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Die Villa

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Soziokulturelles Zentrum „Die VILLA“, u. a. Sitz von „Kulturleben Leipzig". Foto: LZ

Willkommen in Leipzig: Fehlende Anschlussfinanzierung führt endgültig zum Aus für das erfolgreiche Projekt

Zuletzt gab es noch so eine kleine Hoffnung, dass sich mit den Verhandlungen zum sächsischen Doppelhaushalt 2021/2022 doch noch etwas ändern könnte. Aber am Donnerstag, 20. Mai, war dann klar: Das erfolgreiche Projekt „Willkommen in Leipzig“ wird keine weitere Förderung vom Freistaat bekommen. Das Soziokulturelle Zentrum „Die VILLA“ beendet eines seiner erfolgreichsten Projekte, da das Sächsische Sozialministerium die Finanzierung nicht weiterführt.

Soziokulturelles Zentrum „Die VILLA“, u. a. Sitz von „Kulturleben Leipzig". Foto: LZ

Mittel gestrichen: „Willkommen in Leipzig“ fehlt jetzt die Förderung

Sie verstehen sich als Vertrauenspersonen, Aufklärer oder auch Störenfriede, je nachdem, wer ihnen zuhört. Über 100 ehrenamtlich Engagierte, die in den Integrationsprojekten des Soziokulturellen Zentrums „Die VILLA“ in Leipzig aktiv sind, setzen sich nicht nur für ihre Mitmenschen mit Migrationshintergrund ein. Sie sehen sich auch als Botschafter/-innen für ein soziales Miteinander in ihrem direkten Umfeld.

Soziokulturelles Zentrum „Die VILLA“, u. a. Sitz von „Kulturleben Leipzig". Foto: LZ

Besucherrekord in der VILLA

Über 150.000 Menschen nutzten dieses Jahr die Angebote des Soziokulturellen Zentrums »Die VILLA«. Sie besuchten nicht nur das Stammhaus in der Lessingstraße, auch andere Standorte in Leipzig wie das KOMM-Haus in Grünau, der Makerspace im Leipziger Norden oder das Müzik.Stüdyo.74 im Leipziger Osten waren mit vielfältigen Angeboten aktiv und gehören zur VILLA-Organisation.

Giorgia, Francesco und Anastasiia. Quelle: Die VILLA

Die VILLA Leipzig begrüßt neue Freiwillige aus Europa

Bereits im September starteten zehn neue Freiwillige aus Spanien, Rumänien, Italien, Russland und Armenien ihren Europäischen Freiwilligendienst in Leipzig. Neben verschiedenen Einsatzstellen in Leipzig, wie dem Hort der Nachbarschaftsschule, dem dok-Filmfestival oder dem Montessori-Kindergarten, werden drei der neuen Freiwilligen ihren EFD direkt in VILLA absolvieren.

Foto: Die Villa

Rückblick Opferfest Villa Leipzig

Das Opferfest ist neben dem Zuckerfest eines der höchsten islamischen Feste. Etwa 25.000 EinwohnerInnen in Leipzig haben muslimischen Hintergrund. In dem Soziokulturellen Zentrum „Die Villa“ kamen am gestrigen Donnerstag über 100 Personen zusammen und zeigten, wie Integration und freudiges Miteinander mit allen gelingt.

So viel Lebensfreude beim Tanz. Foto: Michael Freitag

GSO 2018: Den Staub abschütteln + Video & Fotogalerie

VideoMal wieder laufen in Leipzig. Und tanzen. Abschütteln, was einen längst täglich an Staub und Mief umgibt. Einen „Heimat-Horst“ und eine abdriftende CSU/CDU in Wahlkämpfen in Bayern und Sachsen, fremdenfeindliche Positionen im Alltag und diese ewige Panik vor irgendetwas mit Ausländern. Es wirkt wie Platzangst auf einem unüberschaubar großen Feld von Möglichkeiten, wenn sich derzeit die globalen Mauerbauer auf den Weg machen. Alles raustanzen. Natürlich warten auch auf die rund 3.000 Demo-Teilnehmer, die am 14. Juli einen weiten Weg von Plagwitz bis zum Friedenspark abtanzten, Herausforderungen und neue Wege in der Zukunft. Aber welche sie lieber gehen wollen, das wurde deutlich. Eine Mauer war jedenfalls nicht dabei.

V.l.n.r.: Ines Werner, Janne Dörge, Christina Streit, Brit Steyer, Hana Babaei und Sarah Archoukieh. Quelle: VILLA gGmbH

Town & Country Stiftung unterstützt VILLA gGmbH mit Spende in Höhe von 1.000 Euro

Die VILLA gGmbH unterstützt mit dem Projekt „VILLA Lernpaten“ Kinder und Jugendliche mit Flucht- und Migrationshintergrund. Die Lernpatenschaften umfassen neben der Hilfe in der formalen Bildung auch andere Formen der Unterstützung wie z.B. die Begleitung in außerschulische Bildungs- und Freizeitangebote. Für das bemerkenswerte Engagement wurde das Projekt mit 1.000 Euro durch die Town & Country Stiftung gefördert. Die Spendenübergabe fand anlässlich eines Patentreffens in der VILLA unter Anwesenheit der Projektkoordinatorinnen und ehrenamtlicher Unterstützer statt.

Soziokulturelles Zentrum „Die VILLA“, u. a. Sitz von „Kulturleben Leipzig". Foto: LZ

Musiker sucht Anschluss – erstes Bandcasting für Musiker zwischen 13 und 18 Jahren

Das soziokulturelle Zentrum Die VILLA lädt zum Bandcasting ein. Das neue Format stellt die Vernetzung von jungen Musikern in den Mittelpunkt die gemeinsam in einer Band spielen möchten. Dazu öffnet das Haus am Freitag (4. Mai) zwischen 16 und 18 Uhr die Bühnen-Türen in der Lessingstraße. In lockerer Atmosphäre kann man sich Kennenlernen und in den Proberäumen die ersten gemeinsamen Takte spielen. Zusätzlich werden zwei Bandcoaches vor Ort sein die den Musikern mit Rat und Tat bei Seite stehen werden.

Foto: „Die VILLA“

Zirkus, Trubel und falsche Klöße – ein Jugendaustausch zwischen Leipzig und Bologna

„Eine aufregende und spannende Woche in Leipzig liegt hinter uns“, resümiert Kathrin Jung vom Projekt Jahr für Europa. In der Woche vom 9. bis 15. April besuchte eine Abordnung eines italienischen Kinder– und Jugendtreffs aus Bologna das Soziokulturelles Zentrum „Die VILLA“ in Leipzig. Zirkus und Akrobatik waren für die jungen Menschen aus Leipzig und Bologna, die Hauptbeschäftigung in dieser Woche.

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Claudia Maicher (B90/Grüne, MdL). Foto: Juliane Mostertz

Dr. Claudia Maicher (Grüne, MdL): Leipziger Soziokulturelle Zentren hängen bei Integrationsarbeit in der Luft – Fördermittelbescheide für 2018 fehlen immer noch

Wie Claudia Maicher, GRÜNE Landtagsabgeordnete, aus der Antwort der Staatsregierung auf ihre Kleine Anfrage 'Fördermittelvergabe für das Soziokulturelle Zentrum "Die VILLA" nach der Richtlinie Integrative Maßnahmen' (Drs. 6/11592) erfahren hat, ist die Antragsbearbeitung für das Jahr 2018 immer noch nicht abgeschlossen. Obwohl das Jahr längst begonnen hat, liegt unter anderem dem soziokulturellen Zentrum "Die VILLA" trotz frühzeitiger Beantragung noch immer keine Fördermittelzusage für seine Projekte zur Integration von geflüchteten Menschen vor.

Soziokulturelles Zentrum „Die VILLA“, u. a. Sitz von „Kulturleben Leipzig". Foto: LZ

Integrationsprojekte der Villa wieder auf dem Gleis: Das Ministerium antwortet

Dass das Problem der „Villa“ bei den Förderanträgen für ihre erfolgreichen Integrationsprojekte in Leipzig ein generelles sein dürfte, deutete sich bereits am gestrigen Tage an. Während sich die Wut vieler Leipziger über die bislang mündliche Auskunft gegenüber dem Verein an der Lessingstraße weiterhin im Netz entlädt, reagierte nun auch das verantwortliche Ministerium für Integration und Gleichstellung in Dresden. Für ein kleines Weihnachtswunder kurz vor dem Fest reichte es dann doch. Heute gab es ein entscheidendes Zwischengespräch zwischen Ministerium und Villa.

Oliver Reiner und Soubhi Shami bei der Präsentation eines Integrations-Projektes in der Villa 2016. Foto: Die VILLA

Kurz vor Weihnachten: Integrationsarbeit der Villa Leipzig in Gefahr

Seit Montag, 18. Dezember, weiß Oliver Reiner zumindest auf mündlichem Wege, was die Uhr angeblich geschlagen haben soll. Da erhielt er auf hartnäckige Nachfragen hin eine Auskunft am Telefon, die er bis heute nicht so ganz glauben kann. Ohne weitere Begründung teilte man dem Geschäftsführer der Villa Leipzig mit, dass es für das kommende Jahr keine weitere Förderung der preisgekrönten Integrationsangebote seines Trägervereins an der Lessingstraße geben soll. Eine Auskunft, welche letztlich aus dem Hause von Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) stammen muss und die nun immer mehr Menschen auf die Barrikaden treibt. Leipziger Vereine und Persönlichkeiten schalten sich ein und verlangen die Revidierung dieser angeblichen Entscheidung.

Soziokulturelles Zentrum „Die VILLA“, u. a. Sitz von „Kulturleben Leipzig". Foto: LZ

Statt Anerkennung – Sachsen streicht Integrationsförderung

Entsetzen im Soziokulturellen Zentrum „Die VILLA“ in der Lessingstraße. Vor wenigen Tagen wurde dessen integrative Arbeit noch mit dem Sächsischen Europa-Preis ausgezeichnet. Jetzt müssen diese Angebote beendet werden. Nach mehrmaligem Nachfragen erhielten die Macher am Montag telefonisch die Information, dass das Land Sachsen im Januar die Finanzierung einstellen wird. Eine Begründung gibt es bisher nicht.

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