Gastkommentar von Christian Wolff: Dumm ist, wer den Dank vergisst
Mit diesem einprägsamen Satz eröffnete 1997 der damalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Klaus Engelhardt, seine Predigt im zentralen ökumenischen Gottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit. Zwanzig Jahre später, einen Tag nach dem Erntedankfest und wenige Stunden vor dem 3. Oktober 2017, hat der Satz nichts von seiner Prägnanz verloren: Denn wer sein Leben ohne die Perspektive der Dankbarkeit betrachtet, landet fast zwangsläufig in der Sackgasse des Verdrusses. Von diesem Verdruss – weniger über die Politik, als über das eigene Leben – ist am 24. September 2017 durch das Wahlergebnis ganz viel an die Oberfläche gespült worden, inzwischen verklärt als „Hilfeschrei“, als Ausdruck von Demütigung und Entwürdigung.




























































































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