Am Freitag bei Lehmanns: Wolfgang Tiefensee und Lale Akgün lesen aus "Tante Semra im Leberkäseland"
Redaktion
23.04.2009
Lale Akgün.
Bei Familie Akgün war es nie langweilig. Dafür sorgten schon die unterschiedlichen Familienangehörigen: der politisch sehr begeisterungsfähige Vater, ein Zahnarzt, und die schlanke, vornehme Mutter, überzeugte Kemalistin und begeisterte Mathematikerin, einen Kopf größer als ihr Mann und völlig humorlos.
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Tante Semra, die erst nach Mekka pilgert, um eine echte Hadschi zu werden, und dann alles dafür tut, den Ramadan zu umgehen und sich Leberkäsebrötchen zu gestatten. Die Schwester, die den deutschen Adel für sich entdeckte und ihre Liebe zum Klatschblätterwald – von den deutschen Nachbarn und ihrer türkischen Gastfreundschaftganz zu schweigen.
Herrlich komische Geschichten von Türken und Deutschen, die so unterschiedlich und doch auch wieder so gleich sind. Türken sind anders, Deutsche aber auch!
Lale Akgün, geboren 1953 in Istanbul, kam als Neunjährige mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie studierte Medizin und Psychologie, arbeitete lange in Jugendhilfe und Familienberatung, leitete dann das Landeszentrum für Zuwanderung. Seit 2002 ist sie Bundestagsabgeordnete. Sie befasst sich mit Fragen der Migration und Integration und fungiert als Islampolitische Sprecherin der SPD. Lale Akgün hat seit 1981 die deutsche Staatsbürgerschaft und lebt mit Mann und Tochter in Köln.
Und über Wolfgang Tiefensee, Leipzigs Oberbürgermeister von 1998 bis 2005 und seit 2005 Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung braucht man nicht viele Worte zu machen.
Am Freitag, 24. April, liest er gemeinsam mit Lale Akgün aus "Tante Semra im Leberkäseland. Geschichten aus meiner türkisch-deutschen Familie" in Lehmanns Buchhandlung , Grimmaische Straße 10. Beginn der Lesung ist 14:15 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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