SC DHfK vs. Erlangen 20:23 - Die Trendwende muss warten
Marko Hofmann
16.12.2012
"Das war ein Gegner, der schlagbar war", ärgerte sich auch Alexander Feld über die Niederlage.
Foto: Jan Kaefer
Auch die Personalrochade im DHfK-Kader hat (vorerst) nicht für einen Umschwung gesorgt. Vor 2.410 Zuschauern verloren die Handballer am Sonntag in der heimischen Arena mit 20:23 (11:9) gegen Mit-Kellerkind HC Erlangen. Die fünfte Niederlage in Folge bringt die Gastgeber nun immer ärger in Bedrängnis - zwei Punkte trennen sie noch von der Abstiegszone.
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Dabei hatte alles so gut angefangen. Die DHfK-Fans unter den 2.410 Zuschauern durften auf die Wiederauferstehung ihres Teams hoffen, als prompt in der ersten Minute Rückkehrer Philipp Seitle zur Führung traf. Seitles Tor ermöglichte Träume von der guten alten DHfK-Zeit, von der die vergangene Woche so oft geredet wurde, als Kampf und Wille die Grundlage boten. Beides konnte man der Mannschaft diesmal nicht absprechen. Das sah auch der sonst immer rücksichtslos analysierende Trainer Uwe Jungandreas so: „Die Mannschaft hat deutlich und geschlossen Feuer gezeigt.“ Es brannte bis zur 40. Minute. Bis dahin war sein Team die bessere Mannschaft, hatte sogar den Vorteil, dass mit Niko Link schon nach 32 Minuten ein Gast für die restliche Spielzeit ausgeschlossen wurde.
Wieder im DHfK-Trikot: Philipp Seitle.
Foto: Jan Kaefer
Doch dann gelang in zwölf Minuten nur ein Tor, die Franken zogen über 12:14/ 38., 15:14/ 43. und 19:15/ 50. davon. „Die Disqualifikation war der Wendepunkt für unser Spiel“, bekannte Gästecoach Frank Bergemann. Sein Team war nun kampfstärker und stellte die gut abgestimmte DHfK-Offensivreihe um Feld und Seitle vor Probleme. Die offensive fränkische Abwehr schob jeglichem Vertikalspiel einen Riegel vor, stattdessen mussten die Hausherren horizontal spielen und verloren jegliche Torgefahr. Für Jungandreas war das Spiel schon zwischen der 40. und 43. Minute verlorengegangen. „Da haben wir zwei klare Chancen nicht reingemacht, zwei Abpraller nicht gekriegt und uns zweimal in der Überzahl nicht an taktische Vorgaben gehalten“, ärgerte sich der Trainerfuchs.
Nach dem 4-Tore-Rückstand versuchte sein Team zwar noch mal viel, aber viel konnte es nicht mehr bewirken. Die Trendwende zog ungenutzt an der Arena Leipzig vorüber, die Träume von der guten alten DHfK-Zeit müssen in die Verlängerung. Seitle, zwei Treffer bei seiner Rückkehr, und der Japaner Tatsuya Ogano haben auch noch nicht mal eine Woche mit dem Team trainiert.
Vielleicht klappt es ja kommende Woche in der alten Heimstätte gegen Empor Rostock wieder mit einem Sieg. Während in der Arena Leipzig Manni das mutige Mammut den widrigen Umständen der Eiszeit widerstehen muss, werden in der Ernst-Grube-Halle sieben DHfK-Handballer alles für einen Sieg tun. Würde dieser am Samstag, 19 Uhr, gelingen, wäre das jedoch nur noch mehr Wasser auf die Mühlen der Arena-Kritiker. Die hatten sich gegen Erlangen mit „Scheiß Arena“-Sprechchören erstmals gezeigt. Unterstützt von Fans aus Erlangen, die noch eine gemalte Meinungsäußerung mitgebracht hatten. Zitat: „Mit der Arena habt ihr eure Seele verkauft & Leipzig seines Charmes beraubt.“, Zitatende. Den Franken konnte es aber eigentlich egal sein: Wie schon Anfang Februar in der Grube-Halle (26:27), waren sie auch in der Arena siegreich.
Die Erlanger Fans brachten eine klare Botschaft mit in die Leipziger Arena.
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