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Legida-Demonstranten am 21. Januar 2015 in Leipzig. Foto: L-IZ.de
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Legida trifft auf NoLegida

Autos kommen nicht in die Innenstadt. Busse und Bahnen fallen stundenlang aus. Fußgänger können den Stadtkern nur am Hauptbahnhof verlassen. Was sich letzten Mittwoch in Leipzigs Innenstadt abspielte, soll sich nach dem Willen von Legida in dieser Woche wiederholen. Allerdings erst am Freitag und diesmal auf dem Marktplatz der Stadt. Die Protestbewegung möchte erneut auf Teilen des Innenstadtrings demonstrieren, diesmal geht es auf eine andere Route. Legida-Gegner haben ebenfalls einen Aufzug angemeldet.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich überreicht Georg Christoph Biller das Bundesverdienstkreuz. Foto: Thomanerchor, M. Rietschel
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Zum Rücktritt von Georg Christoph Biller als Thomaskantor

Als am 6. Januar 2015 die Motette „Herr Christe, tu mir geben“ von Johann Eccard im Gottesdienst erklang, da ahnten nur wenige, dass an diesem Tag die Kirchenmusik in der Thomaskirche zum letzten Mal von Thomaskantor Georg Christoph Biller gestaltet und der Thomanerchor zum letzten Mal von ihm geleitet wurde. Er hatte diese Motette sicher mit Bedacht ins Programm aufgenommen. Denn sie hat er als erstes Stück am 6. November 1992 mit dem Thomanerchor gesungen – dem Beginn seiner Amtszeit.

„Beruhige dich!“, sagte der Odnungsamtmitarbeitende. Foto: L-IZ.de
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Von BüstenhalterInnen und anderen weiblichen Formen – „Fast jeder dritte STUDIERENDE bricht sein Studium ab“

So stand es mal wieder geschrieben, in irgendeiner Zeitung, schwarz auf weiß, mitten auf meinem Küchentisch. In meiner oft nicht ganz unimpulsiven Art wusste ich für den Bruchteil einer Sekunde mal wieder nicht, ob ich vor Empörung aus dem Fenster springen oder gar einen Leserbrief an diese Sprachvergewaltiger schreiben sollte. „Was bilden die sich ein?“, schoss es mir durch den Kopf und hieb bereits in die Tastatur: „Ich lasse mir „meine deutsche Sprache“ nicht verhunzen, nicht verschandeln, nicht dümmlich zurechtstutzen mit all diesem geschlechtsneutralen und gendergerechten Humbug!

Die Teilnehmer äußerten ihre Kritik und damit verbundenen Sorgen. Foto: Sebstian Beyer
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Diskurs-Forum in der Volkshochschule

Wie organisiert man einen Austausch zwischen Menschen, die seit zwei Wochen in Leipzig gegeneinander demonstrieren? Antwort: Mit klaren Regeln. Diese lauteten auf dem Diskurs-Forum: Redner haben vier Stühle zur Verfügung, um Platz zu nehmen und zu sprechen, der Rest der Anwesenden hört zu und niemand spricht länger als drei Minuten. Größtenteils gelang dies. Als Erkenntnisse des ersten Dialogabends am vergangenen Dienstag in der Volkshochschule blieben, dass es viele besorgte und unzufriedene Menschen gibt, deren Unzufriedenheit teilweise wegen verfehlter Politik berechtigt ist und leider oft auf Muslime projiziert wird.

Vergangenen Mittwoch ging der Aufzug in Leipzig nicht gewaltfrei über die Bühne. Foto: L-IZ.de
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Pegida am Wochenende

Das islamkritische Pegida-Bündnis geht wieder auf die Straße. Allerdings möchte die Bewegung nicht am kommenden Montag, den 26. Januar, sondern bereits am Sonntag gegen die angebliche "Islamisierung" Deutschlands demonstrieren. Die Organisatoren verzichten diesmal auf einen "Spaziergang" und werden eine stationäre Kundgebung abhalten.

Legida-Demonstranten am 21. Januar 2015 in Leipzig. Foto: L-IZ.de
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Nach der Pegida-Absage in Dresden ( Teil 2): Wie geht’s in Leipzig mit Legida weiter?

Die Lage hat sich in den letzten Tagen zugespitzt, die polizeilichen Möglichkeiten in Sachsen wachsen dennoch kaum mit. Nach den jahrelangen Sparbemühungen steht längst der gesamte Ermittlungsapparat unter Druck und so schafft es nach Recherchen des MDR das Landeskriminalamt Sachsen schon jetzt kaum noch, allen Straftaten in Sachsen mit dem nötigen Augenmaß und der erforderlichen Präzision nachzugehen.

Sag's per Transparent: Statement der Gegendemonstranten. Foto: L-IZ.de
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Legida vs. NoLegida: Dafür, dagegen, dazwischen – Leipzig demonstriert

Unter dem Slogan "Für Heimat, Frieden und deutsche Leitkultur. Gegen religiösen Fanatismus, Islamisierung und Multikulti" ruft Legida seine Anhänger am heutigen Mittwoch zum zweiten Mal auf die Straßen Leipzigs. Parallel dazu werden tausende Leipziger auf insgesamt 19 angemeldeten Gegenversammlungen für eine weltoffene, tolerante Stadt eintreten. Über 4.000 Polizisten sollen verhindern, dass beide Lager aneinander geraten. L-IZ.de verfolgt das Geschehen vor Ort.

Legida am 12. Januar 2015 auf der Jahnallee. Foto: L-IZ.de
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Legida: Vorerst fünf Mal auf dem Augustusplatz und erste Dialogangebote

Das Hin und Her mit den Anmeldungen seitens „Legida“ scheint nach L-IZ-Informationen in Leipzig vorerst ein Ende zu finden. Für fünf Veranstaltungen habe man sich bereits vorab auf den Augustusplatz angemeldet und dies immer an einem jeweiligen Mittwoch, um anschließend über den Leipziger Ring zu laufen. Damit nimmt „Legida“ Abschied vom Nimbus der Montagsdemonstrationen und hofft offenbar auf dauerhafte Unterstützung aus Dresden und weiteren Städten. Unterdessen hat man seitens Pegida in Dresden den Kurs gewechselt.

Warum aber ist alles so anders geworden Haben sich die Gene der Kinder verändert
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Wegen Vortbildung geschlosen!

Mein Freund S. hat neben allerhand Begabung zur Freundschaft eine merkwürdige Besonderheit: Er scannt mit einem Blick auch den noch so nichtigsten Rechtschreibfehler in Sekundenschnelle – ganz gleich, ob auf der Seite eines Buches, auf der einer wissenschaftlichen Arbeit oder in einer Email. Selbst im fortschreitenden Leseprozess, also drei Seiten später, müsse er nicht selten noch einmal zurückblättern, weil der Fehler ihn so sehr störe, dass er sich nicht mehr auf den Inhalt des Geschriebenen konzentrieren könne. Er ist damit – so kann man das vielleicht sagen – eine Art umgekehrter Legastheniker.

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Nach der Pegida-Absage in Dresden (Teil 1): Wie geht’s in Leipzig mit Legida weiter?

Die Untersagung aller Demonstrationen am 19. Januar in Dresden ist offiziell erst gut vier Stunden alt und schon kocht das Netz und die Gerüchte schießen in die Höhe. Denn einerseits ist die polizeilich bestätigte Gefährdung der morgigen Pegida-Demonstration wie eine dunkle Rechtfertigung der Ängste nach „Charlie Hebdo“, auch in Deutschland könnte es zu Anschlägen von radikalen Islamisten kommen.

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Drum prüfe, wer ein Rathaus öffnet: Grüne hoffen auf Trauungen im Alten Rathaus

"Ab Juli 2015 kann im Sommersaal des Bacharchives zu Leipzig geheiratet werden. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen", meldete das Leipziger Standesamt am 9. Januar. "Ein weiterer Eheschließungsort mit exklusivem Flair befindet sich derzeit noch in der Prüfung." Oha, dachten sich da die Grünen: Wird jetzt ein alter Wunsch wahr? Denn wenn mehr geheiratet wird, kann man doch auch mehr Orte für schöne Trauungen anbieten, oder nicht?

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Umfrage unter PEGIDA-Teilnehmern: Wogegen protestiert ihr wirklich?

"Der 'typische' PEGIDA-Demonstrant entstammt der Mittelschicht, ist gut ausgebildet, berufstätig, verfügt über ein für sächsische Verhältnisse leicht überdurchschnittliches Nettoeinkommen, ist 48 Jahre alt, männlich, gehört keiner Konfession an, weist keine Parteiverbundenheit auf und stammt aus Dresden oder Sachsen". So klang das, als am Mittwoch, 14. Januar, in Dresden eine Studie der TU Dresden vorgestellt wurde.

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Die Gesundheit macht nicht mehr mit: Thomaskantor Georg Christoph Biller legt sein Amt nieder

Thomaskantor Professor Georg Christoph Biller hat den Oberbürgermeister um die Auflösung seines Dienstverhältnisses zum Ende des Monats Januar gebeten, teilt die Leipziger Stadtverwaltung mit. Georg Christoph Biller: "Meine gesundheitlichen Probleme lassen die lückenlose Erfüllung der vielfältigen Aufgaben, die dieses Amt beinhaltet, nicht mehr zu." In Absprache mit der Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Thomas Leipzig hat der Oberbürgermeister diesem Wunsch entsprochen.

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Für die Katz: Leo nimmt Abschied von einer treuen Seele

Manchmal muss auch unsereins Abschied nehmen von treuen Kollegen, von denen man die ganze Zeit dachte, sie sind einfach da. Wie gute Geister. Die stillen Seelen, die von einem nichts anderes wollen, als ein paar gute Worte, einen mitleidenden Blick und ab und zu einen Zipfel Bratwurst.

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Die Mauer sind wir! Das Volk muss weg!: Kreativer Widerstand gegen LEGIDA

Am gestrigen Tag demonstrierten laut der Angaben der Polizei rund 4.800 Legida-Anhänger in Leipzig. Es sollte ein "ruhiger Spaziergang durch eines der schönsten Jugendstilviertel in Europa" werden. Schön ist das Waldstraßenviertel weiterhin. Ruhig war es am gestrigen Abend allerdings nicht. 30.000 Gegendemonstranten versammelten sich laut Angaben der Stadt Leipzig, um zu zeigen, was sie von LEGIDA halten.

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Kann weg: Braucht auch Leipzig eine Diskussion um abrissverdächtige Architektursünden?

Am 6. Januar veröffentlichte "Spiegel Online" eine Rezension zum "Abriss-Atlas Berlin", ein Buch, in dem Berliner Architekten 50 Berliner Bauwerke aufgelistet haben, die aus ihrer Sicht einfach weg können - weil sie hässlich sind, am falschen Platz stehen, schon beim Anblick wehtun und Stadträume architektonisch zerstören. Für den Leipziger Burkhard Hirzinger ein Anlass, einmal seine Liste der Leipziger Abrisskandidaten aufzustellen.

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Kann weg: Braucht auch Leipzig eine Diskussion um abrissverdächtige Architektursünden?

Am 6. Januar veröffentlichte "Spiegel Online" eine Rezension zum "Abriss-Atlas Berlin", ein Buch, in dem Berliner Architekten 50 Berliner Bauwerke aufgelistet haben, die aus ihrer Sicht einfach weg können - weil sie hässlich sind, am falschen Platz stehen, schon beim Anblick wehtun und Stadträume architektonisch zerstören. Für den Leipziger Burkhard Hirzinger ein Anlass, einmal seine Liste der Leipziger Abrisskandidaten aufzustellen.

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Legida trifft auf NoLegida: Proteste halten die Stadt in Atem – Impressionen, Zahlen, Videos + Pressemitteilung der Polizei

Leipzig sammelt sich. Zahlreiche Initiativen riefen für Montag gegen die erste Demonstration von "Legida" (Leipzig gegen die Islamisierung des Abendlandes) in Leipzig auf. Laut Legida-Veranstalter werden Tausende erwartet um ab 18:30 Uhr im Waldstraßenviertel zu demonstrierten. Die Polizei hat den Waldplatz ab 14 Uhr großräumig abgesperrt und zahlreiche Vorsperrungen aufgestellt. Auch die angekündigten Ausweiskontrollen finden konsequent statt.

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Interview mit Marcel Nowicki von der Facebook-Gruppe “No Legida” (Teil 2): Indiskutable Menschenbilder

Es gibt die große Welt und die sogenannte kleine. In der großen Welt sind geostrategische Entscheidungen an der durchaus blutigen Tagesordnung, in der kleinen ist es manchmal ein Kiesel, ein Tod, eine winzige Entscheidung, die Menschen ins Schwanken bringt. Ins Schwanken dabei, ob sie selbst Verantwortung übernehmen wollen - egal welcher Spielart - oder dabei weiter zuzuschauen, wie die Dinge um sie herum geschehen. So wie bei "Legida" Menschen nach außen treten, die nun Verantwortung tragen werden, tritt auch bei der Gegenbewegung "NoLegida" mit Marcel Nowicki jemand nach vorn, der ein anderes Menschenbild in Leipzig haben möchte, als das der anti-islamischen Legida-Demonstranten. Weshalb er wohl auch weniger "Gewissheiten" mitbringt, als die "Kämpfer für das Abendland". Das L-IZ -Interview zweiter Teil mit "No Legida".

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Interview mit Marcel Nowicki von der Facebook-Gruppe “No Legida” (Teil 1): Indiskutable Menschenbilder

Zahlreiche Initiativen rufen für Montag gegen die erste Demonstration von "Legida" (Leipzig gegen die Islamisierung des Abendlandes) in Leipzig auf. Die stark von der "Pegida"-Bewegung in Dresden inspirierten Leipziger Anhänger, deren Gründe und warum es von allen Seiten in der Messestadt Empfehlungen gibt, die Gegenproteste am Montag wahrzunehmen - darüber hat L-IZ.de mit Marcel Nowicki, einem der Gründer der Facebook-Gruppe "No Legida", gesprochen.

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Gastmanns Kolumne: Gute Güte 2015!

Stürmisch hat das neue Jahr begonnen und wenn man einen ganz frühen Jahresrückblick 2015 wagt, so ist diesen ersten elf Januartagen noch nicht viel Gutes ins Gästebuch zu schreiben. Tatsächlich scheint es eher, als sähen wir der Welt gerade dabei zu, wie sie trudelnd und schlingernd aus den Fugen gerät - am Rande stehend, wie die immer wieder staunenden Kunden an der mit Musik bespielten Fontäne bei Karstadt.

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Legida & Pegida: Leipziger Religionswissenschaftler zum Positionspapier

Das Religionswissenschaftliche Institut der Universität Leipzig hat lange zugeschaut, die Positionen bezüglich der religiös ausgerichteten Forderungen der Demonstranten in Dresden und nun auch die Positionierung der Leipziger Bündnisses "Legida" beobachtet. Das Urteil ist aus religionswissenschaftlicher Sicht verheerend. Die Wissenschaftler um Prof. Dr. Christoph Kleine (Geschäftsführender Direktor) attestieren der Bewegung Abwertungen anderer Menschen, eindeutig islam- bzw. muslimenfeindliche Haltungen und auch Antisemitismus. Mit den gerade in Leipzig noch stärker betonten Begriffen wie "Kriegsschuldkult", "Lügenpresse" oder "Volksverräter" finde Legida überdies einen rhetorischen Anschluss an bekannte (Neo-)Nazi-Propaganda.

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Wovon Leipziger träumen: 10 Jahre Hartz IV oder “Seien Sie sauer!”

Überfüllter Supermarkt. Nachweihnachtliche Einkäufe. Man trifft auf Bekannte, plaudert, es wird über das gerade vergangene, nicht ganz billige Fest gesprochen. Kaum fallen jedoch die Worte ?Geld? oder ?teuer?, scheinen sich manche Menschen bemüßigt zu fühlen, im selben Atemzug das Luxusleben der Hartz-IV-Empfänger anzuprangern ("WIR können uns nur TIP leisten, DIE kaufen von Dr. Oetker..."). Zehn Jahre nach Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe gilt es offenbar als gesellschaftlich akzeptiert, eine ganze Bevölkerungsgruppe allein aufgrund der Herkunft ihrer monatlichen Einnahmen herabzuwürdigen.

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Die Eigenwelt mitten im Raum der Anderen: Ein Interview mit Dr. Konstanze Caysa über Körperutopien

Mein Körper gehört mir, heißt es in einem Kinderlied. Er ist das was uns physisch ausmacht, das, was uns wortwörtlich greifbar macht. Und doch scheint dieses Eigentum noch gar nicht richtig begriffen und immer häufiger bedroht. Die Momente in denen die totale Machbarkeit von Körpern und deren Optimierung zum Zwecke wirtschaftlicher Verwertbarkeit als Freiheit verkauft werden, verkehren sich bei genauer Beobachtung in eine sehr spezialisierte Form der Unfreiheit, nämlich der Unterdrückung. Und erlangt damit erst Klarheit.

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Wenn die DAK nach guten Vorsätzen fragt: Die Sorgen der “Rushhour”-Generation und die Krux mit dem Verzicht

Was kommt eigentlich dabei heraus, wenn in Umfragen Quatsch-Fragen gestellt werden? Diesmal war die DAK Gesundheitskasse so mutig und hat sich auf ein Feld vorgewagt, auf dem sie noch nie unterwegs war: der Mediennutzung. Aber wenn es um die üblichen guten Vorsätze zum Jahreswechsel geht, nehmen sich Menschen ja allerlei Dinge vor, die sie niemals umsetzen werden. Und die Meisten wissen das auch schon um 0:01 Uhr am 1. Januar.

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Verdorbene Weihnachten bei der Tafel: Chef und Mitarbeiter erheben gegenseitig Vorwürfe

Erneut hatte ein ehemaliger Mitarbeiter der Leipziger Tafel Vorwürfe gegen den Chef Dr. Werner Wehmer erhoben. Andreas K. will gesehen haben, wie Mitarbeiter die bessere Ware unter sich aufgeteilt haben, während Bedürftige auch verdorbene Waren erhielten. Außerdem habe er seinen Führerschein aufs Spiel setzen müssen. Der Tafel-Chef bestreitet die Vorwürfe und wirft K. und seiner Partnerin N. seinerseits Fehlverhalten vor.

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Wovon Leipziger träumen: Sascha Röser – Vom Traum zur Hoffnung

Was ist ein Traum? Ein Traum ist wohl das, was wir als ein abwesendes, erstrebenswertes, sehnsuchtsvolles "Etwas" verstehen - sei es ein Zustand, in dem wir oder andere sein wollen oder sollen. Sei es ein ganz greifbares Objekt, das wir besitzen wollen. Sei es ein Mensch, den wir bei uns oder endlich aus unserem Leben verabschiedet wissen wollen. Eines steht fest: es ist nicht da. Andernfalls wird aus dem Traum Realität oder wir wandern eben als Träumer durch die Welt.

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Gastmanns Kolummne: Wir brauchen Lieder

"Ich war noch niemals in New York" wehte es vor einigen Wochen straßenmusikalisch über die Buden des Leipziger Weihnachtsmarktes. Obwohl ich schon einmal in New York gewesen war, wollte ich dennoch wissen, wer dies noch nicht geschafft hatte und ging nachschauen. An einer Ecke eines Kaufhauses hatte sich ein Pulk von Menschen um ein paar aufgeweckt-charmante junge Männer der Band "The Mad Hatters" geschart, die dort schrammelten und intonierten, was das Zeug hielt. Sie flirteten fröhlich mit den kichernden hübschen Hühnern aus der ersten Reihe und scherzten ausgelassen mit dem Rest.

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Wovon Leipziger träumen: Christina Groß – “Ich lebe von Begegnungen”

"Alles ist miteinander verbunden, und hat einen Sinn. Obwohl dieser Sinn meist verborgen bleibt, wissen wir, daß wir unserer wahren Mission auf Erden nah sind, wenn unser Tun von der Energie der Begeisterung durchdrungen ist." (Paulo Coelho, "Der Zahir"). Mich begeistern die Begegnungen mit Menschen, mögen sie zufällig sein oder eben nicht. So kann mich jede große und noch so kleine Begegnung, jedes besondere oder alltägliche Erlebnis, jedes kurze oder tiefe Gespräch, jedes Lächeln, jedes nachdenkliche Gesicht, jede Emotion, jeder Austausch von Blicken bewegen.

Jeder mit seinen Mitteln - pas de problème. Foto: privat
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Toleranz – mehr geben denn nehmen

Schreibender Weltenbummler, vielreisender Motorradfreak, weltoffener Abenteurer - der Leipziger Autor Jens Fuge lebt seine Träume wie kaum ein anderer. Was fehlt so einem noch, wovon träumt Jemand wie er? Es war an einem kalten Juli-Tag im Zentrum von Murmansk. Wir waren am Tag zuvor mit den Motorrädern in der größten Stadt in der Arktis angekommen und nutzten den freien Tag zur Erkundung der russischen Hafenstadt.

Erster Schneefall, November 2014
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Connewitzer Tradition: Schneeballschlacht am Kreuz

Bei manchen Traditionen fragt man sich, warum sie immer noch praktiziert werden. Manche sind umstritten, manche weit etabliert oder nur lokal begrenzt. Die Schneeballschlacht am Connewitzer Kreuz gehört auch zu diesen Traditionen. Jährlich versammeln sich beim ersten Schnee mal wenige, mal mehr Menschen am Connewitzer Kreuz, um sich gegenseitig kräftig einzuseifen. In einem Jahr bleibt es bei dem obligatorischen Austausch von Schnellbällen, im anderen Jahr kommen Feuerwerkskörper und brennende Mülltonnen hinzu. Am Montag, 29. Dezember sorgte die Veranstaltung bei der Polizei für wenig Frohlocken.

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Sächsische Abschiebepraxis: Ein himmelschreiender Skandal

Offensichtlich entwickelt sich der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) immer mehr zum willfährigen Befehlsempfänger von Pegida-Parolen. Anders ist die unmenschliche Abschiebepraxis in Sachsen, die allen rechtsstaatlichen Grundsätzen widerspricht und an übelste Nacht- und Nebelaktionen in Diktaturen erinnert, nicht zu erklären. Was kurz vor Weihnachten in Leipzig geschah, dass eine 18-jährige Tschetschenin zwischen 03-04.00 Uhr per Polizeiaktion aus der Asylunterkunft in Plagwitz abgeführt und nach Polen verfrachtet wurde, ist leider kein Einzelfall.

Interview mit Flüchtlingen. Foto: Patrick Kulow, Quelle: Broschüre BonCourage e.V.
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10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten – Teil 8: “Ohne Angst ein Leben leben”

Im Interview: eine 1982 in Mazedonien geborene Frau, die 2010 mit ihrer damals neunjährigen Tochter vor der gewalttätigen Familie flüchtet und im Landkreis Leipzig in einem Asylbewerberheim untergebracht wurde. Heute lebt sie mit ihrer Tochter in einer eigenen Wohnung im Landkreis Leipzig. - Genauso unterschiedlich, wie "wir Deutschen" sind, genauso unterschiedlich sind auch "die Flüchtlinge", die immer nur als eine Masse gesehen werden. Ein Blick in das Leben einzelner Asylsuchender, in ihre Erlebnisse, ihre Ängste, ihre Sorgen.

10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten. Foto: Patrick Kulow, Broschüre: BonCourage e.V.
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10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten – Teil 7: “Aber du denkst ständig an dein Zuhause, deine Freunde, deine Familie, deine Erinnerungen”

Im Interview: eine 1987 im Iran geborene Frau mit Bachelor-Aschluss als Ingenieuring, die 2010 gemeinsam mit ihrem Vater aus politischen Gründen nach Deutschland kam und seitdem im Landkreis Leipzig in einem Asylbewerberheim untergebracht ist. Mutter und Schwester mussten im Iran bleiben. - Genauso unterschiedlich, wie "wir Deutschen" sind, genauso unterschiedlich sind auch "die Flüchtlinge", die immer nur als eine Masse gesehen werden. Ein Blick in das Leben einzelner Asylsuchender, in ihre Erlebnisse, ihre Ängste, ihre Sorgen.

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Video Weltnest.de Bild & Ton: Manege frei – Zirkus Aeros über Tierbefreier in Leipzig und Mindestlohn

Das Jahr 2014 begann für Marcus Mötz mit einer Reportage über die Auseinandersetzungen zwischen Tierrechtlern am Zirkus Aeros und es endet mit diesem Thema. Diesmal nicht am Tor sondern drin, im Zirkus selbst. Direktor Bernhard Schmidt, Spross der Traditionsfamilie, welche seit 1857 mit Tieren tourt, über die Vorfälle in der ersten Januarwoche, den anstehenden Mindestlohn und die Frage: Geht's auch ohne Tiere im Zirkus?

10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten. Foto: Patrick Kulow, Broschüre: BonCourage e.V.
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10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten – Teil 6: “Asyl bedeutet für mich, ein Mensch zweiter Klasse zu sein.”

Im Interview: ein 1985 in Syrien geborener staatenloser Kurde, der 2002 mit Hilfe eines Schleppers nach Deutschland kam und seitdem im Landkreis Leipzig untergebracht ist. - Genauso unterschiedlich, wie "wir Deutschen" sind, genauso unterschiedlich sind auch "die Flüchtlinge", die immer nur als eine Masse gesehen werden. Ein Blick in das Leben einzelner Asylsuchender, in ihre Erlebnisse, ihre Ängste, ihre Sorgen.

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Christentum in Sachsens Schulgesetz: Ein CDU-Stadtrat findet den Vorstoß der Stadt Leipzig unangemessen

Jetzt stellen wir uns mal ganz blöd an, muss sich CDU-Stadtrat Ansbert Maciejewski gedacht haben, als er am 18. Dezember eine Anfrage an die Leipziger Stadtverwaltung formulierte. Er hatte irgendwas läuten hören aus dem Sächsischen Städte- und Gemeindetag (SSG), von Seiten der Stadt Leipzig habe es einen Vorstoß gegeben, das Christliche aus dem Sächsischen Schulgesetz zu streichen.

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Gastmanns Kolummne: Rutschfeste Neujahrsspaziergänge

"Schöne Feiertage und rutschen Sie gut rein!" Vielfach hört man sie jetzt, die nicht mehr ganz taufrische, freundlich-flapsige Floskel für die Tage, an denen dem Jahr so langsam die Puste ausgeht. Reinrutschen - das klingt ja erst einmal gut, dachte ich neulich bei mir. Nachdem ich die ersten schlüpfrigen Gedanken vom Hinterhof der Phantasie zurückgepfiffen hatte, fand ich plötzlich absolut nichts Naives mehr an diesem Wunsch. Im Gegenteil. Keine Formulierung passt im Grunde besser für das Gefühl, das heute sich der Masse bemächtigt zu haben scheint.

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HoGeSa, PEGIDA: LEGIDA – Welcome in Leipzig

Das war die vielleicht bislang einzig richtige Medien-Aktion, welche am 18. Dezember im Rahmen der Ausstrahlung der NDR-Sendung "Panorama" anschließend im Netz zu finden war. Die ungekürzten, vollständigen Interviews und Aufnahmen mit den Menschen, mit denen die Reporter am 15. Dezember in Dresden sprechen konnten. Ohne Kommentierung, pur. Und mit einer Überraschung mit einem Interviewpartner, der von RTL war.

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Finanzrevisor Pfiffig nimmt einen Leserbrief aus der LVZ auseinander (2): Großprojekte liefen völlig ohne Rechnungshöfe in die Bredouille

Hervorragende Arbeiten leisten die Rechnungshöfe, weil sie die desaströsen Verteuerungen beim Flughafen Berlin/Brandenburg, der Hamburger Elbphilharmonie, Stuttgart 21 und den City-Tunnel Leipzig zwar nicht verhindert, aber die wahrlich kritikwürdigen Zustände aufgezeigt haben, meinte E in seinem in der LVZ abgedruckten Leserbrief.

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Finanzrevisor Pfiffig nimmt einen Leserbrief aus der LVZ auseinander (1): Rechnungsprüfer sind keine Finanzrevisoren

Der "Finanzrevisor Pfiffig im Interview" in der L-IZ ist bundesweit auf erhebliches Interesse gestoßen, was ich in dem Maße nicht erwartet hatte. Auch bei der LVZ hat er seine Wirkung nicht verfehlt. Wie ist es sonst erklärbar, dass dort mein, Ende Juli 2014, gemachtes Interview etwas gekürzt unter der Überschrift "Rechnungshöfe sind nur auf dem Papier unabhängig" am 4. November doch noch veröffentlicht wurde.

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Video Weltnest.de Bild & Ton: Weihnachtsmarkt in Leipzig – Über Fehmarn, Tablets und Finnlands Frauen

Der "Touch von Leipzig" - es gibt ihn auch auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt. Marcus Mötz ist schlendern gegangen und hat versucht, die interessantesten Punkte auf dem eher durchkommerzialisierten Weihnachtsmarkt in Leipzigs City zu finden. Gefunden hat er eine seit 24 Jahren in Leipzig verliebte Verkäuferin aus Fehmarn, John auf Brautschau und eine junge Frau, die ihren Käufer Geduld anbietet.

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Dann doch lieber nach England: Gorillaweibchen Viringika hat Leipzig verlassen

Das 19-jährige Gorillaweibchen Viringika (seit 2001 in Leipzig) wurde gestern an den Zoo in Port Lympne abgegeben. Das Weibchen ist am Abend wohlbehalten im neuen Domizil angekommen, teilt der Leipziger Zoo mit. Aufgrund von Differenzen in der Gruppe hat sich der Zoo Leipzig in Absprache mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm entschlossen, das dominante Weibchen an einen anderen Zoo abzugeben, um insbesondere der jungen Mutter Kumili (geb. 2004 in Chessington World of Adventure, seit 2012 in Leipzig), die im März dieses Jahres ihr erstes Jungtier zur Welt gebracht hat, die erforderliche Ruhe zu geben.

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Eine Studie beschäftigt sich mit sächsischen Gerichtsverfahren: Wie oft wird das Motiv Rassismus überhaupt relevant für’s Urteil?

"Wir müssen in Sachsen viel mehr über Haltungen und Rassismus diskutieren. Das sehen wir jetzt jeden Tag ganz deutlich", sagte Integrations- und Gleichstellungsministerin Petra Köpping am Donnerstag, 11. Dezember, und verwies auf die Auseinandersetzungen um die Demonstrationen der selbsternannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida). "Das ist jeden Tag eine neue Herausforderung, der wir uns breit stellen werden."

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Gastmanns Kolumne: Be nice to people – “Uf Wiederluege mitenand, ich wünsch Ihnä no ganz e schöns Tägli!”

Mit diesem Satz pflegte der Fahrer der Buslinie in Zürich, wo ich für einige Zeit lebte, tagtäglich seine Fahrgäste zu verabschieden, wenn die Endstelle der Linie 46 erreicht war. Die Aussteigenden wiederum artikulierten dann wiederum mindestens ein artiges, aber deutliches "Ade!" in Richtung des Fahrers, wenn sie die Tür beim Aussteigen passierten.

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Zoo Leipzig: 2015 wird das Jahr der Spitzmaulnashörner, Krallenaffen und Elefanten

Was 2013 der lange Winter war und der heftige Regen danach, das waren 2014 ein paar nasse Wochen im Sommer und ein viel zu heißes Pfingstwetter. So etwas dämpft die Besucherzahlen im Zoo Leipzig. 1,85 Millionen werden es wohl am Jahresende, ungefähr so viel wie im Vorjahr. Das prognostizierte Zoodirektor Jörg Junhold am Donnerstag, 11. Dezember. Und hatte trotzdem eine Weihnachtsüberraschung für die Leipziger in petto: 2015 steigen die Eintrittspreise im Zoo mal nicht.

10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten. Foto: Patrick Kulow, Broschüre: BonCourage e.V.
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10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten – Teil 5: “Du bist überrannt und fragst dich, warum dir das passieren musste”

Im Interview: ein 1987 in Moskau geborener Russe, der nach seinem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften im Jahr 2011 im Alter von 24 Jahren gemeinsam mit seiner Frau nach Deutschland kommt. Eigentlich will er aber gar nicht nach Deutschland. - Genauso unterschiedlich, wie "wir Deutschen" sind, genauso unterschiedlich sind auch "die Flüchtlinge", die immer nur als eine Masse gesehen werden. Ein Blick in das Leben einzelner Asylsuchender, in ihre Erlebnisse, ihre Ängste, ihre Sorgen.

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Grundstein für Paulineraltar gelegt: Eröffnung des Paulinums für April 2015 angestrebt

Vor mehr als 100 Gästen fand am 2. Dezember an der Universität Leipzig die Altargrundsteinlegung im Paulinum - Aula/Universitätskirche St. Pauli statt. Schon die Schreibweise erzählt vom Spagat. Ist es nun Kirche? Kunstraum? Aula? Und: Wann geht der Raum endlich in Betrieb? Die Grundsteinlegung war ja noch lange nicht der Moment der Inbetriebnahme, vollendete nur die Rückkehr des Paulineraltars an seinen Platz in der Universitätskirche.

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Gastmanns Kolumne: Keep it simple!

Diktierte man einer Klasse Zwölfjähriger heutzutage den Titel des schönen Heimatfilms aus den Fünfzigern "Christel von der Post", schrieben mindestens 80 % der Schüler "Crystal von der Post", während der Rest fragte, ob es nicht Postagentur heißen müsse. Während man den kleinen Rechtschreibdreher nach erstem Nachdenken beruhigt ad acta legen kann, (Wer arglos glaubt, dass man Crystal tatsächlich bei der Post holen könne, hat vermutlich keine eigenen Drogenerfahrungen), ist die Frage nach der korrekten Bezeichnung der Post schon alarmierender. Zeigt sie doch: Wir können zwar Weltmeister, aber eine schöne klare, Sprache pflegen - das können wir nicht mehr.

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Jubiläum zum 500. Geburtstag des hl. Philipp Neri: Die Geburtstagsbriefmarke hat der Leipziger Matthias Gromes gestaltet

2015 jährt sich der Geburtstag des hl. Philipp Neri (1515 - 1595), des Gründers der geistlichen Gemeinschaft des Oratoriums, zum 500. Mal. Aus diesem Anlass werden in den Oratorien weltweit viele Gedenkveranstaltung stattfinden. Ab dem zweiten Advent 2014 gibt es eine besondere Jubiläumsaktion: Die Philipp-Neri-Briefmarke. Diese wurde von Matthias Gromes aus Leipzig gestaltet und ist eine reguläre Briefmarke der Deutschen Post.

10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten. Foto: Patrick Kulow, Broschüre: BonCourage e.V.
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10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten – Teil 4: “Es ist wie: Du musst hier nicht leben, also geh!”

Im Interview: eine junge Frau, die 2011 im Alter von 19 Jahren wegen des Krieges aus Libyen flieht und zu ihrer Tante will, die schon viele Jahre in Dortmund lebt. Nach mehreren Monaten in verschiedenen Heimen wird ihr in einer Gemeinschaftsunterkunft im Landkreis Leipzig ein Platz zugewiesen. Sie spricht über ihre Erlebnisse bei der Ankunft und ihr jetziges Leben in Angst. - Genauso unterschiedlich, wie "wir Deutschen" sind, genauso unterschiedlich sind auch "die Flüchtlinge", die immer nur als eine Masse gesehen werden. Ein Blick in das Leben einzelner Asylsuchender, in ihre Erlebnisse, ihre Ängste, ihre Sorgen.

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Leipziger Suchtbericht für 2013: Fallzahlen stabil – Crystal ersetzt teurere Drogen

Die Stadt Leipzig hat jetzt ihren alljährlichen Suchtbericht mit den Daten aus dem Jahr 2013 vorgelegt. Der Bericht informiert zu aktuellen Entwicklungen der Sucht- und Drogenhilfe der Stadt Leipzig. Neben den Auswertungen der Träger der Präventions- und Hilfeangebote wurden die Berichte der Polizeidirektion und anderer Institutionen integriert. Und natürlich stehen auch die Fallzahlen der Polizei drin.

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Produktion des StadtFestSpiels “Lipsias Löwen” startet: Theater Titanick sucht mehr als 100 freiwillige Darsteller

Mit dem feierlichen Setzen der ersten Schweißnaht begann am Mittwoch, 3. Dezember, die Produktion der sechs riesigen Skulpturen für das StadtFestSpiel "Lipsias Löwen", das am 30. Mai 2015 als einer der Höhepunkte der 1000-Jahr-Feier Leipzigs zu erleben sein wird. Damit der Leipzig 2015 e. V. Events wie dieses imposante Straßentheater veranstalten kann, sind zahlreiche Partner und Unterstützer notwendig. So stellt sich die Sparkasse Leipzig ebenfalls als neuer Platinsponsor vor.

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Christian Wolff: “Jämmerlich. Ja, ich schäme mich für diese Universität”

Das war eine der jämmerlichsten Veranstaltungen, die ich in einer Universität erlebt habe - geprägt vom Geist der Angst und des Untertanengehorsams. Da wurde den ca. 150 Bürgerinnen und Bürgern, die an dem gottesdienstlichen Akt der Grundsteinlegung für den Paulineralter am Dienstag, 2. Dezember, teilnehmen wollten, der Zugang zur Universitätskirche verwehrt. Mit der scheinheiligen Begründung: die Sicherheit lasse ihre Teilnahme nicht zu. Dabei hätten ohne Probleme und Atembeschwerden zusätzlich 200 Menschen in der Universitätskirche Platz gefunden. Sie hätten sich sicher nicht an den bereit stehenden Sektgläsern vergriffen.

10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten. Foto: Patrick Kulow, Broschüre: BonCourage e.V.
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10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten – Teil 3: “Ich habe gehofft, dass hier endlich mal Ruhe ist”

Im Interview: ein 11-jähriges Mädchen, das gemeinsam mit der Mutter 2010 aus Mazedonien vor dem eigenen Vater fliehen musste und hoffte, bei der Cousine der Mutter in Deutschland ein neues Leben beginnen zu können. Das Mädchen berichtet von den Erlebnissen im Wohnheim im Landkreis Leipzig und den Wünschen für die Zukunft. - Genauso unterschiedlich, wie "wir Deutschen" sind, genauso unterschiedlich sind auch "die Flüchtlinge", die immer nur als eine Masse gesehen werden. Ein Blick in das Leben einzelner Asylsuchender, in ihre Erlebnisse, ihre Ängste, ihre Sorgen.

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Christian Wolff: “Glückauf, Wolfgang Tiefensee”

Warum sollte Wolfgang Tiefensee, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig von 1998-2005 , Bundesminister für Verkehr und Raumordnung 2005-2009 und seit 2009 Bundestagsabgeordneter der SPD, jetzt nicht Wirtschaftsminister in Thüringen werden? Wenn man die veröffentlichten Reaktionen auch aus der Leipziger SPD liest, bekommt man den Eindruck, als würde Wolfgang Tiefensee etwas Unanständiges tun. Dabei hat er "nur" eine Anfrage der SPD Thüringen, das Wirtschaftsministerium in der neuen Landesregierung zu übernehmen, mit JA beantwortet - vorausgesetzt Bodo Ramelow wird am kommenden Freitag zum Ministerpräsidenten gewählt.

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Gastmanns Kolumne: XINGELING

Das Leben hat es echt drauf: Immer wieder stellt es einen vor unvollendete Tatsachen. Manchmal kann das aber auch belasten. So hatte ich vor kurzem einen furchtbaren Alptraum. Ich träumte, es sei neuerdings Mode geworden, dass Arbeitgeber die Kosten für das Einfrieren von Gehirnzellen ihrer Mitarbeiter übernähmen, damit diese in aller Ruhe erst einmal Karriere machen können. Man muss hier sicher nicht erst zum Psychologen, um glasklar zu erkennen, dass mich die Entwicklungen unserer modernen Gesellschaft offensichtlich überfordern.

10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten. Foto: Patrick Kulow, Broschüre: BonCourage e.V.
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10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten – Teil 2: “Die Heime hier sind so schlimm … man wird hier verrückt”

Im Interview: eine 1977 geborene Frau aus dem westafrikanischen Ghana. 2004 flieht die damals 27-Jährige aus politischen Gründen aus ihrem Heimatland und will zu ihrem Mann nach Deutschland, nach Hamburg. Sie wird aber in einem Flüchtlingsheim im Landkreis Leipzig untergebracht. 2011 bekommt sie ein Kind und lebt seitdem mit ihrem Sohn in einem 11-m²-Zimmer in einer Gemeinschaftsunterkunft südlich von Leipzig. - Genauso unterschiedlich, wie "wir Deutschen" sind, genauso unterschiedlich sind auch "die Flüchtlinge", die immer nur als eine Masse gesehen werden. Ein Blick in das Leben einzelner Asylsuchender, in ihre Erlebnisse, ihre Ängste, ihre Sorgen.

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Video Weltnest.de “Bild & Ton”: Obdachlos in Leipzig – Über Notunterkünfte, die “Kippe” und einen Betroffenen

Obdachlose? Gibt es doch in Leipzig gar nicht. Ganz so stimmt das natürlich nicht, obwohl die Situation in diesem sozialen Bereich durchaus gut geregelt ist in Leipzig. Anders gesagt: Es funktioniert, dass vor allem jetzt, wo der Morgenfrost auf den Leipziger Wiesen steht, niemand dazu verurteilt ist, im Freien schlafen zu müssen. Marcus Mötz hat sich auf den Weg gemacht, vor allem zu ergründen, wie Menschen in Leipzig eigentlich obdachlos werden können und wie das Netzwerk um sie herum funktioniert.

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Viele Preise verderben den Preis: Leipziger Tourismuspreis wird zur Massenware

Bis 2011 war es so: Da gab es einen Leipziger Tourismuspreis und einen Sieger. Und zum Trost noch zwei Platzierte. Das war auch schon viel und nahm dem Preis seine Schärfe. 2012 hätte es auch so sein können, aber da konnte sich die Jury nicht so richtig entscheiden und kürte gleich zwei Sieger. Ach nein, drei, denn man erfand gleich noch eine neue Kategorie, weil man glaubte, Persönlichkeiten ehren zu müssen. Seitdem ist der Preis eigentlich Nonsens.

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Leipzig-Eis zum 1.000-jährigen: Die Leipziger wählten den Kandidaten in Orange

Wofür soll man sich entscheiden, wenn nur zwei Eissorten zur Auswahl stehen und keine von beiden so richtig mal einen Schuss Likör oder Kaffee inne hatte? Dann wählt man eben die Farben der friedlichen Revolutionen: Orange. Der Gewinner der Wahl zum Jubiläumseis "1000 Jahre Leipzig" steht fest: Mit 5.599 verkauften Kugeln machte das Sahne-Orangen-Eis mit Kokos-Crunch und Rote-Früchte-Maracuja-Soße das Rennen.

10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten. Foto: Patrick Kulow, Broschüre: BonCourage e.V.
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10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten – Teil 1: “Alle Leute hier schreien, aber hören tut sie keiner”

Genauso unterschiedlich, wie "wir Deutschen" sind, genauso unterschiedlich sind auch "die Flüchtlinge", die immer nur als eine Masse gesehen werden. Ein Blick in das Leben einzelner Asylsuchender, in ihre Erlebnisse, ihre Ängste, ihre Sorgen. Im Interview: zwei Asylsuchende aus der Türkei, geboren 1980 und 1981. Im Jahr 2001 die gemeinsame Flucht der Geschwister nach Deutschland. Seitdem leben sie in einer Gemeinschaftsunterkunft im Landkreis Leipzig.

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Thomaspfarrer i.R. Christian Wolff: PEGIDA – Ein Innenminister auf Abwegen

Einen "besseren" Aufruf zur sogenannten PEGIDA-Demonstration am gestrigen Montag in Dresden kann man sich nicht vorstellen. Der sächsische Innenminister Markus Ulbig will Sondereinheiten der Polizei bilden, um Mehrfachstraftätern unter Asylbewerbern besser begegnen zu können. Doch was soll diese medial gezielt gesetzte Ankündigung?

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Prix de Gravure Mario Avati: Prof. Dr. Ana Dimke gratuliert Christiane Baumgartner zu hochdotiertem Kunstpreis in Paris

Die Leipziger Malerin und Grafikerin Christiane Baumgartner erhielt am Mittwoch, 19. November, in der Pariser Académie des beaux-arts den mit 40.000 US-Dollar dotierten Prix de Gravure Mario Avati. Baumgartner, geboren 1967 in Leipzig, studierte von 1988 bis 1994 an der HGB Leipzig Grafik und Buchgestaltung und schloss hier 1997 ihr Meisterschülerstudium bei Karl Georg Hirsch ab, bevor sie 1999 sie als Master of Fine Art am Royal College of Art in London graduierte.

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Gastmanns Kolumne: Immer wieder sonntags …

Beginnen wir sofort mit einer ungeschönten Wahrheit: Der Totensonntag schafft es einfach nicht in die Top Ten unserer abendländischen Feiertage. Das Wetter meist zu herb für bauchfrei und mal schnell rübermachen nach Sachen-Anhalt zum Schnäppchenausflug ist auch nicht drin. Nein, dieser Tag mit dem Depri-Namen und seinem seltsam aus der Zeit gefallen erscheinenden Tanzverbot bleibt irgendwie ungeil, nicht recht hipp.

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Propsteikirche Leipzig: Offen für alle und keine Gardinen

Eine Passage ist zwischen der neu entstehenden Nonnenmühlgasse und dem Martin-Luther-Ring noch nicht zu erkennen. Zu viele Baumaschinen und Gerüste haben noch ihren festen Platz am Neubau der Propsteikirche. Doch ab 9. Mai 2015, wenn 11 Uhr der Neubau eingeweiht wird, sollen hier die Leipziger durchwandern, wie sich Priester Gregor Giele wünscht. "Deswegen sind ebenerdig auch nur Fenster. Schaufenster wie in der Innenstadt. In dieser Lage können wir uns nicht abschotten - und das wollen wir auch nicht."

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Neue FES-Studie “Fragile Mitte – Feindselige Zustände”: Wie der marktförmige Extremismus aus seinem Schoß den Rechtsextremismus gebiert

Am Donnerstag, 20. November, stellte die Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin ihre neue "Mitte-Studie" vor. Und sie passt wie die Faust aufs Auge, wenn man Harald Trabolds Kapitalismus-Analyse "Kapital Macht Politik" daneben legt, denn jahrzehntelanges Trommelfeuer zeigt nun erstaunliche Wirkung: Das manifeste Markt-Denken führt direkt zu manifesten Vorurteilen gegen Leistungsschwächere und Nicht-Dazugehörige. Der Neoliberalismus zeigt seine hässliche Rückseite. Und der Rechtsextremismus seinen Ursprung in radikalem Markt-Denken.

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Präventionsangebote der Stadt Leipzig: Präventionsatlas jetzt auch online – aber noch unvollständig

Pünktlich zum Fachtag "Emotionale Verwahrlosung - Gegenstrategien und Interventionsmöglichkeiten" am Freitag, 21. November, im Neuen Rathaus haben Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal und Sozialbürgermeister Thomas Fabian jetzt den Startschuss für die Internetversion des "Präventionsatlas Leipzig" auf der Seite www.leipzig.de/praevention gegeben. Vom Wort Atlas darf man sich nicht täuschen lassen. Eher ist es eine Art Online-Adressbuch.

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HGB Leipzig: Prof. Dr. Ana Dimke ist als Sprecherin der Rektorenkonferenz der deutschen Kunsthochschulen im Amt bestätigt

Auf der diesjährigen Herbstsitzung der Rektorenkonferenz der deutschen Kunsthochschulen (RKK) am Donnerstag, 13. November, in Kiel wurde Prof. Dr. Ana Dimke, Rektorin der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB), als Sprecherin der RKK für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Diese beginnt offiziell mit der Jahresversammlung der RKK in Halle im Mai 2015 und dauert drei Jahre. Als Stellvertreter wurde auch Prof. Martin Köttering, Präsident der Hochschule für bilden Künste Hamburg wiedergewählt.

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Neue HTWK-Rektorin ins Amt eingeführt: Feierliche Investitur mit Verleihung der Amtskette an Prof. Gesine Grande

Bei der Feierlichen Investitur in Leipzig wurde Prof. Gesine Grande am Dienstag, 18. November, offiziell ins Amt als Rektorin der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) eingeführt. Prof. Markus Krabbes, der die Hochschule zuvor als kommissarischer Rektor leitete, überreichte seiner Nachfolgerin vor 250 geladenen Gästen im Festsaal des Alten Rathauses die Amtskette.

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Kirchenmitglieder in Sachsen: Mitgliederzahlen sinken – Kirchenaustritte auf konstantem Niveau

Muss man ja mal fragen dürfen, sagte sich der Landtagsabgeordnete der Linken, André Schollbach. Irgendwie scheint Sachsen ja seit 1990 so etwas wie eine christliche Republik geworden zu sein. Kirchen sitzen nicht nur im Aufsichtsgremium des MDR, sie haben dort auch ihre festen Sendeplätze. In Leipzig wird ein angekündigter Katholikentag gleich mal mit einer Million Euro Steuergeldern unterstützt. Politiker tragen ihren Glauben wie eine Fahne vor sich her. Aber wie sieht's denn eigentlich aus mit den Kirchenmitgliedern? Ganz offiziell?

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Großbaustelle Zoo Leipzig (2): Bärenburg-Spielplatz, Affeninsel, Kongresshallen-Fest und ein Traum von Koalas

Allein schon die Bauarbeiten um die künftige Kiwara-Kopje sorgen im Zoo derzeit für ein paar Umwege für die Besucher. "Zwei Wochen vielleicht noch, dann ist das geschafft", sagt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Dann sind die wichtigsten Hauptwege wieder frei. Bis auf einen: Die eigentliche Hauptachse, über die man bisher in einer Baumallee in den Zoo marschierte - rechts das Zoorestaurant, links die Flamingos und das Aquarium. Aber da wird sich einiges ändern bis Frühjahr 2015.

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Großbaustelle Zoo Leipzig (1): Worauf sich Nashörner, Hyänen und Husarenaffen 2015 freuen können

Ein großer Teil des Leipziger Zoos ist dieser Tage Baustelle. Der Hauptzugang ist geteilt - die Besucher laufen quasi falschherum durchs Gelände, denn auch der Zugangsbereich mit der kleinen Allee, der ehemaligen Freiluftterrasse und der einstigen Flamingo-Anlage wird derzeit umgebaut. Im Frühjahr 2015 soll nicht nur hier alles fertig sein. Und auch nicht nur die Kongresshalle soll zum Jubiläum der Stadt Leipzig in neuem Glanz erstrahlen.

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Deutschland. A Winterwonderland: Im traurigen Monat November war’s, Die Tage wurden trüber, …”

Auch wenn das Wintermärchen Heinrich Heines heute längst nicht mehr zur Pflichtlektüre deutscher Schüler gehört und die vom Dichter angeprangerte Kleinstaaterei einfach nur in Föderalismus umbenannt wurde, ist den Deutschen nach immerhin 170 Jahren seit der Entstehung dieses unterhaltsam-kritischen Versepos' immerhin eines gemein: Die vereinte Furcht der Nation vor der trüben Jahreszeit.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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