Forschung

150 Jahre alte Eichen in der Forêt domaniale de Bercé. Foto: INRA / Didier Bert
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Wie Stieleichen sich im Lauf ihres Lebens ein ganzes Arsenal an Resistenzgenen zulegen

Bevor der Mensch die Erde besiedelte, waren die Wälder schon da. Die Kontinente waren mit riesigen Waldgemeinschaften besiedelt. Und darin standen Baumexemplare, die problemlos hunderte, wenn nicht gar Jahrtausende alt werden konnten. Aber wenn ein Lebewesen so alt werden kann, braucht es besondere Abwehrkräfte, besondere Resistenzen auch gegen Schädlingsbefall aller Art. Ein Thema, mit dem sich auch Wissenschaftler des Umweltforschungszentrums Leipzig/Halle (UFZ) beschäftigen.

Noch sind auch solche Käfer in unserer Landschaft zu finden. Foto: Irene Bender / iDiV
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Auch Leipziger Umweltforscher unterzeichnen das Positionspapier zur Rettung unserer Artenvielfalt

Natürlich haben auch Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Uni Leipzig und des Umweltforschungszentrums die Erklärung führender Forscher unterzeichnet, die am Montag, 6. August, in Frankfurt nach einem gemeinsamen Workshop mit dem Bundesforschungsministerium beschlossen wurde. Zu gravierend sind mittlerweile die Artenverluste in Deutschland. Die Forscher sprechen inzwischen von dramatischen Ausmaßen.

Subtropische Wälder wie dieser in Ost-China (Schutzgebiet Gutianshan) sind besonders artenreich. Bild: Sabine Both
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Erst die Artenvielfalt macht einen Wald zu einem stabilen Öko-System

Dass der Leipziger Umgang mit dem Auenwald wahrscheinlich nicht dem entspricht, was für und mit dem sensiblen Leipziger Stadtwald getan werden müsste, darüber haben ja Leserinnen und Leser schon emsig diskutiert. Und es ist ja nicht so, dass es in Leipzig keine Forschungen zum „Organismus Wald“ gäbe. Das iDiV hat dazu jetzt eine neue Studie veröffentlicht, die deutlich macht, dass es eben nicht nur um Bäume geht.

Hochschulentwicklungsplan 2025. Cover: Universität Leipzig
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Neben der Biodiversitätsforschung sollen auch die Forschungen zu Fettleibigkeit und Globalisierung in Leipzig vernetzt werden

Leipzigs Universität möchte noch mehr integrative Forschungszentren etablieren. Vorbild ist das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig. Und mit dem Mega-Thema Adipositas-Forschung hätte man schon die nächste Idee, wie man die internationale Forschungstätigkeit an der Universität stärken könnte. So hat es die Universität in ihrem neuen Hochschulentwicklungsplan (HEP) 2025 skizziert.

Am 15. Juni 2018 wurde im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig die Sammlung ethnographischer Objekte und von Fotografien aus dem ehemaligen Museum Litzmannstadt an Vertreterinnen des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen übergeben. Foto: Freistaat Sachsen, SMWK
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Sachsen hat über 100 geraubte Objekte aus Łódź an die Republik Polen zurückgegeben

Es ist auch ein Stück dunkler Leipziger Museumsgeschichte, auch wenn das Museum für Völkerkunde ein Landesmuseum ist. Aber mit dem Ethnologen Fritz Krause steht ein Leipziger Universitätsdozent und gleichzeitig Leiter des Museums für Völkerkunde im Mittelpunkt der Ereignisse. Denn nachdem die deutsche Wehrmacht 1939 Polen überfallen hatte, begann auch das große Plündern polnischer Museen und Sammlungen.

Luftbildaufnahme des Karlsgrabens im Winter. Die Pfeile zeigen den s-förmigen Verlauf des Karlsgrabens. Foto: O. Braasch, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege. Luftbildarchiv, Archivnummer 7130_027, Filmnummer 3840B, Bild 12, Aufnahme 19_02_1985
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Die Baumeister der Karolinger besaßen ausgezeichnete Geländekenntnisse

Jahrhundertelang war der berühmte Karlsgraben, die fossa carolina, ein Rätsel für Historiker, Touristiker und Anwohner. Immer galt er als kühnste ingenieurtechnische Leistung aus der Zeit Karls des Großen. Und das war dieses Kanalprojekt wohl auch, auch wenn es nie zu Ende gebaut wurde. Leipziger Forscher sind ja mit eingebunden in die Entzifferung der letzten Rätsel um diesen Kanalbau. Auch zur Frage, warum er einen s-förmigen Knick hat.

Prof. Dr. Stephan Laux (links) und Matthias Schneider mit den Armenlisten von 1832 und dem um 1845 entstandenen Stadtplan. Foto: Uni Trier
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Wo dem Schüler Karl Marx die Armut über den Weg lief

Trier hat einfach Glück. An diesem Geburtstagskind kommt im Jahr 2018 einfach keiner vorbei. Denn: Entgegen aller Prophezeiungen ist Karl Marx nicht tot. Im Gegenteil. Seine Analysen zu Kapital und Globalisierung werden immer aktueller. Und seine Kritik an der gesellschaftlich produzierten Armut ebenfalls. Dass das Ursachen in seiner Kindheit und Jugend hat, zeigt jetzt ein Trierer Forschungsprojekt.

Svante Pääbo mit dem Schädel eines Neandertalers. Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie
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Leipzigs berühmter Paläogenetiker Svante Pääbo wird mit dem Körber-Preis ausgezeichnet

Selbst große deutsche Zeitungen orakeln bei jeder neuen Entdeckung: „Muss die Vorgeschichte des Menschen jetzt umgeschriebenen werden?“ Als könnten sie nach 20 Jahren immer noch nicht fassen, dass die Paläogenetik eine Wissenschaft ist, in der seit Jahren neue Erkenntnisse das Bild von unseren Vorfahren nicht nur verändern, sondern immer reicher und bunter machen. Und einer der wichtigsten Akteure auf dem Forschungsfeld ist Svante Pääbo. Dafür bekommt er jetzt den Körber-Preis 2018.

Kammmolch. Foto: Maria Vitzthum
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Den Leipziger Molchen geht es besser als erwartet

Das Projekt „Lebendige Luppe“ ist nicht nur der Versuch, ein paar alte Wasserläufe in der Burgaue wieder mit dem einen oder anderen kleinen Hochwasser zu befüllen. Es geht auch um Forschung in diesem Projekt. Denn wann kommen denn Leipziger Biologen mal dazu, wirklich intensiv die Tierwelt im Auenwald zu untersuchen? Gar den Kammmolch, eine der geschützten Tierarten im Leipziger Auwald?

Medikamente wirken oftmals weit über die Grenzen unseres Körpers hinaus. Foto: UFZ / André Künzelmann
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UFZ-Forscher erstellen Gutachten zur Einführung einer Arzneimittelabgabe

Die Umweltverbände fordern es schon lange. Und auch der Leipziger Ökolöwe hat diese Forderung jüngst wieder bekräftigt: Damit alte Medikamente nicht mehr in Umwelt und Gewässer gelangen, sollen die großen Pharmakonzerne die Rücknahme der nicht mehr gebrauchten Medikamente finanzieren. Und auch die Reinigung der Abwässer müsste so eigentlich finanzierbar sein. Jetzt unterstützt ein Gutachten des Leipziger Umweltforschungszentrums die Einführung einer Arzneimittelabgabe.

Die Donau ist der zweitgrößte europäische Fluss und wird vom Menschen intensiv genutzt. Sie ist einer der sechs Flüsse, die im Mittelpunkt des EU-Projekts SOLUTIONS stehen. Foto: UFZ / André Künzelmann
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Wie bekommt man den Giftcocktail aus den europäischen Flüssen?

Wenigstens den Wissenschaftlern ist bewusst, was für ein Problem die hochgradig belasteten Flüsse in Deutschland darstellen. Und nicht nur in Deutschland. Auch in anderen Teilen Europas fließen immer mehr chemische Verbindungen in die Flüsse. Viele europäische Flüsse enthalten Chemikalien-Cocktails, die Algen und Wassertieren nicht gut bekommen. Und von den Wirkungen der meisten Giftstoffe weiß man nicht genug. Ein EU-Projekt findet in Leipzig seinen Abschluss.

Prof. Dr. Daniel Haun vom Leipziger Forschungszentrum für frühkindliche Entwicklung. Foto: LFE
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Wie Kinder ihre Rolle in der Gesellschaft lernen und welche Rolle Belohnungen dabei spielen

Nicht nur am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften beschäftigt man sich mit der Frage, wie Kinder lernen. Auch am Leipziger Forschungszentrum für frühkindliche Entwicklung der Uni Leipzig ist das ein zentrales Thema. Denn so langsam hat sich ja herumgesprochen, dass Menschen vor allem durch einen Prozess lernen: Sie beobachten ihre Umgebung. Da lernen sie dann all das, was ihnen andere vormachen. Denn das kindliche Bedürfnis, alles richtig zu machen, ist ja riesengroß.

Coffee to go. Foto: Ralf Julke
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Intelligentes Verpackungs-Design ist das Thema der Zukunft

Kunststoffe bereiten überall auf der Welt Probleme. Sie vermüllen die Ozeane, sorgen für Müllberge in unseren Städten. Und sie werden aus der endlichen Ressource Erdöl hergestellt. Kann man sich eine Welt ohne Kunststoffe überhaupt noch vorstellen? Nicht ganz, findet Professor Lutz Engisch, Experte für Verpackungswerkstoffe an der HTWK Leipzig. Dort forsche man an verschiedenen Wegen, dem Problem beizukommen. Und von bequemer Einweg-Plaste hält er sowieso nichts. Ein Interview, das uns die HTWK zur Verfügung gestellt hat.

Bauabschlussfeier des Freistaates Sachsen im Paulinum am 23. August 2017. Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig
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Die Sprengung der Leipziger Universitätskirche war durch die Leipziger nicht zu verhindern

Am 23. Mai vor 50 Jahren besiegelten die Leipziger Stadtverordneten das Schicksal der einstigen Universitätskirche St. Pauli am Karl-Marx-Platz. Wenn sie das überhaupt konnten. Aber tatsächlich stimmten sie mit nur einer Gegenstimme für die Neugestaltung des Universitätscampus am Karl-Marx-Platz – Abriss und Sprengung von Paulinerkirche und Augusteum mit eingeschlossen. Das schwarze Jubiläum nutzte auch die Universität, um die historischen Vorgänge ein bisschen zu erhellen.

Registrierte Erdbeben in Mitteldeutschland. Karte: GFZ Potsdam
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Die spürbaren Beben von 2015 und 2017 könnten Vorboten für deutlich stärkere Erdbeben in der Region Leipzig sein

2015 und 2017 wackelte um Leipzig die Erde. Nicht allzu schrecklich, aber spürbar. Für manche. Mit der Erdbebenstärke der Magnitude 3 lagen beide Erschütterungen an der Grenze dessen, was man im Leipziger Alltag wahrnehmen kann. Meist geht so etwas unter in der Alltagshektik. Aber die Erdbebenforscher aus der Region Mitteldeutschland waren alarmiert. Denn eigentlich galt der Leipziger Raum bislang als relativ erdbebenfrei. Aber was ist schon relativ?

Die auch „Belt and Road Initiative“ (BRI) genannten Handelsrouten werden nicht nur die Zukunft des Welthandels stark beeinflussen sondern auch die Umwelt und die biologischen Ressourcen. Foto: StockSnap / Pixabay.com / CC0 Public Domain
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Gefährdet die neue „Seidenstraße“ wertvolle Lebensräume entlang der neuen Trassen?

Die Welt verändert sich. Alle starren wie gebannt auf den wild gewordenen amerikanischen Präsidenten, der wieder die Zollschranken hochziehen und Handelsverbote verhängen möchte in der Hoffnung, damit die Wirtschaft der USA zu stärken. Doch längst baut der neue Wirtschaftsprimus China ganz neue Handelswege. Immer mehr Staaten schließen sich dem Projekt „Neue Seidenstraße“ an. Und auch mitteldeutsche Forscher interessieren sich dafür: Denn wie beeinflusst dieses gigantische Transportnetz eigentlich die Umwelt?

Opfer einer Bd-Epidemie in den französischen Pyrenäen. Foto: UFZ, Dirk S. Schmeller
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Leipziger Umweltforscher fordern ein Ende des internationalen Amphibienhandels

Nicht an jedem Artensterben ist der Klimawandel schuld. Manchmal ist es auch die Unbelehrbarkeit von Menschen, die glauben, sie müssten alle möglichen Tiere rund um den Globus verfrachten. Dass sie dabei auch gefährliche Krankheitserreger in bislang gesunde Tierwelten einschleppen, wird am Beispiel der Amphibien jetzt sehr anschaulich. Leipziger Umweltforscher haben geholfen, den Verursacher des Massensterbens zu finden.

Visualisierung des neuen iDiV-Forschungsgebäudes. Visualisierung und Architektur: Depenbrock Partnerring GmbH & Co. KG Bielefeld
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Sachsen will die Biodiversitätsforschung auch über das Jahr 2024 hinaus unterstützen

Am Donnerstag, 12. April, gab es den ersten Spatenstich für den Neubau eines Forschungsgebäudes des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv) in Leipzig auf der Alten Messe, wo schon seit Jahren das naturwissenschaftliche Forschungs-Cluster wächst. Jetzt bekommt das iDiV dort endlich ein eigenes Gebäude und zum Spatenstich kam sogar der Ministerpräsident.

Der Bedeutungsverlust vieler Kleinstädte im Osten. Karte: IfL, Nationalatlas
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Viele Kleinstädte auch in Sachsen haben Funktion als regionale Zentren verloren

Egal, wo man hinschaut, werden die Folgen eines ziemlichen radikalen Denkens sichtbar, das sämtliche gesellschaftlichen Funktionen glaubt, dem Sparprinzip unterwerfen zu müssen. Die vielen Kreis- und Funktionalreformen auch in Sachsen gehören dazu. Das Ergebnis ist ein rapider Bedeutungsverlust vieler Kleinstädte – und eine wachsende Distanz der Bürger zur eigenen Demokratie. Was jetzt auch Karten aus dem IfL Leipzig zeigen.

Ein Findling in der Kiesgrube Rehbach in Sachsen, der vor etwa 450.000 Jahren von Gletschern aus Skandinavien dorthin transportiert worden ist. Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie
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Die ersten Menschen kamen schon 100.000 Jahre früher an Elster und Saale, als bislang gedacht

Da fühlt man sich doch glatt an die Wanderausflüge mit dem Geografielehrer erinnert, der die ganze Klasse zur nächstgelegenen Kiesgrube mitnahm und dort – am aufgeschnittenen Beispiel – zeigte, wie die Eiszeiten und Warmzeiten in Mitteldeutschland aufeinanderfolgten. Da merkte man sich noch so ein schönes Wort wie Elstereiszeit. Das war so schön einfach. Aber bei 400.000 Jahren ist gar nichts einfach. Damals trafen die ersten Menschen hier ein.

Großer Backenzahn aus dem Oberkiefer eines Neandertalers aus Spy in Belgien. Foto: Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie / I. Crevecoeur
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Selbst das Erbgut der späten Neandertaler weist keine Spuren des modernen Menschen auf

Er war uns ähnlicher, als die Forscher 100 Jahre geglaubt haben. Er hatte eine Kultur und eine Technik, die dem modernen Menschen verblüffend nahestand. Und dennoch ist er irgendwann vor 30.000 bis 40.000 Jahren einfach verschwunden. Kurz nachdem er mit den neuen Einwanderern aus Afrika in Berührung kam. Nur Teile seines Erbguts haben sich im Erbgut der Europäer erhalten. Das Wörtchen dominant könnte eine neue Bedeutung gewinnen.

Das Pendant des Broca-Areals in der rechten Hirnhälfte verarbeitet statt der Grammatik von Sprache die von Musik. Foto: istock adapted by MPI CBS
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Auch für Musik gibt es in unserem Gehirn ein kleines, emsiges Kontroll-Areal

Kurz vor der Buchmesse veröffentlichte das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) eine neue Studie, die sich mit der nicht ganz uninteressanten Frage beschäftigt: Wo in unserem Gehirn ist eigentlich der Bereich, der sich mit dem Erfassen von richtiger Musik beschäftigt? Wo die Sprachkorrektur sitzt, das weiß man seit 150 Jahren. Aber auch Musik ist eine Sprache, die unser Gehirn lernen und verstehen muss. Möglichst fehlerfrei.

Der Handabdruck eines Neandertalers (farbverstärkt) aus der Maltravieso-Höhle ist mehr als 66.000 Jahre alt. Foto: MPI EVA, H. Collado
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Schon lange vor der Ankunft des modernen Menschen bemalte der Neandertaler die Wände spanischer Höhlen

Der Bursche war in den vergangenen Jahren immer wieder für eine Überraschung gut. Erst wurde seine DNA entschlüsselt, dann fand man seine Spuren auch in der DNA heute lebender Menschen. Dann konnte man ihm Werkzeuge zuordnen, die ihm seit seiner Entdeckung im Neandertal niemand zugetraut hätte. Und nun der nächste Paukenschlag: Die ältesten Kunstwerke Europas stammen von ihm. Und er hat erst gar nicht auf den Neuankömmling aus Afrika gewartet, bevor er Höhlenwände mit Kunst verzierte.

Die wichtigsten Aufgaben und die kommenden Herausforderungen der Städte. Grafik: Difu
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Ob Digitalisierung, Wohnen oder Mobilität – in Deutschlands Städten geht es eigentlich immer um Integration

Das passt schon zusammen. Da macht ein Passus zu „kostenlosem ÖPNV“ in einem Brief der Bundesregierung an die EU-Kommission Furore, entfacht einen gewaltigen Streit. Und wenig später veröffentlicht das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) seine jährliche Befragung von (Ober-)Bürgermeisterinnen und (Ober-)Bürgermeistern großer deutscher Städte ab 50.000 Einwohner: Und Mobilität wird in ihren Augen immer wichtiger. Es ist jetzt Nr. 3 der Top-Aufgaben.

Mit Standorten überall in Ostdeutschland und mit noch geschlossenen Akten: Die Treuhandanstalt auf der Alten Messe Leipzig. Foto: Michael Freitag
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Zu treuen Händen: Interview mit dem Treuhand-Forscher Marcus Böick (Uni Bochum)

LZ/Auszug aus Ausgabe 51Die junge Wissenschaftlerin schaut etwas verunsichert, dann lacht sie. Schnell ist man sich einig an diesem Abend im Leipziger „Telegraph“: das Wort „Treuhand“ ist ihr als 28-jährige Neuleipzigerin vollkommen fremd. Und so einfach würde sie sich wohl nun, wo sie es verstanden hat, nicht mehr in „treue Hände“ begeben. Zwischen einem Ostdeutschen und einer jungen Westdeutschen ersteht eine Zeit wieder auf, in welcher sie gerade erst geboren wurde und mit welcher sie sich bislang nie beschäftigen musste.

Terron Ferguson. Foto: Swen Reichhold/ Universität Leipzig
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US-amerikanischer Anwalt erforscht in Leipzig, wie die Deutschen mit dem Rassismus ihrer Vergangenheit umgehen

Wer sich seiner Vergangenheit nicht stellt, der landet in den Schleifen des Rassismus. Ein Thema, das seit August 2014 auch die USA wieder beschäftigt. Damals wurde der 18jährige Afroamerikaner Michael Brown von einem weißen Polizisten in der Kleinstadt Ferguson in Missourie erschossen. Viele weitere solcher Ereignisse haben gezeigt, dass die USA mit dem Schatten ihrer Vergangenheit bis heute nicht aufgeräumt haben. Hat es Deutschland besser gemacht? Einer will es wissen: der US-amerikanische Anwalt und Menschenrechtsaktivist Terron Ferguson.

Schädel eines modernen Menschen. Foto: MPI EVA/ S. Neubauer, Ph. Gunz
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Wie unser Gehirn vor ungefähr 35.000 Jahren die Fähigkeit zum Planen, Rechnen und Erfinden erwarb

Es ist eine eigentlich nicht überraschende Meldung, die das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie jetzt veröffentlichte. Fast hatte man genau so etwas erwartet: Der moderne Mensch mag zwar schon 200.000 bis 300.000 Jahre alt sein. Aber das, was ihn zum Schöpfer der Zivilisation gemacht hat, das ist noch gar nicht so alt. Das Gehirn, das er dazu brauchte, hat sich erst vor erstaunlich kurzer Zeit entwickelt. Historisch betrachtet. Aber was sind schon 100.000 Jahre?

Paulinum der Universität Leipzig mit Blick auf die Jehmlich-Orgel. Foto: Marion Wenzel /Universität Leipzig
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Am 24. Januar startet die erste Veranstaltungsreihe der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Paulinum der Uni Leipzig

Am 24. Januar um 19 Uhr gibt es die erste große Veranstaltung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli der Uni Leipzig. Der im Dezember feierlich eröffnete Raum wird damit auch zum Erlebnisraum für moderne Wissenschaft. Die soll in der Veranstaltungsreihe „exkurs – Einblicke in die Welt der Wissenschaft“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verständlich und anschaulich präsentiert werden.

Gibt es außerhalb der Metropolen noch Entwicklungschancen? Foto: Matthias Weidemann
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Welche Rolle spielen eigentlich erfolgreiche Mittelständler als Entwicklungsmotoren abseits der Großstädte?

Seit geraumer Zeit beschäftigt sich das in Leipzig heimische Leibniz-Institut für Länderkunde mit der Frage: Wie rettet man die abgehängten Regionen Europas? Was muss man tun, damit die Menschen dort bleiben und nicht ganze Landstriche in politischen Radikalismus abdriften? Eine zentrale Frage ist die Wirtschaft. Denn nur wo Betriebe Arbeit und Einkommen bieten, haben Menschen eine Existenzgrundlage.

Hundeführer mit Mantrailer Bloodhound. Foto: Polizei Sachsen
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Können ausgebildete Spürhunde tatsächlich menschliche DNA riechen?

Was können Spürhunde? Können sie wirklich menschliche DNA erschnüffeln? Das war die Frage, die sich Leipziger Forscher vor fast vier Jahren stellten – und für die sich auch die sächsische Polizei interessierte. Und zwar auch für den Stress-Fall, wenn die Mantrailer wirklich mitten im täglichen Verkehrsgewühl eine menschliche Geruchspur finden sollen. Jetzt hat die Uni Leipzig Ergebnisse zu diesem Forschungsprojekt vorgestellt.

Gestürzter Baumriese im Auenwald. Foto: Ralf Julke
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UFZ-Forscher haben die fleißigen Pilzgemeinschaften auf Totholz mal genauer unter die Lupe genommen

Scheinbar nutzlos liegen sie dann mitten im Wald herum: alte Baumriesen, die aus Altersschwäche umgefallen sind. Aber auch sie sind noch wichtiger Lebensraum für Lebewesen, die der Spaziergänger oft gar nicht wahrnimmt – die aber unersetzlich sind für den Stoffkreislauf im Biotop Wald. Denn Pilze sind nicht nur zum Braten da. Die spielen auch eine noch kaum erforschte Rolle im Waldrecycling. Ein Thema für die UFZ-Ökologen.

Acker bis zum Horizont – und ein paar Gänse. Foto: Matthias Weidemann
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Wie teuer ist eigentlich der Verlust einer blühenden Wiese?

Eigentlich wissen wir es. Aber wir können es nicht wirklich berechnen. Oder vielmehr: Wir stehen erst am Anfang dieser Berechnungen, die so bitter nötig sind, weil die Leute, die unsere Umwelt zerstören, nur für eines empfänglich sind: Preise. Seit geraumer Weile diskutieren deshalb Umweltforscher, wie man die Leistung unserer natürlichen Umgebung in Preise übersetzen kann. Im aktuellen Newsletter des Umweltforschungszentrums rechnet Kerstin Viering vor, wie so was geht.

Mitarbeiter und Geographiestudenten der Universität Leipzig bei der Durchführung der geoarchäologischen Rammkernsondierungen am Karlsgraben. Foto: André Kirchner/Arbeitsgruppe Physische Geographie, Universität Leipzig
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Der Karlsgraben blieb 700 Meter vor der Altmühl stecken

Das war dann also so ungefähr der BER des fränkischen Reiches: das größte Infrastrukturprojekt der Zeit, genial geplant. Es sollte den Handel zwischen Rhein und Donau heftig beschleunigen. Selbst Karl der Große kam, um die gewaltige Baustelle zu besichten. Und dann wurde die fossa carolina doch nie fertig. Selbst die letzen 700 Meter bis zur Altmühl wurden nicht gebaut.

Buchstabenstau. Foto: Ralf Julke
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Wie unser Gehirn unser Sprechen ins Stolpern bringt

Was passiert eigentlich in unserem Kopf, wenn wir stottern? Stottern – so denkt man ja landläufig – ist ja eher ein Problem des Sprechapparats: Die verflixten Worte wollen einfach nicht über die Zunge. Man beißt sich regelrecht fest an immer wieder denselben Stolperkonsonanten. Aber auch das hat mit der Aktivität in unserem Gehirn zu tun. Manchmal sogar viel zu viel, wie eine Leipziger Forscherin noch im vergangenen Jahr feststellte.

Windräder am BMW Werk Leipzig. Foto: Ralf Julke
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UFZ-Forscherin fordert endlich ein abgestimmtes Vorgehen der Bundesregierung in der Gestaltung der Energiewende

Regelmäßig veröffentlicht das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ) auch einen Newsletter, in dem nicht nur über Arbeitsergebnisse berichtet wird. Hochrangige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nehmen auch Stellung zu den Themen der Zeit. Und da wird es auch einmal politisch. Denn große Projekte wie die Energiewende sind politisch. Und sie werden zum politischen Schlachtfeld, wenn die wissenschaftliche Vernunft fehlt.

Professor Dr. Getu Abraham und Promovendin Caroline Schoeller. Foto: Privat
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Leipziger Forscher untersuchen Putenherzen, um Rückschlüsse für herzkranke Menschen zu gewinnen

Was Menschen sich selbst antun, das tun sie auch Tieren an. Gänse und Puten, die extra für die hohen Feste des Menschen gemästet werden, sind ein typisches Beispiel dafür. Was nun Tiermediziner der Universität Leipzig auf eine naheliegende Idee gebracht hat: Eigentlich müsste das, was den Herzen dieses armen Mastviehs angetan wird, ganz ähnlich dem sein, was sich Menschen selbst antun, wenn sie übergewichtig werden und unter Stress stehen. Ein Forschungsprojekt, das herausfordert.

Asseln sind wichtige Zersetzer im Boden. Bild: Sarah Zieger
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Die Bodentierchen sind nicht schuld, wenn noch mehr CO2 in die Atmosphäre gelangt

Dass sich das Klima weltweit ändert liegt vor allem daran, dass der Mensch fossile Brennstoffe nutzt. Dadurch gelangen große Mengen an Kohlendioxid (CO2) in die Erdatmosphäre. Zusätzlich verstärkt sich der Klimawandel aber auch selbst, denn durch die Erderwärmung ändert sich auch der natürliche Kohlenstoffkreislauf. Zwar wird auf der Erde ständig Kohlenstoff von festen Verbindungen in gasförmiges CO2 umgewandelt und umgekehrt – doch wärmere Temperaturen können dazu führen, dass dem Boden noch mehr Kohlenstoff in Form von CO2 entweicht und in die Erdatmosphäre gelangt: ein Rückkopplungs-Effekt.

Den kennen Sie noch nicht. Foto: Ralf Julke
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Schon Schimpansen und Kleinkinder wollen unsoziales Verhalten bestraft sehen

Etwas Seltsames haben Leipziger Forscher in diesem Jahr über unser Sozialverhalten herausbekommen. Sozialverhalten kommt ja nicht ohne Vorstellungen von Richtig und Falsch aus. Und es gibt in sozialen Gruppen auch Regeln, wie diese Vorstellungen durchgesetzt und gelernt werden. Ganz kleine Kinder wissen noch nichts davon. Aber wenn sie dann fünf, sechs Jahre alt sind, dann wissen sie wirklich, wann es an der Zeit ist, einen Tunichtgut zu bestrafen.

Grundwassermessstelle im HCH-kontaminierten Flutgebiet der Mulde/Spittelwasser. Foto: UFZ/Archiv
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UFZ-Forscher haben neue Methode entwickelt, um den Abbau des Insektengifts Lindan zu quantifizieren

Das Pflanzengift der Gegenwart, das heftige politische Reaktionen auslöst, ist Glyphosat. Aber es ist nicht das erste Gift in der landwirtschaftlichen Nutzung, das heftige Proteste und dann ein Verbot nach sich zog, weil die verheerenden Folgen für die Umwelt einfach nicht mehr zu vertuschen waren. Vor 40 Jahren hieß das verbotsreife Gift Lindan. Und es belastet unsere Umwelt noch heute.

Wir befinden uns ständig in Situationen, in denen wir mit anderen sprechen. Dabei übernimmt das Gehirn eine Vielzahl an Aufgaben: Es erkennt nicht nur, was gesagt wurde, sondern auch von wem. Foto: istock
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Wo im Gehirn steckt eigentlich unsere Stimmerkennung?

Es kommt das große Konsumfest. Und an Plakatsäulen wird für lauter Schnickschnack geworben, den kein Mensch wirklich braucht. Interaktive Lautsprecherboxen zum Beispiel, die auf Zuruf antworten. Und die immer cleverer zu werden scheinen. Amazon hat es gerade verkündet: Sein Sprachassistent Alexa kann nun auch Stimmen erkennen und sie der jeweiligen Person zuordnen. Etwas, was die meisten Menschen schon im Babyalter können.

Leipziger Schnee mit drei Beispielen aus dem alten "hin&weg". Montage: L-IZ
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Institut für Länderkunde will Kommunen helfen, die Bevölkerungsbewegung greifbar zu machen

„IfL entwickelt Tool für genauere Bevölkerungsprognosen“, meldete das Institut für Länderkunde am Montag, 4. Dezember, und machte damit wieder auf etwas aufmerksam, was derzeit die ganze deutsche Politik beschäftigen müsste. Denn das komplette Land scheint in Bewegung – die ländlichen Regionen werden einsam, die Städte sind auf den Zuwachs nicht eingestellt. Da könnte ein besseres Werkzeug helfen, finden die Geografen vom IfL.

Biene am Fenster. Foto: Ralf Julke
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Mit Satellitenbildern kann man die Vielfalt von Wildbienen nicht wirklich abbilden

Es wäre zu schön gewesen, wenn es auch bei Bienen geklappt hätte: Einfach mit Satellit drüberfliegen über die Landschaft, eine hochauflösende Aufnahme machen - und schon hat man alle Daten, die man braucht, um die Lebenswelt der wilden Bienen analysieren zu können. Bei Vögeln klappt es ja auch. Aber bei Bienen leider nicht, stellen Leipziger Umweltforscher nun fest. Es wird wohl nicht ohne aufwendige Ausflüge ins Land gehen.

Angela D. Friederici: Language is Our Brain. Cover: The MIT Press
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50 Jahre Forschung in einem Buch: Wie der Mensch zur Sprache kommt

Für FreikäuferAngela D. Friederici ist Direktorin des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig und zudem Vizepräsidentin der Max-Planck-Gesellschaft. Jetzt hat die Leipziger Forscherin ein Buch veröffentlicht, das erklärt, was genau im Kopf passiert, während wir Sätze bilden und verstehen, und warum allen Menschen weltweit ein universelles System für Grammatik angeboren sein muss.

Biodiverser Herbstwald mit Fichte, Buche und Birke. Bild: iDiV, Christian Hüller
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Artenreiche Wälder funktionieren besser und sind widerstandsfähiger gegen Stress

Dass Wälder komplexe Lebenswelten sind, in denen sich Bäume, Pilze, Bakterien, Vögel, Kriechtiere, Säugetiere, Moose usw. alle gegenseitig ergänzen, das erfährt man meist noch so am Rande im Biologieunterricht. Dass Wälder erst richtig widerstandsfähig sind, wenn sie möglichst artenreich sind, das müssen jetzt erst einmal wissenschaftliche Forschungen untermauern. Höchste Zeit wird’s. Denn dem Klimawandel widerstehen nur artenreiche Wälder.

Bereits sechs Monate alte Babys haben ein Gefühl für Wahrscheinlichkeiten. Foto: MPI CBS
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Schon sechsmonatige Knirpse können die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen erahnen

Aufmerksame Eltern wissen es: Ihre Kleinsten sind hochgradig aufmerksam und lernbegierig. Und wir würden uns darüber wohl auch nicht wundern, wenn wir nicht ein derart desolates Bildungssystem hätten, in dem Kinder gerade aus sogenannten bildungsfernen Familien regelrecht abgeschreckt werden vom Lernen und vom Entfalten ihrer Möglichkeiten. Wie pfiffig Babys sind, zeigt jetzt ein neues Experiment des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften.

Eine Aktion der Giordano Bruno Stiftung: Der alte Luther auf dem Kirchentag in Leipzig. Foto: L-IZ.de
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Wie kann man den Bürgern Großveranstaltungen in ihrer Stadt wieder schmackhaft machen?

In den letzten Jahren sind in Deutschland einige Großereignisse mit großer Resonanz durchgezogen wurden, andere prallten bei den Bürgern ab, die sich zum Beispiel wie in München und Hamburg gegen die Bewerbung der Austragung Olympischer Spiele wehrten. Verlieren also Großveranstaltungen an Akzeptanz? Die jüngste Studie des Hitschfeld Büros für strategische Beratung ist zumindest ein bisschen zweischneidig.

Augenumrisse aus Bronze mit Muscheleinlagen. Foto: Prof. Dr. Angelika Berlejung/Universität Leipzig
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Leipziger Theologin macht erstaunlichen Ausgrabungsfund in der alten Philister-Stadt Aschdod

Für FreikäuferHat das, was ein Archäologen-Team unter Beteiligung von Dr. Angelika Berlejung von der Universität Leipzig jetzt bei Ausgrabungen nahe der israelischen Küstenstadt Aschdod gefunden hat, vielleicht etwas mit Funden aus dem alten Heliopolis zu tun, über die Dr. Dietrich Raue, Kustos des Ägyptischen Museums – Georg Steindorff, berichtet? Möglich ist es. Aber selbst eine Erinnerung an Goliath wird wach.

Francisca Oye (links) und Anne Pisor während des Karnevals 2015. Foto: Anne Pisor
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Arme Menschen wissen, wie wichtig Freunde sind

Für FreikäuferEigentlich sind wir Menschen zu vielem fähig. Eigentlich sogar geboren, denn wir sind allesamt fähig mit anderen Menschen zu kooperieren, selbst wenn die anders aussehen, andere Sprachen sprechen oder einer andere Kultur angehören. Wie wichtig Kooperation ist, um überall auf der Welt Freunde zu finden, das hat jetzt die Leipziger Forscherin Anne Pisor durch ein Experiment belegt.

Zedern-Eichenmischwald im Mittleren Altas Marokkos. Die Atlaszeder ist durch den aktuellen Klimawandel bedroht, da sie gegenüber zunehmender Sommerhitze sehr empfindlich ist. Foto: Arbeitsgruppe Physische Geographie der Universität Leipzig
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Wie die Wälder Marokkos von Klimaveränderungen und menschlichem Handeln in den vergangenen 4.000 Jahren erzählen

Mit dem Klimawandel rückt eine Forschungsgruppe an der Uni Leipzig immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit, die sich mit etwas beschäftigt, was in den meisten Geschichtsbüchern nicht vorkommt: Wie haben große Klimaveränderungen eigentlich die Geschichte der Menschheit verändert? Ganze Zivilisationen sind durch solche drastischen Veränderungen untergegangen. Zum Beispiel in Nordafrika. Das ist das Arbeitsthema von Prof. Dr. Christoph Zielhofer.

Gewimmel in der Petersstraße. Foto: Ralf Julke
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Wer soziale Kompetenz mit anderen Menschen trainiert, wird gesellschaftlich stressresistenter

Schon mehrfach stand in verschiedenen Forschungsprojekten des Leipziger Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften die Frage im Mittelpunkt: Wie funktioniert Empathie? Kann soziale Kompetenz gelernt werden? Eine nicht ganz unwichtige Frage in Zeiten, in denen sozial sichtlich inkompetente Leute immer öfter in Regierungsverantwortung gewählt werden. Aber die Nachricht lautet tatsächlich: Soziale Kompetenz kann trainiert werden – und man hat dann weniger Stress.

Bevölkerungsverschiebungen in Europa. Grafik: IfL, Nationalatlas
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Wer Neoliberalismus sagt, muss alle seine politischen Folgen unter die Lupe nehmen

Vielleicht sollten Wissenschaftler lieber keine Ratschläge geben, was vielleicht getan werden sollte, um die „regionale Polarisierung“ in Europa zu beenden. Jedenfalls nicht in einem so frühen Stadium der Forschung, in dem sich die Untersuchung der regionalen Ungleichheiten noch befindet. Vielleicht ist das der Grund, warum die Pressekonferenz zur Leipziger RegPol²-Konferenz so unkonkret und enttäuschend war.

Silhouette der Metropole über dem Bäumen. Foto: Ralf Julke
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Wer den falschen Wettbewerb nicht beendet, wird auch die Regionen nicht retten

Für FreikäuferEs wird Europa zerreißen. Denkt man so im ersten Moment, wenn man hört, was die Wissenschaftler zur derzeit in Leipzig stattfindenden Konferenz „Coping with uneven development in Europe“ zu den auseinanderdriftenden Regionen Europas zu sagen haben. Und dann wird man demütig. Denn alles, was die Geografen zusammentragen, erzählt davon, wie falsch wir denken. Und wie zaghaft und ungenügend die Forschung zur Demografie ist. So enttäuscht bin ich lange aus keiner Pressekonferenz gegangen.

BIP-Flickenteppich Europa. Karte: Nationalatlas, Screen: L-IZ
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Neoliberale Wettbewerbspolitik zerreißt die Staaten Europas

Parallel zur Konferenz „Coping with uneven development in Europe“, die vom 27. bis 29. September in Leipzig stattfindet, veröffentlicht das Leibniz-Institut für Länderkunde auch neue Karten im digitalen Nationalatlas, die zeigen, wie sehr das Wettbewerbsdenken Europa in einen Flickenteppich verwandelt. Und besonders deutlich wird dabei der Zusammenhang von Wirtschaftsleistung und Abwanderung.

Die entscheidende Frage. Foto: Marko Hofmann
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Wie Europa den Graben zwischen Stadt und Land systematisch vertieft hat

Das Leibniz-Institut für Länderkunde hat vor Beginn der Konferenz "Coping with uneven development in Europe", die vom 27. bis 29. September in Leipzig stattfindet, einige namhafte Konferenzteilnehmer kurz zu ihrem Thema interviewt. So auch den Wirtschaftsgeografen Costis Hadjimichalis aus Athen, der sich mit dem Auseinanderdriften von großen Städten und ländlichen Regionen beschäftigt hat.

Die Tagung findet im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Uni Leipzig (links) und der Uni-Bibliothek Albertina (rechts) statt. Foto: Ralf Julke
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Auch das Wettbewerbsdenken der EU lässt reiche und arme Regionen immer weiter auseinanderdriften

Wer sich die Wahlergebnisse der Bundestagswahl genauer angeschaut hat, der kommt nicht umhin festzustellen, dass sich darin auch der Gegensatz zwischen erfolgreichen und abgehängten Regionen, zwischen Wettbewerbsgewinnern und -verlierern ausdrückt. Die AfD hat einen Frust in Wahlerfolg verwandelt, der gerade in ostdeutschen Regionen umgeht. Das Regionenthema ist ab Donnerstag Thema einer Leipziger Konferenz.

Blick ins Ägyptische Museum der Universität Leipzig. Foto: Matthias Weidemann
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Das hätte sich Ptolemäus nicht träumen lassen: Hieroglyphen werden digital zum Forschungsobjekt

Jener Steinmetz, der vor über 2.000 Jahren einen gleichlautenden Text in ägyptischen Hieroglyphen, in Demotisch und Altgriechisch in einen Stein meißelte, wäre wahrscheinlich richtig stolz auf sein Werk gewesen, wenn er nur geahnt hätte, dass damit mal die Entzifferung der Hieroglyphen möglich werden würde – und ein digitales Projekt, das den Stein von Rosette analysieren soll.

Die Besucher der Konferenz-Website empfängt ein kleines Memory. Screenshot: L-IZ
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Wie der Neoliberalismus den Stadt-Land-Gegensatz in Europa anheizt

Diese Konferenz wird erst nach der Bundestagswahl stattfinden, obwohl sie thematisch davor gehört. Denn sie thematisiert erstmals aus wissenschaftlicher Sicht, warum Deutschland und Europa politisch so in Schieflage geraten sind. Denn das Grundproblem ist das Auseinanderdriften der Regionen. Und die Verlierer dabei werden zur Schwungmasse der Nationalisten. Die Konferenz findet vom 27. bis 29. September in Leipzig statt.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Quelle: Olaf Kosinsky, Skillshare.eu
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Die Parteien und die Wissenschaft: Ein Blick auf die Forderungen von Union, SPD, Linken, Grünen, FDP und AfD

LZ/Ausgabe 47Nimmt man das TV-Duell zwischen Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) und Herausforderer Martin Schulz (SPD) als Maßstab, gehören Hochschule, Forschung und Wissenschaft nicht zu den wichtigen Themen – allenfalls in der Frage, welche Rolle Geflüchtete darin spielen sollten. Dennoch haben die Themen im Wahlkampf eine Bedeutung – bei manchen Parteien sogar die höchste. Es folgt ein Blick in die Wahlprogramme und auf potentielle Forschungsminister.

Ist es vielleicht bei Schubert passiert? Foto: Ralf Julke
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Wie die „richtige“ Musik unsere Wahrnehmung von Berührung verändert

Musik ist gefährlich. Gerade dann, wenn es um lebenswichtige Entscheidungen geht, sollte man wohl darauf verzichten, seine Lieblingsmusik zu hören. Es könnte gewaltig in die Hose gehen, wie jetzt ein paar Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig herausgefunden haben. Irgendwas passiert da nämlich mit uns.

Typisches Bauchmarktier: die Fliege. Foto: Ralf Julke
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Leipziger Forscher weisen gemeinsamen Ursprung für die beiden existierenden Nervensysteme nach

So viel Euphorie packt auch die Universität Leipzig selten in ihre Meldungen. Aber das, was sie am Donnerstag, 7. September, zu vermelden hatte, klingt tatsächlich nach einer kleinen Revolution: „Lehrbücher müssen neu geschrieben werden: Ursprung des Nervensystems entdeckt“. Fehlt nur noch das Wörtchen: „gemeinsam“. Denn es geht um den gemeinsamen Ursprung der Nervensysteme von Insekten und zum Beispiel Säugetieren wie dem Menschen.

Die Bewegung der schwarzen Punkte scheint die Aufmerksamkeit der Babys genauso auf Gegenstände in der Umgebung lenken zu können, wie es der Blickrichtung einer anderen Person gelingt. Foto: MPI CBS
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Was Mama anschaut, ist auch für Paulchen höchst interessant

Für FreikäuferEigentlich müssten sich die kleinen Biester so langsam ertappt fühlen. Denn die Wissenschaftlerinnen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig kommen ihnen und ihrer Neugier immer mehr auf die Schliche. Und Eltern, die sich aufmerksamst beobachtet fühlen von ihrem Baby, die dürfen nun gewiss sein: Sie werden tatsächlich beobachtet. Mit allem Ernst.

Alesi, der Schädel der neuen ausgestorbenen Menschenaffenart Nyanzapithecus alesi (KNM-NP 59050). Foto: Fred Spoor
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Ein 13 Millionen Jahre altes Kind gibt den frühesten Menschenaffen ein Gesicht

Auf der Erde ist alles Leben miteinander verwandt – auch wenn es den letzten gemeinsamen Vorfahren vielleicht vor 100 Millionen Jahren gab. Oder vor 10 Millionen – oder vor 3 Millionen Jahren, als sich der Mensch vom Seitenast der Menschenaffen abzweigte. Aber auch ein anderer Abzweig versetzt Forscher bis heute in Aufregung: Wie geschah eigentlich der Übergang von den Affen zu den Menschenaffen?

Im Schlaf durchlaufen Babys wesentliche Schritte der Sprachentwicklung im Zeitraffer: Aus Vorläufer-Worten können sie innerhalb einiger Minuten bereits echte Wörter bilden - eine Entwicklung, die ansonsten mehrere Monate braucht. Foto: shutterstock
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Wie Babys die Sprache im Schlaf lernen

Unser Gehirn ist ein faszinierendes Instrument. So faszinierend, dass selbst Wissenschaftler noch immer staunen, wenn sie die Vorgänge untersuchen, mit denen unser Denken und Wahrnehmen in diesem außergewöhnlichen Organ entsteht. Denn am Anfang denken wir ja nicht. Da fehlen uns noch alle Muster und Begriffe. Aber schon als Baby fangen wir an, uns einen Schlüssel für die Signale ringsum zu erarbeiten, auch eine Mustererkennung für Sprache, wie Leipziger Forscher jetzt aufzeigen.

Der Baikal ist nicht nur der älteste und größte, sondern mit über 1.500 Metern auch der tiefste See der Erde. Foto: UFZ / Till Luckenbach
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Selbst die Fauna im einmaligen Baikalsee ist bedroht

Klimawandel ist kein großes homogenes Phänomen. Jedes Land trifft es anders, jedes Ökosystem erlebt einen anderen Stress. Tierarten, die zuvor nicht heimisch waren, finden neue Weidegründe – die bisherigen Lebensgemeinschaften aber verschwinden. Manchmal hilft (wie in Sachsen) der Mensch noch tüchtig nach. Manchmal reicht – wie am Baikal – ein spürbarer Temperaturanstieg, um einen einmaligen See zu gefährden.

Anhand von EEG (Bild) und Speichelprobe wird sich bald sehr genau erkennen lassen, ob ein Kind von der Leserechtschreibschwäche betroffen sein wird oder nicht. Foto: MPI CBS
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Eine Lese-Rechtschreibstörung kann bald frühzeitig erkannt werden

Viele Menschen müssen ihr Leben mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche bewältigen, haben dort Schwierigkeiten, wo andere Menschen überhaupt kein Problem sehen. Dabei lässt sich das Problem mittlerweile gut therapieren – wenn man es nur frühzeitig genug erkennt. Denn es hat mit Strukturen in unserem Gehirn zu tun, mit denen sich Leipziger Forscher jetzt sehr intensiv beschäftigt haben.

Der Sidi Ali-See im Mittleren Atlas Marokkos liegt auf einer Höhe von 2.080 Metern über dem Meeresspiegel und befindet sich unmittelbar am Nordrand der Sahara. Foto: Institut für Geographie/Universität Leipzig
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Als der Norden Afrikas noch die Kornkammer Roms war und der Tummelplatz von Pferden und Elefanten

Die Sahara, mit etwa neun Millionen Quadratkilometern die größte Trockenwüste der Welt, war einmal grün, eine Gegend, in der Reiche blühten, riesige Tierherden durch die Savanne zogen, Getreide wogte und Seen und Flüsse die Tierwelt anzogen. Und das sogar noch in historisch junger Zeit: Die Griechen, Römer und Phönizier kannten noch ein grünes Nordafrika. Dem sind jetzt Forscher der Universität Leipzig auf der Spur.

Die Geschwindigkeitskurve der Saurier. Grafik: iDiV
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Tyrannosaurus Rex war ganz bestimmt nicht der Schnellste

In gewisser Weise ist das, was das Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) am Montag, 17. Juli, vermeldete, eigentlich eine gute Nachricht. Oder wäre es, wenn der Mensch gemeinsam mit dem Tyrannosaurus Rex gelebt hätte. Denn dann hätte er diesem langsamen Fleischfresser durchaus entkommen können. Denn T-Rex war nicht so schnell, wie mancher Fantasy-Film Glauben machen will.

Durch starke Tau- und Erosionsprozesse freigelegte Permafrostablagerungen nahe der Siedlung Tabaga in Zentraljakutien. Foto: Dr. Mathias Ulrich/ Universität Leipzig
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Leipziger Forscher untersuchen jetzt die auftauenden ostsibirischen Permafrost-Gebiete

Die Gemeinde der Klimaforscher hätte die Diskussion, warum die „Klimaerwärmung“ zu Beginn des Jahrtausends scheinbar zum erliegen kam, wohl klugerweiser nie begonnen. Bis heute argumentieren damit die Lobbyverbände der großen Energiekonzerne. Obwohl man dort genauso gut weiß: Es geht um Energie. Und die muss sich nicht nur in warmer Luft aufstauen. Die pulverisiert auch Polarkappen und Permafrostböden.

Ob ein ausgefallenes Hirnareal unseres Sprachnetzwerkes durch ein anderes kompensiert werden kann, hängt davon ab, wie grundlegend der gestörte Prozess ist - je basaler, desto unwahrscheinlicher. Foto: MPI CBS
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Wie das Erkennen von Gesprochenem in unserem Gehirn abläuft

Leipzigs Gehirnforschern geht es ja manchmal so: Sie untersuchen die Lösung für ein Problem für unser Gehirn – zum Beispiel die Folgen eines Schlaganfalls. Und dann stoßen sie auf eine Erkenntnis, die wieder mal bestätigt, wie sehr unser Denken tatsächlich von Mustern abhängt. Da sieht man direkt die kleinen Babys vor sich, wie sie mit aufmerksamem Blick Muster erkennen lernen. Oder halt: aufmerksamen Öhrchen.

Ansicht mehrerer Eichenpfähle der Uferbefestigung des Karlsgrabens während der Ausgrabung 2016, Fälldatum der Bäume Frühsommer (Mai) 793. Foto: Lukas Werther/Universität Jena
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Leipziger Geoarchäologe vermeldet kleinen Sensationsfund am berühmten Karlsgraben

Der Kanal selbst ist eine Sensation und begeistert die Historiker seit Jahrzehnten: die Fossa Carolina oder der Karlsgraben zwischen Schwäbischer Rezat und Altmühl, benannt nach niemand anderem als Karl dem Großen. Der große Frankenkönig war tatsächlich hier. Zur Einweihung dieser ersten Gewässerverbindung zwischen Donau- und Rheingebiet. Nun gab’s eine kleine Extra-Sensation für den berühmten Graben.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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