Konsolidierungspläne in der LVV: Mitarbeiter der Kommunalbetriebe schreiben einen Brief an den OBM
Redaktion
02.11.2011
Turm des Neuen Rathauses.
Foto: Ralf Julke
Der LVZ-Beitrag vom 29./30. Oktober, in dem Leipzigs OBM Burkhard Jung nicht nur über den Stand beim Teilverkauf von Perdata und HL Komm sprach, sondern auch noch ein Konsolidierungsprogramm für den LVV-Konzern ankündigte, sorgte für heftigen Wirbel - auch in der Belegschaft der Kommunalbetriebe. Am Mittwoch, 2. November, trafen sich 800 LVV-Mitarbeiter im Rathaus - und schrieben einen Brief.
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Kurzfristig trafen sich Mitarbeiter aller 26 Gesellschaften der LVV auf Einladung ihrer Betriebsräte zu außerordentlichen Betriebsversammlungen. Über 800 Kolleginnen und Kollegen folgten der sehr kurzfristigen Einladung ihrer Betriebsräte und füllten damit den Ratssaal, die Empore und auch die obere Wandelhalle des Rathauses.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ließen sich von ihren Betriebsräten erklären, wie der Gesellschafter Stadt in Gestalt des Oberbürgermeisters mit ihren Unternehmen und ihnen selbst umzugehen gedenkt. Überraschung herrschte allseits über die vom OBM geäußerten Pläne, 10 Prozent der Konzernbelegschaft abzubauen, um die LVV zu "konsolidieren". Immerhin rund 500 weitere Arbeitsplätze - nachdem alle Kommunalbetriebe in den letzten Jahren schon ihr Personal reduziert haben.
Zum Schluss der Betriebsversammlungen verabschiedeten die Teilnehmer einen Offenen Brief an den OBM, in dem sie ihn nicht nur darauf hinwiesen, dass in allen Sparten der Holding schon jetzt versucht wird, mögliche Synergien auszuloten. Sie erklärten auch deutlich, dass sie die von ihm angekündigte Art der Konsolidierung nicht mittragen werden.
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