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Thema

Kolonialismus

Koloniale Spuren: Publikationspreis des Deutschen Museums für Matthias Röschner und Heinz Peter Brogiato

Es war Team-Arbeit, was Dr. Matthias Röschner und Dr. Heinz Peter Brogiato da 2020 für ihren im Mitteldeutschen Verlag erschienenen Band „Koloniale Spuren in den Archiven der Leibniz-Gemeinschaft“ geleistet haben. Für diese Recherche in alten Forschungsbeständen bekamen sie jetzt den Publikationspreis 2020 des Deutschen Museums.

Die Welt im MdbK: Kolonialismusdebatte, Kapitalismuskritik und Jahre im Zeichen der Pandemie

Seit September sind im Museum der bildenden Künste (MdbK) zwei Ausstellungen international bekannter Künstler/-innen zu sehen. Mit vernähten Jute-Säcken greift Ibrahim Mahama das Thema der Verantwortung, im Rahmen von postkolonialen und kapitalistischen Strukturen, auf. Chiharu Shiota installierte derweil ein monumentales Werk, das im Zeichen der Coronapandemie steht.

Leipzig und der Kolonialismus: Der komprimierte Beginn einer überfälligen historischen Spurensuche

Sie kam spät und sie kam heftig: die Diskussion um die koloniale Vergangenheit der Stadt Leipzig. Und gerade die Irritationen, die sie erzeugte, erzählen von dieser Verspätung. Denn fällig gewesen wäre diese Diskussion schon vor 100 Jahren. Aber da war ja das reaktionäre Bürgertum voll und ganz damit beschäftigt, die Weimarer Republik zu bekämpfen und möglichst bald wieder abzuschaffen. Und dann ging es mit den politischen Verhinderungen ja munter weiter.

Gespräch zu (post)kolonialem Erbe und dessen Kontinuitäten

Kolonialismus ist für viele Menschen längst Geschichte. Seit der sogenannten Entdeckung Amerikas 1492 - der eigentliche Beginn der modernen Eroberung Amerikas und der Beginn des modernen Kolonialismus - zogen die europäischen Mächte wie Spanien, Portugal, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande, sowie ab Mitte des 19. Jahrhunderts auch Deutschland aus, neue Gebiete zu besetzen und zu besiedeln, um ihre Macht und ihren Einfluss auszubauen und diese Kolonien auszubeuten.

Einladung zu Debatte über Leipzigs Kolonialgeschichte

Das Thema „Leipzig und seine (post)koloniale Geschichte und Gegenwart“ wurde in den vergangenen Monaten in der Stadt intensiv und zuweilen polarisierend diskutiert. Das Dezernat Kultur möchte im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung diesen Diskurs aufgreifen und hat eine Podiumsdiskussion mit Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und weiteren Akteuren zum Thema organisiert, an der die Leipzigerinnen und Leipziger nach Anmeldung live vor Ort oder via Internet-Übertragung teilnehmen und ihre Fragen stellen können.

Es ist noch viel zu tun: Wie die städtischen Museen jahrhundertealtes Unrecht erforschen

Stellten wir uns am Anfang dieser Artikelreihe noch die Fragen, was Provenienzforschung für die Leipziger Museen bedeutet und was bisher erreicht werden konnte, heißt es in der Rückbetrachtung: Warum läuft die Erforschung der Museumsbestände so schleppend? Bevor wir eine Antwort auf diese Frage geben können, zunächst ein Rückblick auf die letzten Monate und was sich seither verändert hat.

Exotische Abendveranstaltungen im Zoo: Wer spricht eigentlich für wen?

Es ist eine durchaus nicht einfache Diskussion, die da ganz zum Anfang mit der Debatte über Ernst Pinkert und die Völkerschauen im Leipziger Zoo begann und dann im Frühjahr 2021 auch die Dschungelnächte im Leipziger Zoo zum Thema machte. Diese Debatte initiierte vor allem der Migrantenbeirat. Wird im exotischen Blick auf die auftretenden Künstler/-innen nicht wieder der alte Kolonialherren-Blick sichtbar?

Der Migrantenrat und der Zoo – ein Kommentar von Mustafa Haikal

Wie viel Erinnerung braucht eine Stadt? Wovon wollen wir uns berühren und mahnen lassen? Zu viel Geschichte schade dem Lebendigen, zu wenig nehme ihm seine Würde, schrieb Friedrich Nietzsche in den 1870er Jahren. Natürlich, noch immer erinnern sich die älteren Bürger Leipzigs an den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg, nie wird das aus dem kollektiven Gedächtnis verschwinden. Doch wie steht es mit dem deutschen Kolonialismus, einer Zeit, die anders als der Zweite Weltkrieg, kaum Spuren im Stadtraum hinterlassen hat und die in den privaten Erinnerungen der Leipziger keine Rolle mehr spielt?

Der Zoo Leipzig und der unreflektierte Blick auf „die Exoten“: Ein Offener Brief des Migrantenbeirats

Es war das Leipziger Jugendparlament, das zum Anfang des Jahres einen Antrag stellte, die koloniale Vergangenheit des Zoos Leipzigs aufzuarbeiten. Das Leipziger Kulturdezernat befürwortete den Antrag zwar, meinte aber auch, dass sich der Zoo Leipzig schon genug mit dem Thema beschäftige. Die Beschlussfassung im Stadtrat steht noch aus. Die Diskussion wurde skurril. Und der Migrantenbeirat schreibt jetzt einen Offenen Brief.

Koloniale Vergangenheit des Zoo Leipzig: Kritische Debatte ermöglichen

Am 20.4.2021 wurde der Polizeibeamte, der am 25.5.2020 den Schwarzen George Floyd in Minnesota (USA) tötete, verurteilt. Der offensichtlich rassistisch motivierte und schlussendlich tödlich endende Polizeieinsatz hatte weltweit für Aufsehen gesorgt und die „Black-lives-Matter“-Bewegung hervorgebracht, die auch in Leipzig gegen Rassismus und Polizeigewalt mobilisierte.

Halle Lectures: Das koloniale Erbe der Aufklärung

Wie sind die europäischen Aufklärer mit Ideen aus anderen Teilen und Kulturen der Welt umgegangen? Dieser Frage widmet sich ein Vortrag von Prof. Dr. Jakob Vogel vom Centre Marc Bloch in Berlin am Donnerstag, 29. April. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Halle Lectures“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Franckeschen Stiftungen. Der Vortrag findet online statt und beginnt um 18 Uhr.

Von der Südsee bis Westafrika: Koloniales Raubgut im GRASSI Museum für Völkerkunde

Im Jahr 1889 bestieg Hans Meyer, ein deutscher Kolonialpolitiker und Forscher, als erster Mensch den höchsten Berg Afrikas: den Kilimandscharo. Jedoch brachte er von seiner Reise nicht nur abenteuerliche Erzählungen und Ruhm mit. Hans Meyer ließ 53 Kunstobjekte aus dem ehemaligen Königreich Benin nach Deutschland überführen – direkt in das Leipziger Völkerkundemuseum.

Koloniale Geschichte: Sächsische Völkerkundemuseen starten Plattform zur Dekolonisierung

Die Völkerkundemuseen in Leipzig, Dresden und Herrnhut, die seit 2010 Teil der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sind, beschäftigen sich seit Jahren mit der Aufarbeitung der eigenen kolonialen Vergangenheit. Denn sie haben allesamt Sammlungsstücke aus der kolonialen Vergangenheit in ihrem Bestand – manche mit einer sehr heiklen Vorgeschichte. Nicht nur in Leipzig wird ja inzwischen intensiv über die Spuren der kolonialen Vergangenheit diskutiert.

Antrag des Jugendparlaments: Der Leipziger Zoo und der Kolonialismus

In den vergangenen beiden Jahren bekam auch Leipzig eine Debatte über den Kolonialismus in der Geschichte der Stadt. Und dabei geriet dann auch Ernst Pinkert, der Gründer des Zoos Leipzig, ins Visier, der eben nicht nur mit Tierschauen das Publikum in seinen Garten lockte, sondern auch mit sogenannten Völkerschauen.

Jetzt arbeitet auch das Leipziger Missionswerk seine Verwicklungen in den Kolonialismus auf

Die Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus und seinen Auswirkungen wird als Thema auch für die Kirchen immer wichtiger. Das Leipziger Missionswerk will sich unter der Überschrift „glaubwürdig? Mission postkolonial“ der eigenen historischen Rolle und den Verwicklungen stellen. Denn die Missionsarbeit lief seinerzeit parallel zur kolonialen Expansion der europäischen Mächte.

Der Stadtrat tagte: Antrag der Linksfraktion zur Aufarbeitung der Leipziger Kolonialgeschichte beschlossen + Video

Eigentlich gab es keinen wirklichen Konflikt zwischen Kulturdezernat und Linksfraktion beim Thema Aufarbeitung der Leipziger Kolonialgeschichte, auch wenn das Kulturdezernat extra einen langen alternativen Verwaltungsstandpunkt schrieb. Doch manchmal geht es tatsächlich um ein politisches Signal. Die Mehrheit bekam in der Ratsversammlung am 12. November die Neufassung des Linke-Antrags „Leipziger Kolonialgeschichte in die Erinnerungskultur aufnehmen“. Und das nach eine sehr erhellenden Diskussion.

Erich-Zeigner-Haus e.V. spricht über „Postkoloniale Verpflichtung“

Die in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie verschobene vereinseigene Veranstaltungsreihe des Erich-Zeigner-Haus e.V. mit dem Titel: „Demokratie versus Rechtsextremismus und Rechtspopulismus – Aktuelle Herausforderungen für Staat und Gesellschaft“ beginnt an diesem Freitag, dem 18. September 2020, mit einem ersten digitalen Seminar zum Thema „Postkoloniales Erbe, Postkoloniale Verpflichtung“.

Auf kolonialen Spuren

Vor der Leipziger Stadtbibliothek am Wilhelm-Leuschner-Platz herrscht geschäftiges Treiben. Mit Wissensdurst rein, mit Büchern wieder rauskommen. Doch auch das Gebäude selbst birgt eine interessante Geschichte. Denn das, was heutzutage die Stadtbibliothek ist, war früher das Museum für Völkerkunde, und auch heute noch finden sich an der Fassade Überbleibsel der kolonialen Vergangenheit.

Misstraut den Denkmälern: Wer gab eigentlich die Genehmigung, den Findling an den Friedhofsweg zu setzen?

Ein Denkmal, bei dem man sich nichts denkt, ist natürlich sinnlos. Wenn dann einfach nur die Schrift getilgt ist, bleibt so ein Klops in der Landschaft stehen, wird zum Stein des Anstoßes und fordert regelrecht heraus zu einer nächtlichen Aktion, wie sie eine Gruppe Politischer Interventionisten in der Nacht vom 13. zum 14. Juli vollbracht hat. Der als Kolonialstein bekannte Findling am Friedhofsweg nah am Völkerschlachtdenkmal bekam die Aufschrift „Deutsche, erinnert eurer Kolonialverbrechen“.

Juliane Nagel: Es braucht keine Straßennamen zur kritischen Auseinandersetzung mit der Kolonialzeit!

Im Rahmen der Stadtratssitzung am 9. Juli 2020 beantwortete der Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning auch die Einwohneranfrage zur Umbenennung der Ernst-Pinkert-Straße und -Schule. Er schloss die Beantwortung mit der Darlegung seiner persönlichen Meinung. Demnach hätte die Benennung von Straßen oder öffentlichen Einrichtungen auch nach Persönlichkeiten mit problematischen Einstellungen eine pädagogische Wirkung und würde die kritische Auseinandersetzung fördern. Eine Auffassung, der die Linke-Stadträtin Juliane Nagel deutlich widerspricht.

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