Schillerhaus mit Garten. Foto: SGM
·Kultur·Ausstellungen

Das Stadtgeschichtliche Museum hat jetzt eine Zeitung: Viel Neues zu Schiller, Stadtmodell, Sportmuseum und Sammlungsarbeit

Jahresberichte legt auch das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig regelmäßig vor. Aber auch dort hatte man ja nach den monatelangen Schließzeiten aufgrund der Corona-Pandemie jede Menge Zeit, darüber nachzudenken, wie man das anders machen könnte, nicht so trocken, dass es dann doch keiner liest. Herausgekommen ist eine Zeitung, die erste „MuZe“, die auf 24 Seiten auch über das berichtet, was es im Museum bald als Überraschung zu sehen geben wird.

·Kultur·Ausstellungen

Leipziger Bündnis gegen Depression e. V. lädt ein zur Schaufensterausstellung: Kunst im Vorübergehen in der Steinstraße

Ausstellungen in Innenräumen sind derzeit schwer zu organisieren, wenn man nicht einen enormen Organisationsaufwand betreiben kann. Dafür hat sich ein anderes Ausstellungsformat in der Corona-Zeit bestens bewährt: die Schaufensterausstellung. Und so gibt es seit dem 7. Mai auch eine Ausstellung des Malkurses innerhalb des Projektes „IMAGE – Sehen und gesehen werden“.

Provenienzforscherin Lina Fubrich und Restauratorin Franziska Lipp bei der Arbeit. @ SGM
·Kultur

Kein Picasso oder Klimt – Provenienzforschung am Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig

Ludwig Geyer ging als Stiefvater des Komponisten Richard Wagner in die Musikgeschichte ein. Er zeigte dem späteren Ausnahmemusiker die Welt des Schauspiels und der Harmonien. Weniger bekannt hingegen ist die Malerkarriere Geyers. 1816 brachte er das einflussreiche Leipziger Ehepaar Reichenbach auf Leinwand. Deren Nachfahren siedelten 1977 in die BRD über und mussten die zwei Gemälde des Ehepaares in der DDR zurücklassen – im Stadtgeschichtlichen Museum zu Leipzig. Eine Leihgabe, wie es in den Museumsunterlagen heißt.

Jona Elisa Krützfeld. Foto: privat
·Kultur·Lebensart

Der Indieverlag Akono geht in Leipzig an den Start: Neun Fragen an Verlagsgründerin Jona Elisa Krützfeld

Ein neuer Indieverlag für zeitgenössische afrikanische Gegenwartsliteratur soll frischen Wind in die deutsche Verlagslandschaft bringen. Der Akono Verlag wurde 2020 in Leipzig gegründet und will mit herausragender Belletristik und frischen Covern jenseits von gängigen Afrikabildern zeitgenössische afrikanische Erzählungen in Deutschland stärker verbreiten. Akono publiziert Romane, Kurzgeschichten und Lyrik. Wie das funktionieren soll, haben wir Verlagsgründerin Jona Elisa Krützfeld gefragt.

Zwei Plakatmotive von Michael Triegel für das Bachfest 2021. Grafik: Bacharchiv Leipzig
·Kultur·Musik

Bachfest Leipzig 2021: „Bachs Messias“ online und Öffnung der Konzerte nach Inzidenzlage

Die gültigen Beschlüsse zur Pandemie-Bekämpfung lassen die Durchführung von Konzerten mit internationalem Publikum fraglich erscheinen, geht das Bach-Archiv Leipzig auf die Probleme ein, das Bachfest 2021 mit Publikum feiern zu können. Sicher ist erst einmal nur eins: Es gibt das Online-Bach-Ereignis des Jahres 2021, den digitalen Zyklus „Bachs Messias“ unter Beteiligung namhafter internationaler Bach-Ensembles.

Sondersendung in Gedenken an die Bücherverbrennungen. Foto: Radio Blau
·Kultur·Lesungen

Die Besten der Besten: Radio Blau bringt am Montag eine Sondersendung zur Bücherverbrennung

Am 10. Mai 1933 verbrannten die Nationalsozialisten mit feurigem Pathos die Bücher von ihnen verfemter Autorinnen und Autoren auf dem Berliner Opernplatz. Öffentlich demonstrierten sie, wie sie Menschlichkeit und Humanismus verachteten. Seit einiger Zeit wird auch diskutiert, ob es vergleichbare Bücherverbrennungen auch in Leipzig gab. Doch in dieser Form gab es sie nicht, auch wenn es wichtig ist, immer wieder daran zu erinnern, was diese martialischen Bücherverbrenner da verbrannten an bis heute aktueller Literatur. Radio Blau nimmt sich am Montag des Themas an.

Raum für Kreativität: Auf dem Gelände des Eisenbahnkraftwerks im Leipziger Süden entsteht ein neues Kulturzentrum. Foto: Robert Schikor
·Kultur

Kickoff am Gleisdreieck: Beteiligungsprozess gestartet, Anregungen und Ideen ausdrücklich erwünscht

Am Donnerstagabend startete der Beteiligungsprozess des Projekts Gleisdreieck. In den nächsten Jahren soll auf dem Gelände des ehemaligen Eisenbahnkraftwerks, das zuvor der Deutsche Bahn AG gehörte, ein Kulturzentrum für Leipzig entstehen. In der Entwicklung sollen sich auch die Bürger/-innen aktiv mit Ideen und tatkräftiger Unterstützung einbringen können. Dafür ist ein breitgefächerter Beteiligungsprozess über 18 Monate angesetzt. Zur digitalen Auftaktveranstaltung schalteten sich über 170 Personen zu.

Peggy Luck vom Immer Lieder Sonntags - Kollektiv. Foto: Enna Bloom
·Kultur·Musik

Leipziger Liederszene feiert Premiere: Leipziger Liederladen wurde zum Online-Konzert

Fünfmal schon hätte das vom Leipziger Liederszene e. V. gerade erst aus der Taufe gehobene Format „Leipziger Liederladen“ im Horns Erben stattfinden können. Doch das ist bisher pandemiebedingt bis auf einmal ausgefallen. Geplant war auch zum 1. Mai ein Abend mit Kurzkonzerten von Musiker/-innen, die vor der Wende aktiv waren und jungen Musiker/-innen, die die Leipziger Liedermacher-Szene neu beleben. Denn die hat in den vergangenen Jahren einen richtigen Aufschwung bekommen. Nun gab es das Konzert eben online.

Freunde Lene Voigts haben sie: die Lene-Voigt-Gesamtausgabe. Foto: Ralf Julke
·Kultur·Lebensart

Wie nun feiern? Ein Beitrag zu Lene Voigts 130. Geburtstag

Am 2. Mai feiert die Lene-Voigt-Gesellschaft coronabedingt doch eher nur gedanklich den 130. Geburtstag von Lene Voigt. Am 2. Mai 1891 wurde Lene Voigt in der Sidonienstraße Nr. 14 (heute Paul-Gruner-Straße) geboren. Aber natürlich kann niemand daran gehindert werden, ihr einen Strauß Blumen aufs Grab auf dem Südfriedhof zu legen. Oder ihre Gedichte laut und tapfer vorzutragen. Motto: „Nu grade!“

Michael Triegel: Studie zum Gekreuzigten, 2006, Kohle auf Bütten. Foto: Galerie Schwind, Leipzig
·Kultur·Ausstellungen

Warten auf die Wiedereröffnung des Bach-Museums: Kabinettausstellung „Bach und Triegel. Im Dialog“ ist bereit fürs Publikum

Noch ist unklar, wann Leipzigs Museen wieder öffnen dürfen. Aber zum Optimismus gehört auch, die geplanten Ausstellungen trotz allem vorzubereiten. Und das Bach-Museum hat jetzt eine lang geplante Kabinettausstellung schon einmal fertiggestellt, die sofort besichtigt werden kann, wenn die Entspannung der pandemischen Lage eine Öffnung der Museen für Publikum wieder möglich macht. In dieser Ausstellung begegnet der Leipziger Maler Michael Triegel der grandiosen Musik Johann Sebastian Bachs.

Das „Theater im Grünen“ in der Sternbachstraße 22: Vor der Bühne des Freilufttheaters ist Platz für 60 Zuschauer. Foto Birthe Kleemann
·Kultur·Lebensart

#nurmitkultur: Freie sächsische Kulturszene fordert Ausnahmeregeln für Open-Air-Veranstaltungen

Manchmal gehen künstlerische Aktionen nach hinten los, so wie die witzig gemeinten Beiträge mehrerer Schauspieler/-innen unter dem Hashtag #allesdichtmachen. Dabei ging es ihnen gar nicht darum, ausgerechnet bei den Querdenkern Beifall zu finden. Sie haben ganz eigene Probleme mit dem endlosen Lockdown. Darauf macht auch die freie Sächsische Kultur- und Kreativszene mit einem Appell aufmerksam.

·Kultur·Ausstellungen

Sanierungsarbeiten im Alten Rathaus: Flaschenpost in der Ratsstube gefunden

Natürlich hoffen gerade Museumsmitarbeiter/-innen immer darauf, dass es auch in ihrem Haus kleine Entdeckungen und Sensationen gibt, wenn es mal saniert werden sollte. Was ja auch für das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig eher selten passiert, so wie gerade jetzt, da im Alten Rathaus die Elektroleitungen endlich erneuert werden und dafür auch die vor 112 Jahren angebrachten Holzpaneele abgenommen werden.

Matthias Biskupek: Der Rentnerlehrling. Foto: Ralf Julke
·Kultur·Lesungen

Am Ende ein ungeschriebener Vers: Edition digital wird die Bücher von Matthias Biskupek jetzt als E-Bücher herausbringen

Fast bis zum Schluss schrieb Matthias Biskupek sein Online-Tagebuch. Am 3. /4. März wollte er noch etwas über Mund- und Nasenschutz schreiben: „Es ist ja dringend, Mund- und Nasenschutz zu tragen. Vielleicht ist das auch bei Tagebuchtexten so zu praktizieren. Morgen werde ich einen weiteren Vers niederschreiben. ...“ Doch diesen Vers hat einer der beliebtesten und nachdenklichsten Satiriker des Ostens nicht mehr geschrieben. Am Sonntag, 1. April, ist er im Alter von 70 Jahren gestorben.

Ausstellungsplakat: Informal City Park.
·Kultur·Ausstellungen

Nach Verschiebung wegen Corona: Multimedia-Ausstellung „Informal City Park“ eröffnet in der a&o Kunsthalle

Menschen in Megacities: Zwischen Slums und Vergnügungsparks erfahren sie Lebensräume maximal polarisiert – von scheinbar strukturlos bis systematisch reguliert. Architektur, Städteplanung, Soziologie sind für die Initiatorin der Multimedia-Ausstellung „Informal City Park“ Gabriela Kobus Kernthemen ihrer Arbeit. In der a&o Kunsthalle Leipzig realisiert sie mit der Gruppenausstellung „Informal City Park“, die am heutigen 16. April eröffnet wird, ein ägyptisch-deutsches Gemeinschaftsprojekt.

Abraum. Foto: Jessica Arseneau
·Kultur·Ausstellungen

Ab – Raum: Neue Ausstellung im D21 ist ab 17. April nach Voranmeldung zu besichtigen

Aufmachen? Zulassen? Warten auf den Weihnachtsmann? So recht wissen Leipzigs Galerien derzeit nicht, wohin die Reise gehen soll. Der D21 Kunstraum in der Demmeringstraße 21 plant jetzt für Samstag, 17. April, die Eröffnung der Ausstellung „Ab – Raum“, die sich ja mit einem für Leipzig nach wie vor hochaktuellen Thema beschäftigt: der Transformation in der Bergbaufolgelandschaft.

Axel Bulthaupt. Foto: Oper Leipzig / Christoph Bigalke
·Kultur·Musik

Oper Leipzig wieder online: Richard Wagner / Loriot „Der Ring an einem Abend“

Am Samstag, 17. April, präsentiert die Oper Leipzig einen hochkarätig besetzten „Ring“ von Richard Wagner, doch nicht die ursprünglich im Spielplan angesetzte Tetralogie, die aufgrund der aktuellen Coronaverfügung nicht realisiert werden kann. Gestreamt wird Loriots kongenial gestraffte und humorvolle Version „Der Ring an einem Abend“ mit TV-Moderator Axel Bulthaupt als Erzähler.

Matthias Ludwig: Die gute Nachricht, 2020, Mischtechnik auf Malplatte, 60 x 50 cm (Ausschnitt). Foto: Galerie Schwind
·Kultur·Ausstellungen

Auch ein nachdenklicher Blick ins Jahr 2020: Matthias Ludwigs Bilder in der Galerie Schwind

Der Lockdown geht weiter, denn die Intensivstationen sind an ihrer Belastungsgrenze. Da müssen auch die Galerien weiter auf Publikum verzichten. Auch die Galerie Schwind in der Springerstraße 5 in Gohlis. Eigentlich wollte sie vom 6. bis zum 30. April eine umfangreiche Werkschau des 1969 im brandenburgischen Dahme geborenen Malers Matthias Ludwig zeigen. Das tut sie auch – aber nur nach vorheriger Anmeldung der Kunstinteressierten.

Eine Rückgabe menschlicher Gebeine nach Australien erfolgte im November 2019 am GRASSI. Foto: SKD/Andreas Wünschirs
·Kultur

Von der Südsee bis Westafrika: Koloniales Raubgut im GRASSI Museum für Völkerkunde

Im Jahr 1889 bestieg Hans Meyer, ein deutscher Kolonialpolitiker und Forscher, als erster Mensch den höchsten Berg Afrikas: den Kilimandscharo. Jedoch brachte er von seiner Reise nicht nur abenteuerliche Erzählungen und Ruhm mit. Hans Meyer ließ 53 Kunstobjekte aus dem ehemaligen Königreich Benin nach Deutschland überführen – direkt in das Leipziger Völkerkundemuseum.

Foto: stock.adobe.com @ coralimages
·Kultur·Lebensart

Tolle Idee – Wohnraumerweiterung Garten

Ein Gartenhaus aus Holz auf dem eigenen Grundstück muss nicht nur Abstellraum sein – es eignet sich auch zum Leben und Wohnen. Dafür kann es gute Gründe geben: Mal fehlt der Platz für ein Büro oder für ein Hobby, die Zimmer der Kinder werden zu klein, und manch einer sucht abseits vom Familientrubel ein ruhiges Plätzchen.

Aufzeichnung des DarkStream Festivals 2020 in der Moritzbastei. Foto: DarkStream Festival
·Kultur·Lebensart

Schwarz im Lockdown: Ab Donnerstag sendet das DarkStream Festival wieder aus der Moritzbastei

Manche sind am Ende klüger, andere fassen sich schon von Anfang an an den Kopf. Denn im Oktober 2020 war es noch sehr realistisch, damit zu rechnen, dass die Einschränkungen für die Kultur im Frühjahr 2021 nach und nach hätten fallen können. Aber dazu hätte es eine ehrlichere Politik gebraucht, die frühzeitig und umfassend einen harten Lockdown im Oktober verhängt hätte. Aber den langen und ziemlich weichen Lockdown gab es erst ab November. Und so gibt es statt echter Live-Auftritte in der Moritzbastei auch dieses Jahr ein DarkStream Festival.

Tourstation am Rosentalwehr. Foto: Tilly Domian
·Kultur·Lebensart

Mal ausprobiert: Eine Natur-Entdeckertour am Elsterbecken + Video

Natürlich kann man immer wieder erzählen, wie wertvoll und artenreich der Leipziger Auenwald ist. Aber wirklich begreifen kann man es nur, wenn man es wirklich selber sieht. Am besten mit jemandem zusammen, der einem das alles nicht nur erklären kann, sondern auch zeigt, worauf man achten sollte. Denn es ist auch mit dem Auwald so: Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Höchste Zeit für eine Entdeckertour.

Maurizio Nannucci: LOOK (2011): Foto: Galerie Reiter
·Kultur·Ausstellungen

Another Notion of Possibility: Dialogschau von Maurizio Nannucci und Carsten Goering in der Galerie Reiter

Ausstellungen eröffnen in aller Stille. Die Corona-Beschränkungen machen gar nichts anderes möglich. Die großen Vernissagen fallen aus. Besuchen kann man die Ausstellungen nur noch individuell und mit Voranmeldung. So geht es jetzt auch mit der Dialogschau von Maurizio Nannucci und Carsten Goering in der Spinnerei. Sie wurde am Mittwoch, 31. März, eröffnet.

·Kultur·Musik

Auszeichnung: Künstliche Intelligenz könnte Leipziger Notenspur attraktiver machen

Begleitet künftig Künstliche Intelligenz beim Erkunden der Leipziger Notenspur? Das jedenfalls scheint jetzt möglich, nachdem das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine entsprechende Idee, die die Leipziger Notenspur gemeinsam mit der Firma Media Seasons GbR entwickelt hat, ausgezeichnet hat. Dabei geht es vor allem um intelligente Bilderkennung. Und zwar unterwegs, wenn man mit Toni die Musikstadt erkundet.

Seasonal Black. Austellungsplakat: Mehrzahl
·Kultur·Ausstellungen

Freie Szene weggesperrt auf 900 m²? Ausstellungsplattform Mehrzahl fürchtet um ihre Ausstellung „Seasonal Black“ im April

Eigentlich sollte am 9. April Eröffnung sein für die große Kunstausstellung „Seasonal Black“, in der 35 Leipziger Künstler/-innen in einer großen Werkschau zeigen wollten, woran sie in letzter Zeit gearbeitet haben. Aber die ganze Vorbereitung droht für die Katz zu sein, befürchten die Studierenden der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, die das Projekt initiiert haben. Die Schau würde zehn Tage lang hinter verschlossenen Türen zu sehen sein.

Bei der Pressekonferenz zur Eröffnung, von links nach rechts, MdbK-Direktor Stefan Weppelmann, Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke, Andreas Gursky, Jeannette Stoschek (MdbK) und Patricia Werner (Ostdeutsche Sparkasse). Foto: Pia Benthin
·Kultur·Ausstellungen

MdbK eröffnet Andreas Gursky-Ausstellung mit einem Paukenschlag

Klare Linien. Gerade Häuserfassaden. Dann wieder Menschenmengen. Und immer die Frage danach, ob die Fotografie vor einem die Wirklichkeit zeigt. Oft wirken Andreas Gurskys Werke surreal und können in ihrer Gänze gar nicht auf den ersten Blick erfasst werden. Umso mehr zeigen sie die entschleunigende Wirkung von Museen und laden zum Verweilen und Staunen ein.

Spector Books. Foto: Stiftung Buchkunst / Gert Mothes
·Kultur·Lesungen

Leipzigs Neue Seiten: Stiftung Buchkunst startete eine Podcast-Reihe über die Leipziger Buchgestaltungsszene

Leipzig ist nicht nur deshalb als Buchstadt bekannt, weil hier einmal das Zentrum der deutschen Buchproduktion war. Leipzig ist seit über 200 Jahren auch ein Ort, an dem das schöne Buch gepflegt wird und hochkarätige Buchgestalter/-innen und Illustrator/-innen ausgebildet werden. Darauf macht jetzt die Stiftung Buchkunst mit einer neuen Podcast-Reihe aufmerksam.

Anke Kuhl: Manno! Foto: Ralf Julke
·Kultur·Lesungen

Zwei Nominierungen für Klett Kinderbuch und eine Wiese für Sebastian Pufpaff

Dass der Klett Kinderbuch Verlag jedes Jahr Bücher für Kinder und Jugendliche herausbringt, die den Nerv der Zeit treffen und Themen aufgreifen, die auch die Kleinen mit hineinnehmen in die wirklich brennenden Themen der Zeit, ist bekannt und wurde auch schon mehrfach mit Preisen gewürdigt. Jetzt freut sich der kleine Verlag gleich über zwei Nominierungen, nämlich die von „Manno!“ und „Das wahre Leben der Bauernhoftiere“ für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021.

June Cocó. Foto: Jordann Wood
·Kultur·Musik

Musikalische Begegnungen über Ländergrenzen: June Cocó hat „Métamorphoses“ veröffentlicht

June Cocó ist eine Musikerin und Songwriterin aus Leipzig. Seit der Veröffentlichung ihres Albums „Fantasies & Fine Lines“ hat sich bei June Cocó einiges getan: Ihre Single „Neptune’s Daughter“ hat mittlerweile über zwei Millionen Abrufe allein auf Spotify. Am 12. März erschien nun „Métamorphoses“, ein ganz besonderes Rework-Album der Leipziger Künstlerin mit musikalischen Partner/-innen aus halb Europa.

Carolas Garten. Foto: Panometer / Tom Schulze
·Kultur·Ausstellungen

Garten-Zeit: Auch das Panometer Leipzig öffnet ab Donnerstag wieder

Nicht nur bei Theatern und Museen hat die Corona-Pandemie gründlich alle Planungen verhagelt. Auch das Panometer Leipzig musste im Herbst schließen, ohne dass klar war, wann man wieder würde öffnen können. Immerhin zeigt es ja derzeit mit „Carolas Garten“ eine regelrecht tröstliche Ansicht eines von Leben überschäumenden Gartens. Und das erinnert daran, dass die Klimakrise von der Corona-Pandemie nur verdeckt wird.

Frau Lehmann. Foto: Christoph Awe
·Kultur·Musik

Cammerspiele und Oper Leipzig: Musikalische Botschaften aus dem Off

Wie lange hält das eine Gesellschaft eigentlich aus ohne Kunst und Kultur? Ohne diese mitreißenden Erlebnisse in einer Gemeinschaft, in denen auch die Alltagsverkrustungen einmal abbröckeln können und man merkt, dass man noch ein fühlender Mensch ist? Wahrscheinlich nicht lange, ohne dass man darunter seelisch leidet. Einige Videoveröffentlichungen Leipziger Häuser erzählen derzeit davon.

Lena Hauptmann. Foto: Marek Szymzcak
·Kultur·Musik

Gewinnerkonzert fiel aus: Leipziger Sängerin freut sich über Deutschen Rock & Pop Preis

Man findet sie so ziemlich in der Mitte der Liste der Preisträger/-innen zum 38. Deutschen Rock & Pop Preis 2020: Die junge, in Cottbus geborene Sängerin Lena Hauptmann, die derzeit Jazz- und Popgesang an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig bei der Jazzsängerin Pascal von Wroblewsky und Prof. Evelyn Fischer studiert. Das große Preisträgerkonzert musste leider ausfallen.

Das Museum der bildenden Künste hat eine der umfangreichsten Kunstsammlungen Deutschlands. Foto: Antonia Weber
·Kultur·Ausstellungen

Museum der bildenden Künste zeigt ab 16. März die Ausstellung „1950–1980. Fotografie aus Leipzig“

Auch das Museum der bildenden Künste erwacht in der kommenden Woche langsam wieder aus dem Corona-Lockdown. Nach über viermonatiger Schließung freut sich das Museum darauf, ab Dienstag, 16. März, die Besucher/-innen wieder begrüßen zu dürfen und erstmals die Ausstellung „1950–1980. Fotografie aus Leipzig“ präsentieren zu können. Es besteht außerdem die Möglichkeit zum Besuch der Ständigen Sammlung wie auch jener Ausstellungen, deren Laufzeit durch den Lockdown unterbrochen wurde.

Always watch out for the beat! Screenshot: L-IZ
·Kultur·Musik

Junge Oper präsentiert neues Chorvideo: Zwei Volkslieder verbinden junge Sänger/-innen aus Leipzig und Istanbul

Wie sehr sie uns alle fehlen, die großen und kleinen Sänger/-innen, das macht jetzt ein neues Chorvideo erlebbar, das die Junge Oper Leipzig und die Stiftung Bariş için Müzik (Musik für den Frieden) in Istanbul gemeinsam realisiert haben. Es ist dein Videoprojekt, das eine Brücke schlägt von Leipzig nach Istanbul. Und im Reigen der Bilder verflechten sich zwei Volkslieder – ein ursprünglich schwedisches und ein türkisches.

Oskar Moll: Stillleben mit Mohn und schwarzer Kanne 1916. Foto: Bayer AG / Dirk Hansen
·Kultur

600.000 beschlagnahmte Kunstwerke #2021JLID

Jacques Goudstikker und Nathan Katz flüchteten im Mai 1940 aus ihrer niederländischen Heimat – kurz bevor die deutsche Wehrmacht das neutrale Land besetzte. Die beiden Kunsthändler mussten ihren gesamten Besitz, inklusive der erworbenen Gemälde, zurücklassen. Die Kunstwerke gerieten in die Hände des Reichsmarschalls Hermann Göring und wurden an den Sammler Alfred Kummerlé verkauft.

Das Foto des Selfies von Shaker Kedida mit Bundeskanzlerin Merkel sorgt 2015 für Schlagzeilen. Foto: Punctum/ Alexander Schmidt
·Kultur·Ausstellungen

Neue Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig: Immer ich. Faszination Selfie

Rund 93 Millionen Selfies entstehen täglich rund um den Globus. Kritiker deuten sie als Indiz für die zunehmende Selbstverliebtheit vor allem der jüngeren Generation. Befürworter hingegen bewerten sie sogar als „neue Phase der Kulturgeschichte“. Und dazwischen stehen Millionen Nutzerinnen und Nutzer, die einfach nur Spaß an ihren Selfies haben. Eine Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum beschäftigt sich jetzt mit dem Thema.

Schneidermeisterin Susann Förster mit Peter Wolff alias "Pfarrer Kneipp". Foto: Peter Wolff
·Kultur·Lebensart

„Wasserdoktor“ in Leipzig: Peter Wolff hat sich zum 200. Geburtstag von Sebastian Kneipp ein neues Pfarrergewand schneidern lassen

Leipzig hat jetzt auch einen Pfarrer Kneipp. Auch wenn der berühmte Pfarrer nie in Leipzig wirkte. Aber Anhänger hat er hier trotzdem, so wie den Wahl-Leipziger Peter Wolff, der in Leipzig eine PR-Agentur betreibt, aber selbst auch mal Bürgermeister eines Kneipp-Kurortes war. Und weil Sebastian Kneipp am 17. Mai 200 Jahre alt geworden wäre, hat er sich extra ein neues Kneipp-Gewand schneidern lassen.

·Kultur·Musik

Wieder richtig dabei sein: Im September soll das Leipziger Kammermusikfestival „Con spirito“ stattfinden

Noch stockt es ja bei Tests und Impfungen. Aber Leipzigs Musikveranstalter planen schon für den Sommer, wenn es hoffentlich wieder möglich wird, Musik an den beliebten Veranstaltungsorten in Leipzig wieder richtig zu erleben. Für den September ist jetzt die erste Ausgabe des Leipziger Kammermusikfestivals Con spirito geplant. Dem Klang der Musikstadt Leipzig werden, wenn alles klappt, vom 11. bis 19. September 2021 renommierte Stars der internationalen Kammermusikszene folgen.

Foto: Casino Fatale
·Kultur·Musik

Vielleicht sogar live im Gewandhaus: Casino Fatale veröffentlichen im April ihr Album „Grand Hotel“

Vielleicht klapp es ja. Noch haben auch Leipziger Musiker Träume. Und das Leipziger Duo Casino Fatale hat noch eine große Hoffnung, dass es klappen könnte, am 14. April im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses seine neuen Lieder vorzustellen, die mitten im Corona-Jahr 2020 entstanden sind. Das Video zu den Liedern aus dem Programm „Grand Hotel“ gibt es schon am 9. April.

Das Museum der bildenden Künste hat eine der umfangreichsten Kunstsammlungen Deutschlands. Foto: Antonia Weber
·Kultur

Provenienzforschung am Museum der bildenden Künste #2021JLID

Mit über 80.000 Gemälden, Plastiken, Fotografien und grafischen Werken gehört das Museum der bildenden Künste (MdbK) zu den umfangreichsten Kunstsammlungen Deutschlands. Um dem Leipziger Stadtentwicklungskonzept gerecht zu werden, organisieren die städtischen Museen Ausstellungen mit internationaler Reichweite, erforschen, bewahren und erweitern die Sammlungsbestände. Die Erforschung der Kunstwerke umfasst auch die Provenienzrecherche, welche die Herkunft von Bildern und Skulpturen klären soll. Zwischen 1933 und 1945 wurden verfolgte Minderheiten, Juden und Jüdinnen, Sinti und Roma um ihr kulturelles Hab und Gut gebracht. Einige dieser Kunstschätze schlummern noch immer in den Depots von Museen oder zieren die Wände verschiedener Ausstellungen. 

Das Ensemble Klänge der Hoffnung. Foto: Anne Hornemann
·Kultur·Musik

Stiftung Friedliche Revolution lädt ein: Wer will mitmachen beim interkulturellen Orchesterprojekt?

Seit 2016 fördert die Stiftung Friedliche Revolution die Begegnung von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund durch das Musikprojekt „Klänge der Hoffnung“. Im März 2021 hat im Rahmen dieses Projektes ein auf zunächst drei Jahre angelegtes Orchester-Vorhaben zum Mitmachen begonnen. Es hat zum Ziel, ein wirklich weltoffenes Laien-Orchester mit rund 35 Musikerinnen und Musikern aufzubauen.

Léontine Meijer-van Mensch, © GRASSI Museum für Völkerkunde. Foto: Tom Dachs
·Kultur·Ausstellungen

Koloniale Geschichte: Sächsische Völkerkundemuseen starten Plattform zur Dekolonisierung

Die Völkerkundemuseen in Leipzig, Dresden und Herrnhut, die seit 2010 Teil der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sind, beschäftigen sich seit Jahren mit der Aufarbeitung der eigenen kolonialen Vergangenheit. Denn sie haben allesamt Sammlungsstücke aus der kolonialen Vergangenheit in ihrem Bestand – manche mit einer sehr heiklen Vorgeschichte. Nicht nur in Leipzig wird ja inzwischen intensiv über die Spuren der kolonialen Vergangenheit diskutiert.

Daniel Krueger: Pure Nature. Grafik: Delikatessenhaus e.V.
·Kultur·Ausstellungen

„Pure Nature“ von Daniel Krueger: Dann eben online in die Ausstellung

Anfang Februar war noch nicht so richtig absehbar, ob und wann der lange Lockdown vielleicht enden könnte. Da zog auch der Delikatessenhaus e. V. noch die Möglichkeit in Betracht, dass man die nächste Ausstellung im NeuDeli in der Sebastian-Bach-Straße 23 vielleicht mit einem Window-Opening beginnen und dann mit einer Midissage auch real erlebbar machen könnte. Aber der Lockdown zieht sich. Die Midissage ist unmöglich. Also gab es dafür am Sonntag, 28. Februar, die Inszenierung einer Online-Ausstellung.

Peter Wollny mit der Neuerwerbung. Foto: Bach-Archiv/Gert Mothes
·Kultur·Musik

Das Bach-Archiv besitzt jetzt Gustav Mahlers persönliche Bach-Gesamtausgabe

Dem Bach-Archiv Leipzig gelang jetzt der Ankauf eines ganz besonderen Sammlerstücks: Eines Exemplars der ersten Bach-Gesamtausgabe – erschienen in Leipzig zwischen 1851 und 1900 – aus dem Besitz des Komponisten Gustav Mahler. Vier der Bände enthalten umfangreiche Eintragungen von Mahlers Hand. Eingelegt sind handschriftliche Notenbögen mit Mahlers Bearbeitung der Gavotte aus der Bachschen Ouvertüre BWV 1068.

Lebenswege. Cover: Poesie trifft KLang
·Kultur·Musik

Poesie trifft Klang veröffentlicht ihr Debut-Album „Lebenswege“

2019 fanden die Musikwissenschaftlerin Martina Leipoldt, ihre Schwester, die Gitarristin Lisa Leipoldt und der Texter und Sprecher Dero im Rahmen einer Lesung in einer Klinik zusammen. Gleich zu Anfang stimmte die Chemie und die drei beschlossen in lockerer Zusammenarbeit weitere Lesungen gemeinsam zu gestalten. Nun wurde sogar ein gemeinsames Liederalbum daraus.

Stefan Weppelmann.
·Kultur·Ausstellungen

Der neue MdbK-Direktor spricht über die Zukunft von Museen, Corona und Kunst und seine Pläne

Inmitten des erneuten Shutdowns regte sich etwas im Leipziger Museum der bildenden Künste (MdbK). Seit dem 1. Januar 2021 und damit seit nun einem Monat ist Stefan Weppelmann neuer Direktor des MdbK. Er übernimmt das Amt von Jeannette Stoschek, welche das Museum nach Alfred Weidinger seit März 2020 kommissarisch geleitet hat. Während der Kulturbetrieb fast überall ruht und im MdbK die Andreas Gursky-Ausstellung darauf wartet, eröffnet zu werden, wechselt der Kunsthistoriker von der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums in Wien zurück nach Deutschland.

Wencke Wollny. Pressefoto: Marco Sensche
·Kultur·Musik

Farbenfroher Indie-Pop aus Leipzig: Neues Album von Karl die Große kommt am 19. Februar

Die sechsköpfige Leipziger Band Karl die Große hat in den letzten Jahren einiges in Bewegung gesetzt und ist mittlerweile fester Bestandteil der deutschsprachigen Indie-Popmusik-Welt. Musikalisch bieten sie ein großes Spektrum an Farben, unerwartete Brechungen und entwaffnendes Songwriting. Kluge Texte und anspruchsvolle Musik mit Blick über den Tellerrand. Entstanden ist nun ein lebensfrohes Album, das richtig munter macht im Corona-Lockdown.

Berechtigte Frage. Foto: Marko Hofmann
·Kultur·Lebensart

Am 10. Februar im Soundcheck-Philosophie-Salon: Last Exit Coaching – Das gute Leben in der Selbstoptimierungsfalle?

Das Thema passt selbst jetzt, mitten im Lockdown. Denn auch wenn die Fitness-Center alle geschlossen haben (sollten), sieht man die auf ihre Fitness Bedachten durch die Straßen joggen, als gelte es, für die Olympischen Spiele zu trainieren, die Radfahrer auf ihren unbeleuchteten Rennrädern. Und abends beginnen die Häuser zu wackeln, weil sich die Selbstoptimierer lauter Hometrainer zugelegt haben. Zeit für einen Philosophie-Salon. Online natürlich.

Marie Menesi, Diplomandin im Studiengang Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Kunst und Kulturgut an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste bei Restaurierungsarbeiten am Gemälde. Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
·Kultur·Ausstellungen

Ein ganz besonders Porträt: Stadtgeschichtliches Museum bekam Gemälde „Maximilian Speck von Sternburg und Familie“ geschenkt

Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig hat prominenten Zuwachs: Als Schenkung aus der Familie Speck von Sternburg kam jetzt ein großformatiges Familienporträt des Dresdner Malers Friedrich Matthäi von 1816 in die Sammlung. Nach dem aufwendigen Restaurierungsprojekt mit der Dresdner Hochschule der Bildenden Künste wird es ab 2022 einen Platz in der Ständigen Ausstellung im Alten Rathaus erhalten.

·Kultur·Ausstellungen

Der Künstler ist anwesend: Reiter Galerie zeigt Sebastian Schrader im Schaufenster-Ausstellungsprogramm „24/7“

Wie zeigt man eigentlich Ausstellungen, wenn seit November alle Galerien geschlossen bleiben müssen? Glück für jene Galerien, die über Schaufenster verfügen. Dann können sie die Kunstwerke hinter Glas zeigen und das auch noch rund um die Uhr. Seit dem 14. Januar lädt die Reiter Galerie in der Spinnerei zu diesem ungewöhnlichen Kunsterlebnis ein.

Buchtüte aus der Sammlung von Mark Lehmstedt mit Zitat von Marcel Reich Ranicki. Foto: DNB, Christine Hartmann
·Kultur·Ausstellungen

Buchtüten: Die Sammlung des Leipziger Verlegers Mark Lehmstedt kommt in die Nationalbibliothek

Mehr als zwei Jahrzehnte lang hat der Leipziger Verleger und Buchwissenschaftler Mark Lehmstedt Tüten, Taschen und Beutel gesammelt, die in irgendeiner Weise der Welt Gutenbergs, dem gedruckten Buch, seinen Macherinnen und Machern und seinem lesenden Publikum gewidmet sind. Echte Archäologie der Gegenwart, über die sich jetzt die Deutsche Nationalbibliothek richtig freuen kann.

Dr. Ronny Maik Leder beim Dreh zur Folge "Dem Auwald aufs Dach gestiegen". Foto: Naturkundemuseum Leipzig
·Kultur·Ausstellungen

Video-Podcastreihe des Naturkundemuseums Leipzig geht in die zweite Runde

Am heutigen Mittwoch, 20. Januar, wird die erste von 15 brandneuen Folgen der zweiten Staffel des Video-Podcast des Naturkundemuseums Leipzig veröffentlicht. Im März 2020 reagierte das Naturkundemuseum Leipzig mit seinem Video-Podcast „School’s out!?“ auf den ersten Corona-Lockdown und veröffentlichte über ein Dutzend Lehrvideos, nun folgt eine zweite Staffel mit insgesamt 15 neuen Folgen.

Festivalleiter Christoph Terhechte. Foto: DOK Leipzig 2019/ Susann Jehnichen
·Kultur·Film & TV

Christoph Terhechte – Eine weltoffene Gesellschaft braucht auch den öffentlichen Diskurs

Wer fragt, bekommt Antworten. Im Dezember fragte die CDU-Fraktion im Leipziger Stadtrat, wie es denn sein könne, dass der Leiter des Leipziger Dok-Film-Festivals, Christoph Terhechte, das Plädoyer der „Initiative GG 5.3 Weltoffenheit“ habe unterzeichnen können. Aber das Kulturdezernat fing gar nicht erst an, selbst zu antworten, sondern lässt in der Antwort Christoph Terhechte selbst zu Wort kommen.

voicemade vorm Gewandhaus. Foto: Henriette Jopp
·Kultur·Musik

Voicemade lädt ein zum nachgeholten Neujahrskonzert

Und jetzt noch einmal Weihnachten, jetzt, da draußen Schnee liegt und der Lockdown sowieso dafür sorgt, dass alle sich besinnlicher fühlen. Nachdem das Leipziger Vokalsextett Voicemade am 26. Dezember den ersten Teil des „Weihnachtsoratorium nach Worten der Evangelisten“ op. 17 des ehemaligen Thomaskantors Kurt Thomas präsentiert hat, gibt es nun die Online-Premiere des zweiten Teils.

·Kultur·Musik

Clara Schumann, eine geniale Tochter Leipzigs

Als Clara Wieck am 13. September 1819 das Licht der Welt erblickte, war Leipzig eine Stadt, die noch immer von der Völkerschlacht sechs Jahre zuvor gezeichnet war. Nach der Niederlage Napoleons mussten tausende Verwundete versorgt werden und letztlich brach auch noch eine Typhus-Epidemie aus.

Kerstin Sieblist, Kuratorin für Musikgeschichte am Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig, nimmt ein Teil des Wagner-Denkmals für das Museum in Empfang. Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
·Kultur·Ausstellungen

Zwei Reliefs fürs Leipziger Wagner-Denkmal aus der Werkstatt Emil Hipps fanden ihren Weg nach Sachsen

Zuletzt diskutiert über das Richard-Wagner-Denkmal in Leipzig wurde 2013, zu Wagners 200. Geburtstag. Denn auch wenn Leipzig schon zu Wagners 100. Geburtstag ein Denkmal für Richard aufrichten wollte, ist das nie zustande gekommen. Auch die von Bildhauer Emil Hipp schon fertig behauenen Reliefplatten wollte Leipzig nach dem Zweiten Weltkrieg nicht haben. Zwei haben jetzt dennoch den Weg nach Leipzig und Ermlitz gefunden.

In der neu gestalteten Schumann-Ausstellung. Foto: Christian Kern
·Kultur·Ausstellungen

Ein Audio-Guide macht jetzt den Hör-Besuch im Leipziger Schumann-Haus möglich

Auch das Schumann-Haus ist dicht, seit November kein Besuch mehr möglich in der einstigen Wohnung von Clara und Robert Schumann. Auch wenn die Türen des Schumann-Hauses in der Inselstraße pandemiebedingt noch verschlossen bleiben müssen, konnte die Zeit genutzt werden, zwei Ideen umzusetzen. Gleich zwei Audioguides ermöglichen jetzt einen facettenreichen individuellen Rundgang durch die erste gemeinsame Wohnung der Schumanns.

Die Seelöwen, die künftigen Bewohner von Feuerland. Foto: Zoo Leipzig
·Kultur·Lebensart

Zoo Leipzig schafft trotz Corona-Einschränkungen 1,35 Millionen Besucher

Seit dem 2. November sind zwar die Tore wieder dicht und niemand kann schnell mal mit den Kindern zu den Affen, Löwen und Elefanten. Aber im Angesicht auch des Lockdowns mitten im so wichtigen Frühjahr hat der Zoo Leipzig mit 1,35 Millionen Besuchern im Jahr 2020 dennoch ein achtbares Ergebnis erreicht. Und weitergebaut wurde ja trotzdem, sodass 2021 auch das Aquarium wieder öffnen kann.

·Kultur·Lebensart

Ein Leben ohne Kunst, Kultur, Tanz und Spiel macht krank

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Ende vergangenen Jahres in seinem viel beachteten Interview mit der BILD-Zeitung das Einkaufen regelrecht zur „patriotischen Aufgabe“ für die Bürger erklärt. „Diese Äußerung betrachten wir nur als die Spitze des Eisbergs, der für die grundsätzliche (Nicht-)Einstellung vieler Politiker zu Kunst und Kultur steht“, formulieren die Mitstreiter des Westflügel Leipzig ihr Unbehagen an der Sicht der Bundesregierung auf Wirtschaft.

Schnee von gestern. Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
·Kultur·Ausstellungen

Das Stadtgeschichtliche Museum wird zum „(T)Raumschiff in schwierigen Zeiten“

Seit November ist wieder alles dicht. Zwei Ausstellungen, die eigentlich auch so etwas wie der Höhepunkt im Jahr 2020 (dem Jahr der Industriekultur) werden sollten, waren in den vergangenen zwei Monaten für das Publikum praktisch unzugänglich. Und auch 2021 sieht noch nicht so aus, als könnte das Stadtgeschichtliche Museum einfach drauflosplanen. Dabei hat es für den Mai eine besondere Leipzig-Ausstellung in Arbeit.

Hanne Kroll: Karussel II, 2020, Öl auf Leinwand. Foto: Hanne Kroll
·Kultur·Ausstellungen

Vielleicht auch wieder Ausstellungseröffnungen – zum Beispiel in der Alten Handelsschule in der Gießereistraße 75

Jedenfalls hat der Kunstverein ars avanti e. V. die Hoffnung, dass er die Kunstausstellung in der Alten Handelsschule im März wieder öffnen kann. Eigentlich hatte man auf den Januar gehofft – aber das wird wohl nichts. Die Ausstellung „Joyride“ mit Malerei und Installation von Lydia Thomas und Hanne Kroll sollte da eröffnen. Doch die wurde jetzt auf März verschoben.

Amarcord bei den Aufnahmen zu "Live from London" in der Nikolaikirche. Foto: Christian Kern
·Kultur·Musik

Wenn alles gutgeht, gibt es wieder ein a-cappella-Festival mit Publikum

Der Ticketvorverkauf startet später, doch das Leipziger Vokalmusikfestival wird 2021 in jedem Fall erklingen. Nach einem weitestgehend digitalen Alternativprogramm im Frühjahr 2020 und einem begeisternden Sonderkonzert mit Leipziger Vokalensembles im September stellt das Internationale Festival für Vokalmusik „a cappella“ Leipzig alle Weichen für seine Festivalausgabe 2021.

Hans Aichinger malt an Bildern zu seiner aktuellen Ausstellungsbeteiligung „Inner Land“. Foto: Daniel Thalheim, VG Wort Bild Kunst
·Kultur·Ausstellungen

Auf Caravaggios Spuren: Hans Aichinger bildet ein inneres Licht ab

LEIPZIGER ZEITUNG/ Auszug Ausgabe 86, seit 18. Dezember 2020 im HandelHans Aichinger gehört neben Neo Rauch zu den wenigen Leipziger Künstlern der Generation 1990, die heute von ihrer Kunst leben können. Im Juni 2020 ist fast alles so wie schon im Winter 2009, als ich dem Künstler ein erstes Mal begegnete. Vieles ist vertraut als ich ihn über zehn Jahre später wieder treffe: Kunstbücher liegen auf einem Tisch. Anderes ist neu: Hans Aichinger hat sich einen weißen Vollbart stehen lassen, der ihn weise und würdig erscheinen lässt. Ein Maler in seinen besten Jahren.

"Il trovatore" mit Roberta Mantegna (Leonora) und dem Gewandhausorchester. Foto: Kirsten Nijhof/ Oper Leipzig
·Kultur·Musik

Streaming-Premiere von „Il Trovatore“: Die Oper Leipzig wiederholt die Verdi-Inszenierung zu Silvester noch einmal

Die erste Streamingpremiere der Oper Leipzig, Jakob Peters-Messers Inszenierung von Verdis „Il trovatore“, stieß online mit über 9.000 Klicks auf viel Beachtung und begeisterte Zuschauerreaktionen. Großzügigerweise haben sämtliche beteiligten Ensembles und Künstlerinnen wie Künstler ihre Rechte erneut zur Verfügung gestellt und einer kostenfreien Wiederholung von „Il trovatore“ an Silvester zugestimmt, teilt die Oper Leipzig mit.

Die neue Single von JANTE: Vielleicht.
·Kultur·Musik

JANTE bringt gleich das nächste Album mit besinnlichem Großstadt-Folk heraus: Blick ins Leise

2020 war schon vieles stiller und nachdenklicher als in den Vorjahren. Und das wird uns 2021 auf jeden Fall noch eine Weile begleiten. Und in gewisser Weise hat die Leipziger Newcomer-Band JANTE den richtigen Sound zu dieser ganzen Nachdenklichkeit aufgenommen, die ja vor allem junge Leute betrifft, die vor der oft sehr rätselhaften Herausforderung stehen: Wie kann ich eigentlich in so einer Zeit meinen Weg in ein selbst gestaltetes Leben finden?

Vorsatzblatt für den Oden-Teil in der Sibylla-Schwarz-Werkausgabe. Grafik: Reinecke & Voss
·Kultur·Lesungen

Reinecke & Voss legt den ersten Band der Kritischen Werkausgabe für die „pommersche Sappho“ vor

Während die einen noch wie närrisch auf das so seltsame Jahr 2020 schauen, haben andere längst ihre Pläne für 2021 geschmiedet. Manchmal sind das auch Projekte mit einem ganz langen Vorlauf, so wie die Kritische Ausgabe der Arbeiten der Barockdichterin Sibylla Schwarz, zu der der Verlag Reinecke & Voss schon 2016 eine kleine eindrucksvolle Auswahl veröffentlicht hat. 2021 jährt sich der 400. Geburtstag der „pommerschen Sappho“.

Let's rock. Foto: L-IZ
·Kultur·Musik

Nicht nur mit Bach: Mal ein paar andere Töne zum verkitschten Fest

Natürlich gehört Bach zu Weihnachten. Nicht weil er so erhebend ist und die Stimmen der Sängerknaben so herrlich klingen. Sondern weil seine Musik – wenn sie denn wirklich mit Herzblut interpretiert wird – einen Komponisten zeigt, der immer das ganze Leben komponieren wollte. Das ganze Gemeint- und Betroffensein als Mensch in einer Welt, in der gar nichts sicher ist.

Carol of the bells. Screenshot aus dem Clip der Musikschule „Johann Sebastian Bach“
·Kultur·Musik

Carol of the bells: Der komplette Adventskalender der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ ist online

Auch die Musikschule „Johann Sebastian Bach“ wurde von den coronabedingten Schließungen in diesem Jahr erwischt. Und dabei ist das Erlernen eines Instruments für viele Kinder der Einstieg in ein Leben voller Musik. Ein Leben, in dem man Musik schmerzlich vermisst, wenn keine Konzerte stattfinden dürfen. Und weil seit dem November-Lockdown kein einziges Konzert mehr möglich war, hat die Musikschule 24 kleine Überraschungen in einen Kalender gepackt.

Buchkinderkalender 2021. Foto: Ralf Julke
·Kultur·Lebensart

Buchkinderkalender 2021: Von Kindern lernen, wie man Geschichten in einem einzigen Satz erzählen kann

„Är Brölte for fröde!“ Natürlich der Löwe, der in der Geschichte von Janusch (6) dem schrecklichen Drachen den Garaus macht. Einer muss ja in den sauren Drachen beißen, wenn sich sonst keiner drum kümmert. Es ist quasi die Titelgeschichte zum Buchkinderkalender 2021. Und wer das Jahr 2021 mit kindlichem Spaß angehen will, der hängt sich natürlich dieses geschichtenreiche Prachtstück an die Wand.

Dr. Maike Günther (Kuratorin für Stadtgeschichte bis 1800), Dr. Anselm Hartinger (Direktor Stadtgeschichtliches Museum) und Dr. Ansgar Scholz (Kulturamt der Stadt Leipzig) im historischen Festsaal des Alten Rathaus. Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Katja Etzold
·Kultur·Ausstellungen

Die Sanierung des Alten Rathauses geht weiter und der Festsaal wird umgestaltet

Im Sommer erst musste der Leipziger Stadtrat zur Kenntnis nehmen, dass die Sanierung des Alten Rathauses (Sanierung Fassade und Ertüchtigung Brandschutz und Elektro) auch wieder ein Stück teurer wird als ursprünglich geplant. Aber das Haus ist nun einmal, wie die Vorlage dazu feststellte, so etwas wie die Schmuckschatulle der Stadt. Und nachdem die Sanierung sowieso schon ewig in der Warteschleife hing, gibt es jetzt nur noch eins: 2021 muss fleißig saniert werden.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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