IWH

Grafik zur Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen.
Wirtschaft·Metropolregion

IWH Halle ist sich sicher: Wirtschaftswachstum geht weiter und Emissionen sind zu hoch

In Zeiten der immer spürbareren Klimaerwärmung reicht es nicht mehr, wenn Wirtschaftsinstitute sich allein mit Wirtschaftswachstum und Staatsfinanzen beschäftigen. Sie müssen auch die Treibhausgas-Emissionen in den Blick nehmen. Denn wenn Wirtschaft nicht binnen kurzer Zeiträume klimaneutral wird, nutzt das ganze Wachstum nichts. Doch die Emissionen sinken zu langsam, mahnt auch das IWH. Nach der mittelfristigen […]

Blick auf Euromünzen.
Wirtschaft·Metropolregion

Neue IWH-Konjunkturprognose: Trotz Energiekrise und Zinsanstieg wird es 2023 wohl keine Rezession geben

Krisen gehören zum Kapitalismus, denn wenn Regierungen nicht vorsorgend eingreifen und regulieren, dann reizen die sogenannten „Märkte“ ihre Spielräume so lange aus, bis das Ganze kollabiert, überreizt ist und versagt. So erlebt mit der Finanzkrise 2008, so mit der Klimakrise, so auch mit der aktuellen Energiepreiskrise. Die Frage ist nur, wie robust die Teile der […]

Neue Autos auf einem Güterzug bei Leipzig. Foto: Marko Hofmann
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Gaspreisanstieg und Konjunkturaussichten: Die ostdeutsche Wirtschaft könnte etwas glimpflicher davonkommen

Unter dem Dreiklang „Energiekrise: Inflation, Rezession, Wohlstandsverlust“ stellten die deutschen Wirtschaftsinstitute am Donnerstag, dem 29. September, ihre jüngste Konjunkturprognose für die Bundesrepublik vor. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) veröffentlichte auch eine Einschätzung der Lage in Ostdeutschland. Und sie zeigt, wie gut die Wirtschaft ins Jahr 2022 gestartet ist – bis die rasant steigenden Gaspreise […]

Die Energiewende in der deutschen Industrie wird immer drängender. Foto: Marko Hofmann
Wirtschaft·Metropolregion

Mögliche Folgen eines Gasstopps aus Russland: IWH rechnet für Ostdeutschland mit 27 Milliarden Euro Verlust an Wertschöpfung

Seit die russische Armee die Ukraine überfallen hat, wird ja in Deutschland heftig darüber diskutiert, ob sich die Bundesrepublik ein komplettes Embargo von russischem Erdgas leisten kann und welche Folgen das für die deutsche Wirtschaft hätte. Denn gerade die Industrie ist noch immer abhängig von russischen Energieimporten. Das IWH in Halle hat mal nachgerechnet. Lieferstopp […]

Auch Ostdeutschland ist von internationalen Warenströmen abhängig. Foto: Marko Hofmann
Wirtschaft·Metropolregion

Frühjahrsdiagnose für die ostdeutsche Wirtschaft: Welche Folgen könnten Ukraine-Krieg und Gas-Stopp haben?

In den Kommentarspalten der deutschen Zeitungen und Magazine wird wieder orakelt, wie sehr denn nun der Ukraine-Krieg die deutsche Wirtschaft treffen wird, gar das Wachstum bremsen. Jede kleine Rauf und Runter in den prognostizierten Wachstumszahlen wird zum Drama hochgeschrieben. Aber eigentlich kann auch Ostdeutschland 2022 mit einer robusten Entwicklung rechnen, meldet das IWH. Die Illusion […]

Umsatzentwicklung in ausgewählten Wirtschaftsbereichen in Ost und West. Grafik: Bundesamt für Statistik
Politik·Kassensturz

IWH-Prognose zur ostdeutschen Wirtschaft: Die seltsame Leerstelle Gastronomie

Regelmäßig veröffentlichen deutsche Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen zur Wirtschaftsentwicklung. So auch das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle für die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose. Doch so deutlich wie nie zuvor zeigt die jüngste Prognose, dass man mit viel zu engem Raster arbeitet. Die Fixierung auf die Industrie ist überdeutlich. Aber andere Branchen – wie das Gastgewerbe – funktionieren eben nicht wie die Industrie. Darüber stolperten auch schon die Bundesstatistiker.

Einsam in der digitalen Welt. Foto: L-IZ
Bildung·Forschung

Forschungsergebnis aus Magdeburg: Digitale Medien befördern Soziale Isolierung und Bereitschaft zu egoistischem Verhalten

Es ist zumindest eine gewagte These, die Forscher/-innen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) da zu belegen versucht haben. Aber eine, die sich durchaus ernsthaft mit den Folgen sozialer Abschottung in der Corona-Zeit beschäftigt. Führt soziale Isolation dazu, dass Menschen auch danach egoistischer handeln? Und ist das Spendenaufkommen ein Maß für solidarisches Handel?

Bild von 2017: Die Leipziger bei den Partys im Zentrum und in der Gottschedstraße. Foto: L-IZ.de
Politik·Kassensturz

Konjunktur nach der Pandemie: Soziale Kontakte und die schematische Blindheit des BIP

Es ist ein ganz klassischer Irrtum vieler Ökonomen, dass Wirtschaft immer irgendwelche neuen Produkte herstellen muss. Dass das gar der größte Teil von Wirtschaft ist, die sich dann im viel gelobten Bruttoinlandsprodukt (BIP) spiegelt. Aber die jüngste Konjunkturbetrachtung aus dem Institut für Wirtschaftsforschung in Halle zeigt erstaunlicherweise, dass Wirtschaft zuallererst entsteht, wenn Menschen – wieder – etwas miteinander unternehmen. In die Kneipe gehen zum Beispiel oder ins Theater. Stichwort: soziale Kontakte.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Metropolregion

Zwischenstandsmeldung im Corona-Jahr: Wirtschaftsleistung im Osten sinkt um 5,6 Prozent – Sorgenkind ist der Automobilbau

Selbst die ARD jammerte am Mittwoch, 14. Oktober, einmal mehr: „Einbruch schlimmer als erwartet“. Man sah regelrecht den dicken kleinen Hausbesitzer im Nachthemd auf dem Rasen stehen und beklagen, dass die bösen Einbrecher seine schöne Münzsammlung mitgenommen haben. Dabei ging es wieder mal nur um eine Berechnung des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Selbst die Wirtschaftsinstitute differenzieren da. Auch in der Hoffnung, dass die Politiker nicht wieder nur die Überschriften lesen.

Containerfracht für sächsische Unternehmen. Foto: Marko Hofmann
Wirtschaft·Metropolregion

Weniger Industrie bedeutet: Weniger Wirtschaftseinbruch im Osten

Am Mittwoch, 8. April, veröffentlichten mehrere Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen zum Konjunktureinbruch infolge der Coronakrise. Darunter auch das in Halle heimische Institut für Wirtschaftsforschung (IWH), das in einer besonderen Meldung auch feststellte, dass West- und Ostdeutschland unterschiedlich stark vom Wirtschaftseinbruch betroffen sind. Noch immer ist in allen Wirtschaftsstatistiken sichtbar, wie stark die Deindustrialisierung den Osten bis heute prägt.

Diesige Aussichten. Foto: Marko Hofmann
Bildung·Forschung

Jetzt will auch das IWH in Halle die Ursachen des Populismus untersuchen

Aktuell streiten sich ja die Kommentatoren der großen Zeitungen, wer da schuld ist am Debakel in Thüringen im Besonderen und am anschwellenden Populismus weltweit im Allgemeinen. Dabei zeigt sich oft in blühender Einfalt, wer in seiner eingeübten Denkblase festhängt und damit gleich noch in die Oberlehrerpose rutscht, und wer wenigstens noch so frei ist im Kopf, die Motive der Wähler verstehen zu wollen, die zu seltsamen Wahlergebnissen führen.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Metropolregion

Sinkende Erwerbsbevölkerung ist für den Osten wirtschaftlich viel einschneidender als der Kohleausstieg

Man mag die Modelle kritisieren, die die deutschen Wirtschaftsinstitute so nutzen, um ihre Prognosen in die Zukunft zu berechnen. Sie sind viel zu schematisch, um die Komplexität von Wirtschaft oder gar die Wechselbeziehungen mit Politik und Demografie tatsächlich abzubilden. Aber manchmal kommt da doch so ein Körnchen Wirklichkeit durch. Das IWH in Halle hat jetzt mal so ein bisschen mit Kohleausstieg, Klimapaket und Demografie herumgerechnet.

Gestiegene Löhne stützen den ostdeutschen Binnenmarkt. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Metropolregion

Wachsende Dienstleistung stärkt ostdeutsches Wirtschaftswachstum

Nein, die sächsischen Statistiker staunten am 24. September leider nicht, als sie vermeldeten: „Sächsische Wirtschaftsentwicklung stagnierte im 1. Halbjahr 2019“. Auch sie sind auf BIP-Wachstum und Exportquote fixiert, genauso wie die großen Wirtschaftsinstitute und die sächsische Staatsregierung. Logisch, dass man dann völlig übersieht, wie sich auch die Wirtschaftswelt ändert. Darauf machte am Mittwoch, 2. Oktober, sogar das IWH in Halle aufmerksam.

Abwarten Ost. Foto: Marko Hofmann
Bildung·Forschung

Preisgekrönter US-Ökonom startet Forschungsprojekt am IWH zum dauerhaften Rückstand der ostdeutschen Wirtschaft

Petra Köppings Wunsch wurde erhört: Immer wieder hat die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) gefordert, die Spätfolgen der Treuhandarbeit im Osten zu untersuchen. Denn so bekam sie es ja in vielen Gesprächen mit den Sachsen zurückgespiegelt. Seit die Treuhand im Osten tabula rasa gemacht hat, ist im Leben vieler Ostdeutscher der Wurm drin. Am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) soll das jetzt eine ganze Forschergruppe untersuchen.

Kassensturz (Symbolbild).
Wirtschaft·Metropolregion

IWH-Konjunktur-Analyse: Was passiert, wenn Deutschland seine wilden Exportüberschüsse einbüßt?

Deutsche Wirtschaftsinstitute hängen stets wie gebannt an den Exportzahlen. Wenn exportierende Industrieunternehmen weniger Aufträge in ihren Büchern melden, beginnt das Wort Depression sich in die Wirtschaftsseiten der deutschen Zeitungen zu schleichen. Da tauchen schnell auch apokalyptische Töne auf, weil sich die meisten Wirtschaftsredakteure ein Deutschland ohne fetten Exportüberschuss gar nicht mehr vorstellen können. Aber selbst das IWH in Halle hat da mittlerweile seine Zweifel.

Neblige Aussichten für ländliche Räume? Foto: Marko Hofmann
Politik·Sachsen

Sächsische Politiker werfen dem IWH-Präsidenten Unwissenschaftlichkeit vor und haben wohl sogar recht

Am Freitag, 2. August, sorgte der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle mal wieder für einen kleinen Aufruhr, als er in einem Interview der „Wirtschaftswoche“ forderte, die Förderung für den Osten strukturell zu ändern – weg von der Gießkannenförderung, hin zur Stärkung der Großstädte und urbanen Zentren. Ein ganz heikles Thema ausgerechnet mitten im Landtagswahlkampf in Sachsen, Brandenburg und Thüringen. Protest gab’s postwendend.

Kassensturz, schön übersichtlich. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Eine IWH-Studie öffnet ein ganz kleines Fensterchen in die Welt der „Schwachen in der Gesellschaft“

Es ist wie ein kleines Fensterchen, das das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in die Welt all jener Menschen auftut, die in der klassischen Ökonomie praktisch nicht vorkommen, Menschen, die arm sind und deren Ängste besonders geschürt werden, wenn ihr Land in finanzielle Turbulenzen gerät. Die Panik verursachen zwar andere, aber direkt betroffen sind zuallererst immer diejenigen, deren Einkommen gerade so zum Leben reicht.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Abschwung in Deutschland oder doch nur ein breitärschiges Aussitzen aller überfälligen Hausaufgaben?

Ob Oliver Holtemöller, stellvertretender Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH), mit seiner Einschätzung recht hat, Donald Trumps Drohungen, weitere Handelshemmnisse vorzunehmen, seien die größte Gefahr für die Konjunktur in Deutschland, bezweifle ich. Der US-Präsident richtet zwar gewaltigen Flurschaden an. Aber er trifft die „Exportnation Deutschland“ da, wo sie aus eigenem Verschulden verletzlich ist.

Kassensturz (Symbolbild).
Politik·Kassensturz

Arbeitsproduktivität ist der falsche Kompass für die Wirtschaftszukunft Ostdeutschlands

Am Montag, 4. März, hatte das Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle seine Studie „Vereintes Land“ veröffentlicht, in der die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen West und Ost 30 Jahre nach der Deutschen Einheit thematisiert wurden. Und während sich die empörten Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister über die Ratschläge der Wissenschaftler echauffierten, diskutiert die Linke jetzt mal über „Arbeitsproduktivität“.

IWH-Publikation "Vereintes Land", Cover: IWH, Foto:L-IZ
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Die großen Städte und eine bessere Bildungspolitik sind die Schlüssel für die ostdeutsche Wirtschaft

Am Montag, 4. März, legte das Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle eine Studie zu 30 Jahre Deutscher Einheit vor, die im Grunde eine saftige Ohrfeige für die Länderpolitik im Osten ist. Es geht nämlich nicht nur – wie die großen Medien am Montag alle betonten – um die niedrigere Arbeitsproduktivität im Osten. Es geht auch um eine Wirtschaftspolitik, die endlich das tut, was im Osten wirklich Sinn macht. Und das hat viel mit den großen Städten zu tun.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Die Folgen des Brexit lassen sich mit typischen idealen Modellrechnungen nicht erfassen

Was wir derzeit in England erleben, ist ja in gewisser Weise ein elitäres Schmierentheater. Ein ganzes Parlament behandelt den Austritt aus der EU so, als wäre das nur ein bisschen politischer Aschermittwoch. Dann ist der Klamauk vorbei, England ist raus und der Laden brummt wieder. Dabei wachsen die Befürchtungen, dass ein Brexit ohne Austrittsregelung hart und chaotisch wird. Das IWH in Halle hat versucht, das in Arbeitsplätze umzurechnen.

Blick über den Bergbautechnikpark zum Kraftwerk Lippendorf. Foto: Michael Freitag
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Stimmt das Märchen von den Arbeitsplätzen und sinkt dann gar das Einkommensniveau in der Region?

Schon am 15. Januar, zehn Tage vor dem Bericht der Kohlekommission, hat das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) versucht auszurechnen, welche Folgen ein schneller Kohleausstieg für die Beschäftigung in den Kohlerevieren bedeutet. Immerhin argumentierten die Kohleregierungen ja auch immer mit den Arbeitsplätzen, die dann verloren zu gehen drohen. Aber irgendwie ist ihre Argumentation schief.

Husch und weg: Flexibler Knopf auf Börsenflucht. Foto: Ralf Julke
Bildung·Forschung

IWH darf grübeln: Warum sinkt die Produktivität oder fehlen nur die richtigen Daten?

„Manfred Weber wirbt für eine sozialere EU“, titelte die F.A.Z. am 28. Dezember. Einen Tag zuvor gab’s eine recht kritische Buchbesprechung: „Sachbuch ‚Game over‘: Bitte aufwachen zum Systemcrash“. Für eine wirtschaftsnahe Zeitung wie die F.A.Z. sind das durchaus schon zwei muntere Funken. Ein konservativer CSU-Mann wie Manfred Weber fordert mehr Sozialstaat, ein alter SPÖ-Genosse schreibt die Katastrophe herbei.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Metropolregion

Ostdeutschland läuft auch im nächsten Jahr wirtschaftlich stabil

Man vergisst ja immer wieder, dass Wirtschaftswachstum nicht gleich Wirtschaftswachstum ist. Die deutschen Wirtschaftsinstitute hängen nach wie vor in ihren alten Routinen fest, in denen die Berechnung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als einziger Maßstab für Wachstum gilt. Aber das gilt schon lange nicht mehr für Ostdeutschland. Was selbst das IWH in Halle konstatieren muss. Natürlich mit alter Beleuchtung.

Ab 2010 abgehängt: BIP-Entwicklung in Ost, West und Sachsen-Anhalt. Grafik: IWH Halle
Politik·Kassensturz

Jetzt bremst das Fehlen des gut ausgebildeten Nachwuchses das Wirtschaftswachstum im Osten

Nicht immer sind es steigende Exporte oder neue Umsatzrekorde, die die Wirtschaftsleistung in einer Region voranbringen. Was augenscheinlich die ostdeutschen Bundesländer besonders betrifft. Bei den Wachstumszahlen für 2017 blieben sie deutlich hinter den westlichen Bundesländern zurück. Das könnte einen ziemlich fatalen Grund haben, stellt das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) fest.

Schon lange nicht mehr das Normale: ein Fernseher in jeder Wohnstube. Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Kann Fernsehen tatsächlich den Unternehmergeist in ganzen Regionen befeuern?

Auf die Idee muss man erst mal kommen: Die Reichweiten westdeutscher Fernsehprogramme im Osten zu erfassen und das mit der Bereitschaft, Unternehmen zu gründen, zu vergleichen. Der Ansatz, den Viktor Slavtchev, Ökonom am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), und sein Co-Autor Michael Wyrwich für eine Studie gewählt haben, ist pfiffig. Aber was sagt das Ergebnis wirklich aus? Dass Fernsehen Unternehmer macht? Nicht wirklich.

Man kann einen Euro nur ein Mal bunkern. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Das IWH empfiehlt das Gegenteil dessen, was es selbst als bessere Lösung ausgerechnet hat

Was das Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle am 19. Dezember veröffentlichte, war ein Plädoyer. Auch wenn man das dem sperrigen Titel „Die mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland für die Jahre 2017 bis 2022 und finanzpolitische Optionen einer neuen Bundesregierung“ nicht ansah. Ein Plädoyer in Zahlen gegen die üblichen Rezepte des Steuerzahlerbundes. Nur dass der IWH-Autor am Ende das Gegenteil dessen empfiehlt, was sich als bessere Variante erwiesen hat.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Ostdeutsche erwirtschaften auch heute noch einen Teil des westdeutschen Reichtums

„Arbeitsleistung: Osten und Westen gleichauf“, meldete kurz vor Weihnachten das Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle. Eine Meldung, die so scheinbar völlig den üblichen Erhebungen zum Arbeitsvolumen widersprach. Denn weil gerade Teilzeitjobs im Osten stark vertreten sind, ist hier das Arbeitsvolumen auch in den Meldungen der Statistikämter immer deutlich geringer als im Westen. Aber Hans-Ulrich Brautzsch hat sich für einen ganz besonderen Effekt interessiert.

Eltern-Kind-Konflikte betreffen nicht nur finanziell schwache Familien. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Metropolregion

Konjunktureinbruch blieb einfach aus und der Osten ist stärker gewachsen, als zugetraut

Wenn Ökonomen versuchen, die wirtschaftliche Entwicklung in der nahen Zukunft zu beschreiben, wird das meistens ein bisschen Kaffeesatzleserei. Man hat einige Grunddaten, die man vorsichtig in die Zukunft fortschreiben kann. Aber man weiß nicht, welcher Faktor im nächsten Jahr aus der Reihe fällt und die Prognosen heftig konterkariert. Auch die Wirtschaftsforscher am IWH in Halle wissen nicht wirklich, was da so kommt.

Vollanträge auf Exzellenzcluster nach Länderanteil. Grafik: IWH
Politik·Kassensturz

Deutscher Exzellenzwettbewerb der Universitäten verstärkt die Schieflage zwischen Ost und West

Es war eine ziemlich seltsame Idee, als die Bundesregierung 2005/2006 ihre sogenannte Exzellenzinitiative startete, ein Förderprogramm für deutsche Hochschulen, mit dem eigentlich Spitzenforschung etabliert und gestärkt werden sollte. Doch schon in den ersten Runden zeigte sich, dass gerade die finanzschwächeren Universitäten im Osten deutlich geringere Chancen hatten, an die Millionenförderung zu kommen. Und das ist auch in der 2017er-Runde nicht anders, stellt das IWH in Halle fest.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
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Wenn das IWH richtig gerechnet hat, schafft der Osten in diesem Jahr ein BIP-Wachstum von 2,2 Prozent

Wie berechnet man eigentlich Konjunkturen? Wenn man noch gar nicht weiß, wie alles wird? Das Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) in Halle zeigt jetzt wieder, wie sehr man auf einen winzigen Strauß von Zahlen fokussiert ist, die dann irgendwie – nachdem man sie durch den Computer gejagt hat – eine Art Plus oder Minus ergeben. In diesem Fall: Plus. Es sieht nach weiterem Wachstum aus.

BIP-Entwicklung im Vergleich. Grafik: IWH
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Soll der Osten irgendwen einholen oder ist es höchste Zeit für eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik?

Für Freikäufer Mit einer neuen kleinen Studie versuchte das Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) in dieser Woche, den wirtschaftlichen Aufholprozess im Osten irgendwie noch einmal in Zahlen zu fassen. Immerhin war in jüngsten Statistiken aufgefallen: „Ostdeutschland hat vom gegenwärtigen Aufschwung in Deutschland bisher besonders deutlich profitiert. In jedem der Aufschwungsjahre 2014 bis 2016 nahm die gesamtwirtschaftliche Produktion schneller zu als in Westdeutschland.“

Eltern-Kind-Konflikte betreffen nicht nur finanziell schwache Familien. Foto: Ralf Julke
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Die ostdeutsche Wirtschaft wird auch 2017 etwas stärker wachsen als die im Westen

Auch wenn alleweil viele Wirtschaftsexperten rechnen und rätseln und in großen Funk- und Printbeiträgen behaupten, ganz genau zu wissen, wie sich „die Wirtschaft“ entwickelt – es bleibt ein Munkeln. Was immer dann deutlich wird, wenn sie über die möglichen Gefahren für die Konjunktur rätseln. Denn das Problem der meisten Modelle ist: Sie rechnen nicht mit selberdenkenden Unternehmern.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Amerikanische Ratingagenturen haben europäische Staaten spürbar schlechter bewertet

Es gibt tatsächlich eine Menge Menschen, die glauben, Märkte wären etwas Rationales, Investoren würden mit klugem mathematischem Kalkül vorgehen und Ratingagenturen wären unabhängige Schiedsrichter. Dabei ist all das, was dem staunenden Michel als klug organisierter Markt verkauft wird, voller Eigeninteressen und folgenreicher Machtspiele. Ein Thema, mit dem sich eine Studie des IWH beschäftigt hat.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
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Ist der Osten bei der Dienstleistung schwach auf der Brust oder sind es die simplen Erklärungsmodelle der Wirtschaftsmathematiker?

Mathematik ist schon etwas Seltsames. Sie dominiert ja bekanntlich die aktuelle Art der Wirtschaftswissenschaften an deutschen Hochschulen. Auch am Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH). Da hat jetzt der Forscher Hans-Ulrich Brautzsch ein paar Zahlen zur Beschäftigtenentwicklung in Ost und West in seine Rechenmaschine gestopft und kommt – eher beiläufig – zu einem erstaunlichen Ergebnis.

BIP nach Bundesländern. Grafik: IWH Halle
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Wirtschaftswachstum im Osten 2016: Brandenburg, Berlin und Sachsen geben im Osten das Tempo an

Was ist eigentlich Wirtschaftswachstum? Das fragt man sich wirklich, wenn die Wirtschaftsinstitute ihre regelmäßigen Prognosen zum Bruttoinlandsprodukt abgeben und versuchen zu erraten, was denn nun eigentlich die Gründe für das Wachstum sind. Wenn es eins gibt. Und eigentlich dürfte es bei der flauen Weltmarktlage keines geben in Deutschland. Und trotzdem verkündeten die „Wirtschaftsweisen“ am 29. September eine dicke 1,9-Prozent-Steigerung.

Kassensturz, schön übersichtlich. Foto: Ralf Julke
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Wie viel hat Fremdenfeindlichkeit mit der Neiddebatte einer konkurrenzbesessenen Gesellschaft zu tun?

Alles Leben ist Wirtschaft. Und wenn Wirtschaft allein über Preise ausjustiert wird, ist überall Konkurrenz. Davon erzählt selbst die moderne Fremdenfeindlichkeit, die sich nicht vordergründig rassistisch geriert, sondern ökonomisch. So ist „der Markt“. Oder das, was man dafür hält. Daran erinnert jetzt eine kleine Studie aus dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

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