Fastfood-Filiale in der Leipziger Innenstadt nach der symbolischen Schließung. Foto: Animal Rebellion Leipzig
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Freitag, der 29. Mai 2020: Experten buddeln am Bahnhof und Tierschützer „schließen“ Filialen + Video

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag gab es in der Leipziger Innenstadt viel Aktivität. Während Expert/-innen am Hauptbahnhof eine vermeintliche Bombe untersuchten, die sich als Brunnen herausstellte, starteten Tierschützer/-innen eine Aktion gegen Fastfood-Filialen. Rund um Zwickau wiederum war die Polizei gegen Neonazis aktiv. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 29. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Weil gerade kein tolles Nerd-Bild zur Hand war ... Foto: Ralf Julke
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Heute mal über Wissen und Bildung, Dunning und Kruger und die Gefühle von Wissenschaftler/-innen

Es gibt tatsächlich diese seltsamen Begegnungen, nicht nur bei diesen Hygiene-Demos, selbst in der Straßenbahn, wo eine doch schon etwas ältere, gartengebräunte und sehr von sich überzeugte Frau laut zu ihren beiden Schützlingen sagt: „Dass wir jetzt alle gechipt werden, ist jetzt offiziell. Das ist jetzt nämlich rausgekommen. Als Merkel kürzlich in China war ...“ Ja, was macht man da? Schreit man da vor Entsetzen? Oder guckt man lieber nach, ob man sein Handtuch dabei hat, um so schnell wie möglich wegzukommen, weil dieser Planet nicht mehr zu retten ist?

Rund um den Hauptbahnhof könnte es am Freitag eine Sperrzone geben. Foto: L-IZ.de
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Donnerstag, der 28. Mai 2020: Stadtrat verurteilt, Untersuchung am Bahnhof, Demos zu Pfingsten

Leipzig stehen aufregende Tage bevor. Am Freitag wollen Feuerwehr und Kampfmittelbeseitigungsdienst ein Objekt am Bahnhof untersuchen, das eine Fliegerbombe sein könnte, und über Pfingsten sind zahlreiche „Corona-Demos“ geplant. Bereits heute tagte der Stadtrat. Zudem kündigte Leipzigs Ex-OBM Tiefensee seinen Abschied an. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 28. Mai 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Der Stadtrat beschloss 5 Millionen kommunale Hilfe für Soloselbstständige im Corona-Interim Kongresshalle. Foto: L-IZ.de.de
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Mittwoch, der 27. Mai 2020: Fast 2.000 Soloselbstständige in Leipzig haben Corona-Hilfe beantragt

Soloselbstständige gehören zu den Personen, die die Coronakrise besonders hart trifft. Um sie zu unterstützen, hat die Stadt Leipzig zusätzlich zu anderen Programmen ein eigenes Hilfsprogramm auf die Beine gestellt. Fast 2.000 Soloselbstständige haben bereits einen Antrag gestellt. Um die Coronakrise geht es auch morgen bei einem „Runden Tisch“ der Staatsregierung. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 27. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Eine Demonstration für die Rechte der in Dölzig untergebrachten Asylbewerber. Foto: Birthe Klemann
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„Wir wollen leben wie Menschen“: Demo durch den Leipziger Süden gegen Massenunterbringung in Dölzig

Etwa hundert Menschen demonstrierten am heutigen Mittwochabend, 27. Mai, zunächst auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz und zogen anschließend über die Karl-Liebknecht-Straße zur Leipziger Dienststelle der Landesdirektion Sachsen in der Braustraße. Unter den Teilnehmer/-innen befanden sich etwa 20 Bewohner/-innen des Geflüchteten-Lagers in Dölzig. Sie übergaben der Landesdirektion ihre Anträge auf Entlassung aus der Erstaufnahmeeinrichtung und den Transfer in eine dezentrale Unterbringung. Gleichzeitig wurden Eilanträge an das Verwaltungsgericht Leipzig versendet.

Busreisen durch Sachsen könnten bald wieder möglich sein. Foto: L-IZ.de
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Dienstag, der 26. Mai 2020: Sachsen will große Familienfeiern und Busreisen wieder erlauben

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, Kontaktverbote und Maskenpflicht bis Ende Juni zu verlängern. Ob es wirklich so kommt, entscheidet aber jedes Bundesland für sich. In Sachsen dürfte es auf die verabredete Linie hinauslaufen, jedoch sind Lockerungen in anderen Bereichen geplant. Neuigkeiten gibt‘s auch zum Schutzschirm für Kommunen und den „Identitären“ in Halle. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 26. Mai 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Foto (Archiv): Michael Freitag
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Montag, der 25. Mai 2020: Kretschmer will Kontaktverbote und Maskenpflicht in Sachsen fortsetzen

Folgt Sachsen bald dem Beispiel von Thüringen und verabschiedet sich von Kontaktverboten und Maskenpflicht? Wohl nicht, sagt zumindest Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Unabhängig davon gibt‘s weiterhin ausreichend Corona-bezogenen Diskussionsstoff: zu Demos, Gestaltung des Schulunterrichts und Unterbringung in Asyleinrichtungen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 25. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Feministischer Aktionstag am 16. Mai in Leipzig. Foto: L-IZ.de
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Leipzig soll ein viertes Frauenschutzhaus mit einer Clearingstelle bekommen

Die Ausgangsbeschränkungen zum Corona-Shutdown haben auch ein Problem wieder sichtbar gemacht, das sonst im Alltagsgeschehen kaum Beachtung findet: die Gewalt an Frauen. Denn am häufigsten erleben Frauen Gewalt in ihrer Partnerschaft, die zur Hölle werden kann, wenn der Partner seine Probleme nur noch mit Gewalt auslebt. Dann braucht es Zufluchtsorte für die Schwächeren. Aber die reichen in Leipzig schon lange nicht mehr.

Die Polizei im Einsatz. Symbolfoto: L-IZ.de
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Freitag, der 22. Mai 2020: Neonazis wüten am Männertag

Angriffe auf Polizisten, Gewalt gegen Passanten, Naziparolen – es war ein ganz normaler Männertag in Sachsen. Diesmal kam die heftigste Meldung aus Königstein, wo die Polizei nach eigenen Angaben von 30 Neonazis angegriffen wurde. Auch in Leipzig gab es Vorfälle mit rechtem Hintergrund. Zudem sorgt die Wahl eines Neurechten zum Kulturamtsleiter in Radebeul für Kritik. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 22. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Mehrere Exemplare des Grundgesetzes, stehend
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Gastkommentar von Christian Wolff: 71 Jahre Grundgesetz – Demokratie kennt keine Quarantäne

Vor einem Jahr, anlässlich des 70. Geburtstages des Grundgesetzes, wurde im Vorfeld des 23. Mai 2019 in allen Medien an dieses nicht nur für Deutschland wichtige Ereignis erinnert. Der Verfassungstag 2019 war Anlass für zahlreiche Veranstaltungen, Stellungnahmen, Festakte. Im Vorfeld der Europawahlen wurde deutlich: Die europäische Einigung ist für Deutschland keine politische Option, sondern ein Verfassungsauftrag. Denn mit der Präambel des Grundgesetzes versteht sich das Deutsche Volk „als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa“ und „von dem Willen beseelt … dem Frieden der Welt zu dienen“. Was für eine Perspektive!

Oberbürgermeister Burkhard Jung im Stadtrat. Foto: L-IZ.de
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Mittwoch, der 20. Mai 2020: In Leipzig trifft sich der Stadtrat, in Pirna der Aluhut mit Kretschmer

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) dürften den heutigen Tag sehr unterschiedlich erlebt haben. Während Jung die Sitzung der Ratsversammlung in der Kongresshalle am Zoo leitete, besuchte Kretschmer eine Corona-Demo in Pirna – wo er unter anderem auf erkennbare „Aluhüte“ traf. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 20. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Polizei
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Dienstag, der 19. Mai 2020: Kritik an Polizeieinsatz rund um Corona-Demos in Chemnitz

In Chemnitz hat das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ eine Kundgebung durchgeführt, die von zahlreichen „Spaziergänger/-innen“ begleitet wurde. Aus diesem teils rechten Spektrum heraus soll es zu Bedrohungen und Beleidigungen gekommen sein – die Polizei unternahm dagegen offenbar wenig. Unterdessen ist die Zahl der „Reichsbürger“ in Sachsen offiziell rückläufig. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 19. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Hauptsache mit Brille. Foto: Ralf Julke
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Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #31

Wir leben im Zeitalter weltlicher Glaubenskriege. Aus Bekenntnisschriften sind Twitter-Nachrichten geworden. Wo früher Parolen erklangen, werden jetzt Schimpfwörter gebrüllt. Und fehlende Masken haben den Rang politischer Symbole erklommen. Nirgends lässt sich das besser ablesen als an Donald Trump. Bei keinem wird die komplexe Gemengelage der Diskurse deutlicher sichtbar als am großen Simplifizierer.

Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Foto: Pawel Sosnowski
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Montag, der 18. Mai 2020: Grundschulen öffnen wieder, aber Kinder dürfen daheim bleiben

In Sachsen haben die Kitas und Grundschulen heute wieder ihren normalen Betrieb aufgenommen – so normal es in Zeiten der Coronakrise halt sein kann. Für letztere kommt hinzu, dass Kinder nach einem Gerichtsurteil von der Schulpflicht befreit sind. Trotz Gerichtsurteil weiterhin auf dem Weg zum Volljuristen ist unterdessen ein Beteiligter am Connewitzer Naziüberfall. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 18. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Autor, Leipziger und Kolumnist David Gray. Foto: Erik Weiss Berlin
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Haltungsnote: Apocalypse next time – Eine Kolumne über die Corona-Dividende

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 78, seit 24. April im HandelNeulich hatte ich einen Traum. Darin begegnete mir eine seltsame Art von grauen Herren. Keiner von ihnen war unter 50 und sie alle ähnelten sich auf eine gespenstische Weise. Was mir in dem Traum auch begegnete, waren Covid-19, der Lockdown und eine Welt, die gleichermaßen abgefuckt war wie die reale. Sie war offenbar sogar auf exakt dieselbe Weise abgefuckt worden.

Eingang zum Gesundheitszentrum in einem Armenviertel in Caracas (Venezuela). Über der Tür steht der Leitspruch: „Wir arbeiten für eine Welt, in die viele Welten passen“. © Gustav-Adolf-Werk
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Kirche in Not: „Den Blick schärfen auf das, was existenziell wichtig ist in unserem Leben“

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 78, seit 24. April im HandelDas Gustav-Adolf-Werk sorgt sich um seine evangelischen Partnerkirchen in aller Welt. Durch Corona geraten Kirchen in Venezuela, Syrien oder Portugal in finanzielle und personelle Not. Das älteste kirchliche Hilfswerk Deutschlands, 1832 in Leipzig gegründet, kann nur aus der Ferne helfen. Generalsekretär Pfarrer Enno Haaks über Beschaffung von Schutzkleidung in Syrien, Straßenkinder in Venezuela und Pfarrer ohne Strom.

Vorsicht, Schule! Foto: Ralf Julke
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Wie sollen in Leipzigs Grundschulen Corona-Infektionsketten unterbunden werden?

Höchst besorgt über die Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Sachsen äußert sich jetzt der Leipziger Stadtelternrat in einem Offenen Brief an die Staatsregierung. Denn wirklich vorbereitet auf einen Unterricht unter Corona-Bedingungen ist aus Sicht der Eltern die sächsische Schule ganz und gar nicht. Gerade die Öffnung der Grundschulen wirft für die Eltern eine ganze Reihe Fragen auf.

Blick aus dem Fenster. Es wird stiller. © privat
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Wenn Leipziger/-innen träumen: Alptraum

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 78, seit 24. April im HandelIch sitze am offenen Fenster in der Sonne, trinke Kaffee und genieße die Frühlingswärme, die oben im 4. Stock noch etwas mehr wärmt als unten. Ich sitze hier inzwischen fast jeden Tag, sobald die Sonne durchs Fenster scheint, und beobachte die immer weniger werdenden Menschen draußen. Manchmal sehe ich bekannte Gesichter und es beruhigt mich. Manchmal überkommt es mich für ein paar Sekunden und ich überlege, zu springen. Mache es natürlich nicht, ich habe schließlich eine kleine Tochter.

Finanzminister Hartmut Vorjohann © Juliane Müller, Dresden
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Freitag, der 15. Mai 2020: Sachsen rechnet mit fünf Milliarden weniger Steuereinnahmen

Der Freistaat Sachsen hat heute eine Zahl vorgelegt, die die Politik der kommenden Jahre erheblich beeinflussen wird: Wegen der Coronakrise ist von 2020 bis 2024 mit Steuerausfällen in Höhe von fünf Milliarden Euro zu rechnen. In Leipzig können Soloselbständige unterdessen ab Montag eine Einmalzahlung von 2.000 Euro beantragen. Und in der JVA gibt‘s den ersten Coronafall. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 15. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Neues Rathaus in Leipzig. Foto: L-IZ.de
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Donnerstag, der 14. Mai 2020: Geldnot, Hygiene und Demonstrationen

Während die Stadt heute nochmals erklärte, dass die Coronakrise ohne weitere Hilfe des Freistaates nicht zu stemmen sei, haben rund 75.000 Soloselbstständige und Kleinunternehmer/-innen solche Hilfen schon erhalten. Etwa 4.000 Anträge sind weiter in Bearbeitung. Heute wurde außerdem bekannt, dass bald weitere Bibliotheken öffnen und die Corona-Demos erneut mit Protest rechnen müssen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 14. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Gedenkstein in der Gottschedstraße. Foto: LZ
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Mittwoch, der 13. Mai 2020: Sexualisierte Gewalt und Hakenkreuze als deutscher Alltag

In mehreren sächsischen Städten – darunter Leipzig – hat es in den vergangenen Tagen wieder Schmierereien mit Bezug zum Nationalsozialismus gegeben. In Nordsachsen entdeckten Polizisten zudem ein privates Waffenlager eines Bundeswehr-Soldaten. Am Abend sorgte eine Sendung auf ProSieben für Aufsehen. Darin sprachen Frauen über sexualisierte Gewalt im Alltag. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 13. Mai 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Dr. Ronny Maik Leder und Elisabeth Schiller-Witzmann eröffnen unter Wahrung der Hygienemaßnahmen den Tiefsee-Kubus. Foto: Tessina-Larissa Schramm
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Von Viren, Plastikmüll und einem Landarzt, der die richtigen Worte sagt

„,Tiefsee'-Kubus vor dem Naturkundemuseum Leipzig öffnet seine Tore“, meldete das Leipziger Naturkundemuseum am Dienstag, 12. Mai. „Unter Auflagen ist nun auch das dritte Kapitel des Kooperationsprojektes zwischen dem Naturkundemuseum Leipzig und der Schaubühne Lindenfels erfahrbar.“ Eigentlich sollte es schon ab März erfahrbar werden. Das ist noch gar nicht so lange her, aber es wirkt, als sei das in einer anderen Epoche gewesen.

Anti-Atom(müll)protest in Leipzig. Archivfoto: Ralf Julke
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Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #30

Überall kursieren momentan Verschwörungstheorien, nur ich krieg' keine gebacken. Ich hab nur diese Geschichte hier. Sie handelt von Russen und Chinesen, die im großen Stil versuchen, den Afrikanern die Atomkraft schmackhaft zu machen. Und Amerikanern, die auch mit ins große Nuklear-Bingo einsteigen wollen. Und den deutschen Medien, die kein Sterbenswort über all das verlieren.

Kultureinrichtungen wie das Gewandhaus dürfen ab Freitag wieder öffnen. Foto: L-IZ.de
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Dienstag, der 12. Mai 2020: Sachsen lockert ab Freitag zahlreiche Corona-Einschränkungen

Kinos, Gaststätten, Freibäder und andere Einrichtungen dürfen ab Freitag wieder öffnen – sofern sie die Hygieneregeln einhalten. Die anhaltenden Demonstrationen gegen Corona-Regeln beschäftigen derweil immer mehr die Politik. FDP und Linke kritisieren, dass Sachsens Innenminister Wöller wegen der Demos eine „Kooperation“ von Polizei und Verfassungsschutz plant. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 12. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Prof. Dr. Markus Scholz. Foto: Universität Leipzig
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Eine zweite Corona-Welle könnte in Deutschland wohl verhindert werden

Die Ausbreitung der Epidemie in Deutschland, Sachsen und Leipzig geht weiter zurück. Unter den getroffenen Maßnahmen bleibt die aktuell geschätzte Reproduktionsrate R des SARS-Cov-2 Virus in Deutschland, Sachsen und Leipzig nach Schätzungen von Experten der Universität Leipzig unter 1. Wenn sie da bleibt, kann eine zweite Welle verhindert werden. Ein Leipziger Statistiker erklärt, wie das klappen kann.

Ausstattung mit Gesundheitspersonal in Sachsen und in ganz Deutschland 2007 und 2017. Grafik: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt
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Sachsen hat die Lücke beim Krankenhauspflegepersonal bis heute noch nicht wieder geschlossen

Zwar gibt es auch in Sachsen einen Mangel an Pflegepersonal. Aber die Situation war auch schon einmal schlimmer. Das Statistische Landesamt hat jetzt Vergleichszahlen vorgelegt – pünktlich zum heutigen Internationalen Tag der Pflege. Der wird jährlich am 12. Mai begangen. Der Tag erinnert an den Geburtstag der britischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege, Florence Nightingale.

Schon zu Beginn der „Querdenker“-Bewegung in Leipzig ein beliebter Treffpunkt: Die Nikolaikirche. Foto: LZ
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Montag, der 11. Mai 2020: Nun demonstrieren auch die Gegner der Gegner der Corona-Regeln

Nachdem sich am vergangenen Samstag sichtbar Rechtsradikale am Protest gegen die Corona-Maßnahmen vor der Nikolaikirche versammelt hatten, rief das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ für heute zu einer Kundgebung auf. Anschließend „spazierten“ etwa 150 Gegner/-innen der Corona-Maßnahmen durch die Innenstadt. Unterdessen fordern Kulturverbände finanzielle Hilfen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 11. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Kreidezeichnung auf der Sachsenbrücke. Foto: Ralf Julke
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Warum man bei Befreiung daran denken sollte, von wem man da eigentlich befreit wurde

Wortgewaltig, wie man ihn kennt, meldete sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Freitag, 8. Mai, zum 75. Jahrestag der Befreiung zu Wort. Man könne dieses Land, also Deutschland, nur mit gebrochenem Herzen lieben, sagte er. Und auch: „Es gibt kein Ende des Erinnerns. Es gibt keine Erlösung von unserer Geschichte“. Das ist alles so lieb gemeint, dass man gar nicht merkt, was für ein gesalbter Unfug das ist. Nicht ohne Grund. Denn damit geht er auf die Frames derjenigen ein, die Verbrechen gern verharmlosen und vernebeln.

Die Ökofete wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Foto: L-IZ.de
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Freitag, der 8. Mai 2020: Ökofete und WGT abgesagt, Hör-Spaziergänge statt GrünGänge

Dass die „Ökofete“ am 21. Juni 2020 in diesem Jahr nicht stattfinden kann, war absehbar, ebenso das Wave-Gotik-Treffen zu Pfingsten. Nun ist es in beiden Fällen offiziell. Die „Umwelttage“, deren Abschluss die Fete darstellen sollte, sollen zumindest in digitaler Form stattfinden. Ähnliches gilt für die „GrünGänge“ durch Leipzig. Unterdessen ist ein Urteil gegen einen Rechtsreferendar, der sich am Naziangriff auf Connewitz beteiligte, rechtskräftig. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 8. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Oberbürgermeister Burkhard Jung. Foto: L-IZ.de
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Donnerstag, der 7. Mai 2020: Leipziger/-innen sollen wieder in die Öffentlichkeit gehen

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) freut sich über die geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen und ruft dazu auf, wieder an die frische Luft zu gehen. Die Stadt plant zudem ein Stipendienprogramm für freiberufliche Künstler/-innen in Höhe von 150.000 Euro. Unterdessen gibt es im Fall des auf dem Ranstädter Steinweg überfahrenen 16-Jährigen eine Anklage. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 7. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Einhaltung der Quarantäneauflagen kontrollierter Personen in Leipzig. Grafik: Stadt Leipzig, Gesundheitsamt
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Gesundheitsamt: Es gab nur wenige Verstöße gegen Corona-Quarantäneauflagen in Leipzig

So wie der größte Teil von Sachsen ist auch Leipzig bislang glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen. Das hat mehrere Gründe. Einer davon ist natürlich die Tatsache, dass es hier zu keinem großen Infektionsherd kam und die Gesundheitsämter es geschafft haben, sich einen guten Überblick über die Infizierten zu verschaffen. Und auch die Menschen, die in Quarantäne gehen mussten, haben sich größtenteils an die Auflagen gehalten.

In der RB-Arena dürfen wohl bald wieder Fußballspiele stattfinden. Foto: L-IZ.de
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Mittwoch, der 6. Mai 2020: Die nächste Lockerungsrunde in Sachsen steht bevor

Nachdem sich Bund und Länder heute bezüglich weiterer Lockerungen der Corona-Maßnahmen abgestimmt haben, ist in Kürze mit Details zu rechnen, wie es in Sachsen in den kommenden Wochen weitergehen soll. Zudem gibt es Neuigkeiten zu sozialen Erhaltungssatzungen, der Regelstudienzeit an der Uni Leipzig und der AfD. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 6. Mai 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Finanzminister Hartmut Vorjohann © Juliane Müller, Dresden
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Dienstag, der 5. Mai 2020: Sachsen plant einen 750-Millionen-Euro-Schirm für Kommunen

Den Kommunen in Sachsen fehlen wegen Steuerverlusten in der Coronakrise hunderte Millionen Euro. Das sächsische Finanzministerium kündigte nun einen „Rettungsschirm“ in Höhe von 750 Millionen Euro an. Aus einigen Parteien kommen Forderungen, auch längerfristig stärker in die Kommunen zu investieren. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 5. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Demonstrieren in Zeiten der Coronakrise. Foto: L-IZ.de
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IfL-Untersuchung zur Coronakrise: Geflüchtete besonders stark betroffen

Es sind immer die Schwächeren, die in einer Situation wie der Coronakrise aus dem Blickfeld geraten, obwohl sie von den möglichen Folgen viel stärker betroffen sind als andere. Das betrifft auch die Geflüchteten in Sachsen, die oft immer noch in großen Massenunterkünften untergebracht sind. Das ist auch ein Forschungsthema. Forscherinnen am Leibniz-Institut für Länderkunde haben mit Akteuren in Geflüchteteninitiativen in Leipzig gesprochen. Die Ergebnisse ihrer Recherche verdeutlichen die schwierige Lage in den Asylunterkünften und Betreuungseinrichtungen und unterstreichen den verstärkten Handlungsbedarf bei Unterbringung, Kommunikation und Bildung.

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Montag, der 4. Mai 2020: Tag der Wiedereröffnung

Friseure, Schulplätze, Gedenkstätten, Museen – sie alle dürfen wieder öffnen. Allerdings ist die Wiedereröffnung mit vielen Einschränkungen verbunden. In Leipzig gibt es zudem einen neuen Rettungswagen für hochansteckende Patient/-innen. Unterdessen berichtet die Polizei von mutmaßlichen Neonazis, die in einem Wald nahe Leipzig ein Camp errichtet haben. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 4. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Sammeln zum Spazierengehen auf dem Augustusplatz am 4. Mai 2020. Foto: L-IZ.de
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Gegner der Corona-Maßnahmen „spazieren“ durch Leipzig + Video & Audio

In Leipzig sind am Montag, den 4. Mai, etwa 200 Menschen durch die Innenstadt „spaziert“, um damit gegen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu protestieren. Sie blieben zwar still – doch aus diesem noch weitgehend unübersichtlichen Spektrum des Protestes hatte es in den vergangenen Tagen bereits Kundgebungen mit Redebeiträgen gegeben. Dort wurde die Kritik an den Maßnahmen teilweise mit Verschwörungstheorien verknüpft.

70.000 Striche zum Gedenken an einen Teil der Opfer der NS-Eugenik auf dem Augustusplatz. Foto: L-IZ.de
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In Erinnerung an 70.000 Opfer: Kreidestriche auf dem Augustusplatz + Interview

Wer in den vergangenen Stunden bei seinem Weg zur Arbeit oder in eines der wieder geöffneten Innenstadt-Geschäfte den nordwestlichen Teil des Augustusplatzes kreuzte und etwas aufmerksam statt des Smartphones die Umgebung sah, konnte eine lange Reihe bunter Striche finden. Relativ regensicher unter der Überdachung auf der Opernseite des Platzes, wie eine Zählung aufgereiht. Ohne großes (Corona)-Getöse hatten am Sonntag, 3. Mai 2020 ein paar Menschen damit der 70.000 Euthanasie-Opfer der Aktion „T 4“ des NS-Regimes in Leipzig gedacht. Unweit des „Demokratie-Ei´s“, für jedes Opfer ein Strich, gegen die Ideologie der Ungleichwertigkeit von Menschen.

Entwicklung der Krankschreibungen wegen Covid-19 bei der Barmer. Grafik: Barmer
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Barmer meldet: Covid-19-Krankschreibungen um ein Drittel gesunken

Auch in den Krankschreibungszahlen der Krankenkassen zeigt sich der Erfolg der seit März geltenden Kontaktbeschränkungen. Am 30. April gab zum Beispiel die Barmer ein paar Zahlen heraus und verglich auch die diesjährigen Atemwegserkrankungen mit denen im Vorjahr. Denn die Erkältungssaison gab es ja auch noch. Doch flaute sie längst ab, als die Corona-Epidemie ab der 7. Kalenderwoche (ab 10. März) auch in Sachsen spürbar wurde und die Covid-10-Erkrankungen begannen.

Transparent zur Kundgebung auf dem Augustusplatz am 1. Mai 2020. Foto: René Loch
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Warum die Drängler und nicht die nachdenkliche Mehrheit die Debatte um die Shutdown-Lockerung bestimmen

Es verblüfft schon: Je mehr Kontaktsperren aufgehoben werden, umso schriller werden die Proteste gegen diese Corona-Schutzmaßnahmen. In Deutschland, um das mal einzuschränken. Denn anderswo ist die Epidemie gerade erst so richtig losgegangen – in Russland zum Beispiel, in Brasilien, Ecuador. Das Virus kennt keine Grenzen und um Regierungsformen kümmert es sich erst recht nicht. Und um Grundrechte auch nicht.

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All you need is Love: So kann man seine Fernbeziehungen stärken

Das statistische Jahrbuch der Stadt bringt es ans Licht: Leipzig ist definitiv nicht das, was man eine lieblose Stadt nennen würde. Im Gegenteil, seit Jahren steigt die Zahl von Pärchen bei uns; 2017 waren es etwa 340.000 Menschen – bei einer Einwohnerzahl von rund 581.000 Personen. Allerdings haben nicht alle hiesigen Liebenden das Glück, zusammenzuleben – oder auch nur so dicht beieinander, dass sie sich regelmäßig und kurzfristig sehen können.

Technologie des 19. Jahrhunderts: Kohlekraftwerk Lippendorf im Leipziger Südraum. Foto: Matthias Weidemann
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Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #29

Es sind Zahlen, die seit Wochen unsere Tage bestimmen: Infektionszahlen, Reproduktionszahlen, Todeszahlen – alles wird gemessen, akkumuliert und in eine Grafik gepackt. Während früher die Schuttschlepper des Tatsachentums in kafkaesken Amtsstuben hockten und ihre Datens(ch)ätze in abschließbaren Archivschränken horteten, können wir den Statistiken jetzt live beim Entstehen zuschauen. Leben in Echtzeit und Sterben erst recht. Wenn die einen eingehen, beginnt bei den anderen der Balken im Schaubild zu wachsen.

Wolfgang U. Schütte. Foto: Ralf Julke
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Ein ganzes Forscherleben nicht nur für Lene Voigt

In Coronazeiten sind auch die Abschiede stiller. Leipziger, die man bislang für nicht wegdenkbar hielt aus dieser Stadt, gehen von uns. Und da wird selbst in der Stille deutlich, wie die Zeit tatsächlich eilt. Am 22. April ist nun auch Wolfgang U. Schütte gestorben, den viele L-IZ-Leser kennen, denn er war ja der Mitgründer der Lene-Voigt-Gesellschaft und hat damit der „Leipziger Nachtigall“ erst wieder jenen Platz in der städtischen Erinnerungskultur verschafft, der ihr immer gebührt hat.

Ab Montag dürfen Spielplätze wieder öffnen. Foto: L-IZ.de
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Donnerstag, der 30. April 2020: Sachsen ändert erneut die Regeln

Spielplätze, Museen, Außensportanlagen, Zoos und einige weitere Einrichtungen dürfen ab Montag, 4. Mai 2020, wieder öffnen – sofern sie Hygiene- und Abstandsregeln einhalten. Zudem gibt es Lockerungen für Versammlungen und Gottesdienste. Sächsische Verwaltungsgerichte entschieden unterdessen erneut für Asylbewerber/-innen, die nicht länger in Erstaufnahmeeinrichtungen wohnen möchten. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 30. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

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Gastkommentar von Christian Wolff: Falsche Prioritäten

Das eine ist, eine bedrohliche Krise wie die Corona-Pandemie zu managen, den Shutdown einzuleiten, die Bevölkerung auf einschneidende Veränderungen einzustellen. Die verantwortlichen Politiker/-innen in den Regierungen und die leitenden Beamt/-innen in den Verwaltungen haben sich dieser Aufgabe vor allem im Vergleich zu anderen Ländern so gestellt, dass ein großer Teil der Bevölkerung den getroffenen Maßnahmen zustimmen konnte.

Universität Leipzig, Seminargebäude. Foto: LZ
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Mittwoch, der 29. April 2020: Universität Leipzig kündigt digitales Sommersemester an

Dass es in diesem Sommersemester an der Universität Leipzig keine vollen Hörsäle geben würde, war klar. Doch auch Seminare und ähnliche Veranstaltungen für Kleingruppen werden – bis auf wenige Ausnahmen – nicht stattfinden. Hotels, Gaststätten und Kindergärten dürfen unterdessen darauf hoffen, Ende Mai wieder zu öffnen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 29. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Friedbert Böhmichen (76) © privat
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Wenn Leipziger/-innen träumen: Es wird sich alles verändern

LEIPZIGER ZEITUNG/ Auszug Ausgabe 78, seit 24. April im HandelFriedbert Böhmichen, Rentner, gebürtiger Leipziger, floh zu DDR-Zeiten nach Stuttgart und lebt seit 1989 wieder in Leipzig. Ich glaube, es wird sich alles verändern. Das geht so nicht weiter und es wird auch nicht wieder so, wie es war. Unser ganzes Leben, unser Einkaufen, unsere Vorratshaltung, unser Denken über Produkte, die schnelllebig sind. Über uns selbst – wie sterblich und wie verletzbar wir sind. Und über das, was wir alles nicht brauchen. Zum Beispiel diesen wahnsinnigen Reise- und Einkaufsrummel.

Gwen Kyrg während eines Fotoshootings mit Antje Kröger. © Antje Kröger
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Wenn Leipziger/-innen träumen: Corona offenbart die Tiefenunschärfe

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 78, seit 24. April im HandelAnders als bei den meisten Menschen aus meinem Umfeld hat sich mein Leben durch Corona in den letzten Wochen kaum verändert. Ich habe das Glück, über ein Arbeitsstipendium für einige Monate finanziell abgesichert zu sein. Wie es für mich ab Juni mit Unterrichten an der Musikschule und den geplanten Projekten in Kulturbetrieben weitergeht, ist noch nicht greifbar. Ich habe es doch aber sehr gut: Ich lebe in einem wunderschönen Haus mit Garten, direkt in der Nähe eines Parks, kann jeden Tag Sport machen … Momentan sind meine Sorgen während Corona viel mehr bei anderen als bei mir.

Das Grassi-Museum in Leipzig. Foto: LZ
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Dienstag, der 28. April 2020: Sachsen fährt wieder hoch

Museen dürfen wieder öffnen, Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern ebenso und weitere Schulklassen kehren zurück in den normalen Unterricht – ab nächster Woche soll es in Sachsen weitere Lockerungen der Coronaregeln geben. Unterdessen sagt die SPD ihren Landesparteitag ab und gehen erneut Demonstrant/-innen mit Verschwörungstheorien auf die Straße. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 28. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Karikatur: Schwarwel
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Die neue Normalität

Was heißt hier eigentlich „das neue Normal“? Ich fand schon das alte Normal nicht normal! Aber ich hatte mich darin eingerichtet, schlecht – aber auch das Wissen um das eigene besser sein als andere wärmt ja das alte Herz. Nun fehlen mir die ganzen Alltagsschmunzelerlebnisse – ein grenzdebil grinsender Resthirnträger, vorm Primark an zehn Papptüten geklammert zum Beispiel. Fehlt mir und natürlich meine Freude daran, ihn aus tiefster Ilse-Weltsicht heraus zu verabscheuen.

Vor der Nikolaikirche demonstrierten am Samstag etwa 30 Personen gegen die Coronaregeln. Archivfoto: L-IZ.de
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Montag, der 27. April 2020: Coronaregeln zwischen Kritik und Missachtung

In Leipzig gab es am Wochenende eine Demonstration gegen die Coronaregeln – mit fragwürdigen Aussagen. Fragwürdig war auch das Verhalten der Journalist/-innen, die heute dicht gedrängt am Flughafen auf Schutzmasken aus China warteten. Im Zoo denkt man derweil über eigene Regeln nach, die eine Öffnung am 4. Mai ermöglichen sollen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 27. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Tom Rodig mit Anti-Corona-Maske widmet sich heute den Anhängern von „Apokalypse Deutschland“. © L-IZ.de
·Leben·Satire

Rodig reflektiert: Coronakrise? Alles eine große Verschwörung

LEIPZIGER ZEITUNG/ Auszug Ausgabe 78, seit 24. April im HandelEine meiner heimlichen Leidenschaften ist es, den Menschen beim Sich-die-Welt-Erklären zuzuschauen. Zum Zwecke der Recherche beobachte ich gern und mit Erheiterung die Beiträge in einer Prepper-Gruppe im Internet, die sich bis dato „Apokalypse Deutschland“ nannte. Doch mit Corona scheint auch bei den Preppern, jener obskur-diffuse Menschenschlag, der sich auf den drohenden Zusammenbruch aller Gesellschaft vorbereitet, die Alarmglocke zu läuten. Jene, die mit Leidenschaft die Endzeit herbeisehnen, stellen fest: Sie ist endlich da! Dass nun „endlich“ die Apokalypse gekommen ist, wird deutlich an dem neuen Facebook-Gruppentitel, den die Admins bereits vor Wochen angepasst haben: „Apokalypse Deutschland (Coronavirus)“.

Die Tafel bleibt in Zeiten von Corona vorerst leer. Foto: Marko Hofmann
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Kommentar: Schneller – höher – digitaler?

Denken wir uns Schule einmal „zurück“, nur einmal und ganz kurz. Ich weiß, die Zeiten sind hart. Aber was waren das für Zeiten noch vor einigen Wochen. Leicht grummelndes Gefühl in der Magengegend, gepaart mit dem Selbstvorwurf, am Morgen doch nur ein trockenes Brötchen hinuntergewürgt und nicht „ordentlich“ gefrühstückt“ zu haben. Zu schauen, ob die Schultasche auch vollständig gepackt und die Zigaretten (das ist mein „Outing“ als zur „Risikogruppe“ gehörend) eingesteckt zu haben.

Das Ordnungsamt kontrolliert, ob die Coronaregeln eingehalten werden. Foto: L-IZ.de
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Freitag, der 24. April 2020: Ordnungsamt führte diese Woche rund 3.000 Coronakontrollen durch

Das Leipziger Ordnungsamt hat allein in dieser Woche in mehr als 3.000 Fällen die Einhaltung der Corona-Schutz-Verordnung kontrolliert. Bereits in den Wochen zuvor gab es zahlreiche Kontrollen, aus denen 58 Bußgeldbescheide resultierten. Während Friseure ab 4. Mai wieder öffnen dürfen, wiesen heute Kommunen, Zoos, Gaststätten und Hotels auf ihre Probleme hin. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 24. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Eine Gesellschaft, vom Öl getrieben ... Foto: Matthias Weidemann
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Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #28: Die Romantik des Rohöls

Manchmal sind meine Tagebucheinträge wie russische Matrjoschkas. Besonders dann, wenn sie sehr ausführlich von einer Sache erzählen. Dann stecken viele kleine Texte in ihnen. Erst im Schreiben verwachsen sie sich, schachteln die einzelnen Teile zu Sätzen zusammen und verschmirgeln – ganz unmatrjoschkahaft – am Ende sogar noch die Bruchstellen, damit keiner einen Blick in den Betrieb werfen kann.

Kirschbergstraße
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Donnerstag, der 23. April 2020: Schwimmhalle im Leipziger Osten wieder fraglich, WGT-Durchführung auch

Die Schwimmhalle, die im Leipziger Osten am Otto-Runki-Platz entstehen soll, wird wohl keine Fördermittel des Freistaates erhalten. Stadträte mehrerer Fraktionen kritisieren das in einer gemeinsamen Mitteilung. Beim Wave-Gotik-Treffen hofft man noch auf eine Miniversion des Festivals oder eine behördliche Untersagung. Außerdem gibt es viele Klagen gegen die Corona-Schutz-Verordnung und Diskussionen über die Unterbringung von Geflüchteten. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 23. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Sprüche rings um Corona (im Leipziger Zentrum). Foto: L-IZ.de
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Warum ziemlich viele „Experten“ in den Netzwerken Bullshit erzählen und Masken wohl noch lange zu unserem Alltag gehören werden

Es wird ja heftig diskutiert unter unserem Beitrag „Maskenpflicht: Warum hat Sachsen aus einer Empfehlung des Robert-Koch-Instituts eine Pflicht gemacht?“. Mit Betonung auf „heftig“. Denn natürlich stimmt es: Der Lockdown, die vielen Kontaktsperren, auch die Maskenpflicht in ÖPNV und Geschäften greifen tief in unser Selbstbestimmungsrecht ein. Das ist ein kleiner, aber nicht unwichtiger Unterschied zu den Grundrechten, die dann meistens zitiert werden.

Demonstrieren in Zeiten der Coronakrise. Foto: L-IZ.de
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Mittwoch, der 22. April 2020: Die Coronakrise beschäftigt die Gerichte

Geflüchtete klagen vor Gericht, weil sie die Corona-Schutz-Verordnung in Massenunterkünften verletzt sehen, und „Leipzig nimmt Platz“ strengt ein Normenkontrollverfahren an, weil es die Versammlungsfreiheit unzulässig eingeschränkt sieht. Erstere konnten heute schon einen Erfolg feiern: Ein Asylbewerber muss laut Gericht nicht mehr in Dölzig wohnen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 22. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Alles dicht im Einkaufsmekka Bahnhofspromenaden - nur Apotheken, Lebensmittelhändler und Drogerien haben noch geöffnet. Foto: Michael Freitag
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Corona-Hilfe made in Leipzig: Initiativen, Ideen und Hilfsangebote aus der Zivilgesellschaft zur Milderung der Coronakrise + Update 22. April

In den vergangenen Tagen ist nach dem atemlosen Zuschauen der hereinprasselnden Verfügungen und Veränderungen seitens des Freistaates Sachsen eine erste Welle von Ideen und Initiativen entstanden. Alle sollen dazu dienen, über die staatlichen Lösungsangebote hinaus, erste Auswirkungen der Coronakrise abzufedern. Die LZ hat die besten Initiativen herausgesucht und hofft, dass sich je nach eigenen Prioritäten auch die Leser unserer Zeitung an der einen oder anderen gelungenen Idee beteiligen.

In Schleußig entdeckt: Kinderwagenparkplatz. Foto: Marko Hofmann
·Leben·Familie & Kinder

SPD und Grüne: Als nächster Schritt sollten Kitas und Schulen für Kinder von Alleinerziehenden geöffnet werden + Update

Schulen und Kitas sind seit dem Shutdown geschlossen. Jetzt sollen sie in Sachsen langsam wieder geöffnet werden. Mit Betonung auf langsam. Was eben für viele berufstätige Eltern trotzdem weiterhin heißt, dass sie ihre Kinder zu Hause betreuen müssen. Für manche Familien, die eh schon finanziell knapp über die Runden kommen, wird das mit jeder Woche härter. SPD und Grüne fordern jetzt, gerade an diese Familien und vor allem die Alleinerziehenden zu denken und für ihre Kinder Betreuungsangebote zu öffnen.

Großveranstaltungen wie das Klassik airleben werden in diesem Sommer nicht stattfinden. Foto: Gewandhaus/Jens Gerber
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Dienstag, der 21. April 2020: Klassik airleben und Lange Nacht der Wissenschaften abgesagt + Update Brand in Leipzig West

Die nächsten Großveranstaltungen, die im Sommer in Leipzig stattfinden sollten, sind seit heute abgesagt: das Openair-Event „Klassik airleben“ und die „Lange Nacht der Wissenschaften“. In Chemnitz gab es Ärger zwischen Polizei und rechtsradikalen Coronaregeln-Gegner/-innen. Und in Leipzig gründet sich ein Bündnis gegen den EU-China-Gipfel. Die L-IZ fasst zusammen, was am Dienstag, den 21. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Tom Rodig (Die PARTEI), hier auf einer Kundgebung am Montagabend, dürfte so einkaufen gehen und Bahn fahren. Foto: L-IZ.de
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Montag, der 20. April 2020: Maskenpflicht mit offenen Fragen

Geschäfte öffnen wieder, Busse fahren häufiger, doch wer irgendetwas davon nutzen möchte, muss Mund und Nase bedecken. Wie genau Anwendung und Kontrolle umgesetzt werden sollen, ist vielen noch nicht ganz klar. Derweil ist die Grippesaison in Sachsen mit 50 Todesopfern und mehr als 20.000 Erkrankten zu Ende gegangen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 20. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Handelsübliche FFP-Maske aus China. Foto: Ralf Julke
·Leben·Gesundheit

Maskenpflicht: Warum hat Sachsen aus einer Empfehlung des Robert-Koch-Instituts eine Pflicht gemacht?

Am 17. April beschloss die Sächsische Staatsregierung ganz offiziell „Lockerungen der Beschränkungen des öffentlichen Lebens“. Doch anders als andere Bundesländer übernahm sie nicht die „dringende Empfehlung“ der Bundesregierung zum Tragen von Schutzmasken, sondern machte sie an zwei Orten sogar verpflichtend zur Bedingung. Und das ab heute, Montag, 20. April. Das empfinden viele Sachsen als massiven Grundrechtseingriff. Denn so etwas hat man in Deutschland in den letzten Jahrzehnten nicht erlebt: Maskenpflicht in der Öffentlichkeit?

Freiheit auf Abstand. Foto: L-IZ.de
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Eine zweckdienliche Verbindung: Corona trifft Biedermeier

KommentarDer-die-das Virus? Sie wissen es bestimmt. An irgendeinem frühen Frühlingstag musste es passiert sein. Plötzlich war es da, und alle, die Anfang März noch lachten, schnäuzten sich zwei Wochen später bereits in die Ellenbeuge bis hin zur Quarantäne. Zuerst unnahbar, dann plötzlich da, unsichtbar: Nachrichtensprecher bekamen als Hintergrund bunte Bilder mit irgendwie komisch aussehenden Stachel-Litschies verpasst. Die Viren. Und so süß waren sie auch nicht. „Exponentiell steigend!“ sagte der streng dreinblickende Einzelhandelsverkäufer mit hochgezogenen Augenbrauen. Sein Geschäft blieb offen.

Erstaufnahmeeinrichtung in Dölzig im Sommer 2015. Foto: L-IZ.de
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Geflüchtete in der Coronakrise unterbringen: Dezentral, aber nicht in Hotels

Der „Infobus Leipzig“ hat in der vergangenen Woche einen Offenen Brief verfasst, in dem er fordert, Geflüchtete dezentral unterzubringen – beispielsweise in Hotels. Die L-IZ hat bei einigen Adressaten des Briefes nachgefragt. Die große Mehrheit befürwortet eine dezentrale Unterbringung und lobt zumindest die Situation in den Unterkünften in Leipzig. Hotels sind für viele aus unterschiedlichen Gründen keine sinnvolle Alternative.

·Leben·Gesundheit

Keine Zeit für ein Sonnenbad – hier steckt viel Vitamin D drin

Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der Körper selbst herstellen kann. Alles was er dafür benötigt, ist Sonnenlicht. Aber gerade in den düsteren Wintermonaten und bei partiellen Ausgangsbeschränkungen fällt es schwer, genügend UV-Strahlung auf die Haut zu bringen. Auch im Sommer gelingt es nicht immer, unseren Schutzmantel mit den wohligen Strahlen zu verwöhnen, sei es wegen des zeitintensiven Jobs oder wegen einer zu lichtempfindlichen Haut.

Der große Seufzer ... Foto: Marko Hofmann
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Wie frei sind wir Menschen wirklich?

Nun brodelt es mal wieder, wird in Kommentarspalten und Foren über den übergriffigen Staat diskutiert, die Einkassierung von Grundrechten, wird Big Brother heraufbeschworen und mal wieder eine Verschwörung ausgemalt, mit der die „da oben“ die Bürger da unten mit geheimen Absprachen entmündigen wollen oder sie gar einem riesigen, weltweiten Experiment unterwerfen. Und wenn man dann diese Rauner und Beschwörer gar noch in ihren ach so alternativen Medien sieht, wird es ganz und gar muffig. Über Freiheit haben diese Leute allesamt noch nie wirklich nachgedacht.

Wohin geht der Weg in Zukunft? Foto: L-IZ.de
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Gastkommentar von Christian Wolff: Das Coronavirus verstehen – den sozialen Zusammenhalt stärken

Das Coronavirus zu entschlüsseln, seine Wirkweise zu verstehen und dann entsprechende Gegenmittel zu entwickeln, das ist Aufgabe der Viro- und Infektiologen. Den gesellschaftlichen, sozialen, wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus politisch zu begegnen und diese organisieren, ist Aufgabe der Parlamente und Regierungen, begleitet von einem öffentlichen, kritischen, gesellschaftlichen Diskurs. Jede/r einzelne/r Bürger/in aber steht in der Verantwortung und vor der Aufgabe, dem nachzuspüren, warum das Coronavirus gerade jetzt und global so erfolgreich sein kann und warum das Immunsystem von Individuen wie von Gesellschaften offensichtlich so schwach ausgeprägt ist.

Fahrgäste der LVB werden ab Montag anders als gewohnt aussehen. Foto: Susanne Jutzeler von Pixabay
·Leben·Gesellschaft

Freitag, der 17. April 2020: Maskenpflicht im ÖPNV und Einzelhandel

Wer in Sachsen mit dem ÖPNV unterwegs ist oder ein Geschäft betritt, muss ab Montag eine Mund- und Nasenbedeckung tragen. Was in anderen Bundesländern nur dringend empfohlen wird, ist hierzulande also bald Pflicht. Kritik an anderen Punkten der neuen Corona-Verordnung kommt aus der FDP. Die Auszahlung der Soforthilfen des Bundes wurde unterdessen wegen Betrugsversuchen vorerst gestoppt. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 17. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Kein Golf mehr dank Corona. Foto: L-IZ.de
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Stellt der Umgang mit der Sars-CoV-2-Ausbreitung nicht viel eher unser Verhältnis zu Alter und Tod infrage?

Wie berechtigt war der starke Shutdown in Deutschland? Das wird ja in diversen Foren eifrig diskutiert, gern mit Verweis auf die nur zum Teil genutzten Betten auf Intensivstationen, die geringe Sterberate von Sars-CoV-2-Infizierten und die Tatsache, dass sich die Zahl der der Lungenkrankheit Covid-19 zugeschriebenen Verstorbenen im Bereich einer gewöhnlichen Grippe bewegt. Waren die Maßnahmen also überzogen? Der Leipziger Wissenschaftsverlag setzt seine Kritik etwas anders an.

Nahaufnahme von Rico Gebhardt.
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Donnerstag, der 16. April 2020: Reaktionen, Korrekturen und Forderungen zu den neuen Coronaregeln

Die Linkspartei im sächsischen Landtag scheint weitgehend zufrieden, Museen und Zoos dürfen doch nicht wieder öffnen und Geflüchteteninitiativen fordern eine „Gesundheitskarte“ für alle. Coronaregeln und -pandemie sorgen weiterhin für Diskussionen und Forderungen in vielen Bereichen. Neuigkeiten gibt es aber auch zum fast vergessenen Wasserwerke-Skandal. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 16. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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