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Leben

Ein Leipziger will ganz groß raus: Bruder Ignatius bewirbt sich um den Job des Papstes

Bruder Ignatius.
Er nennt sich Bruder Ignatius. Wer ihn sucht, findet ihn manchmal auf historischen Märkten. Sein Vorbild könnte der Dominikanermönch Tetzel sein, der durch Luther berühmt wurde. Vor 500 Jahren reiste Tetzel als Ablasshändler durch die Lande. Aber warum nicht noch einen draufsetzen? Michael Görner alias Bruder Ignatius bewirbt sich als neuer Papst. mehr…


Original Leipziger Stollen: Leo gibt seinen Senf dazu

Original Leipziger Stollen.
Ich bin ja hier der Werbefachmann geworden in der Bande. Ein schräges Plakat in der Stadt - schon heißt es: Leo, kannst du mal? - Leo kann immer. Zumindest seinen Senf dazu geben. Und Weihnachten ist Senfzeit. Auch wenn wir hier erst 75 Mal über Senf geschrieben haben. Auch ein Herr Senf spielt dabei eine Rolle. Oft war es auch sprichwörtlicher Senf. Diesmal: Leipziger Stollen. mehr…


Tiefschlag der Woche (3): Anmache mit Backfischen

(Fast) Nackig in Connewitz.
Letzte Woche dachte ich noch dran. Da war das kurz Thema im Stadtrat. Der "Leipziger Runde Tisch gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen" hatte im März eine Petition aufgesetzt und dem zuständigen Petitionsausschuss im Stadtrat übersandt: "Schluss mit sexistischer Werbung in Leipzig". Jawoll. Wär' ich Stadtrat, hätte ich sofort mit "Ja!" gestimmt. Oder besser mit: "Ja!!!! - Irgendwann hat man einfach die Nase voll von der öffentlichen Anmache. mehr…


Bald nun ist Weihnachts-Einkaufs-Zeit - auch und erstmals in den Höfen am Brühl

Höfe am Brühl.
Leipzigs Weihnachtsmarkt muss man gesehen haben! Es hat sich herumgesprochen! Busladungen voller Neugieriger mit Schaulust und Kaufkraft, ganze Sonderzug-Besatzungen rollen an, und alle Leipziger „gehen ä ma übern Weihnachtsmarcht!“ Das muss so sinn! Sonst werds nich Weihnachdn! mehr…


Tiefschlag der Woche (2): Leo Leu wird als treuer Kunde rabattiert

Kaffeebohnen, Rabattkarte und drei Brötchen.
Ich bin ein treuer Kunde. Nun habe ich es schwarz auf weiß. Meine Stadtwerke Leipzig haben es mir bestätigt: "Sehr geehrter Herr Leu, Sie erhalten heute als Dankeschön für Ihre Treue als Kunde ..." Naja, über ein Dankeschön der Geschäftsleitung hätte ich mich schon gefreut. Hätte auch eine nette Postkarte gereicht. War aber ein Brief. Und drin steckte - ein Kärtchen. Ich hatte es schon geahnt. Ich hab das Entchen abgelehnt, als ich meinen Wasserliefervertrag abgeschlossen habe. Und den Teddy hab ich auch abgelehnt. mehr…


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Ich hab da eine tolle Geschichte für Sie: Leo Leu kommentiert einen Redaktionsanruf

Autotest. O, welche Freude.
Die Welt ist zweigeteilt. In die, die das Geld verwalten - und in die, die das Konfetti verteilen. Es wird ja viel diskutiert über die ach so miese Lage der Medien im Land und das böse Internet und die Vergütungsmodelle. Ich bin alt und dick genug, um noch die Zeiten zu kennen, als Presseabteilungen noch Presseabteilungen waren und keine Ramschläden. mehr…


Freiheit, die ich meine: Leo Leu denkt über ein seltsames Denkmal nach

Schulterzucken. Einfach nur ein Schulterzucken. Ich wollte mich mit meiner Lieblingsbäckerin doch nur über das neue Denkmal unterhalten, das auf dem Leuschnerplatz gebaut werden soll. Die Zeitungen sind ja des Jubels voll, die Jury war bezaubert, jetzt sollte doch ein Jubel sein. Ein Strahlen in den Augen meiner Bäckerin. Dunkelblau heute. Da könnt sich meinereiner drin verlieren. mehr…


Osterverwirrung: Leo Leu bekommt ein Schaf

Osterlamm mit Fähnchen.
Sofortigst muss ich mich korrigieren. Natürlich bekam ich kein Schaf, sondern ein Lamm. Mit Stäbchen und Fähnchen. Denn es ostert derweil. Im Garten ganz zart. Man sieht die Narzissen zittern wie Espenlaub. Es ist eine Lammkälte im Land. Dabei freut sich doch alles auf Osterspaziergänge. Mit Kind, Kegel und Lamm. Manche suchen auch Hasen. mehr…


Kater am Mittwoch: Unheimliche Vorgänge in der Umlaufbahn

Kater an Erde, bitte kommen! Kater an Erde, bitte kommen! Erde antwortet nicht. Oder? Erde winkt mit kleinem roten Fähnchen. Wenn ich die Lauscher aufspanne, dann hört man ein kleines Pieps im Äther. Die Erde hat nicht viel Sendeleistung. Aber wenn ich das Fähnchen richtig deute, kann's losgehen. Hau ruck! mehr…


Kater am Mittwoch: Neue Katze

"Pieps", sagte Pieps jüngst. Irgendwann drei Tage nach dem Geballer. Die Hausmeister haben es wirklich geschafft, den ganzen Explosionsmüll von den Bürgersteigen zu kratzen. Die Stadt sieht wieder so sauber aus, als hätten sich die Menschen gar keine neuen Kalender gekauft. Und einige schleppen doch tatsächlich mit geduckten Häuptern ihre nagelneuen Fichtenbäumchen zum Sperrmüllplatz. mehr…


Kater am Mittwoch: Alles auf Anfang

Vorsorge ist die Mutter der Porzellankiste. Sagte Schröder. Am Sonntagmorgen, drei Schlucke nach Sekt (an dem er sich verschluckt hatte, Amalia musste den Rotangelaufenen erst mal wieder auf ruhiges Erdenmaß klopfen). "Ächzchrrrbrachszsch... äch... achjachach ... äch ... Vors ... äch ... Vorsorche ..." mehr…


Kater am Mittwoch: Schöne Bescherung oder Gerettet!

Die Tür zum Wohnzimmer ist verrammelt. Nur durch die Ritze untendrunter fällt ein gelbes Licht in den Flur. Man kann sehen, wie Schröders ausgewetzte Hauslatschen hin und her watscheln. Das Baumungetüm vom Balkon hat er in einen selbstgebastelten Ständer gespannt. Eine Lichterkette hat er drangebammelt. Aber wenn unsereiner "Mauz!" sagt, knurrt er. "Nein, du kommst hier nicht rein!" mehr…


Kater am Mittwoch: Vorfffffrrrrreude

Hier isses nich. Hier isses auch nich. Weihnachten ist mühsam. Das weiß jedes Kind. Die Alten verraten einfach nicht, wo sie die Geschenke versteckt haben. Die Armbanduhr für Schröder war leicht zu finden. Sie liegt bei Amalia zwischen den Seidennachthemdchen, die sie nur im Sommer trägt. Im Winter schwört sie auf Omas frottierte Nachthemden. mehr…


Hochschulgruppe begrüßt Kürzungen an Uni Leipzig: Weitergehende Forderungen erhoben und Streichung der kompletten Lehramtsausbildung in Sachsen gefordert

Kürzungspolitik aus Absurdistan.
Leipzig, den 16. Dezember 2011. Am Dienstag hat das Rektorat die Streichung von 48 Stellen an der Uni Leipzig bekanntgegeben. Dem war als Geniestreich die Fristsetzung von einem Monat von der Staatsregierung vorausgegangen, weil nur so die demokratischen Strukturen der Hochschule außer Kraft gesetzt werden können. mehr…


Kater am Mittwoch: Das Fell des Höhlenbären

Auf dem Balkon steht ein Wald. Ein kleiner zumindest. Eingewickelt in ein Netz. Mit Preisschild. Schröder will nichts anbrennen lassen. Er freut sich seit Tagen auf das Fest aller Feste, steht Abend für Abend mit dampfendem Glühweinbecher an der Balkontür und summt: "Schöner Baum. Was für ein schöner Baum." mehr…


Kater am Mittwoch: Die harten Jungs kommen nicht

Wir hatten uns ja schon alle hier auf einen nächtlichen Einsatz der Jungs mit ihren Helmen, Schutzwesten und überzeugenden Missionen eingerichtet. Aber sie kamen nicht. Auf einmal haben sie zu tun. In Zwickau und so. Wir wundern uns nur. Dabei hatten wir alles so schön vorbereitet. Saure Gurken gekauft als Wurfgeschosse, Mega-Packs frische Eier (natürlich von frei laufenden Hühnern, ein paar auch von Straußen). mehr…


Kater am Mittwoch: Frostige Zeiten

"Kommst du wohl raus, du fauler Sack? Du kannst doch nicht den ganzen Winter da drin verbringen?" - Kann ich wohl. Ich bin doch kein Eisbär. Ich muss mich nicht mit Eisschollen, Schnee, Hagel, Nebel, Frost und Eisbrechern beschäftigen. Eiszapfen von der Reling kloppen und so ein Quatsch. Ich bin auch kein Rentier und kein Polarfuchs. Ich habe ein Recht auf Faulheit. Vom 1. November bis zum 31. Februar. mehr…


Kater am Mittwoch: Eine Nacht voller Hexen

Finster wars. Nacht wars. Die Uhren gingen falsch. Und auf den Straßen trieben sich lauter Hexen herum. Kleine zumeist. Kleine Hexen sind gefährlich, besonders, wenn sie kichern wie Schneewittchen und Rosenrot. "Hihi, ob wir den da mal erschrecken?" - "Klar, machen wir!" - Und schon war ich umzingelt. mehr…


Zwei Mönche, viele Thesen und Kaffee mit ohne: Leo Leu verspeist ein Reformationsbrötchen

Ein Reformationsbrötchen mit Puderzucker.
Es hat vier Zipfel, einen Klecks Marmelade in der Mitte und sieht aus wie eine Lutherrose. So heißt es. Kluge Leute sind sich ja sicher, dass es gar nicht wie eine Lutherrose aussieht und auch keine ist. Aber lecker ist's und meine Bäckerin schmollt. Denn sonntags muss sie Brötchen verkaufen. Lutherische und andere. Ihr ist es egal, ob Luther eine Naschmaus war oder ein Miesepeter. mehr…


Kater am Mittwoch: TKÜ sagt man nicht

Hallo Giacomo, hast du auch so ein Knacken in der Leitung? - Knacken? Nö. Mein Empfang ist gut. - Wirklich? Ich dachte, ich hätte was gehört. So'n Husten. - Ich hab nicht gehustet. - Und das Piepen? - Bei mir ist kein Piepen. - Dann ist ja gut. Dann werden es wieder die Mäuse sein. mehr…




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