Untersuchungsausschuss wieder systematisch ausgebremst wurde. Die Meinung von CDU- und SPD-Fraktion, die Behörden hätten so weit ordentlich gearbeitet, kann auch Kerstin Köditz, die Obfrau der Linken, nicht teilen.

Das Kollektiv Ackerilla beim Videodreh für die Crowd-Invest-Kampagne, die am 7. Juni 2019 startet. Foto: Mona Knorr
·Wirtschaft·Verbraucher

Ackerilla sucht Unterstützer für solidarische Landwirtschaft auf 14 Hektar Land in Sehlis bei Taucha

Es gibt viele Möglichkeiten, Landwirtschaft anders zu organisieren – umweltfreundlicher, solidarischer. Erstaunlicherweise verorten sich einige dieser Projekte derzeit um das Städtchen Taucha im Leipziger Nordosten. Bei Sehlis will das Kollektiv Ackerilla 14 Hektar Land dauerhaft ökologisch und solidarisch bewirtschaften. Am Freitag, 7. Juni, stellen das Kollektiv Ackerilla und die Kulturland Genossenschaft ihr Projekt im Ost-Passage-Theater in Leipzig vor.

Peter Beeler-Scheidegger: Ein Manager im Himmel. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Ein Manager im Himmel: Saladins viele Versuche, endlich den Frieden mit sich selbst zu finden

Manager kommen nicht in den Himmel. Und ihr Humor ist irgendwie gewöhnungsbedürftig. Der Schweizer Peter Beeler-Scheidegger war selbst „Jahrzehnte lang im Topmanagement“ tätig. Er kennt also die Kollegen, die Welt, in der sie leben, und ihre Denkweise. Und er hat so eine Ahnung, was dieses Denken in der Welt anrichtet. Und mit den Menschen. Sind Manager noch zu retten? Wenigstens einer? Ein gewisser Saladin, der tatsächlich im Himmel landet?

21, 22 oder gar 27 bei der ADPM, war das Rätsel am 5. Juni auf dem Simsonplatz. Foto: L-IZ.de
·Politik·Engagement

#le0506 – Liveticker: André Poggenburgs ADPM und die Connewitz-Frage + Videos

Es dürfte ein juristisches Nachspiel haben, was das Verwaltungsgericht Leipzig heute in Sachen Routenverlauf für den „Aufbruch deutscher Patrioten Mitteldeutschland“ (ADPM) im Eilverfahren entschieden hat. Zumindest hat André Poggenburg bereits angekündigt, die Entscheidung des Gerichtes in einem Hauptsacheverfahren nach dem heutigen 5. Juni 2019 abschließend klären zu lassen. Denn das Verwaltungsgericht rügt in seiner Entscheidung, die Demonstration vom gewünschten Startpunkt an der Brandtstraße/Selneckerstraße auf den Simsonplatz zu verlegen auch die Begründungen der Stadt Leipzig.

Michael Oertel mit Helfe-Elfe. Foto: Michael Oertel
·Kultur·Lesungen

Am 8. Juni kann man „Helfe-Elfe Magda in den Rocky Mountains“ begegnen

2010 ließ Michael Oertel seine Helfe-Elfe schon einmal in einem Buch auftreten. Damals schickte er die kleine, immer gut gelaunte Elfe nach Ostfriesland. Geboren wurde sie eigentlich in der Kinderklinik: als Mutmacherin für Kinder, für die Michael Oertel samt Geschichte und Erzählpuppen zu Besuch kam. Eigentlich war er selbst so etwas wie ein Helfe-Elf. Am Samstag liest er aus seinem zweiten Helfe-Elfe-Buch. Im „Monopol“ kann man ihn erleben.

Am Eingang zur Alten Baumwollspinnerei in Leipzig Lindenau. Foto: L-IZ.de
·Kultur·Ausstellungen

Rücktritt vom Rücktritt? Zwischenschritte zur 26. Leipziger Jahresausstellung

Am Vormittag des 5. Juni 2019 kam nun die Absage der Pressekonferenz mit der Kulturdezernentin der Stadt Leipzig, Dr. Skadi Jennicke, zur Leipziger Jahresaustellung. In der Begründung zur Absage heißt es. „wie Sie vielleicht schon wissen, hat der Verein Leipziger Jahresausstellung e.V. sich nun doch entschlossen, die Jahresausstellung stattfinden zu lassen. Daher hat sich die für heute 12:30 Uhr geplante Kurz-PK erübrigt.“ Unterdessen hat sich auch Axel Krause zu einem Interview mit der L-IZ.de bereit erklärt. Ersten Informationen nach soll er weiterhin nicht ausgestellt werden.

Wahlergebnis zur Kreistagswahl am 26. Mai in Nordsachsen. Grafik: Freistaat Sachsen
·Politik·Region

Auch der Landkreis Nordsachsen wählte vor allem bunt und ein Stück weit AfD als Protest

Am Wahlabend am 26. Mai war die Sachsenkarte fast vollständig blau. Und das auch noch größtenteils AfD-Blau. Jedenfalls bei Betrachtung der Europawahl-Ergebnisse. In den meisten Wahlkreisen hatte die AfD (meist knapp vor der CDU) die meisten Stimmen geholt. Aber schon bei Betrachtung der Kreistags-Wahlergebnisse ändert sich das Bild. Auch in den westsächsischen Wahlkreisen Nordsachsen und Leipzig.

Der Entwurf „Westkurve“ von Hagen Ludwig und Timm Fröhlich. Visualisierung: Ludwig-Fröhlich/HTWK Leipzig
·Politik·Region

Architektur-Studierende der HTWK Leipzig gewinnen studentischen Ideenwettbewerb für die Kanalbrücke am Störmthaler See

Noch kommt man nicht einfach so herum um den Störmthaler See. An der Auenhainer Bucht, da, wo der Kanal zur Schiffsschleuse abzweigt, enden beidseitig jeweils die Rundwege. Wer auf die andere Seite und den See umrunden will, muss erst einmal Richtung Markkleeberger See radeln und die Brücke im Verlauf des Rundwegs um den Markkleeberger See nutzen. Eigentlich kein großes Problem. Aber die Gemeinde Großpösna wünscht sich auch für den Störmthaler See einen geschlossenen Rundweg – und eine Brücke.

Für die Erzeuger sind die Kaffeepreise viel zu niedrig. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Verbraucher

Forum Fairer Handel und TransFair fordern ein Ende von Kaffee zu Schleuderpreisen

Wer es nicht so dicke hat in seinem Geldbeutel, der freut sich natürlich, wenn es das Päckchen Kaffee im Supermarkt für 3,49 oder 3,99 Euro gibt. Obwohl er in der Regel weiß, dass das eigentlich zu billig ist. Dass diejenigen, die den Kaffee im Schweiß ihres Angesichts anbauen, davon nicht wirklich leben können. Doch die großen Kaffeekonzerne kommen aus ihrem Trott nicht heraus. Während am Weltmarkt Kaffee zu historischen Tiefstpreisen verschleudert wird, versammelt sich vom 6. bis 8. Juni das „Who is who“ der internationalen Kaffeebranche auf der „World of Coffee“ in Berlin.

Das erste Teil der Plagwitzer Brücke wird eingehoben. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Am 4. Juni wurden die ersten Träger für die Plagwitzer Brücke montiert

Bei modernen Brücken denkt man ja eigentlich: Das ist wie Lego-Bauen. Die Teile werden vorgefertigt, angeliefert, ineinander gesteckt, Asphalt und Gleise drauf, fertig die Brücke. Aber ganz so einfach ist es nicht. Auch das „Zusammenstecken“ ist Präzisionsarbeit. Und manchmal sind es nur 2 Millimeter, die dann dafür sorgen, dass das Einsetzen eines Stahlträgers dann doch eine halbe Stunde dauert. Aber mit so etwas rechnen Brückenbauer ja.

Sighard Gille: Camera obscura. Leipzig. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Camera obscura: Sighard Gilles Lochkamera-Blick auf das Leipzig hinter der hektischen Oberfläche

Seit Dienstag, 4. Juni, ist im Stadtgeschichtlichen Museum die Ausstellung mit Fotografien von Sighard Gille „Camera Obscura. Leipzig“ zu sehen. Großformatig aufgezogen zeigt sie Aufnahmen, die der bekannte Maler mit einer Kameratechnik aufgenommen hat, die gerade durch ihre archaische Herangehensweise faszinierende Bilder ergibt. Zumindest bei jedem dritten Bild. Doch diese Bilder werden dann auch zu einem eindrucksvollen Bildband.

Läuft doch noch was 2019? Die Leipziger Jahresausstellung findet statt. Foto: Daniel Thalheim
·Kultur·Ausstellungen

26. Leipziger Jahresausstellung: Nach der Absage die Aussage

Wenn unter der Asche noch Glut ist, braucht es manchmal ein paar, die bereit sind, wieder Scheite herbeizutragen und neu anzublasen. Seit wenigen Stunden sieht es so aus, als ob die traditionsreiche 26. „Leipziger Jahresausstellung“ wieder etwas Wind unter die Flügel bekäme, auch weil es eigentlich keiner so richtig glauben konnte. Die Absage jedenfalls ist relativ sicher abgewendet, Blessuren wird es gegeben haben und noch geben, doch die Ausstellung findet statt. Mit wie vielen Künstlern genau ist noch unklar, doch eine Podiumsdebatte unter wahrscheinlicher Beteiligung von Axel Krause ist ebenfalls in Planung.

Malte Reupert - Gründer von Biomare Leipzig zeigt die Richtung an. Foto: L-IZ.de
·Wirtschaft·Firmenwelt

Bio-Wirtschaft in Leipzig (4): Ein Porträt des Biomare-Gründers Malte Reupert

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 67Der neue Supermarkt im Westwerk hat die eine oder andere schwer zu glättende Woge der Kritik ausgelöst. Wie zuvor auch die Biomare-Filialen. Dabei ist gegen einen ökologischen, fairen Bioladen auf den ersten Blick wenig bis gar nichts einzuwenden. Ökolandbau und Nachhaltigkeit sollten sich doch auch in der Ernährung beziehungsweise in den entsprechenden Kaufentscheidungen niederschlagen. Und lieber Biomare als Aldi, Netto oder Rewe. Handelt es sich also um linksideologische Selbstzerfleischung? Eine einseitige Spurensuche.

Die SPD-Mitglieder sollen über den Koalitionsvertrag abstimmen. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Kein Abgesang: Die SPD in schwerem Fahrwasser (die Kirche übrigens auch)

Seit fast 70 Jahren gehöre ich zur Evangelischen Kirche, seit fast fünf Jahrzehnten bin ich Mitglied der SPD – zwei Institutionen, die wie kaum andere Grundwerte des Zusammenlebens verkörpern, Traditionen tiefgreifender Aufbrüche als großen Schatz bewahren und Bindungskräfte ausstrahlen. Zwei Institutionen, denen ich sehr viel zu verdanken habe: Orientierung, Beheimatung und ausreichend viele Reibungsflächen. Obwohl ich selbst sehr institutionenkritisch eingestellt bin, habe ich nie ernsthaft über einen Austritt aus der Kirche oder der SPD nachgedacht.

Das von REWE angebotene Plastik-Frischenetz. Foto: REWE
·Wirtschaft·Verbraucher

REWE nimmt in Sachsen für einen Tag alle Obst- und Gemüsebeutel aus dem Angebot

Am Mittwoch, 5. Juni, ist „Tag der Umwelt“. Ein Tag, den der Lebensmittelhändler REWE dazu nutzen will, seine Kunden auf ein Dilemma aufmerksam zu machen. Ein Dilemma, das zumeist in der Gemüseabteilung auftaucht: Wie will man lose angebotene Früchte und Knollen eigentlich transportieren, wenn man keine Plastiktüte zur Hand hat? Bislang gibt es die dünnen Plastiktüten gleich vor Ort. Außer am 5. Juni. Da ist das mal ganz anders.

Im Lübecker Stadtwald. Foto: NuKLA e.V.
·Leben·Reisen

Der NuKLA ließ sich im Stadtwald Lübeck erklären, wie naturnahe Forstwirtschaft sehr erfolgreich und effizient gehen kann

Drei Mitglieder des NuKLA e. V. ließen sich am 29. Mai sechs Stunden lang von Knut Sturm, Bereichsleiter des Stadtwaldes Lübeck, durch „seine“ Wälder führen und von dem wegweisenden, von Dr. Lutz Fähser und ihm entwickelten Konzept einer naturnahen Forstwirtschaft begeistern. Deutlich sind die Unterschiede zum herkömmlichen Umgang der Förster mit dem Wald, augenscheinlich den Wald in seiner Struktur respektierend und erhaltend und dazu alle Jahre wieder mit einem, wenn auch kleinen, positiven wirtschaftlichen Ergebnis.

Freiheitssäule. Foto: Sighard Gille
·Kultur·Ausstellungen

Stadtmuseum zeigt ab heute beeindruckende Camera-obscura-Fotografien von Sighard Gille

Am heutigen Dienstag, 4. Juni, um 18 Uhr wird im Stadtgeschichtlichen Museum im Böttchergässchen eine besondere Ausstellung eröffnet. Das Museum zeigt Arbeiten des bekannten Leipziger Malers Sighard Gille, dessen Bilder für gewöhnlich eher großformatig im Nachbarmuseum der bildenden Künste zu sehen sind. Doch seit Jahren beschäftigt sich Gille auch mit Fotografie – und zwar mit einer ganz besonderen Art der Fotografie. Einer, die seinem Maler-Blick auf die Welt sehr entgegenkommt.

André Poggenburg und Egbert Ermer auf dem Simsonplatz in Leipzig. Foto: L-IZ.de
·Politik·Engagement

Poggenburg will klagen: Erneute Demo in Leipzig am Mittwoch

Bis gestern noch gaben sich die Mannen um André Poggenburgs „Aufbruch deutscher Patrioten Mitteldeutschland" (ADPM) „gespannt, ob nun beim dritten Anlauf wieder die grundgesetzlich garantierte Demonstrationsfreiheit verwehrt wird“. So sehen sie es, wenn sie am Mittwoch, 5. Juni ab 18 Uhr, in Leipzig-Connewitz eine Kundgebung und einen „Protestspaziergang“ abhalten wollen. Was die Stadt Leipzig nun erneut abgelehnt hat, es soll wie schon am 1. Mai 2019 erneut der Simsonplatz vor dem Bundesverwaltungsgericht sein. Dagegen hat André Poggenburg nun eine Klage angedroht, er will unbedingt nach Connewitz.

Die Ausgrabungsstätte Bokol Dora während der Grabungen im Jahr 2015. Während der Ausgrabung legten die Forscher Steine auf die freigelegten Schichten, um die Oberfläche der empfindlichen Fundschichten zu schützen. Foto: David Feary, License: CC-BY-SA 2.0
·Bildung·Forschung

Wie Steinwerkzeuge die Entwicklung des Menschen von Anfang an begleiteten

Es war wieder trockener geworden im heutigen Äthiopien. Eine Feuchtzeit war zu Ende gegangen, wieder breitete sich Savanne aus. So ungefähr war jener Vorgang, von dem die Forscher annehmen, dass er den frühen Menschen dazu brachte, sich aufzurichten, um über das Steppengras hinweg sehen zu können. So bekam er die Hände frei. Und was machte er damit? Er fabrizierte präzise Werkzeuge. Leipziger Forscher sind so ziemlich genau an diesen Anfang vorgestoßen. Darüber berichtet jetzt das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie.

Arne Born: Literaturgeschichte der deutschen Einheit. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Fremdheit zwischen Ost und West: Arne Born erkundet die „Wende“-Literatur von 1989 bis 2000

Da nähert sich unaufhaltsam der 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution, ein Jahr später kommt der 30. Jahrestag der Deutschen Einheit. Zeit, mal Bilanz zu ziehen, dachte sich der Literaturwissenschaftler Arne Born. Denn augenscheinlich diskutiert die Republik noch immer über die Spaltung zwischen Ost und West. Als schrieben wir immer noch das Jahr 2000, als wir alle noch hofften, die Spaltung würde irgendwann verwachsen.

Angriff der roten Killerquallen über Leipzig oder doch nur chemische Kriegsführung gegen die eigene Bevölkerung? Es ist alles möglich, für die "anderen Bürger". Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Möbelkauf der anderen Art: Begegnung mit einem „Bürger“

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 67Normalerweise begegnet man in Möbelhäusern emsigen Verkäufern, die einen von der passenden Härte der Matratze, vom umfangreichen Stauraum in den Küchenschubladen oder der neuen, ziemlich undefinierbaren Farbe der Anbauwand überzeugen wollen. Neulich jedoch begegnete mir eine andere Art Spezies von Verkäufer. Während ich mich im Küchenstudio umsah, kamen wir ins Gespräch – über die Höhe der Arbeitsflächen, die richtige Abzugshaube und über Erdogan. Erdogan?

Politologin Dr. Rebecca Pates von der Universität Leipzig. Foto: Swen Reichhold
·Bildung·Forschung

Politologin Rebecca Pates im Interview: „Einige Reichsbürger glauben, die Welt wird von Reptilien aus dem All regiert“

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 67Laut Verfassungsschutz leben derzeit 1.700 Reichsbürger in Sachsen. Über die Gefahr, die von diesen ausgeht, wie man ihnen argumentativ begegnet und ob sie nicht für die Demokratie verloren sind, erklärt Politologin Prof. Dr. Rebecca Pates von der Universität Leipzig. Für die LZ führte Marko Hofmann das Interview mit ihr für die aktuelle Ausgabe.

Die Abstimmung zur Prüfung eines 365-Euro-Tickets in Leipzig im Mai vor der Kommunalwahl. Foto: L-IZ.de
·Wirtschaft·Mobilität

Eine Wette zum 365-Euro-Ticket: Wird es bis 2027 eingeführt oder nicht?

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 67Manche Berichterstattungen, Debatten darüber bis hinein in die sozialen Netzwerke hinein treiben seltsame Blüten. Eine hat nun zu einer Wette geführt, über die wir gern und im Einverständnis mit dem Wettpartner, dem Stadtrat René Hobusch (FDP), die Öffentlichkeit informieren wollen. Alles dreht sich um die Frage, ob und wann man realistisch ein Ticket in Leipzig einführen kann, welches den normalen Fahrgast im Jahresabonnement am Tag nur noch einen Euro kostet.

Fehlt da ein Blatt? Foto: Marko Hofmann
·Bildung·Leipzig bildet

Bitte nicht freundlich: Wie verläuft so ein Abitur in Sachsen?

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 67Jeder war mal in einer und alle wissen natürlich, was da schiefläuft und "in die Bildung" soundso. Die Schule, lebenslanger Erinnerungsort, Zeit des Erwachsenwerdens und leider auch der Prüfung. Auch wenn so mancher später im Leben feststellt, dass die Benotungen rasch verblassen und das Leben noch einmal ganz anders verläuft, als die 1, 2 oder 3 vorherzusagen schien: durch den großen Schluss-Contest mussten wir alle. Wie eine Abiturprüfung heutzutage in Sachsen abläuft, hier mal aus Lehrerperspektive.

Das Wahlergebnis zur Gemeinderatswahl 2019 in Plauen. Grafik: Freistaat Sachsen
·Politik·Sachsen

Was hat der Vogtlandkreis am 26. Mai überhaupt gewählt?

Vielleicht kann man die seltsamen Entscheidungen der Versammlungsbehörde im Vogtlandkreis zum Aufmarsch der rechtsradikalen Splitterpartei „Der III. Weg“ am 1. Mai auch mit der Verunsicherung erklären, die sich in sächsischen Behörden breitgemacht hat. Denn der selbstverständliche Wahlsieg der CDU bei Landtags-, Kreistags und Gemeinderatswahlen ist Vergangenheit. Nur: Was kommt nun?

Vor drei Jahren demonstrierte der „III. Weg“ schon einmal am 1. Mai in Plauen – ebenfalls in einheitlicher Kleidung. Foto: René Loch
·Politik·Sachsen

Versammlungsbehörde des Vogtlandkreises fand nichts an Trommeln und Fackeln auszusetzen

Seit dem 2. Mai machen Aufnahmen aus Plauen die Runde und zeigen ein Sachsen, wie man es mittlerweile in deutschen Nachrichtensendungen geradezu erwartet: Scheinbar ohne Einschränkung können da an einem 1. Mai die Mitglieder einer rechtsradikalen Mini-Partei uniformiert mit Trommeln und Bengalos durch die Stadt marschieren – und die Polizei greift nicht ein. Und der Innenminister beantwortet eine Landtagsanfrage dazu eher mit einem Achselzucken: Ist eben so.

Geldsäckel und Münze.
·Leben·Gesellschaft

Wenn sich in abgehängten Regionen das Gefühl breitmacht, nicht mehr gleichwertig zu sein

Es ist ja nicht so, dass man bei der SPD nicht wüsste, was es zu tun gäbe. Kaum eine Stiftung ist beim Sammeln wissenschaftlicher Analysen so emsig wie die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Ergebnisse werden auch regelmäßig in Broschüren und Einzelblättern veröffentlicht. So auch das Ergebnis einer Diskussion zu den Themen Armut, Reichtum und Arbeitswelt. Und zu der Frage: Warum wählen dann so viele Leute AfD? Uns geht’s doch gut!

Mal wieder Giftmüll auf der Autobahn Richtung Cröbern. Quelle: Autobahnpolizei
·Politik·Sachsen

Bei der Großkontrolle am 9. und 10. April fielen gleich zwei schlampige Asbest-Transporte auf

Als Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) im April die Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Volkmar Zschocke zur wiederholten Auffälligkeit eines Abfalltransporteurs mit Transportgut aus Italien beantwortete, stellte sich heraus, dass dieser nicht nur im März bei einer Kontrolle auffiel, sondern auch im April, bei einer „Schwerverkehrskontrolle ‚Internationale und nationale Abfalltransporte Straße‘“. Es stand im Kleingedruckten und Zschocke fragte natürlich wieder nach.

Vogeltod hinter zugeschmierten Löchern. Foto: NABU Leipzig
·Politik·Engagement

Vogeltod: Eingemauerte Jungvögel in Grünau

Gerade erst, am 25. Mai 2019, hatte der NABU nach der Vogelzählung zur „Stunde der Gartenvögel“ Alarm und einen bis zu 46-Prozentigen Rückgang für Mauersegler und Mehlschwalben gemeldet. „Die Zahlen für diese beiden Arten sind katastrophal“, erklärte NABU-Vogelschutzexperte Marius Adrion, die Gründe sind unter anderem fehlende Fluginsekten und fehlende Brutnischen in Gebäuden. Davon lassen sich jedoch einige Hausbesitzer, Baufirmen und die ausführenden Handwerker nicht abhalten. Und mauern gegen alle bekannten Naturschutzgesetze einfach weiter Brutplätze mit dem Vogelnachwuchs zu. So erneut geschehen in Leipzig Grünau.

Graffiti in Leipzig. Foto: Marko Hofmann
·Bildung·Medien

Wenn die angelernten Muster nicht mehr zur widerborstigen Wirklichkeit passen

Journalisten haben ihre Scheuklappen und ihre rosaroten Brillen – wie alle anderen Menschen auch. Und sie haben Sichtweisen, an denen man sogar erkennt, aus welcher Schule sie kommen, mit welchen Vorurteilen sie auf die Welt sehen. Selbst dann, wenn sie sich redlich bemühen, diese „Voreinstellungen“ irgendwie aufzulösen. So wie Mathias Müller von Blumencron am 27. Mai beim „Tagespiegel“. „Spitze zu“, hat er bei „Spiegel“ und F.A.Z., wo er vorher tätig war, gelernt.

Der offizielle Sieger der Oberliga-Süd-Staffel - und damit Aufsteiger in die Regionalliga - ist: Die BSG Chemie Leipzig! Foto: Jan Kaefer
·Sport·Fußball

BSG Chemie Leipzig vs. FC Eilenburg 2:1 – Leutzsch ist zurück in der Regionalliga

Die BSG Chemie hat ihren ersten Matchball verwandelt. Der Spitzenreiter der NOFV-Oberliga Süd besiegte im Spitzenspiel den Drittplatzierten FC Eilenburg mit 2:1 (1:0) und steigt damit - nach einem Jahr Pause - wieder in die Regionalliga Nordost auf. „Glückwunsch an uns alle, denn das war ein gemeinschaftlicher Aufstieg.“, dankte Chemie-Trainer Miroslav Jagatic allen im Verein für ihr Mitwirken am Erfolg.

2019 läuft erstmal nichts mehr. Foto: Daniel Thalheim
·Kultur·Ausstellungen

Absage der Leipziger Jahresausstellung: Ein Desaster weit über Axel Krause hinaus

Einen Monat lang sorgte Axel Krause in Leipzig erneut für Wirbel. Schon 2018 machte er von sich Reden, weil die Galerie Kleindienst ihn als Künstler entließ. Anlass für die Trennung seitens der Galerie waren die politischen Äußerungen, die der Künstler auf Facebook verbreitete. Krause outete sich bereits 2015 als AfD-Wähler und ist seit 2019 auch Teil der aus AfD-Mitgliedern bestehenden Erasmus-Desiderius-Stiftung. Seine politische Haltung steht außer Frage. Nun hat die Causa Krause die Leipziger Jahresausstellung (L.J.A.) in den Abgrund gerissen. Eine Spurensuche.

SPD
·Politik·Sachsen

Nahles weg: Der Neuanfang im Neuanfang

Andrea Nahles hat sich entschieden, legt alle Ämter in Partei und Fraktion nieder und verlässt wohl sogar den Deutschen Bundestag. Damit ist die erste Frau an der Bundes-Spitze der SPD zugleich mit nur einem Jahr auch eine der kürzesten Vorsitzenden der Partei gewesen. Am Ende fehlte ihr offensichtlich sogar der Rückhalt der wichtigen Landesverbände in NRW und Niedersachsen, um den 11,7-Prozent-Absturz bei der Europawahl politisch zu überstehen. Auch in der kleineren Sachsen-SPD rumorte es nach der EU-Wahl in den vergangenen Tagen hörbar.

Mephisto und Faust vor Auerbachs Keller. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Zeitreise

Die ersten „Faust“-Aufführungen in Leipzig

Nach der Uraufführung des ersten Teils von Goethes „Faust“ 1829 in Braunschweig brachte auch das Leipziger Stadttheater im selben Jahr, zur Feier von Goethes Geburtstag, das Stück auf die Bühne. Vor ausverkauftem Haus spielte der damals berühmte Moritz Rott den Faust und Rosalie Wagner, die Schwester Richard Wagners, das Gretchen.

Hummel bei der Arbeit. Foto: Ralf Julke
·Politik·Sachsen

Für Sachsens Regierung ist Artenschutz augenscheinlich nur ein Sonntagsthema

Am 24. Mai debattierte der Sächsische Landtag auf Antrag der Grünen zur im Grunde desaströsen Lage des Artenschutzes in Sachsen. Der Titel der aktuellen Debatte war ziemlich lang: „Froschlöffel und Kratzdistel, Hochmoor-Gelbling und Wildkatze retten – die Warnung des Weltbiodiversitätsrates gilt auch für Sachsen“. Auch der eigentlich zuständige Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) sprach zur Debatte. Aber seine Sonntagsrede kam beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Sachsen ganz schlecht an.

Am 1. Juni 2019, 22:30 Uhr auf dem Herderplatz kurz nach der ersten Attacke. Foto: L-IZ.de
·Leben·Fälle & Unfälle

Angriff auf dem Herderplatz

VideoDie „Fight for your Future“-Demo war bereits eine Stunde vorbei, als sich am gestrigen 1. Juni 2019 am Endpunkt der Versammlung aus noch unklaren Gründen eine Situation entwickelte, die die Polizei am heutigen Morgen als einen Angriff auf ihre Einsatzbeamten meldet. Gegen 22:30 Uhr wurden sie „am Herderplatz durch eine unbekannte, größere, vermummte Gruppierung angegriffen. Die Angreifer trugen Sturmhauben und bewarfen die Einsatzkräfte und deren Fahrzeuge massiv mit Steinen.“ Gegen 3 Uhr kam es nach Polizeiangaben zu einem weiteren Vorfall.

Ein Feldrain im Leipziger Südosten. Foto: Ralf Julke
·Politik·Engagement

Der NaSa e. V. hat die ersten 171 von „1.000 Äckern für Insekten“ eingesammelt

Wenn Sachsens Landwirtschaftsminister gefragt wird, wie es mit dem Artenschutz in Sachsen aussieht, dann preist er sein Ministerium mit großen Worten und ganzen Listen von Förderprogrammen, die seit Jahren laufen. Und fast nichts bringen. Die Roten Listen der Feldvögel werden nicht kürzer. Und seit 2018 ist auch das Insektensterben Thema. Aber was tun, wenn der Minister keine Lust zum Umsteuern hat? Der NaSa startete dafür im April seine Aktion „1000 Äcker für Insekten“.

Die alte Bahnbrücke an der Oststraße. Foto: Deutsche Bahn
·Politik·Brennpunkt

Erster Teil der Eisenbahnbrücke in der Oststraße wird zurückgebaut

In der Oststraße begann es schon am Freitag, 31. Mai: Eine Straßensperrung sorgt drei Tage lang dafür, dass Autofahrer eine Umleitung fahren müssen. Denn hier nimmt das Brückenprogramm der Bahn im Leipziger Osten jetzt Gestalt an: Die neuen Brücken werden montiert. Insgesamt werden im Streckenabschnitt Leipzig-Engelsdorf–Leipzig-Stötteritz sieben Eisenbahnbrücken erneuert.

Jojakim Cortis / Adrian Sonderegger: Double Take. Cover: Lars Müller Publishers
·Bildung·Bücher

Double Take: Die Künstler Jojakim Cortis und Adrian Sonderegger rekonstruieren die Fotografiegeschichte auf ihre eigene Weise

Eine Wolke aus dreckiger Watte quillt aus einem der Türme des New Yorker World Trade Centers. Der leckgeschlagene Öltanker Exxon Valdez treibt durch ein Meer aus geschmolzenem Zucker, Lackfarbe und Epoxid. Die Oberfläche des Mondes besteht aus Zementpulver und an den Stränden des Indischen Ozeans trifft der todbringende Tsunami auf Plastikpalmen mit einer Krone aus grün gefärbten Vogelfedern.

Die Alte Baumwollspinnerei in Leipzig Lindenau. Foto: LZ
·Kultur·Ausstellungen

Für die Kunstfreiheit: Axel Krause sprengt Leipziger Jahresausstellung

Die Leipziger Jahresausstellung gibt es dieses Jahr nicht. Mit der Bekanntgabe der Künstlerliste der diesjährigen Leipziger Jahresausstellung fing der Trubel an. Auf Facebook äußerte sich die Leipziger Galeristin Arne Linde zur Aufstellung der künstlerischen Position von Axel Krause, der 2018 wegen nationalistischen Äußerungen, Kritikerhäme und seiner zur Schau getragenen AfD-Nähe in der Öffentlichkeit für Unbehagen sorgte. Nun hat der Vorstand nach langem Ringen über das Für und Wider der Kunstfreiheit entschieden: Die Leipziger Jahresausstellung (L.J.A.) findet dieses Jahr nicht statt.

Wenn der Weg zum Supermarkt immer länger wird. Foto: Marko Hofmann
·Politik·Sachsen

Linksfraktion macht das Verschwinden der Dorfläden zum Thema im Landtag

Dass immer mehr Sachsen das Gefühl haben, dass irgendetwas in der aktuellen Politik gründlich falschläuft, hat mit ihren täglichen Erfahrungen zu tun, mit dem Rückbau all der Infrastrukturen, von denen ihnen immer wieder gesagt wird, das könne man nicht mehr finanzieren. Egal, ob es die Schule im Dorf ist, der Bus, der nicht mehr hält, die abgeklemmte Bahnstrecke oder der kleine Supermarkt, der auf einmal schließt. Ein Thema, das jetzt die Linke aufgreift.

Goethedenkmal auf dem Naschmarkt. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Zeitreise

Wie Goethe zu seinen letzten Worten kam

2009 überraschte Peter Uhrbach die Goethe-Welt mit der Nachricht, dass Goethes letzte Geliebte, Ulrike von Levetzow, eine geborene Leipzigerin war. „Damals habe ich für mein erstes Buch ‚Goethes Fräulein in Böhmen Ulrike von Levetzow‘ recherchiert. Ulrike ist nicht in Löbnitz (inzwischen von Wikipedia korrigiert), sondern wie Goethes erste Liebe in Leipzig geboren“, so Uhrbach. „Sie ist übrigens 1899, am 13. November, in Böhmen gestorben.“

Seit über 60 Jahren gedeckelt: der Pleißemühlgraben in der Lampestraße. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Zeitreise

Der Pleißegedenkmarsch jährt sich zum 30. Mal

Nicht nur Sachsen tut sich schwer, den 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution irgendwie ordentlich gefeiert zu bekommen. Das Jubiläum geht beinah unter in einer gesellschaftlichen Stimmung, in der mal wieder lauter Stereotype über den Osten ausgeteilt werden. Da geht auch unter, dass der Herbst ‘89 auch von einem starken ökologischen Moment getrieben wurde. Dafür steht der Pleißepilgerweg, der schon im Juni 1989 die Behörden verunsicherte.

Erinnerungssäule an den Herbst 1989 auf dem Nikolaikirchhof. Foto: Ralf Julke
·Leben·Gesellschaft

Feiern Sie nicht immer nur den Mauerfall!

Wenn die Bundesregierung sich mal wieder an die Friedliche Revolution erinnert, dann rückt fast immer der 9. November 1989 in den Mittelpunkt, der Tag, an dem „die Mauer fiel“. Aber das ist gerade aus Sicht der Bürgerrechtler nicht der Tag, der allein im Zentrum stehen sollte. Denn viel wichtiger war der 9. Oktober. Deshalb haben sie jetzt gemeinsam einen Offenen Brief an das Bundesministerium des Inneren geschrieben. Dort ist die Kommission angesiedelt.

Kalender-These #7 - Juni 2019. Foto: MJA Leipzig e.V.
·Leben·Gesellschaft

These #7: Es gibt keine wertlosen Menschen.

Die Akzeptanz einer gesellschaftlichen Unterschicht ist inhuman und zynisch, daher müssen wir diesem Prozess entgegenwirken und Chancengleichheit herstellen. Deutschland, ein Wohlfahrtsstaat mit Sozialleistungssystem und Schulpflicht. Wie kann es dann eine neue Unterschicht geben und durch was zeichnet sie sich aus?

Einfache, praktische Regeln, um auch privat etwas für den Klimaschutz durch Konsumreduktion zu tun. Foto: L-IZ.de
·Politik·Engagement

Wenn Menschen vor McDonalds liegen: Fridays for Future macht auch in den Ferien weiter + Video

Einen Teil der gestiegenen Grünen-Werte zur Europawahl können sie sicher auch für sich verbuchen. Die noch etwas unbeholfenen Verständigungsversuche der anderen Parteien ebenfalls. Und während die Politik angesichts eintretender Deutungshoheiten über ein existenzielles Thema schon von der neuen 68er Bewegung raunt, zeigt die Bewegung „Fridays for Future“, was sie vor allem ausmacht. Sie ist weit hartnäckiger, als alle Abwiegelungsversuche um sie herum glauben machen wollen. Auch heute waren die Leipziger Jugendlichen gemeinsam mit Eltern und Großeltern unter dem Motto „Konsum tötet“ wieder auf der Straße.

Der Tweet, den Twitter nicht beanstandet hat. Screenshot: L-IZ
·Bildung·Medien

Christian Wolffs Tweet zur Leipziger AfD wird von Twitter nicht beanstandet

Wer genau sich wegen eines Tweets, den Christian Wolff am 20. Mai, in der heißen Endphase des Wahlkampfes auf Twitter absetzte, beschwert hat, kann er zwar auch nicht sagen. Er kann es nur vermuten. Aber auch in seinen Twitter-Beiträgen ist der ehemalige Thomaspfarrer gern bissig und genau und prangert auch gern die doppelbödige Haltung einiger rechter Zeitgenossen an. Die Beschwerde über den Tweet hat Twitter jetzt abgelehnt.

Yoko Ono in der Ausstellung "PEACE is POWER". Foto: MdbK Leipzig
·Kultur·Ausstellungen

Yoko Ono hat ihre Ausstellung „PEACE is POWER“ am Mittwoch doch noch ganz privat besucht

Seit dem 4. April ist im Museum der bildenden Künste die Ausstellung „PEACE is POWER“ von Yoko Ono zu sehen. Zur Eröffnung konnte Museumsdirektor Alfred Weidinger nur mitteilen, dass die 86-jährige Künstlerin zwar nicht am Eröffnungsabend anwesend sein werde. Aber sie werde auf jeden Fall noch zu ihrer bislang umfangreichsten Ausstellung in Deutschland nach Leipzig kommen. Das hat sie dann am Mittwoch, 29. Mai, auch getan.

Auch Pfandflaschen gehören nicht in den Abfall. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Umweltdezernat würde Verhandlungen über Wertstoffbehälter an Leipzigs Haltestellen aufnehmen

Im April stellte das Leipziger Jugendparlament noch so einen Antrag, der eigentlich ganz einfach und logisch ist: Wenn selbst die Untersuchung des Restmülls an Haltestellen schon zeigt, dass ein Großteil des Abfalls recycelbare Wertstoffe sind, dann sollte man doch auch Behälter zur Mülltrennung hinstellen. Diesmal ist es eher nicht die Stadt, die nicht mitspielen will, sondern es sind die Hersteller all des Verpackungsmülls, die nicht wollen.

Wahlplakate im Clara-Park. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Medien

Lauter unpolitische Wilde da im Osten

Einen Effekt beobachteten am Wahlsonntag, 26. Mai, nicht nur L-IZ-Leser: Die großen Zeitungen und Sender ignorierten die hellblauen Wahlergebnisse im Osten geradezu auffällig. Man staunte etwas verblüfft über die Grünen und sang ansonsten viele Lieder über den „Niedergang der großen Volksparteien“. Das erwischte dann auch ein paar Medienprojektanten im schönen Westen unverhofft. Auch welche mit ostdeutschem Stallgeruch.

Ein Beispiel für sexistische Werbung aus dem Jahr 2013. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Kulturdezernat lehnt Antrag des Jugendparlaments zu Kunst auf Werbetafeln ab

Es gibt Sackgassen, aus denen kommt man nicht heraus. So eine Sackgasse ist die Vermarktung des öffentlichen Raums. Die hat die Stadt Leipzig schon gleich zu Anfang der 1990er Jahre privatisiert in der Hoffnung, damit auch Geld zu erlösen. Da ist kaum Platz für andere Botschaften. Das Kulturdezernat lehnt den Antrag des Jugendparlaments zu mehr Kunst im öffentlichen Raum jetzt erst einmal ab. Am 5. Juni dürfen die Jugendparlamentarier sich mit der Ablehnung beschäftigen.

Zebrastreifen am Herzliya-Platz. Foto: Ökolöwe
·Politik·Brennpunkt

Kreisverkehr am Clara-Zetkin-Park hat jetzt endlich die lange geforderten Zebrastreifen

Am Mittwoch, 29. Mai, war es endlich so weit. „Über die Zu- und Abfahrten des Kreisverkehrs am Clara-Zetkin-Park, dem Herzliyaplatz, hat das Verkehrs- und Tiefbauamt jetzt Zebrastreifen markiert“, meldete das Amt Vollzug für das lange umkämpfte Projekt für mehr Fußgängersicherheit. „Damit soll die Querung der Fahrbahnen für Fußgänger wesentlich erleichtert und ihre Sicherheit erhöht werden.“

Die Teilnehmer des Gaggaudebbchens 2019 auf der Bühne. Foto: Ralf Julke
·Leben·Gesellschaft

Gäste aus Dresden holen souverän zwei Gaggaudebbchen an die Elbe

Nein, das Sächsische ist kein Selbstläufer. Während andere Bundesbürger mit ungebrochener Selbstverständlichkeit ihren Dialekt sprechen, ist er in Sachsen am Verschwinden, sagen Eltern ihren Kinder lieber: „Sprich richtig Hochdeutsch!“ Und meinen es auch gut. Oft genug nicht ahnend, dass damit auch ein Stück Seele verloren geht. Und ein Stück wirklich guter Literatur. Die herrlichen Mundarttexte von Lene Voigt zum Beispiel. Um die ging es am Dienstag, 28. Mai, wieder im Kabarett Sanftwut.

Im Südraum fast überall zu sehen: das Kraftwerk Lippendorf. Foto: Matthias Weidemann
·Politik·Region

Elektrifizierung der Strecke Leipzig–Chemnitz kommt, Mittlerer Ring wird zum Bumerang

Da hat sich zwar das Bundeswirtschaftsministerium alle Mühe gegeben, die Eckpunkte zum „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ noch vor der Europa- und Kommunalwahl am 26. Mai zu veröffentlichen. Aber geholfen hat es in den ostdeutschen Kohleregionen nicht wirklich. Die Wahl in Ostsachsen und Ostbrandenburg war auch eine Kohlewahl. Zu lange hat auch Sachsens Regierung mit Kohle Politik gemacht und den Eindruck erweckt, dass nach der Kohle in der Lausitz tote Hose ist.

Baumschnittarbeiten in der Johannisallee. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Amt für Stadtgrün und Gewässer: Dürreschäden und Astbruchgefahr sind Anlass für den Kronenbeschnitt

Was ist los in der Johannisallee? Seit ein paar Tagen sorgen dort Baumschnittarbeiten für Irritationen. Sollten die nicht in der Zeit passieren, wenn gerade nichts grünt und blüht? Außerhalb der Vegetationsperiode? Und vor allem außerhalb der Brutsaison? Eine Leserin der L-IZ war geradezu entsetzt: „Es entsteht der Eindruck, dass, wann immer Kapazitäten für Baumschnitt- oder Fällungen frei werden, die Lage plötzlich akut ist und die Arbeiten unverzüglich vorgenommen werden müssen.“

Anstieg der frei gemeldeten Arbeitsstellen seit Mai 2013. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig
·Politik·Kassensturz

Auslaufende Maßnahmen lassen Arbeitslosenzahl steigen und das Erwerbspersonenpotenzial wird nach oben korrigiert

Der Mai ist eigentlich ein Monat, in dem die Arbeit brummt. Da steigen die Arbeitslosenzahlen eigentlich nicht. Trotzdem stiegen sie in der Arbeitsagentur Leipzig, meldet diese: Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Mai hat einen leichten Anstieg gebracht und dennoch ist die Arbeitslosenquote im Vergleich zum April gesunken. Diese Entwicklung scheint auf den ersten Blick widersprüchlich zu sein.

S-Bahn auf der Brücke über die Weiße Elster. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Der Bau der neuen Bahnbrücken in der Leipziger Elsteraue geht in die heiße Phase

Die drei Brücken im Verlauf der Bahnstrecke von Möckern nach Leutzsch über Weiße Elster, Neue Luppe und Nahle werden neu gebaut. Im Winter begannen hier schon die bauvorbereitenden Maßnahmen. Ersetzt werden sollen die Brücken im fahrenden Betrieb, Beeinträchtigungen im Zugverkehr soll es so wenig wie möglich geben. Ab dem 11. Juni gehen die Brückenarbeiten in die heiße Phase, teilt die Deutsche Bahn mit.

In Leipzig steht den 14,9 % für die AfD eine rot-grün-rote Mehrheit von fast 55 % gegenüber. Foto: L-IZ.de
·Leben·Gesellschaft

Wahlnachlese: Reden, ja – aber auch wissen, wie und mit wem

Alle wollen in Sachsen reden und die Menschen ernst nehmen: Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD), Landesbischof Carsten Rentzing. Man brauche ein Programm, wie man mit den Leuten ins Gespräch kommt, meinte Dulig am Dienstag im ARD Morgenmagazin. Das alles nach dem katastrophalen Ergebnis der Europa- und Kommunalwahlen in Sachsen.

Die alltägliche Situation an der Einmündung der Dresdner Straße. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Dresdner Straße bekommt ab 3. Juni endlich auch stadtauswärts ihren Radfahrstreifen

Es ist nun auch schon wieder fast zwei Jahre her, dass ein Streit um neue Radstreifen in der Dresdner Straße eskalierte. Kaum war eine Fahrbahnseite markiert, ging die Protestwelle los, argumentierten die Autofahrer, jetzt würde es zum Stau kommen. Eine Befürchtung, die nichts mit der Realität zu tun hat, was auch eine Anfrage im Stadtrat bestätigte. Nun werden die überfälligen Streifen endlich markiert, teilt das Verkehrs- und Tiefbauamt mit.

Auch in Leipzig an der Tagesordnung: Müll am Straßenrand. Foto: Ralf Julke
·Politik·Region

Grimma setzt ein „Kopfgeld“ für die Ergreifung von Müllverursachern aus

Frühjahr um Frühjahr ziehen auch in Leipzig die Freiwilligen aus und machen „Frühjahrsputz“. Sie sammeln aus Parks, aus Flüssen, Kanälen und Wäldern den Müll, den andere Zeitgenossen da einfach hingeschmissen haben. Aber kaum sind die Container abtransportiert, landen wieder neue Müllhaufen in der Stadt. In Grimma hat man von diesen wilden Müllablagerungen die Nase voll und setzt jetzt Prämien aus auf die Dingfestmachung der Täter.

Auch die hat es in sich: Kreuzung Könneritrzstraße / Antonienstraße. Foto: Marko Hofmann
·Politik·Leipzig

Diagonalkreuzungen sind nicht die Lösung für die Radfahrerunfälle in Leipzig

Im April hatte Piraten-Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann ihren Antrag gestellt, Leipziger Kreuzungen sicherer zu machen. Ihr Vorschlag: Diagonalqueren, wie es in Japan an vielen Kreuzungen schon üblich ist. Gerade die tödlichen Unfälle mit Radfahrer/-innen in Leipzig hatten sie erschüttert. Aber der Vorschlag ist so in Leipzig nicht umsetzbar, stellt das Dezernat Stadtentwicklung und Bau jetzt fest.

Während der ersten Zahlen am 26. Mai im Ratssaal. Nun stehen die neuen Stadträte in Leipzig fest. Foto: L-IZ.de
·Politik·Leipzig

Der halbe Stadtrat wechselt, aber die Frauen bleiben deutlich in der Minderheit

Die Namen der neuen Stadträte und Stadträtinnen stehen fest. Neben vielen bekannten Gesichtern werden nach der Sommerpause auch mehr als zwei dutzend neue Personen im wichtigsten Gremium der Stadt auftauchen. Während der Anteil der Frauen weiterhin gering bleibt, dürften die personell und rhetorisch erstarkte AfD-Fraktion sowie der Einzug einiger „Klare Kante“-Politiker in den Reihen von Grünen und Linkspartei für Emotionen sorgen.

Straßenbahn am Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

LVB lassen Straßenbahnlinie 2 und 8 seit Montag im 20-Minuten-Takt fahren und die Linie 10 schon länger

Am Montag, 27. Mai, meldeten die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) zwar, dass sie mittlerweile den 130. Fahrer in diesem Jahr eingestellt haben. Aber das reicht noch lange nicht. 200 sollen es noch in diesem Jahr werden. Und in den nächsten Jahren wird das Recruiting genauso weitergehen müssen. Denn wie knapp es ist, merken derzeit die Fahrgäste auf den Linien 2 und 8. Und auf der 10.

Baumfällungen im Kanitzsch bei Gundorf. Foto: NuKLA e.V.
·Politik·Sachsen

Umweltministerium gesteht vorsichtig das Fehlen einer sächsischen Artenschutzpolitik ein

Am Freitag, 24. Mai, gab es im Sächsischen Landtag auch eine Debatte über den Artenschutz in Sachsen. Oder besser: dessen Fehlen. Denn die Grünen-Fraktion hatte die Debatte unter dem Titel „Froschlöffel und Kratzdistel, Hochmoor-Gelbling und Wildkatze retten – die Warnung des Weltbiodiversitätsrates gilt auch für Sachsen“ nicht ganz grundlos beantragt. Die aktuelle Wahlperiode ist für den Artenschutz in Sachsen ein Totalausfall.

Der Eisenbahnlärm kam 2013 im Aktionsplan noch gar nicht vor. Foto: Marko Hofmann
·Politik·Leipzig

Der Entwurf für Leipzigs Lärmaktionsplan wird ab 3. Juni im Stadtbüro endlich ausgelegt

Etliche Leipziger verzweifeln über den Lärm in ihrer Stadt. Vor allem, wenn es Lärm ist, der da überhaupt nicht hingehört und den die Stadt in einem durchdachten Aktionsprogramm systematisch senken könnte. Eigentlich hat Leipzig so etwas mit dem Lärmaktionsplan. Doch schon 2013, als der in Kraft trat, war klar, dass er hinten und vorne nicht genügt. Man versprach gleich mal die nächste Fortschreibung.

Ein bisschen Wind für die Europa-Flagge. Foto: Ralf Julke
·Leben·Gesellschaft

Hallo, ist da wer? oder Wer entscheidet jetzt eigentlich, wie es mit der EU weitergeht?

Viele, viele Redakteure haben die Ergebnisse der Europa-Wahl in den letzten zwei Tagen kommentiert. Viele im alten (und daher ziemlich falschen) Links-Rechts-Geklapper. Manche auch etwas klüger, weil sie – wie etwa „Zeit“-Korrespondent Ulrich Ladurner – auch direkt aus Brüssel berichten. Aber selbst an Nebensätzen merkt man, wie sehr die alten Schemata im Kopf feststecken. Dabei weiß Ladurner, wo die eigentlichen Probleme liegen.

SAID: September in Varna. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

September in Varna: SAIDs Gedichte über eine Begegnung weit, weit weg von Teheran

Der Konkursbuchverlag ist eher für das Erotische in Büchern bekannt. In Bild und Text. Mittendrin im Programm erscheinen dann auch Lyrikbände, in denen Autorinnen und Autoren in Gedichte packen, wie es knistern kann in der Liebe. Mehrfach knistern kann, denn gerade die Begabten wissen, dass es selbst in der Liebe nie nur um das Eine geht. Oder sogar gar nicht um das Eine, sondern um Sehnsucht und das Gefühl, nicht allein gestrandet zu sein.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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